Das IPCC hat die wirkliche Klimasensitivität mindestens verdoppelt: eine Vorführung

Christopher Monckton of Brenchley
Roger Taguchi, der öfters faszinierende E-Mails mit dem Thema klimatologische Physik verschickt, hat mir eine wunderbar einfache und elegante Demonstration zukommen lassen, die zeigt, dass das IPCC die wirkliche Klimasensitivität mindestens verdoppelt hat, womit ein Nicht-Problem zu einer ernsten Krise gemacht worden ist. Um ihm zu helfen, die Eleganz seiner kurzen, aber vernichtenden Argumentation zu verstehen, zeigt die Abbildung rechts die offizielle Gleichung zur Klimasensitivität:


Abbildung rechts: Die offizielle Gleichung zur Klimasensitivität. Die Gleichgewichts- oder Post-Feedback-Sensitivität ΔT↓eq ist das Produkt aus der Pre-Feedback-Sensitivität ΔT↓0 und dem post-feedback gain factor G.

Die globale Temperatur ist von 1850 bis 2016 um 0,83 K gestiegen (nach HadCRUT4: siehe Abbildung unten), während die CO2-Konzentration von 280 auf 400 ppmv gestiegen ist. Die offiziell prophezeite Pre-Feedback-Sensitivität ΔT↓0 aufgrund dieser Zunahme der CO2-Konzentration beträgt folglich 0,312 [5,35 ln (400/280)] = 0,60 K.

Selbst wenn CO2 allein die Ursache dieser gesamten Erwärmung wäre, betrüge der post-feedback gain factor G 0,83/0,60 = 1,38. Dann würde die Gleichgewichts-Sensitivität ΔT↓eq bei einer verdoppelten CO2-Konzentration und nachdem alle Rückkopplungen wirksam geworden waren, nur 0,312 X 5,35 ln (2) X 1,38 = 1,6 K betragen.

Und trotzdem sind die Prophezeiungen der zentralen Gleichgewichts-Sensitivität im AR4, bei CMIP3 und CMIP5 größenordnungsmäßig 3,2 K.

Noch sind nicht alle Rückkopplungen wirksam geworden. Andererseits ist der größte Teil der globalen Erwärmung seit 1850 entweder natürlichen Gründen oder anderen anthropogenen Antrieben als CO2 zuzuordnen. Wägt man diese beiden Überlegungen gegeneinander ab, ist es praktisch sicher, dass das IPCC und die Modelle der globalen Zirkulation den Einfluss des Menschen auf das Klima mehr als verdoppelt hat.

Verlauf und Trend der kleinsten Quadrate der globalen mittleren Temperatur seit 1850 (HadCRUT4).

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/08/03/ipcc-has-at-least-doubled-true-climate-sensitivity-a-demonstration/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung: Im Original sind alle Attribute korrekt in Hoch- oder Tiefstellung dargestellt. Dies ist im Editor der EIKE-Website aber nicht darstellbar. Ich habe dies mit Auf- und Abwärtspfeilen gekennzeichnet. A. d. Übers.

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11 Kommentare

  1. Man mag es Lord Monckton, angeblichem Mitglied der Cambridge University, zugute halten, dass er die Klimasensitivität von CO2 überhaupt anerkennt. Wie er sie berechnet, ist jedoch mehr als fragwürdig, wie es in den Kommentaren hier schon deutlich wurde. Ich möchte ergänzend daran erinneren, dass die lineare Regression, die der Lord der Hadcrut4-Kurve 1850-1916 als dicken Balken hinzufügt, unsinnig ist, da die Voraussetzungen (z.B. ein linearer Anstieg) offenbar nicht gegeben sind. Schon allein die Tatsache, dass es in den ersten Jahrzehnten nach 1850 keinen Anstieg im Mittel gab, führt dazu, dass die lineare Regression zu falschen Resultaten führt. Diese kleine Einmaleins der Regressionsanalyse scheint Monckton nicht zu kennen.

  2. @ #1: Hubertus Rischka sagt:
    “Unsinnge Rechnung. Nic Lewis zeigt wie es besser geht.“
    ++++++++++++++++++++++

    Danke Ihnen für den Hinweis auf Nic Lewis.
    http://tinyurl.com/jlhcfcb

    Er scheint wirklich jemand zu sein, der es sich auch rein wirtschaftlich noch leisten kann, auf der Klima- Leugner- Liste aufgeführt zu sein.

  3. Lieber Herr Endres, #5

    „Der Satz von Troll #1 schafft es vielleicht sogar in die Vorlesung.“

    Satz #2 auch. In der Meteorologie sind Aussage 1 und 2 jedenfalls fester Bestand des Lehrstoffes, in seminaren könne die Studenten dann die wissenschaftlichen Hintergründe dafür selber erarbeiten.

  4. „Nach der Kritik zu diesem Artikel sah die „offizielle“ Formel im nächsten Artikel kommentarlos leicht anders aus (es fehlte das Equilibrium) …“

    Haha, also nicht korrigiert, sondern verfälscht. Somit wurde ein Fitresultat der Wissenschaft zur einer „offiziellen“ Totemformel für Klimaskeptiker. Also ein Symbol, deren Sinn man nicht versteht, aber von dem man sich Wirkung verspricht (hier: Laien (Pseudo)wissenschaftliches vorzugaukeln).

