Einhaltung des Pressekodex? – Nicht bei der Süddeutschen Zeitung im Pamphlet von Christoph Behrens gegen die AfD

Bredehorn.J / pixelio.de

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (Physiker), EIKE-Pressesprecher
In der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 2. April 2016 mit der Überschrift „Die Anti-Wissenschafts-Partei“ titelt das Pamphlet von Christoph Behrens gegen die AfD: „Die AfD macht das Leugnen des Klimawandels zum festen Bestandteil ihrer Politik. Dahinter steckt eine gefährliche Strategie“. Da Behrens mit seinen Behauptungen offenbar eine Parallele zum Leugnen des Holocaust herstellt, ist ein Faktencheck seiner Ausführungen unumgänglich. Ferner wird überprüft, ob bei dem SZ Artikel die Kriterien des Pressekodex verletzt werden.


Im ersten Abschnitt seines Pamphlets (Original hier) schreibt Behrens: "mittlerweile hat sich die Beziehung der AfD zu Wissenschaft und Wahrheit aber vollständig ins Gegenteil verkehrt". Nun trifft dies, wie wir sofort sehen werden, exakt auf die Ausführungen von Behrens selber zu. Sichtbar wird dies bereits in der schon zitierten Überschrift 

"Die AfD macht das Leugnen des Klimawandels zum festen Bestandteil ihrer Politik. Dahinter steckt eine gefährliche Strategie" 

Diese Behauptung ist allein schon deswegen kompletter Unsinn und zugleich eine dreiste Falschaussage, weil niemand den Klimawandel leugnet. Das Klima aller Erdzonen in allen Erdteilen hat sich stets geändert und wird dies auch zukünftig tun. Dies ist praktisch ein Naturgesetz. Konstantes Klima ist unmöglich. Das weiß jeder gebildete Zeitgenosse und natürlich auch die AfD, Herr Behrens und die SZ wissen es etwa nicht?

Dann schiebt Behrens im zweiten Abschnitt die Haupt-Falschaussage nach. Ihm war vermutlich klar, dass seine Behauptung "Leugnen des Klimawandels" im Extremfall klagebewehrte Abmahnungen nach sich ziehen könnte, daher fügt er korrigierend den Zusatz "durch den Menschen" ein und schreibt etwas später: " So erklärt die Partei in ihrem Bundesprogrammentwurf, der im Internet auftauchte, den durch Menschen verursachten Klimawandel für nicht vorhanden".

Nun steht im Originaltext des AfD-Leitantrags zum Grundsatzprogramm nichts dergleichen. Schauen wir ihn uns dazu an:

"Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer‐Modellen des IPCC („Weltklimarat“). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff,  sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens.  Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die Menschen gemachten CO2‐Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen. Hierzu beruft man sich auf Computermodelle, deren Aussagen durch Messungen oder Beobachtungen nicht bestätigt werden. Solange die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt‐ und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. Die IPCC‐Computermodelle können diese Klimaänderungen nicht erklären. Im 20. Jahrhundert stieg die globale Mitteltemperatur um etwa 0,8 Grad. Seit über 18 Jahren gibt es jedoch im Widerspruch zu den IPCC‐Prognosen keinen Anstieg, obwohl in diesem Zeitraum die CO2‐Emission stärker denn je gestiegen ist. IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus".

Hier ist absolut nichts von der Behauptung Herrn Behrens‘ zu finden! Als fachzuständiger Physiker – inzwischen mit 6 begutachteten Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Klimafachzeitschriften bewehrt – erlaube ich mir die oben zitierten Feststellungen des AfD-Parteiprogrammentwurfs sachlich uneingeschränkt zu bestätigen. Sie enthalten nur das, was jedem Fachmann bekannt ist und entsprechen Eins zu Eins der Realität. Die Bemerkung sei gestattet, dass diese Sätze aktuell ein Alleinstellungsmerkmal an wissenschaftspolitischer Redlichkeit aufweisen, verglichen mit allen anderen mir bekannten Parteiprogrammen.

