90 Milliarden Dollar pro Jahr: Afrikas Forderung ,to go green‘

Eric Worrall
Afrika hat jüngst einen Report vorgelegt, in dem dargelegt wird, dass der Kontinent geschätzt zwischen 60 und 90 Milliarden Dollar pro Jahr für seine grüne Revolution benötigt:


Im Zuge hochrangiger Erklärungen bzgl. der Ziele nachhaltiger Entwicklung sowie nach der Klimakonferenz in Paris Ende 2015 wächst der Appetit auf erneuerbare Energie in Afrika. Diese wird dringend gebraucht; die Energieversorgung des Kontinents reicht hinten und vorne nicht für die Deckung des Bedarfs der Menschen. Ein besseres System wird die ökonomische Diversifizierung voranbringen, die Produktivität erhöhen sowie die Gesundheit und das Wohlergehen der Bewohner verbessern.

Afrika fordert zwischen 60 und 90 Milliarden Dollar jährlich, um dieser Energieknappheit zu begegnen, also etwa das Vierfache des Investitions-Niveaus im Jahre 2014. Während fossile Treibstoffe, vor allem Kohle, Öl und Gas, weiterhin eine bedeutende Menge Energie liefern – besonders in Südafrika – müssen Erneuerbare eine größere Rolle spielen.

Afrika verfügt über viele Ressourcen. Sie reichen von Geothermie in Kenia und Äthiopien bis zu Wasserkraft in Sambia und der Dem. Rep. Kongo. Solar und Wind sind besonders vielversprechend dank sinkender Kosten und reichlicher Verfügbarkeit. Von Krankenhäusern in Lagos, die mit Solarenergie betrieben werden, bis zu Windparks am Lake Turkana [Tanganjika-See?] ist erneuerbare Energie nicht bloß ein Hirngespinst – sie ist Realität. Erneuerbare Energie kann die Energiesicherheit steigern, die Rechnungen für importierte Energie senken sowie den Energie-Mix diversifizieren und weniger risikobehaftet machen. Mittels Technologien ohne Netzanschluss können sie direkt bezahlbare Energie in ländliche Regionen liefern, die von einem Netzanschluss weit entfernt sind.

Aber um Erneuerbare in ausreichendem Maßstab abzuschöpfen, braucht man sehr wichtige Infrastrukturen: Sowohl Kern-Einrichtungen wie Wind- und Solarparks und Überlandleitungen, aber auch verbindende Infrastrukturen wie Straßen und Transportmittel zur Auslieferung von Produkten wie solar betriebener Handys. Dies erfordert effektive Vorschriften, ausreichende Finanzierung, geeignete Technologien und kluge Geschäftsmodelle.

Mehr: http://www.ihstowers.com/documents/7/EIU_Renewable_Report.pdf

IHS Towers, das afrikanische Unternehmen, das diesen Report zusammengestellt hat, scheint eine wesentliche afrikanische Erfolgsstory bzgl. Telekommunikation zu sein. Diese wird gestützt durch große Finanzunternehmen des Westens, darunter Goldman Sachs sowie Staatsfonds der Niederlande und Singapore.

Meiner Ansicht nach ist dieser Report nichts weiter als ein erneuter Beweis, dass Erneuerbare absolut unbezahlbar sind, selbst wenn sie in ingenieurstechnischer Hinsicht praktisch aussehen. Anders als die Schätzung Indiens von 2.5 Billionen Dollar offeriert IFS Towers zumindest einen Teilzahlungsplan. Aber es erscheint zweifelhaft, dass hoch verschuldete Regierungen des Westens jemals in der Lage sein werden, das Geld aufzubringen, um den Ambitionen des Reports zu genügen – und dies ist lediglich der Preisrahmen für Afrika, grün zu werden. Keinen Zweifel jedoch gibt es daran, dass westliche Regierungen die Rechnungen für weitere Jet-Set-Klimagipfel bezahlen werden anstatt irgendetwas Sinnvolles zu unternehmen. Damit kann dann jeder diese Themen diskutieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/06/15/90-billion-per-year-africas-demand-for-going-green/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Martin Landvoigt

Der Wahnsinn hat dabei zwei Tribkräfte:

1. Ideologie: Um vermeintlich die Welt zu retten neigen ansonsten intelligente Menschen zu absurden Lösungen, die niemals funktionieren können.

2. Geld: Um so größer die Geldmenge ist, die bewegt und umverteilt wird, um so mehr kann da in die eigenen Taschen fließen. Das schreit ja geradezu nach Korruption in großem Stil.

Wer gemäß 1. nicht total verblendet ist, lässt sich von 2. um so besser überzeugen.

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