SPIEGEL ONLINE: Der Klimawandel ist nicht für den Syrienkrieg verantwortlich

Fast ausgetrockneter Fluss in Syrien 2009, Bild Bertramz. Wikipedia

von Helmut Kuntz
Manchmal gibt es in der Klimawissenschaft und den Medien Zeichen von Erkenntnis. Was der Autor recherchierte und auf EIKE bereits am 21.09.2015 berichtete: „Ist der „Arabische Frühling“ wirklich wegen unserem CO2 gescheitert?“, wird nun bestätigt.


SPIEGEL ONLINE Wissenschaft 15.02.2016:

Syrien: Forscher widersprechen These vom Klimawandel als Kriegsursache

Die Mahnung sorgt für Aufregung: Wissenschaftler und Politiker behaupten, der Klimawandel habe Dürre und Bürgerkrieg in Syrien wesentlich mitverursacht. Deutsche Forscher widersprechen.

Die These liefert Schlagzeilen rund um die Welt: Der Krieg in Syrien wurde wesentlich vom menschengemachten Klimawandel verursacht, behaupten Medien und Politiker. Sie berufen sich auf Klimaforscher, die entsprechende Studien publiziert hatten.

Deutsche Forscher haben nun eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, in der sie der These widersprechen.

"Die vielfach propagierte einfache Kausalität zwischen Dürre, Migration und Konfliktausbruch in Syrien lässt sich so nicht halten", erklärt das Deutsche Klima-Konsortium, ein Zusammenschluss zahlreicher Forschungsinstitute.

Bereits zuvor hatten Forscher Zweifel angemeldet. Den Klimawandel als Ursache für Syriens Probleme anzuführen, lenke von den wahren Problemen ab, die Dürre und Hungersnöte verursachten, hatte Francesca De Châtel, Syrienexpertin an der Radboud University in Nijmegen, erklärt.

Exzessive Grundwasserförderung, Übernutzung des Bodens durch grasende Tiere und landwirtschaftliche Ausbeutung seien die Hauptursachen für die Hungersnot, sagte De Châtel.

"Die Rolle des Klimawandels ist nicht nur irrelevant, ihre Betonung sogar schädlich", meinte sie. Das Klimaargument erlaube es den Politikern, Schuldige für die Hungersnöte außerhalb des Landes zu suchen, obwohl sie doch eigentlich selber für das Missmanagement verantwortlich seien.

Mehr Dürren?

Dürrephasen gehörten in der Region zur Normalität.

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Was aber nicht sein darf, gibt es auch nicht. Das bekannte Klimawandel-Ideologieportal Klimaretter.Info hat auch nachgefragt. Natürlich bei Herrn Rahmstorf. Dass dieser seinen ursprünglichen Aussagen nicht widersprechen würde, war anzunehmen. Entsprechend eindeutig viel seine Bestätigung seiner ursprünglichen Aussagen aus: „Erst die Dürre, dann der Bürgerkrieg

Herr Rahmstorf weiss:

Fakt ist, dass das Land in den Jahren 2007 bis 2010 von der schlimmsten Dürre in der mehr als 100-jährigen Geschichte der dortigen Wetteraufzeichnungen heimgesucht wurde. Ernten blieben aus, sehr viel Vieh verendete.

Er weiß es damit besser, als der amtliche Deutsche Wetterdienst und das Deutsche Klima-Konsortium[1]. Vor allem kennt er genau die Vergangenheit, obwohl keine ausreichenden Daten dazu vorliegen: 

Deutsches Klima-Konsortium:

Dürrephasen gehörten in der Region zur Normalität. Tatsächlich sieht der Uno-Klimabericht, der das Wissen übers Klima zusammenfasst, zwar eine Erwärmung in Syrien, aber keinen eindeutigen Trend zu weniger Niederschlag. Die Datenmenge aus der Region gilt als ungenügend.

DWD:

Der Einfluss des Klimawandels bei der Dürregefahr sei jedoch "statistisch nicht signifikant nachweisbar", sagt Paul Becker, Klimaexperte des Deutschen Wetterdienstes. Die Regenmengen schwankten zu sehr, um unnatürliche Signale identifizieren zu können. 

Wer nun meint, das Deutsche Klima-Konsortium wäre zum Klimawandel kritisch eingestellt, muss nur die Namen im Vorstand nachlesen.

DKK Vorstand: 

Prof. Dr. Mojib Latif (Vorsitzender)  Prof. Dr. Gernot Klepper | Dr. Paul Becker Prof. Dr. Jochem Marotzke  |  Prof. Dr. Monika Rhein 

Dass sich dieses ansonsten Klimawandel-überzeugte Gremium zur aktuellen Aussage durchgerungen hat, ist ein seltener Lichtblick.  

