Was wäre … wenn die USA gezwungen wären Energiepreise wie in der EU zu zahlen?

Christopher Guith
Europa hat so viele historische und kulturelle Wunder vorzuweisen, dass selbst der demokratischste aller US-Demokraten in Europa etwas finden dürfte, auf das er neidisch ist. Schließlich waren es die Europäer, die uns Led Zeppelin brachten, Pizza und Bier, und ich persönlich glaube, dass es höchste Zeit für uns ist in Betracht zu ziehen, die Siesta als nationale Politik zu übernehmen. ABER WAS WIR NICHT ÜBER DEN GROSSEN TEICH AUS EUROPA IMPORTIEREN SOLLTEN, SIND DIE HOHEN ENERGIEPREISE!


Europa wuchs während des 20. Jahrhunderts zu einem Moloch im produzierenden Gewerbe, wobei technische Raffinesse ebenso wie die dort zur Verfügung stehenden Energieressourcen zum Einsatz kamen. Aber das produzierende Gewerbe verbraucht riesige Mengen Energie, und während der Kontinent mit vielen Weltwundern gesegnet war, war es nicht mit den größten Energieressourcen gesegnet, was den Kontinent zunehmend abhängig von Importen machte. Außerdem sind die Europäische Union und viele seiner Mitgliedsstaaten während der letzten beiden Jahrzehnte auf einem experimentellen Weg entlang gestolpert, um Energie weniger verfügbar und teurer zu machen. Indem der Energieverbrauch verteuert wurde, ist der einst mächtige produzierende Sektor in Europa schwer beeinträchtigt worden.

Inzwischen hat uns die Energie-Revolution in den USA während des vorigen Jahrzehnts mit die niedrigsten Energiepreise weltweit beschert, mit der Konsequenz einer folgenden Renaissance des produzierenden Gewerbes. Wir haben bereits erlebt, wie Zehner-Milliarden Dollar in die US-Produktion investiert worden sind, und mehr ist unterwegs. Aber – und dies ist ein sehr dickes Aber – es ist keine vollendete Tatsache. Tatsächlich ist es in gewissen Kreisen von Extremisten für Politiker und spezielle Interessengruppen zur Mode geworden, die Energiepolitik der EU auf den Schild zu heben und zu unterstützen, die sie mitsamt den Preisen auch in Amerika sehen wollen.

In der jüngsten Fortsetzung unserer Energy Accountability Series wird die Frage gestellt: Was ist … wenn die USA gezwungen wären, Energiepreise wie in der EU zu zahlen? (hier, PDF). Im Geist von Halloween kam unsere Analyse zu der Antwort, die reichlich grauenhaft ist. Die Übernahme der EU-Energiepreise würde unsere Wirtschaft mit etwa 700 Milliarden Dollar zu stehen kommen, zusammen mit einem Verlust von fast 8 Millionen Arbeitsplätzen. Vom Standpunkt der Verbraucher müsste jeder Haushalt 4800 Dollar pro Jahr zusätzlich zahlen.

Einige US-Staaten wären besonders hart betroffen. Mit seinem hohen Niveau an Einwohnern mit festem Einkommen würde Florida fast 30 Milliarden Dollar aus seiner Ökonomie verlieren. Andere, mit robusten produzierenden Bereichen würden echt verkrüppelt werden. In Ohio würden fast 190.000 Arbeitsplätze verloren gehen, in Michigan etwa 160.000. Michigan würde 12 Milliarden Dollar aus seiner Ökonomie verlieren, Illinois über 17 Milliarden Dollar und Ohio fast 15 Milliarden Dollar. Unsere Analyse ergab massive Schrumpfungen in Industrien, die von Geflügel über die Papierherstellung bis zur Erzeugung von Nahrungsmitteln reichen.

Unter dem Strich: Die EU-Energiepreise wären für die USA katastrophal. Importieren wir also weiterhin die leckere Schokolade – aber lassen wir die schlechte Politik jenseits des Atlantiks.

Mehr: http://www.energyxxi.org/what-if%E2%80%A6-us-was-forced-pay-eu-energy-prices

Link: http://www.energyxxi.org/what-if%E2%80%A6-us-was-forced-pay-eu-energy-prices via ICECAP

Übersetzt von Chris Frey EIKE

image_pdfimage_print

Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

10 Kommentare

  1. #8,
    Herr Buehner,
    Wollen Sie etwa nicht wahrhaben, dass wenn man zuviel von billigem Kram hat, egal was, das dies zur Verschwendung desgleichen führt?
    Die USA haben mit dem US-Dollar die Vollmacht des internationalen Gelddruckens. Energie muss billig bleiben, der Dreck darf einfach nichts kosten, ist das etwa sinnvoll? Ich bin auch nicht für die berühmten „5 DM fürs Benzin“, wie die nichtsnutzigen deutschen Grünen vor 20 Jahren mal forderten. Europa, besser gesagt die „alte Welt“ steht irgendwo dazwischen. Für mich als normalverdienender Arbeiter ist dies absolut akzeptabel. Ottonormalverbraucher soll leben können und auch der Staat soll sein Einkommen haben.

