Temperaturentwicklung des Monats Oktober über die letzten 75 Jahre in Deutschland

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe
Dieser Oktober war nicht golden, sondern lieferte eher ein Vorgeschmack auf den November. Er war der Ausgleich zum warmen September. Der Oktober lag leicht unter dem Schnitt der eh schon kühlen Vergleichsperiode 1961 bis 1990, wofür vor allem der fehlende Sonnenschein verantwortlich war. Auch der Niederschlag war in der Osthälfte Deutschlands überdurchschnittlich.


Bild rechts: Der Oktober zeigt sich jedes Jahr mit seiner goldenen Blätterfärbung. Doch dieses Jahr machte sich die Sonne rar. Der Oktober 2016 war extrem sonnenscheinarm. Das Leuchten der Farben war deshalb nicht so auffällig wie in sonnenreichen Jahren davor. Foto: Josef Kowatsch

Die Gründe für diesen relativ kühlen und sonnenscheinarmen Oktober 2016 sind bei den Großwetterlagen zu suchen und nicht bei den Treibhausgasen, die auch diesmal keine Erwärmung bewirken konnten. Diesmal kamen die Winde, manchmal auch Stürme vorwiegend aus nordwestlichen, nördlichen und östlichen Richtungen. Auch die Berge in mittlerer Höhe zeigten oftmals schon eine weiße Kuppe. Auf der Zugspitze war es bereits der erste sehr kalte Wintermonat mit Durchschnittstemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Doch wo ist dieser Oktober 2016 in Deutschland einzuordnen? Wir wählen zunächst einen längeren Betrachtungszeitraum und zwar ab Oktober 1942, das sind 75 Jahre, weil in der folgenden Grafik auch 75 Oktobermonate eingezeichnet sind. In allen Grafiken sind auf der linken y-Achse die Temperaturen aufgetragen, auf der horizontalen die Jahre seit Messbeginn.

Abb.1: Oktober 1942 bis 2016: Das sind 75 Betrachtungsjahre, weil 75 Oktobermonate. Die Grafik zeigt, dass der Oktober 2016 zu den kühleren gehört, jedoch war 1974 deutlich kälter. Die leicht steigende Trendlinie zeigt aber auch, dass in den letzten 75 Jahren keinerlei signifikante Erwärmung stattgefunden hat. Die Trendlinie ist nahezu die Temperaturdurchschnittslinie über die letzten 75 Jahre und liegt bei etwa 9°C.

Anmerkung: Die Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind nicht wärmeinselbereinigt, doch hat sich Deutschland in den letzten 75 Jahren gravierend verändert. Jeder menschliche Eingriff in die Landschaft führt zu einer schleichenden Erwärmung bei den Messstationen.

Bild dazu: Messstation, früher in der Natur, heute auf einem Parkplatz. Der Standort blieb gleich, nur dessen Umgebung hat sich wärmend durch menschliche Eingriffe verändert. Quelle: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/neue-usgs-studie-hitze-speichernder-beton-und-asphalt-beeintraechtigen-us-klimastationen-immer-mehr/

Das bedeutet letztlich, dass die Temperaturen des Monates Oktober über den Zeitraum der letzten 75 Jahre womöglich fallend wären, wäre Deutschland so geblieben wie es noch 1942 war. In diesem Zeitraum ist die CO2-Konzentration der Luft aber deutlich gestiegen und zwar von etwa 300 = 0,03% auf 400 ppm. Dieser rasante CO2-Anstieg konnte jedoch die deutschen Durchschnittstemperaturen des Oktobers nicht erhöhen, denn der leichte Trendlinienanstieg resultiert aus der Zunahme der Wärmeinseln in Deutschland.

Unsere Behauptung wird durch den Temperaturverlauf der sehr ländlichen Station Zwönitz im Erzgebirge bestätigt. Zwönitz hat sich in den letzten 75 Jahren weniger wärmend verändert als der Rest Deutschlands. Leider beginnen die Aufzeichnungen der Wetterstation Zwönitz erst ab 1944, so dass die beiden warmen Oktobermonate der Jahre davor nicht in die Trendlinie mit eingehen können.

