Wunsch und Wirklichkeit beim Elektroauto

Sigmar Gabriel Elektroauto-Kauf-Unterstützer; Bild A.Savin (Wikimedia Commons

von Dr. Klaus-Peter Krause
Elektromobilität allein mit Ökostrom klappt nicht – Nur wegen der Elektroautos werden 40 neue Großkraftwerke nötig – Allein die Autobatterie kostet 40 000 Euro – Batterie aufladen dauert 8 Stunden, Diesel tanken 3 Minuten – Elektroautos sind technisch und wirtschaftlich den Autos mit Verbrennungsmotor unterlegen


Für so was sitzt das Geld locker, für so was wird es verschleudert: für  E l e k t r o a u t o s ! Die Bundesregierung der großen Koalition von Union und SPD hat sich entschieden, den Absatz dieser Autos mit einer Kaufprämie voranzutreiben (hier). Der Bundestag allerdings soll darüber nicht bestimmen dürfen, denn Bundesfinanzminister Schäuble will für die Prämienkosten (600 Millionen Euro) keinen Nachtragshaushalt vorlegen, sondern den Betrag aus dem Klima- und Energiefonds bestreiten. Dem Nachtragshaushalt müsste das Parlament zustimmen, der Finanzierung aus dem Fonds nicht, und dann bekäme der Haushaltsausschuss den Prämienbeschluss der Regierung nur zur Kenntnisnahme (FAZ vom 11. Mai, Seite 17).

Das Geschwätz von gestern

Immerhin aber sind die Bedenken gegen die Prämie in der Unionsfraktion erheblich (FAZ vom 27. April, Seite 1). Bundesfinanzminister Schäuble war lange dagegen, erst Ende März zeigte er Bereitschaft. Abgelehnt hat die Prämie auch der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (hier). Ebenso hatte die frühere Bundesregierung unter Merkel 2012 entschieden – sogar einhellig, also mit Merkel (hier). Und noch zu Beginn der großen Koalition im Herbst 2013 war im Koalitionsvertrag festgeschrieben: „Bei der Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität setzen wir auf nutzerorientierte Anreize statt auf Kaufprämien.“ (FAZ vom 27.04.2016, Seite 16). Wir kennen das: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Oder gebildeter: Tempora mutantur et nos mutamus in illis. Aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander.

Von 2030 an wollen die „Klimaretter“ nur noch Elektroautos zulassen

Der Wunsch ist dieser: Den federführenden Politikern Barbara Hendricks und Rainer Baake schwebt vor, den Antrieb der Autos bis zum Jahr 2050 völlig auf Strom umzustellen, also den Treibstofftank durch die Batterie zu ersetzen. Hendricks ist Bundesministerin für Umwelt und hat einst Sozialwissenschaften und Geschichte für das Lehramt studiert. Baake ist Staatssekretär für Energie im Bundeswirtschaftsministerium und hat an der Uni Marburg seinen Diplom-Volkswirt gemacht. Da die Nutzungsdauer von Autos bis zu zwanzig Jahre beträgt, sollen nach den Vorstellungen dieser beiden und anderer “Klimaretter” von 2030 an nur noch Autos mit Elektroantrieb zugelassen werden. Gesetzlich verankern will man das bereits in der laufenden Legislaturperiode.

Die irrige Ansicht, Überschussstrom koste nichts

Die Wirklichkeit beschreibt die Stromverbraucherschutzvereinigung NAEB e.V. so: „Die Forderung, per Gesetz Elektromobilität zu erzwingen, sind typische Aktivitäten von ideologisch verblendeten Politikern, die keinen Bezug zur Realität haben.

