Greenpeace endlich unter Druck

H. Sterling Burnett
Regierungen und Gerichtshöfe in aller Welt nehmen sich jetzt endlich der Organisation Greenpeace an. Dies ist schon lange überfällig und könnte keine noch stärker fehlgeleitete Truppe treffen.

Anfang Dezember 2014 haben mehr als 20 Greenpeace-Aktivisten ein UNESCO-Weltkulturerbe beschädigt als Teil einer öffentlichen Demonstration, um mehr Regierungsunterstützung für erneuerbare Energiequellen zu bekommen, die sie für den Kampf gegen den vermeintlich vom Menschen verursachten Klimawandel als notwendig erachteten. Die Aktivisten marschierten in ein „streng-verboten“-Gebiet, in dem sich die Nazca-Linien in Peru befinden. Dort legten sie große, gelbe Buchstaben aus Stoff aus, die den Schriftzug bildeten [übersetzt] „Zeit für Veränderung; die Zukunft ist erneuerbar“.

Weil die Nazca-Linien sehr empfindlich sind und Fußabdrücke hunderte Jahre lang erhalten bleiben können, dürfen nicht einmal Staatschefs dort ohne Sondergenehmigung herumlaufen, und selbst dann sind sie verpflichtet, Spezialschuhe zu tragen. Über 20 Personen wurden ob dieses Aktes festgenommen, aber nach Feststellung der Personalien verließen sie das Land, und soweit ich weiß, haben sich die „Nazca-Zerstörer“ von Greenpeace der peruanischen Justiz bis auf den heutigen Tag nicht gestellt.

Kurz darauf hat das Informations-Ministerium von Indien Greenpeace zu einer „potentiellen Bedrohung der nationalen ökonomischen Sicherheit“ erklärt. Man hatte berechnet, dass die Aktivitäten der Organisation jedes Jahr 2 bis 3% Verlust des indischen BIP ausmachen. Indische Beamte erklärten, dass die Gruppe Eigentum beschädigt habe, sich in finanziellen Betrügereien engagiert und Daten gefälscht hat. Anfang 2015 hat Indien die internationalen Reisen von Greenpeace-Indien-Aktivisten eingeschränkt und ihren Zugang zu Geldern aus dem Ausland blockiert. Bis September 2015 hat Indien die Lizenz von Greenpeace zu Operationen in dem Land vollständig einkassiert und der Gruppe einen Monat Zeit eingeräumt, sämtliche Operationen zu beenden.

Kanadisches Wald-Unternehmen will Millionen an Schadenersatz von Greenpeace

Am 31. Mai 2016 hat die Firma Resolute Forest Productions (RPS) die Umweltorganisation Greenpeace vor dem US-Bezirksgericht für den Southern District of Georgia verklagt. RPS machte geltend, dass Greenpeace [US-]Bundesgesetze betreffend dunkler Machenschaften, Trademarks und Diffamierung verletzt habe, ebenso wie staatliche Gesetze von Georgia, die unerlaubte Einmischung in die Operationen von RPS verbieten.

Resolute zufolge hat die seit sechs Jahren währende Boykott-Kampagne von Greenpeace unter dem Motto „Resolute: Forest Destroyer (RFD)“ RPS fälschlich vorgeworfen, gefährdete Wälder und Spezies zu vernichten, Ureinwohner auszubeuten und die Fähigkeit borealer Nadelwälder zu beeinträchtigen, sich an den Klimawandel anzupassen.

Greenpeace musste bereits eine andere juristische Niederlage vor kanadischen Gerichtshöfen hinnehmen, seit sie die RFD-PR-Kampagne losgetreten hatte. Im März 2013 haben kanadische Gerichte Greenpeace dazu verurteilt, sich bei Resolute zu entschuldigen und eine offizielle „Berichtigung“ [Notice of Correction] zu verbreiten bezüglich von Greenpeace-Statements, denen zufolge Resolute das Canadian Boreal Forest Agreement* verletzt habe.

[Zu diesem Agreement hier. Aber ohne Alarmismus auch hier geht es wohl nicht. Anm. d. Übers.]

Trotz dieser Niederlage hat Greenpeace RFD fortgesetzt und erfolgreich Druck auf die Firma Home Depot and Best Buy ausgeübt, kein Nutzholz mehr bei Resolute, sondern anderswo zu ordern. Resolute macht geltend, dass das Unternehmen während der letzten vier Jahre 50 bis 100 Millionen Dollar verloren habe als Folge der Medienkampagne von Greenpeace. Resolute sagt außerdem, dass die Kampagne das Unternehmen gezwungen hat, eine Papierfabrik in Ontario sowie zwei Maschinen zur Papierherstellung in Quebec aufzugeben, was 300 Arbeitsplätze vernichtet hatte.