    Sind Sie ein absoluter Befürworter des ‚american way of life‘? Ich nicht. Ich bin weder für Neo-Liberalismus noch für Sozialismus. Ich mag keine Ideologien.
    Zurück zu den USA und dem dortigen Energieverbrauch: Es ist normaler dort ein Auto zu haben als sich die Kartoffeln im eigenen Garten anzubauen. Schauen Sie sich mal folgendes an, Ich will nicht zynisch,aber urgednwie finde ich dies lächerlich:
    Armenspeisung für Autobesitzer:

  2. @ #7: Guido Scholzen
    Sehr geehrter Herr, niedrige Energiekosten führen nicht zu „Energieverschwendung“. Wer weniger verbraucht, bezahlt auch weniger.

    Glauben Sie, dass Energiebedarf und Energieverbrauch schädlich sind? Macht es irgendeinen Unterschied, wo auf dem Globus die Energie verbraucht wird?

    Arm sein kann man, wenn keine Energie vorhanden ist. Reich sein kann man aber nur, wenn Energie vorhanden ist.

    Glauben Sie, es ist gut für die Menschheit, wenn alle arm sind?

  3. Niedrige Energiepreise in Europa wie in Amerika würden dazu führen, dass mehr Energie verschwendet werden würde.
    Vergleiche:
    Ein US-Bürger verbraucht doppelt soviel Strom, doppelt soviel Erdöl und 2 bis 3mal mehr Wasser im Durchschnitt pro Kopf als ein West-Europäer.
    Soll ich mir daran ein Beispiel nehmen? Soll das ein weltweites Vorbild sein? Solche Verschwendungssucht braucht Europa nicht.
    Die USA verbrauchen mehr von allem und trotzdem ist der Unterschied zwischen arm und reicher größer, komisch nicht wahr?

    Und seien wir doch mal ehrlich, was Industrieproduktion anbelangt: Wenn ich in den Baumarkt gehe, dann sehe ich hier in Europa viele Artikel ‚Made in China‘. Ist das in den USA etwa anders? Machen die sich ihren Kram etwa noch zum größten Teil selber? Aufgrund der niedrigen Energiepreise? Wäre schön für die US-Wirtschaft, wenn dies stimmen würde, ist aber nur ein Wunschdenken.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es Unternehmen gibt, die wegen der Energiekosten von Europa nach USA umsiedeln, aber Marktführer bleibt China.

  4. Anderes rum gefragt:
    Was wäre wenn in der EU- Energiepreise wie in den USA zu zahlen wären?
    Antwort : Die Reduzierung der EU -Energiepreise auf das Niveau der US- Energiepreise würde die USA –Wirtschaft viel teurer zu stehen kommen als 700 Milliarden Dollar pro Jahr und mehr als 8 Millionen Arbeitsplätzen kosten.
    Deshalb darf und wird das auch nicht geschehen

  5. Was wäre wenn?
    Ganz einfach!
    Wir nehmen immer die preisgünstigste und sicherste Stromerzeugung. Wir forschen und lernen auf dem Gebiet immer weiter. Es gäbe nie mehr Versorgungsengpässe und die Energie wäre preisgünstig.
    Die Frage würde sich nicht stellen. Auch nicht für die USA.
    Ich glaube nicht, dass man in den Staaten, so wie bei uns, den letzten Schritt gehen wird.

    Ja, ja – was wäre wenn unsere Kanzlerin und Hillary, Schulter an Schulter, alle, für sich und Ihre schrägen Wünsche, in den Krieg ziehen ließen? Die Akzeptanz ist da und Einigkeit wird demonstriert. Mit welch primitiven Argumenten für Knappheit auf dem Energiesektor und somit an der Manipulation der Strom/Energiepreise gearbeitet wird, sehen wir gerade. Da gibt Deutschland das beste Beispiel ab: Arm werden, um das Klima zu retten. Das scheint zu funktionieren. Das Klima dankt jetzt schon und versorgt, zur Belohnung, eine kleine Gruppe, mit Macht und Reichtum.

    Das ist nicht möglich?
    Doch! Die deutschen haben die so gut wie im Sack. Wählen und denken müssen wir dann nicht mehr. Das machen unsere Freunde, die Amis, dann für uns. Die stellen dann auch ganz alleine die UN und haben alle ganz lieb.

    Eine Umstellung wäre das nicht. Der Einfachheit halber, glauben sowieso die meisten, dass andere viel besser wissen, was der richtige Weg ist. Nur nicht selber daran arbeiten! Mit Arbeit kann man sich den ganzen Tag verderben.
    Die, wer auch immer das sein mag, machen das schon für uns!
    Nur keine Angst! Über uns wird gewacht. Alles ist gut. Weiterschlafen!

  6. Die Übernahme der EU-Energiepreise würde unsere Wirtschaft mit etwa 00 Milliarden Dollar zu stehen kommen
    bitte 00 ? ergänzen

  7. Durchaus vernünftige Ansichten.

    Nur kann mit 00 Milliarden Dollar niemand etwas anfangen, im Original heißt das 700 Milliarden. Bitte verbessern.

  8. „Die Übernahme der EU-Energiepreise würde unsere Wirtschaft mit etwa 00 Milliarden Dollar“

    @ admin: bitte die 00 Milliarden korrigieren

  9. Bitte den sinnentstellenden Fehler „Die Übernahme der EU-Energiepreise würde unsere Wirtschaft mit etwa 00 Milliarden Dollar zu stehen kommen…“ berichtigen(insgesamt wahrscheinlich 700 Milliarden wäre richtig).
    Ich nehme an Trump wird gewinnen und das wird für Europa ein Weckruf sein – in vielerlei Hinsicht.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

*