An den Unwettern ist der Mensch eher nicht schuld – aber ganz sicher an deren Folgen

Helmut Kuntz
Deutschland erlebte gerade Jahrhundert-Unwetter mit massivsten Schäden. Sofort überschlagen sich alle „Experten“ und Medien und erzählen dem Bürger, dies wären die sicheren Vorboten des menschengemachten Klimawandels. In der FAZ verkündete der Feuilleton-Ressortchef für die Themen Natur und Wissenschaft, dass es ungeheuerlich wäre, wenn Wissenschaftler sich weiter weigerten, anlässlich der gegenwärtigen Unwetter mit Schwerpunkt in Süddeutschland diese ohne Wenn und Aber als Ausdruck des Klimawandels zu bezeichnen[1] [2] [9]. Jetzt mit Video-Update mit dem Glaubensbekenntnis des ZDF Chefneteorolologen Dr. Gunter Tiersch


FAZ[1]: Der unglaubliche Eiertanz der Meteorologen

Nicht bloß die ungeheuren Unwetter, die Deutschland gerade heimsuchen, beweisen: Der Klimawandel findet statt. Warum reden Meteorologen den Begriff ständig klein?

Nicht messianische Überzeugung hilft, sondern Fakten

Leider bringt der FAZ Feuilleton-Ressortchef keinerlei Belege, sondern verkündet, seine persönliche Meinung reiche zur Belegführung vollkommen aus. Und wer dieser nicht automatisch zustimmt, ist unwissenschaftlich und sehr wahrscheinlich auch ein typischer Donald Trump und AfD-Wähler – einfach Personen mit denen sich Diskutieren, egal über was, sowieso nicht lohnt.

Das mag man glauben oder nicht. Auf jeden Fall ist es ein deutliches Anzeichen des völligen Niedergangs unserer Medien zu amerikanischen und englischen Verhältnissen. Hysterie und Messianismus haben in der Vergangenheit jedoch nie zu sinnvollen Lösungen geführt, weil meistens die Theorien dazu falsch waren. Somit stellt sich aktuell eher die Frage, könnte es nicht wieder so sein?

Es ist immer schwer, bei Bildern wie den aktuellen aus den betroffenen Gebieten daran zu erinnern, dass diese weder „unvorhersehbar“ oder „noch nie dagewesen“ sein könnten. Keinem Betroffenen hilft das. Wer aber Lösungen will, muss Fakten und nicht Emotionen betrachten. Deshalb soll exemplarisch zu Deutschland und dann dem extrem betroffenen Kreis Simbach am Inn gezeigt werden, wie es dort früher mit Überschwemmungen war und was dagegen (Sinnvolles) getan wurde.

Anmerkung: Parallel zu dieser Darstellung hat auch Herr Kowatsch eine über einen Unwetterstandort in Baden-Württemberg verfasst. Beide ergänzen sich und zeigen die gleiche Problematik auf „Hintergründe der Unwetter in Süddeutschland. Vergleich von Braunsbach und Niederalfingen“.

Historische Daten und Klimafakten

Immer wieder muss man in Erinnerung rufen, dass wir aktuell in einem eher ruhigen Klimaabschnitt leben und es in der früher angeblich „naturbelassen schönen“ Zeit wesentlich extremer schwankte. Deshalb ist die Sehnsucht danach mit keinerlei Fakten, sondern ausschließlich ökoreligiös zu begründen.

Video vom Autritt des ZDF Chefmeteorologen Dr. Gunter Tiersch vom 7.6.16 bei Markus Lanz. Nach den verheerenden Gewitterschäden der letzten Tage vor allem in Süd- und Westdeutschland kann Dr. Gunter Tiersch wieder mal nicht anders, als diese Wetterextreme dem Klimawandel in die Schuhe schieben. Nur als "Vermutung" wie er später kurz hinzufügt. Seine Begründung klingt – zumal aus dem Munde des "ehrlichen Wissenschaftlers"- für die Zuschauer plausibel. Es kommt darin alles vor, Die Arktis schmilzt, das Jahr 2015 war – wenn auch weltweit- das wärmste Jahr, nach der Erwärmungspause seien jetzt wieder warme Jahre dran etc. etc. . Tiersch ist überzeugt: Es ist – wenigstens zu 20 %- der Klimawandel. Fakten des DWD und andere Institutionen interessieren ihn offenbar nicht. Selektive Wahrnehmung ist das Gebot der Stunde. Auf kalte Sonne finden wir: Unwetter: Starkregen bringt ARD und ZDF in Erklärungsnot 

[…] Der Meteorologe Jörg Kachelmann erhob am Montag schwere Vorwürfe gegen die ARD: Regionalsender des öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramms hätten ihr Programm wegen des Unwetters umstellen, die Bevölkerung warnen müssen, meint er. […] Der andere öffentlich-rechtliche Sender, das ZDF, schob im “heute journal” die Regenkatastrophen im Wesentlichen auf den Klimawandel; als Kronzeugen wurden zwei Wissenschaftler interviewt. Zwar scheint es plausibel, dass Gewitter im Zug der Erwärmung weltweit häufiger werden. In Deutschland aber scheint der Effekt noch klein: Das “heute journal” unterschlug Daten des Deutschen Wetterdienstes DWD, denen zufolge starke Niederschläge in Deutschland bislang konstant geblieben sind: Es gebe keinen Trend zu heftigeren Regenfällen, schreibt der DWD; siehe Grafik:

 Weiterlesen auf Spiegel Online.

Auch das Umweltbundesamt kann bisher keinen robusten Trend bei den Starkregen-Ereignissen erkennen. Siehe unseren Blogbeitrag “Klimabericht des Umweltbundesamtes (UBA) zu Deutschland: Kein statistisch gesicherter Anstieg extremer Niederschläge oder von Trockenperioden“.

Auf ZEIT.ONLINE kam ein verblüffend neutraler Artikel: „Ist das jetzt der Klimawandel?“[4]. Darin ist eine aktuelle Grafik der Münchner Rück gezeigt. Aus dieser Darstellung hat der Autor die Daten zu Sturzfluten in eine eigene Grafik umgesetzt (Bild 1). Eine stetige Zunahme oder Trends lassen sich daraus nicht ableiten. Für die globalen Daten gilt dies ebenso (Bild 2).

Bild 1, Daten MuRe Schwergewitterschäden in Deutschland 1980-2015, Teil Sturzfluten[4]. Die Daten Sturzfluten wurden vom Autor aus der Originalgrafik separiert und mit der linearen Trendlinie ergänzt (rote Linie)

Bild 2 [5] MuRe wetterbedingte Schadensereignisse weltweit 1980 – 2014. Mit vom Autor herauskopierten und auf die Grundlinie gesetzten Balken der Gesamtschäden.

Immer wieder muss man dazu auch die historischen Hochwassermarken deutscher Flüsse zeigen. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass die wirklichen Katastrophen zu den angeblich wetterfreundlichen, erstrebenswerten vorindustriellen Zeiten stattfanden.