Völlig "durchgeknallt" ist dann Behrens bzw. die SZ, wenn auch noch die absurde Behauptung aufgestellt wird, die AfD wolle Wissenschaft instrumentalisieren und politisieren. Wer der deutschen Sprache mächtig ist, sieht unschwer, dass das genaue Gegenteil von der AfD in ihrem Programmentwurf angestrebt wird! Behrens dagegen: "Hinter all dem steckt eine gefährliche Strategie: Wissenschaft selbst soll instrumentalisiert und politisiert werden".

Der Wunsch ist also bei Behrens und der SZ der Vater des Gedanken. Seine Aussage ist Musterbeispiel für das berühmte "Haltet den Dieb". Denn von so gut wie allen deutschen Parteien, den deutschen Medien und einer kleinen Gruppe durch Medien und Politik hochgepäppelter Advokatenforscher der IPCC-Linie wird in der Tat die Klima-Wissenschaft instrumentalisiert und politisiert. Bislang nur die AfD und meines Wissens auch noch die Splitterpartei PDV (gibt es die noch?) wollen damit ein Ende machen und wieder der wissenschaftlichen Redlichkeit den höchsten Stellenwert in ihrer Politik einräumen.

Der oben zitierte Originaltext des AfD Programms kann wohl nur mit extremer Dummheit oder Böswilligkeit ins Gegenteil verdreht werden. Die FDP, die ja, wie auch die AfD, löblicherweise das unselige EEG abschaffen will, sollte sich vielleicht besinnen und in der Klimapolitik ebenfalls anfangen klarer zu denken bzw. zu positionieren – dies ein persönlicher Tip an Herrn Lindner. 

Belege für die allgemeine Politisierung der Klimawissenschaft gefällig? Die deutschen Medien bieten ausschließlich den Klima-Alarmisten eine Plattform. Je schlimmer die fiktiven Klimakatastrophen, je beliebter sind die dem inzwischen gähnenden Publikum angedienten Angsttrompeter. Keine durchs Dorf getriebene Sau ist den Medien zu schade. Erst war es der Schnee, den es in Deutschland nicht mehr geben sollte, dann der aussterbende Knuth (sooo.. putzig), dann das Absaufen der Malediven, dann die Meeresversauerung, dann die viel zu warmen Winter, dann ein abrutschender Rieseneisblock unter Wasser am Rande der Antarktis in vielleicht tausend Jahren, der die Welt überschwemmen lässt, dann der jüngste Wirbelsturm als Ankündigung der Klima-Apokalypse und so weiter und so weiter. Der Klimakatastrophen-Quatsch nimmt kein Ende. Er hat sich freilich schon mächtig abgenutzt, denn kaum jemand hört noch hin. "Ca pourrit" sagt man dazu in Frankreich.

In der Regel sind die beiden Advokaten-Forscher und Klima-Alarmisten Prof. Hans-Joachim Schellnhuber und Prof. Mojib Latif die von den Medien gesuchten Mütter aller Klimakatastrophen. Der eigentlich zugehörige Dritte im Bunde, Prof. Rahmstorf, ist wegen seiner zu rüden Methoden gegen einige widerspenstige Journalisten bei den Journalisten-Kollegen allerdings in Ungnade gefallen. Rüpel mögen die Medienleute nicht.

Die überaus zahlreichen Klimafachexperten, die dem IPCC widersprechen, existieren für die deutschen Medien nicht, und daher kennt sie hierzulande auch niemand – die EIKE-Leser ausgenommen. Hat man jemals in deutschen Zeitungen, im Radio oder TV etwas von den Manifesten und Petitionen Tausender weltbekannter Fachwissenschaftler gegen den Klima-Alarmismus des IPCC gehört?

Hat man gar schon einmal etwas über einschlägige Anti-IPCC-Manifeste oder -Deklarationen in Deutschland selber gehört, so etwas über die Heidelberger oder die Leipziger Deklaration? Hier kann man nachlesen (hier), (hier), leider nur in Englisch, dazu gleich mehr. Wer im Internet nach "Heidelberger Manifest" oder "Leipzig Deklaration" googelt, wird nichts finden – merkwürdig, oder nicht? Nur "Heidelberg Appeal" bzw. "Leipzig Declaration" führen zum Erfolg. Der Grund: Im deutschen Wikipedia herrscht Klima-Zensur, im US-Wikipedia (noch) nicht!

