Notbremse: Französische Regierung nimmt Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode aus dem Klimawettbewerb

Vom Blog „Die Kalte Sonne“
Wie bereits mehrfach an dieser Stelle berichtet, veranstaltet die französische Regierung derzeit einen Wettbewerb, bei dem Internetuser über die Förderung von Projekten zum Klimawandel abstimmen können. Mit dabei auch unser Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode (MWP). Die Wahl läuft vom 6. Juni bis 6. Juli 2016, wobei sich viele unserer Leser bereits an der Abstimmung beteiligt haben. Für die Unterstützung möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken. Auch international gab es reges Interesse am Projekt, nachdem notrickszone.com und skyfall.fr über die Wahl berichteten.


Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass alle Stimmen, die für das MWP-Projekt bislang abgegeben wurden, jetzt vom französischen Bundesministerium für Umwelt, Energie und Meere für ungültig erklärt worden sind. Eine Woche nach Beginn der Abstimmung erreichte uns am 13. Juni 2016 ein Brief des Ministeriums, in dem erklärt wird, man hätte das Projekt aus dem Wettbewerb nehmen müssen. Begründung: Es würde nicht den Kriterien des Wettbewerbs entsprechen. Unterzeichnet vom französischen General-Kommissar für nachhaltige Entwicklung. Das Originalschreiben in französischer Sprache können Sie als pdf abrufen, das wir im Sinne der nachhaltigen Transparenz hier in voller Länge zur Verfügung stellen. Seither bekommt man nach einem Klick auf die ursprüngliche Projektseite bei ’100 Projects for the Climate’ nur noch eine Fehlermeldung.

Über die wahren Hintergründe zu den Vorgängen kann man nur spekulieren. Vermutlich hat das MWP-Kartierprojekt eine so große Anzahl von Stimmen erhalten, dass den Verantwortlichen Angst und bange wurde. Die Bevölkerung wünscht sich offensichtlich eine wissenschaftliche Aufarbeitung der vorindustriellen Klimaentwicklung, die es in dieser detailierten und benutzerfreundlichen Art noch nicht gab, trotz Forschungsmilliarden, die bislang schon in die Klimawissenschaften geflossen sind. Offensichtlich möchte man nicht, dass die natürliche Wärmeperiode vor 1000 Jahren eine zu große Bühne bekommt. Daher nun die Notbremse. Schnell unter den Teppich kehren und hoffen, dass es keiner merkt. Nicht gerade die feine französische Art.

Dabei fördert die MWP-Kartierung gerade für Frankreich überaus Wichtiges zutage. Mit Ausnahme Südfrankreichs und der französischen Alpen herrscht in Sachen Klimageschichte der letzten 1000 Jahre in Frankreich peinliche Datenflaute. Wohlgemerkt, die Datenerfassung für Frankreich ist im ersten Durchgang bereits abgeschlossen. Mit vielen weiteren Studienpunkten ist daher nicht zu rechnen. Wollte man diesen unbequemen Umstand vertuschen? Schlimmer noch: Alle Studien mit Temperaturaussage fanden eine überaus warme MWP (rote Punkte). Aus hydrklimatologischer Sicht war die MWP eine Trockenphase mit verringerten Niederschlägen (gelbe Punkte). Klicken Sie in der Karte auf die entsprechenden Punkte, um Details zu den Arbeiten zu erfahren.

Link zum vergrößerten Bild: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1akI_yGSUlO_qEvrmrIYv9kHknq4

Angesichts der offensichtlichen Datenlücken in Frankreich und der großen Bedeutung der MWP-Kartierung werden wir das Ministerium in unserem Antwortschreiben um alternative Förderung außerhalb des ’100 Projects for the Climate’ Programms bitten. Der Beginn einer fruchtbaren neuen Kooperation?

Immer ist Niederlage im Sieg und Sieg in der Niederlage

Wu Cheng-En
(um 1500 – 1582), chinesischer Schriftsteller

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du

Mahatma Gandhi

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Dieser Beitrag war zu erst auf dem Blog „kaltesonne.de“ erschienen.

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3 Kommentare

  1. Den irrsinnigen Wichtelzwerg aus Indien sollte man nun nicht gerade bringen. Ansonsten kommt noch so ein Ketzer auf den Gedanken mehr von den Weisheiten Gandhis zu bringen. Da wäre z.B. „Versammeln sie alle Juden Europas und dann bringen die sich alle am gleichen Tag, zur gleichen Zeit selber um, dann erwacht das Gewissen der Welt.“

    Weiterhin funktioniert Gandhi nur bei einem zivilisierten Gegner den das Christentum innerlich knebelt. Hätten Moslems, Sowjets oder Japaner in den damals Indien als Kolonie gehabt, niemand würde sich heute mehr an Gandhi erinnern, er wäre einfach als irrer Sektenführer irgendwo entsorgt worden auf einem Lagerfriedhof. „Seltsamerweise“ leidet der Westen aber an dem Dachschaden dies nicht erkennen zu wollen und nimmt Gandhi als Vorbild, was bei den gegebenen Problemstellungen nichts anderes als Selbstmord sein würde.

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