  

Quellen

[1]

DKK Pressemitteilung: Klimawandel als ein Treiber unter vielen

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11 Kommentar(e)

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1
Dr. Horst Denzer

Die Ursachen des Bürgerkriegs in Syrien :
Eine mehrjährige Dürreperiode (Ursache : Entwaldung auf dem afrikanischen Kontinent sowie im Nahen Osten und nicht einige ppm anthropogenes CO2) verbunden mit schlechtem Wassermanagement (zu viel Grundwasser wurde entnommen oder verschwendet)und zu wenig Zufluss von Euphratwasser nach Syrien infolge der Dürreperiode als auch durch die Attatürkstaudämme in der Türkei haben logischerweise eine Landflucht eingeleitet und für Unzufriedenheit bei der Bevölkerung gesorgt, die durch die als "Arabischer Frühling" bezeichneten Vorgänge in anderen arabischen Ländern in Revolutionsstimmung versetzt wurden - die sich anschliessenden unverzeihlichen politischen Fehler haben ihr übriges getan. Wenn Herr Hader und Herr Rahmstorf dann nur alles auf einige ppm CO2 zurückführen, ist dies schlichtweg ein Armutszeugnis. Wenn Herr Hader jedoch Willens sein sollte (Frank Endres sagt, Sie sind ein netter Kerl), Pluspunkte in diesem Forum sammeln will, sollte er in Zukunft die Genese von Konflikten sorgfältiger analysieren und nicht alles mit ein paar ppm CO2 zu erklären zu versuchen - als überzeugter AGWler wird Herr Hader seinen Standpunkt nicht ändern aber er sollte nicht den Naivling spielen und nicht so oberflächlich sein. Wenn Herr Dr. Paul mich nun in meiner Argumentation unterstützen würde, wäre mein Wochenende gerettet !

2
Katrin Meinhardt

#9: Frank Grabitz

Es gibt unzählige Indizien, Beweise für Ihre Behauptungen. Sie können absolut beruhigt "schlafen". Die verfluchten (und arroganten) Sozialingenieure (vgl. Produkt der Wissenschaft) können es nicht lassen. Die wollen den wertvollen Menschen (nach deren bösen Willen) manipulieren. Der Wissenschaftsbetrieb hilft denen dabei (vgl. Friedrich A. von Hayek [Mißbrauch und Verfall der Vernunft (1979)] u.a.).

a. Nur wenige Wirtschaftsfakultäten unterrichten überhaupt (Wirtschafts-)Geschichte. Sehr vieles was heute als neu erscheint, verkauft wird, gab es (bereits) schon.

b. Wer berechnen kann, wie Menschen funktionieren, kann sie auch manipulieren.

c. Der Mensch ist nicht mehr in der Lage zu begreifen was um ihn herum vorgeht. Viel Datenmüll unterwegs. Falsche Autoritäten.

Alles Fakten.

Das (heutige) Management(, nicht alle, aber immer mehr,) ist also nicht nur mies, es ist sehr oft hochgradig kriminell. Wie die meisten Verantwortlichen bei heutigen Banken.

MsfG

3

Wieso neue Thesen, Herr Hader ?

mit meinem link auf das Armes Forces Journal von 2006 (angedacht wurde also bereits Jahre vor der Veröffentlichung) habe ich doch aufgezeigt, dass ein Umbau des Nahen Osten (geplant ist von Nordafrika bis Indien) militärisch und politisch geplant war, noch bevor die Dürren kamen. Obendrein sollten ja schließlich die Russen ihren einzigen Militärstützpunkt im Mittelmeer, Tartus in Syrien, verlieren. Die wiederkehrenden Dürren kommen noch zum Unglück hinzu.

Das sind keine Thesen, das sind hingebastelte Begründungen um abzulenken. Einige Klimafachleute machen sich hier zu Speichelleckern der aggressiven Politik von Mord und Tod, oder sie sind so umnebelt vom Klimawahn, dass sie meinen nur noch das Klima bestimmt alle Geschicke auf der Welt.

4

Das Problem besteht eigentlich aus zwei Fragen. 1) Hat die Zahl der Dürren weltweit an Zahl und Heftigkeit zugenommen. 2) Wie reagiert die betroffene Population auf eine Dürre? Die 1. Frage kann das DWD beantworten. Für die 2. Frage ist das DWD nicht zuständig. Meine persönliche Meinung: in Kalifornien gab es in den vergangenen Jahren auch eine große Dürre. Nehmen wir an, die Dürren in Syrien und Kalifornien sind an Heftigkeit vergleichbar. In Syrien gibt es einen Bürgerkrieg mit den Folgen Hunger, Armut und Flucht. In Kalifornien aber nicht. Meine Vermutung: fehlende Infrastruktur. Mein Stichwort: ALDI,LIDL, usw.. Bei den Discountern gibt es Nahrungsmittel zu erschwinglichen Preisen. Viele werden importiert wie z.B. Mandarinen ,Äpfel, Honig. Die Transport-Preise sind gering wegen der EU und der guten Verkehrsinfrastruktur, der Wettbewerb sorgt für niedrige Preise.

