Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass CO2 ein Pflanzengift ist – allerdings erst ab 5.000 ppm Konzentration

Helmut Kuntz
Davor ist CO2 für die Pflanzen ein Segen wie eine Studie jüngst feststellte[3]. Die Europäische Kommission versäumte nicht darauf hinzuweisen, dass man vom Ergebnis überrascht war. Denn bisher konnte man nur Vorteile durch höhere CO2-Konzentrationen messen, was der AGW-Wissenschaft massive argumentative Probleme bereitete.


European Commission[1]

The concentration of carbon dioxide in the atmosphere has reached 400 parts per million (ppm) for the first time in recorded history1. As well as driving climate change, elevated levels of CO2 have important effects on agriculture — although these may not necessarily be negative.

[3] … a review of over 400 observations showed CO2 enrichment increased yield by an average of 36%

[Übersetzung von Chris Frey: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat 400 ppm erreicht, zum ersten Mal in der aufgezeichneten Historie. Ebenso wie als Klimaantrieb haben erhöhte CO2-Niveaus bedeutende Auswirkungen auf die Landwirtschaft – obwohl diese nicht unbedingt negativ sein müssen.]

Das Problem lag jedoch nur daran, dass man in der Vergangenheit nicht weit über 1200 ppm CO2 Konzentration hinaus gekommen war (aktuell hat die Atmosphäre ca. 400 ppm CO2-Anteil, wenn es gelänge alle vermuteten Ressourcen der Welt zu verbrennen, könnte man vielleicht 800 ppm erreichen).

Eine richtungsweisende Studie prüfte nun endlich bis zu 5.000 ppm Konzentration und konnte damit erstmals belegen, dass darüber eine Gefahr für Pflanzen durch CO2 nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Yuming Fu at al.[3]

CO2 concentrations between 1 000 and 3 000 µmol/mol increased both yield and antioxidant content, compared to ground level CO2 (400 µmol/mol). This was expected by the researchers, as it is in line with the findings of previous studies. More surprisingly, they found that concentrations between 3 000 to 5 000 µmol/mol decreased both yield and antioxidant content, suggesting that very high atmospheric CO2 levels may impede the growth and quality of plants.

[Übersetzung von Chris Frey: CO2-Konzentrationen zwischen 1000 und 3000 µmol/mol würde die Ernte deutlich zunehmen lassen, verglichen mit dem derzeitigen CO2-Niveau von 400 ppm. Dies war von den Forschern erwartet worden, liegt es doch auf einer Linie mit Ergebnissen früherer Studien. Überraschender war das Ergebnis, dass bei Konzentrationen zwischen 3000 und 5000 ppm die Ernten wieder abnehmen würden, was zeigt, dass sehr hohe atmosphärische CO2-Konzentrationen Qualität und Wachstum von Pflanzen erschweren würden.]

Ein wegen des Zeitdrucks dringender Warnhinweis, aber auch ein Dank des Autors sei hinzugefügt:

Letztes Mal traten solch hohe CO2-Konzentrationen vor über 500 Millionen Jahren auf und läuteten die größte bekannte Wachstumsphase von Grünpflanzen ein (Entstehen der Kohlelagerstätten und Ölfelder). Der Kohlenstoff ist zwischenzeitlich im Wesentlichen in weltweit riesigen Kalkgebirgen „verbaut“ und für die Atmosphäre unwiederbringlich verloren.

Ein Danke geht deshalb an die Wissenschaftler, welche eingetretene Pfade verlassen haben und mit sicher langwierigen und teuren Forschungen diese drohende Gefahr für die Menschheit ermitteln konnten und noch rechtzeitig zur Publizierung freigaben – und selbstredend an die wachsamen EU Kommissionsbeamten, welche die darin hinterlegte Brisanz sofort und messerscharf erkannten.

Oben rechts: Bild CO2-Konzentrationen im Erdzeitalter. Quelle www.biokurs.de: CO2, ein essentieller Naturstoff

Dank an das Team von kaltesonne für den Hinweis auf diese EU-Publizierung[2].

Quellen

[1] "Science for Environment Policy": European Commission DG Environment News Alert Service, edited by SCU, The University of the West of England, Bristol.

Issue 452, 08. April 2016: Very high CO2 levels decrease yield and antioxidant content of some green vegetables

http://ec.europa.eu/environment/integration/research/newsalert/pdf/very_high_co2_levels_decrease_antioxidant_content_green_vegetables_452na5_en.pdf

[2] kaltesonne 2. Mai 2016: Klimaalarmisten verweigern sich legitimen wissenschaftlichen Fragen

http://www.kaltesonne.de/klimaalarmisten-verweigern-sich-legitimen-wissenschaftlichen-fragen/

[3] Yuming Fu at al., 12 August 2015: Unexpected decrease in yield and antioxidants in vegetable at very high CO2 levels.

image_pdfimage_print

Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

11 Kommentare

  1. Der gesamte Sauerstoff in der Atmosphäre (plus etwa 3%, die Eisen-II zu Eisen-III oxidiert haben) entstand aus CO2. Der Kohlenstoff befindet als Kohlen und Kohlenwasserstoffe in der Erdkruste. Seine Verbrennung würde den CO2 Gehalt der Atmosphäre auf 21Vol. % anheben, auf die Konzentration, bei der die Photosynthese gut funktionierte!

