Die USA wird zur Energie-Supermacht

Marita Noon
Umweltaktivisten lieben eine richtige Krise. Das Verbreiten von Furcht ist ein erprobtes Verfahren, die Finanzierung technischer Fortschritte finanziert zu bekommen, wobei der vom Menschen verursachte Klimawandel gerade am aktuellsten ist. Aber im Jahre 2005 war die „herauf dämmernde Krise“ dem Sierra Club Kansas zufolge das Ende von billigem Öl. Der Beitrag schließt mit den Worten: „Das Ende billigen Öls, gefolgt vom Ende billigen Erdgases, droht starke Ökonomien zu verkrüppeln und schwache Ökonomien zu zerschlagen“. Der Autor schließt: „Die Welt verbrennt Öl schneller als neue Ölvorräte entdeckt werden“.


Heute, rund 10 Jahre später, kann die Welt dank amerikanischen Einfallsreichtums und Initiative in Erdgas und Öl baden – wobei Amerika als Energieerzeuger die Nummer eins ist. Als Folge davon sind Öl und Erdgas billiger als irgendjemand sich vor ein paar Jahren vorstellen konnte. Damals, im Jahre 2008, hatte der Benzinpreis im Zuge einer „brandaktuellen globalen Wirtschaft und Furcht vor schwindenden Vorräten“ zu einer Preisspitze von 4,11 Dollar pro Gallone [ca. 4 Liter]. Die höchsten mittleren Benzinpreise aller Zeiten erreichten im Jahre 2012 3,60 Dollar pro Gallone – also während der letzten Präsidentenwahl – und verliehen dem „Ende des billigen Öls“-Szenario mächtig Schub.

Prophezeiung des Sierra Clubs: „Uns geht das Öl aus, das wir aus der Erde pumpen können, mit Preisen unter 60 Dollar pro Barrel. Die meisten heute lebenden Menschen werden das Ende von Cheap Oil erleben“.

Aber all das änderte sich, als die Techniken horizontalen Bohrens und hydraulischen Brechens erfolgreich kombiniert wurden – was es erlaubte, zuvor unerschließbare Öl- und Erdgasvorkommen auszubeuten – was die neue Ära des amerikanischen Energie-Überflusses einläutete.

Heute droht der Ölpreis unter 30 Dollar pro Barrel zu fallen. Der mittlere Preis einer Gallone Benzin in den USA liegt unter 2 Dollar [= ca. 50 Cent pro Liter!].

Der Autor des Sierra Clubs konnte nicht vorhersehen, das man im Januar 2016 Energie-Geschichte schreiben würde – gab es doch eine vollständige Umkehrung des Geschreis der immer weiter fortschreitenden Verknappung. Innerhalb weniger Tage wird amerikanisches Öl und Erdgas auf den Weltmarkt fließen.

Trotz der Prophezeiungen, dass das Aufheben des Öl-Exportverbots angesichts der mit Rohöl überschwemmten globalen Märkte wahrscheinlich nicht sofort zu irgendwelchen Exporten führen würde, sind die ersten Tanker mit US-Rohöl seit über 40 Jahren in Richtung Europa in See gestochen. Silvester legte ein Tanker aus Corpus Christi, Texas, ab mit etwa 400.000 Barrel Rohöl der Firma ConocoPhillips aus dem Schieferfeld Eagle Ford. Am 9. Januar 2016 legte der zweite Tanker ab, beladen mit 600.000 Barrel leichten Rohöls.

Schon dieser Tage wird der erste Tanker jemals mit verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA ablegen. (LNG-Exporten stehen keine Gesetze oder Vorschriften im Wege). Allerdings wurde vor einem Jahrzehnt prophezeit, dass die USA 25% ihres Erdgases importieren müssten. Man baute LNG-Terminals. Jetzt, da der US-Schieferboom die Notwendigkeit von LNG-Import-Terminals obsolet machte, werden diese Terminals umgebaut zu Export-Terminals, von wo das LNG an die Freunde in Europa fließt.

