„Erneuerbarer“ Journalismus – Zum Wohle der Solarlobby?: Kein „kleiner Medienskandal“ (Teil 1)

von Martin Nehring
Es wird immer deutlicher, dass die „Energiewende“ in Deutschland die angestrebten Ziele nicht erreichen kann und daher ohnehin unsinnig ist. Dafür sind die Nebenwirkungen gravierend. Umso erstaunlicher ist, dass sachliche und kritische Stimmen in der öffentlichen Berichterstattung nach wie vor kaum zu vernehmen sind. Die Medien scheinen auf eine merkwürdige Art und Weise gleichgeschaltet zu sein. Vieles was dort geschrieben wird, scheint regelrecht recycelt geworden zu sein. Den Leser überkommt immer öfter ein Deja Vu Erlebnis.

Eine eingehende Betrachtung zeigt, dass sich sogar eine ganz erstaunliche Art von Journalismus, der hier als „erneuerbarer Journalismus“ bezeichnet werden soll, etabliert zu haben scheint.

„Erneuerbarer Journalismus“, was soll das sein? Etwa eine Berichterstattung, die mit den Informationen und Texten „nachhaltig“, also immer wieder verwendbar, umgeht? Genau dies ist gemeint. Obwohl selbst Heerscharen von Windmühlen, Solaranlagen und Biogasmeiler den Erfolg der Energiewende nicht erzwingen konnten, hat dieses planwirtschaftliche Abenteuer zumindest das Medienwesen irgendwie verändert. Ob zum besseren oder schlechteren, das mag ein jeder selbst beurteilen.

Ein „erschreckendes Studienergebnis“ und „düstere Ölprognosen“

Zunächst zu den Fakten. Auch in diesem Fall soll natürlich eine empirische Erhebung an erster Stelle stehen. Den Anstoß gab wie so oft in solchen Fällen eine zufällige Entdeckung, die zunächst irritierte und dann weitere Fragen aufwarf. Bei Recherchen waren einige Texte aufgefallen, die sich ähnlich zu sein schienen.

Betrachten wir als erstes Beispiel zwei Artikel, die noch im Internet abrufbar sind.

Der erste Titel lautet „Solarfirmen jubeln über Rekord-Ölpreis“ und ist am 3.6.2008 bei Spiegel Online erschienen.

Der zweite Artikel heißt „Heizen mit der Sonne“ und ist am 17.5.2010 von der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht worden.

Auf den ersten Blick scheinen die Texte nichts miteinander zu tun zu haben. Weder die unterschiedlichen Titel, noch die Einleitungen deuten auf Gemeinsamkeiten hin. Hinzu kommt der zeitliche Abstand von fast zwei Jahren.

Offensichtlich handelt es sich bei den Texten um typische Beispiele jener Machart, mit der kaum Informationen, dafür umso mehr Ängste verbreitet werden sollen. So verwies Spiegel Online hier auf ein angeblich „erschreckendes Studienergebnis“ der Energy Watch Group, während die Süddeutsche angeblich „düstere Ölprognosen“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zitierte.

Eine erste Gemeinsamkeit der Texte ist jedoch in Prognosen der Ölpreisentwicklung zu sehen. Laut Spiegel Online hatte Goldman Sachs noch für 2008 einen Anstieg von 135 auf 200 Dollar pro Barrel befürchtet. Zwei Jahre später berichtete die Süddeutsche ebenfalls von der angeblichen Gefahr eines Anstiegs auf 200 Dollar, hier jedoch innerhalb der nächsten zehn Jahre. Gemeint war also bis 2020.

Anzumerken wäre, dass der Ölpreis inzwischen auf etwa 100 Dollar je Barrel gesunken ist. Wieder einmal haben sich also die verbreiteten Prognosen als unzutreffend erwiesen. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, auch wenn sich spontan die Frage stellt, wie die Klimaforscher eigentlich komplexe Klimavorhersagen über viele Jahrzehnte berechnen wollen, wenn selbst die Hochrechnung einer vergleichsweise simplen Variable wie dem Ölpreis unmöglich zu sein scheint.

Aber zurück zu den Texten. Der weitere Vergleich verspricht doch noch interessant zu werden. Denn siehe da, ab dem vierten Absatz sind die Texte weitgehend deckungsgleich. Das sollte durch die nachfolgend als pdf Anhang beigefügte Gegenüberstellung deutlich werden.

Bis zum dritten Absatz erfährt der Leser, dass es dem Autor darum ging die Solarthermie, also die Erzeugung von Wärme aus Sonnenenergie, anzupreisen. Danach sind die Texte weitgehend übereinstimmend. Abgesehen davon, dass der Originalartikel von der Süddeutschen in etwas gekürzter Form veröffentlicht wurde.

Auffällig sind Satzumstellungen und der Austausch einiger Begriffe im Originaltext durch Synonyme. So wurde „in den vergangenen 15 Jahren“ bei Spiegel Online in der Süddeutschen durch „in den letzten 15 Jahren“ ersetzt. Entsprechend wurden aus „Strahlungssammlern“ „Lichtfänger“ und ein „deshalb“ wurde mit „Aus diesem Grund“ ersetzt.  Weitere derartige Modifikationen sind festzustellen.

Warum aber sind die Titel und die einleitenden Sätze unverwechselbar, die Inhalte der Artikel abgesehen von den beschriebenen Auffälligkeiten jedoch fast identisch? Fast möchte man glauben, dass hier ein Journalist bei einem Kollegen abgeschrieben hat und vielleicht glaubte, den Text nach zwei Jahren in modifizierter Form wieder verwenden zu können, ohne dass dies auffallen würde.

Doch die nächste Überraschung offenbart, dass in beiden Fällen ein Sascha Rentzing als Autor genannt wird. Ist es denn möglich, dass ein Journalist einen alten Text wieder verwendet, ein wenig umschreibt und dann erneut veröffentlicht? Oder hat der Autor bei der zweiten Veröffentlichung aus Versehen alte Unterlagen verwendet und einfach übersehen, dass er diese schon einmal veröffentlicht hatte?