Gegenmeinungen zur IPCC-Alarmtrompeterei gibt es also nicht, dies ist die Devise der deutschen Medien und Politik. Pinocchio-Presse, Lügenpresse und weitere Bezeichnungen als Folge dieses Mangels sind zwar äußerst unschöne Anwürfe, aber zumindest beim Klima- und Energiethema leider absolut zutreffend. Dieser der ehemaligen DDR-Berichterstattung würdige Zustand in den deutschen Medien wird sich dank der AfD wohl nicht mehr ewig halten lassen. Hier schon einmal stellvertretend einige Internet-Links (hier), (hier), (hier), (hier) als Hilfestellung für Journalisten, die auch beim Klimathema endlich eine freie Berichterstattung wagen mögen. Aber Vorsicht, man verliert mit journalistischer Ehrlichkeit hierzulande schnell seinen Arbeitsplatz!

Die letzten Sätze im letzten Abschnitt des Artikels von Behrens verkehren die realen Verhältnisse dann derart ins Gegenteil, dass einem die sprichwörtliche Spucke wegbleibt. Behrens schreibt zwar in den Einzelpunkten korrekt, konstruiert daraus aber Zusammenhänge von nicht mehr zu toppender Absurdität. So schreibt er: "Der Klimawandel ist keine Erfindung linker Ideologen – vielmehr ist die Anerkennung empirischer Fakten die Basis für Fortschritt und technische Innovationen. Untergräbt man dieses Fundament, so gerät auch der Wohlstand in Gefahr, dessen Sicherung die AfD gerne fordert".

Natürlich ist der Klimawandel keine Erfindung linker Ideologen, sondern schlicht Teil der Natur. Und natürlich ist die Anerkennung empirischer Fakten die Basis für Fortschritt und technische Innovationen. Reine Erfindung linker Ideologen ist aber in der Tat, dass der industrialisierte Mensch für einen gefährlichen Klimawandel verantwortlich sei. Oder anders gesagt: der gefährliche anthropogene Klimawandel ist eindeutig politisch "links" und damit natürlich zutreffend und unantastbar.

Eine kleine zugehörige Abschweifung sei erlaubt, ohne sich auf irgend welche parteipolitischen Erörterungen einzulassen. Alles was auch nur geringfügig politisch rechts von links liegt, wird im heutigen Deutschland der rechtspopulistischen oder gar braunen Ecke zugeordnet. Das ist absurd. Niemandem fällt zudem auf, dass die Beseitigung aller politischen Meinungen bzw. Parteien, die rechts von "links" stehen, zwangsweise in einem diktatorischen linken Einheitsblock enden. Demokratie bildet notwendigerweise das gesamte Parteienspektrum ab, sonst hat der Wähler keine Wahl und Demokratie gibt es nicht mehr.

Zurück zum "Klimaschutz" und den wissenschaftlichen Fakten! Bis heute konnte noch nicht einmal ein ungewöhnlicher aktueller Klimawandel festgestellt werden – von "gefährlich"  ganz zu schweigen. Die klimahistorisch geringfügige globale Erwärmung der letzten 100 Jahre vermochte noch keine begutachtete wissenschaftliche Studie schlüssig auf den Menschen zurückzuführen. Das ist auch kein Wunder, denn sie liegt bequem im Bereich der natürlichen Klimafluktuationen. Basis dieser Erkenntnis sind ironischerweise die von Behrens beschworenen empirischen Fakten (Messungen). Nur fiktive Klimamodelle, die die Realität noch niemals beschreiben konnten, bringen das Kunststück der anthropogenen Erwärmung fertig. Die jüngste, geringe und ganz natürliche globale Erwärmung brachte der Menschheit im Übrigen ausschließlich Vorteile – dies zu ihrem praktischen Stellenwert.

