Technikfehler mit Technik bekämpfen,

Der Autor vor dem Eingang des KKW Tschernobyl

ein Reisebericht aus Tschernobyl von Peter Würdig


….unter dieser Überschrift brachte die „Junge Freiheit“ vor kurzem  (6. Mai 2016) einen aktuellen Bericht über die jetzt laufenden Arbeiten in Tschernobyl. Wer Interesse an dem ganzen Artikel hat, kann sich melden, ich kann dann einen Scan schicken. Hier will ich jetzt mal die Stichpunkte zitieren.

 

Untertitel: „Trotz bedrückender Geschichten verbreitet der Betreiber Optimismus“.

„Das Resümee nach dem SuperGAU fällt trotz allem positiv aus: der Preis war hoch, doch es war Lehrgeld für die Welt“. Igor Gramotkin (der die Arbeiten dort leitet), sagt: „Wir wissen jetzt, dass am Ende selbst die Folgen einer solchen Katastrophe wie in Tschernobyl beherrschbar sind“.

 

Es wird die neue, zweite Schutzhülle beschrieben, 40.000 Tonnen scher, es ist das größte, jemals von Menschen gebaute bewegliche Konstrukt (beweglich, weil es dann über die Reaktor-Ruine geschoben wird). Die Kosten tragen die EU und Russland zum größten Teil(ca. 2 Milliarden so weit ich weiß, im Vergleich dazu, was uns die Energiewende jedes Jahr kostet geradezu Peanuts). Die neue Schutzhülle  wird im November 2017 über den Reaktor geschoben und ist für 100 Jahre ausgelegt, in diesem Zeitraum kann man dann im Innern einiges aufräumen, so ist die Einschätzung.

 

Wer zum ersten Mal nach Tschernobyl kommt wundert sich, wie nahe man herangehen kann, ohne jede Schutzausrüstung (ich hatte auch keine). Die radioaktive Belastung des Kraftwerkareals liegt nur unbedeutend höher als normal, man hat dort auch reichlich Boden ausgetauscht. In übrigen weiteren Bereich soll es aber noch vereinzelt Stellen geben, die eine  hohe Intensität haben (und andere fast keine), also sehr unregelmäßig. Der kontaminierte Niederschlag sinkt pro Jahr etwa 1 cm weiter tiefer in den Boden.Während auf dem Kraftwerksgelände kein Vogelschrei zu hören ist (Vögel sammeln sich lieber da, wo Menschen hausen, da gibt es was zu fressen), gedeiht das Wild in der Sperrzone wie sonst kaum in Europa (naja, da wird auch nicht bejagt, außerdem haben die Tiere das Glück, dass sie nicht lesen können. Es gibt viele interessante Untersuchungen und auch Filmberichte über die dort eingelebte Fauna, alle ehemaligen Zäune haben die Tiere längst entsorgt, die braucht man nicht. Die Fauna dort ist überraschend gesund. Naturschützer sorgen sich eher, weil Teile allmählich wieder von der Landwirtschaft übernommen werden sollen, dann ist das ganz freie Leben für die Tiere vorbei.).

 

Einen weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie hält Gramotkin für ausgeschlossen (ich auch). Sein eigentliches Argument ist, dass der technische Fortschritt zu allen Zeiten stärker war als jeder Widerstand (nur in Deutschland hinken wir da deutlich hinterher). Der steigende Energiebedarf der Menschheit wird anders nicht zu decken sein. Nach dem Untergang der Titanic hat man auch nicht beschlossen, die Seefahrt endgültig aufzugeben, natürlich nicht, aus Unfällen muss die Menschheit eben lernen, und das kann sie auch, ein Argument, das ich in meinen Vorträgen auch so bringe.

