EIKE 9. IKEK Isaac Orr: Fracking und seine Auswirkungen auf die Umwelt – Fracking and its Effects on Environment

Isaac Orr, Heatland Insitute, Bild EIKE

Isaac Orr, The Heartland Institute, erklärt das vieldiskutierte Fracking, dessen Auswirkungen auf die Umwelt, und die Perspektiven dieser Technologie. 9. Internationale Klima- und Energiekonferenz, Essen, Dezember 2015.


Isaac Orr zeigt in seinem Vortrag im Detail, wie Fracking funktioniert: Verschiedene Arten der Bohrung, Sand, Wasser, Chemikalien, Einfluss auf die Umwelt. Er zeigt auch, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen: Privatinitiative muss sich dazu lohnen, weswegen zur Zeit die USA hier die Nase vorn haben, und einer der größten Gas- und Ölförderer sind. In Europa wird Fracking heute von Staats wegen behindert – so sind wir auf ausländische Förderer angewiesen. Dabei haben wir in Deutschland nicht nur wertvolle Gasvorkommen, sondern können sie durch Fracking auch sicher heben. Die Grüne Lobby übertreibt die Gefahren und berichtet selektiv und falsch über Fracking – so geistert noch immer das gefälschte Bild vom brennenden Wasserhahn durch die Medien.

 Video des Vortrags von Isaac Orr vom Heartland Insitute zu den Realiäten des Frackings. Aufgenommen auf der 9.IKEK am 11.12.16 in Essen. Das Video ist in Englisch

Im Gegenteil ist es sogar so, dass durch die Verbrennung von durch Fracking gewonnenem Gas weniger Treibhausgase als bei z.B. Kohle freisetzt. So fallen durch die Fracking-Revolution nicht nur Öl- und Gaspreise, was jedem Verbraucher zugute kommt, sondern auch die Emissionen sinken, was der Umwelt zugute kommt. Fracking ist eine Technologie, die es verdient, gefördert statt verteufelt zu werden.

Isaac Orr widerlegt die Mythen von Peak Oil und der Umweltgefährlichkeit dieser Technologie, und zeigt die Chancen von Fracking auf, ohne dabei aber einseitig zu berichten. In Deutschland brauchen wir mehr solche Stimmen, die ausgewogen, unaufgeregt und sachlich über dieses Thema berichten. Alarmisten haben wir genug.

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9 Kommentare

  1. Zwei Punkte:
    Die Sache mit dem brennenden Gas, das aus dem Wasserhahn austritt, die man vornehmlich in Pennsylvania beobachten konnte, ist also eine Fälschung. Würde mich interessieren, ob die Erklärung, wie das gas in den Wasserhahn kommt, auch eine Fälschung ist:

    http://tinyurl.com/ma7xrft

    (Hierbei Punkt 7)

    Die andere Frage stellt sich, ob die Beobachtungen in Oklahoma, insbesonders das vermehrte Auftreten von Erdbeben nach Frackingbohrungen, die es vorher nicht gegeben hat, genauso nicht in Zusammenhang mit Fracking gebracht werden kann.

    Nach meinem Kenntnisstand benötigt man für die Erdgasgewinnung von Fracking wesentlich mehr Energie als bei den legendären Methoden. Energie kostet Geld. Wenn man nun noch Geld für die Aufbereitung der verwendeten Bohrflüssigkeit (Bohrschlamm) benötigt, dann müssen die Weltmarktpreise schon ziemlich am Boden sein, damit sich das Ganze noch rechnet. Wenn es sich überhaupt rechnet.

    In den USA rechnet sich so manches nicht mehr, deshalb sind viele Investoren bei Frackingunternehmen bereits am Ende.

    http://tinyurl.com/zhe2kcw

    In den USA versucht man, den Bohrschlamm „preiswerter“ loszuwerden, – man kippt ihn ins Meer.
    http://tinyurl.com/zwgqazr

    Natürlich stellt sich das eigentliche des Westens, insbesonders der USA beim Ukrainekonflikt in anderes Licht, wenn man weiss, was dort an Fracking geplant ist. Allerdings hat man nicht damit gerechnet, dass sich die Bevölkerung auch dort dagegen wehrt.

    http://tinyurl.com/jfkefu2

    Zum Glück sind die Rumänen aus einem anderen Holz geschnitzt, wenn es um die wichtigen Dinge im Leben geht, – z.B. sauberes Wasser für die Landwirtschaft. Durch die hartnäckigen Demonstrationen, wo sich die Leute von den Sicherheitskräften auch die Knochen brechen ließen, hat man erreicht, dass Chevron in Rumänien das Handtuch geworfen hat.

