Kernkraftwerk New York wird wieder hochgefahren – Umweltaktivisten sind dagegen

Mark Ramsey
Am 16. Juni 2016 ist der Kernkraftblock 2 am Kraftwerk Indian Point neu angefahren worden trotz der Einwände von Umweltaktivisten. Zuvor hatte es eine geplante Abschaltung gegeben wegen Wartungsarbeiten.


Im Zuge der Wartung hatten die Inspektoren eine geringe Anzahl von Bolzen* gefunden, die sich an Platten zur direkten Wasserkühlung gelockert hatten. Zwei Bolzen waren komplett ausgefallen. Die Schwächung dieser bestimmten Bolzen kam nicht unerwartet; es handelt sich dabei um eine bekannte und gut untersuchte Angelegenheit, die erstmals in europäischen Reaktoren gefunden worden war. Die Bolzen in Indian Point wurden ausgetauscht, nachdem keine weiteren Schäden gefunden worden waren.

[*Die Begriffe der Bestandteile von Kernkraftwerken lauten auf Deutsch sicher anders. Hier handelt es sich um a small number of bolts had degraded that fasten plates that direct cooling water. Dies gilt auch für den ganzen Beitrag. Ich möchte die hier mitlesenden Fachleute nach den korrekten Bezeichnungen fragen. Anm. d. Übers.]

Jerry Nappi, Sprecher der Firma Enterty, der die Reaktoren in Indian Point gehören, ging über den Ersatz der beschädigten Teile hinaus um sicherzustellen, dass der Reaktor sicher läuft.

„Die Inspektionen waren im Voraus geplant und zusammen mit zusätzlichen Begutachtungen und Inspektionen durchgeführt worden in Übereinstimmung mit den Verpflichtungen, die wir gegenüber der Nuclear Regulatory Commission NRC eingegangen sind“, sagte Nappi. Enterty ersetzte nicht nur alle ausgefallenen Bolzen im Block 2, sondern auch weitere 51 Bolzen, um noch mehr Sicherheit zu erreichen“.

Anti-Kernkraft-Gruppen hatten die geplante Abschaltung und die gefundenen beschädigten Bolzen als Vorwand für eine Petition an die NRC genutzt, den Neustart von Indian Point zu verhindern. Die NRC begutachtete ihre Behauptungen, befand sie als gegenstandslos und erlaubte, mit dem Neustart fortzufahren.

Umweltaktivisten zogen vor Gericht

Nachdem ihr Versuch, den Neustart zu stoppen, gescheitert war, klagten sie gegen die NRC am Appellationsgericht für den District of Columbia. In der Causa Friends of the Earth et al. gegen U.S. Nuclear Regulatory Commission, verlangten Friends of the Earth FOE von dem Gericht eine Sofort-Entscheidung [emergency order], den Betrieb von den Blöcken 2 und 3 in Indian Point zu verbieten.

In einem Antwort-Statement auf die Klage von FOE schrieb der Leitende Anwalt der NRC Charles Mullins: „Nach Abwägen aller Punkte ist die NRC zu dem Ergebnis gekommen, dass der Betrieb des Blocks 2 sicher ist sowohl unter normalen Bedingungen (normaler Kraftwerksbetrieb) als auch extremen Bedingungen (die hinderlichsten Bedingungen). … Es gibt daher keinen Grund, die betrachtete Beurteilung der Agentur in Frage zu stellen – eine Beurteilung auf der Grundlage eindeutiger technischer Expertise – dass der weitere Betrieb … keine irreparable Schäden zeitigen würde“.

In dem NRC-Statement wurden die Umweltaktivisten außerdem davor gewarnt, „sich mit ihrer Petition auf einen ,Notfall‘ zu berufen, wird das Gericht dadurch doch in unzulässiger Weise eingeladen, sein Urteil über nukleare Sicherheit zu ersetzen durch die technische Expertise der NRC“.

Das US-Justizministerium verkündete, dass es die Erwiderung der NRC auf initiale Probleme in Indian Point akzeptiere, und am 23. Juni 2016 urteilte das Gericht, dass die Ausführungen der NRC bzgl. Indian Point in Ordnung waren, und die Forderung von FOE nach einem Verbot, das Kraftwerk in Betrieb zu nehmen, wurde verworfen.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/new-york-nuclear-plant-restarts-environmentalists-object

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentare

  1.  