Bild 3 Hochwassermarken des Mains bei Würzburg seit dem Mittelalter bis 2013. Vom Autor als Grafik anhand von der Stadt Würzburg hinterlegten Daten erstellt. Y-Achse: Pegelhöhe in cm

Bild 4 Hochwasserpegel Köln 1784 – 2013 nach den Daten der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR vom Autor als Grafik erstellt). Y-Achse: Rheinpegel (m)

Ergänzend Daten der Stadt Nürnberg[12]. An den Jahreszahlen sieht man, wie es in der angeblich so erstrebenswerten, vorindustriellen Zeit mit dem Wetter zuging. Man sieht aber auch, dass katastrophale Hochwasser regelmäßig (ca. im 50-Jahre-Abstand) kamen, die zum „Vergessen“ neigen lassen. Und man sieht, dass „seit Beginn des Industriezeitalters“ keinerlei Zunahme, eher eine Abnahme vorliegt (bei den großen Hochwassern ganz deutlich). Die Datenreihe bricht mit dem Jahr 1956 ab, weil ab dann aufgrund des fertig gestellten Flutüberleiters keine Überflutung mehr vorkam!

Bild 5 Stadt Nürnberg Hochwasserereignisse. Daten der Tabellen in [12] vom Autor als Ereignisgraphik umgesetzt

Die Änderungen der Wassermengen waren auch damals extrem und somit keinesfalls weniger variabel als heute:

[12] Durch das Jahrhunderthochwasser vom 4./5. Februar 1909 musste die Pegnitz eine enorme Wassermenge aufnehmen. Statt den durchschnittlich gemessenen 10-12 cbm/Sekunde flossen 430 cbm/Sekunde durch das Stadtgebiet.

Es änderte sich erst, als man aufgrund des extremen Hochwassers 1909 begann, einen Hochwasser-Überleiter durch Stadt zu planen, der 1958 fertig gestellt war. Seitdem hat Nürnberg keine Hochwasserkatastrophe mehr in der Altstadt erlebt – obwohl der „Klimawandel“ angeblich immer schlimmer wütet. Ähnliches gilt für das benachbarte Fürth. Dort wird konsequent verboten, in das Überflutungsgebiet der Regnitz zu bauen. Die Überflutungen kommen weiterhin* – bleiben aber ohne Folgen.

*Es ist anzumerken, dass der Fürther Oberbürgermeister offensichtlich das lokale und das Weltklima genau verfolgt und daraus der Lokalzeitung folgende Kenntnis mitgegeben hat: „(der Bürgermeister) glaubt, dass Rednitz-,Pegnitz- und Rednitzgrund früher häufiger, länger und regelmäßiger überschwemmt waren als heute“.

Da es sich aber um einen Flutartikel der Lokalzeitung handelte, erlaubte sich der Bürgermeister seine globale Kenntnis nachzuschieben: „Die Welt wird unberechenbarer und bedrohlicher, niemand kann sich sicher fühlen“.

Vielleicht ist es um Simbach am Alpenrand aber anders. Deshalb anbei die Niederschlagsdaten der DWD-Station Simbach in Tagesauflösung. Wer schafft es, daran einen sich stetig verschlimmernden Klimawandel-Starkniederschlag zu erkennen?

Und trotzdem hat genau diese Stadt mit das schlimmste Ereignis getroffen, womit sich die Frage stellt: War die Ursache wirklich der ominöse Klimawandel oder hat der Mensch einen ganz anderen Anteil daran?

Bild 6 DWD-Daten der Niederschlagsmengen Station Simbach ID 4706 von 1981 – 2015 in Tagesauflösung. Lineare Trendlinie zugefügt (rote Linie).

Hochwassergefahren in und um Simbach

Was in den Meldungen selten erwähnt wurde ist die Tatsache, dass Simbach und sein Umfeld regelmäßig von massivsten Überschwemmungen heimgesucht wird. Ursachen sind seine unglückliche Tallage direkt am Inn und gefährliche Nebenflüsse wie auch der Simbach, der direkt durch den Ort fließt. Es gilt deshalb als stark gefährdet.

Dazu Auszüge aus Hochwasser-Risikokarten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Man sieht deutlich, wie viele mit Wohnhäusern bebaute Gebiete direkt von extremem Hochwasser betroffen sind.

Bild 7 Auszug aus der LFU Bayern Hochwasser-Gefahrenkarte 1871382_HITBA7_K1

Bild 8 Auszug aus der LFU Bayern Hochwasser-Gefahrenkarte HQExtrem Blattschnitt:1871382_HITBA7_K1, Darstellung der Wassertiefen

Bild 9 Gewässer Simbach Hochwasserrisikokarte HQExtrem 18714_SIMBA7_K1 (Ausschnitt)

Der Simbach ist auf der gesamten Strecke durch Simbach bis zum Einfluss in den Inn als „Gewässerabschnitte mit potenziell signifikantem Hochwasserrisiko gemäß § 73 WHG i.V.m. Art. 5 der Richtlinie 2007/60/EG, Gewässerkulisse 2011 im Landkreis Rottal-Inn“[8] gelistet.

Historische Hochwasser in und um Simbach

In den Reportagen kommen immer Bürger oder Politiker zu Wort, die genau wissen, dass es das noch nie gegeben hat, zumindest hätten sie es noch nie so erlebt.

Zur realistischen Bewertung helfen allerdings ausschließlich historische Dokumente. Beispielhaft ist hier als Datenquelle angezogen: „Hochwasser in Simbach – eine illustrierte Geschichte“[6]. Im Nachhinein lesen sich die darin gemachten Zukunftsvorhersagen wie Hellseherei, denn die Geschichte endet mit dem letzten Hochwasser von 2013. Es ist über-deutlich, dass das aktuelle Ereignis weder „unvorhersehbar“ noch etwa „nie dagewesen“ ist. Im Gegenteil, die Bewohner dieser Gegend sind mit konstanter Regelmäßigkeit damit konfrontiert. Und auch dort fand das bisher geschichtlich höchste Hochwasserereignis weit vor dem Beginn des (angeblichen) AGW-Klimawandels statt und das zweitschlimmste weit vor dessen denkbarem Einfluss-Beginn (1899).

Gelistete Jahreszahlen mit starkem Hochwasser in / um Simbach [6]: 1598, 1762, 1899, 1920, 1938, 1954, 1991, 2013

Hochwasser in Simbach – eine illustrierte Geschichte[6]

(Auszüge, Hervorhebung der Jahreszahlen durch den Autor)

[6] Wie das immer wieder geschieht, wurde auch diesem Hochwasser 2013 der Titel Jahrhundert-Hochwasser verliehen. Doch blickt man zurück in die Vergangenheit, musste die Stadt schon immer mit dieser Bedrohung zurecht kommen und war mehrfach von schweren Überschwemmungen betroffen. Und betrachtet man Aufnahmen dieser vergangenen Hochwasser, denkt man sich unwillkürlich: Wie sich die Bilder doch gleichen!

Die Chroniken sagen uns, dass das bisher wohl größte Hochwasser in Simbach im Jahr 1598 stattfand. Damals war sogar die Hälfte des Braunauer Stadtplatzes überschwemmt, ein Ausmaß, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Ähnliches geschah noch einmal 1762, dazwischen und danach traten immer wieder beträchtliche Überschwemmungen auf, die mehrmals auch die – damals noch hölzerne – Innbrücke mit sich rissen.

Das schlimmste Hochwasser der neueren Geschichte ereignete sich im September 1899. Nach tagelangen starken Regenfällen schwoll der Inn so stark an, dass in der Nacht vom 13. auf den 14. September der mittlerweile errichtete Damm aufriss und sich die Fluten ungebremst über den Ort ergossen. Am Morgen des 14. September stand die Innstraße zwei Meter hoch unter Wasser, und die Anwohner von äußerer Inn- und Gartenstraße mussten mit Booten aus den Obergeschossen ihrer Häuser befreit werden. Bis nach Erlach waren Wiesen, Felder und Häuser eine Woche lang überschwemmt.