Grafik 2: Bei der wärmeinselarmen Station Zwönitz in einem Tal im Erzgebirge haben sich die Temperaturen der Oktobermonate in den letzten 73 Jahren kaum verändert. Die Trendlinie ist nicht signifikant steigend. Die Messreihen beginnen leider erst 1944, somit entfallen im Vergleich zu Grafik 1 zwei relativ warme Oktobermonate gleich zu Beginn, Werte die über 9 und 10 liegen würden..

Natürlich ist der Ort Zwönitz im Erzgebirge nicht wärmeinselfrei. Denn auch in und um diesen Ort gab es Landschaftsveränderungen vor allem nach dem Kriege durch wärmende menschlichen Bebauungen, durch zunehmende Flächenversiegelungen und das vor allem in den letzten 10 Jahren, aber eben nicht so gravierend wie im restlichen DWD-Deutschland.

Der Temperaturverlauf in diesem langen Zeitraum war nicht immer gleich: Unterteilen wir im Folgenden die 75 Jahre der Grafik 1 (DWD-Deutschland) in zwei Hälften, dann sehen wir, dass es durchaus unterschiedliche Temperaturentwicklungen laut Deutschem Wetterdienst gab.

Grafik 3: Wie schon bei den anderen Monaten zeigt auch der Oktober eine deutliche Abkühlung zu Beginn der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er fiel am Ende dieser ersten Betrachtungsperiode in ein kleines Kälteloch, das um 1974 seinen Temperatur-Tiefpunkt hatte.

Ergebnis: Die Oktobermonate wurden in Deutschland zunächst kälter. Nach dem 2. Weltkrieg glaubten nicht wenige Meteorologen an eine bevorstehende kleine Eiszeit mit unangenehmen Folgen für den Traubenlesemonat Oktober, mit gravierenden Ernteeinbußen und eine Verschlechterung der Weinqualität.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Oktobermittelwerte in Deutschland haben die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen, die sich bis 1881 zurückverfolgen lassen. Weil der Oktober der erste Monat des Winterhalbjahres ist, wirken nicht nur die nördlichen Großwettertypen, sondern auch die Großwettertypen mit östlichem Strömungsanteil, darunter die berüchtigten Skandinavien- Hochs, meist schon deutlich kühlend, denn die Sonne schafft es nicht mehr, die in den immer längeren Herbstnächten erfolgende Ausstrahlung und die bei diesen Lagen oft erfolgende Kaltluftadvektion zu kompensieren:

Grafik 4: Tendenziell fällt der Oktober kühler aus, wenn er mehr Tage mit Nord- und Ostwetter aufweist. Der Zusammenhang erklärt mehr als ein Drittel der Variabilität der Oktobertemperaturen; der entsprechende Korrelationskoeffizient von 0,598 ist signifikant. Der kälteste Oktober (4,5°C) wurde 1905 beobachtet und wies 19 Tage mit dem Großwettertyp Nord und 3 Tage mit dem Großwettertyp Ost auf- insgesamt also 22 Tage mit stark kühlend wirkenden Lagen. Wetterlagenklassifikation nach HESS/BREZOWSKY.

Gehen wir zurück zur Abkühlungstendenz bei Grafik 3. Eine bevorstehende kleine Eiszeit? Die Grafik beweist eindeutig, dass die klimatischen Schwankungen nichts mit der Kohlendioxid-Konzentration zu tun haben können, denn auch in diesem ersten Betrachtungsabschnitt von 1942 bis 1979 ist die CO2-Konzentration in der Luft gestiegen. Führt ein Anstieg der CO2-Werte etwa zu einer Abkühlung? Man könnte es vorschnell meinen. Seriöse Klimawissenschaftler fragen nach den vielfältigen Gründen dieser Abkühlung im Zeitraum bis 1974. Nur die CO2-Erwärmungsgläubigen verschließen ihre Augen vor solchen Fragen, da sie nicht in das Schema ihres erwärmenden Treibhaus-Irrglaubens passen.

