Umweltaktivisten wollen uns stromlos machen

Der folgende Text bezieht sich zwar ausschließlich auf die USA, weshalb ich ihn zunächst nur überflogen habe. Dann jedoch schien mir schon der erste Absatz so passend auch für uns hier in Deutschland, dass ich den Text übersetzt habe. Der einzige Unterschied (bislang?) ist, dass man in den USA im Gegensatz zu D diese Dinge offen ansprechen darf, ohne gleich an den virtuellen Pranger gestellt zu werden.
Chris Frey, Übersetzer


Marita Noon

Die Schließung von Kraftwerken steht bevor; die Schließung von Kraftwerken steht bevor; die Schließung von Kraftwerken steht bevor; und während niemand mit einem Lautsprecherwagen durch die Städte fährt, um diese Nachricht zu verbreiten, könnten die Folgen für Amerika fast so gravierend sein wie die Ankunft der Rotnacken [Bezeichnung für britische Soldaten im Unabhängigkeitskrieg der USA, A. d. Übers.]. Obwohl bereits Millionen für Verbesserungen ausgegeben worden sind, werden voll funktionsfähige Kohlekraftwerke geschlossen – nicht, weil man sie nicht mehr braucht, sondern aus ideologischen Gründen. Tatsächlich sagt die Energy Information Administration EIA voraus, dass der Stromverbrauch bis zum Jahr 2040 weiterhin um 0,9 Prozent pro Jahr wachsen wird, wenn wir Strom abnehmen, der immer teurer wird.

Ein Beispiel hierfür ist die San Juan Generating Station PNM im Gebiet um Four Corners, New Mexico, die etwa 60% der Gesamt-Stromerzeugung des wichtigsten Stromerzeugers in New Mexico in diesem US-Bundesstaat ausmacht. Das Kohlekraftwerk besteht aus vier Erzeuger-Einheiten – von denen zwei unter den Regulationen der Environmental Protection Agency EPA geschlossen werden. Die Zeitung Albuquerque Journal berichtet, dass es „Preissprünge geben wird, die dafür sorgen, dass PNM die mit den Änderungen verbundenen Kosten in San Juan wieder herein bekommt“.

Es ist geplant, die Station in San Juan im Jahr 2017 zu schließen, aber der Prozess zur Ersetzung der verloren gehenden 340 Megawatt hat bereits begonnen. PNM möchte die Bedarfslücke mit einem neuen Ergas-Kraftwerk im gleichen Gebiet decken sowie durch verstärkten Transport von Kenkraftstrom von der Palo Verde Generating Station in Arizona, bei der PNM bereits Teilhaber ist. Umweltaktivisten opponieren gegen den PNM-Plan und werben für mehr Erneuerbare wie Wind und Sonne – was die Kosten „drastisch nach oben treiben wird“.

Aber das Problem mit den Erneuerbaren sind nicht die Kosten oder die Unberechenbarkeit. Das Problem besteht darin, dass Umweltaktivisten auch gegen die erforderlichen Eingriffe in die Natur zur Errichtung beispielsweise von Windrädern protestieren.

Die Northwest Mining Association  listet die Metalle und Mineralien auf, die man braucht, um eine 3-Megawatt-Windturbine zu konstruieren, darunter: 335 Tonnen Stahl und 4,7 Tonnen Kupfer. (Um 340 Megawatt Strom, die in San Juan wegfallen, durch Windturbinen zu ersetzen, bräuchte man 113 Drei-Megawatt-Windturbinen – oder 37855 Tonnen Stahl und 1598 Tonnen Kupfer. Da jedes erzeugte Megawatt eine Fläche von 198 acres [ca. 0,8 km²] benötigt, wären 67320 Acres [ca. 272 km²] Fläche mit Windturbinen bedeckt. Und diese Zahlen nehmen Kapazität „zum Nennwert“ an – das heißt, sie erzeugen Strom 24/7 [?]. Realistischerweise erzeugen Windturbinen Strom mit einer Kapazität von 25 bis 30 Prozent. Die wirklichen Zahlen für Stahl, Kupfer, Landverbrauch usw. wären 3 bis 4 mal höher). Die meisten Menschen denken nicht darüber nach, wo diese Metalle und Mineralien herkommen sollen, oder was man braucht, um sie zu ersetzen und zu warten.

Stahl ist ein Gemisch, das zu seiner Herstellung Kohle benötigt. Man braucht etwa 400 Pfund Kohle, um eine Tonne Stahl herzustellen. Unglücklicherweise scheint die Obama-Administration – die eng mit der Agenda der Umweltaktivisten verbandelt ist – dies nicht zu verstehen. Sie setzt sich für noch mehr Windturbinen ein – mit Innenministerin Sally Jewel, die „Offshore-Windenergie zu einem Markenzeichen ihrer Amtszeit machen soll“, jedenfalls der Washington Post zufolge. Gleichzeitig sind die Umweltaktivisten die Gegenspieler der Kohle. Der demokratische Senator Joe Manchin stellte nach einem Treffen mit der EPA-Administratorin Gina McCarthy und dem White House legislative affairs director Michael Rodriguez fest: „Man kann das nicht anders beschreiben als einen Krieg gegen Kohle, und das nicht nur in West Virginia oder den USA, sondern weltweit. Sie verwenden alles, was sie haben, um die am reichlichsten vorhandene, zuverlässigste und preiswerteste Ressource zu zerstören, die wir haben“.