Aus: Lübecker Nachrichten vom 19. Mai 2016

Sie gehen offensichtlich davon aus, mit dem Bau von weiteren Windstrom-, Solarstrom- und Biogasstromanlagen gäbe es in 15 Jahren Ökostrom im Überfluss, der Autobatterien füllen könne. Dahinter steckt die irrige Ansicht, Überschussstrom koste nichts. Natürlich ist das eine Milchmädchenrechnung. Die Kosten für den Überschussstrom muss der Stromkunde bezahlen, oder die Erzeuger von Ökostrom gehen pleite.“

Elektromobilität allein mit Ökostrom klappt nicht

„Das Laden von Autobatterien mit Ökostrom ist nur möglich, wenn Wind weht und Sonne scheint. Ist das nicht der Fall, müssen konventionelle Kraftwerke den Strom mit Brennstoffen erzeugen. Damit kommt die Frage auf: Gibt es überhaupt genug Strom, um die mehr als 40 Millionen Personenkraftwagen und die rund 2 Millionen Lastkraftwagen elektrisch zu betreiben? Allein die Personenkraftwagen verbrauchen für ihren Antrieb ohne Heizung und Klimaanlage im Jahr mindestens 120 Milliarden Kilowattstunden (kWh), die zusätzlich zu den 600 Milliarden kWh Stromverbrauch in Deutschland hinzukommen. Der Verbrauch für die Lastwagen liegt in einer ähnlichen Größenordnung. Die mehr als 25.000 Windstromanlagen und die Solaranlagen erzeugen zusammen knapp 100 Milliarden kWh Strom im Jahr, die im Mittel mit 15 Cent/kWh nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden. Mit der von der Bundesregierung geplanten Verdreifachung der Ökostromanlagen in Deutschland ist also rein rechnerisch genügend Ökostrom für den Elektroantrieb vorhanden.“

Nur wegen der Elektroautos werden 40 neue Großkraftwerke nötig

„Doch das gilt nur für die Strommengen, also für die Energie. Ganz anders sieht es mit der Verfügbarkeit der Energie aus, der Leistung (kW). Zum Aufladen der Autobatterien wird viel Strom, also eine hohe Leistung benötigt. Die muss zum Ladezeitpunkt vom Stromerzeuger bereitgestellt werden, weil sich Strom in größeren Mengen weder physikalisch noch wirtschaftlich speichern lässt. Dazu sind mindestens 40 neue große Kraftwerke mit je 1000 Megawatt Leistung zusätzlich erforderlich, die jederzeit abgerufen werden kann. Wind- und Solaranlagen sind nicht geeignet, denn nachts scheint keine Sonne und der Wind weht unregelmäßig oder gar nicht. Für elektrisch angetriebene Autos brauchen wir daher neue Großkraftwerke mit Brennstoffen. Dazu müssen auch noch Kernkraftwerke ersetzt werden, die in Deutschland nicht mehr akzeptiert werden. Wenn man also eine Elektromobilität erreichen will, müssen schleunigst neue Kraftwerke zum Betreiben mit Brennstoffen gebaut werden, statt Kohlekraftwerke abzuschalten.“

Elektromobilität wird viel teurer: Allein die Autobatterie kostet 40 000 Euro

„Es ist typisch für die gesamte Energiewende-Diskussion: Die Energiewende muss kommen – über Kosten reden wir nicht. Doch hier sollen die Kosten abgeschätzt werden. Ein Auto mit Elektroantrieb ist preiswerter und einfacher zu fahren als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Dies ist der einzige Pluspunkt. Teuer wird die Batterie. Nach Angabe von NAEB-Mitgliedern, die in diesem Bereich forschen, kosten Batterien heute 500 Euro je 1 kWh Speicherkapazität. Selbst bei einer Halbierung durch Großserienproduktion kostet die Batterie etwa das Gleiche wie das restliche Fahrzeug. Für ein Auto mit einer Fahrleistung von 500 Kilometern braucht man eine Batterie, die 80 kWh speichern kann. Die Batterie kostet rund 40.000 Euro und muss nach etwa 7 Jahren erneuert werden. Die Speicherfähigkeit lässt bereits früher nach, wodurch die Reichweite sinkt.“

Batterie aufladen dauert 8 Stunden, Diesel tanken 3 Minuten

„Aber Elektrofahrzeuge, so wird dem Bürger suggeriert, fahren mit preiswertem Ökostrom. Dies ist falsch. Die Wendepolitik mit dem EEG treibt die Strompreise in die Höhe. Heute kostet Strom bereits 30 Cent/kWh. Und die Kosten steigen mit jeder Ökostromanlage weiter an. Man kann sich das selbst leicht ausrechnen. Mit vier Kilowattstunden Strom, die 1,20 Euro kosten, kommt ein Auto genau so weit wie mit einem Liter Diesel für 1,00 Euro. Der Dieselmotor liefert darüber hinaus reichlich Wärme und Kühlung, während die Reichweite beim Elektroauto drastisch sinkt, wenn das Fahrzeuginnere temperiert werden soll. Die Batterie muss mit einer Leistung von 10 kW aufgeladen werden, damit sie nach 8 Stunden ihre volle Kapazität hat. Für diese hohe Leistung brauchen viele Haushalte eine stärkere Leitung. Der Treibstoff für den Verbrennungsmotor ist dagegen ohne Zusatzkosten für den Autofahrer innerhalb von drei Minuten getankt.“

