Medienmeldung am 3.1.16: Kraftwerke stoßen zu viel Quecksilber aus – doch kein Wort zu den zig Millionen „Energiesparlampen“ deren Quecksilber jedes Jahr in die Umwelt gelangt.

Tagesschau vom 3.1.16 zu Quecksilber Grenzwerten

von Michael Limburg
Tagesschau, Heute Journal, RTL Aktuell, sowie sämtliche Print & Online Medien melden das Studienergebnis der Grünen: (Fossile) Kraftwerke stoßen 7 t (tagesschau sogar 10 t) Quecksilber (p.a.)aus. Dies sei mehr als der „amerikanische“ Grenzwert zuließe. Diese wiederum sind von Obama mit dem erklärten Ziel am Kongress vorbei verfügt worden, um die Kosten für Strom aus Kohle „skyrocket“ zu lassen.
Die Tatsache das Kraftwerke geringe Mengen Hg ausstoßen ist zwar altbekannt, die Grenzwerte entsprechend niedrig, wurde aber für die Medien mal wieder neu aufgewärmt. Diese unterließen jedoch bei der willigen Verbreitung der Meldung jeden Hinweis darauf, dass das besonders von den Grünen erzwungene Glühlampenverbot, die Verbreitung von Quecksilber in gleicher Menge, aber dafür in alle Haushalte – auch in deren Kinderzimmern- durch den Einsatz von „Energiesparlampen“ zur Folge hat. Wir untersuchen die Details


Die Grünen landeten mal wieder einen Coup. Darauf vertrauend, dass ihre willigen Vollstrecker in allen Medien auch für älteste Nachrichten-Hüte verfügbar sind, jedenfalls solange sie von den Grünen kommen und auf die Tatsache bauend, dass bei diesen gewohnt selektive Berichterstattung gute Berichterstattung ist, ließen sie über die olle Kamelle, dass bei der Verbrennung von Kohle auch geringe Mengen Quecksilber freigesetzt werden, eine neue „Studie“ von einem ihrer „Öko-Institute“ (namens Ökopol hier) anfertigen. Die versetzte prompt sämtliche Medien in Aufregung.  

Videoausschnitt einer Sendung des heute Journals vom 14.12.15 in der Chefmoderator Claus Kleber sein Erstaunen darüber äußert, dass man ihm und seinen Kollegen unterstellt, dass sie "von oben" gesteuert würden. Dabei hätte ihn bis zum nämlichen Tage nie jemand "von oben" angerufen, um ihm zu sagen, was er zu berichten hätte. Kommentar: Allein dieser Monolog zeigt mit erschreckender Deutlichkeit die Abgehobenheit vieler Mitglieder der journalistischen Klasse, die nicht mehr die bereits erfolgte Konditionierung ihrer selbst erkennen können. Die sie dazu bringt nur noch solche Meldungen zu verbreiten und für den richtigen Sprachgebrauch zu sorgen, die ihnen für als richtig erkannte Methoden und Mittel der Volkserziehung geboten scheinen. Auch die rbb Intendantin Dagmar Reim ist völlig mit sich und den Ihren im Reinen, wie sie hier verlauten lässt. Alexander Wendt hat hier auf ACHGUT einige besonders markante Beispiele des gewollt erzieherischen jedoch nur voreingenommenen Journalismus vorgestellt.

„Deutsche Kohlemeiler stoßen tonnenweise Quecksilber aus“ trompetet zuverlässig Hiwi Stefan Schulz vom SPON.

Die Tagesschau stößt ins selbe Horn und berichtet  Grüne fordern niedrigere Quecksilber-Grenzwerte“. Vor lauter Begeisterung über diese schlechte Nachricht hatte der zuständige Tagesschau Redakteur aus den in der „Studie“ für deutsche Kraftwerke genannten  7 t, , mal eben 10 t (Anm. immer p.a. gemeint) gemacht, von denen aber die Studie zu wissen vorgibt, dass dies die emittierte Gesamtmenge aller Quellen sei.