Ein „kleiner Medienskandal“ ?

Eine Anfrage sollte eigentlich schnell Klarheit bringen, und so wurde die Süddeutsche Zeitung kontaktiert und auf die beiden genannten Artikel hingewiesen.

Der angeschriebene Journalist antwortete auch prompt nach wenigen Stunden. Die Einschätzung soll hiermit insbesondere der EIKE-Leserschaft nicht vorenthalten werden:

„[…] Allerdings ist es nicht in Ordnung, wenn ein Text so wenig überarbeitet ist wie in dem Fall, den Sie bei uns und Spiegel online entdeckt haben. Erklären könnte der Autor das vielleicht so, dass er auf ältere Unterlagen zurückgegriffen hat und nicht mehr wusste, dass er sie schon einmal verwendet hat. Wie gesagt, in Ordnung wäre das nicht

Auch zeigen Sie ja auf, dass Sie noch viele andere solche Fälle identifiziert haben. Wenn diese tatsächlich so gravierend sind, dann wäre das ein Zeichen für skandalös schlechten Journalismus, aber noch nicht unbedingt ein echter Skandal.

Wenn sich belegen ließe, dass er Geld nimmt dafür, auf eine bestimmte Weise zu berichten – etwa klimawandelskeptisch, finanziert vom Eike -, dann wäre das ein kleiner Medienskandal. […]“

(Journalist der Süddeutschen Zeitung, Auszug aus einer Antwort vom 30.5.2014 über die Berichterstattung zur Solarthermie in Spiegel Online vom 3.6.2008 und der Süddeutschen Zeitung vom 17.5.2010)

Offensichtlich schätzt man die Arbeitsweise Rentzings bei der Süddeutschen Zeitung nicht als Beispiel journalistischer Qualitätsarbeit ein, was nachvollziehbar ist. Gesetzt den Fall, dass etwa EIKE den Journalisten bezahlt hätte, würde dieser „skandalös schlechte Journalismus“ laut Süddeutscher Zeitung sogar in den Stand eines „kleinen Medienskandals“ erhoben.

Dieser Vortrag scheint durchaus beachtlich, darf doch daraus gefolgert werden:

1.     EIKE scheint bei den Medien durchaus bekannt zu sein.

2.     Zumindest die Süddeutsche Zeitung würde über EIKE auch berichten, jedoch ist die Redaktion wohl nicht an den Aussagen der EIKE-Experten zum Klimawandel und zur Energiewende interessiert.

3.     Sofern Skandalöses über EIKE zu berichten wäre, würde man bei der Süddeutschen Zeitung hingegen wohl gerne die Druckerpressen rotieren lassen.

Die „ISE-BWE-Connection“

Das sind natürlich nur erste Mutmaßungen. Bleiben wir weiter bei den empirisch feststellbaren Sachverhalten.

Genau genommen ist Rentzing weder ein Journalist, noch ein technischer Fachmann, sondern ein Medienschaffender, der sicher nicht von EIKE beauftragt worden ist. Der Autor hat in Münster studiert. So viel verrät Rentzing jedenfalls im Lebenslauf auf seiner Homepage, dann aber endet schon die Offenheit. Was genau der Rentzing in Münster während seines Studiums gemacht hat, das soll vielleicht ein Geheimnis bleiben.

Weiter wird immerhin ersichtlich, dass der Autor von 2002 bis 2008 der Redaktion des Monatsmagazins Neue Energie angehörte. Leider bleibt wiederum im Dunkeln, dass Neue Energie das Sprachrohr des Bundesverbands Windenergie (BWE) ist, dessen Pressesprecher früher zeitweilig ebenfalls Sascha Rentzing hieß.

Es fällt außerdem auf, dass Rentzing auch seit seinem Ausscheiden aus der Redaktion regelmäßig in fast jeder Ausgabe des Magazins mehrere Berichte und Kurznachrichten veröffentlicht hat. Na gut, könnte man sagen, Rentzing ist eben seit 2008 freiberuflich tätig und beliefert immer noch regelmäßig seinen ehemaligen Arbeitgeber. Aber viel interessanter als eine mögliche Scheinselbstständigkeit scheint zu sein, dass man Rentzing mit diesem Lebenslauf auch als Lobbyisten betrachten muss.

Bei weiteren Recherchen ergab sich, dass der Autor nicht nur mit der Solar- und Windenergielobby eng verbunden ist, sondern auch besondere Beziehungen zur Wissenschaft unterhält. Tatsächlich dürfen gute Kontakte zu den Fraunhofer-Instituten und zu Prof. Dr. Eicke Weber, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), angenommen werden.

Doch bevor dies genauer zu erläutern sein wird, sei hier zur Übersicht zunächst ein aktuelles Bild dieser „ISE-BWE-Connection“ gezeichnet:

Abb. 1: Die ISE-BWE-Connection

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg ist ebenso bekannt wie sein Leiter Eicke Weber. Das ISE zählt sich selbst mit seinen über 1000 Mitarbeitern zu den „weltweit führenden“ wissenschaftlichen Einrichtungen im Feld der erneuerbaren Energien. Doch ob das Institut sich tatsächlich noch den wissenschaftlichen Grundsätzen und dem Interesse der Allgemeinheit verpflichtet fühlt, muss bezweifelt werden.

2006 wurde die Institutsleitung an den Physiker Eicke Weber übergeben, der offenbar umgehend mit dem Aufbau eines Beziehungsnetzes der besonderen Art begann. Etwa 2007 wurde der Kontakt zu dem damals noch vom BWE beschäftigten Sascha Rentzing hergestellt.

Sowohl Weber wie auch Rentzing gehören auch zum engeren „Freundeskreis“ des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). In einer Festschrift des BSW äußerte Weber die gewagte These:

„Die enge Vernetzung der Wissenschaft mit der Solarindustrie schafft die Voraussetzungen für die schnelle Kostenreduzierung des Solarstroms hin zur Wettbewerbsfähigkeit.“ (Eicke Weber)

Damit bestätigt Weber ausdrücklich, dass das oben gezeigte Netzwerk kein Zufallsprodukt ist, sondern ein planmäßig angestrebtes Ergebnis.