Die seinerzeit – vor 40 Jahren- prophezeite weitere Abkühlung setzte sich jedoch glücklicherweise nicht fort, der weitere Anstieg der CO2-Konzentration führte zu keiner weiteren Abkühlung. Ganz andere Gründe beeinflussen das Temperaturverhalten. Vor allem die Großwetterlagen haben sich ab 1978 geändert, anstatt mit Nordströmungen wurde Mitteleuropa wieder vermehrt mit West- und wärmenden Südwestströmungen im Oktober versorgt, die Sonnenscheindauer nahm zu, was zu deutlichen Tages- und Nachterwärmungen führte, wobei die vom Menschen seitdem durchgeführten Landschaftsveränderungen, großzügig geplante wärmende Urbansierungen in die freie Natur hinein, der zusätzliche Wärmeinseleffekt der Bebauung, diese wärmenden Änderungen der Großwetterlagen unterstützte. Das Ergebnis zeigt die nächste Grafik:

Grafik 5: Im Betrachtungsabschnitt 2, von 1979 bis heute ist der Oktober wieder etwas wärmer geworden, zugleich zeigt die Grafik aber auch, dass die Erwärmung um 2000 endete und seitdem stagnieren die Temperaturen auf einem hohen Niveau mit einer leichten Tendenz zur Abkühlung.

Oktober in der Gegenwart.

Als Gegenwart wählen wir die Oktobermonate seit 2000, das sind 17 Monate

Grafik 6: In der Gegenwart, also seit dem Jahre 2000 zeigt der Oktober wieder eine leichte, aber noch nicht signifikante Abkühlungstendenz. Der goldene Oktober scheint seinen goldenen Glanz in der Gegenwart eher zu verlieren.

Man beachte, in diesem Gegenwartszeitraum der Grafik 6 sind die CO2-Konzentrationen besonders gestiegen, die Oktobererwärmung hat sich jedoch nicht fortgesetzt. Ein leichter Anstieg CO2 hat aber auch keine abkühlende Wirkung, sondern die Sonnenscheindauer und die Großwetterlagen haben sich negativ verändert. Somit zeigen auch diese letzten Grafiken, dass Kohlendioxid und Temperaturentwicklung nichts oder kaum etwas miteinander zu tun haben können.

Zusammenfassung:

1) Der Monat Oktober hat sich in Deutschland dank Wärmeinseleffekt in den letzten 75 Jahren nur minimal erwärmt.

2) Nach 1945 sanken zunächst die Temperaturen bis 1975, um dann erneut bis zum Jahre 2000 wieder leicht anzusteigen. Seitdem scheint sich wieder ein leichter Rückgang anzudeuten.

3) Wärmeinselbereinigt – siehe Grafik 2 – ist derzeit wieder das Temperaturniveau wie vor 75 Jahren erreicht.

4) Im ganzen Zeitraum sind jedoch die Kohlendioxidkonzentrationen, insbesondere in den letzten 17 Jahren der Gegenwart, rasant gestiegen.

Merke: Das Temperaturverhalten des Monates Oktober über die letzten 75 Jahre zeigt erneut, dass Kohlendioxid keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben kann.

Der Mensch beeinflusst die Temperaturen natürlich wärmend mit über die täglich zunehmenden Wärmeinseleffekte bei den Messstationen, sowie über die weitere Urbanisierung der Landschaft. Die Grafik einer WI-armen Station wie Zwönitz oder wie Amtsberg-Dittersdorf in Sachsen zeigt seit über 20 Jahren bereits eine leichte Abkühlung, genauso wie Schneifelforsthaus ganz im Westen Deutschlands.

Fazit: Die im Artikel gezeigten Temperaturverläufe des Monates Oktober von Deutschland können die in den Medien ständig behauptete, menschengemachte CO2-Klimaerwärmung nicht bestätigen. Die CO2-Erwärmungstheorie ist deshalb ein wissenschaftlicher Irrglaube. Diesem Irr-Glauben fehlt zudem jedweder Versuchsbeweis.

Josef Kowatsch, unabhängiger Klimawissenschaftler und Naturbeobachter.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher.

