Das EEG und die Hütchenspieler

Ungefähr so, wenn ein Bäcker einen Ausgleich forderte, weil er doch so viele schöne Brötchen gebacken hat, die aber niemand will, weil alle schon genügend haben.

Diese EEG-Förderung war der Anreiz, Windanlagen zu bauen und Photovoltaikanlagen auf die Dächer zu setzen. Ein Mensch, der noch bei Trost ist, würde das niemals tun, denn es rechnet sich nicht – es sei denn, er wird mit einem Haufen Geld gelockt.

Also entstanden zuerst an den Küsten unüberschaubare Wälder von Windanlagen, Bauern bastelten sich Photovoltaikanlagen auf ihre großflächigen Stalldächer, und grüne Lehrer und Zahnärzte quetschten noch auf den letzten Dachziegel Photozellen. Und alle pumpen nun Strom in die Netze. Da lacht das Herz des Energiewendegewinnlers, das des Stromverbrauchers bekommt Rhythmusstörungen, weil die Kosten in astronomische Höhen klettern.

Denn der Strom kommt dann, wenn es Sonne und Wind gefallen, aber nicht immer dann, wenn er in einer Industriegesellschaft tatsächlich benötigt wird. Er kommt zudem manchmal in solch rauen Mengen, dass die deutschen Übertragungsnetzbetreiber nicht mehr wissen, wohin damit.

Eine gern genommene Lösung: ins Ausland transportieren. Seht doch, freuen sich unbedarftere Naturen, wir haben doch schon so viel grünen Strom, dass wir sogar schon Exportnation geworden sind! Unter Exportnation hatte man früher zwar etwas anderes verstanden, nicht, dass der Exportierende dem Empfänger noch eine gehörige Mitgift mitgibt, damit der den Strom überhaupt annimmt.

Aber nur so funktioniert Stromtransfer in Deutschland. Der Muttertag in diesem Jahr war ein solches Beispiel: Ein schöner Tag mit blauem Himmel, viel Sonne und an den Küsten viel Wind, aber wenig Bedarf, weil nun mal die Fabriken ruhten. Es gab so viel Strom, dass an diesem Tag 352 GWh Strom verschenkt werden mussten. Obendrein gab es noch die satte Summe von 21,3 Millionen €, damit die beschenkten Länder auch bereit waren, das Stromgeschenk anzunehmen. Das alles im Rahmen des EEG zu Lasten aller Stromverbraucher.

Solche Konstellationen treten immer wieder auf. Eine Folge: In den Niederlanden und in Österreich sinken die Preise für Strom drastisch, weil sie bei uns steigen. Andere Nachbarländer wie Polen sperren ihre Stromgrenzen bereits mit Phasenschiebern ab, damit ihre Netze nicht mit überflüssigem deutschen Strom geflutet werden. In Österreich sinnt man auf Abhilfe gegen den ›Stromimperialismus‹.

Auf der Hand liegt, dass dieser Wahnsinn eine Menge Geld kostet. Das deckt sich mit dem, was schon früh Koryphäen wie  Ernst Ulrich von Weizsäcker und SPD-Politiker wie der verstorbene Hermann Scheer forderten: Energie muss teuer werden. Unvergessen der ehemalige Obergrüne Joschka Fischer mit seiner Forderung, fünf Mark solle ein Liter Benzin kosten.

Zwei Jahre, nachdem 1998 die Grünen an die Macht gekommen waren, begann der Strompreis nach oben zu steigen.

Festgelegt ist das Ganze im Erneuerbare-Energie-Gesetz EEG, das mit dem damaligen grünen Umweltminister Trittin 2000 beschlossen wurde. Das war zugleich Freudenfest für all diejenigen, denen satte Gewinne in die Kassen gespült wurde. Der Mitbegründer der Grünen zum Beispiel, Frank Asbeck, hat es in der Folge mit seiner Firma Solarworld gar zu zwei Schlössern gebracht.

Jede Fortschreibung des EEG löste weitere Kostenlawinen aus. Insgesamt sollen die deutschen Stromverbraucher im kommenden Jahr die wahnsinnige Summe von 29,5 Milliarden Euro für »Ökostrom« bezahlen, hat die Bundesnetzagentur gerade prognostiziert. So hoch dürften die Ansprüche aller Photovoltaik- und Windstromerzeuger auf Vergütung ausfallen.

Dem würden voraussichtlich, so die Agentur weiter, Einnahmen aus dem Verkauf des Stromes von 4,7 Milliarden Euro gegenüberstehen. Eine ordentliche Differenz, die bezahlt werden muß.

Deshalb wurde ein kompliziertes Geflecht aus verschiedenen Kosten aufgebaut. Der Endpreis des Stromkunden setzt sich aus vielen einzelnen Elementen zusammen. Neben der Umlage gehören dazu vor allem die Unkosten der Energieanbieter für den Einkauf des Stroms an der Börse und den Vertrieb, verschiedene Steuern und die Ausgaben rund um den Betrieb der Netze.

Die wahren Kosten der »Energiewende« können so wunderbar verschleiert werden. Denn die erschließen sich erst, wenn man die Gesamtbelastung aller Zahlungsverpflichtungen für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt zusammenzählt. Die erstrecken sich über sage und schreibe 20 Jahre und gelten selbst dann, wenn morgen alle neuen Photovoltaik- und Windanlagen gestoppt würden.

Michael Limburg und Fred F. Müller haben das in ihrem Buch »Strom ist nicht gleich Strom« getan. Für das Jahr 2016 haben sie eine Gesamtverpflichtung pro Vier-Personen-Haushalt von 23000 Euro ausgerechnet, bei »unveränderter Weiterführung der aktuellen Energiewendepolitik wird sich dies bis zum Jahre 2020 auf mehr als 32000 Euro erhöhen«.

In diesen horrenden Kosten sind noch nicht all jene Summen enthalten, die zum Beispiel über Netzgebühren abgerechnet werden und für den Stromkunden nicht sichtbar auftauchen.

Peinlich wird es, wenn die Energiewendenvorreiter das hehre Wort »Wettbewerb« im Munde führen und die Stromkunden auffordern, sich unter verschiedenen Anbietern den günstigsten auszusuchen. Es gebe ja einen »Markt«. Die Unterschiede muß der Kunde mit der Lupe suchen, denn beim Strompreis sind fast 90 Prozent festgelegt. Es nutzt dem Stromverbraucher also nicht viel, den Stromanbieter zu wechseln, denn damit kann er nur einen geringen Teil der Kosten beeinflussen.

Der Strompreis am Spotmarkt schwankt. Der Effekt: Strom ist im Einkauf mit 8,4 und elf Cent nicht so teuer. Stromkunden bezahlen aber horrende Preise bis zu 30 Cent pro Kilowattstunde. Unter welchem Hütchen bleibt der Rest?

Die Verbraucher wundern sich, da leistet die Lobby Interpretationshilfe:

»Kaum ein Baustein der deutschen Energiewende gerät so oft und so massiv ins Feuer der Kritik wie sie: Zu teuer, zu ungerecht verteilt, zu nachteilig im internationalen Wettbewerb – ob in Politik oder Wirtschaft, bei Verbraucherschützern oder Medien – überall regt sich Unmut über die EEG-Umlage.« Das hat das Organ »neue energie« festgestellt (10/2016).

Sie sei ein Preistreiber, der entscheidend dazu beitrage, Energie für manche Menschen in Deutschland unbezahlbar zu machen, so einer der Hauptvorwürfe gegen die Abgabe, die Stromkunden auf ihrer Rechnung wiederfinden.

Doch das Thema sei vom Tisch, wird der Kommunikationschef von Agora Energiewende, Christoph Podewils, zitiert: »Im Grunde ist die Umlage kein Aufregerthema mehr.“

»Der Kostenposten sei vergleichsweise transparent, gut kalkulierbar und in seiner Wirkung längerfristig gesehen überschaubar.«

Die Dummerchen unter den Verbrauchern hätten nur nicht begriffen, daß die EEG-Milliarden nur ein Schätzwert seien.

Die Zeitschrift neue energie klärt auf: »Die Übertragungsnetzbetreiber ermitteln ihn, indem sie ihre voraussichtlichen Gesamtkosten für die Vermarktung des Erneuerbaren-Stroms – im Wesentlichen die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebenen Auszahlungen an die Ökostromerzeuger – mit dem Erlös verrechnen, den sie für den grünen Strom im nächsten Jahr am Spotmarkt, der tagesaktuellen Strombörse, zu erzielen hoffen.«

»In einem überdurchschnittlich sonnigen und windreichen Jahr wird auch überdurchschnittlich viel Ökostrom ins Netz eingespeist, der vergütet werden muss. Schwächelt gleichzeitig die Konjunktur, benötigt die Industrie weniger Strom. Beides zusammen erhöht die Kosten, die per EEG-Umlage auf jede Kilowattstunde aufzuschlagen sind.«

»Wegen solcher Unwägbarkeiten haben wir unsere Prognose für 2017 mit einer gewissen Unschärfe von 0,2 Cent angegeben“, erläutert Podewils dankenswerterweise.

»Die Erhöhung der EEG-Umlage bekomme der Bürger daher »nur gedämpft“ zu spüren. Die »ehrlichste und für Verbraucher aussagekräftigste Zahl« sei die Summe aus Börsenstrompreis und EEG-Umlage, befindet auch Christoph Podewils von Agora Energiewende. »Sie blieb in den letzten Jahren ungefähr konstant«.

»Selbst wenn die Kosten für die EEG-Umlage sinken, muss das nicht allen Haushalten in Deutschland zugutekommen. Erzeugen etwa Windräder mehr Strom, als das Netz verkraften kann, sind die Betreiber laut Gesetz verpflichtet, ihre Anlagen zu drosseln. Für einen Teil der finanziellen Verluste, die ihnen dadurch entstehen, erhalten sie eine Entschädigung. Dieses Geld wird aber nicht aus dem Topf der EEG-Umlage gezahlt, sondern über die Abgaben fürs Stromnetz, die Netzentgelte.«

Neue energie spendet Trost: Ab 2023 erhalten Windparks auf hoher See keine hohe Anfangvergütung mehr. Und ab 2030 würde die Mehrzahl der Solaranlagen nicht mehr gefördert werden. Kunststück, wenn die Dächer bereits voll sind und die ersten Anlagen als teurer Sondermüll entsorgt werden müssen.

Die zahlreicher werdenden Photovoltaik- und Windanlagen allerdings machen die Stromversorgung unsicherer denn je. Ohne die wenigen verbliebenen konventionellen Kraftwerksblöcke hätten wir vermutlich keine einigermaßen funktionsfähige Stromversorgung mehr. Sie stabilisieren noch einigermaßen die Netze.

Ob das den grünen Stromerzeugern klar ist, dürfte fraglich sein: »Nachhaltiger wäre es nach Ansicht von Erneuerbaren-Spezialisten, den Börsenstrompreis zu erhöhen und damit die Lücke zur Einspeisevergütung zu verkleinern, die das Umlagekonto überbrücken muss. Entweder, indem man den Kohlendioxid-Ausstoß verteuert und so die Kosten für die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Öl oder Gas erhöht. Oder indem man alte Kohlekraftwerke vom Netz trennt, um das Überangebot an der Strombörse zu vermindern.«

Die Bundesregierung sagt nach außen interessanterweise nicht, wie schnell Deutschland aus der Kohle aussteigen wird. Im kürzlich veröffentlichten Klimaschutzplan 2050 steht jedenfalls nichts Konkretes dazu drin.

Der Unmut der Stromzahler jedenfalls ist bis in den Politikstuben zu hören. Deshalb soll das EEG Gesetz geändert werden. Die Einspeisevergütung soll zum Beispiel dann nicht mehr bezahlt werden, wenn die Spotmarktpreise mehr als sechs Stunden negativ sind.

Schon beschweren sich Solar- und Windanlagenbetreiber: Uns werde die Vergütung für gelieferten Strom vorenthalten! Allerdings ist das Strom, den niemand benötigt, jedenfalls nicht zu dieser Zeit.

Ein Bäcker pflegt in der Regel auch niemanden verantwortlich zu machen, wenn er viele schöne Brötchen geliefert hat, die aber niemand kauft, weil sie schon genügend haben. Nicht so unter den planwirtschaftlichen Regeln in der neuen bunten Energiewelt: Hier kann er weniger Brötchen verkaufen und sich den »Verlust« gut bezahlen lassen.

Ein besonders schöner Euphemismus ist der Begriff »Bürgerenergieprojekt«. Der hört sich so schön umweltfreundlich an; alle Bürger stehen dahinter, es ist in ihrem Interesse, wenn ihnen das Geld aus der Tasche gezogen wird. Dafür erhalten, spendet Patrick Graichen Trost, der Direktor von Agora Energiewende, die Verbraucher »gleichzeitig für ihr Geld mehr grünen Strom«. Schönes Bild für ein naturwissenschaftlich zunehmend unfähigeres Deutschland, wie die grünen Elektrönchen durch die Leitungen rasen.

Als Peter Altmeier Umweltminister wurde, holte er tief Luft, nahm all seinen Mut zusammen und redete schwitzend über eine Begrenzung des Strompreises. Aus der Ecke der Solar- und Windanlagenbetreiber kam sofort der heftige Aufschrei: Es sei die Industrie, die sich in erheblichem Umfang von den EEG-Umlagen freistellen ließe. Die bezahlt ab einer bestimmten Grenze keine EEG-Umlage, um überhaupt noch einigermaßen konkurrenzfähig zu sein. Diese »Fehlbeträge« müßten, natürlich, von allen Stromverbrauchern bezahlt werden, so die Ökolobby.

Die Mechanismen der EEG-Umlage sind reichlich verworren und schwer durchschaubar. Fest steht, daß dabei auch der Staat über diverse Steueranteile kräftig mit verdient.

Aber immerhin: Die »grünen« Stromerzeuger haben etwas in der Geschichte Einmaliges vollbracht:

Der Stromverbraucher muß für etwas bezahlen, das es nicht gibt, nämlich für jenen »grünen« Strom, der gar nicht erst erzeugt wird, weil in die Netze wirklich nichts mehr hineinpaßt oder – noch besser – weil noch keine Leitungen gebaut wurden, um den Strom abzutransportieren. Doch den Betreibern dieser Anlagen wurden 20 Jahre Einnahmen garantiert – ob sie Strom liefern oder nicht.

Da werden sogar die albanischen Hütchenspieler neidisch.

Der Beitrag erschien zuerst bei Tichys Einblick hier




Dass draußen ganz normales Wetter herrscht, zeigten unsere Simulationen nicht an, deshalb konnten wir uns darauf auch nicht vorbereiten

Gemeinsame Pressemitteilung 27/2016 vom Umweltbundesamt, dem Deutschen Wetterdienst und dem Deutschen Klima-Konsortium 12.09.2016 : [1] Globale Temperaturrekorde und Sturzfluten in Deutschland – Vorgeschmack auf die Sommer der Zukunft?

… In Deutschland und Mitteleuropa war der Sommer 2016, verglichen mit der internationalen Referenzperiode 1961-1990, zwar nur geringfügig zu warm. Auch die durchschnittlichen Niederschlagssummen waren im Land unauffällig.
Aber: im Frühsommer entfalteten vor allem im Süden und im Westen Deutschlands lokale Starkregenereignisse eine Zerstörungswucht, die kaum für möglich gehalten wurde. Bei heftigen Gewittern fielen gebietsweise extreme Regenmengen mit teilweise katastrophalen Folgen, wie zum Beispiel im bayrischen Simbach mit 180 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 48 Stunden.

Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes: „Die Projektionen von Klimamodellen lassen eine Zunahme solcher starkregenauslösenden Wetterlagen für die Zukunft vermuten. Die erlebten Sturzfluten können ein Vorgeschmack auf die Sommer in einer zukünftigen wärmeren Welt sein. Und mehr noch: Sie können an jedem Ort in Deutschland eintreten. Darauf müssen wir uns mit noch besseren Wettervorhersagen, mehr Eigenvorsorge der Bürger und einer neuen Kultur im Umgang mit Naturgefahren vorbereiten.“

Die Vulnerabilitätsanalyse der Bundesregierung vom vergangenen Jahr setzt auf diesem Wissen auf und wird – leider – durch die diesjährigen Starkregenereignisse bestätigt.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes: „Der Sommer 2016 hat gezeigt: die Anpassung an den Klimawandel wird immer wichtiger. … Die zurückliegenden Ereignisse zeigen auch, wie wichtig die Doppelstrategie in der Klimapolitik ist: Übergreifende Klimaschutzmaßnahmen, um die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen und die Ziele, die in Paris vereinbart wurden, zu erreichen. Und Maßnahmen zur Anpassung an den nicht mehr vermeidbaren Klimawandel – dessen Folgen wir heute schon erleben.“

Man muss sich diese Pressemitteilung genau durchlesen und einiges an Hintergrundwissen haben, um die Ungereimtheiten dieser „Information“ zu erkennen. Auf EIKE haben die Leser den Vorteil, dass es ein fleißiger Autor übernimmt.