Gleichzeitig lobte Rentzing den BSW in oben genannter Festschrift als „wichtige Informationsquelle“:

„Der BSW-Solar ist eine schnelle und wichtige Informationsquelle zur Solarenergie.“ (Sascha Rentzing)

Entsprechende Aussagen Webers und Rentzings finden sich auch hier auf der Homepage des BSW. Demnach schätzt Weber den BSW sogar als „Partner“ des ISE für die Umsetzung bestimmter Pläne.

Wie ein leitender Wissenschaftler und ein angeblich freier Journalist darauf gekommen sind, sich so eng mit Branchenverbänden zu verbrüdern und dies außerdem in geradezu grotesk-absurder Weise als Vorteil im Sinne der Wissenschaft und der Allgemeinheit zu verbrämen, ist schon mehr als erstaunlich.

Doch damit nicht genug. Schon 2009 schuf Weber am ISE die Stelle eines „Leiters Energiepolitik“ und besetzte diese mit dem damaligen BSW-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp. Spätestens damit hatte sich das ISE endgültig von einer wissenschaftlichen Einrichtung zu einem Instrument zur Durchsetzung von Brancheninteressen gewandelt. Mit der Neuausrichtung versuchte Weber offenbar gemeinsam mit mehreren Branchenverbänden den Druck auf die Politik und die Allgemeinheit zu verstärken, was sicher keine ureigene Aufgabe der Wissenschaften ist.

Während Stryi-Hipp sich hauptsächlich mit der Solarthermie befasste und auch Präsident des Branchenverbandes Renewable Heating & Cooling (RHC) wurde, gründete Weber mit dem Bundesverband Energiespeichersysteme (BVES) 2013 selbst einen weiteren Interessenverband wurde sofort als dessen Präsident inthronisierte.

Vor diesem Hintergrund braucht kaum erwähnt zu werden, dass diese Entwicklungen durch das Magazin Neue Energie nach Kräften und öffentlichkeitswirksam unterstützt worden ist. Insbesondere der ab 2008 „freie“ Autor Rentzing entwickelte sich zu einer Art Hofberichterstatter des ISE und auch anderer Institute. Die Gründung des BVES wurde 2013 außerdem durch die neue Internetseite Solar Energy Storage flankiert, auf der Rentzing zusammen mit anderen Autoren Reklame für Energiespeichersysteme macht.

Man braucht kein Experte zu sein, um mit einem Blick auf das von Weber geschaffene Netzwerk zu erkennen, dass dieses Gebilde weder funktional im Dienste der Wissenschaft noch hilfreich für die Verbesserung der Energieversorgung sein kann. Diese Verflechtungen von Interessen haben schon vor Jahren zu vielfachen Abhängigkeiten geführt. Inzwischen ist kein Beteiligter mehr unabhängig. Weder die Wissenschaften noch die Medien können unter solchen Gegebenheiten ihren ureigenen Kontroll- und Überwachungsfunktionen im Interesse der Allgemeinheit nachkommen.

Dass die Folgen einer derartigen Fehlkonstruktion gravierend sein müssen ist selbstverständlich. Insofern ist der oben angesprochene „nachhaltige Journalismus“ auch „nur“ als Symptom und Auswuchs einer strukturellen Fehlentwicklung zu betrachten. Die Berichterstattung Rentzings und des Magazins Neue Energie ist jedoch eine Warnleuchte, die kaum greller leuchten könnte.

Wie sich nämlich herausgestellt hat, ist der oben vorgestellte „skandalös schlechte Journalismus“ über die Solarthermie kein Einzelfall, sondern schon lange gängige Praxis. Seit mindestens 2007 wird die Allgemeinheit immer wieder mit derart aufgearbeiteten und manipulierten Texten, oft wohl im Auftrag des ISE und mit Kenntnis Webers, berieselt.

Die These bedarf natürlich der empirischen Unterstützung, was mit weiteren Berichten zur Sache nachzuholen sein wird.

Vorerst wäre noch nachzutragen, dass dem im Mai kontaktierten Journalisten der Süddeutschen Zeitung die aufgezeigten Hintergründe erläutert wurden. Es sollte deutlich geworden sein, dass die Berichterstattung Rentzings sicher nicht von EIKE, sondern wohl eher von Eicke Weber und dem ISE beauftragt und vielleicht auch bezahlt worden ist. Das fand man bei der Süddeutschen Zeitung jedoch wohl weniger interessant, denn darauf wollte die Redaktion bisher nicht antworten. Offenbar schätzt man bei der Süddeutschen diese nunmehr ersichtlichen Sachverhalte nicht als „kleinen Medienskandal“ ein.

Über den Autor

Martin Nehring ist gelernter IT-Spezialist, diplomierter Psychologe und Sachbuchautor. Vor seiner Tätigkeit als Psychologe hat er sich besonders mit der IT-Steuerung von komplexen Produktions-Prozessketten beschäftigt, zuletzt bei der Herstellung von Solarmodulen

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25 Kommentare

  1. Angstobjekte waren und sind offenbar seit Adam und Eva in der menschlichen Gesellschaft unverzichtbare Konstrukte, wenn es darum geht, Menschen zum Wohle ihrer Erfinder (oft ist das Macht) zum gemeinsamen Handeln oder auch Misshandeln zu animieren. Entweder gefällt den Beteiligten das Objekt, oder es gefällt nicht.

    Wenn jemand aus purer Neugier nach den jeweiligen Erfindern sucht, kann ihm allein die Frage „Cui bono?“ den Weg weisen.

    Auch Klimawandel und Energiewende sind solche Objekte, meine Anmerkungen dazu hier:
    http://tinyurl.com/ophwjr4

  2. #21
    Sehr geehrter Herr Hoffmann,

    danke für den Hinweis, ich hab die Videos noch nicht alle angeschaut, aber das werde ich jetzt nachholen.

