Umfrage: Nur 29 Prozent der deutschen Bevölkerung unterstützen die Energiewende (Universität Stuttgart)

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von Ruhrkultour
Nur 29 Prozent der deutschen Bevölkerung lassen sich als Unterstützer der Energiewende bezeichnen. Dies ergab eine deutschlandweite Repräsentativbefragung der Universität Stuttgart in Kooperation mit der Universität Münster sowie zwei Fraunhofer-Instituten, die jetzt veröffentlicht wurde, der Öffentlichkeit aber leider nur als Pressemitteilung vom 17.10.2016 zugänglich ist.


Das Umfrageergebnis zeigt, auf welch dünnem Eis sich Politiker bei ihren Entscheidungen zugunsten der Energiewende im allgemeinen und besonders beim Bau von Windenergieanlagen bewegen. Denn weitere 29 Prozent, die unentschieden seien, können den Befürwortern nicht zugerechnet werden. 27 Prozent seien als Kritiker der Energiewende einzustufen.

Aufschlussreich ist ferner, dass laut Mitteilung der Universität Stuttgart die Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft vom Vertrauen der Bürger gegenüber beispielsweise großen Energiekonzernen und Stadtwerken abhängen. Ebenfalls spiele die wahrgenommene Fairness eine große Rolle, ebenso das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Kosten-Nutzen-Wahrnehmung in Bezug auf die Energiewende könnte demnach die Unentschiedenen (rund ein drittel der Bevölkerung) zu Gegnern der Energiewende werden lassen. Und hier dürfte die Achillesverse der Energiewende liegen: Wenn Profiteure der Energiewende gefragt werden, führt nach deren Ansicht der Ausbau Erneuerbarer Energien “unter dem Strich zu einer positiven volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Bilanz” (Greenpeace Energy), nach Meinung von Wirtschafts-Fachleuten, wie Hans-Werner Sinn, ist sie unbezahlbar. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Energiewende als unbezahlbar wahrgenommen werden wird.

In der Pressemitteilung der Universität Stuttgart heißt es einleitend: “Die Energiewende als Ganzes genießt allgemein relativ große Unterstützung in der deutschen Bevölkerung.” Stimmt diese Einschätzung? Denn nur 47 Prozent der deutschen Bevölkerung sind nach eigenen Angaben der Universität bereit, jährlich 50 Euro oder mehr für ein Gelingen der Energiewende beizusteuern. Haben die Befragten wirklich zugestimmt, jedes Jahr 50 Euro mehr zu bezahlen, ohne dass ihnen Arbeitsplätze und Lohnsteigerungen lebenslang garantiert sind?
Der einleitende Satz der Pressemitteilung: “Die Energiewende als Ganzes genießt allgemein relativ große Unterstützung in der deutschen Bevölkerung” ist irreführend, weil die angegebenen Zahlen diese Schlussfolgerung nicht zulassen.

·       „Energiewende ins Nichts“, Universitätsöffentlicher Vortrag von Hans-Werner Sinn in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität, 16. Dezember 2013.

So sieht die deutsche Bevölkerung die Energiewende, Pressemitteilung Nr. 82 vom 17. Oktober 2016

Übernommen von Ruhrkultour hier

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10 Kommentar(e)

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1
Werner Müller

Muss nochmal nachfragen (#5), wo stehen in der Umfrage das 29 Prozent der deutschen Bevölkerung als Unterstützer der Energiewende sich bezeichnen ?

MfG

2

Auch dem Vater des deutschen EEG ist die bayrische 10 H- Regel so zuwider, dass er ihre bundesweite Übernahme bei jeder sich bietenden Gelegenheit bekämpft:
http://tinyurl.com/hue5cgt

Gern würde ich wissen, ob und wie er hier tatsächlich die Fragen aus dem Publikum, die sich kritisch zu Windkraftanlagen äußerten, widerlegen konnte.

Deshalb die Frage : Was für ein Publikum war dort anwesend und welchen Standard – Vortrag hat der auf Lehramt studierte Physiker dort abgespult?

Wer auch immer solche Veranstaltungen besucht, um dort kritische Fragen zu stellen, der sollte gut Vorbereitet sein und außerdem über ein gewisses rhetorisches Talent verfügen.

3

Ich fürchte, in diesem Artikel werden die Ergebnisse der Umfrage solange gebogen, bis das Gewünschte herauskommt; leider auch in den Kommentaren.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt doch in erster Linie, wie weit die deutsche Bevölkerung mittlerweile indoktriniert ist und gegen ihren eigenen Nutzen oder ihren eigenen Bestand stimmt. Ökofaschismus ist eine autoritäre Ideologie, die mit Weglassen, Fälschen und Übertreibungen den Leuten etwas Unsinniges und Gefährliches einredet, und damit ja wirklich erfolgreich ist. Und Demoskopie fragt letzten Endes nur das Resultat dieser Indoktrination ab, und nicht was gut oder schlecht ist für die Menschen, die Unternehmen oder die Umwelt.