Auch das ZDF lässt sich nicht lange bitten und bringt diesen alten Hut unter der Schlagzeile „Quecksilber aus Kohlekraftwerken“ im heute Journal vom 3.1.16 (ab Minute 11:06) als wichtige Nachricht und lässt ausführlich den als erbitterten Kohlekraftwerksgegner bekannten,  grünen „Energieexperten“ das MdB Oliver Kriescher (studierter Biologe; ob mit oder ohne Abschluss ist nicht bekannt, vermutlich ohne, zudem Mitglied des Vorstandes von Eurosolar.) zu Wort kommen, der seine Litanei auch prompt herunterbetet.  Kriescher verbrachte übrigens sein ganzes Berufsleben in der Politik und lernte sein Metier bei der Mitautorin des EEG Frau Michaele Husted.

Das RTL Journal, ebenso wie sämtliche überregionalen Tageszeitungen melden diesen alten Hut ebenso an prominenter Stelle.

Weglassen ist auch Lüge

Doch keiner dieser Journalisten machte auch nur die leiseste Andeutung darüber, dass es die Grünen waren, die über die mit ihnen verbündete Hilfstruppen, wie Greenpeace, dafür sorgten, dass das Nerven-Gift Quecksilber erst so richtig breit und fein verteilt in sämtlichen Haushalten und Betrieben der Republik incl. der Kinderzimmer vorhanden ist. Forderten sie doch als Erste das Verbot der Glühlampe.

Hierbei – wie auch auf anderen Feldern- taten sich die grünen Helden H.J. Fell und J- Trittin besonders hervor. So findet man im Spiegel vom 20.2.2007 die folgenden Aussagen.

Umweltschutz: Grüne sagen Glühlampen den Kampf an

..Fell sprach sich aber auch für ein Ende von herkömmlichen Glühlampen in Deutschland aus. Denkbar sei ein Auslaufen des Verkaufs bis 2012, sagte Fell. Zunächst sollte die Bundesregierung mit den Herstellern nach einem gemeinsamen Weg suchen, um die ineffizienten Lampen vom Ladentisch verschwinden zu lassen. "Wenn das nicht klappt, wäre auch ein gesetzliches Verbot denkbar", sagte Fell.

Auch Jürgen Trittin, Grünen-Bundestagsabgeordneter und früherer Umweltminister, begrüßte Australiens Glühbirnen-Verbot: "Solche technischen Standards für Energieeffizienz bräuchten wir weltweit noch viel mehr. Wir würden sie uns für sämtliche Elektrogeräte wünschen, etwa für ineffiziente DVD-Player, für die vielen australischen Klimaanlagen oder auch für beheizte Klodeckel, wie es sie in Japan gibt“, sagte Trittin zu SPIEGEL ONLINE.

Und der aktivistische Arm der Grünen, der Medienkonzern Greenpeace, sorgte im selben Jahr dann gleich für die entsprechenden Bilder und Videos und ließ vor dem Brandenburger Tor in Berlin mit einer Straßenwalze 10.000 Glühlampen zerstören. Alle Medien waren natürlich dabei und berichteten was das Zeug hielt.

Das Glühlampenverbot verursachte die weite Verbreitung von Quecksilber in alle Haushalte und Betriebe

Kurze Zeit später legte der damalige Umweltminister Siegmar Gabriel (SPD) nach und forderte ultimativ von der EU ein Glühlampenverbot, was diese kurze Zeit später über das willige EU-Parlament auch beschließen ließ. 

Schon zu dieser Zeit war völlig klar, dass die als Ersatz verfügbaren und empfohlenen Energiesparlampen (im Grunde miniaturisierte Leuchtstoffröhren) jeweils bis zu 5 mg hochgiftiges Quecksilber enthalten würden.  In der oben angezogenen Studie nehmen die Autoren auch ausdrücklich -allerdings verharmlosend – auf die Energiesparlampen Bezug, denn so liest man in der Zusammenfassung

Zitat:

Das (die 7 t jährlich aus deutschen Kraftwerken) entspricht der jährlichen Freisetzung von sämtlichem Quecksilber aus 3,5 Millionen Energiesparlampen.

