Wie stark werden die Temperaturen nach El Nino sinken?

David Whitehouse, GWPF Science Editor
Nachdem der jüngste El Nino zwischen Januar und April seinen Höhepunkt erreicht hatte, sind die Temperaturen während der folgenden Monate wieder gesunken (siehe Graphik rechts!). Obwohl sie immer noch recht hoch liegen, wird erwartet, dass sie weiter sinken, wenn der El-Nino-Effekt immer weiter schwindet.

Ein wichtiger Faktor, der in den Berichten fast immer fehlt, ist die Tatsache, dass ein El Nino ein kurzfristiges Ereignis ist – Wetter, nicht Klima. Selbst das Met Office ist etwas durcheinander, wenn es um kurzfristige und langfristige Auswirkungen geht. Sie nennen das El-Nino-Ereignis ein natürlich auftretendes Klimaereignis und fügen hinzu, dass es der dominante Faktor der Klima-Variabilität von Jahr zu Jahr ist. Dies ist ein Widerspruch in sich, da Klima sich natürlich über einen viel längeren Zeitraum erstreckt als ein individueller El Nino. Tatsächlich ist die rapide Erwärmung während eines El Nino, der eine genauso rapide Abkühlung folgt, viel zu kurzfristiger Natur, um ein echtes Klima-Phänomen zu sein.

Nun wird vom Jahr 2016 prophezeit, dass es ein rekord-warmes Jahr wird. Da ist es interessant, darüber zu spekulieren, welchen Anteil der El Nino daran hat. Antwort mit einem Wort: alles! Man kann argumentieren, dass die Jahre 2014 bis 2016 ohne den El Nino (und den sog. „Pacific Blob“) keine rekord-warmen Jahre gewesen wären.

Hinsichtlich der Aussage, dass 2015 bzgl. der Temperatur einen Rekord aufgestellt habe, einen winzigen Betrag über dem Jahr 2014, haben drei Datensätze folgende Abweichungen errechnet: NASA GISS 0,13 ±0,1°C, HadCRUT4 0,18 ±0,1°C und NOAA 0,16 ±0,09°C. Betrachtet man diese drei Datensätze, ist das Jahr 2016 um 0,16°C als das Jahr 2014. [Das sind noch nicht wärmeinsel-bereinigte Datensätze, oder? Gibt es da auch Vergleichszahlen aus Satelliten-Datensätzen? Anm. d. Übers.]

Obwohl dieses Jahr noch nicht vorbei ist, scheint klar zu sein, dass 2016 noch das Jahr 2015 schlagen und das neue Rekordjahr werden wird. Vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass 2016 um 0,18°C wärmer ausfallen soll als 2015. Aber welche Auswirkungen hatte der El-Nino zur Temperatur der Jahre 2015 und 2016? Da gibt es eine große Bandbreite von Schätzungen.

Das große Durcheinander

Jeff Knight vom Hadley Centre des Met. Office sagte, dass deren Modellierung die zusätzliche Wärme aus einem starken El Nino wie dem gerade beendeten etwa 0,2°C betragen würde. Weiter sagte er, dass die Windverhältnisse auf der Nordhemisphäre weitere 0,1°C den jüngsten monatlichen Messungen hinzugefügt hätten.

Andererseits hat Adam Scaife gezeigt, dass es lediglich wenige Hundertstel eines Grades sind, und bei Real Climate nannte man einen Wert von 0,07°C. Michael Mann sagte dem Guardian, dass seiner Schätzung nach der El-Nino-Beitrag weniger als 0,1°C betragen hatte. Einige andere Schätzungen der El-Nino-Auswirkungen gingen von höheren Werten aus. Mit Verweis auf den El Nino 1997/98 zeigten Hansen et al. 2006, dass dadurch die globale Temperatur um 0,2°C gestiegen war. Auch Foster und Rahmstorf (2011) nannten diesen Wert.

Sciafe* zufolge wird der El-Nino-Beitrag 2016 größer sein als im Jahr 2015, da der Einfluss desselben im zweiten Jahr allgemein stärker zu Buche schlägt infolge der thermischen Trägheit. Er schätzt einen Anstieg um 0,2°C.

[*Der Name taucht im Original auch zweimal auf mit der gleichen unterschiedlichen Schreibweise. Da ich den Namen noch nie gehört habe, lasse ich beide so stehen wie im Original. Anm. d. Übers.]