Die Kaufprämie ändert an der Wirklichkeit nichts

„Trägt man alle Fakten zusammen, kostet ein Elektroauto mindestens doppelt so viel wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Darüber hinaus muss man warten, bis die Batterie aufgeladen ist. Eine Fahrt quer durch Deutschland geht dann nur noch mit längeren Aufenthalten. Fast alle Autokäufer haben dies begriffen. Auch Kaufprämien von einigen tausend Euro ändern hieran nichts. Denn das Elektroauto ist auch dann noch wesentlich teurer und unzuverlässiger als die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Und selbst das Argument, Brennstoffe würden eingespart, stimmt nicht. Der Strom muss überwiegend in Kraftwerken mit Brennstoffen erzeugt werden mit dem gleichen Wirkungsgrad wie beim Verbrennungsmotor. Die Abwärme geht dann ungenutzt ins Freie und die Abgase in die Umwelt. Elektroautos werden daher nur von gut betuchten Technik-Freaks gekauft, die ein solches Gefährt als Zweit- oder Drittauto ausprobieren.“

Elektroautos sind technisch wie auch wirtschaftlich bisherigen Autos unterlegen

„Elektroautos sind technisch und wirtschaftlich den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unterlegen. Sie bringen auch keine Verbesserung des Umweltschutzes und schonen Brennstoffvorkommen nicht. Die Planung, in Zukunft nur noch Elektromobile zuzulassen, ist sowohl technisch wie auch wirtschaftlich Unsinn. Die Frage lautet: Sind in den Ministerien keine Fachleute mit ausreichenden technischen und wirtschaftlichen Kenntnissen oder werden diese Fachleute zu weitreichenden Entscheidungen nicht gehört? Dem Autokäufer wird das egal sein. Er kann rechnen und wird eine solche unsinnige Politik durch die nächsten Wahlen hoffentlich beenden.“

Soweit die wörtlich zitierte NAEB-PR-Mitteilung zum Elektroauto (hier), nur die Zwischenüberschriften sind von mir hinzugefügt. Ein Professor, der an einer deutschen Hochschule Elektrochemie lehrt, kommentiert: „Die Deutschen werden irgendwann den Betrug erkennen, und ich kann nur hoffen, dass bis dahin kein irreversibler Schaden eingetreten ist. Narren kann man nicht aufhalten.“

Der Bürger und promovierte Diplom-Chemiker Hans Penner in Linkenheim-Hochstetten schrieb in einem Offenen Brief vom 27. April 2016 an Bundeskanzlerin Merkel: „Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, das Volk braucht noch etwas Zeit, bis es erkennt, wie schwer es von Ihnen finanziell unnötig belastet wird:
1. Arme Bürger müssen die Elektro-Autos reicher Leute finanzieren.
2. Arme Bürger müssen die Solardächer reicher Leute finanzieren.
3. Hunderttausende von Haushalten können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen wegen Ihrer katastrophalen Energiepolitik.
4. Sie haben die Staatsverschuldung dramatisch in die Höhe getrieben.
5. Die Bürger müssen korrupte Banken und Staaten finanzieren.
6. Die Bürger müssen Immigranten finanzieren, die nicht asylberechtigt sind.
7. Die Kriminalität steigt und kostet Geld.
Auch haben viele Bürger Ihre Absicht noch nicht durchschaut, aus Deutschland einen islamischen Staat werden zu lassen, der die Menschenrechte ablehnt.“
Solche Briefe an Merkel hat dieser Bürger über die Jahre viele geschrieben (siehe hier). Es ist ziemlich sicher, dass Frau Merkel keinen dieser Brief je zu Gesicht bekommen hat und mit dem Namen Penner nichts wird anfangen können.