Und nun zu "technische Innovation sowie Fortschritt durch Klimaschutz" des Herrn Behrens! Hier hilft nur Humor weiter, denn die deutschen Strompreise schießen in den Himmel, es findet über die Strompreise eine extrem unsoziale Vermögensumverteilung vom wirtschaftlich schlechter gestellten Teil der Bevölkerung hinauf zu den Energiewendeprofiteuren statt, letztere sind oft kaum noch normale Unternehmer sondern bedienen sich zunehmend mafiöser Durchstechereien, energieintensive Industrien wandern aus Deutschland ab,  25.000 Windradungetüme als mittelalterliche Methoden der Energieerzeugung, die aktuell trotz bereits extremer Verspargelung unserer Natur gerade einmal knapp 2% der deutschen Primärenergie erzeugen, zerstören Wälder, töten Hekatomben von Flugtieren und treiben Anrainer durch Infraschall und Schattenwurf zur Verzweiflung usw. usw. Innovation und Fortschritt?? "Erneuerbare" sind naturgesetzlich leider Methoden, die sich durch technisch unbrauchbare Strom-Fluktuation und geringste Energiedichten auszeichnen.

Fachleute, nicht zuletzt Prof. Hans-Werner Sinn, gebrauchen für die deutsche Energiewende, die auf den von Behrens beschworenen "innovativen" und "fortschrittlichen" Methoden basiert, das Synonym "Deindustrialisierung Deutschlands". In welchem Paralleluniversum leben Herr Behrens und die Süddeutsche Zeitung eigentlich?

EIKE behält sich beim deutschen Presserat eine Beschwerde vor – über die journalistischen Falschaussagen von Herrn Behrens in der SZ wider besseres Wissen. Man sollte der AfD eine Verleumdungsklage empfehlen, denn es gibt rote Linien im Journalismus, die nicht überschritten werden dürfen. Der Pressekodex (hier) erscheint EIKE zumindest in den Punkten 1, 2 und 9 massiv verletzt. Aus Erfahrung wissen wir freilich, dass Beschwerden der bekannt fragwürdigen Unabhängigkeit des Presserats wegen wenig nützen. 

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14 Kommentar(e)

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1
WoodRiverResident

Letzte Meldung:

Die Süddeutsche Zeitung heißt ab sofort:

ALPENPRAWDA

2
Martin Landvoigt

Zum beklagten Artikel:
Der Author scheint die AfD auf eine Rolle des zensierenden Herausgebers des Magazin 'Compact' verpflichten zu wollen. Was sonst sollten die wirren Assoziationen zu dem angeblich 'AfD nahestehende' Magazin bedeuten? Ist nun z.B. die Qualität der Bildzeitung ein Maßstab, wie man die CDU beurteile?

'Wissenschaft selbst soll instrumentalisiert und politisiert werden.' Die frage ist allerdings berechtigt, was hier implizit ausgesagt wird. Schlimmstenfalls ist es wie bei der Geschichte von den zwei schornsteinfegern, die sich damit grüßen: 'Was bist du aber schwarz' ...

Aber ist das so? Das Ideal der Wissenschaften, rein der Wahrheit verpflichtet zu sein, kann in der Praxis nie vollumfänglich erreicht werden. Im besonderen weltanschaulich relevante Fragestellungen und solche, die viel mit Macht und Geld zu tun haben, sind natürlich nicht unberührt von den Interessen dieser Welt. Nichts desto trotz sollte das Ziel der Unparteilichkeit und Objektivität mit Vehemenz verfolgt werden. Der hier erhobene Vorwurf ist aber nicht lapidar und quasi unbegründet erhoben werden. Derartige Behauptungen sind per se ehrenrührig un unmissverständlich negativ. Ohne eine solide Begründung allerdings lediglich als Propaganda aufzufassen. Der Verfasser demaskiert sich selbst, wenn er zum Beleg seiner These eine Assoziation auf ein angeblich 'nahestehendes' Magazin bringt, das dubiose Thesen veröffentlicht. Wie sehr aber unterscheidet sich die wissenschaftliche Qualität der SZ von Compact, wenn man Argumentationen zum Thema Wissenschaft vorträgt, die keineswegs jene repräsentieren kann, schon gar nicht mit dem Duktus der selbstbeanspruchten normierenden Autorität.

'Der Angriff auf die Wissenschaft ist eine Zäsur in der politischen Debatte Deutschlands'

So viele Fehler in einem Satz!

