Schon fünf Salomonen-Inseln sind durch den Klimawandel versunken – obwohl der Pegel dort nicht gestiegen ist

Helmut Kuntz
Vorbemerkung der EIKE-Redaktion: Unser Autor Helmut Kuntz zeigt hier ein weiteres Mal, mit welchen Mitteln man uns die große Katastrophe einreden will. Bei der Lektüre seines folgenden Beitrags sollte man sich immer vor Augen führen, dass diese Menschen wirklich glauben, dass der Meeresspiegel an einer Stelle steigt, an einer anderen nicht, wie die Halligen vor der Deutschen Nordseeküste zeigen. Das verrät Einiges über das Bildungsniveau der Alarmisten.
Nun aber zum Beitrag von Herrn Kuntz:


Schreckensmeldung des Portals für gesicherte AGW-treue Information: Fünf Inseln der Salomonen sind bereits durch den anthropogenen Klimawandel untergegangen:

[1] KLIMARETTER.INFO: Schon fünf Salomonen-Inseln versunken

Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel. Dass kleine Inselstaaten dadurch akut in ihrer Existenz bedroht sind, ist nicht länger etwas, das erst in einigen Jahrzehnten passieren wird. Fünf Inseln der Salomonen im Pazifik sind bereits komplett vom Meer überflutet. Auf sechs weiteren ist die Erosion schon so weit fortgeschritten, dass Häuser im Meer versunken sind. Weitere 21 sind hoher Wellenenergie ausgesetzt, sodass ihnen ein ähnliches Schicksal wahrscheinlich bald bevorsteht. Das ergab eine australische Studie, die im Fachmagazin Environment Research Letters veröffentlicht wurde.

Dabei bezieht sich diese Meldung auf eine andere:

[2] ABC.net: Solomon Islands: Rising sea levels blamed for the disappearance of five reef islands

For the past 20 years, the Solomon Islands have been a hotspot for sea level rise.

Its seas have risen at almost three-times the global average — about 7-10 millimetres per year since 1993. This higher local rate is partly the result of natural climate variability. These higher rates were in line with what is expected across much of the Pacific in the second half of this century as a result of human-induced sea level rise.

[Übersetzung von Chris Frey: [2] ABC.net: Salomonen-Inseln: Steigender Meeresspiegel verantwortlich für den Verlust von fünf Riff-Inseln

Während der letzten 20 Jahre waren die Salomonen-Inseln ein Hotspot für den Anstieg des Meeresspiegels. Das Meer ist fast dreimal so stark gestiegen wie im globalen Mittel – etwa 7 bis 10 mm pro Jahr seit 1993. Diese höhere lokale Rate ist teilweise die Folge der natürlichen Klimavariabilität. Diese höheren Raten liegen auf einer Linie mit dem, was in der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts im Pazifik zu erwarten ist als Folge des vom Menschen ausgelösten Meeresspiegel-Anstiegs]

Erst kürzlich hat der Autor in einer recht umfangreichen und wie er (immer noch meint) fundierten Recherche[4] festgestellt, dass Südseeinseln sicher sehr gefährdet sind – aber nicht durch den anthropogenen Klimawandel. Was ist also zwischenzeitlich dort geschehen?

In einem solchen Fall ist es am besten, sich den Verlauf der Tidenpegel in dieser Region selbst anzusehen. Vielleicht hat er sich seit der Zeit der letzten Sichtung dramatisch verändert, oder es wurden vorherige übersehen.

Bild 1 Salomonen-Inseln (Nr. 1) und Umgebung.

Quelle: PSMSL Catalogue Viewer, www.psmsl.org/data/obtaining/map.html

Von den im Bild 1 blau eingekreisten und benummerten Regionen sehen die Pegelverläufe wie folgt aus:

Salomonen selbst (1). Keine Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit ca. 1995. Der Absolutwert hat sich nicht verändert, eher verringert. Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkenn- oder ahnbar.

Bild 2 (Region 1) Pegelverlauf Salomonen von 1994 – 2015 Quelle PSMSL Sea-Level www.psmsl.org/data/obtaining/map.html

Nauro (2). Max. 100 mm Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit 1995. Der Absolutpegel hat sich wenn überhaupt nur geringfügig erhöht. Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkennbar.