David Karoly from the University of Melbourne sagte, dass die Nachwirkung eines El Nino auf die globale Lufttemperatur nach dessen Verschwinden etwa 3 bis 6 Monate dauern würde. Als wichtige Bemerkung sagte er auch, dass es nach dem vollständigen Ende eines El Nino keine Temperaturrekorde mehr geben würde. Mit anderen Worten, ohne den El Nino hätten die letzten Jahre keine neuen Rekordmarken gesetzt.

Missverständnis

Falls die Rekordjahre nicht-klimatischen Variationen geschuldet sind, fragt man sich, warum sie so oft als Unterstützung für Klimamodelle herangezogen werden. Man betrachte einen Vergleich zwischen CMIP5 und Messungen. Es war eindeutig, dass vor 2015 die Diskrepanz zwischen Messungen und Modellen erheblich war. Nimmt man die Jahre 2015 und besonders 2016 hinzu, wird der Eindruck vermittelt, dass die Diskrepanz abnimmt. Man vergesse aber nicht, dass die Modelle keine geringen vulkanischen Effekte sowie den jüngsten Rückgang der Sonnenaktivität berücksichtigen.

Aber jetzt kommt ein Realitäten-Check: Der El Nino ist beendet und die Temperaturen sinken. Viele denken, dass das Jahr 2017 kühler ausfallen wird als die letzten Jahre. Myles Allen von der Oxford University sagt, dass zur Zeit der nächsten großen UN-Klimakonferenz die globalen Temperaturen wahrscheinlich nicht höher liegen werden als während COP in Paris 2015 (hier). Das wäre eine seltsame Sache, falls – wie einige Klimawissenschaftler behauptet haben – die letzten Jahre auch ohne El Nino Rekordjahre gewesen wären.

Für manch einen ist die Aussicht auf eine globale Abkühlung ein Problem, vor allem für all jene, die eine allgemein bekannte Veränderung des Verhaltens der globalen Temperaturen etwa um die Jahrtausendwende als eine mächtige, von den „Skeptikern“ herangezogene „Waffe“ sehen (hier), um Zweifel an der Klimawissenschaft zu wecken. Aber diese Skeptiker sprechen von der realen, sich entwickelnden Klimawissenschaft auf eine Weise, die viele der öffentlich deutlicher sichtbaren Wissenschaftler ablehnten, die es nicht vermochten, sich den Fakten anzupassen. Der so genannte „Stillstand“ – der vor dem jüngsten El Nino so offensichtlich war – signalisierte eine wachsende Erkenntnis hinsichtlich dekadischer Klimavariationen. Er war ein wichtiger Schritt zum Verständnis dessen, was vor sich geht. Direkt gesagt, jene Individuen und Organisationen, die noch vor einem Jahrzehnt oder so von einem klaren und starken Signal globaler Erwärmung und einem unmittelbar bevorstehenden rapiden Temperaturanstieg gesprochen haben, mussten ihren Tenor ändern, und in einigen Fällen haben sie versucht, die Historie umzuschreiben, indem sie jetzt sagen, sie haben schon immer gewusst, was vor sich geht.

Nur die Zeit wird den El-Nino-Einfluss vorangegangener Jahre in den richtigen Zusammenhang stellen mit Variationen der Hintergrund-Rate globaler Temperaturänderungen. Wird sich der Stillstand wieder einstellen? Einige Wissenschaftler befürchten, dass die Temperaturen während der nächsten Jahre weiter zurückgehen könnten. Sie bereiten ihre Kollegen auf eine solche Situation vor und warnen die Klimawissenschaftler, „sich nicht in die Irre führen zu lassen durch temporäre Fluktuationen in die andere Richtung, die sich möglicherweise umkehren“.

Link: http://www.thegwpf.com/how-far-will-global-temperature-drop-after-el-nino/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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19 Kommentare

  1. Hallo @Eugen Ordowski, zu des Ketterer’s „mehrheitlich“:

    Wenn die Zeitungen (gem. Staatsauftrag) über Fachveröffentlichungen berichten dann ist das Wetter; wenn aber Ketterer das macht dann ist das Klima; man braucht das nur politisch korrekt zu lesen dann fällt das nicht mehr auf: Grünsprech Gehirnwäsche.