Eigentlich war es ein ganz normaler Sommer

Pressemitteilung: [1]… In Deutschland und Mitteleuropa war der Sommer 2016, verglichen mit der internationalen Referenzperiode 1961-1990, zwar nur geringfügig zu warm. Auch die durchschnittlichen Niederschlagssummen waren im Land unauffällig.

Im Bild 1 sieht man die am oberen Bereich befindliche Sommertemperatur, welche seit 1750 schon regelmäßig vorkam. Trotzdem haben die Wenigsten den Sommer als zu warm empfunden und für die Freibäder wäre es fast ein Desaster geworden, wenn das Sommerende nicht noch einiges aufgeholt hätte. Erkennbar ist, dass die Aussage „ … zwar nur gerigfügig zu warm“ recht stimmig ist und man denkt eher mit Grausen daran, wenn vielleicht 10 Jahre lang Sommer mit den „richtigen“, noch kälteren Temperaturen kommen sollten.


Bild 1 Sommertemperatur Deutschland von 1750 – 2016. Quelle: DWD

Man hätte es dabei belassen können. Aber der DWD lebt inzwischen von Vulnerabilitätsanalysen, Expertisen, immer „genaueren“, deutschlandweit zellularen Vorhersagen und Simulationen und damit kam er nicht umhin, das Normale zur Gefahr zu erklären.

Das Unwetterereignis im Bayerischen Simbach

Pressemitteilung: [1] Aber: im Frühsommer entfalteten vor allem im Süden und im Westen Deutschlands lokale Starkregenereignisse eine Zerstörungswucht, die kaum für möglich gehalten wurde. Bei heftigen Gewittern fielen gebietsweise extreme Regenmengen mit teilweise katastrophalen Folgen, wie zum Beispiel im bayrischen Simbach mit 180 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 48 Stunden.

Das immer wieder (wie auch in der Pressemitteilung) als Klimawandel-Beispiel genannte Flutereignis im Ort Simbach wurde bereits früher sorgfältig nachgesehen und im Detail berichtet:
[9] An den Unwettern ist der Mensch eher nicht schuld – aber ganz sicher an deren Folgen

[8] Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag

Danach brach bei diesem Unwetter eine als Damm vollkommen ungeeignete (und nie gedachte) Talquerung, weil sich deren Wasserauslass verstopfte. Der dahinter gestaute See floss sintflutartig ab, „räumte“ zusätzlich den Lagerplatz eines Sägewerkes leer und das Wasser mit den Baumstämmen vom Sägewerk wälzte sich als meterhohe Flutwelle durch den Ort. Im Bild sind die Baumstämme vom Lagerplatz des Sägewerks deutlich zu sehen. (siehe Bild oben rechts!)

Bild oben rechts: Hochwasser Simbach Zentrum. Bildquelle: https://www.stmi.bayern.de/sus/katastrophenschutz/hochwasser2016/index.php

Wie ein Herr Dr. Becker darauf kommt, dies einem Klimawandel anzulasten, weiß er wohl selber nicht. Die Begründung wäre auf jeden Fall interessant. Fluten haben immer eine hohe Zerstörungswucht, wenn sie auf normale Bebauungen treffen. Aber diese besonders hohe Flutwelle kam nicht aufgrund von „noch kaum für möglich gehaltenen“ Starkregenmengen, sondern wurde erwiesener Maßen alleine durch menschliches Versagen verursacht.

Immer neu lohnt es sich, die Regenmengen in Simbach zu zeigen um darauf hinzuweisen, dass „das kaum für möglich gehaltene“ in dieser historisch regelmäßig von Überflutungen betroffenen Gegend sehr wohl öfters auftritt und keinesfalls Auswirkung eines Klimawandels ist.

Bild 2 Niederschlagsdaten in Tagesauflösung von 1981 – 8.2016 der Station Simbach, DWD Stations-ID 4706

Dass die Temperaturwerte extrem und damit vielleicht eine Ursache gewesen wären, kann man ebenfalls ausschließen, denn diese waren ausgerechnet bei diesem Ereignis deutlich von einem Extrembereich entfernt.

Bild 3 Absolute Differenz der Tagestemperatur zum Vortag von 1981 – 08.2016 der Station Simbach, DWD Stations-ID 4706. Blaue Linie: Jahresmittelwert der Tagesdifferenz (rechte Skala). Der rote Pfeil zeigt die Tagesdifferenz am 31.05.2015, dem Tag des großen Unwetters mit 6,8 Grad (0,9; 4; 6,8; 0,9 Grad Tagesdifferenzen)

Anstelle dafür „immer bessere Wettervorhersagen“ und theoretischen Vulnerabilitätssimulationen, natürlich deutschlandweit, als Lösung zu preisen, sollten die Verantwortlichen lieber in die Stadtarchive gehen und nachsehen, wo und wie oft das Wasser früher bereits in den Orten und Neubaugebieten stand. Das ergäbe realistische Angaben und bestimmt manchen Schrecken – und die Change auf sinnvolle, lokale Maßnahmen.

So wurde nach den Ereignissen von Simbach im Bayerischen Landtag allen Ernstes diskutiert, ob man nicht vielleicht die Einwohner eines regelmäßig von Überschwemmung heimgesuchten Ortes wie Simbach auch warnen könnte und ob es dafür überhaupt die technischen Möglichkeiten gibt. Es kam sogar die Frage, dafür den Einsatz der vorhandenen Sirenen zumindest zu überlegen!

[8] Bayerischer Landtag 16. Juni 2016 (Hervorhebungen durch den Autor)
Bisher war beispielsweise eine Vorhersage für Starkregenereignisse nicht möglich. Das Ministerium prüft nun mit dem Deutschen Wetterdienst, ob man solche Vorhersagen ermöglichen kann. Außerdem in der Überlegung: Eine Warnung der Bevölkerung mit Sirenen bei bevorstehenden Sturzfluten und schnell ansteigenden Pegelständen.

Wahrscheinlich verbietet dies bisher irgend eine Anordnung gegen Missbrauch von Alarmmitteln der Behörde, oder es fehlt dafür das Budget für die halbe Personalstelle, oder die Anweisung, THW und Feuerwehr bei Starkregen vorab zu informieren, war wegen Unstimmigkeiten im Stadtrat nicht umsetzbar.
Es kann auch sein, die verantwortlichen Entscheider waren einfach zu beschäftigt, den „wirklich wichtigen Klimaschutz“ voranzubringen, bedeutet CO2 zu vermeiden. Darin hat die Stadt schon Vorbildliches geleistet und einen Preis bekommen:
Homepage-Info der Stadt Simbach am Inn:
In Baden bei Wien wurden am 25. Februar 2005 europäische Kommunen für ihr Engagement im Klimaschutz mit dem geehrt. Mit dabei waren auch die beiden Nachbarstädte Simbach und Braunau, die für das grenzübergreifende Geothermieprojekt Simbach-Braunau mit einem der begehrten Climate-Stars ausgezeichnet wurden.

Starkregenereignisse im Sommer sollen zunehmen, zumindest wird es vermutet

Pressemitteilung: [1] … „Die Projektionen von Klimamodellen lassen eine Zunahme solcher starkregenauslösenden Wetterlagen für die Zukunft vermuten. Die erlebten Sturzfluten können ein Vorgeschmack auf die Sommer in einer zukünftigen wärmeren Welt sein. …

Herr Dr. Becker sagt hier ganz deutlich, dass er seine Aussagen „vermutet“. Das macht er nicht zufällig, denn die eigenen Studien seines Hauses widersprechen seinen Angaben. Anm.: Eine Rezension der Vulnerabilitätsstudie erschien auf EIKE [3].

In der Vulnerabilitätsstudie selbst steht:
[4] 3.1.2 Niederschlag
In den Ensembleauswertungen der Klimaprojektionen für die Niederschläge zeigen sich für die Zukunft heterogene Tendenzen:
In den Sommermonaten (Juni bis August) werden für den schwachen Wandel (15. Perzentil) größtenteils Niederschlagsabnahmen und für den starken Wandel eher Zunahmen projiziert, während in den Wintermonaten (Dezember bis Februar) auch beim schwachen Wandel (15. Perzentil) für größere Teile des Bundesgebiets nicht von einer Niederschlagsabnahme auszugehen ist.

Das bedeutet im Klartext: Es ändert sich nichts, beziehungsweise es ist so trendlos, dass man keine Zukunftsaussage machen kann. Und ausgerechnet am Sommerbeginn, als die Unwetter auftraten zeigen die Projektionen eine Abnahme. Bild 4 aus dem Klimaatlas Deutschland zeigt neben dem Verlauf vom Jahr 1881 bis zum Jahr 2016 auch die Projektion für den Sommerniederschlag zum Jahr 2100. Eindeutig ist der Niederschlag eher geringer geworden und so wird es auch in den Projektionen weiter geführt. Zudem beachte man, wie weit viele Projektionskurven bereits vom aktuellen Wert entfernt sind.

Bild 5 zeigt das Gleiche für den Jahresniederschlag. Seit dem Jahr 1965 ändert sich nichts am Niederschlag, aktuell ist er sogar deutlich unter dem langjährigen Mittelwert mit dem Wert von1881. Die Zukunftsprojektionen zeigen an, dass sie „nichts wissen“ und es eigentlich die nächsten 100 Jahre ohne Änderungen „geradeaus“ weiter geht.

Bild 4 [6] DWD Klimaatlas Deutschland, Niederschlagsmittel Deutschland Sommer


Bild 5 [6] DWD Klimaatlas Deutschland, Niederschlagsmittel Deutschland Jahreswert

In der Publizierung des DWD „Starkniederschläge in Deutschland“ steht es explizit, dass für den Sommer kein Trend vorliegt: [7] Für den Sommer lassen sich derzeit mit den vorhandenen Beobachtungsdaten und den bekannten Methoden keine Trends der Anzahl von Tagen mit hohen Niederschlagsmengen identifizieren.
Und im Winter sind „Starkniederschläge“ kein (so großes) Problem, weil die Wassermengen (gegenüber sommerlichen) deutlich kleiner sind: [7] Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Niederschlagsmenge extremer Niederschläge im Winter deutlich kleiner ist als im Sommer.

… sie können an jedem Ort in Deutschland auftreten

Pressemitteilung: [1] … Und mehr noch: Sie (Anm.: Sturzfluten) können an jedem Ort in Deutschland eintreten. Darauf müssen wir uns mit noch besseren Wettervorhersagen, mehr Eigenvorsorge der Bürger und einer neuen Kultur im Umgang mit Naturgefahren vorbereiten.“

Auch diese Darstellung von Herrn Dr. Becker widerspricht seinen eigenen Daten und dient vermutlich nur dazu, die Dienstleistung des DWD besser zu verkaufen und sich der Versicherungsindustrie anzubiedern.
Jedenfalls steht in der Publizierung des Umweltbundesamtes [4], dass eine Änderung eher unwahrscheinlich ist, es eher leicht abnimmt und es auch niemals in ganz Deutschland zunehmen wird.

Eine Grafik (Bild 6) aus dem Nationalen Klimareport [5] zeigt, dass auch die Niederschlagstage nicht zunehmen und aktuell eher niedrig liegen. Die nächste der Sturzflutpotentiale aus dem Vulnerabilitätsatlas (Bild 7) sagt aus, dass sich die betroffenen Flächen nur kaum sichtbar (in den Simulationen) vergrößern.
Daraus abzuleiten, es könnte in Zukunft „ … an jedem Ort in Deutschland“ auftreten, ist nicht nur gewagt, sondern Datenverdrehung.


Bild 6 [5] Deutschland, Anzahl der Tage mit Niederschlag


Bild 7 Auszug Änderung bei „schwachem Wandel“ aus: [4] Abbildung 121 : Karten zum Indikator „Potenzielle Schäden an Gebäuden durch Sturzfluten (BAU-02b)“

Projektionen wie im Bild 7 darf man nach eigener Aussage der „Simulationsfachleute“ jedoch nicht ernst nehmen, denn diese lassen sich nicht mit brauchbarer Genauigkeit simulieren. Trotzdem werden sie natürlich fleißig verwendet, weil man die Zukunft zeigen muss, auch wenn sie dann mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch ist:
[4] 9.1.2.1 Klimaszenarien: Ein weiterer Punkt ist die mit den Klimaparametern verbundene Unsicherheit. … Mit höherer Unsicherheit belastet sind Aussagen zur Veränderung der Niederschläge (hier reicht die Spanne von „es wird
feuchter“ bis zu „es wird trockener“) sowie zu jeder Art von Extremereignissen. … Aussagen zu Starkregen, Gewitter, Sturm und Hagel sollten nicht aus Klimaprojektionen abgeleitet werden, da die mit ihnen verbundenen Prozesse (zum Beispiel konvektive Niederschläge) nicht oder nicht ausreichend in den Klimamodellen für die derzeit verfügbaren Klimaprojektionen wiedergegeben werden. Da aber gerade Niederschläge und Extremereignisse zu den Aspekten des Klimawandels
gehören, die wesentliche Klimawirkungen verursachen, besteht hier großer Forschungsbedarf.

Die diesjährigen Starkregenereignisse bestätigen die Vulnerabilitätsanalyse

Pressemitteilung: [1] Die Vulnerabilitätsanalyse der Bundesregierung vom vergangenen Jahr setzt auf diesem Wissen auf und wird – leider – durch die diesjährigen Starkregenereignisse bestätigt.

Sehen wir in die Analyse und lesen, was dort darüber steht:
[4] 3.2.2 Niederschlagextreme: Starkniederschläge
Bei einem schwachen Wandel sind im Bundesgebiet nur geringfügige Veränderungen möglich.
Für die ferne Zukunft wird bei einem schwachen Wandel zumindest im Bereich des Alpenvorlands und in Teilen des Schwarzwalds mit einer leichten Abnahme der Tage mit Starkniederschlag zu rechnen sein. Beim starken Wandel wird die Anzahl der Tage mit Starkniederschlag in weiten Teilen Deutschlands um ein bis drei Tage, im Bereich des Schwarzwalds und in den Alpen sogar noch deutlich stärker (bis zu sieben Tage) zunehmen. In weiten Teilen Ostdeutschlands ist aber weiterhin nur mit marginalen Veränderungen zu rechnen.

Bei einem schwachen Wandel ist also eine Abnahme, und das gerade im jüngst so schlimm betroffenen Alpenvorland zu erwarten! Nur bei einem staken Wandel ändert sich wirklich etwas, doch selbst dann in weiten Teilen Deutschlands nicht.
Warum eine angebliche Verstärkung, die laut Analyse gar nicht kommen soll ein Beleg ist, bleibt auch hierzu eines der vielen „Dr. Becker“-Geheimnisse.

Wann Starkregenereignisse wirklich stattfanden, lässt sich viel aussagekräftiger anhand von Flusspegelgrafiken zeigen. diese belegen, dass solche Ereignisse bei Kälte (zumindest soll es früher kälter gewesen sein) – und nicht bei Wärme – zunehmen, da sie in unseren Breiten vom Wetter und nicht vom Klima abhängen (das diesjährige Unwetter in Simbach geschah ja ebenfalls bei eher niedrigen Temperaturen).
In der sehnlichst ersehnten, angeblich „wetterschadenfreien“ vorindustriellen Zeit kamen die Flüsse ziemlich oft in die die Stadtzentren der anliegenden Flußstädte und –Dörfer. Was werden die DWD-Präsidenten einmal sagen, wenn solches wieder passiert? Dann müsste es lauten: „… damit diese Überschwemmungen wieder kommen, haben wir doch mit viel Aufwand und Geld das CO2-bekämpft“ und nun beklagt ihr euch dafür.