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Was zur Kaufprämie konkret vereinbart wurde: „Die Zuschüsse sollen 4000 Euro für reine Elektroautos und 3000 Euro für Hybride mit aufladbarer Batterie plus Verbrennungsmotor betragen. Dabei darf das Basismodell nach Listenpreis nicht teurer als 60 000 Euro sein.  Finanziert werden soll die Prämie je zur Hälfte vom Bund und von der Industrie, wie am Dienstagabend bei einem Treffen im Kanzleramt mit Branchenvertretern vereinbart wurde. „Wer zuerst kommt, bekommt die Förderung“, sagte Schäuble. Wenn die Summe von 1,2 Milliarden Euro ausgeschöpft sei, ende die Prämie. Daimler, Volkswagen und BMW haben eine fünfzigprozentige Beteiligung laut Regierung schon zugesagt. Zum Förderprogramm gehört auch der Aufbau von 15 000 neuen Ladestellen. Dafür stellt der Bund von 2017 bis 2020 rund 300 Millionen Euro bereit. Künftig soll auch jeder fünfte Wagen des Bundes ein Elektroauto sein. Für die Mehrkosten bei der Beschaffung werden 100 Millionen Euro vorgesehen. Wer das Elektroauto an seiner Arbeitsstätte auflädt, muss das nicht als geldwerten Vorteil in der Steuererklärung angeben. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, mit den vereinbarten Maßnahmen hoffe man die Zahl der Elektroautos über die Schwelle von 500 000 zu heben.“ (Die FAZ vom Donnerstag, den 28. April 2016, Seite 1).

DIE ZEIT vom 18. Mai 2016: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-05/kaufpraemie-elektroautos-bundeskabinett-beschluss-elektromobilitaet   „Die Bundesregierung will den autoverliebten Deutschen die Elektromobilität schmackhaft machen. Das Kabinett beschloss die umstrittene Kaufprämie. 4.000 Euro gibt es demnach für reine Elektroautos und 3.000 Euro für Hybridfahrzeuge mit aufladbarer Batterie plus Verbrennungsmotor. Bedingung ist, dass das Basismodell nach Listenpreis nicht teurer als 60.000 Euro ist. Zudem sollen Käufer von Elektroautos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden; bislang galt die Steuerbefreiung für fünf Jahre. Außerdem steckt der Bund 300 Millionen Euro in den Aufbau von 15.000 neuen Stromladestellen.  Die Regierung hofft, mindestens 300.000 Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Im schwarz-roten Koalitionsvertrag war noch das Ziel ausgerufen worden, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge durch Deutschland rollen.  Die Zuschüsse gibt es nur für Wagen, die nach dem 18. Mai gekauft wurden und mindestens neun Monate behalten werden. Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und Vereine können sie ausschließlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Die Prämie soll so lange ausgeschüttet werden, bis der 1,2-Milliarden-Fördertopf leer ist – spätestens aber Ende Juni 2019. Die Kosten teilen sich Bund und Industrie. Neben deutschen Herstellern werden auch zahlreiche ausländische Autobauer für ihre Elektromodelle die Prämie anbieten.“

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors hier

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21 Kommentar(e)

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1
Hengsberger, Gerd

Ich treffe mich in Kürze mit Vertretern der IG Metall und Betriebsräten der Automobilindustrie.
Kann mir jemand etwas über die Folgen für den Automobilstandort D und seine Zukunft sagen, wenn wirklich der Irrsinn E-Mobilität eintritt.
Gibt es dazu eventuell schon Betrachtungen?

2
Johannes Hartung

1. Bitte erkläre mir jemand, warum wir zu Hause tausende Liter Heizöl verbrennen, statt 5 Liter Diesel in den Tank zu tun, die einer 500 kg Batterie entsprechen. Erst Haushalte elektrifizieren, dann Fahrzeuge.

2. Zweiräder erzeugen in vielen südeuropäischen Großstädten Schadstoffe. Ein Zweirad braucht keine Klimatisierung, also bitte beim Verkehr erst die Zweiräder elektrifizieren.