Würde man die Menschen objektiv aufklären und danach befragen, so würden die Ergebnisse ganz anders aussehen. Es wären daher Umfragen, die das Wissen über grundlegende Faktoren der "Energiewende" beleuchten (Opfer beim Bau/Betrieb/Wartung von WKA; Flugtierschutz; Flatterstrom und dessen Ausgleich; Verteilung des Stroms; wahre Kosten und Profiteure. Aber auch tatsächliche Gefahren von Kernkraft, CO2-Ausstoß usw.) interessant, aber weniger wie weit die Indoktrination fortgeschritten ist (außer für zukünftige Diktatoren, die aus diesem Projekt lernen wollen, wie man das Volk dumm halten kann).

4

Der ganze Blödsinn wird erst enden, wenn die Deutschen es
a) deutlich im Geldbeutel spüren, sie
b) zu begreifen beginnen, dass ihre Freiheit spürbar eingeschränkt wurde und sie
c) realisieren, dass sie jeden Tag von Politik und den Einheitsmedien belogen und betrogen werden.
Wie ich mehrfach schrieb: Mir kann es eigentlich egal sein, Sorgen mache ich mir nur um die Zukunft der jetzigen Kinder, meine eigenen eingeschlossen. Sie werden sozialistisch indoktriniert, und ich habe Angst, dass der noch weiter anzurichtende Schaden irreversibel sein könnte. Auch die "Klimakatastrophe" wird in den Geschichtsbüchern verschwinden - früher oder später.

Was mich an der AfD ärgert: sie schweigt mehr oder weniger.

Als einen Meilenstein sehe ich die Wahl in den USA an. Ich bin nicht unbedingt ein Verfechter von Donald Trump, aber der Mann hat ist wenigstens durch Arbeit reich geworden, während die Sozialisten, sorry, die Demokraten, wie die meisten Politiker in Deutschland eigentlich nichts können und vom System abhängig sind. Daraus ergibt sich in der Konsequenz ein Kampf um die Pfründe. Ich rechne damit, dass diese schreckliche Clinton das Rennen machen wird, dann wird der grün-sozialistische Irrsinn in Deutschland noch viele Jahre weitergehen. Manchmal frage ich mich, mit welchen Mitteln Merkel und Konsorten unter Druck gesetzt werden, damit auf mittlerweile so vielen Ebenen Deutschland beschädigt wird. Drohen die USA eine Invasion oder Bombardierung an, wenn Deutschland nicht spurt, oder was steckt dahinter?

5
Margot schlummer

Auszug aus der Pressemitteilung bitte genau zitieren
"Ein Anteil von 29 Prozent der deutschen Bevölkerung lässt sich als Unterstützer der Energiewende klassifizieren. Weitere 29 Prozent stehen der Energiewende und den mit ihr verbundenen Technologien ambivalent gegenüber und sind damit als Unentschiedene einzuordnen. 27 Prozent sind aufgrund ihrer ablehnenden Haltung als Kritiker der Energiewende einzustufen."

6

Bei der Umfrage der Universität Stuttgart zum Thema Energiewende steht folgendes.

„Energien zeigt sich folgendes Bild: 60% der deutschen Bevölkerung
befürworten einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien.

Nur 21% würden es befürworten, den Ausbau erneuerbarer Energien abzubremsen.“

Nur mal so aus Interesse, woooo steht den in der deutschlandweiten
Repräsentativbefragung das sich 29 Prozent der deutschen Bevölkerung als Unterstützer der Energiewende bezeichnen ?

MfG

7
Werner Baumschlager

Das, was Deutschland mit dem EEG wirklich neu erfunden hat, ist die *asoziale* Marktwirtschaft, und es sollte sich wirklich niemand wundern, dass diesen Weg niemand mitgeht, denn soviele menschenverachtende Despotien mit Marktwirtschaft gibt es auf der Welt nicht.

8

Die Aussage "allgemein relativ" ist eine Aussage zwischen Null und 100.
Also weder "Fisch" noch "Fleisch" und ist somit Nichts Sagend

9

Hier findet man die Originalstudie:
http://tinyurl.com/zq2fk9y

10

Natürlich gibt es wie immer auch Befürworter der Energiewende.
z.B. ein Prof.Dr. Manfred Miosga, Dipl.-Geograph der Uni Bayreuth

... stadtregion.uni-bayreuth.de
http://tinyurl.com/zqxnv2n

Originaltext auf dieser Seite: "...Durch die 2014 eingeführte 10H-Regelung muss dieser in absehbarer Zeit nun fast vollständig zum Erliegen kommen, da durch den verpflichtenden Abstand der zehnfachen Gesamthöhe von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung kaum mehr Flächenpotenzial für den Neubau von Windenergieanlagen verbleibt. Nina Hehn und Manfred Miosga beschreiben ausführlich die Folgen und setzen sich mit den >>> kommunalplanerischen Möglichkeiten zur Umgehung der 10H-Regelung auseinander." <<< (Pfeile von mir, Demmig) Er plädiert in seinem Foliensatz für die Energiewende und weist höhere Zustimmungsraten der Bevölkerung aus.
... stadtregion.uni-bayreuth.de/de/download/10H-Miosga.pdf

http://tinyurl.com/zvzdt3b

Siehe Seite 8 ff und S. 31