Bild 8 Hochwasserverlauf des Main bei Würzburg von 1340 -2014 (Grafik anhand der Daten aus Würzburg erstellt)


Bild 9 Hochwasserpegel Köln 1784 – 2013 lt. Daten der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR (Grafik vom Autor erstellt). Y-Achse: Rheinpegel (m)

Stürme

Diese werden in der Pressemitteilung nicht angesprochen. Weil sie zu den gemeldeten Vulnerabilitäten durch den Klimawandel aber als gemeldete „Gefahr“ – wie es das Umweltbundesamt beispielhaft listet – immer dazu gehören, ein kurzer Blick darauf.
Umweltbundesamt [6]: Das Klima ändert sich bereits und wird sich auch in Zukunft weiter wandeln. Der Klimawandel manifestiert sich dabei sowohl in langfristigen Klimaänderungen, wie langsam steigenden Durchschnittstemperaturen, als auch in einer veränderten Klimavariabilität, also stärkeren Klimaschwankungen und häufigeren Extremwetter-Ereignissen wie Stürme, Dürren oder Hitzesommer.

Allerdings sagen alle Studien, dass diese Aussage eine reine Vermutung ist:
[4] Die Wirkung der Klimaextreme Hagel und Sturm in der fernen Zukunft kann zurzeit nicht mit ausreichender Gewissheit abgeschätzt werden, da Klimaszenarien darüber keine trendsicheren Aussagen erlauben und auch die Klimabeobachtungen der Vergangenheit keinen signifikanten Trend ergeben.

Der Uba Klimamonitoringbericht 2015 sagt es ebenfalls: Für die Entwicklung der Häufigkeit und Intensität von Stürmen lässt sich derzeit in Deutschland allerdings noch kein klarer Trend erkennen. Auch Projektionen in die Zukunft sind im Gegensatz zu Temperaturvorhersagen schwierig.

Im „Nationalen Klimareport“ des DWD [5] steht es noch deutlicher. Gemessen nehmen sie seit Anbeginn des Klimawandels ab. Das folgende Bild mit dem Verlauf seit 1880 spricht eine deutliche Sprache. Wäre dieser Verlauf umgekehrt, würde es nicht lauten „ … nur ein schwacher, abfallender Trend erkennbar“.
[5] Für die gesamte Zeitreihe ist nur ein schwacher, abfallender Trend erkennbar, der jedoch deutlich kleiner ist als die Schwankungen von Jahr zu Jahr und somit statistisch nicht signifiant ist. Ein ähnliches Bild liefern die Ergebnisse von Klimamodellprojektionen. Auch hier zeigen sich sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft die multidekadischen Schwankungen ohne Langzeittrend. Dies gilt ebenfalls für Stürme, auch bei ihnen ist für die Zukunft keine deutliche Änderung erkennbar.


Bild 10 [5] Geostrophische Windrekonstruktion* von 1880 – 2014
*Erklärung: [5]Eine Möglichkeit, trotzdem Aussagen über die Entwicklung der Windgeschwindigkeit und des Auftretens von Stürmen in den letzten etwa 100 Jahren abzuleiten, ist die Betrachtung des geostrophischen Windes. Dieser beruht auf Luftdruckdifferenzen und ist eng mit dem „wahren“ Wind gekoppelt.

Was interessieren mich Fakten, wenn ich eine feste Überzeugung habe und zudem weiß, was die „politische Agenda“ von mir verlangt

… so könnte man die gesamte Pressemitteilung alternativ betiteln.
Man kann nicht mehr darauf hoffen, von deutschen „Fachstellen“ auch nur im Ansatz eine neutrale Information zu erhalten. Selbst die Ergebnisse der eigenen Fachpublikationen werden geflissentlich „übersehen“, wenn sie nicht zur politischen Vorgabe passen.

Pressemitteilung: [1] Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes:
„Der Sommer 2016 hat gezeigt: die
Anpassung an den Klimawandel wird immer wichtiger. … Die zurückliegenden Ereignisse zeigen auch, wie wichtig die Doppelstrategie in der Klimapolitik ist: Übergreifende Klimaschutzmaßnahmen, um die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen und die Ziele, die in Paris vereinbart wurden, zu erreichen. Und Maßnahmen zur Anpassung an den nicht mehr vermeidbaren Klimawandel – dessen Folgen wir heute schon erleben.“

Leider ist es ja nicht nur die ausgebildete Soziologin, Frau Krautzberger, von der niemand, der die „Klimaszene“ kennt eine mit fachlichem Hintergrund getroffene Aussage zum Klima erwartet, sowie der „politisch korrekt“ Fakten übergehende DWD-Vizepräsident Dr. Becker (Meteorologe), sondern auch wirkliche Fachinstitute, welche sich im DKK zusammengeschlossen haben.

Es ist ein beredtes Beispiel, wie der Zwang zur Fremdmittelfinanzierung und das Aufblähen der Klimawandel-Agenda, welche zu einem massiven, rein themenbezogenen Personalüberhang geführt hat, eine Wissenschaft kaputt macht.

Die „Informationsqualität“ zum Klimawandel wird sich aber nicht ändern, so lange die Fragesteller die Qualität unserer politischen Entscheider haben, welche Klimawandel wie das Amen in der Kirche inzwischen als Worthülse jedem Thema anheften.

Aus der Rede von Dr. Barbara Hendricks anlässlich der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2016 an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, 07.10.2016:

Der Klimawandel ist eine Bedrohung für den Frieden, für das Leben und für unsere Existenz. Die Vereinten Nationen sind und bleiben der beste Ort, um auf diese globale Frage die richtige Antwort zu geben.

Pressemitteilung vom 20.10.2016 Quito/Berlin anlässlich der Habitat III-Konferenz

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: "Die Schlüssel für eine nachhaltige und klimagerechte Welt liegen in den Städten. … Starke Städte sind besser in der Lage, Armut zu bekämpfen und den Klimaschutz voranzubringen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "In den Städten entscheidet sich, ob nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz gelingen wird. Wir wollen lebenswerte Städte, weltweit. Denn nur so können wir den Klimakollaps, … verhindern. Deshalb hat sich Deutschland bei der Verhandlung zur Neuen Urbanen Agenda dafür eingesetzt, dass Städte als zentrale Akteure für die Erreichung der globalen Entwicklungs- und Klimaziele anerkannt und gestärkt werden.

Die Methodik erinnert stark an die politischen Vorgehensweisen in den USA, wie sie im EIKE-Artikel:
Durchgesickertes Memo von der Clinton-Kampagne betreffs ,Klimawandel‘ zeigt: es geht wirklich um Politik, nicht um Wissenschaft
dargestellt werden:

Auszug: 4. 2014 Aktionsplan …

Um den Sieg zu erringen, müssen wir den Klimawandel als eine Angelegenheit von historischer Bedeutung behandeln, die einer wirklichen politischen Bewegung wert ist, um Änderungen zu erzeugen. Diese politische soziale Bewegung muss auf moralischen Prinzipien fußen mit handfesten Definitionen, wer recht hat und wer unrecht hat, und es ist wichtig, die historisch negativen, irreversiblen Implikationen herauszustellen, zu denen es kommen wird, wenn wir nicht erfolgreich sind.

Mit der Verfolgung dieses Themas als politische soziale Bewegung werden Präsident Obama und seine Regierung am ehesten in der Lage sein sicherzustellen, dass sein Erbe seine beispiellose Führerschaft zum Thema Klima enthält, die initiativ dazu führte, die politischen tektonischen Platten unseres Landes so zu verschieben, dass eine transformative Klimawandel-Politik durchgeführt werden kann.

Am Ende muss man angesichts der mächtigen und fest verwurzelten Interessen gegen diese Klimawandel-Politik über eine Organisationsstruktur verfügen, die definitiv festlegt, dass die Regierung auf der richtigen Seite der Sache steht, und – genauso wichtig – die definitiv die Opposition dagegen als moralisch unverantwortlich hinstellt bei einem Vorgang, der Gesundheit und Wohlstand des amerikanischen Volkes bedroht. …

Gesundheit/Sicherheit: Die Opposition muss dargestellt werden als engagiert in Praktiken oder als auf Positionen stehend, die demonstrativ Gesundheit und Sicherheit unserer Bürger gefährden. Dies reicht von großen Themen wie Extremwetter über lokale Themen wie Trinkwasser, Luftgüte und ,rail safety‘ [wie übersetzt man das? Anm. d. Übers.] bis hin zu Mikrothemen wie Asthma bei Kindern. Die Menschen werden aufmerksam, wenn es um Gesundheit und Sicherheit ihrer Familien geht.

Aktionsplan 2014
… Einrichtung einer Extremwetter-SWAT [Special Weapons and Tactics = Spezialeinheit der amerikanischen Polizei], die auf Zusammenarbeit vorbereitet sein muss und bei Extremwetterereignissen eingreifen soll – einschließlich der Reaktion darauf im lokalen Bereich, bei Medien und über wissenschaftliche Informationen der historischen Natur des Ereignisses …“

Quellen

[1] Gemeinsame Pressemitteilung 27/2016 von Umweltbundesamt, dem Deutschen Wetterdienst und dem Deutschen Klima-Konsortium 12.09.2016 : Globale Temperaturrekorde und Sturzfluten in Deutschland – Vorgeschmack auf die Sommer der Zukunft?

[2] DWD Klimaatlas Deutschland
http://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaatlas/klimaatlas_node.html

[3] EIKE: Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren
Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-himmel-faellt-uns-auf-den-kopf-und-ohne-die-glaskugel-im-computer-wuerden-wir-es-nie-erfahren/

[4] Umweltbundesamt Uba: Climate Change 24/2015 Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

[5] DWD: Nationaler Klimareport 2016

[6] Umweltbundesamt 28.09.2016 : Beobachtete und erwartete Klimafolgen
http://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/beobachtete-erwartete-klimafolgen

[7] DWD, Stand 25. August 2016: Starkniederschläge in Deutschland

[8] EIKE 06.07.2016 : Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/das-unwetter-bei-simbach-am-inn-ein-nachtrag-zur-debatte-im-bayerischen-landtag/

[9] EIKE 09.06.2016: An den Unwettern ist der Mensch eher nicht schuld – aber ganz sicher an deren Folgen
Darstellung des Unwetters um Simbach Niederbayern
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/an-den-unwettern-ist-der-mensch-eher-nicht-schuld-aber-ganz-sicher-an-deren-folgen/




Wer ist Janik Osthöver?

Da kommen Fragen auf.

Wer ist der/die/das ängstliche Klima2020.de?

Wer hat soviel Geld, um zigtausende von Euro für eine Anzeige zu spendieren, die nur das Selbstverständlichste von der Welt ausspricht:

Der Klimawandel wartet nicht!

Ja, fragt man sich da: Warum sollte er? Das hat er noch nie gemacht, Das Klima wandelt sich solange eine Atmosphäre auf diesem Planeten existiert. Also seit über 3 Milliarden Jahren. Warum glaubt Klima2020.de, dass es jetzt damit aufhört? Hat das denn niemand den Klima2020.de Leuten gesagt? Welche Schulen hat der oder haben die Auftraggeber besucht? Lernte man dort vielleicht nur wie man seinen Namen tanzt, aber nicht mehr die Grundlagen von Geographie und Physik?

Warum lässt man sie/ihn einfach ins Kostenloch fallen, indem sie eine sehr teure Anzeige schalten, dazu noch eine Website basteln, die nur das Selbstverständliche verkündet?

Wer ist Klima2020.de?

Schaut man ins Impressum, dann steht dort nur der Name

Janik Osthöver

Liebigstraße 9
47877 Willich
info(at)klima2020.de

Im Internet findet man einen Fotografen dieses Namens. Ist er der Anzeigenauftraggeber? Wer weiß es? 

Warum, wenn er das ist,  tut der das?

Woher hat er soviel Geld? Hat er einen Großsponsor? Und wenn ja welchen? Wer verbirgt sich hinter diesem Janik Osthöver? Und, weiß der überhaupt davon?

Fragen über Fragen. Auch die Anzeigenredaktion der FAZ wusste nichts Näheres. 

Vielleicht können unsere Leser zur Aufklärung beitragen.

Mit Dank an Leser Dr. Christ für diesen Hinweis.




International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) – Fachleute für Strahlenhysterie

Diese Frage konnte ich dem Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) stellen. Die Antwort: Sein Ministerium würde eher die „Erkenntnisse“ von IPPNW zugrunde legen. 

Diese Organisation (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) steht nicht in der Tradition von nunmehr über 100 Jahren strahlenbiologischer Forschung. Zur Zeit rechnen wir nicht mit einem Atomkrieg, daher könnte sich diese Organisation eigentlich auflösen. Aber was würde dann die Führungsgruppe tun, falls es wirklich Ärzte sind? Sich um ihre Patienten kümmern? Offenbar macht das nicht so viel Freude, daher hat man sich andere Ziele gesucht, mit denen man Angst verbreiten und Geld einsammeln kann. Auf der Internetseite von IPPNW kommt groß die Aufforderung „Jetzt spenden“. 

Nun wird IPPNW nicht nur von grünen Politikern ernst genommen, sondern auch vom Deutschen Ärzteblatt (Jg. 113, Juni 2016, S. Anhang 2). IPPNW durfte dort einen Artikel über Tschernobyl veröffentlichen. Erst Monate später, in der Septemberausgabe, wurde in einem Leserbrief der Strahlenschutzkommission (SSK) den schlimmsten Unwahrheiten widersprochen (Anhang 2).

Rentner wie ich verbinden mit ihrer Aufklärungsarbeit keine wirtschaftlichen Interessen. Aber sonst muss man immer fragen: Geht es um Geld? Bei der SSK ist das so. Zwar stellt sie eine durch und durch seriöse Einrichtung dar, aber sie vertritt die berufsmäßigen Strahlenschutzbeauftragten. Deren Existenzgrundlage ist das ALARA-Prinzip, as low as reasonably achievable. Jede Strahlenexposition muss danach nicht nur unterhalb der Grenzwerte liegen, sondern so niedrig wie möglich sein. Jedoch wurden unterhalb einer akuten Strahlendosis von 250 Millisievert (mSv) noch nie ehrlich Wirkungen auf die Gesundheit beobachtet. Daher fordert u.a. Norbert Rempe, Geologe und Strahlenexperte aus Carlsbad, New Mexico, USA: Um Strahlenexpositionen unterhalb von 250 mSv sollte sich keine Behörde kümmern. 

Das würde viele Strahlenschutzbeauftragte arbeitslos machen. Daher erkennt die SSK nicht an, dass kleine Strahlenexpositionen auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben könnten. Auch bleibt sie bei der Vorstellung, kleinste Expositionen wären möglicherweise schädlich, allerdings nur als vorsichtige Annahme, nicht wie bei „Alternativen“ als Dogma. 

Die SSK hält die LNT-Hypothese (linear no threshold) zumindest in nicht zu niedrigen Dosisbereichen für eine brauchbare Arbeitsgrundlage. Daraus folgt dann das Konzept der Kollektivdosis. Halbiert man die Dosis, halbiert man auch die Wirkung. Sind aber 2 Personen jeweils der halben Dosis ausgesetzt, dann ist die Wirkung wieder die ganze. 

Ist ein Strahlenschutzexperte nicht mehr berufstätig, dann kann er es sich erlauben, obige Vorstellung in Zweifel zu ziehen. Herr Dr. Lutz Niemann hat die Absurdität der Kollektivdosis sehr eindrucksvoll am Beispiel von Alkohol dargestellt. Der ist nicht nur direkt gefährlich, sondern gilt auch als krebserregend. Bei halben Dosen sieht das so aus: Einer trinkt einen Liter Schnaps und stirbt. 2 Leute teilen sich die Flasche, einer stirbt, einer überlebt. 50 Leute trinken je ein Glas mit 20 ml, zusammen also wieder 1 Liter, einer stirbt, 49 überleben. 

So werden die Todesfälle von Tschernobyl berechnet! Welche Namen stehen denn auf den Grabsteinen? Die SSK tut sich schwer, aus den erwähnten Gründen die Berechnung von Toten ganz abzulehnen. Wir aber sollten es tun. Beschränkt man sich auf nachgewiesene Fälle, sieht es so aus: Viele Arbeiter sind strahlenkrank geworden und 47 davon sind gestorben. Außerdem gab es 9 Todesfälle bei Kindern infolge von Schilddrüsenkrebs. Alles andere sind berechnete Tote. Zwar soll es nach einem Bericht der Weißrussischen Regierung unter den „Liquidatoren“ mehr Leukämiefälle als normal geben; trotzdem wäre deren gesamte Sterblichkeit nicht höher als bei nicht betroffener Bevölkerung. 

Kurz gesagt, die offiziellen Statistiken lassen keine strahlenbedingt höhere Sterblichkeit erkennen. Nach den sehr genau ermittelten Dosiswerten wäre alles andere auch nicht im Einklang mit den Ergebnissen von nunmehr über 100 Jahren strahlenbiologischer Forschung.

