Der unglaubliche Unsinn der FAZ zu Extremwettern und Meteorologen, verzapft vom FAZ-Redakteur Joachim Müller-Jung

Joachim Müller-Jung, Redakteur der FAZ

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (EIKE-Pressesprecher)
Müller-Jung schreibt im Feuilleton der FAZ vom 4.Juni 2016 unter dem Titel „Der unglaubliche Eiertanz der Meteorologen“ >Nicht bloß die ungeheuren Unwetter, die Deutschland gerade heimsuchen, beweisen: Der Klimawandel findet statt. Warum reden Meteorologen den Begriff ständig klein?<. Wir ahnten bislang noch gar nicht, bis zu welchem Ausmaß die fachliche Beschränktheit von Biologen in Zeitungsredaktionen reichen kann (Müller-Jung ist studierter Biologe). Wir hoffen daher nur inständig, dass dieser traurige Zustand ein Einzelfall ist und nicht für die gesamte biologische Zunft gilt.


Der oben zitierte Satz von Müller-Jung in seinem FAZ-Beitrag (hier) enthält nämlich bereits, sage und schreibe, 3 Kapitalfehler. Dazu kommt eine zwar korrekte Aussage, die dem Sinne nach auch noch falsch ist. Somit zählen wir insgesamt 4 kapitale "Böcke" in 2 Sätzen – selbst für Redakteure der "fachlichen Qualität" eines Müller-Jung kein schlechter Score. Schaun wir nun mal nach, was so alles sachlich falsch ist.

1) "ungeheuerlich" ist falsch, denn das in Rede stehende Unwetter war wie alle Unwetter sicher für die Betroffenen ungeheuerlich, nicht aber im statistisch-wissenschaftlichen Rahmen von Meteorologie und Klimaforschung. Es war statistisch noch nicht einmal ein Jahrhundert-Ereignis. Müller-Jung könnte sich ja vielleicht einmal die historischen europäischen Hochwassermarken ansehen (hier) – falls noch lernfähig. Diese Hochwasserpegel verorten die stärksten Hochwasserereignisse, zuverlässig in Stein gemeißelt, weit vor die Zeit der Industrialisierung. Zusätzlich ist dabei zu berücksichtigen, dass in früheren Zeiten Bäche und Flüsse nicht versiegelt waren, so dass Hochwassern mehr Ausweichvolumina zur Verfügung standen. Die Aussage von Müller-Jung im weiteren FAZ-Text "Denn dass es sich bei den Folgen der Sturzfluten in den letzten Tagen ebenso wie bei der historischen Trockenheit im östlichen Mittelmeer um fast beispiellose Naturkatastrophen handelt, ist auch unter Meteorologen unumstritten" ist dann nicht nur falsch sondern bereits absurd. Uns ist kein seriöser Meteorologe bekannt, der solch einen Unsinn von sich gibt oder ihn gar ausreichend belegen kann. "Beispiellose" meteorologische Naturkatastrophen sind etwas ganz anderes. 

2) Falsch ist, Unwetter seien ein "Beweis", dass der "Klimawandel" stattfinde. Sancta Simplicitas, gleich 2 volle Punkte für den Unsinns-Score von Müller-Jung. Lieber Herr Müller-Jung, es gibt kein konstantes Klima! Noch nie seit Bestehen unseres Planeten. Und es wird auch nie konstantes Klima geben. Klimawandel findet immer statt. Von konstantem Klima faseln allenfalls Leute, die nie einen ordentlichen Naturkundeunterricht erfahren haben. Eines "Beweises" für "Klimawandel" bedarf es daher nicht. Es geht im hier behandelten Zusammenhang allein um die Frage, ob Extremwetterereignisse in Klimazeiträumen (mindestens 30 Jahre) ab- oder zugenommen haben. Dazu unten gleich mehr. Mit Wetterextremen schlechthin hat diese Frage gar nichts zu tun, denn für Wetter gilt bekanntlich: Die gewöhnliche Eigenschaft von Wetter ist, dass es ungewöhnlich ist. Extreme sind unvermeidbare Vorkommnisse und gehören zum Wetter nun einmal wie die Butter aufs Brot. Solche Ereignisse, auch tatsächlich "ungeheuerliche" sind historisch ausreichend belegt. 