    Monckton of Brenchley, der Chefdruide der Klimaskeptiker, hat seine Zauberformel entdeckt…

  5. #1: Hubertus Rischka sagt:

    Unsinn.

    a) Es gibt nicht nur CO2.
    ——————–
    Was wollen Sie damit sagen? Das man das CO2 und dessen Wirkungen nicht untersuchen brauchte?
    Dass wegen anderer Einflüsse die Klimasensitivität gar nicht berechenbar sei?
    ???

    ————— #1: Hubertus Rischka sagt:
    b) Das Klima ist nicht in einem Gleichgewicht, sondern die Erde nimmt etwa 0.7 Wm-2 mehr auf als sie abstrahlt.
    —————
    Woher sollten Sie das wisssen? Ist es ein temporärer Wert, die zu einem Zeitpunkt besteht?
    Ein dauerhafter Zustand? Warum sollte dem so sein?
    Ich kenne dazu nur umstrittene Modellrechnungen, die zutreffen können oder auch nicht. Die Empirie deutet eher auf zweiteres.

    ————— #1: Hubertus Rischka sagt:
    –> Unsinnge Rechnung. Nic Lewis zeigt wie es besser geht.
    —————
    Es gibt sehr viele Artikel, in denen über die Klimasensitivität diskutiert wird. Natürlich kann man auch über http://tinyurl.com/zm6wc3e diskutieren, aber eine lapidare Bemerkung, was man argumentfrei für besser hält, ist wenig überzeugend.

  6. #2: NicoBaecker sagte am Freitag, 12.08.2016, 18:23

    „Wie kommt Monckton auf die Idee, die 0,83 K würden den Gleichgewichts-Zustand nach feedback darstellen? Das ist doch völliger Unsinn. Das Klima befndet sich a) nicht im Gleichgewicht und b) nicht nach einer Verdopplung. Also kurzum: Falsche Annahme!“

    Diese Kritik konnte man auch schon in den Kommentaren zum Artikel auf WUWT lesen. Empfiehlt sich eigentlich immer, mal auf den Link zum Original zu klicken – meist kann man sich dann bereits jede Diskussion sparen. (Manchmal merkt man auch, dass ihaltlich falsch übersetzt wurde.)

    „PS: „offizielle Gleichung zur Klimasensitivität“ lustiger Name, als ob es so etwas gäbe…bislang erlaubt die Freiheit er Wissenschaft jedem Wissenschaftler die Klimasensitivität so anzugeben, wie er es für wissenschaftlich korrekt hält.“

    Sie hat sich innerhalb weniger Tage auch bei Monckton bereits geändert. Nach der Kritik zu diesem Artikel sah die „offizielle“ Formel im nächsten Artikel kommentarlos leicht anders aus (es fehlte das Equilibrium) …

  7. Verehrte Klimapseudowissenschaftler,

    die Klimasensitivität des CO2 kann auch völlig problemlos z.B. verzehnfacht werden, trotzdem bleibt das Ergebnis richtig: 0x10=0.

  8. #2: NicoBaecker sagt:

    „Wie kommt Monckton auf doe Idee, die 0,83 K würden den Gleichgewichts-Zustand nach feedback darstellen? Das ist doch völliger Unsinn. Das Klima befndet sich a) nicht im Gleichgewicht und b) nicht nach einer Verdopplung. Also kurzum: Falsche Annahme!
    PS: „offizielle Gleichung zur Klimasensitivität“ lustiger Name, als ob es so etwas gäbe…bislang erlaubt die Freiheit er Wissenschaft jedem Wissenschaftler die Klimasensitivität so anzugeben, wie er es für wissenschaftlich korrekt hält. Es gibt keine „offizielle“ Formel, weder für die Form noch für die Parameter darin!“

    Richtig!

    Bei solchen „Skeptikern“ braucht`s keine AGW`ler mehr.

  9. Wie kommt Monckton auf doe Idee, die 0,83 K würden den Gleichgewichts-Zustand nach feedback darstellen? Das ist doch völliger Unsinn. Das Klima befndet sich a) nicht im Gleichgewicht und b) nicht nach einer Verdopplung. Also kurzum: Falsche Annahme!
    PS: „offizielle Gleichung zur Klimasensitivität“ lustiger Name, als ob es so etwas gäbe…bislang erlaubt die Freiheit er Wissenschaft jedem Wissenschaftler die Klimasensitivität so anzugeben, wie er es für wissenschaftlich korrekt hält. Es gibt keine „offizielle“ Formel, weder für die Form noch für die Parameter darin!

  10. Unsinn.

    a) Es gibt nicht nur CO2.
    b) Das Klima ist nicht in einem Gleichgewicht, sondern die Erde nimmt etwa 0.7 Wm-2 mehr auf als sie abstrahlt.

    –> Unsinnge Rechnung. Nic Lewis zeigt wie es besser geht.

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