3. Es gibt nichts, was stärker nach Energie lechzt, als ein leer gefahrenes Elektrofahrzeug. Gleichzeitig kostet es NUR AN AKKUVERSCHLEISS 35 bis 50 ct eine kWh in den Akku zu laden und wieder herauszuholen (von wegen Smart Grid).

4. Zu fördern wären Fahrzeuge mit fest definiertem Anforderungsprofil, also Verteiler Lieferwagen, Postzusteller, Fahrzeuge innerhalb Firmengeländen/Flughäfen, etc. aber NICHT der private PKW. Dieser wird sowohl im Sommer zum Brötchen holen wie auch im Winter voll gepackt zur Urlaubsfahrt benutzt.

5. Eine Batterie, die beide Reaktionsteilnehmer mit sich schleppt, kann niemals so effizient wie ein Verbrenner sein, der einen der Reaktionsteilnehmer (O2) aus der Umgebung bezieht und das Reaktions-Produkt ausstößt.

3
Attila Ladanyi

Wir haben schon alles für Elektromobilität ausser die wichtigsten Infrastrukturen. Mehr als 50-100km Reichweite ist nicht nötig (solange nur in den Ballungsgebieten herumgefahren wird), sofern die Hauptstraßen mit induktive Ladestreifen versehen sind. Ähnlich der Transrapid kann man dort dann während der Fahrt bis 500 Km/h Strom holen. Die Nebenstraßen gehen dann über Batterie.
Das zu bewegen benötigen wir noch um die 20 große Kernkraftwerke (sowieso).
Die Batteriemengen pro Fahrzeug muss begrenzt werden. Es macht kein Sinn tote Tonnen spazierenzufahren. Physikalisch begrenzt sind die Entwicklungsmöglichkeiten der Batterien sowieso. Ab eine gewisse Energiedichte brennen die Dinge zwangsläufig. Supraleitung wäre noch interessant aber kein Lösung in Sicht das bezahlbar wäre.
Ich sehe für die nächsten 20-30 Jahre höchstens das Ende eines Hypes, dafür vielleicht eine Menge an "carsharing" E-Mietwagen an den Bahnhöfen die statt Taxi benutzt werden. Drittwagen werden weiterhin nur wenige leisten können.
2030 sind die Klimaretter schon längst in Rente oder mit dem Gegenteil davon beschäftigt was sie heute treiben.

4

@ Pseudonym Chr. H.

Wieder ein Trollo, der den Dreisatz nicht beherrscht.

Bei 10 Millionen Kfz. mit einer Jahresfahrleistung von 15000 km müssen Sie Strom während der verfügbaren Ladezeiten für 410 Millionen Kilometer täglich zur Verfügung stellen. Wenn in einem Ort im Speckgürtel von 3000 Einwohnern 1500 Autos existieren müssen Sie 15000 kW an Ladeleistung zusätzlich bereitstellen, damit kein Engpaß entsteht. Sie können ja mal die Leistung mit Windmühlen und Stromspeichern auf Erdgasbasis bereit stellen. Bundesweit natürlich. Wie sieht dann Ihre Energie- und Kostenbilanz aus?

Und nun rasch den reisatz angewendet, bevor der Fischmarkt überflutet wird, weil Sie den nicht beherrschen.

5
Rudolph Heinrich

#3: Werner Geiselhart
und
#7: Martin Landvoigt

Wenn die E-Autos dank Subventionierung und Steuerbefreiung oder durch das schon geplante Verbot von Fahrzeugen mit fossilen Kraftstoffen verdrängt - nicht ersetzt - haben werden, werden ihre Halter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder KFZ-Steuern oder wie man das dann nennen wird zahlen müssen.
Diese werden dann wohl wesentlich höher als heute sein, da die durch den Steuerausfall verursachten Versäumnisse im Straßenbau und bei anderen wichtigen öffentlichen Ausgaben wieder ausgebügelt werden müssen.

Warum nur fällt mir da spontan das Buch "Lampen für China" ein?

6
Christoph H.

Ihr Beitrag wurde wegen Regelverletzung gelöscht.
mfG
Admin

7
Andreas Hoemann

@14:

Und während das Auto geladen wird, möglicherweise auch noch das Zweitauto der Frau oder eines Kindes, kann dann nicht mehr gekocht werden. Meine Güte, rechnen sie sich einen Blödsinn schön, ohne an die übrigen Verbraucher zu denken.