3) Falsch ist, dass Meteorologen den Klimawandel ständig klein reden würden. Uns ist hier niemand bekannt. Eher ist doch das Umgekehrte zu sehen/hören – so zum Beispiel der sachliche Unsinn der Meteorologin Katja Horneffer im ZDF, 19-00 Uhr am 30.5.2016, die die gegenwärtige Extremwetterlage auf den "Klimawandel" zurückführte. Müller-Jung sollte uns doch einmal einen seriösen Meteorologen nennen, der den Klimawandel kleinredet oder sogar der Auffassung ist, die naturgesetzliche Normalität sei konstantes Klima.

Gehen wir jetzt ein wenig in die Details zu Müller-Jung’s "Eben deshalb wirkt jede Rede über die empirische Unmöglichkeit, beim jetzigen Stand des Wissens dieses oder jenes Hagelgewitter, diese oder jene Hitzewelle tatsächlich dem Klimawandel zuzuschreiben, wie ein wohlfeiles, ja hochnotpeinliches Rückzugsgefecht der Überkorrekten. Gleichsam als eine wissenschaftliche Bankrotterklärung, aus der man sich praktisch nicht befreien kann. Und zwar schon deshalb, weil der statistische Nachweis, der zu führen wäre, um jedes einzelne Wetterextrem nicht nur als meteorologische Anomalie, sondern auch als quasi menschengemachte Anomalie zu überführen, mit dem historisch lückenhaften Wissen auf lange Sicht gar nicht zu erbringen ist." Diese in ihrer sachlichen Dummheit nicht zu überbietende Aussage belegt, dass

(a) Müller-Jung anscheinend mit Statistik nichts am Hut hat. Statistik kümmert sich nicht um Einzelereignisse, nur um Gesamtheiten.

(b) Müller-Jung der Stellenwert der Statistik in Meteorologie und Klimawissenschaft unbekannt ist. Ohne Statistik läuft in diesen Fächern kaum etwas.

(c) Müller-Jung in seinem fachunkundig-blinden Eifer nicht bemerkt, dass die "Unmöglichkeit meteorologische Anomalien als menschgemachte Anomalien zu überführen" nach dem geltenden wissenschaftlichen Paradigma schlicht und einfach besagt: Jede Behauptung über einen solchen Zusammenhang (ohne Überführung) ist eine sinnlose Vermutung. So arbeitet nun einmal die Wissenschaft, alles andere ist Mittelalter oder Aussage aus fiktiven Klimamodellen. Jedem ordentlichen Studenten der Naturwissenschaften, der nicht geschlafen hat, ist das naturwissenschaftliche Wissenschafts-Paradigma bekannt.

(d) Müller-Jung noch nicht einmal die wissenschaftlichen Berichte des Weltklimarats IPCC zum Thema Extremwetterstatistiken kennt. Das IPCC hat die gesamten einschlägigen Messungen und Statistiken weltweit zusammengetragen und führt dies vermutlich auch zukünftig weiter fort. Wir helfen daher Müller-Jung freundlicherweise auf die Sprünge. Zunächst die Quellen:

IPCC Climate Change 2001, the sientific basis, Chapter 02, Abschnitt 2.7, S. 155

http://www.grida.no/publications/other/ipcc_tar/

IPCC Extremwetterbericht (2012)  http://www.ipcc-wg2.gov/SREX/

IPCC, AR5, Climate Change 2013: The Physical Basis, http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg1/

Und nun, wie schon mehrfach in den EIKE-News erfolgt, stellvertretende Auszüge aus dem Bericht AR5 (die IPCC-Berichte gibt es nicht in Deutsch), die das von Müller-Jung behandelte Thema "Extremwetter" betreffen:

Tropische Stürme und Hurrikane [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]:

No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”

TropischeZyklone [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”

Außer-tropischeZyklone [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220]: “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”

Dürren [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50]: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”

sowie in [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215]:In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”

Überflutungen IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112: ”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”

Hagel und Gewitter [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”

Und schließlich fasst IPCC zusammen [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219]: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”

Im Klartext belegen diese Aussagen des IPCC, dass selbstverständlich laufend geringe Verschiebungen in Niederschlagshäufigkeiten, Temperaturentwicklungen in allen Klimazonen der Erde stattfinden. Das ist die natürlichste Sache der Welt. Von maßgebenden Verschiebungen oder gar einem anthropogenen Einfluss dagegen keine Spur. Insbesondere die Alarmisten, Musterbeispiel Stefan Rahmstorf, versuchen sich ja immer wieder daran, solch einen Zusammenhang zu finden, was eine absolut interessante und löbliche wisenschaftliche Initiative ist. Bis jetzt ist nichts Substantielles dabei herausgekommen.