    Es ist ja nicht das erste Mal dass Ketterer seinen Versuch jämmerlich verpatzt und dann mit Wischi-Waschi aufwartet.

    MfG

  2. @17 F.Ketterer

    Sie schreiben:
    ———————
    „Wenn Sie Wetter diskutieren wollen, nur zu. Ich bevorzuge die Diskussion über Klima.“
    ———————

    Vielleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen,
    das Wetter ist real – das Klima ein theoretisches „Kunstwerk“ gebildet aus Durchschnittswerten.

    Und, was haben Durchschnittswerte für eine Aussagekraft?
    Nur für Statisker interessant.

    Ganz nebenbei, nehmen Sie einfach zur Kenntniss, was damals diskutiert worden ist.

    Die CO2 Geschichte kam einige Jahre später, auch von SPIEGEL angeschoben – vom Kölner Dom sah man nur die 2 Türme aus dem Wasser ragen.
    Sehr wissenschaftlich.

  3. Zu #15 und #16,

    Ich zitiere aus #2:
    „“
    Es war Herr Ordowski, der eine nicht belegte Behauptung aufgestellt hatte: „Warum es 1976 noch stärker war, interessiert sie nicht. (Da waren sich die „Klimawissenschaftler“ _fast einig_ – wir bekommen eine neue Eiszeit!)“
    Da weder „Der Spiegel“ noch der „Cincinatti Enquirer“ als Fachzeitschrift in Erscheinung traten fragte ich nach Belegen für diese eben zitierte Behauptung. Ich habe begründete Zweifel, (siehe Perterson TC et al (2008): The myth of the 1970s global cooling scientific consensus) an dem “fast einig”.
    An Herrn Bruno: Wenn Sie Wetter diskutieren wollen, nur zu. Ich bevorzuge die Diskussion über Klima.

  4. @14 F.

    Ja,ja, in den Fachzeitschriften stand u. steht immer sehr viel. Mal mit einem längeren, mal mit einem kürzeren Bestand.

    Vielleicht erinnnern Sie sich an einen
    „Club of Rome“ – die letzten Untergangspropheten.
    1972 schrieben diese Leute, dass im Jahre 2000 die Industriegesellschaft wahrscheinlich ihr Ende findet. Es wird keine Rohstoffe mehr geben.
    Mit fatalen Folgen! (Ölpreis explodierte, Sonntagsfahrverbote, die Weltwirtschaft ging in die Knie, usw.)

    Interessant ist, was diese Leute damals zur Erderwärmung schrieben. Das Problem sahen sie auch, aber aus ganz anderen Gründen. Hier wird, nach Ansicht dieser Leute (Wissenschaftler!!!), durch das Verbrennen von Gas, Holz, Kohle, die Atmosphäre erwärmt.(Abwärme) Von CO2 keine Rede!

    So viel zu den „wissenschftlichen Prophezeiungen.“

    MfG
    Eugen Ordowski

  5. Lieber @F[.Ketterer], zu (#14) und „die Autoren der Mehrheit“: Belege? Und wo Sie gerade dabei sind: Beweise dass in „Wissen“schaft eine Mehrheit zu dominieren hat, speziell wenn neuste Daten den bisherigen (alten!) Stand der Dinge fortschreiben (wie ich ja zitiert habe).

    Aus vernunftbegabter Sicht verlangen Sie eine Contradictio in terminis, nicht wahr.

    MfG

    P.S. je mehr z.B. co2 „Studien“ angefertigt werden desto näher kommen die an das vorherbestimmte „Ergebnis“: das ist die praktizierte „Aufgabe“ des Peer-Review wo mehrheitlich (!) die Empirie vorsätzlich nicht (!) repliziert wird.

  6. Zu #10 und #11

    Sehr geehrter Herr Bruno und Ordowski,
    ich hatte nicht andeuten wollen, dass in den 70er Jahren eine mittelbar drohende Eiszeit kein Thema war. Nur gingen die Autoren der Mehrheit der wissenschaftlichen Publikationen in Fachzeitschriften von einer bevorstehenden Erwärmung und nicht von einer Abkühlung aus. Nur steigert man damit in einem lausig nass-kalten Jahr sicher nicht seine Auflage.
    Herr Ordowski, sie fragen „Vom angeblichen Einfluß des CO2 Gases war damals nichts zu lesen.In speziellen Kreisen war ja die Theorie vom „Treibhauseffekt“ sehr wohl bekannt, nur, wo hat ma“n davon gelesen?“
    Die Antwort ist einfach: in Fachzeitschriften: Seller (1974) A reassessment of the effect of CO2 variation on a simple global climatic model. J. Appl. Meteor.,13, 831–833 um rein Beispiel zu nennen. Auch Budykow schrieb 1976 über global warming.