8
Christoph H.

@11 Werner: Vielen Dank für die relativ sachliche Anmerkung. Ich stimme ihnen voll zu den Akku nicht zu quälen und nur mit 80% zu laden. Wenn mann noch den Kapazitätsverlust von bis zu 80% berücksichtigt, landet man irgendwo bei 200.000 km. Jetzt kann man noch über die Zyklenzahl oder Verbrauch diskutierten, aber mir ging es nur darum, dass die 7 Jahre bei einem so großen Akku nicht mehr passen. Bei der Schnellladung habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Mehr als 11/22 kW wird der normale Hausanschluss nicht hergeben, aber 10kW wie ein Herd halt schon. An der Autobahn bei einem sparsamen Elektroauto 200km nachzutanken sollte schon möglich sein (15kW x 6 = 90 kW; 150kW Schnellladestationen gibt es schon). Ich sehe es auch wie sie, dass 10 Autos das Maximum für eine gleichzeitige Ladung an einen Punkt sind und der Hauptteil bei der nächtlichen Ladung mit 11/22 kW liegt. 900 oder 1.500 kW klingt viel, ist aber schon heute mit dem vorhandenen Netz machbar.

9
Jürgen Wanninger

Ja, ja, nix durchdacht! Wie bei der Energiewende. Aber es geht ja auch nur um eine weitere ABM-Maßnahme und sonst um nix. CO2, EE alles vorgeschoben. WÄhle AfD und hoffe, dass die irgendwann in Verantwortung kommen und dann auch wirklich das machen, was sie versprechen.

10

Sehr gehrter Herr Landvoigt. # 7
Mit Riesensummen bzw. -einnahmen!In Unsummen Geldes kann man ebensowenig ertrinken wie in einer Untiefe. Nicht zu vergessen ,bei den Einnahmen, ist die Mehrwertsteuer, die auf jedes Produkt und jede Dienstleistung erhoben wird! E Autos sind um einiges teurer als herkömmliche vergleichbare. Und diesen vom Käufer zu leistenden Mehraufwand den hebt auch die Subventionierung nicht ganz auf
Der Staat denkt anders,er prognostiziert enorme, unbezifferbare Kosten, sollte der „Klimawandel“ (natürlich nur negativ konnotiert), nicht verhindert oder zumindest abgemildert werden.
Sehr geehrter Heinzow # 10
Wenn Glaube Dummheit ist, dann gibt es nur dumme Menschen. Denn irgendwas glaubt jeder.
Nur es kommt darauf an, wie tragend das ist,woran oder was man glaubt.
Wissen sollte nicht als Machtfaktor genutzt werden, sondern als Verpflichtung, das Wissen weiterzugeben. Das praktiziert EIKE, die Foristen oder ein Teil davon, vor Allem,. mit Informationen und Klarstellungen!
Nichtwissen ist ein Informationsmanko.

Mit freundlichen Grüßen
S.Bernd

11
Werner Geiselhart

@#1: Christoph H.
Sehr geehrter Herr H.,
Sie sind ja ein wahrer Rechenkünstler, bei mir kommen da ganz andere Ergebnisse raus.
Unterstellt, dass der Akku 1000 Ladezyklen ohne Kapazitätsverlust schafft (bitte nicht lachen), können Sie mit einem 80KWh-Akku und einer sinnvollen Aufladung von 80% bei 25KW/100km 1000*80/25*0,8*100=256.000km schaffen, Sie haben sich also um die Hälfte verschätzt.
Wenn Sie eine 60KWh-Batterie in 10 Minuten aufladen wollen, benötigen Sie eine Stromquelle mit der Leistung 60KW*6 = 360KW!. Wenn Sie bedenken, dass ein elektrischer Hausanschluß normalerweise 34KW bietet, dann ist das schon sehr ergeizig.
An einer Autobahn werden normalerweise ca. 10 Autos gleichzeitig betankt, bei Elektro wegen der kürzeren Reichweite eher mehr, dann kommen wir da auf eine Leistungsbedarf von sage und schreibe 3600KW = 3,6 Megawatt! Ein Direktanschluß an ein mittleres Kraftwerk wäre da schon von Nöten;-)

12

dass die Leute diese Nullen immer wieder wählen.