 

Das zu dem Artikel, und dabei kann ich dann berichten, dass ich mir im Sommer vor zwei Jahren auch so einen Ausflug gegönnt habe, wird von Touristik-Unternehmen so angeboten. Wir waren eine Gruppe von etwa 12 Leuten (ein Japaner wie immer auch dabei) und starteten in einem Kleinbus in Kiew. Es gibt zwei Sperrzonen jeweils mit einem Schlagbaum, eine äu0ere von 30 km und eine innere von 10 km, da ging es aber recht unverkrampft zu. Die äußere Zone ist seit einigen Jahren wieder bewohnt (eine Führerin wohnte auch dort), man sieht die verkommenen Ruinen (Hütten der Bauern) und dazwischen schmucke neue Häuschen, die Ruinen machen einen düsteren Eindruck, aber eben weil die Gebäude über Jahrzehnte verlassen sind und weil, eine russische Sitte, die Leute beim Umziehen Fenster und Türen mitgenommen haben (die waren Mangelartikel im Sozialismus, diese Sitte hat sich so erhalten), da bleibt dann nur das Mauerwerk stehen..

 

In der inneren Zone hat die Führerin (in einem ehemaligen Kindergarten) Messungen gemacht, direkt über dem Boden ist die Strahlung etwa doppelt so stark wie bei einem Interkontinentalflug, in der Luft selbst gibt es keine erhöhte Radioaktivität, deshalb gibt es auch keinerlei Schutzkleidung. Wir wanderten auch durch die Gebäude der verlassenen Stadt (Pripjat), ein merkwürdig unaufgeräumter Eindruck, teilweise wachsen die Bäume vom Wald in die Gebäude hinein, die Natur holt sich ihren Teil zurück. Manche Zerstörungen im Innern, weil man beim Auszug ziemlich rabiat abgebaut hat, mitnehmen konnte man, da die Aktivität ja nur außerhalb der Gebäude war. Ich hatte einen einfachen Geigerzähler mit und dann auch Messungen gemacht, auf einer Straße war einfach nichts mehr zu messen, das war schon richtig enttäuschend (da hatte man neu asphaltiert), aber der Führer war so nett und tröstete mich und führte mich durch ein Waldstück zu einem alten Sportgelände (betonierter Boden), da konnte ich dann endlich mal noch einen Ausschlag beobachten.

 

Man kann bis etwa 200 m an den Reaktor 4 heran (da bin ich auf dem Bild), und wir wanderten auch durch den berühmten Spielpark, ich gönnte mir den Jux, mich mal in einen Autoscooter zu setzen, die fahren allerdings nicht mehr, und einige von uns sind dann auch auf dem Riesenrad herumgeklettert, immerhin, der Eintritt ist jetzt frei, das wollte ich aber nicht auch noch.

 

Die riesige neue Hülle überragt vieles und ist weit zu sehen, eigenartig nur, es waren keine Arbeiter zu sehen, vermutlich weil Urlaubszeit war, die wird dort sehr ausgedehnt genossen. Am späten Nachmittag ging es dann zurück, wir hatten noch einen Imbiss in einem Restaurant in der äußeren Sperrzone, und man fährt an dem unvermeidlichen Lenin-Denkmal vorbei, das steht da immer noch, da müsste man gründlicher dekontaminieren, vor allem ideologisch. Bei jeder der beiden Kontrollposten gibt es zum Ausgang eine Messstelle, durch die man durch muss, aber die Ergebnisse waren bei allen unserer Teilnehmer im normalen Bereich. Gut, gründlich messen, das schadet ja nicht.

 

Alles zusammen für einen Physiker ein interessanter Ausflug, und an diesem Spätsommertag hatten wir schönes Wetter, das einzige, was richtig strahlte, war die Sonne, und das haben wir dankbar genossen.

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12 Kommentare

  1. Das schlimme, was in Tschernobyl passiert ist, waren die unnötigen Evakuierungen. Auch Pripyat hätte nicht evakuiert werden müssen, wenn man Dosis und Dosisleistung vor Ort als Maßstab heran gezogen hätte, und nicht die Vorschriften unsinniger Gesetze. Ich habe oben das schon gesagt, allerdings zum Ereignis Fukushima. Wenn nach SPIEGEL es in Fukushima 600 Todesopfer durch unsinnige Evakuierungen gegeben hat, dann können es in Tschernobyl wegen der doppelten Anzahl von evakuierten Menschen auch doppelt so viele Todesopfer gewesen sein, also 1200 Opfer. Macht in der Summe 1800 Todesopfer durch unsinnige Evakuierungen bei zwei Reaktorunfällen. Wir brau-chen SCHUTZ vor unsinnigen Strahlenschutzmaßnahmen.