Bisher sind LNT, ALARA und Kollektivdosis Grundlagen für die Strahlenschutzgesetz-gebung. Wissenschaftler in den USA wollen, dass dies abgeschafft wird, und haben eine entsprechende Petition bei der zuständigen Behörde eingereicht (Nuclear Regulatory Commission, NRC). NRC hat abgelehnt, aber die Begründung ist doch interessant. Man bestreitet nicht, dass LNT die Strahlenwirkungen übertreiben könne, dass sich die Hinweise mehren, niedrige Dosen könnten gut für die Gesundheit sein, dass es keine überzeugenden epidemiologischen Studien über vermehrte Krankheiten bei erhöhter Umgebungsstrahlung gibt. 

Nur aus Vorsicht bleibt NRC bei LNT, „for the time being and subject to reconsideration as additional scientific evidence becomes available”, also nur vorläufig und mit der Bereitschaft, die Sache zu ändern, wenn es neue Erkenntnisse gibt. 

Das unterscheidet sich doch sehr von dem Unsinn der IPPNW. Was soll man tun, wenn man einem Arzt in die Hände fällt, der Mitglied bei IPPNW ist? Man kann sich von ihm ruhig eine kleine Wunde verbinden oder ein Hustenmittel verschreiben lassen. Jedoch ist zu bedenken: Er neigt dazu, sinnlose Angst zu erzeugen. Sich also kein Leiden einreden lassen, dass er dann teuer behandeln kann!

 

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Petition gegen das EEG unterstützen

die Stromkosten kennen nur eine Richtung: nach oben. Die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt von 6,35 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Mit 27 Milliarden Euro subventionieren so die kleinen Haushalte die großen Investitionen derer, die sich mit erheblichen Beträgen an Energieanlagen beteiligen konnten. Innerhalb der letzten Jahre hat sich der Strompreis verdoppelt.

Im Rahmen unserer neuen Civil Petition Kampagne fordern wir, die Streichung des EEG zu Gunsten eines neuen Konzeptes für eine sparsame und umweltfreundliche Energieversorgung. Teilnehmen können Sie mit einem Klick hier.

 

Strom darf kein Luxusgut werden.




Australischer Chef-Wissenschaftler: „Wir haben Klimamodelle, die versuchen zu prophezeien, wie das Klima sein wird, und das ist schwierig“

Bild rechts: Malcolm Roberts (Left, source One Nation Website), Brian Cox (Right), source Wikimedia. By cellanrProf Brian Cox, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30982875

Malcolm Roberts von der Partei ,One Nation‘ fordert vom Chef-Wissenschaftler Beweise, dass Menschen Klimawandel verursachen.

Senator Malcolm Roberts muss immer noch davon überzeugt werden, dass der Klimawandel real und vom Menschen verursacht ist.

Er hat den leitenden Wissenschaftler Dr. Alan Finkel aufgefordert, seine Kausalkette offen zu legen, warum er annimmt, dass die menschlichen Aktivitäten geschuldeten CO2-Emissionen seit dem Beginn des industriellen Zeitalters zugenommen haben, dass dies globale Erwärmung verursacht und dass diese Erwärmung Klimawandel erzeugt.

Senator Roberts hat vor ein paar Tagen einem Komitee des Senats gesagt, dass die von ihm geforderte Liste der logischen und empirischen Beweise hinter dem Klimawandel nicht lang sein muss.

Wie ich selbst – kurz und knapp“, sagte er.

Es wurde auch etabliert, dass das atmosphärische CO2-Niveau seit dem Beginn des industriellen Zeitalters infolge menschlicher Aktivitäten messbar gestiegen ist und dass die globale Temperatur steigt.

Die Auswirkung der Erwärmung auf das Klima war unklar.

Wir haben Modelle, die versuchen zu prophezeien, wie das sein wird, und das ist schwierig“, sagte Dr. Finkel. Er fügte hinzu, dass Modelle in der Tat einen signifikanten Klimawandel prophezeien.

Mehr: http://www.smh.com.au/environment/global-warming/one-nations-malcolm-roberts-asks-chief-scientist-for-proof-humans-cause-climate-change-20161020-gs7d5f.html

Ich denke, dass diese Ansinnen noch sehr unbequem werden wird für den Chef-Wissenschaftler von Australien.

Malcolm Roberts, ein qualifizierter, hoch erfahrener Bergbauingenieur, ist einer der wenigen gewählten australischen Politiker mit der notwendigen Fähigkeit und pedantischen Detailkenntnis, um alles zu demontieren, was die Wissenschaftsagenturen der Regierung auf ihn werfen können, was auch immer das sei.

Seine Forderung nach Beweisen, dass die Menschen Erwärmung verursachen, hat genau den wunden Punkt der gesamten AGW-Angsterzeugungs-Kampagne getroffen – weil es keinen einzigen verfügbaren Beweis gibt, den man anführen könnte. Es gibt nichts als eine Fülle von Mutmaßungen, die auf einem schwachen Satz von Modellen beruhen, die nicht sehr gut funktioniert haben (hier).

Die meisten Menschen stimmen damit überein, dass das Hinzufügen von CO2 einen geringen Erwärmungseffekt haben könnte. Aber die gesamte Klima-Angst-Kampagne fußt auf Modellen, die annehmen, dass die initiale Erwärmung durch anthropogenes CO2 dramatisch verstärkt wird durch Rückkopplungen; durch Reaktionen des Klimas auf die initiale Erwärmung.

Das Problem ist, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass diese Verstärkung tatsächlich im Gange ist (hier) – Modelle, die diese Verstärkung annehmen, machen sich mehr als mangelhaft, wenn man deren Ergebnisse mit Beobachtungen in der realen Welt vergleicht – weitaus schlechter als Modelle, die keine oder nur eine sehr geringe Verstärkung annehmen (hier).

Ich wette, dass die Herausforderung Roberts‘ der australischen wissenschaftlichen Gemeinschaft sehr interessant zu verfolgen sein wird. Die regierungsamtlichen Wissenschaftler können Roberts nicht einfach ignorieren. Die gegenwärtige australische Regierung hat die jüngsten Wahlen fast verloren. Darum braucht sie verzweifelt die fortgesetzte Unterstützung von Roberts und anderer kleiner Parteien sowie unabhängiger Senatoren, um an der Macht zu bleiben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/10/21/aussie-chief-scientist-we-have-climate-models-to-try-to-predict-what-that-will-be-and-thats-difficult/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Das wird wirklich interessant! Ich möchte geübte Internet-User ggf. um Links bitten, unter denen diese Sache fortgesetzt wird.




Cfact Klimafilm “Climate Hustle” wurde im Europa Parlament gezeigt

Die Bürger von Deutschland, Spanien, Dänemark und vielen anderen Ländern haben ihre Elektrizitätspreise nun doppelt und dreifach zu zahlen, ihre Industrie ist verstören und Menschen wurden in die Energiearmut getrieben.

Als die globalen Erwärmungskampagnen im Namen des Klimawandels die Geldbörsen der europäischen Steuerzahler aufbohrten, folgte eine massive Korruption.

Climate Hustle offenbart die Tricks des globalen Erwärmungshandels, etwas, das die Europäer dringend sehen sollten. Das EU-Parlament ist der perfekte Ort, um die Augen einiger wichtiger Entscheidungsträger zu öffnen.

 

cfact, Marc Morano am Eingang zum Sitzungssaal

Diese Sondervorführung von Climate Hustle wurde von Roger Helmer, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), gesponsert, seit langem eine einsame Stimme gegen den Klimaunsinn in Brüssel.

In einem Online-Post schrieb Helmer:

"Die Veranstaltung verlief sehr gut, gute Aufmerksamkeit, aufmerksames Publikum und über 30 Minuten intensive Fragen und Antworten, bei lebhaften Diskussionen unter den Zuschauern. Die Aufnahme war sehr positiv und viele Mitglieder des Parlaments nahmen daran teil, einschließlich Abgeordnete aus Deutschland, Großbritannien und Tschechien …

Climate Hustle wurde nun in den Hauptstädten von Europa und den Vereinigten Staaten gezeigt. Es wurde in 400 US-Kinos gesehen, war der # 1-Film in Amerika der Leinwand während seinem historischen One-Night-Theater-Event und ist jetzt auf DVD und Blu-ray erhältlich. Bestellen Sie Ihre Kopie heute.

Wir schätzen weiterhin die Begeisterung und die guten Kritiken, mit denen dieser wichtige Film von denen, die ihn sehen, begrüßt wird.

Auch nach diesem Film ist noch viel mehr Arbeit zu tun. Achten Sie auf Klimaabzocker, in Europa und überall. Die Leute sind dabei Sie zu betrügen!

Climate Hustle funktioniert wie eine Impfung. Sobald die Leute es sehen, können sie nicht leicht wieder getäuscht werden.

Für die Natur und auch für die Menschen.

Bericht von Roger Helmer, MEP – Mitglied des Europaparlaments

Ich freute mich, Marc Morano und seinen Kollegen Chris Rogers für die allererste Vorführung ihres Films "Climate Hustle" beim Brüsseler Parlament begrüßen zu dürfen. Marc ist der Macher von Climate Depot, ein Projekt von CFACT und Co-Autor und Moderator des Filmes. Und bevor Sie fragen, nein, Marc ist kein Klimaforscher (aber natürlich auch nicht wie die meisten der "Experten des IPCC"). Er ist in der Tat ein investigativer Journalist, der viel von seiner Karriere den Behauptungen der Lobbyisten der globalen Erwärmung gewidmet hat

Der Film wurde einem geladenen Publikum in unserem Sitzungsraum in Brüssel einem vielfältigen Publikum von Abgeordneten, Mitarbeitern und externen Besuchern gezeigt. Es folgte eine lebhafte Frage & Antwort -Sitzung, die nicht vollständig von der skeptischen Fraktion dominiert wurde. Es gab mehrere scharfsinnige, aber respektvolle Fragen aus einer pro-orthodoxen Position.

Während der Film viele Basisinformationen abdeckte, fand ich es sehr positiv – nicht zuletzt die Anzahl der Interviews mit hochqualifizierten Klimawissenschaftlern wie Judith Curry, die unkritisch den wissenschaftlichen "Konsens" akzeptierten, aber dazu angeregt wurden, einen genaueren Blick auf die offensichtlichen Widersprüche in der Orthodoxie zu werfen. Sie wechselte zu einer skeptischen Position – trotz der Schäden, die für ihre Karriere bestehen können. Sie verdient unseren Respekt.

Angesichts meiner eigenen Erfahrung als (relativ) einsamer Rufer in der Klimadebatte im Europaparlament war die Bestätigung meiner eigenen Ansichten sehr erfreulich, und ich danke Marc Morano und dem Klima Depot, nach Brüssel gekommen zu sein.

Erschienen auf cfact am 20.Okt. 2016, alle Bilder cfact.org

Zusammengestellt und übersetzt Andreas Demmig

https://www.cfact.org/2016/10/20/climate-hustle-comes-to-brussels/




Untersuchung des UK Oberhauses: Die Ökonomie der Energiepolitik von UK

Executive Summary

Trotz der immer noch relativ niedrigen Großhandelspreise stehen Stromverbraucher in allen Bereichen in UK (Haushalte, Industrie und öffentlicher Bereich) vor den Aussichten auf scharfe Preisanstiege. Dies ist zum allergrößten Teil die Folge der direkten und indirekten Auswirkungen einer einseitigen Klima- und Energiepolitik. Die Stromkapazitäten werden knapper, und es gibt kaum Anzeichen für die notwendigen Investitionen zur stabilen Erzeugung von Kapazität, welche jedoch gebraucht wird, um Nachfragespitzen zu decken und die Rechnungen niedrig halten zu können. Die jüngste Entscheidung von UK, aus der EU auszutreten, sollte eine umfassende Neubewertung der UK-Dekarbonisierungs-Politik zur Folge haben.

Gegenwärtig kann keine Verstärkung der Erzeugung von Kapazitäten ohne Subventionen der Regierung geschaffen werden. Dieses außerordentliche Versagen ist zum größten Teil verursacht durch Marktverzerrungen, zu denen es gekommen ist durch das Vorantreiben erneuerbarer Energiequellen, welche hohe Subventionen erfordern und bedeutende Kosten für das Netzwerk verursachen. Vorhersagen der Regierung zeigen jetzt, dass bis zum Jahre 2020 außerordentliche 43% des Preises, den die Wirtschaft für Strom bezahlt, direkt der Klima- und Energiepolitik geschuldet sind. Diese Kosten sind besonders für die energieintensiven Industrien in UK sehr schädlich. Als Folge wird UK eine größere Anzahl von Waren aus Ländern wie China importieren, wo man fast ausschließlich mit Kohlekraftwerken Strom erzeugt für die Herstellung der Produkte. Das ist die unschöne Wirklichkeit eines einseitigen Vorgehens.

Eine immens bedeutende Entwicklung im Energiebereich war der dramatische Absturz der Öl- und Gaspreise. Preise für fossile Treibstoffe, niedriger als erwartet, haben die Aussichten für erneuerbare Technologien unterminiert, wettbewerbsfähig zu werden. Als Konsequenz sollte die Dekarbonisierungs-Politik auf der Grundlage aktueller Vorhersagen der Preise für alle Technologien neu bewertet werden. Eine solche Neubewertung sollte für die Beseitigung jedweder Hindernisse für Investitionen in billige und zuverlässige Energiequellen sorgen. Prioritär sollte außerdem die Rechnungen für Haushalte und Industrie billiger werden. Auf heimischem Niveau sollte in UK dringend das Fifth Carbon Budget novelliert werden, das als Gesetz durchgepeitscht worden war, bevor die Konsequenzen des ,Brexit‘ klar geworden waren. Die Entscheidung von UK, aus der EU auszutreten bedeutet, dass alle relevanten EU-Gesetzgebungen neu bewertet werden müssen.

Welchen grundlegenden ökonomischen Herausforderungen für den Energiemarkt muss sich die Regierung im nächsten Jahrzehnt annehmen? Haben der Markt und die Regierung effektiv auf Änderungen der äußeren Umstände reagiert wie bedeutenden Verschiebungen hinsichtlich Technologie und Preisen?

1. Eine grundlegende ökonomische Herausforderung wird es sein, dem sehr bedeutsamen und weitgehend unerwarteten Rückgang der Preise für fossile Treibstoffe zu begegnen. Abschätzungen der Auswirkungen einer Energiepolitik pro Erneuerbare erfolgten bis jetzt auf der Grundlage von Projektionen hoher Preise für fossile Energieträger. Ein solches Beispiel ist das Climate And Energy Framework der EU bis 2030, das von Ölpreisen von 115 Dollar pro Barrel im Jahre 2020, 121 Dollar 2030 und 143 Dollar 2050 ausgegangen war [1]. Genauso war das Committee on Climate Change (CCC) bei der Abschätzung der Auswirkungen des Fifth Carbon Budget von einem Preisanstieg bei Öl, Gas und Kohle zwischen den Jahren 2014 und 2030 von jeweils 19%, 32% und 9% ausgegangen [2].

2. Die Preise für fossile Treibstoffe haben sich im Vergleich zu diesen Projektionen sehr viel anders entwickelt. Der Ölpreis liegt gegenwärtig um fast 60% unter der Vorhersage des CCC aus dem Jahr 2014. Genauso rangieren die Gaspreise beim oder unterhalb des Minimum-Niveaus, welches in der CCC-Studie unter dem ,Low Scenario‘ berechnet worden war. Die Studie trägt den Titel Sectoral Scenarios for the Fifth Carbon Budget – Technical report. Diese wurde nicht vor November 2015 veröffentlicht, doch wurden darin immer noch die nicht aktuellen Projektionen des DECC aus dem Jahr 2014 herangezogen. Der Report schätzte, dass die Gesamtkosten zur Erreichung [der Ziele des] Fifth Carbon Budget unter dem Szenario niedriger Preise für Fossile 80% höher liegen als das zentrale Szenario. Diese Kosten werden mit 0,9% des BIP 2030 veranschlagt [3], gehen aber nur von einer zusätzlichen Reduktion von Emissionen um 5% aus. Die tatsächlichen Kosten könnten sogar noch über die höhere Schätzung hinausgehen. Unter dem ,Low Price Scenario‘ wurde ein Preis für Öl von 88,50 Dollar im Jahre 2016 angenommen, weitaus höher als der gegenwärtige tatsächliche Preis. Infolge der Art und Weise, in welcher Contracts of Difference (CfDs) [?] operieren, führen die niedriger als erwartet liegenden Großhandelspreise zu zunehmenden Kosten der regierungsamtlichen Interventionen im Energiesektor. Ein atemberaubendes Beispiel hierfür war das Kernkraftwerk Hinkley Point C. Die lifetime costs dieses Kraftwerkes für Verbraucher werden jetzt mit 29,7 Milliarden Pfund veranschlagt, über vier mal höher als die ursprüngliche Schätzung von 6,1 Milliarden Pfund [4].