5

"Dass sich dieses ansonsten Klimawandel-überzeugte Gremium zur aktuellen Aussage durchgerungen hat, ist ein seltener Lichtblick."

Wieso seltener Lichtblick? In der Wissenschaft ist es ziemlich normal, dass neue Thesen kontrovers diskutiert werden.

6

Sehr geehrter Herr Urbahn
Es soll ein „Greater Middle East“ geschaffen werden und nicht nur die Angelsachsen können dies sondern auch die Deutschen. Die ethnizistische Aggression geht auf deutsche Politikansätze der Bismarck-Zeit (googln Sie mal danach, oder nehmen Sie meinen link) zurück. Postulierten ihre damaligen Theoretiker das ständige "Fließen" von Staatsgrenzen, die dem biologischen Zug der Stämme und "Volksgruppen" folgten, so heißt es heute im "Armed Forces Journal", dass "Grenzen niemals statisch gewesen sind".
So empfahl die Bertelsmann-Stiftung am Vorabend des Jugoslawienkrieges, "das ethnische Prinzip" anzuwenden und gegen Belgrad so genannte Volksgruppen zu mobilisieren - blutlich definierte Minderheiten mit Anspruch auf Territorialrechte. Bertelsmann erarbeitet im Rahmen der Kronberger Gespräche ganze Maßnahmenbündel, um den Mittleren Osten umzugestalten.
Und aus den Zeiten des 2. Reiches, der Kaiserzeit, gibt es zahlreiche deutsche Literatur, die sich mit Destabilisierung ganzer Völker beschäftigt.

Wir „mischen“ also mit, nicht nur beim Klima. Aber es finden sich bestimmt auch „Wissenschaftler“ die die Destabilisierung mit Klimawandel studienmäßig belegen können.

7
Werner Geiselhart

Ja, ja der Klimawandel.
Es ist schon erschreckend, wie viele Deutsche im Sommer aus dem gemäßigten Deutschland in den heißen Süden fliehen müssen.
Sie alle wollen den Schellnhuber-Effekt des Verglühens auf der Sonnenliege am eigenen Leib erfahren.
Inzwischen müssen schon Sonnenschirme zum Schutz der bedrohten Menschheit aufgespannt werden. Und noch schlimmer, große Mengen an eisgekühlten Pina Coladas müssen an den Pools aufgefahren werden, um uns vor dem Weltuntergang zu schützen. Furchtbar!!!

8

#1
Unfug! Alleine das Pulver in Ihrem & unserem Geldbeutel, das sich aber sehr bald in Luft verwandelt haben wird... 😉

9

Sehr geehrter Herr Grabitz,
ich kann ihre Auffassung nur unterstützen. Der sogenannte arabische Frühling ist von den USA ausgegangen und diente und dient deren politischen Interessen. Wie man Aufstände und Bürgerkriege inszeniert, da haben die Angelsachsen sehr große Erfahrung drin.
MfG

10

So mancher sieht in seinem Klimawahn Gespenster auftauchen. Oder verwendet das Klima als Propaganda um von den Verantwortlichen – hier die USA, seinem eigenen Land – abzulenken. Zu Beginn des so genannten arabischen Frühlings hatte keiner das Klima als Verantwortlichen gesehen.

Ich verweise hier auf die Veröffentlichung des US Army Journals von 2006 (über die Gründe mag man spekulieren)
In diesem Journal – dem Hauptjournal der US Armee – wird die ethnische Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens von amerikanischen Armeekreisen empfohlen (auch die Bertelsmannstiftung engagiert sich in den alljährlichen Kronberger Gesprächen an denen auch Frau Merkel teilnimmt und sich für die vollständige Umgestaltung der politischen, wirtschaftlichen und religiösen Institutionen der Länder des "Großen Mittleren Ostens" einsetzen will, um sie fest an die euro-atlantische Achse zu schweißen. Blutlich definierte Minderheiten sollen durch Deutschland unterstützt werden, in Osteuropa und in Kaukasien. Dies hat eine Vergangenheit deren Vorgehensweise man in Büchern nachlesen kann, die zu Anfang des 19. Jhdt. bereits von deutschen Autoren beschrieben wurden (im Kaiserreich und zu Nazizeiten) :
Ethnische Minderheiten unterstützen um die Regierung des jeweiligen gegnerischen Staates zu stürzen, zu destabilisieren, um so Einfluss auf das Land, auf die Nation zu gewinnen)

Es wird zur Veranschaulichung gleich noch die Karte „Vorher – Nachher“ geliefert. Auch Syrien ist von der Umgestaltung betroffen. Auch ohne Dürre. (Nordafrika ist nicht dargestellt)

http://tinyurl.com/j5byp5j

aber Klimaforscher interessieren sich ja nicht für Politik, und reden dafür lieber Schwachsinn.

11

Ist vielleicht etwas zynisch, aber die Fluchtursache der Menschen aus Syrien ist nicht das CO2 sondern Pulver und Blei in der Luft.