    Aber vermutlich wird nichts passieren, denn der moderne Mensch GLAUBT an die Gefahr jeglicher Strahlung, so wie im Mittelalter der Mensch an die Gefahr jeglicher Hexen/Hexenmeister GEGLAUBT hat. Im Mittelalter wurde die Gefahr der Hexen durch Papst Innozenz in der Hexenbulle 1484 zum Gesetz erhoben, in unserer Zeit erledigte das Kardinal Reinhard Marx als Mitglied der Ethikkommission in 2011 durch seinen Ausspruch „Kernenergie ist Teufelszeug“.

  2. @ #9 F. Peters

    Das ist so nicht richtig, denn 1. existiert Moorburg, 2. gibt es nach Meck-Pomm eine Leitung nach Krümmel, 3. eine HGÜ-Leitung nach Schweden, 4. eine Kuppelstelle nach Jütland und 5. Zwei dicke Leitungen über die Elbe bei Stade. Die können bei Flaute, was da oben oft vorkommt, genug Leistung importieren. Nur mit dem Export klappt das nicht so recht, denn wenn in S.-H. Windstärke sieben herrscht, herrscht die auch in DK, Niedersachsen und Meck-Pomm, und dann sind alle Leitungen vom „guten“ Ökostrom „verstopft“, wie so ein dämlicher Grüner im DLF neulich bei Theo Geers sagte.

    Deshalb wird sich die Windindustrie demnächst selbst zerlegen, weil es nicht mehr genug Bauaufträge für Windmühlen geben wird, als daß die ihre Belegschaften etc. sich erhalten können. Und wer kauft schon im Hochlohnland D primitive Technik ein, wenn der Mindestlohn z.B. für Rotorblattlaminierer auf 8,5 € festgelegt wurde. Das können die Chinesen und andere viel billiger.

  3. #6: Klaus Metzger sagt:

    Sehr geehrter Herr Metzger, Sie haben einen guten Riecher.Spätestens wenn Brokdorf an der Reihe ist, wird Schleswig-Holstein ein- bis zweimal pro Woche auf Inselbetrieb umschalten.

    Mit herzlichem Glückauf

  4. @ #7 Hanna Thiele

    „Es war kein „Technikfehler“ sondern die Tatsache, daß sich die Sowjetunion über die Vereinbarung der Genfer Atomkonferenz von 1955 hinweggesetzt hatte, diesen Reaktortyp wegen seiner Gefährlichkeit nicht mehr zu bauen.“

    Völlig korrekt, was Sie da schreiben. Paßt aber nicht ins Konzept der LWR-Hardliner-Denke. Wenn man noch Stunden und Tage nach Abschalten eines Reaktors die „Nachzerfallswärme“ per Zwangskühlung abführen muß, damit es nicht zur Metallschmelze der „Brennstäbe“ kommt, stimmt etwas mit der Denke der Konstrukteure nicht.

    „Der Reaktor-Pionier Dr. Karl-Rudolf Schmidt aus Erlangen belegte nach dem Unglück dem deutschen Atomforum, der „Gesellschaft für Energietechnik“ im VDI (GET) und der Firma Siemens ausführlich diese Zusammenhänge, nannte sie ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und appellierte an Transparenz, denn jedem Laien hätte die Unvergleichbarkeit mit den westlichen Reaktoren klar werden können.“

    Vergessen Sie nicht, daß der „DDR“-Geheimdienst unter M. Wolf überall seine Agenten eingeschleust hatte. Insofern wurden die tatsächlichen Hintergründe der sog. Havarie – ein unzulässiger Versuch, erwungen durch die Rote Armee – damals nicht publiziert.
    Die HEW als Betreiber des KKW-Brunsbüttel haben auch fleißig vertuscht, was so an unzulässigen Eingriffen und Unterlassungen geschehen ist. Konstruiert hatten den Reaktortyp Siemens und AEG im Jahre 1969.
    Jetzt hat Siemens sich umorientiert und mit AN-Bonus die Windmüglentechnik eingekauft, was allerdings auch ein grandioses Verlustgeschäft wurde.