Bild 3 (Region 2) Pegelverlauf NAURO-B von 1993 – 2015 Quelle PSMSL Sea-Level www.psmsl.org/data/obtaining/map.html

VANUATU Port Vila B (3). Keine Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit 1995. Der Absolutpegel hat sich ebenfalls nicht verändert. Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkenn- oder ahnbar.

Bild 4 (Region 3) Pegelverlauf VANUATU Port Vila B von 1993 – 2015 Quelle PSMSL Sea-Level www.psmsl.org/data/obtaining/map.html

Bild 4 Australien Townsville I (4). Eine geringe Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit 1960, seit ca. 1970 keine. Der Absolutwert ist niedriger als zum Jahr 1959. Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkenn- oder ahnbar. Eher sogar ein Beleg, dass etwas mit den regelmäßigen AGW-Pegeländerungsmeldungen nicht stimmen kann.

Bild 5 (Region 4) Pegelverlauf Australien Townsville I von 1959 – 2013 Quelle PSMSL Sea-Level www.psmsl.org/data/obtaining/map.html

Fazit

Es hat sich also zum Stand der damaligen Analyse[4] nichts verändert. Doch trotzdem gehen die Inseln nach der aktuellen Information reihenweise unter, obwohl sie nach anderen Meldungen an Fläche zugenommen haben und die Korallen problemlos mit einem (eventuell langsam steigenden) Meeresspiegel mit-wachsen. Was ist da geschehen?

Die Information auf der englischsprachigen Seite gibt deutliche Hinweise:

SCIENTIFIC AMERICAN[3]

… Choiseul, a township of around 1,000 people on Taro Island, a coral atoll in Choiseul Bay, is less than two meters (6,6 feet) above sea level. Its vulnerability to storm surges and tsunamis causes by earthquakes ist expected to be compounded in the future by rising sea.

… The Solomon Islands government would be looking for climate change funding from international donors to finance the relocation, he added.

… On a brief visist to the Solomon Island this week, U.S. Secretary of State John Kerry said the Pacific Island nation stands to benefit from U.S. funding programs to deal with the effects of climate change in the Asia-Pacific region.

[Übersetzung von Chris Frey: Die kleine Ortschaft Choiseul mit etwa 1000 Einwohnern auf der Taro-Insel, einem Korallenatoll in der Choiseul-Bucht liegt weniger als 2 Meter über dem Meeresspiegel. Es wird erwartet, dass dessen Verwundbarkeit gegenüber Sturmfluten und Tsunamis in Zukunft weiter zunehmen wird.

Die Regierung der Salomonen rufen nach Klimawandel-Finanzen von internationalen Geldgebern, um die Umsiedlung zu gewährleisten.

Bei einem Kurzbesuch auf den Inseln sagte US-Außenminister Kerry, dass die Pazifische Inselnation Anspruch auf Gelder aus US-Finanzierungsprogrammen hat, um mit den Auswirkungen des Klimawandels in der Region Asien-Pazifik umgehen zu können.]

Die Inseln gehen derzeit nicht wegen steigendem Pegel unter, sondern die (dort schon immer wütenden) Stürme, verheerenden Tsunamis und Erdbeben machen den Bewohner zu schaffen. Schließlich gibt es diese Inseln nur, weil sie auf der aktivsten Vulkan- und Erdbebenzone der Erde liegen (Pazifischer Feuerring). Und vielleicht ist an der Erosion auch Sandabtragung für Bauten und Dynamitfischerei nicht unbeteiligt, wie es ein paar Hinweise nahelegen.

Jedenfalls steht darin nichts von einem aktuellen Untergang, sondern dass er kommen könnte – wie üblich das Ergebnis geeigneter Simulationen. Und ein kompletter Schuh wird aus der Schlussmeldung daraus: Der Verteilungskampf um die Klimamilliarden beginnt!

KLIMARETTER.INFO war Hintergrundinformation aber nicht wichtig, sondern dass die Überschrift beim deutschen Bürger hängenbleibt – denn er wird ein Zahlmeister dieses Klimafolgen-Rettungsfonds.