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10 Kommentare

  1. Lieber Herr Baecker, #9

    Nein, kann ich nicht! Möglicherweise würde sich etwas finden lassen. Aber dazu fehlt mir die Zeit. Ich beurteile diese „Global Rekord Temperature Graphiken“ aus meiner Erfahrung heraus. Erfahren im Umgang mit der Gewinnung von Messwerten verschiedenster Art, deren Auswertung, Interpretation und letztlich Modellierung weiß ich, wie schwierig die Gewinnung von aussagekräftigen Temperaturdaten ist. Wenn ich dann sehen muss, wie an offiziellen Messstationen die Temperaturen durch Holzstapel und schwarze Teichfolie in die Höhe getrieben werden… – ein Einzelfall? – ich habe viele Stationen gesehen, deren Standort nicht der geforderten Norm entspricht. Das gilt für Deutschland und letztlich weltweit. Wenn auf dieser Basis dann auch noch globale Temperaturkarten modelliert werden, dann sind diese so aussagekräftig, wie die Wahlprognosen aus dem US-Wahlkampf. Möglicherweise liegt die gleiche Fabrikationsart zugrunde… Neudeutsch „gefakt“…

  2. Lieber Herr Michelbach, #8

    „Wenn Sie sich im Internet schon einmal die dazugehörigen Weltkarten der 16 Monate mit den höchste Temperaturen angesehen haben, erkennen Sie, dass diese Temperatur gerechnet wurde mit irgendeiner unbekannten, wissenschaftlich nicht abgesicherten Prozedur.“

    Können Sie wissenschaftlich publizierte Arbeiten nennen, die explizit Ihre hier geäußerte Meinung belegen?

  3. #6: Herr Heindl sagt:
    dass 16 Monate ununterbrochen höchste globale Temperaturen keine Aussagekraft haben…

    Sehr geehrter Herr Heindl,

    ja, 16 Monate ununterbrochene höchste globale Temperaturen haben für den Kundigen keine Aussagekraft! Ich erkläre Ihnen gerne weshalb: Wenn Sie sich im Internet schon einmal die dazugehörigen Weltkarten der 16 Monate mit den höchste Temperaturen angesehen haben, erkennen Sie, dass diese Temperatur gerechnet wurde mit irgendeiner unbekannten, wissenschaftlich nicht abgesicherten Prozedur.
    Es erscheinen sehr häufig Regionen mit höchsten Temperaturen auf dem Indischen Ozean, auf dem Pazifik, auf dem Atlantik… auf über 90 Prozent der Erdoberfläche gibt es doch gar kein Klimadatenmessnetz, wie wir es in Deutschland kennen.
    Ich sehe überhaupt nicht ein, warum man diesen ungesicherten Hochrechnungen Glauben schenken soll. Noch schlimmer wird es, wenn dabei die Aussage kommt: „Höchsttemperaturen, die seit Beginn der Messungen vor über 100 Jahren nicht erreicht wurden!“ Auf weit über 95 Prozent der Erdoberfläche hat vor 100 Jahren noch kein Wissenschaftler verlässliche Klimadaten gemessen, denn allein 70 % der Erdoberfläche sind Ozeane und heute gibt es von 90 Prozent der Erd- und Wasseroberfläche immer noch keine bodengebundenen und verlässlichen Messungen. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie unsere Politik solchen unseriösen Daten Glauben schenkt und danach auch noch so unkritisch handelt.

  4. #6: Eduard Heindl sagt:

    „So funktioniert Meinungsmache.“

    Ach ne.
    Wer hat Ihnen das gesagt?
    Der xxxxxxxxxxxxxx im Zweiten Deutschen Volksverblödungsfernsehen?

  5. Warum so einen langen Beitrag über das Oktoberwetter an verschiedenen Orten in Deutschland, weil das zufällig mal unter dem Durchschnitt lag.

    Auf der anderen Seite lernt man in diesem Blog, dass 16 Monate ununterbrochen höchste globale Temperaturen keine Aussagekraft haben, weil nur Trends über 30 Jahre zählen.

    So funktioniert Meinungsmache.