Legt man diese Werte auf den jährlichen Eintrag an Quecksilber durch kaputte Energiesparlampen um, dann zeigt eine einfache Hochrechnung, dass von den inzwischen rd. 850 Mio bis 2,3 Mrd (wenn man von 80 % Ersatz aller Glühbirnen in Haushalten und Betriebsgebäuden ausgeht) Energiesparlampen, die in deutschen Haushalten und Betrieben incl. Verwaltungen inzwischen in Gebrauch sind, zwischen 42 bis 112 Mio Stück[1], also ca. 5 %, jährlich ersetzt werden.  Rd. 80 % davon landen – so meinen Experten- im Hausmüll, der Rest wird ggf. fachgerecht entsorgt. Das bedeutet, dass rd. 34 bis 90 Mio Energiesparlampen jährlich ihr Quecksilber – weit und fein verteilt- an die Umwelt abgeben. Das ist .gem. der Studie- rd. 10 bis 26 x mehr als sämtliche Kraftwerke[2] zusammen. Die Überschrift der Meldungen, die sich auf die Studie bezogen, hätte dann lauten müssen:

„Deutsche Kraftwerke emitieren nur Bruchteile der Quecksilbermengen in die Umwelt, die von Energiesparlampen eingebracht werden. „

Eine solche Meldung wäre jedoch mit Sicherheit nicht gebracht worden. Siehe oben. Allerdings wäre auch sie nicht korrekt, siehe Fußnote 2. Im Grunde wäre es eine Nichtmeldung gewesen.

 


[1] Dabei wird von einer Austauschrate von 5 % ausgegangen, was einer rechnerischen Gebrauchsdauer von 20 Jahren entspricht. Das ist sicherloch zu optimistisch.

[2] Die Behauptung der Studie, dass 3,5 Mio Energiesparlampen rd. 7 t Quecksilber enthalten bzw. auch freistzen könnten, zeigt nur wie schlampig die Studie erstellt wurde, und lässt damit auf ihre Gesamtqualität schließen. Sie ist nämlich um 3 Größenordnungen zu hoch.  Denn nach den in der Studie angegebenen Werten enthielte jede Energiesparlampe rd. 2 g Quecksilber. Real sind es jedoch nur 2 bis 5 mg. Was die Berechnungen oben zwar kräftig verringern würde, aber an der grundsätzlichen Problematik der Freisetzung bei gleichzeitig feinster – auch in Kinderzimmern- Verteilung großer Mengen Quecksilber durch Energiesparlampen, nichts ändern würde. Real enthalten die bisher eingesetzten Energiesparlampen alle zusammen zwischen 2 und 8 t Hg. Also in etwa genauso viel wie alle Kraftwerke zusammen emitieren.

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36 Kommentar(e)

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1

@ #32 M. Fredson

"Ich muss aber sagen, nach obigen Zahlen ist die Energiesparlampenproblematik eher gering."
Auf 255 000 km² oder 255 * 10^9 m² betrachtet ist das richtig. Wären 4 * 10^-9 kg/m².
Aber bei einer kaputten Lampe im Raum, weil fallengelassen, sieht das schon anders aus. Wieviel Quecksilber ist in der 'guten' Seeluft bei gischtender See enthalten? Und dann noch das gefährliche Uran ... .

2

Selbst unter hohen Annahmen - ich komm auf 1000 kg Quecksilberfreisetzung in Deutschland, wenn jeder Bürger jedes Jahr 5 (!) quecksilberhaltige Leuchtmittel zu 100% unsachgemäß in eine Restmülverbrennung (illegaler weise ohne Filtertechnik) entsorgt(!).