  5. Es war kein „Technikfehler“ sondern die Tatsache, daß sich die Sowjetunion über die Vereinbarung der Genfer Atomkonferenz von 1955 hinweggesetzt hatte, diesen Reaktortyp wegen seiner Gefährlichkeit nicht mehr zu bauen.
    Dahinter stand die Erkenntnis der Sowjets, daß sie angesichts des Wettrüstens über weniger spaltbares Plutonium verfügten als die USA. Es handelte sich also um „dual use“, Erzeugung von Plutonium UND Strom.
    Im Gegensatz zu den Sowjets hatte die US-Atomkommission ihre 8 Hanford-Anlagen schon in der ersten Hälfte der 50-er Jahre durch 5 mit Schwerwasser gekühlte und zugleich moderierte Anlagen ersetzt.

    Der Reaktor-Pionier Dr. Karl-Rudolf Schmidt aus Erlangen belegte nach dem Unglück dem deutschen Atomforum, der „Gesellschaft für Energietechnik“ im VDI (GET) und der Firma Siemens ausführlich diese Zusammenhänge, nannte sie ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und appellierte an Transparenz, denn jedem Laien hätte die Unvergleichbarkeit mit den westlichen Reaktoren klar werden können.

    Das Deutsche Atomforum und die anderen Genannten haben verhindert, daß diese Informationen an die Öffentlichkeit kamen, vermutlich, um die von den Kernphysikern des Uran-Vereins in jahrzehntelanger Vorarbeit – gemeinsam mit Sowjets und DDR – eingefädelte Deutsche Einheit nicht zu gefährden. Insofern ist der deutsche Ausstieg als „Opfer“ zu betrachten. Das wäre vielleicht hinzunehmen, würden nicht gleichzeitig die Einfädler mithilfe des westdeutschen Bildungsbetriebes eine Mauer in die Hirne unserer Kinder pflanzen, damit sie nicht anfangen, sich und uns zu fragen, ob dieses Zwangs-Opfer rechtens sein kann.

  6. #5: Dr. Peter Steinbock sagt:

    „Erst Frau Merkel war es plötzlich vorbehalten, die Tsunamifolgen der Kernkraft anzulasten und schamlos zu dramatisieren. Billig und verlogen.“

    Der Ausstieg aus der Kernkraft nach Fukushima war sachlich unnötig, aber politisch alternativlos. Nach dem Dauerbombardement der Medien, allen voran der mit der Volkserziehung beauftragte öffentlich-rechtliche Rundfunk, mit nuklearen Schreckensmeldungen liefen die deutschen Michel los und kauften sich kollektiv Geigerzähler. Gefühlt millionenfach wurden uns die Bilder von Wasserstoffexplosionen als explodierte Kraftwerke untergejubelt. Vermeintliche Todeskolonnen wurden von “Moderatoren” mit der mittlerweile legendären “Kleber-Mine” auf den Weg in den Untergang geschickt. In dieser Situation an der Verlängerung der Atomkraft festzuhalten wäre in einer Demokratie politischer Selbstmord gewesen und wir hätten längst eine Grüne Kanzlerin in einer Grün/Rot/Roten Koalition mit unabsehbaren Folgen für Deutschland. “Manchmal ist es schon ein Erfolg, schlimmeres verhindert zu haben.” sagt die Kanzlerin. Solange die Medien die öffentliche Meinung erzeugen und solange wir eine Einheitsphalanx von öko-sozialistischen Medien haben, wird sich daran nur schwer etwas ändern lassen. Aber versuchen kann man es zumindest. Großen Dank an EIKE!