Es ist im Übrigen bemerkenswert, dass alle die oben gebrachten Zitate und Aussagen der wissenchaftlichen IPCC-Berichte in der 28-seitigen deutschen Fassung des Summary for policymakers fehlen! Diese Berichte für Politiker werden nämlich von den betreffenden Landesregierungen mitverfasst. Damit sind sie politisch und nicht mehr wissenschaftlich. Alle wissenschaftlichen und damit allein maßgebenden IPCC-Aussagen sind dagegen absolut klar: Extremwetterzunahmen im jüngsten Klimazeitraum sind nicht auffindbar von den Wetterdiensten.

Der Vollständigkeit halber ist hinzuzufügen, dass sich die entwarnenden IPCC-Aussagen natürlich mit denen der Fachwissenschaft decken, stammen sie doch daher. Hier ist insbesondere das Buch von Krauss und Ebel: Risiko Wetter zu nennen. Professor H. Kraus war weltweit anerkannter Ordinarius für Meteorologie an der Universität Bonn.

Eine Unverschämtheit von Müller-Jung, die geradezu sprachlos macht

Die Aufforderung von Müller-Jung "Die meteorologische Expertise steckt selbst in einem Tiefdrucksumpf. Sie täte auch deshalb gut daran, ihre verquasten klimatologischen Sprachregularien aufzugeben, weil sie mit zweideutigen Ausflüchten die antiwissenschaftlichen Ressentiments nur mehr schürt" ist dann  eine erschreckende und völlig inakzeptable Unverschämtheit. Sie ist De Facto nichts anderes als die Aufforderung an Fachleute (Meteorologen, Klimaforscher) zum wissenschaftlichen Betrug an der Bevölkerung. So etwas gehört nicht in eine seriöse Tageszeitung!

Bleibt noch der Schlußsatz von Müller-Jung "Dass die AfD im Gleichklang mit dem amerikanischen Präsidentschaftsbewerber Trump ausgerechnet nach dem historischen Triumph des Pariser Weltklimavertrags selbst die seriösesten Aussagen zum globalen Wandel attackieren, ist mehr als ein Wink, dass die Menschen zwar viel übers Wetter, aber wenig genug über den Klimawandel wissen." Man fragt sich angesichts der oben zitierten, eindeutigen Aussagen des IPCC zu Extremwettern, was dieses Abgleiten in politisch unappetitliche Andeutungen noch mit dem Thema Extremwetterereignisse zu tun hat. Und Paris ein historischer Triumph, ein Vertragswerk ohne jegliche Verpflichtung als reine Absichtserklärungen der Unterzeichner und ausdrücklich sogar jederzeit kündbar? Hier versucht sich Müller-Jung auch noch als Märchenerzähler um das Maß endgültig vollzumachen.

Was bleibt ist unverständliches Kopfschütteln über einen Journalisten, der solch einen sachlichen Schwachsinn verzapft und über seinen Arbeitgeber (FAZ), der ihn dabei auch noch gewähren lässt. Hat die FAZ denn keine Redaktionskonferenzen mehr?

Fazit: Der Begriff LÜGENPRESSE erhält nach dem Artikel von Müller-Jung einen ganz neuen Stellenwert.

 

 

 

 

 

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22 Kommentare

  1. #15: G. Witter sagt:

    Lustig! Ein Strömungsmechaniker (Physiker) wirft einem Biologen vor, im Bezug auf Meteorologie fachfremd zu sein…
    ————————
    Kann es sein, dass sie die gesamte Argumentation nicht verstanden haben? Seit der Aufklärung sind Leute, die auschließlich auf Autoritäten vertrauen, so ziemlich out.

