Die Wahrheit über globale Temperaturdaten“ … nun, nicht *sorgfältig* genug gefingert.

David Middleton
Falls man die blasierten und abfälligen Bemerkungen des Autors mal beiseite schiebt, dann ist dieser Artikel ein ziemlich guter Job bei der Erklärung, warum die Temperaturdaten an Messstationen adjustiert und homogenisiert werden müssen.


Bild rechts: entliehen von hier.

Es gibt da nur ein gewaltiges Problem…

„In den USA führten ein paar systematische Änderungen bei Wetterstationen zu einem Abkühlungs-Bias – am stärksten bei der Zeit der Beobachtung, korrigiert durch die blaue Linie. – Zeke Hausfather/Berkeley Earth“ … Ich habe den Kasten mit der natürlichen Variabilität und Erläuterungen hinzugefügt. Die gesamte anomale Erwärmung seit 1960 ist das Ergebnis der Adjustierungen.

Ohne diese Adjustierungen und Homogenisierungen wären die Temperaturen in den USA nach 1960 nicht unterscheidbar von den Temperaturen zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Ich sage nicht, dass ich weiß, ob die Adjustierungen falsch sind; allerdings läuten bei mir immer die Alarmglocken, wenn ich sehe, dass eine Anomalie ausschließlich auf Daten-Adjustierungen zurückgeht. In meinem Arbeitsgebiet, nämlich der Öl- und Gaserkundung, müssen wir oftmals seismische Messungen homogenisieren, die mit unterschiedlichen Parametern und Verfahren durchgeführt wurden. Dies galt besonders während der „guten alten Zeit“, bevor 3D zur Norm wurde. Die Korrekturen konnten oft substantiell sein. … [Weiter im Original: „However, if someone came to me with a prospect and the height of the structural closure wasn’t substantially larger than the mistie corrections used to “close the loop,” I would pass on that prospect.“ Hier bekomme ich keine sinnvolle Übersetzung hin. Anm. d.Übers.]

Nur mal so habe ich die Satellitendaten-Zeitreihen von UAH und RSS über die Hausfather-Graphik gelegt…

US-Rohdaten,Time of Obseravtion Bias (TOB)-adjustierte und homogenisierte Temperaturen im Vergleich mit den globalen Satelliten-Temperaturen UAH und RSS. Äpfel und Birnen? Vielleicht…aber trotzdem sehr erhellend.

Ich glaube zu erkennen, warum der so genannte Konsens in letzter Zeit so besessen beschworen worden ist mit der Zerstörung der Glaubwürdigkeit der Satellitendaten.

Addendum

Im Lichte einiger Kommentare, besonders von Zeke Hausfather, habe ich die Zeitreihe der UAH v5.6 “USA48”-Temperaturanomalie heruntergeladen und sie in Zekes Graphik der US-Rohdaten, der TOB-adjustierten und vollständig homogenisierten Temperaturen eingefügt. Ich habe die UAH-Zeitreihe um 0,6°C nach oben verschoben, um den unterschiedlichen Referenz-Zeiträumen Rechnung zu tragen. …

Ferner habe ich ein zentriertes 61-Monate-Mittel für ein 5-jähriges gleitendes Mittel verwendet. Da es offensichtlich eine Zeitverschiebung gegeben hatte, verschob ich die UAH-Daten oben auch um einige Monate, um sie passend zu den Spitzen und Tälern zu machen. …

Die UAH USA48-Daten gehen kaum über die Variabilität vor 1960 hinaus und liegen dicht bei den TOB-adjustierten Temperaturen, jedoch deutlich unterhalb der voll homogenisierten Temperaturen.

Link: http://wattsupwiththat.com/2016/01/21/thorough-not-thoroughly-fabricated-the-truth-about-global-temperature-data-well-not-thoroughly-fabricated/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. Es gibt erst seit wenigen Jahren (einige hundert) eine NICHT flächendeckende und NICHT geeichte Temperaturerfassung. _ Da liegt doch auf der Hand, dass die Fehlertoleranz größer ist, als der behauptete Temperaturanstieg. _ Erdgeschichtlich ist dieser kurze Zeitraum sowieso ein Witz.

    Da sieht man abar mal wieder, was das Ziel des deutschen Bildungssystems ist: Manipulierbarkeit der Massen – also Bildungsferne.

  2. Hallo Herr Frey,

    da es sich um eine Kernaussage handelt, versuche ich es noch einmal mit einer inhaltlichen Übersetzung:

    Wenn der postulierte Effekt nicht deutlich größer ist, als die an den Originaldaten angebrachten Korrekturen, dann ist das Endergebnis höchst zweifelhaft.

    Viele Grüße – Uli Weber

  3. Hallo Frau/Herr Weber,

    herzlichen Dank für diesen Hinweis, aber weil ich auch mit Ihrem Übersetzungsvorschlag eigentlich nur Bahnhof verstehe, lasse ich alles so stehen.

    Sie brauchen es mir nicht näher zu erläutern, aber es gibt ja auch Fachleute hier, die mit Ihrem Vorschlag vielleicht mehr anfangen können als mit dem Original.

    MfG Chris Frey, Übersetzer

  4. „However, if someone came to me with a prospect and the height of the structural closure wasn’t substantially larger than the mistie corrections used to “close the loop,” I would pass on that prospect.“

    Übersetzungsvorschlag:

    Allerdings, wenn irgendjemand mit einer bohrwürdigen (Kohlenwasserstoff-)Struktur zu mir kam und der (vertikale )Strukturgewinn war nicht deutlich größer als die Korrekturwerte der seismischen Profile untereinander, dann habe ich dieses Projekt ausgelassen.

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