Freier Energiehandel ist eine Win-Win-Situation

Mark Green, Energy Tomorrow
Es mehren sich Hinweise für die Notwendigkeit, die Jahrzehnte alten Restriktionen auf die US-Exporte von Rohöl und Erdgas zu überdenken. Seit Monaten reden wir über die Vorteile des Exports verflüssigten Erdgases (hier). Jetzt wird auch das US-Embargo von Rohölexporten diskutiert.

Anfang dieses Monats hat Energieminister Ernest Moniz gesagt, dass seit der Verhängung dieses Embargos viel verändert hat:

„Diese Restriktionen der Exporte wurden ebenso wie das Department of Energy und die Strategic Petroleum Reserve eingeführt wegen der Unterbrechung der Öllieferungen. Es gibt viele Entwicklungen im Bereich Energie, die einer neuen Analyse und einer Untersuchung im Zusammenhang mit der Frage bedürfen, wie eine Energiewelt heute aussieht, die nicht länger die Energiewelt der siebziger Jahre ist“.

Inzwischen haben das Wall Street Journal (paywalled) und die Washington Post nach einem Ende des Verbots von Rohölexporten gerufen. Den neuesten Vorhersagen der U.S. Energy Information Administration zufolge wird die Ölproduktion in den USA weiterhin wachsen – damit nähert sie sich dem Rekord von 9,6 Millionen Barrel pro Tag im Jahre 1970 – ebenso wie Erdgas. Gespräche über die Exporte amerikanischer Energie sind also ökonomisch sinnvoll. In einer Konferenzschaltung mit Reportern hat Erik Milito vom API [= American Petroleum Institute] Details für den Export von Rohöl und Erdgas genannt:

„Es ist unbestreitbar, dass die amerikanische Energierevolution unsere gegenwärtige Exportpolitik hat obsolet werden lassen. Durch die Restriktionen auf den Export von Rohöl und verflüssigtem Erdgas behindert die gegenwärtige Politik auch die Schaffung von Arbeitsplätzen, ökonomisches Wachstum und weitere Produktionsfortschritte“.

Milito sagte, dass die amerikanische Öl- und Gasindustrie mittels fortgeschrittener Technik hydraulischen Brechens sowie horizontaler Bohrtechnik die riesigen Schiefer-Vorräte des Landes in Arbeitsplätze und ökonomisches Wachstum umwandelt. Unkonventionelle Erschließung von Öl und Gas hat mehr als 2,1 Millionen Arbeitsplätze geschaffen, während das amerikanische BIP um über 200 Milliarden Dollar gestiegen ist. Milito weiter:

„Wir sind jetzt bzgl. Energie an einem Punkt angekommen, der zu einer wesentlich besseren Energiezukunft führen könnte. Was wir tun müssen ist, diese Energie-Renaissance, in die wir jetzt eintreten, willkommen zu heißen. Und dafür müssen wir sicherstellen, dass wir aus einer umfassenden energiepolitischen Perspektive darauf schauen müssen – und dass Hindernisse für zukünftiges Wachstum beseitigt werden müssen. Hat man diese Restriktionen erst einmal abgeschwächt oder gestrichen, hat man mehr Arbeitsplätze“.

Studien zeigen, dass der Export verflüssigten Erdgases (LNG) umfassende positive wirtschaftliche Auswirkungen hätte, ohne die Verfügbarkeit für die heimische Versorgung zu gefährden. Einer neuen Vorhersage der EIA zufolge sind die Erdgasreserven der USA groß genug, um die heimische als auch die internationale Nachfrage zu befriedigen, ohne dass im Gegenzug die Energiesicherheit oder die heimischen Preise beeinträchtig werden würden. Milito:

„Wachsender Zugang zu Märkten in Übersee wird die heimische Erzeugung sogar noch weiter stimulieren. Deshalb zeigen Studien fortwährend, dass die stärksten Export-Szenarien auch das höchste Niveau bei Arbeitsplätzen und von ökonomischen Vorteilen zeitigen. Gleiches gilt für das Prinzip Angebot und Nachfrage bei Rohöl. Der Export eines Teiles unseres reichlich vorhandenen Rohöls würde der globalen Versorgung größere Stabilität verleihen, während bei uns zu Hause Arbeitsplätze entstehen und die Staatseinnahmen steigen“.

Der Handel ist eine Win-Win-Situation für die USA. Der Export eines wertvollen Gutes bringt Wohlstand in dieses Land, unterstützt die ausgeweitete heimische Energie-Entwicklung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftliches Wachstum. Milito:

„Wir sind jetzt eine globale Energie-Supermacht, das uns eine führende Position auf der Welt eingebracht hat. Wir müssen das beibehalten. Exporte erlauben es uns, größere Bedeutung zu erlangen, wenn es um geopolitische Angelegenheiten geht und wenn es um potentiellen Einfluss auf feindliche Regimes auf der ganzen Welt geht. Die USA sollten dies nicht nur aus dem Blickwinkel des ökonomischen Wachstums sehen, das wir erreichen werden, sondern dies ist eindeutig auch ein Bereich, wo es in unserem nationalen Interesse liegt, diesen Status als globale Energie-Supermacht auch in Zukunft zu bewahren“.

Präsident Obama hat für eine Verdoppelung der Exporte aus den USA plädiert, was eine lobenswerte Objektive ist. Öl und Erdgas aus den USA können dabei eine große Rolle spielen – falls wir uns einer Politik zuwenden, die dies gestattet. Darunter befindet sich auch die Genehmigung aller laufenden Anträge für den LNG-Export in Länder, die nicht Mitglied des Freihandelsabkommens sind, und auch die Abschaffung von Exportrestriktionen für Öl, die seit vier Jahrzehnten bestehen. Lassen wir amerikanische Energie für die Amerikaner arbeiten!

[Jammerschade, dass dies in D derzeit eine ferne Utopie ist! A. d. Übers.]

Im Original folgt ein ausführliches Porträt des Autors dieses Artikels, der viele Jahre als Journalist für mehrere Zeitungen gearbeitet hat. A. d. Übers.

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Übersetzt von Chris Frey EIKE

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