Quellen

[1] KLIMARETTER.INFO 08. Mai 2016: Schon fünf Salomonen-Inseln versunken

http://www.klimaretter.info/forschung/nachricht/21194-schon-fuenf-salomonen-inseln-versunken

[2] ABC.net: Solomon Islands: Rising sea levels blamed for the disappearance of five reef islands

http://www.abc.net.au/news/2016-05-07/rising-sea-levels-blamed-for-wiping-out-five-islands/7392986

[3] SCIENTIFIC AMERICAN, August 15, 2014: Township in Solomon Islands Is 1st in Pacific to Relocate Due to Climate Change

http://www.scientificamerican.com/article/township-in-solomon-islands-is-1st-in-pacific-to-relocate-due-to-climate-change/

[4] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/gehen-die-suedseeinseln-wirklich-wegen-des-klimawandels-unter-teil-3-die-marshall-inselgruppe-kein-beispiel-fuer-einen-untergang/

EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2

http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/gehen-die-suedseeinseln-wirklich-wegen-des-klimawandels-unter-teil-2/

EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ist-der-reiche-westen-wirklich-an-den-inselfluechtlingen-schuld-weil-er-co2-emittiert-teil1-die-malediven/

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20 Kommentar(e)

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1

#19: M.Kaiser sagt:
Irgendwelche Pegel als Maß für den Meeresspiegelanstieg zu verwenden ist absoluter Mumpitz,da sich die Erdkruste regional senkt oder hebt.
=========================
Liebe Herr Kaiser,
wen sprechen Sie an?
sowohl Herr Kuntz als auch ich kennen durchaus den Unterschied zwischen absolutem und relativem Meersspiegel. Sollte eigentlich aus dem bisherigen Thread hervorgegegangen sein.
Gruß
Hans Jung

2

Irgendwelche Pegel als Maß für den Meeresspiegelanstieg zu verwenden ist absoluter Mumpitz,da sich die Erdkruste regional senkt oder hebt.Es ist wie den Ort der Schatzversenkung am Boot zu markieren.Insbesondere tektonische Bewegungszonen zu denen auch die Salomonen gehören-die eigentlich nur die Berggipfel untermeerischer Gebirgsketten sind- sind von Hebungen und Senkungen betroffen so daß immer wieder mal Inseln auftauchen und verschwinden.
Korallen können auch niemals eine Insel bilden,da die Korallen nur bis unter die Meeresoberfläche wachsen können.Erst wenn durch eine Hebung die Korallen-Stöcke über die Meeresoberfläche gehoben werden,ist eine Insel vorhanden.Damit beginnt aber automatisch durch Verwitterung der Abtrag der Insel.Wenn der Hebungsprozess nicht weitergeht verschwindet die Insel wieder.Umgekehrt können die Korallenstöcke nur wachsen ,wenn eine Senkung laufend weitergeht.Am Ende der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel um ca. 120 m an,was zu gewaltigen Überflutungen führte.Es ist zu vermuten ,daß die Sage von Atlantis auf diesem Vorgang beruht und die Zeitangabe von Plato einigermaßen zutreffend ist.
Skandinavien hebt sich seither empor infolge der Entlastung durch das Abschmelzen der km dicken Eiskruste.Die Hebung beträgt schon weit über hundert Meter und dauert immer noch an.Die Fjorde sind ehemalige Flußtäler ,die immer noch überflutet sind.Dagegen sinkt die norddeutsche Tiefebene und erhebliche Teile der Nordsee laufend ein ,da das Material für die Hebung Skandinaviens irgendwo herkommen muß.
Zum Unterschied von der heutigen "KLimawissenschaft",die sehr ähnliche Züge zur mittelalterlichen Scholastik aufweist mit Denkverboten,Tabus und Dogmen und strengen Strafen für Abweichler hat die empirische Wissenschaft seit der Renaissance gewaltige Fortschritte erzielt.Diese sind durch den Rückfall ins Mittelalter aber stark gefährdet.

3

#12: Helmut Kuntz sagt:
Honiara hat aktuell den Pegel von 1995 und zeigt erkennbar keinen positiven Trend
===============================

Wie schon gesagt: Der Trend beträgt 5,4mm und er ist POSITIV und er ist ERKENNBAR.

Und da ich schon dabei bin, hab ich mir auch noch Ihre letzte Aussage zu einem Pegel vorgenommen.
Sie sagen zu Nauro:
"...Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkennbar."