Nur zwanzig Jahre später, im September 1920, suchte das nächste Jahrhundert-Hochwasser Simbach heim. Wieder wurden zwischen dem 7. und 8. September große Bereiche des Ortsgebiets bis nach Erlach hin überschwemmt – insgesamt eine Fläche von etwa drei Quadratkilometern. Im Ortskern, an der Innbrücke, hielt der Damm allerdings, so dass das Zentrum vom Hochwasser verschont blieb.

Wieder nur 18 Jahre später kam die nächste Flutkatastrophe auf den Ort zu. Diesmal war der Simbach der Auslöser, der im Juli 1938 nach einem Gewitterregen derart anschwoll, dass er aus seinem Bett heraustrat und weite Teile Simbachs überschwemmte.

Und noch einmal nur 16 Jahre später, im Juli 1954, wurde Simbach von der nächsten Flutkatastrophe heimgesucht; diesmal aus einer Kombination von Simbach- und Inn-Hochwasser. Nach wochenlangem Regen trat zunächst am 8. Juli der Simbach über die Ufer und überschwemmte kurzzeitig von der Bach- über die Inn- und Gartenstraße den gesamten Ortskern. Das Wasser floss schnell wieder ab, doch nun wurde die Lage am Inn immer brenzliger. Am 9. Juli wurde dort die Hochwassermarke von 1899 überschritten. Immerhin gab es nun einen funktionstüchtigen Damm, doch auch dieser drohte jetzt, dem Wasser nicht mehr standhalten zu können.

Wie unberechenbar die Simbacher Gewässer bleiben, zeigt auch eine Einschätzung von Rudolf Vierlinger zur Hochwassergefahr durch den Simbach. Nach den Erfahrungen von 1954 wurde auch dieser aufwändig ausgebaut, um zu verhindern, dass er noch einmal über die Ufer tritt. Über die Baumaßnahmen, die 1958 abgeschlossen wurden, schreibt Vierlinger 1986: Was Jahrhunderte hindurch von vielen Generationen sehnlichst erwünscht wurde, ging endlich in Erfüllung. Die Bewohner der Stadt Simbach haben nun von dieser Seite her keine Gefahr mehr zu befürchten.

Doch nur fünf Jahre, nachdem diese Zeilen geschrieben wurden, zeigte der Simbach, dass er noch immer unberechenbar war. Nach heftigen Regenfällen schwoll er binnen kürzester Zeit so stark an, dass er am Abend des 31. Juli 1991 auch sein nun ausgebautes Bett verließ und sich als Wasserwalze durch die Straßen von Simbach schob. Wieder wurden weite Teile der Stadt überschwemmt, von den direkt am Bach gelegenen Straßen, über die Inn- bis weit hinein in die Gartenstraße.

Das bisher letzte Kapitel dieser ereignisreichen Hochwassergeschichte fand nun also im Juni 2013 statt. Doch wenn man in die Vergangenheit zurückblickt, liegt die Vermutung nahe, dass es keine hundert Jahre dauern wird, bis das nächste Jahrhundert-Hochwasser Simbach erreicht. (jk)

Bild 10 Hochwasser um Simbach [6]

Bild 11 Hochwasser in Simbach [6]


Bild 12 Hochwasser in Simbach [6]

Bild 13 Hochwasser in Simbach [6]

Konnte man in Simbach die Gefahr voraussehen?

Wenn man googelt, findet sich praktisch keine Information zu neueren Hochwasser-Schutzmaßahmen in und um Simbach.

Es finden sich allerdings in einer Diplomarbeit Hinweise mit Bewertung der Hochwasser-Gefährlichkeit.

[7] Diplomarbeit 2007:

Beim Simbach kann man davon ausgehen, dass Laufverkürzungen auf Grund von Begradigungen im Umfang von bis zu 50% vorliegen. Die ursprüngliche Länge betrug 13-15 km, wobei es heute nur noch etwa 10 km sind. Als absolutes Hauptproblem ist die Beeinträchtigung durch Begradigung des Flusslaufes zu sehen. Diese zog eine Eintiefung des Gewässerbettes nach sich und damit sind natürliche Ausuferungen kaum noch möglich. Es besteht kaum noch Raum für eine Retention der Hochwasserwelle und die Uferstreifen- und Rückhaltefunktion ist gestört, bzw. nicht vorhanden. Dazu kommt der fehlende oder untypische Uferbewuchs.

… Durch Sohl- und Uferverbau wird dem Gewässer sein Verlagerungspotential, seine Breiten- und Tiefenvariabilität sowie seine Strukturausstattung genommen (Abbildung 3.15)

… Weiterhin ist im Hochwasserfall eine geringe Retention (Abflachung der Hochwasserwelle) zu beobachten.

Im „Hochwasserrisikomanagement-Plan für den bayerischen Anteil der Flussgebietseinheit Donau, Anhang 4 Bewertung der Hochwasserrisiken in den Planungseinheiten“ kommt Simbach nur als gefährdet für Trinkwasserschutzgebiete vor.

Im „Gewässerabschnitte mit potenziell signifikantem Hochwasserrisiko in Bayern gemäß § 73 WHG i.V.m. Art. 5 der Richtlinie 2007/60/EG, Gewässerkulisse 2011“ ist nur die Mündung in den Inn gelistet.

Woran das liegt, kann man ahnen. Nebenflüsse sind in der Hoheit der Landesbehörden. Es hängt damit von der Lokalpolitik ab, ob etwas unternommen wird. Sogar Frau Hendricks konnte sich dem nach den aktuellen Ereignissen nicht mehr verschließen. Es ist wie bei den Abiturprüfungen: Wohnt jemand im Bereich einer „dummen“ Landesregierung, wird er eben nicht klug – sein Pech. Bei Hochwassern ist er darauf angewiesen, dass die Landesbehörde klug ist und sein Dilemma erkennt – und mit Schutzmaßnahmen bezahlt.

[3] Länder sollen Flutschutz verbessern

Nationale Programme gebe es zwar für die großen Flüsse wie Rhein, Donau oder Elbe, aber für Überschwemmungsgefahren durch Bäche und kleine Flüsse seien die Landesbehörden zuständig. In Zukunft müsse dort der Katastrophenschutz angepasst werden. So müsse beispielsweise innerhalb einer Stunde gewarnt werden. "Darauf sind wir noch nicht eingestellt", sagte Hendricks. Dafür sollten die lokalen Behörden etwa auch Lautsprecherwagen durch die betroffenen Gebiete schicken.

„Lautsprecherwagen durch betroffene Gebiete schicken“ ist natürlich eine typische „Frau Hendricks“ Lösung – nämlich keine. Warum reklamiert sie nicht, dass das ihr Klima-Beratungsinstitut PIK angeblich die nächsten 5000 Jahre Klima genau simulieren kann, eine Extremwetter-Vorhersage aber weder vom PIK, noch vom zuständigen DWD im zwei Stunden Takt möglich ist? Denn eines ist offensichtlich – die Unwetter-Vorhersagen haben vollkommen versagt.