1. Der behauptete Angriff auf die Wissenschaft ist weder existent, noch belegt.

2. Eine Zäsur kann es nicht sein, denn die Wissenschaften werden seit eh und je politisch instrumentalisiert. Siehe den Umgang mit Veröffentlichungen der bundeseigenen BGR (und deren Nichtbeachtung) und das Verhalten des UBA. Wenn man von einer Zäsur sprechen wollte, müsste man die UBA-Publikation nennen, nicht einen herbeiphantasierten Angriff.

3. Was aber sei die politische Debatte Deutschlands? Sind nun die AfD Debattenteilnehmer? Wer noch? Wird die AfD selbst korrekt zitiert oder zu Wort kommen lassen? 'Debatte' scheint in diesem Kontext völlig falsch verwendet werden.

Das Problem ist doch, dass weder eine Debatte existiert, noch gewünscht wird. Denn sonst würde man nicht eine anderslautende Meinung mit unlauteren Mitteln dikreditieren wollen.

3
Martin Landvoigt

Manche Kommentare sagen, dass die AfD von über der Hälfte der Wähler als Protestpartei wahrgenommen würden und nicht wegen eigener Inhalte. Das wäre an sich ja kein Problem, denn wenn die Einheitsparteien unisono Unsinn produzieren, bräuchte es nicht viel Vernunft, um eine Alternative zu wählen.

Tatsächlich posititioniert sich die AFD mit ihrem neuen Parteiprogramm so, dass sie zu vielen Politikfeldern klare Alternativen bietet, auch wenn es vielleicht manchen nicht alles so schmeckt.

Die Einheitsparteien leiden auch strukturell unter der Annahme, man müsste einerseits den Mehrheiten hinter her laufen, zum Anderen aus der Angst, man könnte in einigen Punkten einen Wähler verschrecken. Dabei ist die Wahrnehmung, um welche Wähler es denn geht, höchst seltsam. Die gescholtenen 'rechten' konservativen Wähler sind eher unerwünscht. Jene können nach Meinung der etablierten Politiker und Medien auch bedenkenlos verschreckt werden. Aber die Gruppe der Grünen-Wähler - Bundesweit um die 10 % - geben da den Ton an, an der sich vor allem Journalisten und Politiker aller Parteien scharen. Nach Rationalität wird nur so weit gefragt, wie sie erwartete Wahlergebnisse bringt. Oft sitzt man schließlich der eigenen Propaganda auf, die durch eine eigentümlich verzerrte Weltsicht gekennzeichnet ist.

In diesem Sinne sind die redaktionellen Hilfstruppen nur der Büttel jener Eliten, denen es eben nicht mehr um ein sachlich begründetes Wohl des Volkes geht sondern um die Macht im Staate und deren Erhalt.

4

Schlau gemacht .
Erst Formulierungen wählen um Zweifel an Klimawissenschaften zu säen die keine andere Schlussfolgerung zulassen als dass es sich beim Verfasser um einen Gegner der Energiepolitik handelt, gleichzeitig aber jedwede eindeutige Positionierung vermeiden ..
Daraufhin abwarten bis Jemand diese nicht ausgesprochene Positionierung benennt und dann Beschweren für eine möglichst breite Publicity .
Interessante Strategie ...

5

Erst einmal war es wichtig, dass es in Deutschland mit der AfD ENDLICH eine glarklare Oppositionspartei zu den etablierten Einheitsparteienbrei von SPD, Union, Grüne und Linke gibt. Der Wähler und Bürger hat somit die Chance erhalten eine andere - alternative Politik zu dieser alternativlosen Kanzlerpolitik zu wählen. Und dieser Schritt war sehr wichtig in unserer Demokratie...der Schritt eine Partei der Alternativen zu gründen und damit vom Weg hin zu einer Kanzlerdiktatur abzukehren und zur Demokratie zurück zu finden.
Eine Demokratie ohne Opposition bzw. Alternativen ist keine Demokratie mehr...eine alternativlose Politik ist nichts weiteres als eine Diktatur die keine anderen Meinung mehr gelten last und mit Geld und Macht den politischen Parteienbetrieb bestimmt und kontrolliert. Ein Missbrauch des Volkswillen wird hier von der grün-Sozialistischen Merkeldiktatur durchgezogen um die eigene Macht zu stärken. Bestes Beispiel sind die Koalitionsverhandlungen der Union mit den Grünen in Baden-Württemberg. Wenn man den Wählerwillen in BW oder in Rheinland Pfalz oder Sachsen-Anhalt berürcksichtigen würde, dann würde es zu keener Koalition kommen und es sollten sofort Neuwahlen stattfinden. Wer nicht einmal in Betracht zieht mit einer demokratischen AfD zu sprechen bzw. in Koalitionsgespräche zu gehen, der hat Demokratie nicht verstanden. Der setzt sich über die Demokratie und damit über das Volk mit seiner Arroganz der angeblichen Macht- und Geldfülle...bei den nächsten Landtagswahlen und der Bundestagswahl wird sich das um so mehr für diese etablierte Einhetisbrei Arroganz rächen...die AfD kann nur noch starker warden und davor haben alle etablierten Parteien Angst. Und das ist auch gut so...Nicht nur für die AfD sondern für die gesamte Demokratie.
Danke!