Der Nauro-Pegel zeigt einen Anstieg von 6,2mm/Jahr.
Wo liegt denn Ihrer Vorstellung nach die Grenze zwischen "dramatisch" und "undramatisch"?
Oder fänden Sie es nicht auch besser, diese kindische Kategorisierung ganz wegzulassen und sich auf nüchterne Zahlen zu beschränken?
Gruß
Hans Jung

4

#16: Helmut Kuntz sagt:
#15
Sehr geehrter Herr Jung,
meine Aussage lautete: „Salomonen selbst (1). Keine Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit ca. 1995. Der Absolutwert hat sich nicht verändert, eher verringert. Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkenn- oder ahnbar.“

Am Pegelverlauf sieht man, dass diese Aussage stimmt, und achten Sie auf den Beginn im Jahr 1995. Wenn Sie bei dem Pegelverlaufsbild eine lineare Regression rechnen und zu anderen Ergebnissen kommen, dann sind Sie eben jemand, dem eine stur gerechnete Statistik wichtiger ist als Augenschein.
====================

Lieber Herr Kuntz,
den Pegelanstieg kann ich durchaus auch per Augenschein in etwa einschätzen.
Aber wozu solche Schätzübungen? Bevor ich da lange herumschätze hab ich den Trend exakt ausgerechnet. Und er ist wie er ist: fast doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt.
Gruß
Hans Jung

5
Helmut Kuntz

#15
Sehr geehrter Herr Jung,
meine Aussage lautete: „Salomonen selbst (1). Keine Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit ca. 1995. Der Absolutwert hat sich nicht verändert, eher verringert. Keinerlei dramatischer Anstieg irgendwo erkenn- oder ahnbar.“

Am Pegelverlauf sieht man, dass diese Aussage stimmt, und achten Sie auf den Beginn im Jahr 1995. Wenn Sie bei dem Pegelverlaufsbild eine lineare Regression rechnen und zu anderen Ergebnissen kommen, dann sind Sie eben jemand, dem eine stur gerechnete Statistik wichtiger ist als Augenschein. Genau das werfe ich den Klimawissenschaftlern vor (sieh dazu meine Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel).
Ansonsten bleibe ich dabei, dass Inseln der wahre Pegel und nicht der fiktive Endpunkt einer Regression interessiert.

6

#12: Helmut Kuntz sagt:
Sehr geehrter Herr Jung,
Sie rechnen Pegeldaten und kommen auf einen Anstieg.
Dazu zwei Fragen: Ab welchem Anstiegswert ist es sicher Klimawandel-bedingt?
=======================

Sehr geehrter Herr Kuntz,
bitte immer der Reihe nach und nicht mit irgendwelchen Fragen ablenken.
Zunächst sollten wir klären ob meine oder Ihre Aussagen zum Trend korrekt sind.
Sind meine Pegeltrendberechnung von Townsville richtigt oder nicht? Falls ja, dann sollten Sie erstmal eingestehen, daß Ihre Aussage falsch war.

Sie sagen: "Honiara hat aktuell den Pegel von 1995 und zeigt erkennbar keinen positiven Trend"
Wie schon gesagt komme ich für Honiara auf einen Trend von 5,4mm.
Daß die Daten 1994 beginnen, und sowieso viel zu kurz sind, dafür kann ich nichts.
Sie haben ja anhand genau dieser Datenlage eine Aussage gemacht. Ich hab lediglich diese Ihre Aussage überprüft.
Gruß
Hans Jung

7
Helmut Kuntz

Herrn Jung,
nun ist es ja "amtlich". Die Autoren haben in der Zeitung erklärt, dass diese Studie falsch gelesen wurde:
The Guardian, 10. May 2016: Headlines 'exaggerated' climate link to sinking of Pacific islands
Report’s author says many media outlets have misinterpreted the science by conflating sea-level rise with climate change

Klar berichten deutsche Medien das dann nicht (mehr).