Ein Blog hat es treffend kommentiert:

TYCHIS EINBLICK[10]: Wetterwarnung kann der ÖR nicht, nur Klimawandel Sturzbäche und das Fernsehen

[10] Hochwatergate

Ja, und Jörg Kachelmann schimpft sehr deutlich: Hätte glimpflicher ausgehen können, wenn, ja wenn irgendjemand vorher gewarnt hätte. Und spricht sogar von einem “Hochwatergate”.

Der Blick auf die Karten zeigte schon sehr frühzeitig wassermassenspeiende Rocky Mountains in der Luft über Deutschland, bei denen man sich fragt, wo das alles herkommt, mit einem Energiegehalt in der Atmosphäre, den seriös niemand berechnen kann, der aber mit Sicherheit höher ist als alle Atombomben, die die Menschheit produziert hat.

Keiner konnte vorher berechnen, wo sich die Höllenfluten vom Himmel stürzen. Aber witzigerweise berechnen die “Klimaforscher” genau, dass der Mensch das Klima in Zukunft heißer, trockener, kälter oder was auch immer macht – jedenfalls gefährdet. Klar, der Weltuntergang steht bevor, wenn nicht noch zusätzliche Ablassmilliarden fließen.

Es waren auf den Karten erstaunlicherweise kaum Luftdruckunterschiede zu sehen. Tief Elvira trat gewissermaßen auf der Stelle und dachte nicht daran, das zu machen, was die Computerberechnungen ( übrigens auch die sonst sehr guten von Kachelmann ) vorgaben: Zugrichtung Nordwesten.

Nein, da gab es praktisch keine Zugrichtung, dieser gewaltige Komplex aus gigantischen Wassermassen blieb stehen und schüttete sein nasses Herz aus, daß der Süden nur so troff. Da brachen sogar Dämme von Hochwasserrückhaltebecken. Lediglich das Fußball-Länderspiel in Augsburg am Tag vorher vermittelte einen Eindruck davon, was wirklich los war. Das war wiederum in der Lage, den Beginn der Tagesschau zu verschieben.

Groß, ganz groß allerdings sind sie im alarmistischen Bereich. Ein Wort nur, sofort sind alle hellwach: Klimawandel! Hei, wie sie da rennen, springen, laufen, alarmieren, daß es eine Pracht ist. Da geht es auch um die Rettung der Menschheit.

Was scheren da ein paar Tote in irgendwelchen Regionen aufgrund zufälliger Wetterereignisse. Kachelmann weiter: “Und dass es furchtbarerweise Tote gegeben haben würde, war angesichts der Bilder jedem klar, der nur etwas bei Trost ist.”

Die Vorwarnzeit in einer solchen Situation sei anders als bei einem Orkan oder Schneesturm mit 1-2 Stunden eher kurz, sagt er. “Umso wichtiger ist, dass alles dafür getan wird, die Warnung den Menschen zugänglich zu machen und über das Hochwasser zu informieren, wenn es noch klein ist. An vielen Orten sind Internet und vor allem Handynetze ausgefallen, so dass Radio und Fernsehen die einzigen Quellen waren, um gewarnt zu werden, dass furchtbare Dinge passieren. Festnetz hat fast überall funktioniert und in einer Welt, in der öffentlich-rechtliche Würdenträger etwas mehr Anstand und Eigeninitiative hätten als ein abgetauter Kühlschrank, hätte man SWR und BR 1 und 3 einfach als permanente Quelle für eine Call-In-Sendung benutzt, um den Leuten klar zu machen, was passiert.”

Dummerweise war übrigens eine Wetterradarstation ausgefallen. Aber die Zukunft soll besser werden: “Und da gibt es natürlich auch eine Aufgabenstellung für uns alle, für alle Beteiligten, zu überlegen, wie man in Zukunft noch besser regional die betroffene Bevölkerung warnen kann.”

Merkel hätte nicht schöner blubbern können. Tja, da kann man eben nix machen. Wo sonst Menschen an allen Klima- und Wetterunbilden schuld sind – hier halt Pech gehabt.

Mit welchen Maßnahmen hat sich die Stadt Simbach vorbereitet?

Zum Hochwasserschutz ist unter dem Suchbegriff Simbach praktisch nichts zu finden. Trotzdem fühlt sich die Stadt bei der Klimawandel-Problemlösung vorbildlich aufgestellt: Sie spart CO2 ein und hat einen „Climate-Stars“ bekommen.

Homepage-Info der Stadt Simbach am Inn:

In Baden bei Wien wurden am 25. Februar 2005 europäische Kommunen für ihr Engagement im Klimaschutz mit dem geehrt. Mit dabei waren auch die beiden Nachbarstädte Simbach und Braunau, die für das grenzübergreifende Geothermieprojekt Simbach-Braunau mit einem der begehrten Climate-Stars ausgezeichnet wurden.

Das sind Lösungen, wie sie unser vermerkeltes Deutschland liebt: Global denken – global vorbildlich handeln – und auf gar keinen Fall an Sinn und Kosten und an die eigene Bevölkerung denken. Was kümmert die schnöde Gegenwart, wenn die Zukunft in 100 oder 1.000 Jahren (in Simulationen) schreit.

Damit stellt sich wieder die Frage: Ist es wirklich sinnvoll, 10 Milliarden EUR jährlich in einen Klimahilfsfonds einzuzahlen (der versprochene Anteil Deutschlands) und noch wesentlich mehr Milliarden für eine CO2-Vermeidung auszugeben, mit dem das gesamte Deutschland rechnerisch maximal 0,0005 °C pa [11] Temperaturminderung erwirken kann – neben der Fragestellung, ob dieser „Rückweg in die vorindustriele Klimazeit“ (sofern er klappen würde) nicht genau das Gegenteil des Erhofften bewirkt.

Die Gemeinden haben natürlich auch ein großes Problem. Weisen sie die Gefahrenbereiche „ordentlich“ aus, ist für die Anwohner der Abschluss einer Versicherung unbezahlbar. Dann müsste der Staat einspringen. Für die eigenen Bürger können sich das unsere Politiker aber nicht so recht vorstellen, wie die „generöse“ Soforthilfe für schwer Betroffene von 1.500 EUR (pro Haushalt) zeigt.

Und gerade die Grünen, sonst im hochgradigen Verschenken von Geld für „Erfüller“ ihrer Ideologie unübertroffen, sind auf einmal zugeknöpft, wenn es Bürger und nicht ihr Parteiklientel betrifft (und die Wahlen vorbei sind).

FOCUS ONLINE, 02.06.2016: Unwetter in Baden-Württemberg „Können nicht mit dem Geldsack kommen“: Kretschmann stößt Opfer vor den Kopf

Im schlammverschmierten Sakko und mit gelben Gummistiefeln trafen die Politiker Opfer und Helfer vor Ort und besichtigten die verwüsteten Orte. Kretschmanns Fazit: „Das ist ja wie in einem Horrorfilm.“

Doch dem Bitten der Betroffenen um schnelle Hilfen begegnete der Ministerpräsident mit harschen Worten. Bei einem Rundgang im besonders betroffenen Ort Braunsbach sagte Kretschmann: „Wir können jetzt nicht wie früher der Kaiser mit dem Geldsack hierherkommen und das irgendwie verstreuen. So macht man das in einer Gesellschaft nicht.“

Finanzielle Mittel zu organisieren brauche Zeit, so Kretschmann weiter: „Ohne Bürokratie geht es nicht.“ Bei der nächsten Kabinettssitzung am Dienstag sollen erste Beschlüsse zu Soforthilfen gefasst werden.