Gibt es denn Alternativen?

13

"Bei 1.000 Ladeyklen bin ich ja schon bei 500.000 km." Je älter ein Akku, desto weniger Kapazität hat er.

Wissen ist Macht, Nichtwissen ist Dummheit, so wie der Glaube auch.

14
Martin Landvoigt

#3: Werner Geiselhart sagt:
Sie haben völlig recht!

Die öffentliche Hand bedient sich doch mit Unsummen an der Mineralölsteuer. Wenn tatsächlich die E-Autos diese eliminieren ... woher kommt dann das Geld?

Übrigens sind viele Angaben im Text tendenziell zu optimistisch. Eine 80 kWh- Bettereie dürfte selten Voll geladen werden und selten auf Null runter gefahren werden. Realisitscher sind da maximaler nutzen von 60 kWh im praktischen Bereich. Nur sehr leichte Fahrzeuge und sehr sparsamer Fahrweise im Warmen kommen unter 20 kWh/100 km. Im Stop-And-Go - vor allem im Winter - können das auch deutlich über 40 kWh / 100km werden. Die mittlere Annahme ist da eher mit 25 kWh / 100km anzusetzen.

Wohlgemerkt: Im bundesdeutschen Strommix ist die CO2-Emission vergleichbar zu den meisten heutigen Fahrzeugen: Selbst wenn wir der CO2 Panik glauben würden, hätten wir noch immer keinen Nutzen!
Darin sind die Ladestrom-Verluste noch nicht enthalten, die dürften bei rund 20 % liegen.

15

"Antrieb der Autos bis zum Jahr 20150 völlig auf Strom umzustellen". Das ist ja noch seehr lange hin.

Kürzlich war ich zu einer Forschungs-Auftaktveranstaltung für Brennstoffzellenautos. Dort wurde angegeben, es komme auf den CO2-Wert am Rad an. Und der Strom zur Wasserstoff-Herstellung soll der überschüssige Windstrom sein. Man will also eine "Müllvernichtungsanlage" etablieren. Mein Hinweis, dass wenn schon CO2 in den Mittelpunkt gestellt wird, dann die gesamte Energiekette zu betrachten ist, wurde akzeptiert, sei hier aber nicht Gegenstand.

16
Juergen Uhlemann

@Admin
Tippfehler: Autos bis zum Jahr 20150

@#1: Christoph H. Es ist vollkommen egal ob die Elektroautos besser werden. Es ist eine dumme Idee von dummen Menschen.

Mein Gedanke zu diesem Thema ist dass die Damen und Herren die diese Idee bis zum bitteren Ende durchfechten sollten sofort auf Wind und Sonne umsteigen und nur ein EV Dienstfahrzeug benutzen duerfün das nur mit erneurbaren Strom von Wind und Sonne auftankt wird.

Ansonsten ist das eine wind-ige Idee.

Sogar Irland das viel Wind hat ist oft ohne Windstrom. Am 23ten war für ca. 15 Stunden weniger als 100MW (driving 427,747 kilometers in a Tesla Model S) laut http://windenergy.ie/live/
Die höchste Windausbeute war 2,683 MW aber das war im Januar ist ist sehr selten.
Da kann man den Zappelstrom so gut sehen und die Verantwortlichen sind auf beiden Augen blind.

Ich lache immer darüber da der Renault ZEO in Irland bis jetzt nur 52 mal registriert wurde.

Vielleicht sind die Autokäufer entweder zu schlau oder haben nicht das Geld dafür.

Der Kommentar von dem Professor "Die Deutschen werden irgendwann den Betrug erkennen, und ich kann nur hoffen, dass bis dahin kein irreversibler Schaden eingetreten ist. Narren kann man nicht aufhalten." find ich gut. Leider wird es nur durch Schaden erkannt und der Schaden wird gross sein damit ALLE es mitbekommen.
Wie sagt man so schön "Durch Schaden wird man klug".
Es muss weh tun und nicht nur bei den Kosten.

Solange wie das CO2 als Buhmann benutzt wird werden die Verantwortlichen diesen Unfug weitetreiben. Vielleicht brauchen wir nicht zu lange warten und eine kleine Eiszeit kommt uns zu hilfe.