Selbst bei diesen extrem hoch geschätzten Annahmen also auf unter 15% der 7000kg bzw 8000kg Hg Emission. Aber wenn man ehrlich ist, gehen doch eher 1 als 5 Birnen pro Person (gut 2 und nicht 10 jährlich pro Haushalt+Büroarbeitsplatz) kaputt, das wären unter 3% des von den Kohlekraftwerken ausgestoßenen 7000kg pa.

2,5mg(gesetzlich zulässiger Höchstwert) *
1/1.000.000(kg/mg-Umrechnung) *5 Leuchtmittel/Jahr (!) * 80.000.000 Bürger =2,5*1/1000000*5*80000000 = 1000kg

1000kg/8000kg = 12,5%

bei 1 statt 5 Leuchtmittelentsorgungen pro Jahr 1/5: 200kg/7200kg= 2,7%

(Anteil an Beleuchtung vom Stromverbrauch ca 2%. 80% Stromersparnis von 2%= 1,6% Gesamtstromersparnis. Ich denke die 1,6 % könnte man grob von den 2,7% noch abziehen, also bleibt noch grob 1% übrig..)

Zusammenfassend: Guter kritischer Input, ich mag es auch nicht, wenn kritische Vergleichszahlen (Hg in Energiesparlampen) von Anfang an in wichtigen Studien ignoriert statt kurz gegengerechnet werden. Ich muss aber sagen, nach obigen Zahlen ist die Energiesparlampenproblematik eher gering.

(Wobei ich das Ensorgungsangebot, wegen ner Birne 2*4 km zur Sammelstelle an die Stadtgrenze fahren soll, inakzeptabel finde)
Ich kann übrigens nur empfehlen, direkt von Halogenlampen auf (warmweiße) LEDs umzustellen.
Quelle zu 2,5mg Höchstwert & weitere Infos:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/hgp_quecksilber_16.06.2014_final_neu.pdf

3
Ulrich Tengler

@#22
Ich habe vor der Wende in einem Betrieb gearbeitet, der jährlich Tonnenweise Hg verarbeitet hat (Thermometerwerk). Da dürfte von der Belegschaft heute niemand mehr leben ..... Es gab durchaus gefährliche Arbeitsgänge. Gesundheitliche Schädigungen gab es aber nur mal, wenn der Arbeitsschutz bewusst mißachtet worden war.

Der Verantwortliche in der Hg-Reinigung geht recht gesund auf die 90 zu....

Nach der Wende "erfand" man das "Hg-freie" Fieberthermometer auf Basis einer in den 1950er aus Embargogründen (Hg kostete Westgeld .....) etwickelten Gallium-Legierung, die damals verworfen wurde. Wenn diese Legierung durch Thermometerbruch "an die Luft kommt", gibt es schwarze Schmiere, keine silbrigen Kügelchen, aber Anfang der 90er wurden zwei Leute der "Nachfolgefirma" zum "Chevalier der EU" für diese "umweltfreundliche" Entwicklung geschlagen.

Das Thermometerwerk hatte vor der Wende angangs der 70er viele "kleine Klitschen" "eingemeinden müssen", die nach der Wende rückübertragen wurden. Ich kenne einen Fall, da fand man bei Sanierungen von Fenstern kiloweise Hg unter den alten, rissigen Fensterbänken, was wohl an den Fenstern kondensiert war. Mir kann keiner weismachen, dass nicht auch noch andere Gebäudeteile heutzutage, die nicht grundlegend saniert worden sind, Hg-Pfützen enthalten.... In diesem Gebäude residieren seit den frühen 90ern mehrere Ärzte und auch der MDK war dort mal eingemietet! (Einer der Ärzte ist Internist und Sohn des früheren Firmeninhabers, ihm sollte die Vergangenheit der Immobilie bekannt sein ....).

Übrigens hängt bei uns auch ein schönes, altes (offenes) Hg-Barometer im Wohnzimmer, habe auch eine Sammlung von Hg-Präzisionsthermometern, und natürlich noch ein Konvolut der zuverlässigen Hg-Fieberthermometer, die immer funktionieren, wenn man sie mal braucht, die sind leicht zu desinfizieren und brauchen keinen Batteriewechsel.