8
Dieter Büchle

@ Kuntz, Hildebrand und vor allem Jung:

Haarspaltereien um Millimeter mehr oder weniger Meeres-Pegeländerung irgendwo auf der Welt bringen uns nicht weiter.
Ich bin jedes Jahr längere Zeit mit meiner Segelyacht auf der Adria unterwegs; in der Regel zeigt das Echolot (übereinstimmend mit der Seekarte) eine Wassertiefe von ca. 50 m über Grund an. Vor etwa 20000 Jahren lag dieser jetzige Meeresgrund aber ca. 50 m "über Meer". Zwischenzeitlich also "Land unter", und die paar Feuerstellen der damaligen Menschheit dürften nicht die Ursache des steigenden Pegels gewesen sein.
Auf einen einfachen Nenner heruntergebrochen: Was soll das Theater? Nehmen wir's, wie es kommt. Es gibt beileibe grössere Probleme für die Menschheit. Eine neue Eiszeit wäre beispielsweise so eines. Oder das Verschwinden von Kohlendioxid aus der Atmosphäre.
Inseln sind immer wieder verschwunden und neue entstanden. Das ist zwar wissenschaftlich interessant, aber war und ist wohl nicht signifikant durch menschliche Aktivität beeinflussbar.

9
Helmut Kuntz

Sehr geehrter Herr Jung,
Sie rechnen Pegeldaten und kommen auf einen Anstieg.
Dazu zwei Fragen: Ab welchem Anstiegswert ist es sicher Klimawandel-bedingt? Dass seit der letzten Eiszeit ein Anstieg war und vielleicht auch noch ist, bestreitet ja niemand. Die von Ihnen berechneten von Townsville wären nach Lehrmeinung ja noch im Bereich des „natürlichen“ seit ca. 1850, wobei es davon abhängt, ob man die Tiden oder die Satellitenpegel zugrunde legt.

Die Nächste: Honiara hat aktuell den Pegel von 1995 und zeigt erkennbar keinen positiven Trend – wie es sich in allen Bildern zeigt. Sie berechnen jedoch einen Anstieg von 5,4 mm / pa also 11 cm. Gehen die Inseln nun am wahren Pegel „unter“ oder am fiktiv gerechneten Anstieg der nur diesen Wert ergibt, weil die Tidenangaben zufällig 1994 beginnen. Es zeigt, dass die Pegel-Änderungsberechnungen so keine Aussage liefern. Zudem sind 11 cm Pegeländerung weit innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite wie man am Bild schön sieht. In [4] sind noch mehr Bilder die sogar Schwankungen von Metern als natürlich zeigen und auch die Fehler von offiziellen Pegel-Änderungsberechnungen.
Zudem gehen Sie davon aus, dass es mit den Pegeländerungen „immer so weiter geht“, obwohl wir uns am Kipppunkt zur nächsten Eiszeit befinden. Im gerade eingestellten Artikel „Als der Meeresspiegel doppelt so schnell anstieg“ ist es angesprochen, dass die Polarschmelze weniger beträgt, als man bisher angenommen hat. Das zieht sich durch viele Studien. Alle Schmelz-Apokalypsen (die ich kenne) basieren nicht auf Daten, sondern auf Simulationen.

10
Günther Hildebrand

Hans Jung 10

Troll Hans Jung spielt erneut den Naivling, obwohl er immer wieder beweist, dass er sich sehr wohl der Fakten bewusst ist.

Neuestes Beispiel: „Ich wollte von Ihnen nur wissen, ob ihrer Meinung nach ein jährlicher Pegelanstieg von 8mm durch Korallenwachstum ausgegglichen werden kann. Bedenken Sie, daß sich hierzu also das Niveau der Insel um 80cm in hundert Jahren erhöhen müßte. Was meinen Sie? Ist das realistisch?

Herr Jung, mit Ihrem Hintergrund muss Ihnen doch bewusst sein, was z.B. im World Ocean Review steht: „Bis vor 6000 Jahren stieg der Meeresspiegel pro Jahrhundert um durchschnittlich etwa 80 Zentimeter, wobei dieser Anstieg teilweise sprunghaft verlief. So gab es mindestens zwei Perioden von etwa 300 Jahren, in denen der Meeresspiegel aufgrund sogenannter Schmelzwasserpulse um 5 Meter pro Jahrhundert stieg“ http://tinyurl.com/zk8xu9e

Anmerkung meinerseits: Es ist also bestens dokumentiert, dass die Korallen über Jahrtausende einen Anstieg von 8 mm pro Jahr und über Jahrhunderte selbst einen solchen von 50 mm/ Jahr mitgemacht haben, sonst gäbe es keine Koralleninseln mehr. Diese Fakten zum Verlauf des Meeresspiegels seit Ende der letzten Eiszeit sind allgemein bekannt und in zahlreichen Quellen aufzufinden. Sie wollen hier nur stören.