17
Alexander Seilkopf

Ich denke es warden Reserveakkus sein, die vom ADAC geliefert werden. Da benötigen sie nur einen Sattelschlepper mit Auflieger. Akkubetrieben versteht sich!

Und ja, ich denke das die meisten Menschen einfach zu bequem sind, um sich selber zu informieren und lieber das her nehmen, was im TV, Schule, Studium so erzählt wird. Beratungsresistenz eingeschlossen!

Letztens ist doch tatsächlich ein Tesla an mir vorbei geschlichen. Kein Motorgeräusch, kaum Reifensound,... Keine Steuern, keine Abgaben... Schmarotzer also.
Oder der Elektromopedroller Typ Vespa... entweder war der Akku schon unten, oder die Karre war dermaßen gedrosselt, dass er nur mit Schrittgeschwindigkeit den Berg hoch kam.

Ich weiß es nicht. Traurig ist, das damit Kapital vernichtet wird, was anderweitig dringendst benötigt wird. Wie schnell Gesetze "erlassen", Gelder "freigegeben" werden, ohne das Parlament anzuhören sieht mir sehr nach Diktatur aus. Obwohl,... wenn Deutschland an weltweit 8. Stelle der Steueroasen liegt (Tax Justice Network) muss man sich nicht wundern.

Traurig ist es schon

18

Elektrofahrzeuge sind durchaus sinnvoll. Straßenbahn, E-Lok, Trolleybus, Gabelstapler. Auch moderner Luxus ist akzeptabel: E-Bikes, Hybridfahrzeuge, E-Kleinwagen für den Kurzstrecken-Individualverkehr in Städten.
Das was die Politiker jetzt anzetteln, ist eine neue Eskalationsstufe der Ressourcen- und Energieverschwendung.

19
Christoph H.

Die Batteriekosten liegen bei neuen Autos mit großen Batterien liegen bereits heute bei unter 200$/kWh. Die Gesamtkosten für 80kWh liegen also schon heute unter 16.000 $. Und bei 80kWh muss die Batterie auch nicht mehr nach 7 Jahren ausgetauscht werden. Bei 1.000 Ladeyklen bin ich ja schon bei 500.000 km. Das schafft der Normalbürger nicht in 7 Jahren.
Die Ladeinfrastruktur wird neben den Kosten tatsächlich eine entscheidende Aufgabe sein. Aber wenn schon ein normaler Herd eine Anschlussleistung von mehr als 10 kW hat, dann sollte dass auch mit dem nächtlichen Laden klappen. Die 3 min fürs Volltanken wird man wohl nie schaffen. Den 10 min für 200/300 km an Schnellladestationen schon eher.
Auf jeden Fall aktuell eine spannende und rasante Entwicklung bei den Elektroautos. Mal sehen, ob die Elektroautos in 10 Jahren schon auf breiter Ebene mit den Verbrennungsmotoren mithalten können.

20
Werner Geiselhart

Da die E-Autos weder KFZ-Steuer noch Mineralölsteuer bezahlen, mit denen der Straßenbau und weitere Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden, darf dies auch der Normalbürger über weitere Steuer- und Abgabenerhöhungen bezahlen.
Was für Nullen sitzen eigentlich an den Stellen, die solch einen Unsinn/solche Ungerechtigkeiten auf Kosten vor allem des kleinen Mannes produzieren.
Das Schlimme ist aber auch, dass die Leute diese Nullen immer wieder wählen. 80% der Bevölkerung ist anscheinend mit dieser "Energiewende" einverstanden, was zwar viel mit der Verdummungsoffensive durch grün angehauchte Politiker, Medien und sogenannte "Umwelt"verbände (NGOs) zu tun hat.
Aber: Selbst nachdenken und sich informieren ist immer noch erlaubt! Doch dazu scheint unsere Smartphone-Generation einfach zu bequem zu sein.

21

Gestern Rièsenstau bei Stuttgart mit knappem Tankinhalt.Ich stelle mir vor, es ist Winter und ähnlicher Stau und 500 Strommobilen geht langsam das Licht aus.Kommt dann der ADAC mit 500 Abschleppwagen oder mit 500 RESERVEAKKUS ?