    PS: Der Atomausstieg war nach Fukushima politisch alternativlos, ist aber nicht unumkehrbar. Wenn zum Zeitpunkt des geplanten endgültigen Atomausstiegs die Kraftwerkskapazitäten für eine sichere Stromversorgung Deutschlands nicht ausreichen, dann werden die Kernkraftwerke weiter laufen, auch unter dem wilden Geheul unsere Presse. Die Kraft des Faktischen ist stärker als jede Ideologie.

  7. Danke auch von mir an Herrn Würdig für den guten Bericht. Verantwortung und Ausblick sind richtig beschrieben. Von einer überzogenen Dramatisierung von Tschernobyl und Fukushima halte ich gar nichts. Da hätte man andere Beispiele genug gehabt. So haben die Atombombenabwürfe in Japan nicht dazu geführt, dass die Regionen menschenleer bleiben müssen, obwohl der gesamte Kernbrennstoff und Folgeprodukte verteilt wurden. Obama wäre dort nicht aufgetreten. Wer spricht heute von dem Unfall des Reaktors SL-1 in Idaho Falls USA am 3.1.1961? Bei diesem Unfall eines kleinen Leistungsreaktors kam es bei Handbeladung am offenen Druckgefäß zu Dampfexplosion infolge Promptkritizität mit Austrag und großflächiger Verteilung des Coreinhalts in die Umgebung. Man tauschte großflächig die Erde metertief aus, wo das nicht ging wurden die Partikel mit Bindemitteln oder Bitumenauftrag festgebunden, um Weiterverteilung zu verhindern. Von einer dauernden Sperrung des Geländes ist nichts bekannt. Diesen Filmbericht konnte ich dank IAEO Mitgliedschaft der DDR bereits Mitte der sechziger Jahre sehen ohne Komplikationen. Auch in Harrisburg am 28.3.1979 kam es zur Kernschmelze von einem Drittel des Cores. Erst Frau Merkel war es plötzlich vorbehalten, die Tsunamifolgen der Kernkraft anzulasten und schamlos zu dramatisieren. Billig und verlogen.

  8. Danke, Herr Würdig, ein sehr schöner Bericht, ich bitte um den Scan aus der „Jungen Freiheit“

    Manchmal bringt auch DER SPIEGEL gute Berichte, so im Heft 17/2016, Seite 106 ff „Schön verstrahlt“. Das ist ein ausgewogener Bericht, weil auch über die biopositiven Wirkungen der Strahlung im Niedrigdosis-Bereich und Niedrigdosisleistungs-Bereich (Hormesis) geschrieben wird. Und etwas sehr wichtiges schreibt der SPIEGEL zu Fukushima: Kein Mensch starb an der Strahlung, aber
    „Viele Menschen starben dagegen an den Folgen der weiträumigen Evakuierung ….. Kranke wurden aus Intensivstationen abtransportiert, Alte aus ihrem Pflegeheim geholt, …. Die vorsichtigste Berechnung geht von mindestens 150 Todesfällen aus. Eine Studie der Standford University kommt auf 600 Evakuierungsopfer…“
    So das deutsche Leitmedium DER SPIEGEL, wann werden andere Medien nachziehen?
    Wir dürfen also feststellen, nicht die Strahlung brachte Menschen zu Tode, sondern die Strahlenschutzmaßnahmen brachten Menschen zu Tode. Wir brauchen also Schutz vor unsinnigem Strahlenschutz, wir brauchen Strahlenschutz-SCHUTZ.

  9. Ein lesenswerter Artikel. Leider läuft allabendlich das pure Angst- und Schrecken-TV der öffentlich rechtlichen Sender mit einem Millionenpublikum. Deren ständige Manipulationen bestimmen weitgehend die öffentliche Meinung. Nur ganz selten findet man in den „Qualitätsmedien“ sachliche, faktenbasierte und unaufgeregte Beiträge. Einen habe ich im Spiegel gefunden.