Der Flüssiggas-Tanker Energy Atlantic wird am Sabine Pass-Terminal der Firma Chenière Energy am 12. Januar erwartet. Das Terminal – einst „Amerikas unmöglichstes Energieprojekt genannt“ (hier) – ist „eine der größten Energie-Einrichtungen, die in Nordamerika im Bau sind“. Mit Kosten in Höhe von über 20 Milliarden Dollar während über einem Jahrzehnt repräsentiert Sabine Pass eine Wende für Chenière Energy. Es ist die erste Einrichtung dieser Art seit fast 50 Jahren, die in Amerika gebaut wird.

„Das Export-Terminal Sabine Pass hat schon jetzt tausende neuer Energie-Arbeitsplätze geschaffen und stellt für unsere Wirtschaft einen gewaltigen Schub dar“, sagte mir Senator David Vitter (Republikaner). „Es ist so ermutigend zu sehen, wie das Projekt Früchte trägt. Die Einrichtung und Unterstützung derartiger wichtiger ökonomischer Entwicklungsprojekte wie dieses ist von riesigem Nutzen für Louisiana, und wir müssen damit fortfahren, Vorteile aus den reichlichen Ressourcen unseres US-Staates zu ziehen“.

Das Erdgas wird verflüssigt – das heißt, es wird super-gekühlt und auf ein Sechshundertstel seines ursprünglichen Volumens zusammen gepresst. Die superdichte Flüssigkeit wiegt 3,5 Pfund pro Gallone und wird in Tanker gepumpt und an Verbraucher auf der ganzen Welt verkauft.

Ist es erst einmal in Betrieb, werden einem Bericht von Reuters zufolge etwa 700 Millionen Kubikfuß Erdgas zu diesem Terminal fließen, aus allen Teilen des Landes. Die Einrichtung Sabine Pass ist „Der Zielpunkt des amerikanischen Erdgas-Pipeline-Netzes“.

Die Verschiffungs-Meilensteine sowohl von Öl als auch von LNG sind lediglich der Anfang. Viele glauben, dass der Ölpreis über 50 Dollar pro Barrel steigen müsste, um den Export wirtschaftlich zu machen. Die geplante LNG-Verschiffung im Januar ist eine Testfracht. Kommerzielle Operationen werden später in diesem Jahr erwartet. Unabhängig davon ist der Januar 2016 ein „tipping point“ – der Monat, in dem die USA zur globalen Energie-Supermacht geworden sind. Beides kann diplomatisch wirksam für Freunde und gegen Feinde in Übersee eingesetzt werden und dürfte das chronische Zahlungsdefizit des Landes dramatisch verbessern“.

Falls es zu einem ernsten Versorgungs-Engpass kommt wie während der Jahre 2011 – 2012, als Libyen ausscherte – was durchaus wieder passieren kann im Zuge des Konfliktes zwischen Saudi Arabien und Iran, was potentiell 20% der weltweiten Öltransporte durch die Straße von Hormuz unterbrechen könnte – prophezeit Bill Murray von RealClearEnergy: „Die Nachfrage aus der US-Produktion wäre gewaltig“. Er sagt: „Die Millionen Barrel Rohöl aus den USA werden von großer strategischer und diplomatischer Bedeutung sein“. Wegen der rekordniedrigen Ölpreise sind viele Plattformen stillgelegt worden. Aber wir wissen, wo sich dieses Öl befindet und welchen Preis man erzielen kann – wir können die Ausbeutung leicht wieder ankurbeln. Besonders für die Felder Eagle Ford in Texas und dem Permian-Becken in Texas und New Mexico befinden sich die Pipelines bereits vor Ort, und der Export kann rasch aufgenommen werden.