  7. Sorry, eine Korrektur, meinte ca 10% (statt 20%) geringer ist die Ausdehnung das antarktischen Meereises derzeit als das Mittel 1981-2010 (in dieser Jahreszeit), 20% trifft auf das arktische Meereis zu.

  8. #5 (Paul) „Ich persönlich hätte es gerne etwas wärmer“. Da werden Sie sicherlich noch viel Freude haben! „wer die Arktis anführt, muss auch die Antarktis anführen, wenn er glaubhaft sein will“, mehrere Antworten auf meinen Beitrag erheben ähnlichen Einwand. Daher zum wiederholten Male der Link http://tinyurl.com/mach5ge. Aus der interaktiven Grafik dort geht beispielsweise hervor, dass die Ausdehnung des antarktischen Meereises in dieser Jahreszeit noch nie so gering war wie derzeit, um ca 20% geringer als das Mittel von 1981- 2010.

  9. @7 F.Ketterer

    Ja, wo habe ich das alles her?
    Nun, ich habe zu den Zeiten schon gelebt u. nicht vergessen:

    http://k-urz.de/c3e0

    Spiegel 1974, und auch viele andere!

    Vom angeblichen Einfluß des CO2 Gases war damals nichts zu lesen.
    In speziellen Kreisen war ja die Theorie vom „Treibhauseffekt“ sehr wohl bekannt, nur, wo hat man davon gelesen?
    Damals ging man davon aus, die Erde steuert auf eine neue Eiszeit zu.
    Lesen Sie den Artikel!

    MfG
    Eugen Ordowski

  10. Lieber/r F.Ketterer, zu (#7) und „spiegelt aber so nicht die Fakten wieder“:

    Die Presse zitiert die Wissenschaft, am Beispiel „New Ice Age To Begin Soon, Scientific Data Shows“ [h/t Tony Heller], in: Cincinatti Enquirer 1974, December 16, p 16.

    Wohl wieder anachronistische Zuckungen bei Ihnen /sarc

    MfG

  11. Sehr geehrter Herr Freitag,

    wenn Sie als Gegenargument für Herrn Kowatschs Aussage „Ein dreijähriges Absinken in Deutschland muss auch weltweit ähnlich sein.“ angeben, dass es sowohl in Deutschland als auch weltweit in den letzten 100 Jahren eine Erwärmung gegeben hat, haben Sie das Thema einfach verfehlt. Sie haben offensichtlich den Kommentar von Herrn Kowatsch überhaupt nicht begriffen.
    Interessant sind an Ihrem Kommentar aber trotzdem zwei Stellen:
    1. geben Sie als Argument für die globale Erwärmung den Rückgang des arktischen Meereises an. Komischer Weise ist das antarktische Meereis gleichzeitig angewachsen – das wäre dann wohl ein Zeichen für eine globale Abkühlung?
    2. sind Sie der Meinung, dass sich jemand ins Abseits stellt, wenn er einen Temperaturtrend anzweifelt.
    Mit beiden Argumenten zeigen Sie, dass Sie der Wissenschaft feindlich gegenüber stehen, denn Ihr „cherry picking“ bei 1. wäre klassischer Wissenschaftsbetrug und bei 2. wird offensichtlich, dass Ihnen das skeptische Betrachten von Aussagen als grundsätzliches Vorgehen in der Wissenschaft völlig unbekannt ist.

    MfG

  12. @4: Eberhard Freitag
    Ihr Satz; „Aussagekräftig ist es jedoch, wenn man längere Zeiträume betrachtet.“, bedarf der Korrektur.