    Allein der Knaller mit den abschmelzenden Himalaya-Gletschern. Wer sich wirklich mit seinem Fachgebiet und den Fakten befasst, dem muss so etwas sofort auffallen. Aber die „Abweichung“ hat ja ins Konzept gepasst, und dann geht so etwas eben online. Möchte nicht wissen, wie viele unentdeckte Fehler es da noch gibt…

    Übrigens habe ich hier noch ein Interview aus der Zeit gefunden. Vielleicht kennen Sie es. Es ist auch im BWE-Zentralorgan Neue Energie erschienen. Der Artikel heißt „Mr. PIK“. Wussten Sie, dass sich Herr Schellnhuber in einer „No-win-Situation“ befindet? Das geht so:

    „Kommt der Klimawandel in voller Wucht, wie von uns beschrieben, kann ich mich doch nicht drüber freuen. Ich habe einen kleinen Sohn, der ist jetzt eineinhalb Jahre alt. Ich kann mir nicht wünschen, dass er in eine Welt hinein wächst, die einem nicht mehr beherrschbaren Klimawandel ausgesetzt ist.“ Bliebe die Alternative: Die Wissenschaftler haben sich geirrt. „Das wäre gut für diese Welt, aber natürlich schlecht für alle, die in dieser Forschung arbeiten. Es wäre mir trotzdem lieber. Ich lass mich gerne persönlich blamieren. Wenn es der Rettung der Welt dient.“ (aus Neue Energie, „Mr. PIK“, 2 / 2010)

    Es gibt Menschen, die würden sich bei dem monatlichen Gehalt, der sicheren Anstellung, der gesellschaftlichen Reputation eines leitenden Wissenschaftlers sicher nicht in so einer tragischen Situation verorten. Andererseits: Solche freundlichen Angebote sollte man doch eigentlich nicht ablehnen.

  3. Off Topic, aber dürfte Interessant sein.

    Textauszug:
    „EEG-Umlage: Drechsel zieht vors Verfassungsgericht“

    „Der Textilveredler Drechsel aus dem oberfränkischen Selb hat Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe eingereicht. Dieser hatte zuvor im Juli die Klage des Unternehmens gegen die Zahlung der EEG-Umlage in dritter Instanz zurückgewiesen. Die Drechsel GmbH klagt stellvertretend für die gesamte Textilbranche und wird dabei vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie (t+m) unterstützt.“

    Quelle: http://tinyurl.com/kjnxl9e

  4. @#19 Martin Nehring:
    schreibt:

    „Eigentlich ist das ja keine originelle Idee, aber zum Spaß könnte man das ja wirklich einmal versuchen. Also konkret: man liest alles, was ein bestimmter Autor geschrieben hat, und zeichnet dann ein Bild dieser Welt.“

    ****

    Genau DAS haben wir ja mit „Klimapapst“ Schellnhuber im letzten Jahr in unserem Videoprojekt gemacht und es kamen dann „10 (und mehr) „unbequeme Wahrheiten“ über „Klimapapst“ Schellnhuber“ bzw. mittlerweile 17 „unbequeme“ Videos dabei heraus…, in denen die Widersprüche in seinen langjährigen Behauptungen aufgezeigt wurden, hier:

    http://tinyurl.com/ndbkka9

  5. #11 und weitere

    Sehr geehrte Frau Thiele,

    ich kann Ihnen nur zustimmen. Einen „Medienskandal“ an Herrn Rentzing festzumachen, das wäre tatsächlich ein Witz (und ein schlechter noch dazu). Ich glaube auch, dass die „Energiewende“ eine Historie und Hintergründe hat, die betrachtens- und beachtenswert sind. Wahrscheinlich spielen auch Ängste eine Rolle, wie Herr Manz sagt.

    Mein Vorschlag wäre nicht denselben Fehler zu machen wie die Klimawissenschaftler. Der Ausgangspunkt war ja eine Theorie (CO2 führt zur Klimaerwärmung und die führt in die Katastrophe). Dann hat man sich die dazu passenden Fakten zusammen gesucht (oder was man dafür hielt). Das geht übrigens immer. Darum versuchen richtige Wissenschaftler ja auch ihre Hypothesen (mit Experimenten) zu falsifizieren.

    Es scheint mir viel interessanter zu sein, die Sache einfach empierisch zu betrachten. Eigentlich ist das ja keine originelle Idee, aber zum Spaß könnte man das ja wirklich einmal versuchen. Also konkret: man liest alles, was ein bestimmter Autor geschrieben hat, und zeichnet dann ein Bild dieser Welt.

    Mal so gesagt, wenn man immer nur an seiner eigenen Theorie herumdoktort, dann wird man nie überrascht werden und nie etwas dazu lernen. Wenn man sich aber mit den Sachverhalten beschäftigt, dann kann man die interessantesten Dinge erleben. Das kann manchmal etwas mühsam sein, aber das Bild entsteht dann fast von selbst, und manchmal ist es erstaunlich klar. Da kann man manchmal Sachen lernen, da würde kein Verschwörungstheoretiker jemals drauf kommen!