     

    „Kernkraftwerk New York wird wieder hochgefahren“

     

     
    Stilllegung von US-AKW Indian Point angekündigt.
     

    Der Betreiber habe sich verpflichtet, die beiden noch genutzten Blöcke bis April 2021 herunterzufahren.

     

     

     

    So, aus die Maus mit dem AKW Indian Point.

     

     

     

    http://orf.at/stories/2374528/

     

     

     
    Gruß
     

  2. #2: Ulrich Walter sagt:
    am Montag, 15.08.2016, 07:34
    XXXXXXXXXX @ work bzw auf dem Weg in die Versenkung:

    „SPD will Flexi-Steuer bei Sprit

    In dem Bemühen, den Untertanen ständig mehr Geld abzupressen, ist SPD-Chef Gabriel auf eine pfiffige Idee gestoßen: die Flexisteuer für Energie. Wenn der Ölpreis sinkt sollen die Steuern automatisch erhöht werden.
    #############################################“,
    Wie sagt man so treffend: „das dümmste Schwein sucht sich seinen Metzger selbst“. Die Öko-Schweine sind mit Abstand die dümmsten Schweine….
    P.S. Der Begriff „Öko-Schwein“ ist im übertragenen Sinne zum Sprichwort zu verstehen, und ist keine Verunglimpfung der Anhänger der neuen Volksreligion namens Ökologismus.

  3. Lieber Hr. Frey,

    schönen Dank für den Artikel und die ständige Arbeit, die Sie sich mit diesen Uebersetzungen machen.

    Kleine Anmerkung am Rande: Bolzen kann auch Gewindebolzen oder Schraube meinen, vermutlich ist dies hier auch so aufzufassen. Direct würde ich so interpretieren, dass es hier um Platten zu Beeinflussung der Strömungsrichtung von Wasser im Kühlkreislauf geht.

    Mfg

  4. XXXXXXXXXX @ work bzw auf dem Weg in die Versenkung:

    „SPD will Flexi-Steuer bei Sprit

    In dem Bemühen, den Untertanen ständig mehr Geld abzupressen, ist SPD-Chef Gabriel auf eine pfiffige Idee gestoßen: die Flexisteuer für Energie. Wenn der Ölpreis sinkt sollen die Steuern automatisch erhöht werden.

    Niemals zuvor hat der Staat mehr Steuern eingenommen. Doch genug ist nicht genug. Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) hat nun eine neue Idee entwickelt, um den Untertanen noch mehr Geld abzupressen.

    In einem „Grünbuch Energieeffizienz“ mit Vorwort von Gabriel bringen seine Beamten einen „Mechanismus für die Anpassung an Schwankungen der Rohstoffpreise für Energieträger“ ins Gespräch. Im Klartext: Eine „Flexi-Steuer“. Dann würden z.B. bei sinkendem Benzinpreis automatisch die Spritsteuern erhöht. Die Verbraucher hätten also nichts mehr vom Billig-Sprit.

    Damit will Gabriel die Verbraucher zum Energiesparen zwingen. Das Instrumentarium der Energieeffizienzpolitik solle „stärker mit Preisentwicklungen atmen können“, schreibt das Wirtschaftsministerium in dem Grünbuch.

    Die EEG-Sekte ist bereits erfreut. DIW-Energie-Expertin Professor Claudia Kemfert zu BILD: „Niedrige Ölpreise sind Gift für die Energiewende. Deshalb muss man gegensteuern und das Energiesparen belohnen. Je weniger man verbraucht desto mehr Geld spart man ein. Möglich wäre auch eine Anhebung der Ölsteuern bei sinkendem Ölpreis. Das Geld kann man nutzen, um beispielsweise Kaufprämien für Autos mit alternativen Antrieben zu zahlen.““

  5. Ob „Umweltaktivist“ die richtige Bezeichnung für Leute ist, die Industrieanlagen belagern, Tagebaue besetzen, in Kraftwerksgelände eindringen und ständig Krawall machen?

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