LNG-Exporte werden auch bedeutende geopolitische Auswirkungen haben, stellt sie doch die Energiesicherheit für unsere Alliierten sicher [die macht man in D auch ganz ohne Krieg kaputt! Anm. d. Übers.]. Im Wall Street Journal konstatiert Jason Bordoff, ein Experte für internationale Beziehungen: „In Europa, wo die Abhängigkeit von Gasimporten steigt, zielen die Energielieferungen darauf ab, die Verwundbarkeit durch die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren mittels Integration in den Markt und verstärkter Pipeline-Anschlüsse“. Er fügt hinzu: „Die Versorgung jener Länder mit Alternativen zu Russland reduziert die russische Hebelkraft. Mit den amerikanischen Lieferungen in den Weltmarkt sind Russland, Iran und Qatar nicht länger die vorherrschenden Akteure, die sie einst waren, und Erdgaspreise für andere Länder sinken. Ein Land, das hofft, von diesem Vorteil zu profitieren, ist Kroatien, welches Reuters zufolge „danach trachtet, seine Abhängigkeit von Gasimporten aus Russland zu reduzieren“. Im Juli hat die kroatische Regierung den LNG-Import „als von strategischem Interesse“ definiert. Der Bau eines LNG-Import-Terminals ist in Planung.

Ein anderer Ort, der von amerikanischem Erdgas in LNG-Form profitieren kann, ist Puerto Rico – das US-Territorium, in dem anders als auf dem US-Festland der meiste Strom mit Öl erzeugt wird. Puerto Rico befindet sich mitten im Prozess der Transformation seiner Energieerzeugung von Öl zu Erdgas, und ein neues LNG-Import-Terminal wird planmäßig Mitte 2017 in Betrieb genommen (hier).

Das Einströmen von Öl und Erdgas aus den USA in den globalen Markt verändert die Energie-Landschaft und gestattet uns, unseren Verbündeten mit zuverlässiger Versorgung zu helfen. Außerdem wird unser Handelsdefizit abgebaut, und den US-Unternehmen eröffnen sich weitere Betätigungsfelder.

Murray sagt: „Mit der Einwilligung in die Aufhebung des Exportverbots haben die Demokraten im Kongress – und Präsident Obama – implizit eingeräumt, dass konventionelle ökonomische Standpunkte zur Öl- und Gasversorgung falsch waren. Die heimischen Vorräte gehen keineswegs zur Neige“. Anstatt dass uns wie vom Sierra Club und vielen Anderen prophezeit Öl und Erdgas ausgehen, zeigen wir jetzt der Welt mit den Worten von Kent Moors „was erreicht werden kann mit Anreizen für Privat und mit einer guten Portion unternehmerischem Geist“.

Hmmm, vielleicht kann amerikanischer Einfallsreichtum und Initiative auch auf einige andere vermeintlich herauf dämmernde Krisen angewendet werden, falls diese sich jemals materialisieren sollten.

Persönliche Mitteilung der Autorin:

Januar 2016: „Die USA werden zur globalen Energie-Supermacht“ ist eine gute Nachricht in einer Welt schlechter Nachrichten. Bitte posten Sie es, verbreiten Sie es, oder freuen Sie sich selbst darüber!“

The author of Energy Freedom, Marita Noon serves as the executive director for Energy Makes America Great Inc. and the companion educational organization, the Citizens‘ Alliance for Responsible Energy (CARE). She hosts a weekly radio program: America’s Voice for Energy-which expands on the content of her weekly column. Follow her @EnergyRabbit.

Links: http://www.amazon.com/Energy-Freedom-Marita-Littauer-Noon/dp/1937654052

http://energymakesamericagreat.org/

http://www.responsiblenergy.org/

http://americaswebradio.com/americas-voice-for-energy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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9 Kommentar(e)

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1

zu #6 Becker:

„Der Transport von LNG über den Atlantik ist noch unwirtschaftlicher als der Transport des Frackingöls, vor allem wohl angesichts der Preise russischen Erdgases, das in zwei oder drei Jahren durch die Nordstream-2-Pipeline fließen und damit die Ukraine als Gas-Transitland (Biden lässt grüßen) überflüssig machen wird."

Die Behauptung von unwirtschaftlichen LNG-Transporten ist Geschichte. Innerhalb Jahresfrist sanken die Transportkosten um rd- 25 % und werden weiter sinken. LNG Tanker mit Gasantrieb nutzen das sonst verlorene „boil off gas“. Wie bei Flugzeugen sorgt der Wettbewerb dafür, daß Gasturbinen immer schneller immer wirtschaftlicher werden. Die Innovation für Schiffsantriebe hat noch nicht einmal richtig begonnen.