  6. Wenn man die Kommentare liest und sich den öfters am Kaisers Barte herumzwirbelten Reibereien über Schuldige in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft folgt, ist man geneigt, sich je nach persönlichen Paßstück auf die eine oder andere Seite zu stellen. Dabei ist es die Essenz aus allem: Die Vergangenheit bestimmt die Gegenwart und die Gegenwart wirkt in die Zukunft. Je einschneidender die Weichenstellungen in der Vergangenheit, desto nachhaltiger wirksam in die Zukunft.
    Fakt ist, daß unsere Politik und Gesellschaft, unsere Wirtschaft, ja unsere Gedanken selbst durch den vor Jahren bewusst gesetzten, überlegt und unüberlegt danach weitergezogenen Stachel aus vieler internationaler Herren und Damen Wespen, nämlich die Mär des bösen Kohlendioxid schlichtweg und schleichend vergiftet ist. Ein Prozess, der funktionierende und weniger geeignete Testläufer wie das Waldsterben hatte, jedoch über die für alle menschlichen Gesellschaften außerhalb überreicher Versorgungszonen jedoch sonst zwingend erforderlichen Energiesektor die alles entscheidende Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeit für die „Weltrettung“ bietet.
    Kurz, wir alle brauchen Strom! Damit kriegt man uns an den Futtertrog mit Kette.
    Ein zu viel an Kohlendioxid im Körper führt beim Menschen zu Schläfrigkeit, leichter Betäubung, Schwindel, Verwirrung, Ohnmacht, Kurzatmigkeit, getrübte Sicht, vermindertes Hörvermögen, Zittern, gesteigerte Herzfrequenz und erhöhter Blutdruck und ohne Hilfe zum Tod durch langsames Ersticken. Mir scheint die gegenüber Kohlenmonoxid langsamere und damit rettungsmöglichere Wirkung des CO2 auf Sauerstoffatmer hat vor allem fiktiv statt real die Menschengehirne vieler, vor allem in Deutschland getroffen. Die beschriebenen Wirkungen finden sich nämlich frappierend ähnlich ausgeprägt in der Hysterie und dem aufgeregten Gackern und Handeln um und wegen des steigenden CO2-Anteils auf diesem Planeten, ohne das tatsächlich CO2-Anteile erreicht werden, die lebensgefährdend wirken.
    Mir scheint da eher was am Selbstbild bei einigen Menschen im Argen zu liegen. Solange nämlich irgendjemand oder irgendetwas wie zeitentsprechend nun das CO2 als Synonym für den sündigen, schuldigen, sich an der Natur oder der Schöpfung, je nach Glaubensverständnis, versündigenden Menschen herhalten muss und wir als junge, sehr gestalterische Lebensform nicht endlich die Vertreibung aus dem Paradies als unser Schicksal annehmen, solange werden wir immer wieder Ersatzschuldige suchen und finden. Es wäre Zeit, diesen Anachronismus zu den Annalen der menschlichen Geschichte zu machen. Ein frommer Wunsch gewiss. Die Erfüllung wird noch lange auf sich warten lassen. Zu sehr profitabel und nutzbringend ist die Vermarktung der CO2-Phobie und dabei nicht nur finanziell meinend sondern mehr Macht und mehr Bedeutsamkeit als einer der gleichen unter uns, zu sehr entspannend für die kranken Menschenseelen ist das „Wissen“ ob der eigenen „Sünde“ und dem (vermeintlichen und vergeblichen) Ich-tue-was-dagegen! Psychologisch betrachtet wäre der ganze Hype um CO2, Treibhausgase, Klimawandel, Erd- Klimaerwärmung ein, sich materialisierender Ausdruck einer ins krankhaft gesteigerten Lebensangst und deren Bewältigungsversuche. Nachdem die christlichen Kirchen mit ihrem Angebot der Lebensangstbewältigung so nicht mehr ankommen und regional in die Bedeutungslosigkeit und sinnentleerter Traditionswahrung rutschen, füllen kollektivistisch- ja sozialistisch aufgebaute neuheidnische staatliche Glaubensbekenntnisse die Lücke des ehemals starken kirchlich getragenen nichtstaatlichen Glaubens.

    Wie schreibt Frau Thiele: „Über Krisenbewußtsein soll Vereinigung erzwungen werden.“
    Ein wahrer Satz, auf den Punkt bringend und Anstoss gebend für meinen Kommentar.

  7. # 14 und 15 Lutz Niemann

    Sie scherzen, Herr Niemann, ich darf die Schuldigen nicht nennen, denn nur Sie kennen den Täter, es ist Trittin.
    Der freut sich über die Heinloths Kungelei mit Schwarz-Gelb, die dazu geführt hat, daß Obstruktion von der Regierung selber betrieben wird, Kommunisten sich nicht mal die Hände schmutzig machen müssen.

    Lesen Sie Eisenbeiß Jülich.
    Zweck der Übung war und ist, Deutschland die autarke Stromversorgung zu nehmen, damit Deutschland die EU zusammenschweißt und nur so wieder zu einer zuverlässigen Stromversorgung kommt. Kernkraftwerke stehen dann eben in Ungarn und Polen, das ist der „Aufbau Ost“, den wir Genscher zu verdanken haben.

    Daß Souveränitätsrecht dabei auf der Strecke bleiben war Plan, aber nicht Trittins Plan, sondern Albrecht/Hirche/Genschers Plan.

    EURATOM sagt doch gleich auf der ersten Seite seiner Internet-Präsentation wörtlich: „Das Bewusstsein, dass Radioaktivität nicht an Landesgrenzen Halt macht und dass die öffentliche Meinung auch durch Vorkommnisse in fernen Ländern mitgeprägt wird, wie die Reaktorunfälle von Harrisburg (USA), Tschernobyl (damalige Sowjetunion) und Fukushima (Japan) gezeigt haben, hat die Intensität der internationalen Zusammenarbeit weiter erhöht.“

    Über Krisenbewußtsein soll Vereinigung erzwungen werden.
    Bringen Sie doch einfach EURATOM bei, daß Kernkraft gar keine Risikotechnologie ist, man also keine supranationalen Priester und Deuter braucht, die über allen Parlamenten schweben, dann kann ja alles noch gut werden.
    Das ist nach vorn geratschlagt Herr Niemann, konstruktiv – also legen Sie los nach vorn, anstatt an mir rumzumäkeln.

  8. # 10 Autor Nehring

    Wollen Sie wirklich nicht die Rolle der KfW kennen?
    Sie ist doch der Angelpunkt des Teufelskreises der wundersamen Geldvermehrung über CO2-Maßnahmen.
    Die KfW initiiert, subventioniert und sichert unwirtschaftliche Investitionen auf dem Rücken der zwangsverhafteten Bürger. Verantwortungsbewußte, wirtschaftlich- und nachhaltig-denkende Unternehmer und Banker würden solche Investitionen nie in Angriff nehmen.

    Ohne die KfW säßen wir nicht in der Schuldenfalle.
    Sie ist eine Mogelpackung für die Schaffung von Sonderziehungsrechten, deren Deckung die „Schöpfung“ ist, für die wiederum die schuldlos verhafteten Bürger den Kopf herhalten sollen, wenn die Blase platzt.
    Diejenigen, die ihren Reibach mit dem Bluff gemacht haben, sind dann längst über alle Berge.