  6. Sehr geehrter Herr Ketterer
    Vielen Dank für Ihre stets sehr kritischen Anmerkungen
    Meine Frage: Kennen Sie eine DWD-Station mit einem Bild, die ähnliches zeigt. Unser Beispiel war früher KA-Rheinstetten, Herr Leistenschneider war extra dort, denn die Station lag direkt auf einem Parkplatz bei einem größeren Einkaufszentrum m unmittelbaren Stadtrand. Obwohl der Standort gleich blieb sah das vor 200 Jahren anders aus. Die Messstation war weit entfernt vom Stadtrand in den nassen Rheinuferwiesen bei Fischteichen. Rheinstetten=Stätte am Rhein. Der Rhein wurde begradigt, hat heute einen anderen Verlauf und die Rheinwiesen sind trockengelegt und teilweise bereits überbaut. Karlsruhe selbst war vor 200 Jahren noch ein sehr kleiner Ort um das Schloss herum. Der DWD hat die Station inzwischen vom Parkplatz wegverlegt, deswegen können wir das Bild nicht mehr verwenden. Auch von Frankfurt-Land wissen wir nur, dass diese Station angeblich bei einem Forsthaus im Spessart stand und heute an der Landebahn des Frankfurter Großflughafens im Strahle der heißen Flugzeugabgase.
    Alle unsere Diagramme beweisen immer dasselbe:
    1) Nach 1950 hatte jeder der 12 Monate seinen Temperatur-Tiefpunkt, es wurde erst einmal kälter
    2) Die unteren Umkehrpunkte sind jedoch bei den Monaten zeitlich verschieden, beim November bsp.weise erst vor knapp 25 Jahren. Seitdem steigen die Temperaturen wieder bis zu einem oberen Wendpunkt.
    3) Etliche Monate wie der Mai haben den letzten oberen Wendepunkt längst wieder überschritten und sind wieder in der Abwärtsbewegung.
    Unsere Erkenntnis: Die Diagramme zeigen, dass CO2 keinen erkennbaren Einfluss auf die Temperaturverläufe hat. Wenn das jetzige Temperaturplateau etwas höher liegt als das vorige, dann ist dies eine Wirkung des anthropogenen Wärmeinseleffektes und nicht eines imaginären Treibhauseffektes, für den es keinerlei Versuchsbeweise gibt.
    Das Wort Treibhausgas ist eine geistreiche Wortschöpfung des Menschen und hat mit der Realität nichts zu tun. Wir Menschen sind immer erfinderisch für Dinge, die nur in unserer Einbildung existieren, vgl. Wunderwaffen, Weltenether, Grenze zum Weltall, usw. Die meisten Deutschen glauben übrigens, dass die Atmosphäre irgendwo plötzlich aufhört und ab dort ist man schwerelos.
    Es wird Zeit, dass dieses Gefassel von einem CO2-THE und der sich fortsetzenden Klimaerwärmungskatastrophe endlich beendet wird. Daran sollten wir alle mitwirken. Die Temperaturen gehen rauf und runter und das hat viele Ursachen.

  7. #3: Jan Dirk Ullrich sagt:

    „@F.Ketterer – #1
    „2) Diesen Standort kann man nicht verteidigen.“ – Warum nicht?. Es kommt darauf an was Sie messen wollen. Wenn Sie z.B. das „Stadklima“ ermitteln wollen oder den tatsächlichen Einfluss vom UHI erfassen, dann macht diese Station Sinn. [. . . ]“
    ################

    Sehr geehrter Herr Ullrich,
    Sie fragen „Warum nicht?“
    Hier meine Antwort
    Auch bei den mir bekannten Stadtklimastationen wurde darauf geachtet, dass diese nicht AUF einer Beton- / Asphaltfläche errichtet wurden. Aus diesem Grund würde ich diese Station als nicht verteidigen. Wenn Sie das Mikroklima über Beton- oder Asphaltflächen messen wollen, nur zu, dann machen Sie dies. Für manche Fragestellungen ist die sicherlich sinnvoll. Wenn Sie aber vergleichen wollen (mit dem Umland oder mit anderen Städten), dann sollten bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Und dazu gehört in aller Regel die Beschaffenheit des Messfeldes. Diese sind für die drei beim DWD-Webauftritt auffindbaren innerstädtischen „Stadtlima-Stationen“ nicht durch Asphaltflächen gekennzeichnet.