[Bei kursiv gesetzten Termini war ich mir bzgl. der korrekten Übersetzung nicht sicher, darum habe ich sie im Original belassen. Anm. d. Übers.]

3. Gutes Regieren erfordert oftmals die Anerkennung, dass wenn sich die zugrunde liegende Faktenlage ändert, es höchste Zeit für erneutes Nachdenken ist. Das neue Department for Business, Energy and Industrial Strategy sollte das Fifth Carbon Budget entsprechend überarbeiten, und zwar mit einer neuen Abschätzung der Auswirkungen, welche den jüngsten Preisprojektionen Rechnung trägt. Außerdem sollte das Department die bedeutenden Implikationen der Brexit-Entscheidung von UK benennen.

4. Eine weitere wichtige Herausforderung wird es sein, die ökonomischen Vorteile der Schiefergas-Ausbeutung in UK zu maximieren. Dies ist eine bedeutende Gelegenheit, die Energiekosten zu senken, Emissionen zu erniedrigen und dringend benötige wirtschaftliche Entwicklung in ärmere Gebiete des Landes zu bringen. Zwischen 2007 und 2012 sind die energiebezogenen Kohlenstoff-Emissionen in den USA um 450 Tonnen gesunken [5], das ist der größte Rückgang bzgl. aller Länder, die die International Energy Agency EPA seinerzeit unter Beobachtung hatte. Fatih Bristol, leitender Ökonom bei der EIA, ordnete diese Reduktion großenteils einer ,großen Verschiebung‘ zu von Kohle hin zu Gas im Energiesektor [6]. Unglücklicherweise hinkt UK den USA weit hinterher, weitgehend als Folge von Verzögerungen durch das Wirtschaftssystem und Umweltvorschriften. Während diese Kontrollen wichtig sind, sollte die Regierung sicherstellen, dass Fortschritte in diesem Bereich nicht behindert werden, und sie sollte innovative Wege finden, diese Industrie zu unterstützen.

5. Ein entscheidendes Hindernis, über das gesprochen werden muss, wird die zunehmende Belastung erneuerbarer Energiequellen für das Stromnetz sein. Diese Belastung besteht nicht nur in Gestalt direkter Subventionen, sondern auch in steigenden Netzwerkkosten. Diese könnten bis 2020/21 auf bis zu 5 Milliarden Pfund pro Jahr steigen [7]. Diese Netzwerkkosten spiegeln die enormen technischen Herausforderungen der Integration kleiner Mengen zahlreicher sehr lückenhafter Formen erzeugter Energie in das nationale Netz. Ein Beispiel hierfür kann man bei der Beauly-Denny-Überlandleitung erkennen. Diese soll Windenergie aus den Highlands in das Netz einspeisen. Diese einzelne Überlandleitung, welche einige der schönsten Landschaften Britanniens durchschneidet, kostet außerordentliche 820 Millionen Pfund [8].

Sind Profite für private Investitionen in dem Bereich angemessen oder exzessiv?

6. Gegenwärtig kann keine neue Erzeugungs-Kapazität ohne Subventionen der Regierung geschaffen werden. Dieses Scheitern am Markt bedeutet, dass Profite für private Investitionen im Energiebereich vollständig abhängig sind von einem System von Subventionen und Anreizen, dazu gedacht, bestimmte Energiequellen voranzutreiben. Im Besonderen stellt die Regierung Investitionen in erneuerbare Energiequellen höher als in billigere und zuverlässigere Formen der Erzeugung. Dieses System hat sich um die EU-Vorgaben bzgl. Erneuerbarer gebildet, welche durch die heimische Politik gestützt werden: Im Prinzip das Levy Control Network (LCF).

7. Trotz des fehlenden Fortschritts zur Erreichung der EU-Ziele repräsentiert eine auf die Förderung Erneuerbarer ausgerichtete Politik schlechte Werte für Energieverbraucher und sollte angemessen als ,exzessiv‘ beschrieben werden. Beispiel: Falls man Gaskraftwerke errichtet hätte anstatt neuer erneuerbarer Kapazitäten, hätten die Verbraucher in UK im Mittel pro Jahr 214 Pfund im Jahre 2015 gespart. Dies geht aus einem Bericht des Centre for Policy Studies hervor [9]. Die Strategie bzgl. Erneuerbarer in UK wird als die Teuerste aller aus den EU-Vorschriften abgeleiteten Gesetzen betrachtet [10], mit gegenwärtigen jährlichen Kosten von etwa 5 Milliarden Pfund pro Jahr, was bis 2020 auf 7,6 Milliarden Pfund steigen könnte (der Obergrenze des Levy Control Framework). Der Anstieg dürfte sich noch weitere Jahrzehnte lang fortsetzen. Tatsächlich zeigt die eigene Abschätzung der Auswirkungen seitens der Regierung, dass das LCF-Limit gebrochen werden könnte, dürften doch die Subventionen für Erneuerbare die Regierung bis zum Finanzjahr 2020/21 bis zu 9,1 Milliarden Pfund kosten [11].

8. Die enormen Summen, die für die Subventionen Erneuerbarer aufgebracht worden waren, werden primär gerechtfertigt mit einem Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen. Allerdings ist es ein nicht bestrittenes Ergebnis [12], dass es einen erheblichen Exzess von Kosten sich überlappender Vorschriften der EU-Klimapolitik gibt. Böhringer et al. (2016) kamen zu dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten zur Erreichung der EU-Treibhausgasziele bis 2020 um 11% gestiegen sind [13] infolge zusätzlicher Ziele für Erneuerbare. Angesichts dessen, dass die Kosten zwischen den Mitgliedsstaaten erheblich variieren, und weil UK einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Last zur Unterstützung Erneuerbarer trägt (25% der Gesamtkosten), kann mit Sicherheit angenommen werden, dass eine äquivalente Zahl für UK bedeutend höher ausfallen könnte. Dies hat die wichtige Konsequenz, dass ein signifikanter Anteil an den Kosten pro Erneuerbare keinerlei Reduktion von CO2-Emissionen zur Folge hat und lediglich einen Wohlstands-Transfer von Energieverbrauchern hin zur Industrie der Erneuerbaren repräsentiert.

9. Außerdem sind die Kosten von Subventionen für Erneuerbare unzumutbar exzessiv im Vergleich zu den geschätzten sozialen Kosten von Kohlenstoff. Einer jüngsten Analyse von John Constable und Lee Moroney [14] zufolge kostet die geringe Größenordnung von Solarenergie in UK, um eine Tonne CO2 zu vermeiden, rund 380 Pfund, während Offshore- bzw. Onshore-Windenergie jeweils 274 bzw. 137 Pfund kostet. Im Gegensatz dazu wird in einer Studie von Ross McKitrick et al. (2016) [15] geschätzt, dass die sozialen Kosten von Kohlenstoff nicht über 3 bis 30 Pfund pro Tonne hinausgehen.

Welche Beziehung besteht zwischen hohen Energiekosten und dem Verlust industrieller Kapazitäten in UK? Welche Maßnahmen sollten in dieser Hinsicht ergriffen werden?

10. Hohe Energiekosten schädigen sehr stark die industriellen Kapazitäten in UK. Eine Energiepolitik der Zukunft sollte darauf abzielen, positive Anreize zu setzen, anstatt potentielle Investoren sowohl bei Firmengründungs-Kapazitäten als auch im produzierenden Gewerbe abzuschrecken. Dies erfordert jedoch billigere Energiepreise, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Substantielle Reformen bei der Energiepolitik sollten als eine notwendige Bedingungen angesehen werden für eine industrielle Strategie der Art, wie sie Theresa May sie anstrebt, wenn man das neue Department for Business, Energy and Industrial Strategy ins Leben ruft.

11. Da das ETS und die gesamte gesetzlich bindende Klimapolitik der EU lediglich für einen einzelnen Kontinent gelten, werden unvermeidlich Kohlenstoff-Abflüsse [carbon leakage] erzeugt, wenn man Kohlenstoffkosten einführt, die höher sind als in allen anderen Gebieten. Als Reaktion darauf sind Industriezweige in UK und Europa oftmals gezwungen, entweder dicht zu machen oder ins Ausland zu übersiedeln, um dem weltweiten Wettbewerb zu begegnen. Dies bedeutet, dass die Herstellung anderswo stattfindet – einschließlich der CO2-Emissionen. Dieses Problem betrifft besonders energieintensive Industrien. Eine von ECOFYS im November 2015 durchgeführte Studie für die European Steel Association (EUROFER) kam zu dem Ergebnis, dass Anträge für eine ETS-Reform nach 2020 die Stahlindustrie 34 Milliarden Euro über die nächste Handelsperiode kosten könnte, was jede erzeugte Tonne Stahl um 28 Euro teurer macht [16]. Andere energieintensive Industrien stehen wahrscheinlich vor bedeutenden Zusatzkosten [compliance cost] während der nächsten Handelsrunde des EU ETS. Die EU-eigene Abschätzung der Auswirkungen ergab, dass direkte Kohlenstoff-Kosten für die Zementindustrie bis zu 7,6% höher ausfallen [17] beim Übergang der Industrie im Handelszeitraum 2021 bis 2030. Während diese bedeutenden Zusatzkosten wahrscheinlich abgeschwächt werden durch Kompensations-Arrangements [compensation package] illustrieren diese Vorhersagen die substantiellen Risiken des Verbleibs im Emissions Trading System ETS der EU und stellen die Bedeutung, Kohlenstoff-Abflüsse zu verhindern, für die zukünftige ,industrielle Strategie‘ von UK deutlich heraus.

12. Risiken bzgl. der Wettbewerbsfähigkeit werden potentiell vergrößert durch variierende Ausgleichsraten in verschiedenen europäischen Ländern. Deutschland beispielsweise hat ein umfassenderes System des Ausgleichs von Kohlenstoff-Kosten, die eine größere Anzahl von Firmen abdeckt und diesen großzügigere Vergütungen anbietet, indem die Kosten auf die privaten Verbraucher umgelegt werden. Außerhalb der EU wird UK zusätzliche Anstrengungen unternehmen müssen, um sicherzustellen, dass die energieintensiven Industrien des Landes wettbewerbsfähig bleiben, sowohl mit dem übrigen Europa als auch global. Allerdings dürfte die deutsche Methode, mit den Kosten die privaten Haushalte zu belasten, in UK politisch kaum akzeptabel sein. Reduktion der Gesamtkosten dieser Politik scheint der einzige Weg zum Erfolg zu sein.

Welche Vorbereitungen sollte man treffen, um dem Risiko eines Einbruchs bei der Energieversorgung zu entgehen? Welche Kosten würden für die Wirtschaft bei einem Zusammenbruch des bestehenden Systems anfallen?

13. Die zurückgehenden Anteile von Stromkapazitäten in UK sind ein bedeutender Grund zur Sorge. Im Januar 2016 schätzte das Institute of Mechanical Engineers, dass es einen Kapazitäts-Einbruch um 40 bis 55% geben könnte bis zum Jahr 2025 [18]. Während manch einer die genaue Zahl in Frage gestellt hat, wird das Problem weithin als eines mit zunehmender Dringlichkeit betrachtet, und es wird implizit garantiert eintreten durch die Schaffung des kostspieligen Capacity Mechanism seitens der Regierung – neben anderen Maßnahmen.

14. Die Mindestpreise für Kohlenstoff [Carbon Price Floor] und die Umweltvorschriften der EU haben aus verschiedenen Gründen erheblich zu diesem Problem beigetragen. Im besonderen haben die Large Combustion Plant Directive (2001/80/EC – LCPD) und deren Nachfolger, die Industrial Emissions Directive (2010/75/EU – IED) der EU viele Kohlekraftwerke gezwungen zu schließen. Diese älteren Kraftwerke hatten die Wahl, entweder zu schließen oder bis zum Jahr 2015 dem LCPD (und bis 2023 dem IED) zu genügen mit der Reduktion von Emissionen von Schwefeldioxid und Stickoxiden. Diese Politik erzeugte zusammen mit dem Carbon Price Floor einen perversen Anreiz für opted-out stations, die ihnen verbleibenden restlichen Betriebsstunden rasch aufzubrauchen, bevor der CPF zum Rückgang ihrer Profite führen würde. Außerdem führten die EU-Ziele bzgl. Erneuerbarer zu Marktverzerrungen, die Investitions-Vorhaben in sichere, zuverlässige konventionelle Energieerzeugung zunichte machten.

15. Der Austritt aus der EU kann UK dabei helfen, die dringende Sicherheit der Versorgung zu managen. Außerhalb der EU hätte die Regierung die Gelegenheit, die Lebensdauer bestehender Kraftwerke zu verlängern, indem die Industrial Emissions Directive für ungültig erklärt wird. Angesichts fallender Kapazitäten und dem bis heute fehlenden Signal für carbon capture and storage in angemessener Größenordnung kann dies essentiell sein, um die Versorgungssicherheit in UK sicherzustellen. Allerdings würde es nichtsdestotrotz der unabhängigen Verpflichtung von UK widersprechen, Kohlestrom bis zum Jahr 2025 auslaufen zu lassen – eine Politik, die ebenfalls auf den Prüfstand muss. Die Mitgliedschaft in dem European Economic Area (EEA) könnte UK davor bewahren, vitale Reformen in diesem Bereich durchzuführen. Beispielsweise ist das Inkrafttreten in der EEA der Industrial Emissions Directive noch in der Schwebe, die konstitutionellen Forderungen durch Island, Liechtenstein und Norwegen zu erfüllen nach Artikel 103 der EEA.

16. Ältere Kraftwerke am Netz zu belassen ist eindeutig kein langfristiges Fix. Priorität muss die Sicherstellung von Investitionen in zusätzliche Erzeugungs-Kapazitäten haben, die zuverlässig sind und frei von den Problemen der Lückenhaftigkeit. Allerdings könnten derartige Maßnahmen kurzfristig essentiell sein, um dem Einspeisen neuer Kapazitäten in das Netz genug Zeit zu geben und sich aufschaukelnde Ausgleichskosten zu vermeiden. Die Streichung des Carbon Price Floor könnte eine noch substantiellere Auswirkung haben, wie es wahrscheinlich bei Anreize gebenden Investitionen in Combined Cycle Gas Turbines (CCGTs) der Fall ist. Die Regierung hat angedeutet, dass sie CCGTs als unabdingbar ansieht, um dem Kapazitäts-Engpass zu begegnen, aber gegenwärtig befindet sich nur eine davon im Bau: bei Carrington nahe Manchester. Diese hat eine Kapazität von lediglich 900 MW.

Welche alternativen Wege der Preisgestaltung von Energie sollten in Erwägung gezogen werden, um die Belastung hoher Energiepreise zu verringern, insbesondere für nicht so wohlhabende Verbraucher?

17. Steigende Energiepreise bezeugen das fortgesetzte Scheitern der Energiepolitik und die Dringlichkeit von Reformen. Die Regierung hat vorhergesagt [19], dass Strompreise für mittelständische Unternehmen im Jahre 2020 im Zuge der Politik der Regierung um 77% über den Preisen im Jahr 2014 liegen werden [20]. Als Konsequenz werden außerordentliche 43% des Preises, den sie für Strom bezahlen, die direkten Kosten der Klimawandel- und Energiepolitik ausmachen.

18. Allerdings erzählen diese direkten Kosten noch nicht die ganze Story. Das Problem der Lückenhaftigkeit hinsichtlich Erneuerbarer hat die Notwendigkeit teurer Ausgleichsmaßnahmen zunehmen lassen. Auf diese Weise tragen die doppelten Auswirkungen des zunehmenden Anteils Erneuerbarer und der abnehmenden konventionellen Kapazitäten beide zu den stark steigenden Kosten der in UK besonders angespannten Kapazitätsmengen bei. Diese Kosten werden reflektiert mit steigenden Abgaben im Balancing Services Use of System (BSUoS), welche um einen Faktor drei gestiegen sind während der Dekade von 2001 bis 2012. Inzwischen belaufen sie sich auf über 1 Milliarde Pfund pro Jahr [21]. Andere Netzwerkkosten sind ebenfalls gestiegen, und zwar infolge der bedeutenden Ausgaben der Anbindung von Projekten erneuerbarer Energie an das nationale Netz. Schätzt man die Quantitäten von Windenergie im National Renewable Energy Action Plan, belaufen sich die den Erneuerbaren zuzuordnenden Kosten bis zum Jahr 2020/21 auf 5 Milliarden Pfund pro Jahr [22], eine Zahl, die es mit den Kosten der direkten Subventionen aufnehmen kann. Die zunehmenden Belastungen durch erneuerbare Energie für das Stromnetz zeigen einen klaren Weg für Reformen auf: Die Notwendigkeit, von einem System einseitiger Ziele und Subventionen für Erneuerbare abzukommen und sich einem technologie-neutralen Verfahren zuzuwenden. Dies könnte Kohlendioxid-Reduktionen zu niedrigen Kosten mit sich bringen, während gleichzeitig die Notwendigkeit für zuverlässigere Energieformen anerkannt wird.