4

#31: H.Urbahn sagt:
ja Herr jung
ich bin mir sicvher . sie sind bei der Suche schon auf dem richtigen Weg. sie müssen nur noch etwas weiter suchen.
========================
Lieber Herr Urbahn, ich habe die Durchführungsverordnung zur BImSchV ja schon gefunden und die Quecksilbergrenzwerte zitiert. Sie sind gleich, egal ob Biobrennstoffe oder sonstige.
Falls es eine neuere Fassung gibt, dann verlinken Sie diese doch bitte.
Gruß
Hans Jung

5

Hier mal ein paar Emissionszahlen aus 2008:
Emission
t/a
natürliche Quellen und Reemissionen
Emissionen aus den Ozeanen
2.682
Verbrennung von Biomasse
675
Andere
1.850
Summe
5.207
Neuemissionen
Kohlekraftwerke
810
Goldgewinnung
400
NE-Metall-Verarbeitung
310
Zementherstellung
236
Abfallbehandlung/-ablagerung
187
Natronlaugeherstellung
163
Andere
214
Summe
2.320
Gesamt
7.527

http://tinyurl.com/j244yng

6

ja Herr jung
ich bin mir sicvher . sie sind bei der Suche schon auf dem richtigen Weg. sie müssen nur noch etwas weiter suchen.
MfG

7
Katrin Meinhardt

#18: Sie meinen Claus Bliefert und sein diesbezügliches Werk: Umweltchemie?
Würden Sie bitte etwas präziser zitieren wollen und auch noch den Jahrgang und die Seite mitliefern, (wie es sich gehört, denn nicht jeder muss Chemie studieren, oder darin promoviert haben und es spart sehr viel Zeit und es wäre professionell und Sie legen sich dann fest) bezüglich der natürlichen und nicht natürlichen Quellen von diesem Übergangsmetall? Es interessiert mich. Danke.

Wenn das Standardwissen sein sollte, was erlauben sich dann unsere verrückten Medien?

8

Die größten “Verbraucher“ von Quecksilber waren früher die Betreiber von nach dem Amalgamverfahren arbeitenden Chloralkali-Elektrolyse- Anlagen, in denen Quecksilber als Hilfsstoff bei der Gewinnung von Natronlauge und Chlorgas verwendet wurde:
http://tinyurl.com/hou83ro
Das verbrauchte Quecksilber fand sich wieder in den Produkten, der Abluft und last not least im Abwasser dieser Anlagen. Besonders hohen Quecksilberverbrauch hatte eine von der Uhde- GmbH in die DDR gelieferte Großanlage.
Aus ihr stammt wahrscheinlich das meiste des noch heute im Elbschlamm und in den Elb-Aalen enthaltenen Quecksilbers.
Japanische Amalgam-Verfahrenstechnik war die Ursache für die gefährlich kontaminierten pazifische Lachse, die auch gern von Fischern auf den Aleuten selbst verspeist wurden!

9

#26: H.Urbahn sagt:
Nach der 13 BImSchV beträgt der Grenzwert für Quecksilber (darin sind alle Quecksilberverbindungen zusammengefaßt) 10µ/m³ Emissionswert für alle Anlagen größer 300 MW. Bemerkenswerterweise gilt bei der Verwendung von Biobrennstoffen (was ist das?) ein 3 mal höherer grenzwert von 30 µ/m³.
===============

Sehr geehrter Herr Urbahn,
sind Sie sicher?
Das habe ich gefunden:

"§ 4 Emissionsgrenzwerte für Großfeuerungsanlagen bei Einsatz fester Brennstoffe, ausgenommen Biobrennstoffe
...
b) Quecksilber und seine Verbindungen,
angegeben als Quecksilber, 0,03 mg/m³"
---------------------------
"§ 5 Emissionsgrenzwerte für Großfeuerungsanlagen bei Einsatz von Biobrennstoffen
...
b) Quecksilber und seine Verbindungen,
angegeben als Quecksilber, 0,03 mg/m3"
Gruß
Hans Jung