  9. Ja, Frau Thiele, auch Sie sind „williger Helfer“, denn sie sind wieder bei der Vergangenheit, die Schuldigen sind mal wieder die DPG, CO2… Na ja, Sie haben alles ja schon in 1978 gewusst, verstanden…

    Sie sollten für die Zukunft argumentieren, in 2022 wird das letzte KKW vom Netz gehen, und dann wird es eng werden. Erst sollte dazu argumentiert werden, und nicht das, was früher mit CO2-Lüge vergeigt worden ist. Die EIKE-Leser wissen eh um den Unsinn mit CO2.
    „Kerntechnik ist KEINE Risikotechnik“, das sollte verbreitet werden. Lernen Sie doch einmal zur Lüge bezüglich „Strahlen und Gesundheit“ dazu.

  10. Der Initiator des ganzen war Trittin, und der hatte im Hintergrund Ideengeber, die nicht in Erscheinung treten. Es geht darum, Deutschland KAPUTT zu machen. Das ist große Politik im Verborgenen nach den 3 t’s: täuschen, tricksen, tarnen. Man könnte es eine Nachfolge der Politik der früheren „Friedlichen Koexistenz“ nennen, die ja auch nach außen hin immer nur das Wort „Frieden“ anführte, aber im Verborgenen den vollen ideologischen Kampf führte.
    Deutschland kaputt zu machen geht am besten mit einem Angriff auf die Energieversorgung (Stromversorgung), und es ist am besten, wenn die Parteien in Deutschland dies selber in die Hand nehmen. So weit sind die Ideengeber inzwischen schon, 2022 ist das letzte verlässliche KKW vom Netz, alle (???) freuen sich darauf???

    Der deutsche Michel (mit Zipfelmütze) macht auch mit, und er bekommt Geld dafür, das nennt man Einspeisevergütung. In dem Wort Einspeisevergütung steckt das Wörtchen GUT drin, man macht also etwas GUTES. Schon Judas hatte Jesus Christus vor 2000 Jahren für Geld verraten, das Rezept so zu handeln ist uralt, und es funktioniert noch immer bestens. In Italien würde man so etwas Korruption nennen, aber nicht in Deutschland, denn Korruption ist igitt und pfui Deibel, das gibt es hier nicht.

  11. @ #7 R. Hoffmann

    Es fehlt schlichtweg eine nachvollziehbare Kosten- und Investitionsrechnung.

    Was da geboten wurde ist m.E. schlichtweg Betrug, und zwar im strafrechtlichen Sinne.

    Man kann das auch anders nennen, aber einige haben ja was dagegen das nach einem ehemaligen Minister zu benennen.

    Inhaltlich und fachlich ist das Primitivstwissenschaftsjournalismus.

  12. zu Fraunhofer: Die Fraunhofer-Institute MÜSSEN einen erheblichen Anteil ihrer Mittel (ca. 60 – 90 %, je nach Institut) von Industrie und öffentlichen Geldgebern (BMBF, BMWi, BMU u.a.) einwerben. Damit haben die Fraunhofer-„Kollegen“ gar keine andere Wahl, als sich politisch und medial zu vernetzen. Solche Institute können nicht streng wissenschaftlich arbeiten, die Pseudowissenschaft ist dann nicht mehr weit weg. Da die Universitäten immer mehr bespart werden und sich gegenüber potentiellen Geldgebern prostituieren (müssen), leidet auch an den Universitäten die Qualität. In den Vorlesungen sitzen heute eher Kinder als junge Erwachsene. Im Zweifelsfalle beruft man lieber einen Schwachbegabten mit vielen Drittmitteln als einen Einstein, der sich der wahren Forschung verschrieben hat. Somit wird auch das Niveau an den Universitäten immer weiter abgesenkt. Und auch bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist das Niveau teilweise im freien Fall, und auch die DFG lässt sich bspw. bei Schwerpunktprogrammen mehr und mehr vom Zeitgeist leiten, weil das Niveau der Professoren eben sinkt. So beißt sich dann die Katze in den Schwanz.

    Kann man diese Abwärtsspirale aufhalten ? Ich fürchte, die Antwort darauf ist NEIN.

  13. Einen Medienskandal an Rentzing festzumachen ist ein Witz.

    Der Skandal liegt bei der DPG, bei Prof. HEINLOTH.
    Auszug Bericht Sitzung des DPG-Arbeitskreises „Energie“ am 23./24.10.1986:

    – „Herr Heinloth berichtete über die außerordentlich erfolgreiche Presseaktion des Arbeitskreises, die Resonanz bei Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen sowie bei vielen politischen Institutionen gefunden hatte.
    Man kann heute wohl sagen, daß durch diese Aktion das CO2-Problem in der Bundesrepublik deutlich in das Blickfeld der Offentlichkeit geruckt worden ist.“
    Schönwiese und Graßl waren ihm willige Helfer dabei.

    Über die DPG-AKE-Sitzung 13./14./15.10 ist zu lesen:

    – „Im übrigen kommt es dem AKE darauf an, daß andere wichtige Themen, wie z.B. das CO2-Problem, nicht aus der Diskussion verdrängt werden. Die Arbeit an diesem Thema wir unter Mitwirkung der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft fortgesetzt“

    Maurice Strom hatte 1974 den Umbau auf „alternativen Energiequellen“ aus machtmonopolitischen Gründen initiiert. Mit „alternativ“ war Kernenergie, Wind, Solar, Geothermie und Biomasse gemeint.
    Ziel des Umbaus war von Anfang an, die Entscheidung über die Energieversorgung aus dem souveränen Selbstbestimmungsbereich nationaler Regierungen rauszusprengen und einer Global-Institution zu übertragen.
    Diese Global-Institution sollte steuerbaren Wissenschaftlern in die Hand gelegt werden.
    Zu diesem Zweck wurde das IIASA gegründet, die Max-Planck-Gesellschaft spielte mit, legte den Grundstein für eine Entmachtung des Politischen mittels Wissenschaft.