11

#5: Helmut Kuntz sagt:
Sofern Sie hier wirkliche fehlerhafte Angaben finden, diskutiere ich das gerne. Aber der Hinweis „... wussten Sie das nicht“ reicht dazu nicht aus.
==================

Segr geehrter Herr Kuntz,
das war kein Hinweis sondern eine Frage.
Wußten Sie, daß der absolute globale Meeresspiegel regional unterschiedlich ansteigt oder nicht?

Mit der Überprüfung ihrer Angaben komme ich kaum nach.
HoniaraPegeldaten hab ich ja schon genannt;
Jetzt hab ich mal die von Townsville eingegeben.
Sie sagen:
"Australien Townsville I (4). Eine geringe Pegelerhöhung des Jahres-Mittelwertes seit 1960, seit ca. 1970 keine."

Ich komme für den kompletten Zeitraum ab 1959 auf einen Trend von 1,7mm,
ab 1970 auf einen Trend von 2,0mm.
Für den Pegel auf einer Salomoneninsel sagt das natürlich nicht viel aus, aber Sie haben nunmal diese Aussage geacht, und ich habe mir angwewöhnt so etwas ab und zu nachzuprüfen.

Bezüglich des Korallenwachstums brauche ich keinen Link. Ich wollte von Ihnen nur wissen, ob ihrer Meinung nach ein jährlicher Pegelanstieg von 8mm durch Korallenwachstum ausgegglichen werden kann. Bedenken Sie, daß sich hierzu also das Niveau der Insel um 80cm in hundert Jahren erhöhen müßte.
Was meinen Sie? Ist das realistisch?
Gruß
Hans Jung

12

#5: Helmut Kuntz sagt:#3
Das Bild welches Sie angeben, zeigt Satelliten-Änderungswerte. Mein Bild 2 (und alle anderen) die Tidenpegel. Alleine der Tidenpegel ist das, was zu einem Untergang führen könnte, aber nicht der um Landbewegungen bereinigte Absolutwert und auch keine Änderungswerte (wie in Ihrem Bild). Allerdings sind diese natürlich gut zur Alarm-Einstimmung, vor allem mit tiefroter Einfärbung.

Sie dürfen nun bezweifeln, dass die Tidenpegel stimmen. Vor allem von der Messstation Salomonengruppe, welcher keinerlei Pegelerhöhung zeigt.
==============================

Sehr geehrter Herr Kuntz,
HoniaraPegeldaten hab ich mal durchgerechnet. Ich komme auf einen Trend von 5,4mm/Jahr.(Ohne Gewähr natürlich und mit der Bitte um Überprüfung)

Und wenn Sie sich auf Pegeldaten beziehen, versteh ich diese Ihre Aussage noch weniger:

"..sollte man sich immer vor Augen führen, dass diese Menschen wirklich glauben, dass der Meeresspiegel an einer Stelle steigt, an einer anderen nicht..."

Pegeländerungen sind ja regional noch viel unterschiedlicher als absolute Änderungen.
Könnten Sie wenigstens zugeben, daß "diese Menschen" vollkommen Recht haben?

Und bitte hängen Sie sich doch nicht an irgendwelchen Farben auf. In Grün oder Blau ergäbe sich exakt die selbe Aussage wie in Rot.
Die Inseln sind dadurch keinen Deut weniger bedroht.
Gruß
Hans Jung

13

Sehen Sie mal bei Google Earth Pro nach:
Kale Insel, 7° 26‘ 06.83“ S, 158° 19‘ 52.89“ E.
"Ursprünglich" (http://tinyurl.com/jt79w2r) ca. 5 ha, davon bei Flut fast alles unter Wasser. Der kleine Wald-Teil besteht nach wie vor. Angeblich jedoch 100% "versunken".

14
Günther Hildebrand

Hans Jung 3

immer wieder interessant, wie jemand so schlau tun kann, der es besser wissen müsste. Wenn er denn das Material, das er herbeischleppt, richtig verstanden hätte. Oder es handelt sich um bewusste Lüge.

ALLE heutig vorhandenen Koralleninseln haben einen Meeresspiegelanstieg von um die 120 m in wenigen 1000 Jahren nach Ende der letzten Eiszeit durch Korallenwachstum ausgleichen können, sonst wären sie heute bis zu 120 m unter dem Meeresspiegel.