In Wisconsin hat ein Unternehmen mit Testuntersuchungen begonnen mit dem Ziel, Eisenerz im Tagebau in einer vier Meilen breiten Mine zu schürfen. Gogebic Taconite oder G-Tec hat mit Erkundungsbohrungen begonnen und sammelt Materialproben, um sie an Regierungsagenturen zu senden. Falls die Ergebnisse zeigen, dass der Prozess sicher ist, wird man G Tec genehmigen, mit seinen Plänen fortzufahren, die Mine in einem Gebiet einzurichten, in dem Bergbau einst die Haupteinnahmequelle war. „Viele Bewohner in den ökonomisch verfallenden Städten in der Nähe sind Nachkommen von Kumpels“, wie Fox News berichtet, „und unterstützen die Bemühungen des Unternehmens. Sie freuen sich auf das Potential dringend benötigter Arbeitsplätze und Wachstum in ihrem Gebiet“. Und doch haben Umweltaktivisten die Absicht, das Projekt zu blockieren. Sie haben inzwischen sogar zu Extremen gegriffen wie Todesdrohungen, die Zerstörung von Ausrüstung, Angriffe auf Arbeiter und Blockieren von Straßen.

Ein Versuch, Kupfer in Alaska abzubauen, steht vor ähnlicher Gegnerschaft – diesmal jedoch eher durch die EPA als durch Akte von Öko-Terrorismus. Das durchführende Unternehmen Pebble mine würde dem Staat Alaska potentiell 180 Millionen Dollar jährlich an Steuern und Einnahmen bringen. Ein Plan für die Mine ist noch nicht auf den Weg gebracht worden. Auch haben die Unternehmen hinter der Pebbles-Partnerschaft bereits mit dem Antragsverfahren zur Genehmigung begonnen, aber die EPA hat über 2 Millionen Dollar ausgegeben für eine unnötige und kontroverse Zustandsbeschreibung des Grundwassers beim Abbau. Dem Daily Caller zufolge argumentieren die EPA und Umweltgruppen, dass die Agentur das Recht hat, vorbeugend ein Veto gegen eine Erlaubnis auszusprechen. Die Pebbles-Unternehmen haben zehn Jahre und über 400 Millionen Dollar aufgewendet für Forschungen, Studien und Felderkundungen, haben aber noch keinen Plan eingereicht. Frances Beinecke, Präsidentin des Natural Resources Defense Council berichtet, dass die Gegner von Pebble Mine die EPA gedrängt haben, die Abschätzung durchzuführen. Sie sagt: „Die EPA hat das Recht, im Rahmen des Clean Water Act [= Gesetz für sauberes Wasser] Pebble Mine zu stoppen“.

Abraham Williams, Präsident der nicht kommerziellen Entwicklungsgesellschaft Nuna Resources, sagt, dass Umweltgruppen in der Region aktiv seien. „Sie verfügen über Leute an Ort und Stelle, und sie agieren in den gemeinden sehr gut. Sie sind gut finanziert. Es ist erstaunlich. Sie sind wie Ameisen – sie arbeiten überall”.

Der Krieg gegen Kohle, gegen die geplante Eisenerzmine von G Tec in Wisconsin und gegen die Kupfermine in Alaska sind nur einige wenige Beispiele umweltlicher Gegnerschaft bzgl. der Extrahierung der Metalle und Mineralien, die man braucht, um die Windturbinen zu errichten, die sie in New Mexico haben wollen – und in den gesamten USA.

Angesichts des Umfanges der Schließung von Kraftwerken während der nächsten paar Jahre – fast 300 – und der Kombination opponierender Umweltaktivisten gegen jede Form der Stromerzeugung, die effektiv, effizient und ökonomisch ist, und ihre Gegnerschaft zum Bergbau, der für den Bau der von ihnen gewünschten Erneuerbaren erforderlich ist – angesichts all dem kann man nur eine Schlussfolgerung ziehen: Umweltaktivisten wollen, dass Sie ohne Strom leben!

Als Paul Revere seine berühmte Kampagne fuhr, dass die Briten kämen, ging es in der bevor stehenden Schlacht um hohe Steuern und die Konsequenzen, die Amerikas zukünftige Unabhängigkeit bedrohen würden. Heute geht es in der Schlacht um teurere Energie, die alle Aspekte des modernen Lebens betrifft und die Amerikas ökonomische Unabhängigkeit bedroht.

The author of Energy Freedom, Marita Noon serves as the executive director for Energy Makes America Great Inc. and the companion educational organization, the Citizens’ Alliance for Responsible Energy (CARE). Together they work to educate the public and influence policy makers regarding energy, its role in freedom, and the American way of life. Combining energy, news, politics, and, the environment through public events, speaking engagements, and media, the organizations’ combined efforts serve as America’s voice for energy.

Link: http://news.heartland.org/editorial/2013/08/19/environmentalists-want-you-powerless

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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