Zur Stadt Simbach selbst fanden sich im Kommentarblog des Bayerischen Rundfunks zur Hochwasser-Berichterstattung zwei interessante Einträge:

Antwort von xxx Freitag, 03.Juni

ich muß Lotti hier uneingeschränkt recht geben!
ich lebe seit mehr als 50 Jahren in Simbach. Ich weiß noch wie es hier Stück für Stück mehr und mehr zugebaut wurde. Bis zum letzten cm wird an die Bäche rangeackert. An jeden Hang werden Häuser gebaut und Bäume abgeholzt. So rutscht bei jedem Starkregen, und da müssen es nicht unbedingt 150l sein, immer mehr Dreck in die Bäche. Die Bäche werden immer mehr in kleine Backbette mit "Durchlässen" gezwängt.
Wasser sucht sich seine Bahn.
Ich habe in den letzten 30 Jahren dreimal erlebt das der Simbach die Dämme überflutet hat, aber so wie dieses mal war es noch nie. Noch nie wurde soviel Holz und Unrat mitgeführt und hat letztendlich alles platt gewalzt.
Ausserdem ist in Simbach ein Damm am Bach gebrochen der gerade saniert wurde, heißt, der war noch nicht mal richtig fertig. Da hatte das Wasser dann "leichtes Spiel"

xxx Freitag, 03.Juni

Es ist wie es war und wieder sein wird….

Ich komm aus einem Ort in dem es ähnlich wie in Simbach ist – alle ca. 100 Jahre kommt im Sommer ein Starkregen der den Ortskern überflutet, da er im Talgrund liegt. Das Einzugsgebiet ist wie bei Simbach Wiesen, Felder und etwas Wald über mehrere Quadratkilometer.
Ein Blick in die “Chronik von Simbach am Inn, von Jakob Groß, Landshut 1864? zeigt, dass es in Simbach identisch ist. Zitat: “Am 22. Juli 1823 gegen Abend richtete ein Wolkenbruch sehr viele Verwüstungen an. Die Bäche der ganzen Gegend schwollen zu reißenden Strömen und beschädigten Felder, Gärten und Wohnhäuser. In Simbach ertrank hierbei eine Frauensperson bei dem Versuche, Vieh aus einem Stalle zu retten. Das Andenken an diese Ueberschwemmung lebt unter dem Namen der “Magdalenagüß” noch allerorten in der Erinnerung des Volkes” Zitat Ende.
Entweder man akzeptiert es oder zieht aus dem Talgrund weg. Abflussmengen die bei mehreren Hunderten der üblichen Menge sind, kann man kaum beherrschen, bzw. die Kosten sind exorbitant.

Nun sehe man sich Bilder des aktuellen Ereignisses von Simbach an (Bild 14; 15): Der Bach hat eine Unmenge Holz (und was man nicht sieht, auch Geröll) angeschwemmt. Damit wurden alle! Durchflüsse hoffnungslos verstopft und durch den zwangsweise folgenden Hochwasser-Überlauf startete eine extreme Zerstörung. Man stelle sich vor, wie viel weniger passiert wäre, wenn die Anschwemmung dieser massiven Hölzer und Geröll bereits vor der Stadt durch Hochwasser-Schutzmaßnahmen abgefangen worden wären.

Bild 14 Hochwasser Simbach Zentrum. Bildquelle: https://www.stmi.bayern.de/sus/katastrophenschutz/hochwasser2016/index.php

Der Bildtext beim Merkur zu Bild 15 ist dazu symptomatisch „ … Anwohner sitzen in Simbach zwischen Schlamm und umgefallenen Bäumen“. Das mit dem Schlamm stimmt, aber auf dem Bild sieht man niegendwo „umgefallenen Bäume“. Die Sturzflut hat eindeutig fast nur neuere gesägte Balken und sauber abgelängtes Stammholz transportiert – als hätte der Bach den kompletten Lagerplatz einer Sägerei „abgeräumt“.

Bild 15 Original-Bildtext: Anwohner sitzen in Simbach zwischen Schlamm und umgefallenen Bäumen. © dpa. Quelle: Merkur.de 05. Juni 201605. Juni 201605. Juni 2016: News-Ticker zu Hochwasser in Bayern und NRW

Der Schaden in Simbach ist also eher direkt vom Menschen verursacht, aber sehr unwahrscheinlich durch dessen CO2-Ausstoß

In dieses Horn stößt auch der BUND Vorsitzende, Hubert Weiger.

Merkur: Nach Ansicht von Umweltschützern spielt bei der Flutkatastrophe in Niederbayern auch die industrielle Landwirtschaft und der Verlust von Wiesen und Weiden eine Rolle. Besonders der Mais, der einen Anbauschwerpunkt in der vom Hochwasser betroffenen Region hat, steht in der Kritik. Früheres Grün- und Weideland als Rückhaltefläche für Wasser sei immer mehr in Acker vor allem für den Maisanbau umgewandelt worden, sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Komme der Regen, werde die fruchtbare Ackerkrume einfach weggeschwemmt. "Der Boden wird abgeschwemmt. Das sind die braun-gelben Fluten, die man dann in den Bächen und Flüssen sieht."

Sogar das SWR-Fernsehen, sonst um keinen vorsorglichen Klimaalarm verlegen kommentierte anhand der Wiklichkeit (Hervorhebungen durch den Autor):

SWR Fernsehen

Extreme Wetterlagen Wer hat Schuld am Hochwasser?

Sintflutartige Regenfälle, überschwemmte Straßen, geflutete Keller und Häuser: Der Mensch hat seinen gehörigen Anteil an diesen Naturkatastrophen.

Die schlimmsten Hochwasser gab es im Mittelalter

Ackerböden sind nur zweite Wahl beim Hochwasserschutz. Gerade der fruchtbare Löss macht schnell zu und nimmt nur 5 mm pro Stunde auf. Historiker sagen: Die schlimmsten Hochwasser gab es, als im Mittelalter praktisch kein Wald mehr in Deutschland war. 1342 zum Beispiel. Heute haben wir wieder mehr. Gut 30 Prozent, bis zu 80 Prozent wären es im natürlichen Zustand.

Wenn das Wasser erst mal in den Bächen ist, dann schießt es umso schneller ins Tal, je stärker die begradigt und ausgebaut sind. Der Simbach ist eingeengt, der Orlacher Bach in ein Rohr gezwängt. Das war schnell durch Geröll stopft und dann entsteht am Einlauf ein Stau. Noch mehr Wasser sammelt sich, noch mehr potentielle Zerstörungskraft.

Fazit

Jeder Leser sollte sich anhand der Fakten selbst ein Bild machen und die folgenden Fragen stellen:

-Ist es erstrebenswert, das extreme Klima der vor-industriellen Zeit mit Billiarden EUR Kosten „zurück zu holen“ (sofern das überhaupt möglich wäre)

-Hat sich das Wetter wirklich aufgrund eines ominösen Klimawandels signifikant verschlechtert?