  2. #20: Hallo Herr Shweizer:
    ich war auch jahrzehntelang Abbonent, sozusagen von meinem Vater geerbt. Mich interessierte besonders der Wirtschaftsteil, eher unpolitisch und fast immer etwas im Schatten des üblichen Journalismus.
    Ein traditioneller Schwachpunkt der FAZ ist auch der Feminismus, nun darüber könnte man ja noch hinwegsehen, den unerträglichen Müller-Jung hab ich natürlich schonungslos kritisiert
    und
    nun bin ich dauerhaft gesperrt.
    Ein Leser weniger.

  3. Bei all den Artikeln, welche Müller-Jung Ende letzten Jahres raus lies, wurden die Kommentare gelöscht; so geschah es auch bei diesem Gefühlsausbruch Müller-Jungs (Korrektur: Die Kommentare wurden anscheinend wiederhergestellt; der „Monstersturm-heizt-Nordpol-ein“ ist schon im kostenpflichtigen Archiv). Es hatten sich jeweils ungewöhnlich viele Leser über den Unsinn beschwert. Kritisiert man Müller-Jungs Autoritätsgläubigkeit, Ekel vor Klimarealisten, oder einfach Fehler in den Artikeln, dann wird man gleich zensiert.
    Immer mehr Kommentatoren sprechen das Geld an, das sie nicht mehr für die FAZ ausgeben wollen. Hochmut kam schon vor einigen Fällen etablierter Zeitungen.
    Als er noch jahrelang sarkastisches Zeug schrieb, habe ich immer darauf gewartet, wann ihm endlich der Kragen platzen wird.

  4. #15: G.Witter sagt:
    Lustig! Ein Strömungsmechaniker (Physiker) wirft einem Biologen vor, im Bezug auf Meteorologie fachfremd zu sein…

    Lieber Herr Gewitter,
    wenn Sie Herrn Prof. Lüdecke die Regenmengen nennen, die in den Katastrophengebieten lokal niedergegangen sind, wird er Ihnen sicher berechnen können, ob das Abwassersystem ausreichend war.

  5. #16: Thomas Klingelhöfer sagt:

    „Wow, die Grünen haben auch Leute mit abgeschlossener Ausbildung in ihren Reihen?“

    Überrascht mich auch!

  6. Liebe FAZ. Vielleicht können Sie mir erklären, was Frau Katrin Meinhardt mir im Kommentar #13 mitteilen wollte, abgesehen davon, dass sie mich in fast jedem Satz beleidigt und beschimpft hat. Ich weiss jedenfalls nicht, wie das zu Ihren Benimmregeln passt.

  7. Wow, die Grünen haben auch Leute mit abgeschlossener Ausbildung in ihren Reihen? Erstaunlich, aber auch unsere Kanzlerin soll dem Vernehmen nach Physikerin sein.
    Der Artikel in der FAZ beschreibt die seit einiger Zeit gewünschte Stoßrichtung gewisser Aktivisten sehr genau, wie auch Aktivitäten der amerikanischen Regierung zur Kriminalisierung von Skeptikern zeigen.
    Wozu lange mit Wissenschaft aufhalten, wenn die politischen Ziele auch mit Diffamierung und Behauptung statt Beweis erreicht werden können?

  8. Michael Kaulich sagt: „Ackerfurchen in Längsrichtung zu beschuldigen, ist doch recht naiv.“
    Vermutlich wohnen Sie Herr Kaulich in einer Stadt und haben selbst bei leichtem Regen ein Maisfeld nicht beobachtet – das Wasser lässt sich dort nicht aufhalten. Naiv ist das schon gar nicht.
    Ein Braunsbach ortdkundiger Feuerwehrmann hat zusätzlich die zunehmende Bebauung und Bodenverdichtung an den Hängen reklamiert. Mit Klimawandel hat das schlimme Ereignis nur gar nichts zu tun.