Was aber die LNG Zukunft für Länder bedeutet, die von Gasimporten über Pipelines abhängig sind, hat gerade erst Litauen gezeigt. Nach der Inbetriebnahme eines LNG Terminals wurde das Land unabhängig und hat den Gasvertrag mit Rußland nicht verlängert. Seitdem sinken die Gaspreise

Der Bau von LNG Terminals macht es möglich. Die europäischen Länder mit Meereszugang (Polen, Holland, Frankreich, Spanien u.a.) haben das erkannt und verfügen über LNG Terminals. Nur Deutschland hat die Zeit verschlafen und den geplanten Bau eines großen LNG Terminals (Wilhelmshafen) gestoppt. Stattdessen hatte der kurzsichtige Kanzler Schröder die Gasversorgung mit einem 30-Jahresvertrag an das teure russische Erdgas von Gasprom gebunden. Da der Altkanzler in den Dienst vom Gasprom eingetreten ist, wird der immer reicher und die deutschen Gasverbraucher immer ärmer. So ähnlich ist das auch in den USA, wo der ehemalige Vizepräsident AL Gore erst die teuren Erneuerbaren Energien favorisiert hat und durch seine Beteiligung an denselben danach Milliardär geworden ist.

MfG
Jürgen F. Matthes M.A.
zu #6 Becker:
Der Transport von LNG über den Atlantik ist noch unwirtschaftlicher als der Transport des Frackingöls, vor allem wohl angesichts der Preise russischen Erdgases, das in zwei oder drei Jahren durch die Nordstream-2-Pipeline fließen und damit die Ukraine als Gas-Transitland (Biden lässt grüßen) überflüssig machen wird."
Die Behauptung von unwirtschaftlichen LNG-Transportkosten ist Geschichte. Innerhalb Jahresfrist sanken die Kosten um rd 25 % und werden weiter sinken. LNG Tanker mit Gasantzrieb nutzen das sonst verlorens boil off gas und wie bei Flugzeugen sorgt der Wettbewerb dafür, daß die Antriebe immer wirtschaftlicher werden. Die Innovation bei Gasturbinnen als Schiffsantriebe hat noch nicht einmal richtig begonnen. Und was die LNG Zukunft für Länder bedeutet, die von Gasimporten über Pipeline's abhängig sind, hat gerade erst Litauen gezeigt, das nach der Inbetriebnahme eines LNG Terminals den Gasvertreg mit Rußland gekündigt hat. Der Bau von LNG Terminals machts möglich. Die meisten europäischen Länder mit Meerzugang (Polen, Holland, Frankreich, Spanien u.a.) haben das erkannt und LNG Terminals. Nur Deutschland hat die Zeit verschlafen und den geplanten Bau eines großen LNG Terminals (Wilhelmshafen) gestoppt. Der kurzsichtige Kanzler Schröder hatte stattdessen unsere Energieversorgung mit einem 30-Jahresvertrag an das teure russische Erdgas von Gasprom gebunden. Da der Altkanzler danach in den Dienst vom Gasprom eingetreten ist, wird der immer reicher und die deutschen Verbraucher durch zu hohe Gaspreise immer ärmer. So ähnlich ist das auch in den USA, wo der ehemalige Vizepräsident AL Gore die teuren Erneuerbaren Energien favorisiert und dann durch seine Beteiligung an denselben Milliardär geworden ist.

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Katrin Meinhardt

#6: Sehr verehrter Herr Stephan Becker, hoffentlich behalten Sie (mit Ihren Aussagen) recht. MfG

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Katrin Meinhardt

#5: Der kundenfeindliche OPEC-Halunken-Laden. Bei denen soll es momentan sehr laut knirschen und krachen. Die nächste Sitzung ist wohl schon in Planung. Laut Satzung müssen Entscheidungen angeblich einstimmig beschlossen werden.