-Waren die aktuellen Ereignisse wirklich „unvorhersehbar“

-Sind die aktuellen Wetterereignisse nicht schon in der Vergangenheit wiederholt vorgekommen

-Ist es wirklich sinnvoller, mit vielen Milliarden EUR das Pflanzen-Nahrungsmittel CO2 zu vermeiden (ohne irgend einen wirklich belegbaren Sinn) als diese für konkreten Hochwasserschutz auszugeben

Quellen

[1] FAZ 02.06.2016, Joachim Müller-Jung: Klimawandel Der unglaubliche Eiertanz der Meteorologen

[2] Zettelsraum, 2. Juni 2016: Meckerecke: Der unglaublich schlechte Journalismus des Joachim Müller-Jung

http://zettelsraum.blogspot.de/2016/06/meckerecke-der-unglaublich-schlechte_2.html?m=0#more

[3] Klimaretter.Info, 05. Juni 2016: Länder sollen Flutschutz verbessern

http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/21358-hendricks-laender-muessen-hochwasserschutz-verbessern

[4] ZEIT.ONLINE, 2. Juni 2016: Unwetter: Ist das jetzt der Klimawandel?

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-06/unwetter-bayern-extremwetter-klimawandel-meteorologie/komplettansicht

[5] Munich RE, NatCatSERVICE Januar 2015 Foliensatz: Wetterbedingte Schadenereignisse weltweit 1980 – 2014, Gesamtschäden und versicherte Schäden

[6] Alt-Simbach.de: Hochwasser in Simbach – eine illustrierte Geschichte

http://www.alt-simbach.de/hochwasser-in-simbach-eine-illustrierte-geschichte/

[7] Universität der Bundeswehr München, Diplomarbeit 2007: Aufstellung eines Maßnahmenprogramms gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie unter Einbeziehung der Öffentlichkeit am Beispiel von Embach und Simbach

[8] Bayerisches Landesamt für Umwelt: Gewässerabschnitte mit potenziell signifikantem Hochwasserrisiko in Bayern (§ 73 WHG i.V.m. Art. 5 EG-HWRM-RL) Landkreis Rottal-Inn Stand: 22.12.2010

[9] EIKE: Der unglaubliche Unsinn der FAZ zu Extremwettern und Meteorologen, verzapft vom FAZ-Redakteur Joachim Müller-Jung

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-unglaubliche-unsinn-der-faz-zu-extremwettern-und-meteorologen-verzapft-vom-faz-redakteur-joachim-mueller-jung/

[10] TYCHIS EINBLICK: Wetterwarnung kann der ÖR nicht, nur Klimawandel Sturzbäche und das Fernsehen

http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/sturzbaeche-und-das-fernsehen/

[11] EIKE 11.06.2015: Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt – Einige Rechenspiele (nicht nur) für regnerische Nachmittage 11.06.2015

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/mit-co2-reduzierung-retten-wir-die-welt-einige-rechenspiele-nicht-nur-fuer-regnerische-nachmittage/

[12] nürnberginfos.de: Hochwasser und Hochwasserbekämpfung in Nürnberg

http://www.nuernberginfos.de/nuernberg-mix/hochwasser-nuernberg.html

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10 Kommentare

  1. Sie finden in der Suppe für den Hungernden immer das Haar wegen dem er diese nicht essen darf, weil es sonst seine Gesundheit gefährdet. Mir hätte es gefallen, wenn Sie Fakten wüssten, die meinen Haupt-Darstellungen widersprechen, so geht es nur wieder um Randthemen.

    Herr Tiersch betreibt offensichtliche Klima-Alarmpolitik. Das hat er (vor den Unwetterereignissen) bereits in einem Interview der Funk Uhr Nr. 20 belegt, als er mit den folgenden Angaben den Klimawandel „begründete“:
    Originalzitate:
    „Wir haben seit 20 Jahren einen massiven Klimawandel in Deutschland, die Winter werden immer milder, die Sommer
    immer heißer“
    „Die Höchsttemperatur in den letzten zwei Sommern ist von 40,2 auf 40,3 Grad angestiegen“

    Weil ich diese Angaben für falsch halte, habe ich mit erlaubt, Herrn Dr. Tiersch als ein Negativbeispiel zu zitieren und dazu aus einer EIKE-Veröffentlichung zu kopieren.

    Gefallen würde mit jetzt, wenn sie die Darstellung von Herrn Tiersch in der Funk Uhr belegen helfen. Auf meine Nachfrage bekam ich nämlich von Herrn Tiersch bisher keine Antwort und an Ihrer hätte ich wirkliches Interesse.

    Zum von mir zitierten FAZ-Artikel
    „Und wer dieser nicht automatisch zustimmt, ist unwissenschaftlich und sehr wahrscheinlich auch ein typischer Donald Trump und AfD-Wähler – einfach Personen mit denen sich Diskutieren, egal über was, sowieso nicht lohnt.“

    Sie schreiben
    „So einfach ist das nicht. Jeder soll kritisch mit Informationen und Experten umgehen und tunlichst vermeiden, „automatisch“ deren Meinung zuzustimmen. Der Punkt ist, daß Donald Trump und (hoffentlich nur manche) AfD-Wähler sich der vom Sachverhalt her vorgegebener Stringenz in Logik und notwendigen Sachkenntnissen verweigern.“

    Mit dieser Antwort kann man sich irgendwie immer einverstanden erklären.
    Bitte schließen Sie dann aber die Koalitionsparteien, die Grünen, die Linken usw. mit ein. Gerade bezüglich der Bewertung der aktuellen Unwetterereignisse trifft Ihre Aussage auf diese genau zu. Der Unterschied ist nur, dass diese bereits in Berlin sitzen. Oder nehmen wir Klimaretter.Info, hinter dem honorige Personen firmieren. Von diesem Blog werden Ihre Anforderung geradezu karikiert. Doch „AfD“ oder „Trump“ finden Sie da nicht.

  2. „Und wer dieser nicht automatisch zustimmt, ist unwissenschaftlich und sehr wahrscheinlich auch ein typischer Donald Trump und AfD-Wähler – einfach Personen mit denen sich Diskutieren, egal über was, sowieso nicht lohnt.“

    So einfach ist das nicht. Jeder soll kritisch mit Informationen und Experten umgehen und tunlichst vermeiden, „automatisch“ deren Meinung zuzustimmen. Der Punkt ist, daß Donald Trump und (hoffentlich nur manche) AfD-Wähler sich der vom Sachverhalt her vorgegebener Stringenz in Logik und notwendigen Sachkenntnissen verweigern. Stattdessen soll eine Scheindiskussion auf Stammtischniveau eröffnet werden, die von einer sinnvollen Sachdiskussion wegführen soll.

    In diesem Fall wird die Scheindiskussion dadurch erfunden, indem man einfach postuliert, daß sich Leute im Fernsehen ganz sicher sind, daß die Unwetter vom Klimawandel verursacht werden.

    „Nach den verheerenden Gewitterschäden der letzten Tage vor allem in Süd- und Westdeutschland kann Dr. Gunter Tiersch wieder mal nicht anders, als diese Wetterextreme dem Klimawandel in die Schuhe schieben. Nur als „Vermutung“ wie er später kurz hinzufügt. Seine Begründung klingt – zumal aus dem Munde des „ehrlichen Wissenschaftlers“- für die Zuschauer plausibel. …Es ist – wenigstens zu 20 %- der Klimawandel.“

    Wie auch immer Tiersch diese „20%“ oder „Vermutung“ meint. Er hat sich auf jeden Fall differenzierter ausgedrückt als Sie – Herr Kuntz – ihn wiedergeben! Ihr zitierter Satz oben zeigt, wie Ihre Interpretation am Satzanfang im Widerspruch zur ebenfalls wiedergegeben Aussage von Tiersch am Satzende steht. Ein schönes Beispiel für diese Taktik und danke, daß Sie es (wohl ungewollt) offenlegen.