10

An Herr Urban

„Biobrennstoffe“ im Sinne dieser Verordnung sind
1.
die Produkte land- oder forstwirtschaftlichen Ursprungs aus pflanzlichem Material oder Teilen davon, soweit
sie zur Nutzung ihres Energieinhalts verwendet werden, und
2.
nachstehende Abfälle, falls die erzeugte Wärme genutzt wird,
a)
pflanzliche Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft,
b)
pflanzliche Abfälle aus der Nahrungsmittelindustrie,
c)
natürliche, nicht gefährliche Hölzer aus der Landschaftspflege, soweit sie auf Grund ihrer stofflichen
Beschaffenheit mit den Hölzern aus der Forstwirtschaft vergleichbar sind,
d)
faserige pflanzliche Abfälle und Ablaugen aus der Herstellung von natürlichem Zellstoff und aus der
Herstellung von Papier aus Zellstoff, sofern sie am Herstellungsort mitverbrannt werden,
e)
Korkabfälle,
f)
Holzabfälle mit Ausnahme von Holzabfällen, die infolge einer Behandlung mit Holzschutzmitteln oder
infolge einer Beschichtung halogenorganische Verbindungen oder Schwermetalle enthalten können und
zu denen insbesondere Holzabfälle aus Bau- und Abbruchabfällen gehören.

Seite 4
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bimschv_13_2013/gesamt.pdf

11

Nach der 13 BImSchV beträgt der Grenzwert für Quecksilber (darin sind alle Quecksilberverbindungen zusammengefaßt) 10µ/m³ Emissionswert für alle Anlagen größer 300 MW. Bemerkenswerterweise gilt bei der Verwendung von Biobrennstoffen (was ist das?) ein 3 mal höherer grenzwert von 30 µ/m³. Diese Anlagen sollten sich die Grünen mal vornehmen, aber da schauen die lieber weg.
MfG

12
Dirk Weißenborn

#3 Gernot Grünschnabel,

--- Klar dass die Vertreter von Kutschen, Fahrrädern, Rechenschiebern und Wählscheibentelefonen sich erbittert dagegen sträuben.---

Ach, na so was, Ihre Fraktion propagiert doch immer Kutschen und Fahrräder als Weg in die Zukunft. Nun widersprechen Sie sich aber selbst.

Wer die Verbrennung von Kohlen aller Art zum Zwecke der Reduktion von Quecksilberemissionen (und natürlich aus den unklarem Gründen des Klimaschutzes) einstellen will, kommt ohnehin nicht an der Nutzung der Kernenergie vorbei, es sei denn man reduziert den Stromverbrauch drastisch. Kenenergie setzt nämlich kein Quecksilber frei.

In mndestens 35 Ländern dieser Welt geht man in diese Richtung, auch wenn gewisse Anteile regenerativer Energieerzeugung durchaus dabei sein sollen.

In keinem dieser Länder ist man jedoch geistig derart minderbemittelt, dass man zeitgleich aus Kohle und Kernkraft aussteigen will.

Das schaffen nur deutsche Grünspechte.

13
Stefan Heimers

Zum Kommentar von M.L.: Da die Sparlampen mehrere Jahre halten, wird die installierte Menge nicht jedes Jahr freigesetzt, sondern eher alle zehn Jahre. Da bleibt dann also noch ein Faktor zehn mehr bei den Kohlekraftwerken als bei den Sparlampen, auch unter Ihren Annahmen.

Zum Fieberthermometer: Das wurde verboten, weil es doch deutlich mehr Quecksilber enthält als eine Sparlampe, und es eben gleichwertigen Ersatz mit weniger Schadstoffen gibt.

Bei den Energiesparlampen gab es eben lange keine umweltfreundlichere Alternative, bis die LEDs vor etwa drei Jahren alltagstauglich (=billig, gut und effizient) wurden. Heute würde ich mir auch keine Kompaktleuchtstofflampe mehr kaufen.