    Die Atom-Euphorie wurde ausgelöst, über die Europa zu einem unauflösbaren Verband zusammengeschweißt werden sollte. Deutschland machte den Motor und trat mit der Herausgabe der „Grenzen des Wachstums“ die erste Verblendungswelle los. Eduard Pestel, Mitglied im NATO-Wissenschaftsrat, war der Drahtzieher

    Der Begriff „Verantwortungsgesellschaft“ war geboren, der von nun an die Diskussion beherrschte.
    Die Kerntechnische Gesellschaft legte 1978 nach und verband CO2 mit Christenverantwortung.

    Wem gegenüber diese Verantwortung zu gelten hat, das sollte die Wissenschaft entscheiden, nicht der Bürger.
    Aus Aufklärung sollte „Abklärung“ werden, der Bürger sollte entmündigt werden, „die Wissenschaft“ ihm als Betreuer vor die Nase gesetzt werden.
    Diese „Betreuer“ haben Chaos angerichtet, haben ihre Unfähigkeit bewiesen, haben das Gemeinwohl veruntreut.

    Wirtschaft und Bürger des Landes brauchen eine sichere und bezahlbare Stromversorgung, sie ist Existenzbasis.
    „Deutschland ist ein Kohleland“, das sagte erst kürzlich Marco Streit von der European Nuclear Society anläßlich eines Vortrages in der Schweiz.
    „Das 21. Jahrhundert gehört der Kohle“, sagte er.
    Nicht gesagt hat er, daß seine Branche mit der CO2-Lüge die Versorgungssicherheit massiv beschädigt hat.

    Erst wenn diese Lüge aus der Welt geschafft ist, wird man sachlich pro und contra der verschiedenen Stromerzeugungsformen abwägen und eine sinnvolle Entscheidung treffen können.
    Die DPG ist am Zug, sie ist in der Verantwortung.
    Im Jahre 1972 hatte Prof. Schack nachgewiesen, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre praktisch ohne Einfluß sei, maßgebend sei viel mehr der Wasserdampfgehalt der Luft.
    Die DPG weiß das also ganz genau, sie hat kein Recht, unsere Kinder zu verblenden, Medienvertreter zu desinformieren und dem Volk Schaden zuzufügen.

  14. @ R. Hoffmann

    Vielen Dank für die Hinweise. Ich weiß, dass Sie sich wohl auch sehr mit Fernsehsendungen befasst haben. Das ist sehr interessant. Austausch dazu gerne. Es gibt sicher viele typische Täuschungs- und Ablenkungsmanöver. Besonders übel sind die miesen Tricks auf juristischer Ebene. Eine Schande, dass sich die Justiz derart benutzen lässt. Und dass man beim WDR alles vertuscht hat, das kann ich mir bestens vorstellen.

    #3 T. Heinzow

    Sie sagen es, das eine ist wie das andere eben nicht vorhersagbar. Das wars auch schon. Wenn man diese simple Erkenntnis einfach einmal anerkennen könnte…

    #4 A. Bruno

    Die KfW ist mir noch nicht begegnet. Danke für den Hinweis auf die Bundesanstalt für Wiederaufbau. Dazu habe ich auch noch nichts gefunden. Ich versuche einfach das Beziehungsnetz und die Entwicklung zu rekonstruieren. Dazu habe ich mich zunächst auf die Texte von Hr. Rentzing konzentriert. Das ist anscheinend besonders ergiebig. Auch inhaltlich sind diese Texte sehr aufschlussreich.

    #5 C. Frey

    Vielen Dank für die Blumen. Bisher ist mir kein anderer Journalist aufgefallen, der derart planmäßig und systematisch arbeitet. Einen Verdacht gibt es bei 1-2 weiteren Kandidaten, aber das müsste noch genauer untersucht werden. Ich betrachte diese Arbeitsweise auch als Folge eines grundsätzlichen Missstands. Das Netzwerk, das Weber planmäßig aufgebaut hat, ist das eigentliche Problem. Die kriminelle Berichterstattung („unseriös“ wäre hier wohl nicht mehr ausreichend) ist „nur“ eine Folge dieser Fehlkonstruktion. Da gibt es sicher noch andere Auswüchse.

    #9 K. Metzger

    Sie haben völlig recht. Aber kann sein, dass die Süddeutsche doch gar nicht so doof war und den Schwindel bemerkt hatte. Jedenfalls ist das der einzige Rentzing-Text bei der Süddeutschen bisher. Vielleicht hatte man die Zusammenarbeit danach stillschweigend eingestellt. Jedenfalls weiß die Süddeutsche nun definitiv seit Mai Bescheid. Eine Stellungnahme und Erklärung ist somit schon eine Weile überfällig.

    Beste Grüße und vielen Dank

  15. Die Süddeutsche Zeitung, ehemals ein bürgerlich, liberales Blatt, sollte sich in “Neues Süddeutschland” umbenennen. Dass es sich mittlerweile um ein linkes Öko-Kampfblatt handelt, mit dem journalistischen Qualitätsniveau der Bild Zeitung, kann niemand verborgen geblieben sein. Deshalb hat die Prantl-Prawda, genauso wie die Bild Zeitung, eine medienkritische Infoseite SÜDWATCH als Aufpasser, die regelmäßig über die Falschmeldungen, Faktenverdrehungen und antisemitischen Entgleisungen berichtet. Die beste Verwendungsmöglichkeit für die Süddeutsche ist bei SÜDWATCH schon auf der Startseite zu sehen.

    Aber wie doof muss man als Zeitungsredakteur sein, um sich Uraltökoartikel unterjubeln zu lassen? Und wie oft kommt die Süddeutsche damit unentdeckt davon? Wenn man mich schon bescheißen will, dann soll man sich wenigstens Mühe geben.