19. Der Rückzug aus der Renewable Directive (2009) wäre ein wichtiger erster Schritt in Richtung auf diese Objektive, genauso wie er die Ziele bzgl. Erneuerbarer aufgeben würde, die die Verbraucher so teuer zu stehen gekommen sind. Allerdings sollte UK auch das Levy Control Framework (LCF) auf den Prüfstand stellen, um die Gelegenheiten zu kapitalisieren, die dies mit sich bringen würde. Das LCF ist gegenwärtig das primäre Werkzeug zur Erfüllung der EU-Vorgaben. Während das Aufgeben von Verpflichtungen bzgl. der Renewable Directive nicht rückwirkend Ansprüche auf Subventionen wegfallen lassen würde, würde es der Regierung erlauben, damit aufzuhören, weiter zu dieser massiven Marktverzerrung beizutragen, die gegenwärtig Preissignale für Investitionen in sichere Erzeugung zerschlägt.

20. Unglücklicherweise ist bereits viel wirtschaftlicher Schaden durch die einseitigen Ziele bzgl. Erneuerbarer angerichtet worden. Das Climate and Energy Framework 2030 der EU hat sich bereits von einem System bindender Ziele für Erneuerbare und Energie-Effizienz verabschiedet und sich einem flexibleren System zugewandt, in dem die Ziele lediglich ,indikativ‘ sind. Trotzdem wird dies der Kommission erlauben, Verfahren zum Erreichen der Ziele ins Spiel zu bringen, und die Europäische Kommission hat verkündet, das Ziel von 27% bis zum Jahr 2020 auf 30% anzuheben [23]. Die Kosten der Verfolgung eines solchen Zieles wären hoch. Einem Bericht von Enerdata© zufolge [24], im Jahr 2014 in Auftrag gegeben für das inzwischen nicht mehr bestehende Department for Energy and Climate Change, würde das Erreichen dieser 30%-Marke des Anteiles erneuerbarer Energiequellen (RES) die Kosten zur Erreichung des Emissionszieles von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um 37% steigen lassen. Dies ist erhellend bzgl. der Kosten der Regierung, die ,Gewinner auszuwählen‘. Diese zusätzliche Kostenbelastung wird keine zusätzliche CO2-Reduktion bewirken, sondern lediglich einen Transfer von Wohlstand von den Energieverbrauchern hin zur Industrie erneuerbarer Energie. Nach einem Brexit getroffene Entscheidungen können es UK ermöglichen, das Erreichen neuer Ziele Erneuerbarer zu vermeiden und sich stattdessen einem Management der Herausforderungen für die Versorgungssicherheit zuzuwenden, ebenso wie der Kostenreduktion für die Verbraucher.

21. Energieeffizienz und Bewahrungs-Politik wurden als ein Weg vorgeschlagen, die Kapazitäten zu erweitern und die Auswirkung steigender Strompreise auf die Verbraucher zu verringern. Tatsächlich war dies der Plan der DECC, welche optimistische Vorhersagen veröffentlichte [25] hinsichtlich der Einsparungen, die solche Maßnahmen mit sich bringen können. Allerdings haben sich diese Maßnahmen als sehr teuer und von zweifelhafter Effektivität erwiesen. Besonders gilt dies für die Politik der EU. Böhringer et al. (2016) kamen zu dem Ergebnis, dass ein Reduktionsziel von 20% des primären Energieverbrauchs innerhalb des Klima- und Energie-Paketes 2020 der EU zu Verlusten des realen Verbrauchs führt, das fünf mal höher ist [26] als die Kosten zur Erreichung der CO2-Ziele allein. In Vorschau auf das Paket 2020 ist die Regierung darauf hingewiesen worden [27], dass das Vorhandensein einer Energieeffizienz von 30% als Ziel die Kosten für die CO2-Abschwächung deutlich über 300% wird steigen lassen. Diese Zahlen mögen schlimm aussehen, aber sie repräsentieren einen bedeutenden akademischen Konsens, dass die Kosten für Maßnahmen pro Energieeffizienz oder Erhaltung als Mittel zur Reduktion von CO2-Emissionen besonders hoch sind. Die Regierung von UK sollte sich selbst aus dem Klima- und Energie-Rahmenwerk zurückziehen, um diese substantiellen und unnötigen Kosten zu vermeiden.

Link: http://www.thegwpf.com/house-of-lords-inquiry-the-economics-of-uk-energy-policy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Durchgesickertes Memo von der Clinton-Kampagne betreffs ,Klimawandel‘ zeigt: es geht wirklich um Politik, nicht um Wissenschaft

John Podesta war leitender Mitarbeiter des Büros von Bill Clinton und Berater des Präsidenten für Obama. Er ist Chef der Kampagne von Hillary Clinton.

Chris Lehane – als er ein Anwalt im Counsel’s Office des Weißen Hauses war, haben er und sein jetziger Geschäftspartner Mark Fabiani sich selbst als die „Masters of Disaster” bezeichnet, und zwar wegen ihrer Arbeit als ein „Schnellreaktions-Team“ bzgl. der vielen Skandale der Clinton-Administration. Lehane war Mitautor eines Buches über Schadensbegrenzung mit dem Titel „Masters of Disaster: The Ten Commandments of Damage Control [etwa: Katastrophen-Meister: Die zehn Gebote der Schadensbegrenzung]. Jim Jordan, ehemaliger Kampagnen-Manager von John Kerry, nannte ihn einen „Meister des politischen Nahkampfes“ (hier) wegen seiner Arbeit als politischer Stratege.

Hier folgen Auszüge aus diesem Memorandum:

Danke, dass Sie uns aufgefordert haben, ein paar Gedanken für eine holistische Herangehensweise an das Thema Klima zu teilen. Unserer Anweisung zufolge ist das Ziel, Politik und Politiker zu vereinheitlichen. Außerdem sollen wir der Administration Hinweise geben, die ihr helfen zu entscheiden, wie man am besten einen fundierten Plan über einen Zeitraum von vielen Jahren ausführen könnte … Dieses Dokument soll soll einigen Stoff zum Nachdenken liefern angesichts des Umdenkens der Administration beim Thema Klima … es spricht die vier Komponenten an, die die Administration berücksichtigen sollte, wenn sie eine Führerschaft hierzu einnehmen möchte.

1. Drei-Jahre-Rahmen. …

2. Richtig oder falsch. Sammeln Sie Argumente, dass man das Thema Klima als eine Herausforderung einer historischen sozialen Veränderung sehen muss, wobei der Fortschritt teilweise davon abhängt, ob man das Thema erfolgreich als einen moralischen Fall betrachten kann, wer recht hat und wer falsch liegt …

3. Der Große Gedanke … Er könnte ein herangehen der gesamten Administration an das Thema Klima während der nächsten drei Jahre antreiben …

4. 2014 Aktionsplan …

Um den Sieg zu erringen, müssen wir den Klimawandel als eine Angelegenheit von historischer Bedeutung behandeln, die einer wirklichen politischen Bewegung wert ist, um Änderungen zu erzeugen. Diese politische soziale Bewegung muss auf moralischen Prinzipien fußen mit handfesten Definitionen, wer recht hat und wer unrecht hat, und es ist wichtig, die historisch negativen, irreversiblen Implikationen herauszustellen, zu denen es kommen wird, wenn wir nicht erfolgreich sind.

Mit der Verfolgung dieses Themas als politische soziale Bewegung werden Präsident Obama und seine Regierung am ehesten in der Lage sein sicherzustellen, dass sein Erbe seine beispiellose Führerschaft zum Thema Klima enthält, die initiativ dazu führte, die politischen tektonischen Platten unseres Landes so zu verschieben, dass eine transformative Klimawandel-Politik durchgeführt werden kann.

Am Ende muss man angesichts der mächtigen und fest verwurzelten Interessen gegen diese Klimawandel-Politik über eine Organisationsstruktur verfügen, die definitiv festlegt, dass die Regierung auf der richtigen Seite der Sache steht, und – genauso wichtig – die definitiv die Opposition dagegen als moralisch unverantwortlich hinstellt bei einem Vorgang, der Gesundheit und Wohlstand des amerikanischen Volkes bedroht. …

Man definiere das Thema so, dass all jene, die an die Wissenschaft glauben und daher Schritte unternehmen, um den wissenschaftlichen Ergebnissen Rechnung zu tragen auf der einen Seite stehen, und alle Opponenten als nicht an die Wissenschaft glaubend auf der anderen Seite. Die Kraft dieses Vorgehens liegt darin, dass die Opposition in eine unhaltbare Ecke gestellt wird (die große Mehrheit der Menschen glaubt der Wissenschaft, dass sich das Klima ändert). Außerdem passt es zu dem, was wir das Höhlenmensch-Narrativ nennen (Anti-Frauen; Anti-Latino; gegen eine dem gesunden Menschenverstand folgende Finanzpolitik und anti-wissenschaftlich). Dies wird grundlegendes Misstrauen gegenüber der Republikanischen Partei wecken – besonders bei wahlentscheidenden Wählergruppen. Entweder man glaubt an die Grundlagenwissenschaft, oder man ist gegen Grundlagenwissenschaft – wobei Letzteres eine Grundvoraussetzung vermissen lässt, in der Lage zu sein, ein öffentliches Amt zu bekleiden. …

Das Gewinnen-Prinzip

Der gesamte Vorgang muss animiert werden durch drei Prinzipien, die politische Maßnahmen in Verbindung bringen mit den „vier Freiheiten“ von Präsident Roosevelt [hier bei Wikipedia] oder den ,Three C’s von TR‘ [Google brachte keine Lösung, was das ist. Anm. d. Übers.]). Im Zusammenhang mit Informationen durch verschiedene Kampagnen (Kandidaten- und Abstimmungs-Initiativen), in welchen Klima eingesetzt wird als ein definitiv gewinnendes politisches Element gibt es drei Dinge, die wirklich als fest verankerte Prinzipien herausragen, die den Großen Gedanken stützen können (was immer der Große Gedanke sein möge).

Gesundheit/Sicherheit: Die Opposition muss dargestellt werden als engagiert in Praktiken oder als auf Positionen stehend, die demonstrativ Gesundheit und Sicherheit unserer Bürger gefährden. Dies reicht von großen Themen wie Extremwetter über lokale Themen wie Trinkwasser, Luftgüte und ,rail safety‘ [wie übersetzt man das? Anm. d. Übers.] bis hin zu Mikrothemen wie Asthma bei Kindern. Die Menschen werden aufmerksam, wenn es um Gesundheit und Sicherheit ihrer Familien geht.

Brieftasche: Die Menschen werden aufmerksam, wenn Klimaauswirkungen sie ökonomisch betreffen. Auf der positiven/angestrebten Seite kann es bei diesem Prinzip darum gehen, ob neue grüne Arbeitsplätze hier oder in Übersee entstehen, oder wie Bürger Geldsparen können, indem sie weniger für Energie bezahlen. …

Zuverlässigkeit/Berechenbarkeit: Man folge dem Geld! Wer ist verantwortlich für die schlimmen Dinge, die vor sich gehen, und wie malträtieren sie das System, um aus den schlimmen Dingen Kapital zu schlagen? …

Aktionsplan 2014

Einrichtung einer Extremwetter-SWAT [Special Weapons and Tactics = Spezialeinheit der amerikanischen Polizei], die auf Zusammenarbeit vorbereitet sein muss und bei Extremwetterereignissen eingreifen soll – einschließlich der Reaktion darauf im lokalen Bereich, bei Medien und über wissenschaftliche Informationen der historischen Natur des Ereignisses …“

—————–Ende der Auszüge—————–

Schlussfolgerungen daraus:

Das Wichtigste bzgl. dieses Memos [warum nur musste ich bei der Übersetzung ständig an die Berichterstattung z. B. in der „Süddeutschen Zeitung“ denken? Anm. d. Übers.] – nach offensichtlich drei Jahren – ist dessen komplettes Scheitern [was die SZ offenbar noch nicht mitbekommen hat. Anm. d. Übers.]. Nur wenige Amerikaner betrachten Umweltprobleme als unser größtes Problem (hier). Es spielt bei der Präsidentenwahl nur eine untergeordnete Rolle (hier) und wird sogar kaum einmal erwähnt (hier). Klimawandel befindet sich nicht unter den Top 10 unserer Befürchtungen (hier).

Der ganze Vorgang ist reine Politik, und Wissenschaft wird kaum einmal erwähnt. Beispiel: die SWAT-Teams machen für sämtliche „Extrem“-Wetterereignisse den Klimawandel verantwortlich – und ignorieren die Tatsache [die jeder selbst nachvollziehen kann, wenn er denn will, Anm. d. Übers.], dass Extremwetter normal ist und auch schon lange vor irgendwelchen anthropogenen Effekten aufgetreten ist. Das IPCC hat dies wiederholt erklärt, nicht nur in den regelmäßigen Zustandsberichten, sondern auch in dem Report aus dem Jahr 2012 „Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation” (SREX).

Noch schlimmer: der polarisierende Rahmen („Die große Mehrheit der Leute glauben der Wissenschaft, dass sich das Klima ändert“) ignoriert die Schlüsselfrage, wie viel der Änderung anthropogenen Quellen geschuldet ist – und wann. Darüber wird unter Klimawissenschaftlern diskutiert (und da gibt es längst keinen Konsens), ebenso wie über den notwendigen Input für öffentliche politische Entscheidungen.

Klimawandel als moralische Angelegenheit zu beschreiben, schien für Lehane wie der sichere Gewinner auszusehen, vor allem in der Akademia, bei Journalisten und den meisten sie unterstützenden NGOs. Aber dies verhinderte politische Kompromisse oder auch jedwede rationale Diskussion über einen Kosten-Nutzen-Vergleich – beides ist unabdingbar für eine erfolgreiche öffentliche Politik. Das Ganze wurde polarisiert, so dass Amerika nur wenige Maßnahmen ergriffen hat, um sich auch nur auf Wiederholungen von Wetterereignissen der Vergangenheit vorzubereiten (woran uns der Hurrikan Matthew erinnert hat).

Noch schlimmer, Lehane erwähnt nicht, auf welche Quellen der Wissenschaft er sich stützt. Ist es das IPCC? Die NOAA? Sind es die Alarmisten, die Journalisten lieben ob ihrer markigen Schlagworte? Sind es die Klimawissenschaftler, die die Berichte der IPCC-Arbeietsgruppe I schreiben und die größte Mühe darauf verwenden, ihren Wissensstand zu erklären – und die vielfach großen Unsicherheiten darin? Es gibt eine große Lücke zwischen der Gewissheit der Erwärmung seit Anfang des 19. Jahrhunderts plus hinsichtlich der Größe der Rolle anthropogener Antriebe seit 1950 einerseits – und den massiven Wissenslücken hinsichtlich der Treiber des Klimas während des 21. Jahrhunderts andererseits. All das geht verloren, wenn das Ganze unter rein moralischen Gesichtspunkten erörtert wird.

Folglich haben sie verloren. Clintons möglicher Wahlsieg gibt Lehane und seinen mitstreitenden Aktivisten eine zweite Chance. Werden sie Lehren ziehen aus ihrem Versagen während der 28 Jahre, seit die Anhörung von James Hansen im Jahre 1988 vor dem Kongress (hier) die Bewegung ins Rollen brachte? Oder werden sie ausreichend politische Macht haben, um ihre Agenda durchzupeitschen trotz der geringen politischen Unterstützung und trotz ihrer ineffektiven Pläne?

Es gibt bessere Wege, mit großen öffentlichen Politik-Themen umzugehen. Klimawandel, oder verrückte Kriege im Ausland oder auch unser falsches Umgehen mit so vielen anderen grundlegenden Herausforderungen – diese zeigen unsere dysfunktionelle Politik bei der Arbeit. Wir können es besser!