  3. Habe heute einen „tollen“ beitrag in unserer tageszeitung (freisinger tagblatt) lesen DÜRFEN:
    „Klimawandel trägt zur Dauer von Wetterlagen bei“ > ein Gespräch mit Peter Höppe (61 Jahre) Meteorologe. Er leitet den Bereich Geo-Risiko-Forschung bei der Munich Re, einem der führenden Rückversicherer der Welt.
    Frage: Hr. Höppe, Gewitter, Tornados, voll gelaufene Keller – muß sich Deutschland darauf vorbereiten, daß solche schweren Unwetter in Zukunft zur Regel werden ?
    Höppe: Die wiederholten Starkniederschläge, die lokal zu schweren Überschwemmungen geführt haben, sind um diese Jahreezeit nicht ungewöhnlich (oha…. erstaunliche aussage). Daß das derzeitige, starke Tief allerdings so lange an einem Ort verweilt wie derzeit, ist schon eher selten.
    Frage: Liegt es am Klimawandel ?
    Höppe: Anhand unserer Daten stellen wir grundsätzlich fest, daß schadenträchtige Schwergewitterereignisse in Europa in Anzahl und Schadenshöhe zunehmen. Es wird auch vermutet, daß der Klimawandel den Jetstream….
    Frage (unterbrechend):…ein starkes Höhenwindsystem in der Atmosphäre, der sich um die ganze Erde zieht…
    Höppe:… ja genau. Es wird vermutet, daß der Klimawandel den Jetstream beeinflußt und zur langen Verweildauer von Wetterlagen wie derzeit beiträgt. Um aber klar zu sagen: Ereignisse wie die der vergangenen Tage und Wochen sind nicht einfach auf den Klimawandel zurückzuführen. Die hat es auch ohne Klimawandel schon gegeben.
    Frage: Wie teuer sind die Unwetter ?
    Höppe: Verlässliche Schätzungen zu den gesamtwirtschaftlichen oder auch versicherten Schäden aus der aktuellen Unwetterserie sind erst in einigen Wochen möglich. Nur vielleicht soviel: In den betroffenen Orten sind die Folgen der Sturzfluten dramatisch, aber die einzelnen Ereignisse waren lokal relativ begrenzt. Das war 2013 bei einer ähnlichen anhaltenden Wetterlage anders: Damals führten enorme Flußhochwasser zu Gesamtschäden von nahezu 10 Mrd €.
    Frage: Wie kann sich jeder schützen ?
    Höppe: Wie in den letzten Tagen zu sehen war, können solche Sturzflutereignisse unabhängig von großen Flüssen nahezu überall auftreten. Präventionsmaßnahmen wie abgedichtete Keller und Rückhaltebecken sind sicher sinnvoll, können lokale Extremereignisse wie in den letzten Tagen aber nicht verhindern.
    Frage: Hilft die Versicherung ?
    Höppe: In den meisten wären die eingetretenen Schäden gut versicherbar gewesen. In Deutschland sind über die Gebäude- und Hausratversicherung sturmbedingte Schäden und Hagelschäden versichert. Nahezu 90% der Gebäudeeigentümer haben so eine Police abgeschlossen. Ganz anderes ist es bei den wasserbedingten Schäden durch lokale Starkniederschläge, wie sie jetzt eingetreten sind: diesen Versicherungsschutz der sogenannte erweiterte Elementargefahrendeckung, haben im Mittel über Deutschland nur etwa 38% der Gebäudebesitzer

  4. Das mit dem Dammbruch als Folge einer verstopften Bachunterführung ist jetzt (Stand Fr. 10.6.2016, 11:30) in allen großen Medien als Artikel vorhanden (Suche: „Dammbruch Simbach“):
    Welt, Spiegel, FAZ, Web.de, Arcor.de, Bayerischer Rundfunk, Merkur.de, Focus.de, Kleinezeitung.at etc.

    Sonstige Ursachen wie Bodenversiegelung oder Ackerflächenbeeinträchtigung durch industrielle Landwirtschaft werden dagegen unter den Teppich gekehrt, obwohl dies wesentlich mit zu der Anhäufung der Wassermassen beigetragen hat und weiterhin beiträgt. Dazu gibt es keine Medienkampagne.

  5. Gestern erschien in der Süddeutschen ein Artikel über die Sturzflut in Simbach vom 1. Juni. Darin wird erklärt, dass ein Dammbruch, letztlich verursacht durch Baufehler, der Grund für dieses Hereinbrechen der Wassermassen in Simbach war:

    9. Juni 2016, 18:54 Uhr
    Rohr löste offenbar Flutwelle in Simbach aus
    Die Ursache der tödlichen Flutkatastrophe in Simbach am Inn war offenbar ein verstopftes Rohr. Weil eine Unterführung des Simbachs durch Bäume und Sträucher verstopft war, hatte sich vor einem Straßendamm im Norden der Stadt ein gigantischer Stausee gebildet. Als dieser Damm brach, ergoss sich am Nachmittag des 1. Juni eine riesige Flutwelle über die Stadt.

    Ein weiterer Augenzeuge, ebenfalls Rentner, erzählt, der Stausee sei bis zu 100 Meter breit gewesen, was sich auch eine Woche nach dem Hochwasser an der Vegetation ablesen lässt. Er rechnet vor, dass mit dem Dammbruch 150 000 Kubikmeter Wasser in die Stadt geschossen sein könnten.
    http://tinyurl.com/Dammbruch-Simbach
    Quelle: Sueddeutsche.de

    Beim Jahrtausend-Hochwasser 2002 an der Elbe wurden auch etliche Häuser zerstört: Schmiedeberg (an der Weißeritz), Weesenstein (Müglitz). Zumindestens in Weesenstein gilt jetzt ein Bauverbot für die Gebiete mit den zerstörten Häusern.
    Zitat aus der Stern Spezial Chronik (September 2002):
    „Am Nachmittag [Montag 12. August] geht dann alles ganz schnell: In Glashütte bricht der Deich eines Rückhaltebeckens. 50.000 Kubikmeter Wasser donnern durch das weltberühmte Uhrmacherstädtchen.(…) Die Walze aus Geröll und Schlamm nimmt die Lagerhalle mit, zwei Garagen und zerstört wenig später das sieben Kilometer entfernte Weesenstein.“

    Im gleichen Artikel auch folgendes interessantes Zitat, auch zum Montag 12. August:

    „Seit Tagen schon sind die Weißeritz-Talsperren Malter und Klingenberg randvoll. Und die diensthabenden Staumeister müssen sich nun zwischen Cholera und Pest entscheiden: Sollen sie aufmachen und die Trinkwasserreserven für halb Sachsen riskieren oder lieber unkontrolliert überlaufen lassen?
    Es ist egal: Selbst wenn eine Woche Zeit gewesen wäre, um die Talsperren komplett zu leeren – es hätte alles nichts genutzt: 8,8 Millionen Kubikmeter können die Stausysteme an der Weißeritz maximal schlucken; weit über 20 Millionen kommen an diesem Montag den Berg hinunter.“

    Die Frage ist allerdings wie groß ist der maximale Abfluss der Stausysteme, der die unterhalb liegenden Bäche bis zur Oberkante füllt, wirklich und wie lange im voraus wusste man von der extrem sogenanten 5b-Wetterlage, die auf Sachsen zukam.