Resolute vernichtet keine Wälder

In dem Bemühen, die RFD-Kampagne zum Halten zu bringen und einige der Verluste ausgeglichen zu bekommen, hat Resolute im Jahre 2014 Greenpeace Kanada verklagt unter dem Vorwurf der Diffamierung und „absichtliche Störung ökonomischer Beziehungen“. Im Januar 2015 hat es das Ontario-Berufungsgericht [Court of Appeal] abgelehnt, die Beschwerde von Greenpeace über das Urteil einer untergeordneten Instanz anzunehmen, in dem der Organisation verboten worden war, die Behauptungen von Resolute als ungültig zu erklären. Das Gericht verurteilte Greenpeace auch dazu, Resolute die Gerichtskosten in Höhe von 20.000 Dollar zu ersetzen.

In dem kanadischen Prozess klagt Resolute auf 7 Millionen Dollar sowie zusätzlich weitere Millionen von Dollar als Schadenersatz und Strafzahlungen in den USA.

In der Klageschrift von Resolute wird festgestellt, dass man kein „Vernichter“ borealer Wälder ist, in jeder Hinsicht des Wortes, seit Kanada etwa 90% seiner natürlichen Waldbedeckung unter Schutz gestellt hat. Landwirtschaft und Verstädterung, nicht die Forstwirtschaft im Allgemeinen oder die Waldbewirtschaftung von Resolute im Besonderen, sind verantwortlich für den Verlust von 10% der Waldbedeckung während der letzten paar hundert Jahre. Resolute sagt, dass weniger als 0,5% des kanadischen borealen Waldes jährlich durch die gesamte Holzindustrie bewirtschaftet wird, und nur eine Minderheit des jährlichen Holzeinschlags geht auf Resolute zurück.

Der Anwalt und Rechtsberater von Resolute Michael Bowe sagt, dass jedes Gebiet, in dem Resolute Holz eingeschlagen hatte, sofort wieder natürlich regeneriert wurde, sei es durch Neuansaat oder Neupflanzungen. Im Mittel hat Resolute von 2010 bis 2012 über 60 Millionen Bäume pro Jahr gepflanzt als Teil seiner Wiederaufforstungs-Bemühungen. Die Bemühungen von Resolute zusammen mit den Bemühungen anderer kanadischer Holzunternehmen hat praktisch zu keinem permanenten Verlust durch Holzeinschlag geführt.

„Der Vorwurf, dass Resolute den borealen Wald ,vernichtet‘, ist absurd“, sagte Bowe. „Das Unternehmen hat über eine Milliarde Bäume in dem borealen Wald gepflanzt – eine Milliarde mehr als Greenpeace – und hat praktisch eine Null-Entwaldung verursacht. Diese falschen Beschuldigungen verleumden ein gutes Unternehmen, das von guten Menschen geführt wird, die sich um den Wald kümmern, weil deren Leben und das aller Gemeinden, die das Unternehmen unterstützt, davon abhängen“, sagte Bowe. „Greenpeace dagegen tut nichts für den borealen Wald“.

In der Klageschrift von Resolute heißt es des Weiteren, dass die Bewirtschaftungspraxis im Gegensatz zu den RFD-Behauptungen die Fähigkeit des borealen Waldes, atmosphärisches Kohlendioxid aufzunehmen, verbessert habe. Zahlreiche Studien zeigen, was auch das IPCC eingeräumt hatte, nämlich dass der Holzeinschlag in borealen und anderen Urwäldern ein bedeutendes Mittel ist, den Klimawandel abzuschwächen, weil junge Wälder substantiell mehr Treibhausgase absorbieren als ältere Wälder, welche oftmals insgesamt auch Emittenten von Treibhausgasen sind.

Aufstand gegen ,Erpressungsversuche‘

Der Ökologe Patrick Moore, ein Mitbegründer von Greenpeace und 15 Jahre lang Chef von Greenpeace Kanada, liegt mit der von ihm mitbegründeten Gemeinschaft hinsichtlich boreale Forstwirtschaft über Kreuz.

„Ich bin stolz darauf, mit Resolute hierbei über drei Jahre lang zusammengearbeitet zu haben“, sagte Moore. „Es ist das einzige Unternehmen in Nordamerika, das sich gegen die Lügen, den Betrug und die Erpressungen seitens Greenpeace auflehnt“.