Timothy Wirth (Präsident der UN-Foundation) ehemaliger Senator der Demokraten und Kumpel von Al Gore:

Wir müssen auf dem Thema globale Erwärmung herumreiten. Selbst wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch ist, tun wir das richtige im Sinne der Wirtschafts- und Umweltpolitik.“

Christine Stewart (frühere kanadische Ministerin für Umwelt):

Es ist egal, ob die Wissenschaft der globalen Erwärmung komplett an den Haaren herbeigezogen ist, gibt uns der Klimawandel doch die größte Möglichkeit, Gerechtigkeit und Gleichheit in die Welt zu tragen.“ 

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/10/17/leaked-clinton-campaign-memo-on-climate-change-shows-its-really-about-politics-not-science/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




CCS-Speicherung ist Klimarettung mittels Homöopathie

Gerade wurde noch darüber gelacht, dass Klimaseniorinnen in der Schweiz ihren Staat wegen 0,00137 °C Klimamaßnahme verklagen „150 Klimaseniorinnen verklagen die Schweiz wegen 0,00137 Grad“, da kommt eine Meldung aus Norwegen, welche diese Maßnahme deutlich toppt. Allerdings sind es dort nicht Seniorinnen, welche an sich Klimawandel-bedingte Altersbeschwerden vermuten. Es sind die Politiker selbst, die sich aus lauter Sorge vor der fernen Klimazukunft sicher sind, genau das Richtige tun zu müssen, was immer eines bedeutet: Das Geld der Bürger zum Fenster hinaus zu schmeißen, oder wie es unser Minister Maas und der SPD-Parteivorstand dem Volk melden [8]: Geld, welches im Land erwirtschaftet, aber niemandem weggenommen wird.
Solche heroischen Taten müssen dem deutschen Bürger sofort als Vorbild im Klimakampf berichtet werden und wer kann das besser als:

Klimaretter.Info: CCS: Norwegen versucht neuen Anlauf
Eigentlich hat Norwegen seine Pläne zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid längst ad acta gelegt. Doch nun bringt die konservativ-rechtspopulistische Regierung einen neuen Vorschlag auf den Tisch: Die CO2-Emissionen von drei Industrieanlagen sollen unter der Nordsee gespeichert werden.
Konkret will man die Technik an einer Zementfabrik und einer Anlage zur Produktion von Ammoniak sowie am Kraft-Wärme-Werk der größten norwegischen Müllverbrennungsanlage in Klemetsrud testen, in dem der Restmüll der Region um Oslo verbrannt wird. Das abgeschiedene Kohlendioxid soll dann per Schiff zu einer Nordseelagerstelle etwa 50 Kilometer vor der Westküste Norwegens transportiert werden.
Auch Grüne und Umweltorganisationen sind dafür
Die Regierung hat den Ehrgeiz, zumindest eine solche Anlage bis 2020, spätestens 2022 realisieren zu wollen. Für Machbarkeitsstudien hat man für die kommenden Jahre erst einmal umgerechnet 40 Millionen Euro an staatlichen Geldern reserviert. Für eine einzelne Anlage kalkuliert man die Baukosten auf zwischen einer und 1,4 Milliarden Euro. Würden alle drei Projekte verwirklicht werden, rechnet man, jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen CO2 abscheiden und einlagern zu können.

Nun ist CO2 in verdichteter Form ein höchst gefährliches Gas, so dass nicht einmal der Weltretter Greenpeace dafür ist:
[1] "… Das ändert nichts an den großen Bedenken, die wir gegenüber dem Transport und der langfristigen Lagerung von CO2 haben".
Doch um die Klimawelt noch zu retten, muss man notfalls auch mit dem Teufel paktieren. Mit dem kennt man sich schließlich aus und er ist beherrschbar, während die Ergebnisse der von den rund um den Erdball wie Pilze aus dem Boden geschossenen Klimapropheten präsentierten Klimasimulationen undurchschaubar, aber immer drohender werden und jedem Politiker (in reichen Klimawandelablass-Geberländern) inzwischen den Angstschweiß auf die Stirn jagen.

Weil es passieren kann, dass unsere Frau Hendricks und auch das von einer genau so klimahysterischen Soziologin verwaltete Umwelt-Bundesamt die Idee gut finden und auch an solche Maßnahmen denken – nachdem auch die Klimaberaterin C. Kemfert eine überzeugte Befürworterin der CCS-Abscheidung ist [2] – soll dazu eine orientierende Nutzen- / Kostenbetrachtung erfolgen.

Orientierende Nutzen- / Kostenbetrachtung

Die Abschätzung orientiert sich an den bei Klimaretter.Info genannten Zahlen. Die Hochrechnungen daraus dürften stark fehlerbehaftet sein und auch nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar. Um den Sinn oder Unsinn solcher Maßnahmen zu bewerten, ist die Abschätzungsermittlung jedoch selbst mit den großen Fehlern brauchbar.

Geplantes CCS-Projekt in Norwegen

Bei Klimaschutzmaßnahmen lohnt es sich immer, orientierend den möglichen Einfluss auf die Welttemperatur abzuschätzen. Norwegen emittiert ca. 0,1 % des AGW-CO2-Weltwertes. Für die CCS-Abscheidung sehen die möglichen „Temperatur-Minderungserfolge“ wie folgt aus:

Bild 1 Einfluss von Norwegens CO2 Emissionen auf die Welttemperatur

Mehr Verminderung der Welttemperatur kann selbst eine vollständige CO2-Neutralisierung Norwegens nicht erreichen. Um diese Verringerungen zu erzielen, sind mittels CCS-Abscheidung und Lagerung die folgen Kosten aufzuwenden.

Angaben und Schätzwerte des Projektes zur CCS-Verarbeitung:
Inverstkosten für alle drei Anlagen: zwischen 3 … 4,2 Millarden EUR
Damit lassen sich separieren und abspeichern: 1,2 Mio t CO2 / pa
Norwegen emittierte 2011: 45,5 Mio t CO2
Für das CO2 Abscheiden rechnet man mit Kosten zwischen: [4] 75-150 EUR / t
Das CO2 Forcing beträgt: [3] 0,001 °C / Gt nach IPCC; 0,0003 °C / Gt wahrscheinlicherer Wert

Projektdaten

Investkosten: 3 … 4,2 Milliarden EUR
Laufende Kosten: 111 … 225 Mio EUR/ pa
Dadurch erzielte Reduzierung der Welttemperatur pa (Bild 1):
Erzielbare Temperaturrettung: 0,0000015 °C / pa (IPCC-Wert); … 0,0000005 °C / pa (wahrscheinlicherer Wert)

Die für gesamt-Norwegen hochgerechneten Daten, wenn deren CO2-Emission vollständig gespeichert wird:

Einwohner: 5.084.000
Investkosten:
91 … 127 Milliarden EUR
Jährliche Betriebskosten für 45,5 Mio t Abscheidung mit lagern:
3,37 … 6,83 Milliarden EUR
Investkosten pro Einwohner:
18.000 … 25.000 EUR
Jahreskosten für eine laufende Abscheidung pro Einwohner:
663 … 1.343 EUR
Dadurch erzielte Reduzierung der Welttemperatur pa (Daten aus Bild 1)
Erzielbare Temperaturrettung: 0,000045 °C / pa (IPCC-Wert); … 0,000015 °C / pa (wahrscheinlicherer Wert)

CCS-Abscheidung mit den Norwegischen Kosten hochgerechnet für Deutschland

Immer neu muss man aufzeigen, wie wenig die CO2-Emissionen Deutschlands Einfluss auf die Welttemperatur haben.

Deutschland emittierte im Jahr 2014: 902 Mio t CO2

Dies ergab einen Einfluss auf die Welttemperatur pa [3]:
0,00090 °C / pa (IPCC-Wert); … 0,00030 °C / pa (wahrscheinlicherer Wert)

Mehr „Nutzen“ kann eine Reduzierung durch CO2-Minderung nicht erzielen (außer man geht weiter und „zieht“ zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre).

Um die Emission Deutschlands mittels CCS aufzuheben, wäre ganz grob das folgende Kostenbudget abzuschätzen:
Einwohner im Jahr 2014: 81,2 Millionen
Investkosten zur CCS-Abscheidung:
1.786 … 2.500 Milliarden EUR
Jährliche Betriebskosten für 902 Mio t CO2-Abscheidung mit lagern:
66 … 135 Milliarden EUR
Erforderliche Investitionskosten pro Einwohner:
22.000 … 30.000 EUR
Jahreskosten für die laufende CCS-Abscheidung pro Einwohner:
822 … 1.666 EUR

Wenn Wahnsinn Methode bekommt, dann ist ein Beispiel der Klimawandel

Man sollte meinen, bei solchen Wahnsinnszahlen, verbunden mit einem rein homöopathischen Nutzen käme vielleicht eine Spur Realitätssinn auf und wenigstens ein kleines bisschen Vernunft gewinne die Oberhand.
Dem ist aber nicht so. Wie im Mittelalter die Höhe der Kirchtürme über die „Zukunft“ der Christenheit „entschied“ und die Entscheider dabei keine „Kosten- / Nutzenbetrachtung“ erlaubten, ist es heute mit jeder Art von Klimaaktionismus der Ökokirche. Man kennt dabei scheinbar nur eine Betrachtung: Je höher die Kosten, umso wirkungsvoller wird es schon sein.
Warum sollte eine deutsche Regierung dazu anders denken, als eine norwegische. Beim Lesen der damaligen Pressemeldung des Umweltministeriums zum CCS-Gesetz kann man zudem feststellen, dass der damalige Umweltminister Herr Röttgen unserer Frau Hendricks an erschreckender Unwissenheit und ökogläubigster Euphorie wirklich in nichts nachstand.

Bundesministerium für Umwelt, Nr. 053/11 | Berlin, 13.04.2011: Kabinett verabschiedet CCS-Gesetz

… Die Bundesregierung hat heute den Entwurf für ein Gesetz zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (CO2) beschlossen.

Damit wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass auch in Deutschland Modellprojekte zur Erprobung der CCS-Technologie durch die EU gefördert werden können.

Bundesumweltminister Dr. Röttgen: … Durch die Möglichkeit einer Erprobung der CCS-Technologie öffnet Deutschland sich einer international beachteten Klimaschutzoption, die als Exportprodukt auch ökonomisch von großer Bedeutung sein kann. Der Gesetzentwurf ermöglicht die Erprobung am Maßstab höchster Umweltstandards … Die Erprobung von CCS eröffnet eine wichtige Perspektive für den Klimaschutz, vor allem für eine CO2-arme Industrieproduktion. Das ist gerade für den Industriestandort Deutschland von Bedeutung, da Stahlwerke und Chemieanlagen auch langfristig nicht ganz ohne CO2-Emissionen auskommen werden. Ungeachtet der beschleunigten Energiewende, dem beschleunigten Ausbau der Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien werden Kohlekraftwerke sowohl bei uns als auch weltweit noch auf längere Sicht eine Grundlage der Stromerzeugung bilden. CCS kann eine Lösung zur Reduktion der dabei entstehenden Emissionen sein. Die Technologie kann außerdem zur Reduktion von Treibhausgasen bei der Nutzung von Biomasse eingesetzt werden.

Die Unwissenheit zum sich ständig wandelnden Klima beschränkt sich natürlich nicht auf Fachminister-/innen. Die GRÜNEN sind ebenfalls immer vorne dran, wenn die Klimaapokalypse beschworen werden muss:

SPIEGEL ONLINE 02.02.2007: Uno-Klimabericht"Wir haben keine zweite Chance"
Die Sahara in Berlin, Land unter in Merkels Wahlkreis? Es gibt eine Chance, die Klimakatastrophe zu verhindern, sagt Reinhard Bütikofer. Im Interview spricht der Grünen-Chef über energiesparende Geräte, Umweltschutz in China und eine CO2-freie Wirtschaft.
Bütikofer: … Wir dürfen nicht zulassen, dass diejenigen, die bis gestern gesagt haben, es gibt keinen Klimawandel heute sagen: Da kann man nichts machen und deshalb können wir gleich weiter machen wie bislang. Die CO2-freie Wirtschaft ist keine Utopie. Es ist zu verhindern, dass in 100 Jahren die Sahara bis Berlin reicht oder London, Hamburg und der Großteil von Holland vom Meer bedeckt werden.

Auch die Industriebosse drehen durch

So wie unsere großen Versorger und nun die Autoindustrie ein Beispiel bieten, wie man sich sein Geschäftsfeld durch die Politik vorbeugend kaputt machen lässt und nach erfolgreich erlittener, politischer Gehirnwäsche auf einmal freudig dafür ist und daran mitarbeiten, geht es auch anderen, größeren Konzernen.

Klimaretter.Info 07. Mai 2016: Exxon setzt jetzt auf CCS
Exxon Mobil, der größte börsennotierte Ölkonzern der Welt, will sein Geschäftsmodell mithilfe der umstrittenen CCS-Technologie sauberer machen. Der Multi vereinbarte in dieser Woche eine engere Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Fuel Cell Energy, das die CO2-Abscheidung unter dem Namen DFC weiterentwickelt. Damit soll es möglich werden, 90 Prozent des Kohlendioxids aus Kraftwerksabgasen abzutrennen, um sie dann im Untergrund zu speichern. Mit der Forschungskooperation wolle Exxon sein öffentliches Image verbessern, schreibt die New York Times.

Es bietet sich an, dazu einen Artikel von Achgut zu lesen: [7] Dirk Maxeiner: Unbequem ist stets genehm: Die Irrtümer des Klimawarners Joachim Gauck

Herrn Bütikofer „GRÜNE“ nehme man als ein Lehrbeispiel

Wer nun auf die Idee kommt, nicht nur das CCS-Verfahren, sondern vielleicht die gesamte CO2-Emissions-Minderungsthematik könnte eine „Luftnummer“ und unter Kosten-Nutzenbetrachtung in die Kategorie „Wahnsinn“ eingeordnet werden, dürfte nicht weit weg von der Wahrheit liegen. Aber welchen Weltretter mit AGW-Klimawandel-Schnellkurs interessiert schon „Wahrheit“, seit diese aus der Klimabibel Computersimulation zu jedem schlimmen Wetterereignis rund um die Welt frisch Apokalypse-parametriert mit neuen Schrecken im Jahr 2100 zu uns kommt. Herrn Bütikofer nehme man dazu als gelungenes Lehrbuch-Beispiel.

Quellen

[1] Klimaretter.Info 16. Oktober 2016: CCS: Norwegen versucht neuen Anlauf
http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/22092-norwegen-versucht-einen-neuen-anlauf

[2] EIKE: C. Kemfert, Professorin und Politik-Beraterin für Umwelt und Energie, bekommt Ehrenpreise für Agitation
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/c-kemfert-professorin-und-politik-beraterin-fuer-umwelt-und-energie-bekommt-ehrenpreise-fuer-agitation/

[3] EIKE 11.06.2015: Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt – Einige Rechenspiele (nicht nur) für regnerische Nachmittage
http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/mit-co2-reduzierung-retten-wir-die-welt-einige-rechenspiele-nicht-nur-fuer-regnerische-nachmittage/

[4] AGENDA 21 Treffpunkt: eine Expertise für den WBGU nennt eine Bandbreite von 75-150 Euro
http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/CO2-Sequestrierung.htm
Inhalt

[5] DIE Bundesregierung: Rede von Bundeskanzlerin Merkel zum VII. Petersberger Klimadialog am 5. Juli 2016
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2016/07/2016-07-05-merkel-petersberger-klimadialog.html

[6] SPIEGEL ONLINE 02.02.2007: Uno-Klimabericht "Wir haben keine zweite Chance"
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/uno-klimabericht-wir-haben-keine-zweite-chance-a-463970.html

[7] Achgut,com, Dirk Maxeiner: Unbequem ist stets genehm: Die Irrtümer des Klimawarners Joachim Gauck
http://www.achgut.com/artikel/unbequem_ist_stets_genehm_die_irrtuemer_des_klimawarners_joachim_gauck

[8] rundertischdgf: SPD Maas bei Illner: „Milliarden für Millionen von Asylanten erwirtschaftet die Wirtschaft, es sind keine Steuergelder!“
https://rundertischdgf.wordpress.com/2016/10/07/spd-maas-bei-illner-milliarden-fuer-millionen-von-asylanten-erwirtschaftet-die-wirtschaft-es-sind-keine-steuergelder/




Zur CO2 Klimasensitivität

Anmerkung der Redaktion: Der folgende Text enthält keine Abbildungen und keine Quellenangaben. Für Leser, die daran interessiert sind, ist der vollständige Text als pdf angehägt.