    Dennoch bleibt es dabei: Die abgebildete Station ist sicherlich kein gutes Beispiel für den WÄREME-Inseleffekt. Da herrscht wohl eher anthropogene Abkühlung vor.

  8. @F.Ketterer – #1
    „2) Diesen Standort kann man nicht verteidigen.“ – Warum nicht?. Es kommt darauf an was Sie messen wollen. Wenn Sie z.B. das „Stadklima“ ermitteln wollen oder den tatsächlichen Einfluss vom UHI erfassen, dann macht diese Station Sinn.
    Der DWD schreibt dazu
    „Der städtische Wärmeinseleffekt lässt sich anhand von Messdaten z. B. aus dem Mess- und Beobachtungsnetz des DWD belegen. In den Städten Berlin, München und Frankfurt am Main betreibt der DWD zum einen Stationen im städtischen Bereich und zum anderen Stationen im Umland, z. B. auf dem Gelände von Flughäfen. So ist ein Vergleich der Messwerte der Stadtstation mit der Umlandstation möglich. Da Messungen im städtischen Bereich von zunehmendem Interesse sind, baut der DWD ein kleines Messnetz mit Stadtklimastationen auf. Die Anzahl der Stationen soll schrittweise auf 8 bis 10 Stationen ausgebaut werden. Wesentlich für die Auswahl eines Standortes sind die Zielstellung, die mit der Messung verfolgt wird, und damit die Repräsentanz der Station für die Umgebung. Dies kann zum Beispiel die Erfassung der maximalen Wärmeinselintensität einer Stadt oder die klimatische Charakterisierung eines bestimmten Standortes sein.
    Die Stadtklimamessungen unterstützen mehrere Ziele bzw. Beratungsleistungen des DWD:
    • Bereitstellung von Daten für die Klimaanalyse und -bewertung innerstädtischer Verhältnisse im Vergleich zum Umland, aber auch im Vergleich zu anderen Städten.
    • Durchführung von Studien zum besseren Verständnis der Wärmeverteilung innerhalb unterschiedlicher Bebauungsstrukturen.
    • Validierung von Stadtklimasimulationen von der lokalen bis zur regionalen Skala.
    • Berücksichtigung von Stadtklimaeffekten in den Klimadienstleistungen des DWD für das Bauwesen (z. B. Testreferenzjahre für die DIN 4710) oder für die Gesundheitsvorsorge (z. B. Hitzewarnungen) u. v. m.“

  9. Danke Herr Kowatsch und Herr Kämpfe,
    genau so hat das auch der Normalbürger empfunden und im Oktober einfach deutlich wärmere Kleidung getragen.

    mfG

  10. Aus der Bildunterschrift:
    „Bild dazu: Messstation, früher in der Natur, heute auf einem Parkplatz. Der Standort blieb gleich, nur dessen Umgebung hat sich wärmend durch menschliche Eingriffe verändert“
    Zwei Anmerkungen dazu:
    1) Es ist schon etwas frech diese Bild nach dem Absatz zu platzieren, in dem DWD kritisiert wurde. Das ist keine DWD-Station.
    2) Diesen Standort kann man nicht verteidigen. Nur vergessen Sie zu erwähnen, dass die menschlichen Eingriffe bei DIESEM Standort (im Bild) sich vor allem ABKÜHLEND auf die „Umgebung“ ausgewirkt hatte. (lesen Sie einfach mal in der angegebenen „Quelle“ nach wo dieser Standort liegt.

    Im Übrigen war es nicht so, dass vor 40 Jahren übereinstimmend eine weitere Abkühlung prophezeit wurde. Auch damals war die Mehrheit der Klimatologen von einer weiteren Temperaturzunahme überzeugt – zumindest wenn man dies an der Tendenz der Fachzeitschriften Artikel jener Zeit misst.

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