  6. Aus Sicht der Politik vor Ort ist die „Klimaerwärmung“ doch die ideale Ursache! Da muss man sich nicht mit den Grundbesitzern zwecks Ausweisung von Überflutungsflächen und Rückhalteräumen herumschlagen, kann weiter ungehemmt Neubau-/Gewerbegebiete ausweisen und großflächig in Hanglagen Mais anbauen. Bei Unwetterereignissen dann mit den Schultern zucken, jammern und nach Hilfe rufen – fertig!

  7. Bin ich in Orten, die nahe und direkt an größeren Flüssen liegen, achte ich auf Hochwassermarken. Das sollten mehr tun und die richtigen Schlüsse ziehen. Dazu bedarf es allerdings etwas vertiefter geografischer, geologischer, land- und forstwirtschaftlicher, städtebaulicher und geschichtlicher Kenntnisse, die, wenn man das nicht beruflich, im erfahrungsgemäß eher seltenen privaten Interesse betreibt. Wer allerdings mehr weiß und Daten in logische und strukturelle Zusammenhänge bringen kann, fällt weniger auf das Gesellschaftsdogma vom menschengemachten Klimawandel herein.

    Vor vielen Jahren hatte ich beruflich mit einer Sturzflut bei einem meiner damals betreuten Objekte zu tun, bei der ein Discountermarkt sowie Einzelhändlergeschäfte meterhoch „besucht“ und im Schnelldurchgang mit einer stinkigen, nach dem Trocknen betonähnlichen, alles durchdringenden Masse verlassen wurden. Das Schlammbad hat den meisten der Einzelhändler die geschäftliche und private Existenz gekostet. Noch Jahre später musste ich als Zeuge deswegen vor Gericht erscheinen.
    Das Gebäude wurde im Bereich eines angeblich seit „Menschengedenken“ nie auffälligen – Alteingesessene erzählten nach der Katastrophe was anderes – wirklich putzigen Rinnsals als Investorprojekt gebaut, am Talbeginn einer landwirtschaftlich genutzten, flurbereinigten hügeligen Umgebung.

    Erosion durch menschliche Landschaftsgestaltung, Siedeln in Wassersammelzonen, Siedeln in wasserreichen Gebieten – entgegen historisch belegter Aufzeichnungen in früher nie bebauten Bereichen, sind wesentliche Ursachen für unbarmherzige Folgen wie diese.
    Entstehend aus einer Vielzahl von Entscheidungen, Handlungen, Unterlassungen der Vergangenheit verwoben und übergehend in und mit einer Vielzahl von Entscheidungen, Handlungen, Unterlassungen der Gegenwart. Einfach, ja überhaupt zu durchschauen ist das nicht und daher für den Gebrauch in der Politik, in den Medien für die politisch geforderte Erziehung der Masse ungeeignet und überfordert viele meiner Zeitgenossen. Die stehen mehr auf schlicht einseitig. Wie einfach ist es und geradezu kriminell, mit dem Finger auf den zeitgemäßen „Juden“ zu zeigen – alle Menschen, äh. optimiert der westlich geprägte, orientierte hellhäutige Typ und davon wieder vorzugsweise der männliche, also z.B. ich, sind durch ihre ungezogene, unanständige und zu verdammende Lebensweise schuld an der Umweltrache mit dem CO2-Schwert. Kriminell ist das Ganze, weil dadurch Weichen langfristig absichtlich falsch gestellt und die dafür ausgegebenen Mittel und Ressourcen nicht mehr für die wahren Erfordernisse wie Eindämmen von Erosion fehlen.

  8. Sehr geehrter Herr Kuntz,
    vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht, den ich mir demnächst zu Gemüte führen werde.

    Sehr geehrter Herr Berberich,
    vielen Dank für Ihr Lob.
    Bevor ich aber mit falschen Lorbeeren überschüttet werde, muss ich darauf Hinweisen, dass die zitierte Textstelle nicht meinem Denkapparat und meiner Feder bzw. Tastatur entstammt, sondern von dem von mir verlinkten Artikel der Südwest-Presse bzw. des Haller Tagblatts.
    Ich hatte glaube ich mit „Geröll Braunsbach“ gesucht und bin auf den Artikel gestoßen, wo die plausible Erklärung zu finden war. Die Quelle, das Haller Tagblatt, hätte ich explizit erwähnen müssen, nicht nur mit der Abkürzung SWP auf den Zeitungsverbund hinweisen.

    Kleine Anekdote zum Schluss:

    Ich bin in Südbaden aufgewachsen, in einer Kleinstadt am Rande des Schwarzwaldes mit einem normalerweise kleinen Ortsbach. Dort kam im Mai 1978 jede Menge Wasser vom Himmel, so dass die Kleinstadt, damals noch ohne großes Rückhaltebecken, aber mit jeder Menge durch die Flurbereinigung „begradigter“ Weinberge, unter Wasser stand. Mit einem Freund bin ich damals mit einem Paddelboot durch deren Straßen gefahren.
    Der Boden dort besteht überwiegend aus Löss. Durch die Flurbereinigung wurde dem gewachsene Boden vermutlich ein großer Teil seiner Wasserspeicherkapazität genommen. Das kam dann zu den Folgen der industriellen Landwirtschaft (Verdichtung + Chemie) dann noch dazu.

  9. #13: Stephan Becker sagt in Hintergründe der Unwetter in Süddeutschland. Vergleich von Braunsbach und Niederalfingen:
    „Genau das hatte am Sonntagabend vor einer Woche eine Katastrophe im Kochertal ausgelöst. Hänge rutschten nach schweren Regenfällen ab, verstopften Orlacher Bach und Schlossbach. Diese stauten sich und überfluteten die Ortschaft. Tausende Tonnen Geröll und Schlamm rutschten mit in den Ort und richteten große Verwüstungen an. “

    Sehr geehrter Herr Becker,

    herzlichen Dank für Ihre Bemühungen den Ablauf der Ereignisse im Braunsbach zu rekonstruieren. Eigentlich müsste doch eine Behörde (z.B. Wasserwirtschaftsamt) einen Bericht dazu herausgeben. Bei jedem größeren Verkehrsunfall wird ein Gutachter eingeschaltet, um den Unfall rekonstruieren.

    Helmut Kuntz sagt:
    „Zum Hochwasserschutz ist unter dem Suchbegriff Simbach praktisch nichts zu finden. Trotzdem fühlt sich die Stadt bei der Klimawandel-Problemlösung vorbildlich aufgestellt: Sie spart CO2 ein und hat einen „Climate-Stars“ bekommen….
    -Ist es wirklich sinnvoller, mit vielen Milliarden EUR das Pflanzen-Nahrungsmittel CO2 zu vermeiden (ohne irgend einen wirklich belegbaren Sinn) als diese für konkreten Hochwasserschutz auszugeben“

    Sehr geehrter Herr Kuntz,

    Herzlichen Dank für Ihren ausführlichen Beitrag. Herr Söder will das Problem ja durch die Einführung einer Sturm- und Wasser-Pflichtversicherung lösen. Da fließt aber kein Euro in den Hochwasserschutz (Neubau und Erhaltung).

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