Darf der Strom bald nur noch gendergerecht aus der Steckdose kommen?

Helmut Kuntz
Wenn noch ein Beweis gefehlt hat, dass unsere Politiker sich um die wirklich wichtigen Probleme der Bürger kümmern, dann hat ihn wohl DIE LINKE Fraktion in Flensburg geliefert. In einem Antrag stellte diese klar, dass [1]„… im Sinne einer sozial gerechten und antidiskriminerenden Gesellschaft nicht hinzunehmen (ist), dass Nomen, die ein Arbeitsgerät/-mittel bezeichnen, häufig nur mit maskulinen Artikeln gebraucht werden“.

Strom ist auch ein Mittel, welches man für viele Arbeiten braucht – und ausgerechnet er hat den absolut diskriminierenden, männlichen Artikel vor sich. Ganz ehrlich, aufgefallen ist es dem Autor bisher nie wirklich – dazu fehlt wohl das vorausschauende, gender-soziologische Bewusstsein. Aber wenn man „der Strom“ genauer betrachtet, muss etwas dran sein: Der alte Wotan und der Thor schwangen den Hammer, wenn der Strom blitzte; der alte Zeus schleuderte Blitze geradezu mit Begeisterung und der Gott des Alten Testaments meldete sich ebenfalls häufig mit Blitz und Donner.
Der Strom und seine Wirkung stehen in der Mythologie demnach eindeutig für Kraft und männlich orientierte Überlegenheit.

Es ist also DER LINKEN zu verdanken, dass zumindest das Amtsdeutsch vielleicht bald solche Nomen vom äußerst diskriminierenden, maskulinen Artikeln befreit.

Der / die RatschlagIn:

Wer sich schon mal vorbeugend an die kommenden, politischen, mehrfach-Ampelkoalitionen anpassen will, verwende deshalb nur noch die gendergerechte Bezeichnungen für den Strom welcher da lauten sollte: der / die Stromin

… ansonsten läuft man irgendwann Gefahr, beim Verplappern noch Strafe wegen Diskriminierung bezahlen zu müssen.

Nach den LINKEN führt das zur sozial gerechten Gesellschaft. Dort, wo DIE LINKE einst her kam, war das so: Verordnete Sprache musste viele Mängel ersetzen und es hieß, das wäre die gerechte Gesellschaft.

Der Antrag

Die Linke RV-109/2016 1: [1] Gendergerechte Sprache – Teil 1: Für Arbeitsgeräte/-mittel, anzuwenden im Sprachgebrauch der Gremien aller Arbeitsbereiche der Stadt Flensburg. Antrag der Ratsfraktion Die Linke

 Antrag: 

 

 Link [1]

 Ab sofort werden Arbeitsgeräte/-mittel aus allen Arbeitsbereichen der Stadt Flensburg genderneutral bezeichnet. Dies gilt insbesondere für grammatisch mit maskulinem Artikel („der“) bezeichnete Arbeitsgeräte/-mittel: • Bezeichnungen, die Berufsbezeichnungen nachgebildet sind: der/die ScannerIn, der/die ComputerIn, der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die StaubsaugerIn usw. • weitere Bezeichnungen sollten bestehenden Doppelformen kreativ nachgebildet werden: der/die Papierkorb/-körbin, der/die Briefkopf/-köpfin, der/die AbfalleimerIn usw.

Ausgenommen davon sind Nomen,.. • die mit einem Nominalisierungssuffix (-keit, -heit, -ung usw., insbesondere wenn sie dabei den femininen Artikel „die“ tragen) gebildet werden, z.B. die Sitzung, die Tagesordnung usw. • die grammatisch einen neutralen Artikel („das“) tragen: das Papier, das Dokument usw. • die einen Ort bezeichnen (der Flur, die Kantine, die X. Etage, der Wartebereich usw.)

Begründung:
Es ist im Sinne einer sozial gerechten und antidiskriminerenden Gesellschaft nicht hinzunehmen, dass Nomen, die ein Arbeitsgerät/-mittel bezeichnen, häufig nur mit maskulinen Artikeln gebraucht werden. Dies verlängert die patriarchalische Gewohnheit, dass menschliche, mechanische oder technologische Arbeitsleistung als überwiegend "männlich" charakterisiert wird. Auch im Bereich der modernen Technologie werden viele dieser Nomen noch immer mit einem "männlichen" Artikel verwendet. – Im Sinne eines genderneutralen bzw. alle Gendertypen umfassenden Sprache ist daher eine Doppelform anzuwenden. Dies hat für die mündliche und schriftliche Sprache in allen Bereichen der Verwaltung sowie der Kommunalpolitik der Stadt Flensburg zu gelten.