13 (ungleiche) Mitglieder. Angola, Ecuador und Venezuela sind die einzigen nicht-muslimischen Förderländer. Und erst später hinzu gekommen. Keines dieser Länder ist oder wird gut regiert. Von den Vereinigten Arabischen Emiraten mal abgesehen, aber auch da gäbe es wichtige Kritikpunkte. Alles Gauner, nach unseren Maßstäben. Die machen Fehler über Fehler. Mit oder ohne hohen Rohöl-Preis. Amateure. Die sind nur stärker geworden, weil wir hier die Grünen (in ganz Europa) auf den Chefposten gelassen haben. Eine riesige Torheit.

Und das größte Problem soll sein: Saudi-Arabien. Die sitzen auf einem Goldesel. Wenn die Geologen recht haben sollten, dann geht denen das Geld nie aus. Die Frage ist, wie lange wollen die anderen Mitglieder diesen skrupellosen Saudis noch nachlaufen? Denn, die Spannungen sind enorm. Diktatoren können auch heute, nach so viel (angeblichen) Fortschritt, immer noch nicht mit leeren Staatskassen umgehen.

Und Obama ist eine Niete von Manager. Egal in welcher Variante, die USA stehen sehr viel schlechter da, als mit ihm, der über Europa und Nordafrika nur Unglück und Mord gebracht hat. Der achtet seine eigene Verfassung nicht. Komisch, dass mein heimlicher strenger und inoffizieller Katholik aus der Hansestadt nicht auf den einhämmern will. Man verrät sich.

In den USA droht vielen privanten Unternehmen der Bankrott, möglicherweise. Es ist also noch nicht das letzte Wort gesprochen, der Öl-Preis nicht vorhersehbar.

Mit diesem intriganten und hochgefährlichen US-amerikanischen Präsidenten ist nichts sicher, außer das Chaos (welches er anrichten wollte).

Mit sehr freundlichen Grüßen

4
Stephan Becker

"Trotz der Prophezeiungen, dass das Aufheben des Öl-Exportverbots angesichts der mit Rohöl überschwemmten globalen Märkte wahrscheinlich nicht sofort zu irgendwelchen Exporten führen würde, sind die ersten Tanker mit US-Rohöl seit über 40 Jahren in Richtung Europa in See gestochen."

Dieses US-Rohöl ist kein normales Rohöl sondern besonders leichtes Rohöl. Dafür gibt es in den USA nicht genügend Raffineriekapazität. Deswegen exportieren die USA jetzt dieses Öl.
Warum aber gibt es keinen Raffinerieneubau oder wenigstens Raffinerieerweiterung, wenn doch jetzt ein neuer Ölboom anbricht?

Wie sieht es mit der Zukunft der Erdgasförderung in Kanada aus? Für die Aufarbeitung des Ölsandöls wird jede Menge Erdgas benötigt. Die Produktion von Ölsandöl steigt ständig und damit der Bedarf an Erdgas. Seit etwa 2009 stagniert die Förderung von Erdgas (lt. BP Statistical Energy Review).
Der Transport von LNG über den Atlantik ist noch unwirtschaftlicher als der Transport des Frackingöls, vor allem wohl angesichts der Preise russischen Erdgases, das in zwei oder drei Jahren durch die Nordstream-2-Pipeline fließen und damit die Ukraine als Gas-Transitland (Biden lässt grüßen) überflüssig machen wird.

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@ Andrea Andromidas #3
Oel steht am Anfang der Volkswirtschaftskette = Wirtschaftliche Wertschöpfungskette. Es geht hier um viel mehr als nur um Oel....aber Oel ist eben auch der Ausgangspunkt einer jeden erfogreichen Wirtschaftspolitik.
Meiner Meinung nach hat das OPEC Kartell viel zu lange den Oelpreis (durch Absprachen untereinander) oben gehalten. Also über den eigentlich Marktpreis. Dies hat sich erst mit Fraking und der weiteren Zunahme von Oelförderländern am Weltmarkt geändert. Und jetzt steigt auch noch Iran ein den Oelverkauf ein. Nach der Aufhebung der Sanktionen. Es wird eine Bereinigung des Oel Fördermarktes stattfinden. Dann wird man sehen, wo der Weltmarkt seine Schmerzgrenze erreicht. Die USA wird auf jeden Fall nicht mehr erpressbar sein und das ist immer eine gute Ausgangsposition um Politik auch Weltpolitik im Sinne seiner eigenen Interessen betreiben zu können.
Die USA kann weiterhin viel Offensiver und Aggresiver in den Weltmarkt hineindiktieren. Die USA kann z.b. dem Schwachen Europa mit dem Oel die Abhängigkeit aufschwätzen (über die US-Trojaner im EU Parlament) politisch diktieren.