  2. Ulrich Walther sagt:

    am Montag, 09.05.2016, 11:35

    co2 = Pflanzenfutter > Photosynthese > Sauerstoff > LEBEN
    ——————————————————————-
    Herrgott, hinterfragt den niemand diese alte Schulweisheit?

    Pflanzen brauchen CO²? Nein brauchen sie nicht! Die brauchen Sauerstoff. Es sind Geschöpfe der Erde.
    Luft und nochmals Luft, versteht ihr?

    Sperrt doch eine Pflanze mal Luftdicht ein. Die verreckt ,aber nicht an CO² mangel.

    Siehe auch das Experiment Biosphäre 2.

    Der Sauerstoff kommt aus den Weltmeeren!

  3. #8 Martin Trittelvitz

    Sie haben natürlich Recht, dass bei der Zementherstellung und beim Kalkbrannen das im Kalkstein gebundene CO2 freigesetzt wird. Allerdings ist die Dimension zu beachten: Diese Prozesse nutzen den Kalkstein im ppm-Bereich. Kalkstein in Form von Calcit- und Aragonitgesteinen nimmt ein gewaltiges Volumen auf der Erde ein, die Verarbeitung dieser Gesteine findet in nahezu homöopathischen Größenordnungen statt.

    PM, Geologe

  4. >Der Kohlenstoff ist zwischenzeitlich im Wesentlichen in weltweit riesigen Kalkgebirgen „verbaut“ und für die Atmosphäre unwiederbringlich verloren. < So ganz stimmt das nicht. Bei der Zementherstellung wird das im Kalk gebundene CO2 wieder mobilisiert. Je mehr wir also bauen, desto mehr CO2 wird in die Atmosphäre abgegeben. Siehe Wikipedia: Zement: Die Rohstoffe werden in Steinbrüchen abgebaut, in Brechern vorzerkleinert und in das Zementwerk befördert. .... Dabei wird das im Kalk gebundene Kohlendioxid freigesetzt – die nach der Verbrennung von fossilen Rohstoffen zweitgrößte CO2-Quelle......

  5. Wissen Sie eigentlich, das das beste Trinkwasser Sie töten kann? Nein?
    Ganz einfach: Sie stehen im besten Trinkwasser und das Wasser übersteigt die Höhe Ihres Körpers.
    Hat man eigentlich schon festgestellt, wie viel Menschen einen Herzinfarkt bekommen, wenn man sog. Wissenschaftlern oder Volks(ver)tretern zuhört, wenn sie sich „fachkundig“ über ein Thema äußern?

    MfG

  6. #4
    Satire darf etwas übertreiben. Man hätte natürlich auch texten können „…festgestellt, dass CO2 ab 5000 ppm beginnen könnte für Planzen nicht mehr so wachstumstreibend zu sein“.
    Der Text klärt dann ja etwas auf.

  7. @ # 4 Siegfried Müller

    Lieber Hr. Müller,

    der Begriff sollte besser „erstickend“ heissen. De facto ist es so, dass bei diesen Konzentrationen Druckgleichgewicht zwischen dem im Körper (Blut) gelösten CO2 und dem Partialdruck in der Luft eintritt. Der Körper kann deshalb kein CO2 mehr durch Ausatmen abgeben, was nach einer gewissen Zeit zum Tod führt. 5000 ppm ist nach meinem Kenntnisstand immer noch mit einer gewissen Sicherheitsmarge kalkuliert, d.h. man wird vermutlich erst nach einer gewissen Zeit sterben.

    Mfg

  8. Die Wirkung von CO2 als Wachstumsfaktor ist schon lange untersucht. In dem Buch „Ernährung und Stoffwechsel der Pflanze“ von Konrad Mengel, 3. Auflage 1968 werden in dem Kapitel über die Fotosynthese Ergebnisse eines Experiments zur CO2-Düngung auf den Ertrag von Senf und Gurken vorgestellt (Penningsfield 1954):
    Danach steigt der Ertrag bis zur CO2-Konzentration von 3% (30.000 ppm) bei Senf auf das 4-Fache und bei Gurken auf das 9-Fache kontinuierlich an. Erst ab einer Konzentration von 5% (50.000 ppm!) sind toxische Wirkungen erkennbar. Wenn da mal bei der EU nicht einer das Komma ein bisschen verschoben hat!
    Die maximale Arbeitsplatzkonzentration von CO2 ist 0,5% (5.000 ppm). Gesundheitliche Beeinträchtigungen beginnen beim Menschen auch bei ca. 5%.

  9. co2 = Pflanzenfutter > Photosynthese > Sauerstoff > LEBEN, meine Neffen um 10 Jahre kapieren das ohne Probleme.
    Für unsere ideologisch verblendeten Foren Trollos bereits zu hoch…

  10. Ein Hinweis:
    Der Arbeitsplatzgrenzwert für CO2 beträgt 9100 mg/m³ = 5000 ppm laut Technischer Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“ BArBl Heft 1/2006 S. 41-55; zuletzt geändert und ergänzt: GMBl 2015 S. 1186-1189 v. 6.11.2015 [Nr. 60] ).

    PM, Geologe

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

*