  16. Sagen wir es mal so, ein Produkt, dass sich am Markt bewährt, braucht kein Feindbild, braucht keine politische und mediale Lobby und braucht es recht kein marktfeindliches (Dauersubventions-Abgaben) Gesetz in Form eines EEG.
    Das Produkt Erneuerbare Energien ist ein reines Abzockerprodukt (Geschäft) und hat mit den Werten einer freien Marktwirtscht (Wettbewerb) nichts im geringsten zu tun.
    Energiewende/EEG/Erneuerbare Energien = asozial und perfide.
    Die Gier leitet dieses Lobbyprojekt Ehtik-Merkel-Energiewende. Die Gier einzelner zu Lasten der Gesellschaft. Die Marktwirtschaft hätte solche Mafiamachenschaften nie zugelassen erst durch die Politik, durch die Gesetzgebung eines EEG wurde den Abzockern (EE-Mafia) Tür und Tor zum Schaden der deutschen-europäischen Gesellschaft geöffnet. Und dies unter Tatkräftiger Mithilfe einer Ethik-Energiewende-Kernkraftausstiegs Öko-Merkel.
    Mehr Verrat am eigenen Volk, wie es Merkel begangen hat, gibt es nicht.

  17. @#2

    Die Quarks&Co-Sendung vom 08.09.2009 wird in diesem Video hier ab Minute 37:58 von mir mit den Fehlern kommentiert und entlarvt:

    Wichtig ist, dass man den von der Solarwirtschaft seit über 10-Jahren praktizierten „Trick“ mit der (Gas-)Brennwerttechnik versteht, den ich im Video entlarve und mit der über die geringe solare Effizienz hinweggetäuscht wird.

    Ich bin bereits im Jahr 1996 (!) in ähnlicher Weise getäuscht/belogen/betrogen worden und die NRW-Justiz hat über die Vertuschungen aus politischen Gründen eine Geheimakte zu Gunsten der Solarwirtschaft und zu Gunsten des OLG Hamm angelegt.

    Beim WDR-Rundfunkrat wurde diese Recherchen durch einen SPD-Lobbyisten ebenfalls vertuscht !!

    Gruß aus dem Exil
    R.H.

  18. die Journaille wird massiv in „Erneuerbaren“ investiert sein.
    Bei solch dubiosen Praktiken immer:
    1. Frage: Cui bono? (zB Eigentümer, Verstrickungen & Anzeigenkunden des Mediums, …)
    2. Frage: Wo haben die ihre „Aktien drin“??
    3. Frage: Welcher politischen Organisation stehen Sie nahe?

    „Die enge Vernetzung der Wissenschaft mit der Solarindustrie schafft die Voraussetzungen für die schnelle Kostenreduzierung des Solarstroms hin zur Wettbewerbsfähigkeit.“ (Eicke Weber)

    => mafiöse Strukturen, wobei ich nicht die ehrenwerten Herrschaften der Mafia beleidigen möchte…

  19. Am Interessantesten hier fand ich den Hinweis der SZ auf das EIKE als Geldgeber.
    Was mich aber wirklich alarmiert, ist etwas Anderes: derartige Recherchen sind sicher mühsam und zeitaufwändig. Daher konnte hier natürlich nur ein Einzelfall beleuchtet werden (vielen Dank, Herr Nehring, für diese akribische Arbeit!).
    Man kann aber doch wohl davon ausgehen, dass es noch viele andere Rentzig-Fälle gibt, oder? Gibt es überhaupt noch Journalisten, die einem ordentlichen journalistischen Ethos folgen?

    Chris Frey

  20. Hallo Herr Nehring,

    ich vermisse in Abb. 1 die Bundesanstalt für Wiederaufbau, welche kürzlich mit der Förderung von Energiespeichersystemen beauftragt wurde.

    Ein einfaches google nach Wiederaufbau+Energiespeichersysteme genügt, dann sieht man auch dass die KFW Online-Werbekunde bei Google ist …

    Steht die KFW bei Ihren Recherchen in irgendeiner Beziehung?

    MfG

  21. “ Das wäre nicht weiter bemerkenswert, auch wenn sich spontan die Frage stellt, wie die Klimaforscher eigentlich komplexe Klimavorhersagen über viele Jahrzehnte berechnen wollen, wenn selbst die Hochrechnung einer vergleichsweise simplen Variable wie dem Ölpreis unmöglich zu sein scheint.“

    Das eine hat mit dem anderen ja nun nichts zu tun.

    Der Ölpreis als ökonomische Residualgröße politischer und wirtschaftlicher (incl. technischer) Entwicklungen (Entscheidungen) ist nicht vorhersagbar. das „Klima“ ohnehin nicht, denn es fehlt bereits an einer einheitlichen Definition (besteht aus welchen Größen, die wie in Bezug zueinander stehen?) dessen, was „Klima“ ist (welches Klima herrscht auf Helgoland?).

  22. @ #1 R. Hoffmann

    Ich habe mir mal Quarks 6 Co v. Sept. 2009 angeschaut.

    Bewertung Ökonomisch:

    Kompletter Schwachsinn.

    Der Rest: Reiner Propagandafilm übelster Machart.

    Stichworte: „Knappe Ressourcen, steigende Preise, unabhängig machen …“

    (Kohlestrom-)Preise steigen, … Investitionskosten für Solar sinken …

    Die üblichen politisch erlaubten und gewollten Lügen.

  23. Sehr geehrter Herr Nehring,
    hier meine Auflistung an TV-Sendungen von 1998 bis 2010, in den der TV-Zuschauer über die solare Effizienz von Solarthermie-Anlagen getäuscht worden ist:

    http://tinyurl.com/pqlw9ud

    Es gibt 7 Varianten der medialen Täuschungen mit thermischen Solaranlagen:

    http://tinyurl.com/d4d2gpe

    Es scheint mir so, als ob Sie meine Recherchen nicht kennen sollten, deshalb schauen Sie dieses Video: http://youtu.be/rsT3cAPZuFY

    Dieser Sascha Renzing scheint ja eine ganz dubiose Type zu sein. Vor Jahren gab es einen Jochen Dietrich beim WDR. Der hat versteckte DENA-Lobbyarbeit beim WDR in ähnlicher Art und Weise betrieben.

    Vielleicht können wir uns mal mit unseren Recherchen austauschen.

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