Moore zufolge beutet Resolute auch nicht die Ureinwohner in Kanada aus, wie es Greenpeace behauptet. „Resolute wird gestützt von den lokalen Behörden und auch den Ureinwohnern in den nördlichen Wäldern, wo man Bäume nachhaltig anpflanzt und wo man damit wichtige Arbeitsplätze für die lokalen Anwohner schafft. Greenpeace stellte Fundraising vor die Wahrheit und sollte dazu verurteilt werden, für den von ihnen angerichteten Schaden zu zahlen“, sagte Moore.

Ich wünschte mir, dass noch mehr Unternehmen das Rückgrat hätten, gegen die Ausbeutungs-Taktik von Greenpeace aufzustehen. Bis dahin werde ich, falls ich Holzprodukte benötige, diese von Händlern kaufen, die Kunde bei Resolute sind und ich werde meine Freunde überreden, das Gleiche zu tun.

[Originally published at the Washington Times]

Link: http://news.heartland.org/editorial/2016/07/01/greenpeace-under-fire

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentare

  1. @#5: Hofmann,M: ich denke das Sammeln von Informationen reicht nicht aus, sonst hätte z.B. Transparency International leichtes Spiel (obwohl: Krähen + hacken + Augen …)

    Wie sehen derzeit Beamtendiktatur + Komplizen in D, EU, UNO, etc, zzgl. deren immunisierte NGOs.

    Wir sehen aber auch schwerverletzte, gefährliche Tiere (Bonzen, etc) die extrem gefährlich um sich schlagen. Deren Zusammenbruch bleibt abzuwarten und des Bürgers Standhaftigkeit ist jetzt Gebot.

    Prof. Endres beschreibt zwar 95% der Bürger als „lethargisch“, aber die wissen ganz genau dass nur wenige % sich als neue Zampano profilieren können und werden; dieses Wissen ist kulturelle Erfahrung.

    MfG

  2. @Alwin Bruno #3
    Es wäre eigentlich so leicht die Greenpeace Erpressungsmafia mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.
    Man braucht nur genug Informationsmaterial (Munition) über Greenpeace selbst sammeln.

    Greenpeace steht für Klimaschutz und eine CO2 freie Welt…aber ein eigenes Schiff (Rainbow Warrior) sich gönnen. Weitere Schiffe, die sich im Besitz von Greenpeace befinden, sind die Sirius (seit 1981),[47] die Arctic Sunrise (seit 1996), die Esperanza (seit 2002) und die Beluga II (seit 2004).
    Man könnte Greenpeace so leicht aus den Angeln heben und deren Scheinheilligkeit an den Tag bringen. Schließlich lebt Greenpeace von der Welt (Industrie und Wirtschaft) die diese Mafiaorganisation an den Pranger stellt um Geld und Zugeständnisse zu erpressen.
    Welche Klamotten ziehen den diese Greenpeace Aktivisten selbst an? Brauchen die Schiffe kein Schweroel oder Diesel? Mit welcher Farbe/Lacken werden die Schiffe gestrichen? Sind die Lebensmittel von Greenpeace, die die Mitarbeiter selbst zu sich nehmen auch alle Genfrei…usw.
    Greenpeace sitzt im Glashaus uns schmeißt mit Steinen…wird Zeit das in Zukunft die erpresste Wirtschaft (Marktgesellschaft) diese Steine von Greenpeace auch ins Ziel bringt und die Erpressungs-Mafiaorganisation zum Fallen bringt.

  3. Auch sogar ein Inuit-Bürgermeister in der Arktis in Kanada bekommt einen „dicken Hals“, wenn er nur „GREENPEACE“ hört:

    Nahezu sensationell, dass dieses Inuit-Zitat vom „klimaterischen“ ZDF nicht aus dem TV-Beitrag herausgeschnitten worden ist.

  4. Heute auf nzz.ch „Inszenierter Empörungssturm, Im Visier der Ökoaktivisten“, 7.7.2016.

    Ja, die Migros in CH spricht offen von „Wir lassen uns nicht von Greenpeace erpressen“.

  5. In Deutschland könnte man ja mal Greenpeace und BUND verklagen wegen Unterstützung und Befeuerung von sinnloser Waldzerstörung im Zuge des ungehemmten Ausbaus der Windkraft ohne Rücksicht auf die Belange der Natur und der Menschen.

  6. Bleibt zu hoffen, dass diese ökofanatischen Rattenfänger auch in Deutschland mal Gegenwind erhalten – bevor dieses Land gänzlich nicht mehr zu retten ist.

    Gott schütze uns vor Eis und Schnee – den Grünen und der SPD!

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