  Link [1]

Quellen

[1]
Die Linke RV-109/2016 1. Ergänzung Beschlussvorlage:  Gendergerechte Sprache – Teil 1: Für Arbeitsgeräte/-mittel, anzuwenden im Sprachgebrauch der Gremien aller Arbeitsbereiche der Stadt Flensburg Antrag der Ratsfraktion Die Linke
https://ratsinfo.flensburg.de/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayIYu8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok4KfyIfuCWt8Ur4Ri2Pe-Hd.CYt8Wm5Sm4LeyGavEZs9Tn8Sr1Ni1MbyIar9Ur8Si3RgzGhuHcGJ/Beschlussvorlage_LINKE_RV-109-2016_1.–Ergaenzung.pdf

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13 Kommentare

  1. #12. R.KuthIn

    Nö, die haben es besser. Die können sich dank des „genderfreien „the“ entspannt zurücklehnen und sich mit wirklich wichtigen Dingen beschäftigen: Wohin mit durchgeknallten -Innen…

  2. Würde mich mal interessieren, ob man jemandem aus dem englischen Sprachraum dieses drängende deutsche „Problem“ erklären kann….

  3. Der/die Depp/in
    Der/die Klimawandel/in
    Der/die Meeresspiegelanstieg/in
    Der/die Weltuntergang/gängin
    Der/die Wahnsinn/in
    Der/die vollkommene Wahnsinn/in
    Der/die grün-linke Wahnsinn/in

    Hiiiiilfe!!!

  4. Als ich von dem Blödsinn vergangene Woche erfahren habe, habe ich mal etwas überlegt. Ich sitze dann nicht mehr am Computer sondern an der Computerin … so ist es ja gefordert. Da haben die wohl etwas vergessen. Peinlich. Ich sitze auf einer Stühlin, also ein Mann sitzt fast den ganzen Tag auf einer Frau. Wenn ich mal weggehe, trete ich auf der Fußbödin rum. Aber ich bin dann nicht der einzige, der die tritt.

    Dann ist mir noch etwas eingefallen, worüber sich andere schon gefreut haben: wie ticken eigentlich Politiker? Jetzt weiß ich woher der Teil „tiker“ in dem Begriff kommt. Man hat einfach das c weggelassen. Und dann kommt es: A…, also Gesäß, darf man nicht sagen. Da klingt Po freundlicher. Nun weiß ich, woher das Wort Politiker kommt.

    Ohne etwas Humor ist das heute alles nicht mehr zu verkraften.
    Mit echter Politik und Demokratie hat das heute alles nichts mehr zu tun. Bildung fehlt bei denen auch vollkommen. Ich stelle mir noch immer die Frage, wie sich das in den vergangenen Jahren so entwickeln konnte.

  5. Dieser grüne diktatorische Machtrausch, anderen Vorschriften zu machen, findet kein Ende.
    Das erinnert an Stalinismus und muss ernst genommen werden.
    Er ist von der gleichen „Denkweise“ geprägt, wie die erfundene Pflicht zur Klimarettung mit untauglichen Mitteln und fehlender ,
    einfach durch das politische Instrument einer neuen Begriffsbildung.
    Das fängt inzwischen in der Kita an und ein Ende ist nicht abzusehen, wenn man diese undemokratischen Ideologen nicht abwählt.
    Ich sehe hier nur die AfD als parlamentarisches Mittel dagegen.
    Für die Kita gibt es bereits grobe Entgleisungen welche Eltern als rechtsradikale Feinde zu betrachten sind in einem Apothekerblättchen vom Februar, das inzwischen gelöscht wurde.
    Hier gilt „blond und schüchtern“ schon als rechtsradikal-verdächtig.
    Selbstverständlich ist auch ein friedlicher AfD-Wähler für diese „Demokraten“ inzwischen ein Feindbild.

    Man muss sich entscheiden, zur Wahl gehen und seine Stimme abgeben.

    mfG

  6. Jetzt ist der Strom in Deutschland nicht nur Atom- und CO2 verseucht sondern auch noch dazu sexistisch und diskriminierend.
    Ich sag es ja, wer eine Grün-Kommunistische Ideologie hat, der braucht sich um seine Stromerzeugung und Versorgung keine Sorgen mehr zu machen…es wird nämlich keine mehr geben!
    Erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug danach der Mangel und zum Schluss die Armut.

  7. Nein, das geht ja gar nicht, da werden ja Kinder und Sachen diskriminiert.
    Außerdem werden Männer diskriminiert.
    Wir brauchen dann natürlich noch der Säger, das Säger, die Säge.
    Hätte auch den Vorteil, das die Kinder demnächst schreiben können was sie wollen ohne Punktabzug. Dann haben wir endlich mal eine echte Rechtschreibreform und dann heist es nicht mehr deutsche Sprache, schwere Sprache sondern endlich mal deutscher Spracher, leichter Spracher. Das nennt ich dann Integration 4.0.

  8. #1
    Das ist die wahre Deutsche Parteienwirklichkeit. Oder glauben Sie dem Link nicht. In anderen Foren wurde es auch ausführlich dargestellt und kommentiert. Die Linken-Fraktion Flensburg findet inzwischen allerdings, dass andere Länderfraktionen der LINKEN den Antrag besser nicht übernehmen sollten.

  9. Die Frage ist für mich, ob die Antragsteller in die Psychiatrie oder einen Grundkurs für deutsche Grammatik gehören.

  10. Wie sieht es aus beim Vibrator? Darf da noch der maskuline Artikel (der Vibrator) verwendet werden oder gilt hier auch eine Gentrifizierung? Und welches ist der gender-korrekte Artikel für so ein Arbeitsgerät?

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