    Statt längere Zeiträume sollte hier lange Zeiträume stehen, evtl auch sehr lange Zeiträume. In diesen ist unsere Erde mehrmals eingefroren, wieder aufgetaut, und deutlich wärmer geworden als heute. Flora u. Fauna, inkl. Mensch hat es übelebt. Nichts mit Selbsferbrennung ala Schellmhuber! Diese Typen reiten auf 0,0x°C herum, obwohl der Messfehler schon bei +/- 0,1°C liegt.
    Ähnlich geht es zu bei der CO2 Lüge.
    Wer misst, misst Mist. Dieser Satz dürfte allgemein bekannt sein. Der behält auch seine Gültigkeit. Kein Wissenschaftler besitzt das absolute Wissen. Also sollte er es uns auch nicht predigen. Politiker haben nicht mal Ahnung von dem was sie machen. Dazu brauchen sie dann ihre „Ethikkommissionen“, die noch weniger Ahnung von der Materie haben; Zumindest klingt das was da rauskommt zumindest mal Neunmalklug. Damit lasse ich mich nicht fangen.

    Versuchen Sie bitte in größeren Zeitabschnitten zu denken, nicht nur innerhalb einer Generation, (= 30 Jahre), das hilft unwarscheinlich weiter, vor allem wenn Ihnen z.B. Ihre Vorfahren etwas über ihre Zeit berichtet haben, und Sie dieses behalten haben.
    Die Welt sieht gleich freundlicher aus.

    M.f.G.

  13. #2: Eugen Ordowski sagt:
    „[…] Da waren sich die „Klimawissenschaftler“ fast einig – wir bekommen eine neue Eiszeit! […]“
    ##################
    Ja wo haben Sie denn dieses Gerücht her? Es gibt eine Arbeit von Thomas Peterson, in der gezeigt wird, dass in der Wissenschaft (nicht die Wahrnehmung der Presse) keine Mehrheit von ersten Anzeichen einer neunen Eiszeit ausgingen.
    Eine neue „Eiszeit“ wird die Erde (nicht wir, die hier diskutieren) sicherlich einmal erleben, darin sind und waren sich die Wissenschaftler einig. Was Sie oben andeuten spiegelt aber so nicht die Fakten wieder.

  14. @ #4 E. Freitag

    „da auch andere Beobachtungen, wie zum Beispiel der Rückkang des arktischen Meereises auf eine globale Erwärmung hinweisen.“

    Das ist Unsinn, denn das arktische wie das antarktische Meereis schmilzt von unten bzw. überwiegend an der südlichen Kante zwischen Novaja S., Spitzbergen und Grönland. Da wo der Golfstrom aufs Meereis bzw. umgekehrt (Nansendrift) trifft. Desweiteren durch Strahlung und Rußpartikel, die von oben „nagen“. Der Golfstrom oder die die Thermohaline Zirkulation haben nichts mit der wie auch immer bestimmten Temperaturzunahme zu tun. Der Glfstrom wirkt lokal und nicht global. Norwegen und Spitzbergen wäeren nicht eisfrei.
    Sinkt die Temperatur des Golfstroms sinken die Temperaturen auch bei uns. Die Schwankung periodischer Art wird AMO genannt. Damit gekoppelt ist die NAO und AO. Den Rest erledigen dann die Planetarischen Wellen.

    Derzeit haben wir eine 3-4-Konstellation, aus der eine dominierende 6er-Welle binnen 180 Stunden werden soll. Das heißt: überwiegend Westwinddrift für Mitteleuropa und milde Luft vom Golfstrom … . Und dann singt eventuell Richard Germer: So ein klein büschen Widstärke Zehn ist doch ab und zu mal ganz schön …

  15. #4: Verehrter Eberhard Freitag,
    wer die Arktis anführt, muss auch die Antarktis anführen, wenn er glaubhaft sein will.
    Ich persönlich hätte es gerne etwas wärmer,
    das ist besser für Mensch und Umwelt.
    Jedenfalls keine Kröte.
    Der Wärmeinseleffekt
    und damit zusammenhängend der massive Abbau von Messstationen ist „meteorologisch“ eigentlich ein Wissenschaftlicher Skandal. In Russland ist das noch gravierender.
    Was nützt bitte eine Messtation am Frankfurter Flughafen, der DWD sollte sich schämen.