Wenn Sie hier so den Experten herauskehren, dann hätten Sie das wissen müssen. Also sind Sie entweder dumm (was ich nicht glaube), oder Sie unterschlagen diese Ihnen unbequemen Wahrheiten bewusst. Das zeigt dann Ihre wahre Natur als Troll, den Fakten nicht kümmern, sondern der hier nur stören und ablenken will.

15

#3:sagt:Sind Sie wirklich sicher, daß das durch Korallenwachatum ausgeglichen werden kann?
Sicherheiten gibts bekanntlich niergends!
Doch das große Tauen nach der letzten Eiszeit haben die Koralleninseln mehr als ausgleichen können,sonst gäbe es diese heute schlicht u.einfach nicht mehr nach O-Ton der Katastrophenwissenschaftler von Pik u.Co.
Ja u.dieser Klimaretterartikel zeigt,das den Lesern dort immer nur die halbe Wahrheit verkündet wird.Meerespiegeldaten der Region findet man dort vergebens.Gegensätzliche Kommentare dort werden recht schnell abgeschmettert,stets von den selben Kommentatoren ;o)

16
Helmut Kuntz

#3
Das Bild welches Sie angeben, zeigt Satelliten-Änderungswerte. Mein Bild 2 (und alle anderen) die Tidenpegel. Alleine der Tidenpegel ist das, was zu einem Untergang führen könnte, aber nicht der um Landbewegungen bereinigte Absolutwert und auch keine Änderungswerte (wie in Ihrem Bild). Allerdings sind diese natürlich gut zur Alarm-Einstimmung, vor allem mit tiefroter Einfärbung.

Sie dürfen nun bezweifeln, dass die Tidenpegel stimmen. Vor allem von der Messstation Salomonengruppe, welcher keinerlei Pegelerhöhung zeigt. Deshalb habe ich die aus der Umgebung und zusätzlich einer Australischen Station zugefügt, weil Australien glaubhafter ist als Pegelstationen solcher Inselgruppen. Bei Zweifeln also die Bitte um Angabe einer sicher richtige(ren) Quelle.
Meiner Recherche nach [4] können Erdbeben-bedingte Kontinentalplattenbewegungen in dieser Region vertikale Differenzen von einem Meter erreichen. Das sind (neben vielen anderen) wirklich Bedrohungen, aber nicht die mm / pa durch das sich stetig ändernde Klima.
Ihre Frage nach dem Korallenwachstum ist in der Reihe [4] detailliert mit Darstellungen aus Studien behandelt. Bitte einfach dort nachlesen.

Sofern Sie hier wirkliche fehlerhafte Angaben finden, diskutiere ich das gerne. Aber der Hinweis „... wussten Sie das nicht“ reicht dazu nicht aus.

17

Her Jung,
das machen die Korallen schon solange es Korallen gibt. Sie sollten besser einmal Charles Darwin lesen, der hat die schon vor mehr als 150 Jahren beschrieben. Tödlich für die Korallen ist der Sandabbau und das jagen der korallenfische.
MfG

18

Herr Kuntz sagt: "...Bei der Lektüre seines folgenden Beitrags sollte man sich immer vor Augen führen, dass diese Menschen wirklich glauben, dass der Meeresspiegel an einer Stelle steigt, an einer anderen nicht,..."
========================================

Sehr geehrter Herr Kuntz,
"diese Menschen" haben Recht. Der Meeresspiegel, auch der absolute, ändert sich tatsächlich sehr unterschiedlich.
Mancherorts überhauptnicht oder sogar fallend, andernorts 8-10mm. Wußten Sie das nicht?
http://tinyurl.com/jqtaq52
Im Bereich der Salomonen steigt er um ca 8mm.
Sind Sie wirklich sicher, daß das durch Korallenwachatum ausgeglichen werden kann?
Gruß
Hans Jung

19
Helmut Kuntz

#1
Die teils enormen Entnahmen von Korallensand für Infrastruktur und Gebäude sind in der Artikelreihe [4] angesprochen.

20
Peter Merbitz

Abgesehen vom natürlichen Auftauchen und Versinken solcher Inseln - gibt es aus dieser Gegend vielleicht Berichte über die Gewinnung von Korallensand vom Meeresboden zu Bauzwecken?

PM, Geologe