  2. #6: So ähnlich (vom Ergebnis her zumindest) denkt man wohl in Mecklenburg-Vorpommern, verehrter Herr Guido Bechtold. Da hocken die auf ansehnliche Rohöl-Nester. So zumindest die heutige Lügenpresse, vor einigen Jahren, als man sie noch nicht so nennen wollte, bzw. mußte. MsfG

  3. Solange wir uns es leisten können Gas und Öl zu kaufen würde ich hier keine Förderung mit Fracking durchführen. Grund ganz einfach, wir haben es dann noch wenn wir durch Entindustrialisierung verarmt sind und uns kein Öl und Gas mehr kaufen können.

  4. #1 Guido Scholzen

    Bohrschlamm: Der flüßige Anzeil ist nichts anderes als Wasser mit den beigemischten chemischen Zusätzen. Dieses Gemisch kann nach Filtern wieder zum Weiterbohren genutzt werden.
    Die getrockneten festen Bestandteile sind vergleichbar mit dem Abraum aus dem Untertagebergbau.

    Die Aufregung über neue und unbekannte Gifthalden entspricht meines Erachtens unserem desinformierten Zeitgeist.

  5. „Im Gegenteil ist es sogar so, dass durch die Verbrennung von durch Fracking gewonnenem Gas weniger Treibhausgase als bei z.B. Kohle freisetzt (ich nehme mal an, freigesetzt werden).“

    Aha! Jetzt habe ich das verstanden. Das durch Fracking gewonnene Gas setzt das gefährliche Treibhausgas CO2 frei. Sogenannte, andere, fossile Produkte setzen noch mehr von dem gefährlichen Treibhausgas CO2 frei.

    Das sind immer wieder Argumente die mich umhauen!

    Hier werden, um Zustimmung für Fracking zu finden, die primitivsten Lügen akzeptiert und als wahr dargestellt.

    Warum bleibt man nicht einfach bei der Aussage, dass die Technik ausgereift, weiter verbessert wird, die Konkurrenz gefördert wird, die überzogenen Preise (vielleicht) reduziert werden und gegen Abhängigkeiten angegangen werden kann?

    Mir ist jetzt übel, eine weitere Kommentierung lehne ich ab.

  6. Guter Beitrag.

    Wobei es schon witzig ist, einen Amerikaner die Vorteile des Franking beschreiben zu sehen.
    Die konjunkturellen Folgen und Perspektiven für die USA und die Umweltrisiken werden sachlich vorgetragen.

    Da die Organisationen und Parteien, die in Deutschland am lautesten gegen Franking schreien, bestimmt nicht ohne Finanzen auskommen, können mehrere Großinvestoren ihre Interessen bedroht sehen.

    Einmal diejenigen die von den hohen Vergütungen für Öko-Strom der privatisierten Strom-Lobby gute Einnahmen haben. Denn niedrige Gaspreise aus deutschen Fördergebieten, können ihnen nicht recht sein. Zudem lenkt eine Grundwasser Bedrohung geschickt von den Monokulturen und Auswirkungen der Gas-Bauern ab.

    Dann sind da die Gas-Importeure.
    Einmal die, welche schon große Pipelines mit Gas für Europa betreiben und deren Gegenspieler, die dieses Geschäft unter allen Umständen unter ihre alleinige Kontrolle bringen wollen.
    Das macht eine Relation von drei zu eins, an gewieften Gegnern, die ihre politischen Puppen demonstrieren und tanzen lassen, zu den kaum Verbraucher orientiert organisierten Gaskunden in Deutschland, denen möglichst hohe Gaspreise präsentiert werden sollen.

    Schaut man sich beim BDEW um https://goo.gl/rgOSaz

    dann haben dort schon die Verbraucher mehr oder weniger verloren, die Klima-Chor-Mitglieder singen die angesagten Choräle und halten den „Klima-Klingelbeutel“ für jeden, zur Zwangsabgabe auf.

  7. Bezüglich Fracking (was ich an sich inzwischen sehr befürworte), habe ich noch eine Frage:

    Wo wird der Bohrschlamm hingetan, der bei der Bohrung anfällt? Die Zwischenlagerung kann man ja in der Nähe der Bohrung bewerkstelligen. Aber wo kommt dieser Bohrschlamm letztlich hin, also langfristig?

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