    Ein Glück, dass wir Kowatsch und Co. haben,
    die immerhin mit original DWD-Daten arbeiten.
    Ich frag mich ernsthaft welche Nachteile nun der Deutsche Bürger denn durch eine angebliche „Klimaänderung“ haben sollte. Von einer „ERWÄRMUNG“ ist nun wirklich nichts zu merken!!!
    Das ist doch ein fürchterliches Affentheater, wir merken NICHTS, es könnte eher etwas wärmer sein.
    Wenn es im Sommer mal etwas wärmer ist, sind die Menschen GLÜCKLICH.
    Also Schluss mit dem Affentheater!
    Wer soll das bitte noch ernst nehmen.
    Leider wird ein überfälliges Umdenken nur LANGSAM gehen, weil die Grünen in einer Art Größenwahn die Realität nicht interessiert; aber es ist unaufhaltsam. Aus einer Sackgasse hilft nur eine Umkehr.
    Ich hoffe, in USA wird das jetzt etwas schneller gelingen.

    mfG

  16. #3 Herr Kowatsch, die mittlere Temperatur in Deutschland in den letzten 20 Jahren war etwa 9 Grad Celsius, vielleicht leicht darüber, http://tinyurl.com/htydsmd. In dem von Ihnen genannten Jahr 2014 waren es 10.3 Grad, also erheblich darüber. Das könnte ein Einzeleffekt sein, wir wissen alle, dass die Temperaturen von Jahr zu Jahr schwanken können. Jedenfalls ist es Unsinn, von einer Temperaturspitze ausgehend, einen Abkühlungseffekt zu konstriueren, indem man eineinhalb Folgejahre heranzieht. Aussagekräftig ist es jedoch, wenn man längere Zeiträume betrachtet. So war die Temperatur in Deutschland im 20. Jahrhundert knapp über 8 Grad. Die Daten zeigen also einen klaren Erwärmungstrend. Man kann ihre Gültigkeit anzweifeln (Wärmeinseleffekt), läuft aber dann in Gefahr, ins Abseits zu geraten, da auch andere Beobachtungen, wie zum Beispiel der Rückkang des arktischen Meereises auf eine globale Erwärmung hinweisen. Hier hilft der Wärmeinseleffekt nicht weiter. Dass die globale Temperatur ansteigt, diese Kröte wird man auch bei EIKE schlucken müssen.

  17. Sicherlich auch interessant:

    http://k-urz.de/f402

    Die Schneebedeckung der Nordhalbkugel.
    Fast so stark, wie 1976!

    Natürlich „VERMUTEN“ die Klimahysteriker sofort,
    zu wenig Eis am Nordpol! (Begründung)
    Also, wieder der Klimawandel (natürlich, menschgemacht).
    Warum es 1976 noch stärker war, interessiert sie nicht. (Da waren sich die „Klimawissenschaftler“ fast einig – wir bekommen eine neue Eiszeit!).

    MfG
    Eugen Ordowski

  18. Im Artikel steht: „…Obwohl dieses Jahr noch nicht vorbei ist, scheint klar zu sein, dass 2016 noch das Jahr 2015 schlagen und das neue Rekordjahr werden wird. Vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass 2016 um 0,18°C wärmer ausfallen soll als 2015. Aber welche Auswirkungen hatte der El-Nino zur Temperatur der Jahre 2015 und 2016? Da gibt es eine große Bandbreite von Schätzungen…“
    Hierbei handelt es sich um die globalen Temperaturen, die aber nicht zuverlässig erhoben werden, auf keinen Fall sind diese als sicher zu betrachten. Die deutschen Temperaturen sind zuverlässig erhoben, wenn auch wärmeinselbehaftet, wenn man längere Zeiträume vergleicht. Aber für die letzten drei Jahre gilt: 2014 war das wärmste Jahr in Deutschland, 2015 war kühler und 2016 wird sich wieder einreihen in den Schnitt der letzten 18 bis 20 Jahre.
    Und: da die Luft keine Grenzen kennt, verhalten sich die Deutschlandtemperaturen stets ähnlich wie die globalen Temperaturen. Ein dreijähriges Absinken in Deutschland muss auch weltweit ähnlich sein. Deshalb sind die obigen Aussagen des Artikels wohl falsch, egal welche Globaltemperaturen am Ende des Jahres 2016 wieder hingetrickst werden.
    Insgesamt ist der Artikel aber zu begrüßen, ich gebe jedoch zu bedenken, dass es viele Klimafaktoren gibt, die auf die Temperaturen einwirken. AMO und Svensmark-Effekt, also Sonnenflecken im Verbund mit der kosmischen Strahlung wirken momentan ebenfalls leicht abkühlend, der Wärmeinseleffekt in der Umgebung der Messstationen ist weiterhin leicht ansteigend, in Deutschland und weltweit.

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