Löst sich das Rätsel versinkender Inseln? Dokumentarfilm Sandraub – das Ende der Strände

Helmut Kuntz
Ein menschlicher Einfluss auf Küsten und Inselsysteme wurde bisher nirgendwo thematisiert, obwohl er bereits aktuell gravierende Folgen zeigt: Der extreme Bedarf an Zuschlagsand für Baubeton, welcher verstärkt aus Küsten- und Meersand gedeckt wird. Eine Filmdokumentation stellt es nun dar und zeigt die Auswirkungen.

Bild 1 (rechts): Dubai (ehemaliges Fischerdorf). Quelle Screenshot aus dem Film Weltjournal – Sandraub

Der Welt geht der Sand aus – dadurch sind bereits 25 Inseln verschwunden

Es hat nichts mit dem Witz zu tun, dass eine sozialistisch gewordene Sahara verschwindet, weil als Folge der Sand knapp wird. Ursache ist, dass Baubeton speziellen Sand mit rauer Oberfläche benötigt. Wüstensand hat diese Eigenschaft nicht, sehr wohl aber Küsten- und Meersand.

Auf kaltesonne wurde zu diesem Film etwas Information aufbereitet (Auszüge):

Auf 3SAT lief am 7. Juni 2016 der Dokumentarfilm Sandraub – das Ende der Strände
Am Ende des 21. Jahrhunderts werden Strände Vergangenheit sein. Denn Sand ist ein begehrter Rohstoff. Der packende Dokumentarfilm von Denis Delestrac zeigt Schauplätze des Sandabbaus rund um den Globus und deckt auf: Wie beim Erdöl sorgt auch der Raubbau am Sand für Kriege zwischen den Nationen und für Umweltkatastrophen.

Weiterlesen in der Filmbeschreibung auf 3sat.de.

Film: Sandraub – das Ende der Strände

Kernaussage: Tatsächlich schrumpfen praktisch alle Strände des Planeten in immer schnellerem Tempo! Gründe sind: Hohlformen im Meeresboden durch Sandraub, die durch die Strömung und Wellengang mit Strandsand aufgefüllt werden Bauwerke (Ferienzentren, Uferbefestigungen), die eine jahreszeitliche Verlegung der Strände unterbinden und bei starkem Wellengang zu Sandausspülungen führen Staudämme, die den natürlichen Sandeintrag durch Flüsse ins Meer unterbinden

Beispiele aus dem Bericht:

In Singapur gibt es einen geduldeten Sand-Schwarzhandel

Australien ist ein großer Sandexporteur

In Indonesien sind bereits 25 Inseln wegen Sandabbau verschwunden

Auf den Malediven sind wegen des Baubooms in Malé „Sandfischer“ unterwegs. Dutzende von Inseln wurden wegen Verschwinden der Strände bereits aufgegeben.

Wenn wir uns noch mal die Senegal-Geschichte (“Um Antwort wird gebeten: Frontal21 und der Klimwandel im Senegal“) vergegenwärtigen, stellen sich spontan folgende Fragen:

Hat es in dort den letzten Jahren vermehrt Hotelbauten in Strandnähe gegeben (Strandsand zum Bauen und Befestigung der Uferlinie)?

Wie verläuft der küstennahe Sandtransport im südlichen Senegal? In diesem Bereich trennt sich der Guineastrom vom Nordäquatorialstrom, Fließrichtung ist Süden.

Haben die Staustufen Diama und Manantiali des Sambesi vielleicht eine Auswirkung auf das Küstennahe Sandangebot südlich von Dakar?

Abschlussfrage: Werden solche selbstgemachten  „Klimafolgen“ dann vielleicht auch aus dem Internationalen Klimafonds von 100 Milliarden Dollar jährlich ausgeglichen, der von den Industrieländern bezahlt wird?

Laut dem Bericht sind dadurch bereits 25 Inseln wirklich „verschwunden“, was bedeutet, sie wurden in Beton transformiert. Über bisher noch keine wirklich verschwundene Insel durch den Kimawandel wird laufend apokalyptisch berichtet, über 25 wirklich verschwundene erscheint in unseren Medien (fast) keine Zeile.

Beim Lesen dieser Information ist man geneigt, etwas an Verschwörungstheorie zu denken. Wer sich mit den Problemen auf den unendlich vielen kleinen Koralleninseln beschäftigt, merkt aber schnell, dass aufgrund der häufigen und immer weiter zunehmenden Überbevölkerung, verbunden mit dem Wunsch nach moderner Infrastruktur massiv „modern“ gebaut wird, wodurch das Abtragen von Sand und Korallengestein überall erheblichen Umfang erreicht. Auch das Anlegen großer Häfen, Fluglandeplätze und Dammstrukturen für Verbindungsstraßen stellt gewaltige Eingriffe in die fragilen Strukturen dar. Neben der in einigen Gegenden verbreiteten Dynamitfischerei schaffen es die dortigen – bei weitem nicht mehr ausschließlich „genügsam und naturverbunden“ lebenden – Einwohner ihr Umfeld teilweise auch kaputt zu machen.

Bild 2 Male, Hauptstadtinsel der Malediven. Quelle Screenshot aus dem Film Weltjournal – Sandraub

Man beachte, dass im Bericht extra auch die Malediven erwähnt werden, denen der Klimawandel angeblich so extrem zusetzt, dass deren Präsident medienwirksam eine Unterwasser-Parlamentssitzung durchführte[1]. Am Bild der Hauptinsel der Malediven lässt sich erahnen, welcher Sandbedarf alleine auf solchen „idyllischen“ Eilanden weit im Ozean benötigt wird. Dass dieser Sand schon aus Kostengründen „um die Inseln“ geholt wird, und der Küstenlinie mit entsprechenden Folgen für den natürlichen Küsten- und Naturschutz fehlt, erscheint plausibel. Publiziert wird es von den Betroffenen inzwischen als Folge des Klimawandels, denn nur so bekommt man für eigene Fehler noch viel und problemlos Geld aus dem Klimarettungsfond.

Quellen

[1] EIKE: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ist-der-reiche-westen-wirklich-an-den-inselfluechtlingen-schuld-weil-er-co2-emittiert-teil1-die-malediven/

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