6

"Die AfD macht das Leugnen des Klimawandels zum festen Bestandteil ihrer Politik. Dahinter steckt eine gefährliche Strategie".

Gefährlich, aber für wen?
Dann nimmt die Gefahr hoffentlich noch zu!

7

Ganz einfach, so wie in der Schweiz, wo seit fast fünf Jahrhunderten echte Demokratie funktioniert und die Souveränität der Bevölkerung respektiert wird und kein Personenkult die Bevölkerung missbraucht, so wünsche ich mir das auch nebenan in Deutschland.
Eine echte Demokratie in der die Bevölkerung nicht zum deklassierten Zeitzeugen eines Personen-Kultes degradiert wird, wo alle Wähler vier Jahre Kreuzchen machen dürfen, ohne nur irgendeinen Respekt vor einer „Scheindemokratie“ zu haben, die die Alliierten verwalten.

Wer geht noch wählen, wenn es keine Alternative gibt?
Wir brauchen diese politische Dynamik einer echten Demokratie, um in unserer Bananen-Kolonie erwachsener zu werden.
Die Wahlerfolge dieser Partei, die sich als Alternative, wie eine Hoffnung aus der Misere anbietet werden sich weiter vervielfältigen. Es sind die Hoffnungen auf Schweizer Demokratie und Bürger-Souveränität in einer freien liberalen Gesellschaft, die uns von unserem Schein-Demokratie-Elend befreien können.

8
Martin Landvoigt

Im Besonderen haben mich die Ergebnisse der Landtagswahlen überrascht. Nicht nur, dass im Vorfeld mit Superlativen in den Medien aufgewartet wurden, um die AfD zu diskreditiern, sondern auch die Prognosen wurden um mehrere Prozentpunkte übertroffen. Dabei dachte ich, dass die Macht der Medien so stark sei, dass sie die Bundesbürger davon überzeugen könnte, das 2 + 2 = 5 sei.

Ich habe mich getäuscht. Die Macht der Medien, die Welt nach eigenem gutdünken zu formen, ist nicht ungebrochen. Sie können nicht jeden Unsinn verkaufen und mit Zustimmung rechnen. Vielmehr diskreditieren sie sich selbst. Die Wähler folgen nicht mehr ungebrochen dem was sie behaupten. Die Auflagen der Printmedien geht zurück.

Und genau das trieb auch große Wählergruppen zur AfD. Die Menschen wissen, dass man den Medien nicht mehr glauben kann, wenn sie wieder etwas von sich gaben. Das war auch in der DDR so, und das ist in vielen Teilen der Welt so. Meinungsmacher werden immer weniger erwünscht sein.

Sollten die Meinungsmacher glauben, auf die eben verzichten zu können, die zunehmend AfD wählen und noch immer hoffen, dass sich dieses Welle selbst verläuft, dann ist das ein Spiel mit hohem Einsatz, dass ihnen nachhaltig die Kredibilität kosten kann.

Propaganda-Artikel wie der von Christoph Behrens zementieren lediglich den Eindruck des Stichwortes der 'Lügenpresse'.

Ein Auseinanderdriften der Gesellschaft ist keineswegs eine demokratische Tugend, wiewohl auch Einheitsdenken nichts dergleichen ist. sondern ein demokratischer Diskurs lebt von der Meinungsvielfalt und der Toleranz. Das aber erkenne ich immer weniger. Der Artikel bemüht sich um ungehemmte Diffamierung und unbegründete Deutungshoheit.