Im Strahlungsmodell für eine quasi-isotherme Modellerde (die genügend schnell rotiert, Wärme gut speichert und umverteilt) kann die globale Temperaturerhöhung durch eine Erhöhung der Einstrahlung am Schwarzkörper-Boden im Gleichgewicht mit der Formel deltaT = deltaS/S/4*T berechnet werden (Equilibrium Climate Sensitivity ECS).

Darin bedeutet das deltaS Gegenstrahlung welche die Bodentemperatur erhöht – entgegen der Fehlinterpretation des 2.HS vom antiken Clausius 1887 "Die Wärme kann nicht von selbst aus einem kälteren in einen wärmeren Körper übergehen". Durch Strahlung wird nämlich keine Wärme, wohl aber Energie (W/m²) aus der kälteren Atmosphäre auf den wärmeren Boden transportiert, wo sie absorbiert und in Wärme umgewandelt – und dann auch wieder emittiert wird.

Die deltaT-Formel entsteht durch Differentiation der Stefan-Boltzmann-Gleichung S = Sigma*T^4 nach T wobei sich für dS/dT = 4*Sigma*T^3 = 4*S/T ergibt – was beim Mainstream (sowie bei Vielen, die aufgrund von Beobachtungen versuchen, diesen Wert mehr oder weniger falsch zu ermitteln) weitgehend unbekannt zu sein scheint.

IPCC gibt für clear sky (ohne Wolken und ohne Wasserdampf) gemäß HITRAN-Integration (line by line, Dr. Shine) für CO2-Verdoppelung am oberen Atmosphärenrand (TOA) einen "Strahlungsantrieb" von deltaS = 3,7 W/m² an, der als Zurückhaltung oder als zusätzliche externe Einstrahlung interpretiert werden kann. Diese Integration habe ich überprüft. Der Wert wäre korrekt, wenn eine Atmosphäre (nur mit CO2, bei 360 ppm) mit 350 W/m² vom Boden her durchstrahlt wird.

Dann würden vom CO2 insgesamt 74 W/m² in der Atmosphäre absorbiert (HITRAN, Bild 1) und in den Flanken sind es für jede CO2-Verdoppelung 7,4 W/m² mehr. Im Gleichgewicht stellt sich die Temperatur so ein dass diese Strahlungsleistung wieder thermisch emittiert wird. Dabei geht etwa die Hälfte, also 3,7 W/m² in Richtung Boden, was als Strahlungsantrieb angegeben wird. Damit ergibt sich am Boden (mit Eps = 239/391, Bild 2) bei +15 Grad (288 K) mit og. Formel der bekannte IPCC-Basiswert ("Planck Response") zu deltaT =  3,7/391/4*288/Eps = 1,11 Grad.

Tatsache ist aber dass die Absorption nur proportional zur "Nettodurchstrahlung" ist (z.B. ergibt die IR-Strahlung zwischen zwei Platten gleicher Temperatur keine Absorption). Und da die Nettodurchstrahlung wegen der im Modell für kurzwelliges Sonnenlicht transparent angenommenen Atmosphäre im Mittel statt 350 nur 239 W/m² beträgt (1364/4*0,7 wegen 30% Albedo), ist der IPCC-Wert 3,7 W/m² mit dem stets gerechnet wird, um den Faktor 1,464 zu hoch.

Weiter berücksichtigt IPCC nicht die Tatsache dass Wolken für IR Schwarzkörper (!) sind und somit CO2 unter etwa 55% Wolken keinen zusätzlichen Erwärmungseffekt am Boden hat. Damit ergibt sich mit etwa 29% CO2 über den Wolken ein plausibler Reduktionsfaktor von 0,29+0,45*0,71 = 0,61. Auch die Wasserdampfüberlappung wird von IPCC nicht berücksichtigt, die gemäß Satelliten(trichter)messung einen Reduktionsfaktor von 27/37 = 0,73 ergibt.

IPCC nimmt als drastische Verstärkung des CO2-Effekts am Boden ein Wasserdampf-Feedback mit dem Faktor 2,7 an (1,11*2,7 = 3,0 Grad als "best guess"). Da aber auch der Wasserdampf weitgehend gesättigt ist, ist hier etwa eine Reduktion der Erhöhung von +1,7 auf die Hälfte bzw. von Faktor 2,7 auf 1,85 anzusetzen. Nicht berücksichtigt wird von IPCC auch, dass die tropische Feuchtkonvektion einen Bypass zum Energie-Abtransport durch IR-Strahlung darstellt und somit eine Reduktion etwa um den Faktor 0,82 bewirkt.

Wenn man auch noch für den längeren Absorptionsweg durch Schrägstrahlung eine Korrektur um den Faktor 1/cos(32°) = 1,179 nimmt und für den Strahlungsantrieb am Boden alle sechs Korrekturfaktoren berücksichtigt, ergibt die Berechnung für eine realistische Erwärmung bei CO2-Verdoppelung

deltaT = 1,11/1,464*0,61*0,73*1,85*0,82*1,179 = 0,6 °C                    

Nach https://de.wikipedia.org/wiki/Klimasensitivität nennt IPCC dagegen 3 °C als besten ‚Schätzwert‘ und eine Sensitivität von unter 1,5 °C als "sehr unwahrscheinlich". Natürlich ist jeder Korrekturfaktor mit Unsicherheit behaftet, so dass die 0,6 °C auch eine gewisse Bandbreite aufweisen. Bekanntlich hat Prof. Harde unabhängig hiervon mit sorgfältigen Modellrechnungen ebenfalls einen Wert von 0,6 Grad ermittelt. Man kann diesen also als weitgehend richtig betrachten.

Interessant und sensationell ist die Tatsache dass das 2-Grad-Ziel der COP 21 in Paris mit 1/5 des ECS einen CO2-Anstieg von vorindustriell 280 auf 2820 ppm (!!) zulässt, womit jegliche CO2-Reduzierung und insbesondere die Dekarbonisierung ad absurdum geführt wird, da wir bei Verbrennung aller nutzbaren fossilen Reserven nur höchstens 500 ppm und 0,5 Grad erreichen können:

deltaT = 0,6*ln(2820/280)/ln(2) = 2,0 Grad      

       und  0,6*ln(500/280)/ln(2) = 0,5 Grad

Das CO2-Problem ist also in Wirklichkeit ein Nonproblem!

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Hat der Mars einen Treibhauseffekt dank 95 % CO2?

So auch die Allgemeine Zeitung aus Mainz. In einem, nur in der Printausgabe erschienenen Artikel berichtete die Autorrin Sabine Schiner unter der Überschrift  „Eine Landung mit Knautschzone“ interessante Details zur Marsatmosphäre. Der Dipl. Meteorologe Dr. Wolfgang Thüne nahm dies zum Anlass, um in einem Leserbrief einige Verständnisfragen zu und manches richtig zu stellen.

Wir drucken ihn hier ab.

Von Dr. Wolfgang Thüne

an die Allgemeine Zeitung Mainz

Leserbriefredaktion

az-landskrone@vrm.de

AZ v. 19. 10. 16, S. 8 „Eine Landung mit Knautschzone“

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie zu dem guten Artikel von Sabine Schiner einen kurzen Leserbrief: 

„Ein sehr informativer Bericht zu dem Studienobjekt „Mars“, der allerdings einer klaren Feststellung wie einer ebenso klaren Frage bedarf. 

Es wird berichtet, dass die Temperaturen des Mars zwischen minus 133 und plus 27 Grad Celsius schwanken. Welchen Aussagewert hat dann die Durchschnittstemperatur von minus 55 Grad? Keinen, sie ist ein rechnerischer Spielwert, eine Art Hausnummer für den Planeten Mars wie die plus 15 Grad für die Erde. 

Es wird auch richtig gesagt, dass die Mars-Atmosphäre einen CO2-Gehalt von 95 Prozent hat, die Erd-Atmosphäre dagegen aber nur 0,04 Prozent. Hat das CO2 nun auf dem Mars einen kühlenden Effekt von 82 Grad oder einen wärmenden von 78 Grad? Eine Antwort fehlt, sie kann aber nur lauten: Der CO2-Gehalt der Luft hat weder auf dem Mars noch auf der Erde etwas mit den tatsächlichen Temperaturen zu tun.

Der angebliche Treibhauseffekt beruht auf trickreichen Schein-Korrelationen und hat mit den natürlichen Verhältnissen weder auf dem Mars, noch der Erde oder der Venus etwas zu tun.“

Ich bitte sehr um Abdruck und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim




Umfrage: Nur 29 Prozent der deutschen Bevölkerung unterstützen die Energiewende (Universität Stuttgart)

Das Umfrageergebnis zeigt, auf welch dünnem Eis sich Politiker bei ihren Entscheidungen zugunsten der Energiewende im allgemeinen und besonders beim Bau von Windenergieanlagen bewegen. Denn weitere 29 Prozent, die unentschieden seien, können den Befürwortern nicht zugerechnet werden. 27 Prozent seien als Kritiker der Energiewende einzustufen.

Aufschlussreich ist ferner, dass laut Mitteilung der Universität Stuttgart die Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft vom Vertrauen der Bürger gegenüber beispielsweise großen Energiekonzernen und Stadtwerken abhängen. Ebenfalls spiele die wahrgenommene Fairness eine große Rolle, ebenso das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Kosten-Nutzen-Wahrnehmung in Bezug auf die Energiewende könnte demnach die Unentschiedenen (rund ein drittel der Bevölkerung) zu Gegnern der Energiewende werden lassen. Und hier dürfte die Achillesverse der Energiewende liegen: Wenn Profiteure der Energiewende gefragt werden, führt nach deren Ansicht der Ausbau Erneuerbarer Energien “unter dem Strich zu einer positiven volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Bilanz” (Greenpeace Energy), nach Meinung von Wirtschafts-Fachleuten, wie Hans-Werner Sinn, ist sie unbezahlbar. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Energiewende als unbezahlbar wahrgenommen werden wird.

In der Pressemitteilung der Universität Stuttgart heißt es einleitend: “Die Energiewende als Ganzes genießt allgemein relativ große Unterstützung in der deutschen Bevölkerung.” Stimmt diese Einschätzung? Denn nur 47 Prozent der deutschen Bevölkerung sind nach eigenen Angaben der Universität bereit, jährlich 50 Euro oder mehr für ein Gelingen der Energiewende beizusteuern. Haben die Befragten wirklich zugestimmt, jedes Jahr 50 Euro mehr zu bezahlen, ohne dass ihnen Arbeitsplätze und Lohnsteigerungen lebenslang garantiert sind?
Der einleitende Satz der Pressemitteilung: “Die Energiewende als Ganzes genießt allgemein relativ große Unterstützung in der deutschen Bevölkerung” ist irreführend, weil die angegebenen Zahlen diese Schlussfolgerung nicht zulassen.

·       „Energiewende ins Nichts“, Universitätsöffentlicher Vortrag von Hans-Werner Sinn in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität, 16. Dezember 2013.

So sieht die deutsche Bevölkerung die Energiewende, Pressemitteilung Nr. 82 vom 17. Oktober 2016

Übernommen von Ruhrkultour hier




EIKE Blog Nr. 62 unter den Top Hundred Wissenschaftsblogs der Welt

Platz 4 unter den Blogs mit Klimabezug

Nur die Blogs von Watts (Rang 3 – 41) State oft he planet (Rang 2-31) und Sciencemag.org (Rang1-9) waren erfolgreicher.

Erst hinter EIKE folgt der alarmistische Blog Real Climate ((Rang 5-63) ) auf dem PIK Forscher Stefan Rahmstorf und der Direktor des ebenso alarmistischen GISS Gavin Schmidt gern veröffentlichen. Und auf Rang 6 (81) landete der Blog Arctic News  

Platz 3 unter den Blogs mit Energiebezug

Nur die Blogs von  Cool Green Science (Rang 2 – 36) und State oft he planet (Rang 1-31) und waren erfolgreicher. Hinter EIKE folgen die hierzuiande  kaum bekannte Blog Earth Magazine  ((Rang 4-66) ) Und auf Rang 5 (97) landete der Blog Otters And Science News

 

Das bessere Abschneiden der vorderen Ränge lag insgesamt wohl hauptsächlch an deren außerordentlich starken Facebook- und Twittergemeinde. Eine Informationsmethode, die EIKE zwar auch verwendet, aber unsere Leser offenbar nicht so stark einsetzen, wie die in der englisch sprachigen Welt




Energiewende bleibt eine Mär

von Paus Bossert, Dipl. Ing.-Architekt und Energieexperte

Bundesrätin Doris Leuthard meinte vor Kurzem „Man darf immer klüger werden“. Klüger werden setzt aber voraus, dass man gewisse Zusammenhänge begriffen hat. Da Doris Leuthard einseitig beraten wird, ist es oft schwierig ihre Absichten zu erraten. Bereits vor fünf Jahren, anlässlich der ETH-Klimagespräche vom 2.9.11 zauberte sie ein paar Energie-Professoren der ETH aus ihrem Zylinder, die versprachen, die Energiewende werde gelingen. Seither ist keine nachvollziehbare und taugliche Energie-Strategie bekannt.                                 

Und, als zuvor am 11.3.11 in Fukushima ein AKW wegen einem Erdbeben und nachfolgenden Tsunamis in die Luft flog, weil man das Werk zu nahe am Meer erstellt und die Bauingenieure die Schutzmauern zu wenig hoch dimensioniert hatten,  entschied Doris-National mit dem Segen des Bundesrates und einem Schuss aus der Hüfte, dass die Kernkraftwerke in der Schweiz verschwinden müssen.

Deshalb erlaube ich mir, Frau Leuthard in Sachen der Energiestrategie 2050 klug zu machen. Das Hauptziel dieser Strategie beabsichtigt ja, die Kernkraftwerke abzuschaffen und danach die Energie zu besteuern und eine Dekarbonisierung in Richtung Null CO2 einzuleiten sowie fragwürdige „erneuerbare Energien“ mittels Subventionen zu fördern.

Das erste Paket der Energiestrategie 2050 bezweckt die Energieversorgung zu wenden. Der Konsum der nicht erneuerbaren Energieträger – Erdöl, Erdgas und Uran soll gesenkt und durch „Erneuerbare-Energien“ ersetzt werden. Neue Atomkraftwerke sind verboten. Damit glaubt man, kann die Schweiz ihren CO2-Ausstoss reduzieren, den Klimawandel bremsen, das Klima schützen und die Risiken der Atomenergie verringern.

Die Energiewende besteht aus drei Hauptteilen:

1.   Energiesparen mit  nicht erfüllbaren Vorgaben, absurden Verbrauchs-  und Produktions-Zielen, CO2-Abgaben und Subventionen aller Art sowie Förderung von neuen „Erneuerbaren Energien“ wie Windkraft, Fotovoltaik und Biomasse.

2.   Die Welt retten vor CO2 mittels Klimaschutz, Dekarbonisierung und CO2-Gebäudesanierungsprogramm.

3.   Verbot von neuen AKWs.

Energiesparen: Seit dem schweizerischen Gesamtenergiekonzeptions-Berich (GEK) im Jahr 1978 wurde keine Energie eingespart. Auch die "Energieeffizienz" beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird sich nicht einstellen, weil in den Kantonen nach wie vor falsche Energiegesetze gelten.

Zum CO2- und Klimaschutz ist bekannt, dass die Theorie der CO2-Treibhauseffekte seit dem Jahr 2009 falsifiziert ist. Zudem ist der Anteil des Kohlendioxids CO2 mit vier Molekülen CO2 (0.04%) auf 10.000 Luftmoleküle sehr gering. Da der anthropogene CO2-Anteil nur 2% beträgt, beläuft sich der menschengemachte CO2-Anteil nur auf 0.0008%, welcher nach Dr. H.G. Wiedemann (Mettler-Toledo, Schweiz) nicht messbar ist. Menschen können niemals das Klima schützen. Bestenfalls können sich Menschen vor dem Wetter schützen.

Zum Technologie-Verbot der Kernkraft in der Schweiz ist anzumerken, dass ausser den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz, in vielen Ländern der Welt vermehrt Kernkraftwerke erstellt werden.

Die Schweiz kann deshalb froh sein, dass die „Alliance Energie“ und die SVP Schweiz das Referendum gegen die Energiestrategie 2050 ergriffen haben.

Paul Bossert, Basel, Dipl. Bauing. FH, Architekt, Bauphysiker, Bauschaden- und Energie-Experte.