  9. Lustig! Ein Strömungsmechaniker (Physiker) wirft einem Biologen vor, im Bezug auf Meteorologie fachfremd zu sein…

  10. #12: M. Kaulich

    a. Es geht darum, dass Sie sich mit einem hochkomplexen Thema beschäftigen wollten. Ihre Privatangelegenheit und Freiheit. Und darum, es genügt Ihnen (leider) nicht, dass Sie andere freie Menschen zwingen wollen, Ihnen zu folgen. Und das geht nicht. Denn, wer sind Sie? Und unser Geld verschwenden. Das ist kriminell. Und das Lebensniveau anderer Menschen (weltweit) herabsetzen.

    b. Gegenargument: Wie soll das Wetter denn sein? Damit Sie sich beruhigt niederlegen und uns (den Staat, unsere Brieftasche) in Ruhe lassen?

    c. Und Achtung. Wenn Sie keine sieben Doktortitel haben sollten, dann überlegen Sie sehr genau, wie Sie antworten wollen. 🙂

  11. Was soll diese komplizierte Fachsimpelei? Eigentlich geht es doch um Klimaerwärmung Ja oder Nein und darum, ob sie irgendwelche Folgen hat. Sinnvoller wäre es gewesen, hierzu etwas zu sagen als Kompetenzen anzuzweifeln. Es braucht nicht mehr darüber diskutiert zu werden, dass massenhaft Barium-Aluminium-Ionen in den oberen Luftraum eingebracht werden (Chem-Trails), aber zu welchem Zweck und mit welchem Effekt? Ausserdem wird unsere Biosphäre schon länger mit einer Flut von hochenergetischen Mikrowellen verseucht, die zwar aus der Erde keinen Mikrowellenherd machen, aber wie jeder Energiezufluss Wärme erzeugen. Warum und durch welche Tricks herbeigeführt schmilzt die Arktis zunehmend ab, während in der Antarktis eher das Gegenteil zu beobachten ist? Warum kommt hier kein Wort zum Geo-Engineering? Dass vor ca. zwei Jahren ein Tornado punktgenau den Kurpark von Bad Schwalbach eingeebnet hat, ist kein Wetterphänomen, das es ‚immer schon gegeben hat‘. Dass sich die kürzliche Gewitterfront stundenlang exakt entlang der Grenze von BaWü zu Bayern aufhielt, lässt eher auf einen Testballon zur punktgenauen Herbeiführung und Eingrenzung von Wetterphänomenen schließen. Ackerfurchen in Längsrichtung zu beschuldigen, ist doch recht naiv.

  12. Zu was promovierte Biologen bezüglich Missachtung elementarer naturwissenschaftlicher Regeln fähig sind, sieht man doch immer wieder an den Grünen-Vorsitzenden Dr. rer.nat. Simone Peter und Dr. rer. nat. Anton Hofreiter. Und dass dies nicht auf Biologen beschränkt ist, kann immer wieder bei den Machwerken des Diplom-Geologen Axel Bojanowski auf Spiegel-Online bewundert werden.

  13. #9
    Der Zusammenhang mit dem Irrsinn der Energie-„Wende“ ist offensichtlich, denn diese Mengen an Biomasse sollen ja die Lücken der Energiegewinnung „glätten“, die PV und WKA naturgemäß hinterlassen, wofür sie auch noch subventioniert werden.
    Man kommt sich manchmal vor, wie auf einem „Planet der Affen“.
    ++++++++++++++++++++++
    Der Planet der Affen reflektiert und manifestiert sich für mich im SPON- Forum.
    ( Mark Zuckerberg gebe ich keinen Zucker )

  14. #4 O. Müller
    Danke für Ihren aufschlussreichen Kommentar, dessen Aussage ich nur bestätigen kann, ich lebe auch in Niederbayern!

    Früher nannte man den Mais die „Hure der Landwirtschaft“, weil er dem Boden nicht gut tut und nur mit Gen-Manipulation zusammen mit RoundUp-Einsatz zu solchem Großflächen-Anbau tauglich gemacht werden kann. Verantwortungsvoller Umgang mit dem wichtigsten Gut der Landwirtschaft, dem Boden, sieht anders aus.

    Der Zusammenhang mit dem Irrsinn der Energie-„Wende“ ist offensichtlich, denn diese Mengen an Biomasse sollen ja die Lücken der Energiegewinnung „glätten“, die PV und WKA naturgemäß hinterlassen, wofür sie auch noch subventioniert werden.
    Man kommt sich manchmal vor, wie auf einem „Planet der Affen“.