Ich höre zunehmend Stimmen, die eine weitere Verschärfung und Zunahme politischer Gewalt befürchten. Parallelen mit der Weimarer Republik werden bemüht. Wie kann man derartige Befürchtungen zerstreuen? Sicher nur, wenn man sich davon nicht in eine Eskalationsspirale ziehen lässt, sondern selbst die Werte und Tugenden der Demokratie voran treibt. Und dazu gehört, der Vernunft wieder eine Stimme zu geben ... und sich nicht nach dem Unsinn der Propaganda-Presse auszurichten.

9
Markus Estermeier

#5 Herr Abels

Um eine Klage einzureichen sollte auch das eventuell nötige Geld und ausreichend Zeit vorhanden sein. Und im Falle der siegreichen Klage ist noch lange nicht sicher, daß das Urteil von den Medien auch öffentlich wirksam publiziert wird.

10

Ob Sie den Deutschen Presserat anrufen, oder in China fällt der berühmte Sack Reis um, kommt, wie Sie schon selber bemerkten, auf das gleiche heraus. Nämlich nichts.

Man kann sich lebhaft vorstellen wie bei unseren "Qualitätsmedien" manche nennen sie erstaunlicherweise Lügenpresse", die turnusmäßigen Redaktionskonferenzen ablaufen. Bei dem Zentralorgan der Gutmenschen Deutschlands von der im Artikel berichtet wird, ordnet vermutlich der Chefredaktuer an: Also Leute, diese Woch mindestens vier Artikel gegen die AfD, denkt euch was aus, laßt eure Phantasie spielen. Die armen Redakteure müssen dann in die Tasten greifen und zum gefühlt hundertsten Mal irgend einen abgelutschten Unsinn verzapfen. So hat es wohl auch den Herrn Behrens getroffen. Diesem Unwesen kann man aber nicht mit dem Deutschen Presserat begegnen, da hilft nur eine
Strafbewehrte Verläumdungsklage zu der sich die AFD aufraffen müßte.

11

Man sollte herrn Behrens den auf nature.com erschienen Artikel von K.Trenberth mit folgender Zusammenfassung zum lesen zu senden:
None of the models used by IPCC are initialized to the observed state and none of the climate states in the models correspond even remotely to the current observed climate. In particular, the state of the oceans, sea ice, and soil moisture has no relationship to the observed state at any recent time in any of the IPCC models. There is neither an El Niño sequence nor any Pacific Decadal Oscillation that replicates the recent past; yet these are critical modes of variability that affect Pacific rim countries and beyond. The Atlantic Multidecadal Oscillation, that may depend on the thermohaline circulation and thus ocean currents in the Atlantic, is not set up to match today’s state, but it is a critical component of the Atlantic hurricanes and it undoubtedly affects forecasts for the next decade from Brazil to Europe. Moreover, the starting climate state in several of the models may depart significantly from the real climate owing to model errors. I postulate that regional climate change is impossible to deal with properly unless the models are initialized.
mfG

12

Ein Problem der AfD ist, dass sie bezüglich verleumderischer Aussagen zu wenig "Biss" hat. Sie scheut sich offenbar davor mit Einstweiligen Verfügungen gegen glatte Lügen anzugehen. Eklatantestes Beispiel ist der angebliche Schießbefehl" von Frau Petry. Obwohl jedermann im Mannheimer Morgen vom 2.Februar 2016 nachlesen kann, dass Petry es ausdrücklich ablehnte von Schießbefehl zu sprechen. (Man versuchte es in diesem Intewiev ihr zweimal in den Mund zu legen), behaupteten die Medien lügnerisch Petry habe einen Schießbefehl gefordert, obwohl sie nur auf den Gesetzestext des UZwG, der den Waffengebrauch ermöglicht, hinwies. Der Verzicht auf sofortige Gegenmaßnahmen durch die AfD hatte verheerende Wirkung. Leute die mir vorher zusicherten AfD zu wählen sagten nun, dass das mit dem Schießbefehl gar nicht gehe und sie nun FDP wählen werden.ich schätze diese Angelegenheit hat die AfD mindestens 3 %Stimmen gekostet.