    “Legenden vom bösen Atom”

    http://tinyurl.com/4xralff

    Er beschäftigt sich mit den unmittelbaren und den Spätfolgen von atomaren Unfällen z.B. in der sowjetischen Atomfabrik im Ural, dort sollen laut Greenpeace bis zu 272.000 Menschen geschädigt worden sein, mit Tschernobyl, dort melden deutsche „Qualitätsmedien“ schon mal 500.000 Tote und mit Hiroshima und Nagasaki, auch hier schwelgen unsere „Qualitätsmedien“ im düsteren atomaren Todesrausch.

    Die Realität sieht ganz anders aus, so steht es im Spiegel-Artikel.

    Ebenfalls sehenswert ist der Vortrag von Dr. Walter Rüegg von der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur:

    Radioaktivität: Fluch oder Segen

    http://tinyurl.com/h86ubl6

    Dadurch sind selbst in der Wurzel gefärbte Grüne schon bekehrt worden. Unbedingt ansehen.

    Da werden u.a. zwei Landkarten präsentiert, eine von Fukushima und eine von der Schweiz, auf der die radioaktive Strahlung farblich markiert ist. Ergebnis: Die Südschweiz strahlt genau so stark, wie die Hotspot-Region nordwestlich vom Unglücksreaktor in Fukushima. Bei gleichen Maßstäben müsste das schöne Tessin weitgehend evakuiert werden. Negative Auswirkungen auf die Tessiner konnte ich bei meinen Besuchen dort allerdings nicht feststellen, im Gegenteil, besonders die Rentner sehen alle ziemlich rüstig aus.

  10. Sehr guter Bericht und es zeigt das der Mensch vieles machen kann. Ich sage vieles, da das Klima nicht dazu gehört.
    Der folgende Satz ist sehr gut „Nach dem Untergang der Titanic hat man auch nicht beschlossen, die Seefahrt endgültig aufzugeben“, da er zeigt dass der Mensch, wenn er sich nicht aufgibt, alles überwinden kann.

    Ich erinnere mich noch an die Angst die damals in 1986 vorhanden war. Viele Menschen haben aus Angst z.B. keine Frischmilch getrunken oder Salat gegessen. Ich sagte damals meiner Frau das es nicht so schlimm ist wie viele glauben (auch in unserer Bekannschaft) und wir haben unsere Ernährung nicht verändert

    Da wir damals nud TV, Radio oder Zeitung hatten war es nicht einfach gute Information zu finden.

    AKW’s sind wichtig damit wir nicht zu einem Leben wie die Amish Leute in der USA zurückkehren. Pferdekutschen , Holzfeuer und Kerzen sind nur drei Beispiele.
    Auf der anderen Seite ist es eigentlich nicht möglich da in sehr kurzer Zeit kein Holz mehr vorhanden wäre.

    Filme und Computergames zeigen oft eine Welt anders als unsere heutige Zeit.
    Ist dies wegen der Angst oder wird damit die Angst geschürt?
    Waffen sind sehr wichtig in dieser denkbaren Zukunftswelt.
    Beispiele:

    S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl „first-person shooter survival horror video game“

    Fallout 4 „a post-apocalyptic role-playing game“. Da gibt es zwar auch Windenergie, aber Generatoren sind ein wichtige Teil um Strom zu erzeugen.

    Besonders hat mit diese TV Serie gefallen aber es ist mir nicht bekannt ob es in Deutschland zu sehen war.
    Revolution (http://www.imdb.com/title/tt2070791/) „Fifteen years after a permanent global blackout, a group of revolutionaries seeks to drive out an occupying force posing as the United States Government.“

  11. Sehr schöner Bericht.

    Allerdings fehlen die wichtigsten Essentials: bedrohliche, unangenehme Hintergrundmusik. Verzerrte, verfremdete und häufig Schwarz-Weiss-gedrehte Bilder. Eine dumpfe, drohende Off-Stimme, die Schlüsselwörter wie „Tod“ oder „Krankheit“ möglichst oft daherbetet. Aber vor allem fehlt das verkniffene, moralinsaure ZDF/WDR-Moderatorengesicht (auch „Kleber-Mine“ genannt)

    Beim nächsten Bericht bitte berücksichtigen 🙂

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