  15. In früheren Jahrhunderten hat die Kirche unbotmäßigen Wissenschaftlern schon mal die Folterwerkzeuge gezeigt, um sie zum Widerruf zu überreden. Heute drohen Anhänger der Klimakirche in den sogenannten “Qualitätsmedien” mit der öffentlichen Ächtung. Hätte das der Süddeutsche Beobachter oder die TAZ geschrieben, hätte man gesagt, na ja, das kennt man schon. Aber die FAZ. Die einzige Erklärung ist, dass diese früher eher konservative Zeitung sich intellektuell an der Übernahme der linken Frankfurter Rundschau verschluckt hat.

    Sloterdijk nennt das “den Lügenäther der bezahlten Meinungsmacher”.

  16. Lieber Herr Scholzen
    In Ihrem K 5 haben Sie auf einen link hingewiesen: „Braunsbach und die Braunkohle“, dessen Inhalt tatsächlich ein Stuss ist, aber in Deutschland so gelehrt wird. Da steht u.a. „…Die Grundlogik ist einfach: Mittlerweile hat die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas die Atmosphäre um ein Grad aufgewärmt. Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, und schwül-feuchte Luft ist der Treibstoff für Gewitter. Für Deutschland kommt eine Studie über Gewitterregen zu dem Schluss, dass diese sogar noch rascher zunehmen, als es aufgrund der höheren Wasserspeicherfähigkeit von wärmerer Luft zu erwarten wäre….“
    1)Behauptet wird, dass Braunkohle die Atmosphäre um ein Grad aufgewärmt habe. Tatsache ist aber, dass die Maitemperaturen in der Gegenwart einen richtigen Absturz erleben. Und in BaWü war der Mai besonders kalt. Wie kann ein kälter werdender Mai zugleich die Atmosphäre aufheizen.
    2)Behauptet wird eine Zunahme der Gewitterregen. Fakt ist, die Gewitterregen haben über einen längeren Zeitraum betrachtet, sogar leicht abgenommen in Deutschland. Das hat erst kürzlich Herr Puls in einer Grafik von Stefan Kämpfe gezeigt.

    Vor 60 Jahren war bei uns in Hüttlingen am Kocher ein ähnlicher Starkregen, nur etwas länger und kräftiger als diesmal. Doch dieses Jahr sind die Schäden an unserem Teilort Niederalfingen, der ähnlich wie Braunsbach an einem Seitenbach liegt, weitaus größer und heftiger. Dafür gibt es Gründe, die wir im nächsten Artikel benennen werden. In Braunsbach muss zudem ein Erdrutsch oder ein Dammbruch vermutet werden, denn das Hochwasser kam innerhalb von Sekunden mit riesigen Gerölllawinen, die jetzt noch im Ort meterhoch rumliegen.In Niederalfingen stieg das Wasser langsam, überflutete alle Häuser -50cm bis 1m- und floss dann langsam wieder ab. Zurück blieb ein brauner Schlamm, aber keine Steinhaufen. Meine Frage an die Leser aus dem Braunsbacher Raum wäre: Kann jemand den Dammbruch im Oberlauf der Orlach oder den Erdrutsch bestätigen, woher kamen sonst diese Geröllmassen?

  17. Zu „es wird auch nie konstantes Klima geben. Klimawandel findet immer statt“ und ordentlichem Naturkundeunterricht. Das ist doch blanker Unsinn. Im ordentlichem Naturkundeunterricht versteht man unter Klima typische Wetterverhältnisse, und dies bezieht sich auf eine Region, wo diese Wetterverhältnisse vorhanden sind. „Globales Klima“, „das Klima“ gibt es demnach nicht.

    Zweitens, die Aussagen über angeblich konstanten Klimawandel beziehen sich typischerweise nur auf die unsinnigen Globaltemperaturberechnungen. Nun, wenn man z.B. dieselbe Entfernung mehrmals grob misst, kann man schon einen „Wandel“ feststellen. Mal mehr, mal weniger. Mit der „Globaltemperatur ist es noch viel schlimmer.

    Drittens, die „alternative“ Definition des Klimas als einen Durchschnitt, die sich in der Klima(pseudo)wissenschaft etabliert hat, ist in Wirklichkeit auch ein blanker Unsinn. Nehmen wir ein Beispiel zu Verdeutlichung. Halbes Jahr -50°C, danach halbes Jahr -50°C, wäre das gleiche Klima, wie das ganze Jahr konstant 0°C.