6

#3 Sehr geehrte Frau Andromidas,
Sie haben völlig Recht. Es geht in erster Linie um die Niederung der amerikanischen Konkurrenz, in zweiter Linie um Rußland und in dritter Linie jetzt noch zusätzlich gegen den Iran. Dies kann natürlich alles nur und geschieht auch nur im Einverständnis mit der Schutzmacht USA, hier durch den Grünling O.B. vertreten, geschehen. Dieser hat ein politisch begründetes Interesse daran, die auf privaten Gelände erfolgte Förderung von Öl und Gas zu soweit als möglich zu verhindern.
MfG

7
Andrea Andromidas

Die Autorin scheint entweder im Wahlkampffieber zu sein oder aus Energie-Lala-Land zu berichten. Im März 2015 hat Saudi-Arabien seine Ölförderung auf 9.9 Millionen barrels per day angehoben, im Juli 2015 auf 10.3 millionen bpd. Der seither fallende Ölpreis zielte natürlich in erster Linie auf die russischen Ölexporte aber daneben auch auf die amerikanische Shalegas Förderung. Dass der Öl-Tiefstpreis auch diese bedroht ( und nicht erst in Zukunft) scheint die Autorin noch gar nicht mitbekommen zu haben. Frei nach Obama: wir sind super, immer!

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Na super, dann haben die USA, unterstützt durch deutsche Grünschlümpfe, ihr Ziel doch erreicht: Die USA sind wieder die hegemonische Supermacht mit Anspruch auf den Weltraum, und Deutschland verkommt zur grünen Fahrradrepublik mit kommunistischen Zügen. Die Deutschen kriegen nun das, was sie gewählt haben. Vielleicht sollte man "Biedermann und die Brandstifter" zur Pflichtlektüre in den Schulen erklären. Nein, den Deutschen ist wohl nicht zu helfen.

9

Was bedeutet dies aber jetzt für Europa. Europa das ja als neuer Absatzmarkt der USA in dieser Hinsicht gesehen wird. Und was bedeutet dies für Russland das als Kokunrrent zu den USA um Europa wirbt. Die USA versuchen ja schon politisch Einfluss zu nehmen auf die EU und Deutschland. Für diese Einflussnahme auf die EU-Politik steht das TTIP und das EU-Parlament an sich. Die USA wollen so die Fäden in Europa in der Hand halten und somit ist Russland automatisch ein Gegenspieler für die USA wenn es um die Wirtschafltichen Interessen = Absatzmarkt der USA in Europa geht.
Europa muss endlich wieder Erwachsen werden und es muss eine Poltiikgeneration in Europa und Deutschland her, die die Stärken Europas ausspielt und sich nicht wie Marionetten von den USA oder Russland durch das eigene Land/Wirtschaft führen lässt.
Und hier geht es nicht nur um den Oelmarkt sondern vor allen auch um den Automarkt und andere Märkte.
Die US-Autoindustrie macht gerade positiv von sich reden und im Gegenzug wird die europäische Autoindurstie in den Dreck gezogen. Oder auch die anderen Forschungsbereiche von der Kernkraft über die Genforschung usw. In der IT-Branche hat Europa überhaupt noch nichts zustandegebracht.
Dies alles ist ein Armutszeugnis einer Grün-Sozialistischen ausgerichteten Politik von Wirtschafts-Gesellschafts- und Fortschrittsfeindlichen Politik. Diese Politik hat nicht die Offenheit und Freiheit die es benötigt wenn man gegen die Wirtschaftmacht und Innovtionsmacht der USA im Marktwettbewerb bestehen will.