Eine wesentliche Gegenmaßnahme wäre zum Beispiel gewesen breitflächig darauf hinzuweisen, dass die Politiker Boris Palmer (OB von Tübingen, GRÜNE) und MdL Oesterhelweg CDU lange vorher in viel drastischerer Form den Waffeneinsatz gegen Migranten forderten. Da die Medien diese Sachverhalte peinlich umging, wäre es Aufgabe des AfD Pressesprechers Lüht gewesen das lautstark zu bringen. Das dieses nicht geschah könnte einer der Gründe sein, dass Petry ihn entließ.

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Rainer Steppan

Sehr treffend dargestellt, vor allem dass die Politisierung ja eindeutig von der AGW-Seite kommt, es ist Politik im Wissenschaftsgewand. Diese Bezeichnung Klimaleugner ist komplett unpassend und was soll sie aussagen? dass man die Existenz eines Klimas leugnet? Dann sollten sich die Hetzer wenigstens eine passendere Bezeichnung ausdenken. Wenn der Klimawandel beweint wird, wird ja automatisch vorausgesetzt, NUR der Mensch ist daran schuld. Oder ist es erst ab dem Liter x der Mensch? oder bei Trockenheit erst der Tag x, den der Mensch zu verantworten hat? Alles über 30 Grad im Sommer war der Mensch?
Das Schlimme an der Sache ist, dass die Physikerin (Klimadonna) Merkel die Scharlatane mit den nicht funktionierenden Systemen als Basis ihrer Lügen als Rechtfertigung nimmt Milliarden aus dem Fenster zu schmeißen und das Volk goutiert es johlend!
Dass die AfD diesen größten Betrug der Menschheitsgeschichte angehen will, ist sehr ermutigend weil bitter nötig! Hier wird die Nazikeule und die Klimakeule geschwungen, die Religion wird mit allem verteidigt. Es geht um sehr viel Geld bei der Sache und Nullkommanull um unseren Planeten. Die AfD muss gegen eine Religion ankämpfen und das ist sehr schwer!
Ich habe Herrn Lindner vor ca 1 Jahr mal über das Klimathema geschrieben und auch gesagt, dass die FDP sich durchaus da positionieren könne, damals hatte sie fast nichts mehr zu verlieren. Es kam wie ich erwartet habe, bis heute keine Antwort. Hier muss u. U. auch ein Kipp-Punkt erreicht werden, ab dem diese Klimamafia in die Defensive gedrängt wird und zu Fall kommt. Nur ich fürchte hier wird es nicht wenige Leute geben, die bis zum bitteren Ende dieser Lüge verfallen sind und nie mehr aufwachen.

14
Dr. Horst Denzer

Ich möchte den sehr gut geschriebenen Artikel
von Professor Horst-Joachim Lüdecke noch mit einigen Angaben zu Christoph Behrens und zur Süddeutschen Zeitung (SZ) ergänzen :
Behrens ist Jahrgang 1987 und hatte an der
TU München Bioingenieurwissenschaften und Technikphilosophie studiert. Danach war er als
"Medienbotschafter" für die von Robert Bosch gegründete Robert-Bosch-Stiftung in China tätig. Er schreibt außer für die SZ noch für
Nature und Spiegel wissenschaftliche(?) Artikel. Die SZ wurde im Oktober 1945 unter Aufsicht des OMGUS (amerikanische Militärbehörde) gegründet und hatte im Laufe ihrer Geschichte unterschiedliche politische Ausrichtungen. Sie ist zur Zeit unter Leitung von Wolfgang Krach, Kurt Kister und Heribert Prantl linkspopulistisch ausgerichtet und hat jetzt wahrscheinlich mit den "Panama Papers"
einen enormen Zuspruch in der Öffentlichkeit erlangt. Der von seinen Freund*innen
Dr. Heríbert genannte Prantl sympathisiert mir auch zu sehr mit dem Sozialismus. Dabei haben
neulich Aufnahmen von Folteropfern des sozialistischen Assad Regimes (Baath-Partei =
Arabische Sozialistische Partei der Wiedererweckung) wieder einmal gezeigt, mit welch einer verbrecherischen Ideologie wir es beim Sozialismus zu tun haben !