    Ansonsten ein guter Artikel, Herr Lüdecke, weiter so.

  18. Hier in der EIfel gab es in den letzten Tagen vor allem ein Thema: „Rock am Ring“ und weil es meistens ins Wasser fällt, wie auch dieses Jahr, nur eben ein wenig heftiger als sonst.
    Und schon schossen mir Gedanken durch den Kopf, dass irgend ein bekloppter grüner Klimaprediger auf die Idee kommen könnte, der CO2-Klimawandel könne dies verursacht haben.

    Und schon lese ich heut‘ Abend auf „Klimaretter.info“ einen dementsprechenden Artikel, der sich aber auf die Wetterkapriolen der vergangenen Zeit insgesamt bezieht

    „Braunsbach und die Braunkohle“

    http://tinyurl.com/h5uafj3

    So ein Stuss. Die Welt ist wirklich nicht mehr zu retten.

    Es ist schon erstaunlich, wieviel Einfluss die Parapsychologen in der Politik haben. Bei den alten Ägyptern, Römern und Chinesen hatten auch Wahrsager und Astrologen Einfluss, weil man es scheinbar nicht besser wusste.
    Den Homo Sapiens kann man scheinbar nicht neu erfinden: das mit dem HOMO waren die Neanderthaler auch schon, aber mit dem SAPIENS… na ja… das happert es noch ein wenig.

    🙂

  19. Grüße aus dem Rottal.

    Nicht der Inn und auch nicht die Rott, nein die „kloan Bachal“ waren es die die Orte verwüstet haben. So wie der Birnbach, der Simbach oder der Altbach. Ich war am Freitag mit dem Fahrrad im Nachbarort Anzenkirchen. Nix für schwache Nerven.
    Warum kam nun das Wasser so ungemein schnell? Schauen sie sich um in Niederbayern! Mais, Mais, Mais! So weit das Auge reicht. Das sollte man ansprechen: Die riesigen Maisfelder rund um die verwüsteten Orte! Und dann sehen sie sich die Pflugrichtung an: Nicht quer zum Hang. Rauf und runter. Damit das Wasser so richtig schnell ablaufen kann.
    Und ALLE wissen es! Wir könnten den Gaffern wie Drehhofer und Herrmann…….

    Danke ihr Klimaschützer!

  20. Puls „PIK-Forscher Rahmstorf hält im ZDF seine eigene Extremwetter-Vorlesung – IPCC und DWD-Messungen sagen was Anderes !“
    Lüdecke „Der unglaubliche Unsinn der FAZ zu Extremwettern und Meteorologen, verzapft vom FAZ-Redakteur Joachim Müller-Jung“

    Man findet in den Medien zur Zeit viele Beiträge solcher allgemeiner Art. Bisher habe ich aber noch keine Analyse und Bewertung der einzelnen Starkregen-Ereignisse gefunden, z. B: Wieviel Niederschlag ist in welcher Zeit auf welcher Fläche gefallen? Wie sehen die örtlichen Gegebenheiten aus? Welche metereologischen Bedingungen haben geherrscht? Wie erfolgte der Ablauf der Ereignisse? Es ist halt einfacher den apokalyptischen Reiter zu spielen als konkrete Daten zusammenzutragen oder abzuschätzen.

  21. Sehr geehrter herr Dr. Lüdecke,
    Sie haben mit Ihrem Artikel das Verhalten von Müller_jung exakt erfaßt und beschrieben. das verhalten von diesem Herrn möchteich allerdings noch in einem Punkt ergänzen: ich habe zu diesen Artikel von Müller_Jung in FAZ-Online einen Kommentar geschrieben und mich aus Platzgründen auf die Aussagen des IPCC zu dem Geschreibsel von Müller-Jung beschränkt. Der Erfolg war, daß mein Kommentar zensiert wurd und nicht erschien. Zensur beherrscht Müller-Jung sehr gut, auch wenn er sonst keine Ahnung hat.
    MfG

  22. Halte den FAZ-Artikel für groben Unfug und geradezu für ein Paradebeispiel dafür, den eigenen Hormonhaushalt mit der Weltgeschichte zu verwechseln.

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