14
Ferdinand Peters

Sehr geehrter Herr Lutz Niemann,
seit 40 Jahren steht bei mir in der Werkstatt
ein Quecksilber-Barometer mit der Möglichkeit
sogar den Unterdruck von Vergasermotoren zu messen.
Bis heute brauchte ich Ihn nicht aufzufüllen.

Mit herzlichem Glückauf

15
Werner Müller

Lieber Herr Fred F. Müller,

haben Sie überhaupt meinen Beitrag (#12 ) gelesen „in Ihrem Eifer“ ?

#17 „Quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren werden uns - auch unter der Bezeichnung Neonröhren – noch auf Jahrzehnte begleiten und belasten.“

Ich hab in #12 geschrieben „Energiesparlampen“ da seht nichts von Leuchtstoffröhren oder Neonröhren.

+++++++++++++++++++

#17 „Sie haben keine Vorstellung vom Beharrungsvermögen von Verbrauchern.“

Der Verbraucher kann ja auch weiterhin z.B. Leuchtstoffröhren verwenden, dann darf er sich aber auch nicht über steigende Stromkosten aufregen.
Wenn sich der umsteigen auf LED-Technik rechnet.

+++++++++++++++++++

Leute und Firmen die Dünnschicht-Solarzellen aufgebaut haben sind genauso schlau wie die AKW-Jungs, die jetzt auch nach den Staat rufen wegen die Entsorgung ansteht.
Dummheit muss bestraft werden auch bei den Dünnschicht-Solarzellen Jungs.

Gruß

16

Zum Kommentar M.L. in #10 Martin Schmidt

Da sind Sie zu 100% auf dem richtigen Weg!

Und es ist nicht nur die Industrie und die Abgeordneten der etablierten Bundestagsparteien, die sich im Bundestag (oder sollte man schon Volkskammer dazu sagen) dem "Lenin Kommunismus" unterwerfen und die Freiheit der Deutschen Markt-Gesellschaft = Marktwirtschaft zerstören, sondern es sind auch die Gewerkschaften, die sich diesen "Lenin Kommunismus" unterworfen haben.

Ein Kommunismus der durch Merkel und den Grünen mit Tatkrätiger Unterstützung der Linken und der Unionsabgeordneten in Deutschland uns aufdiktiert wird.
Auch die EU wird zusehends dem Neuen Lenin Kommunismus in Form von der "Grünen CO2 freien Gesellschaft" unterworfen.
Und spätestens wenn die Deutschen Medien davon schreiben, dass ein billiger Oelpreis und billige Energiepreise etwas "Böses und Schlechtes" für unsere Volkswirtschaft und damit Gesellschaft sind...

...eine Volkswirtschaft und Gesellschaft die keine eigenen großen Oelvorkommen hat und somit auf einen billigen Oelpreis angewiesen damit der Wissens- und Forschungs- wie auch Produktionsstandort Deutschland erhalten werden kann....

...dann ist das Ziel einer neuen kommunistischen Systemgesellschaft nicht mehr weit entfernt. In der der Mangel und die Armut zum Alltag gehören. Nur so lässt sich nämlich das Kollektiv des Kommunismus durchsetzen...mit Entzug der Freiheit, der Eigenverantwortung, der Selbstbestimmung...kurzum mit der Beseitigung unserer freien Marktwirtschaft auf Basis von freier Wissenschaft und billigen Energieträgern.

17

Und täglich werden im Lande große Mengen Hg in der Erde vergraben, nämlich auf den Friedhöfen. Und Hg entweicht aus den Kaminen der Krematorien. Oder werden etwa den Toten die Zähne mit Amalgam-Füllungen zuvor ausgeschlagen??? Ich habe 9 Amalgam-Füllungen in meinen Zähnen, das ist das beste Material.

Im übrigen wurde der wahre Grund für die Kampagne schon genannt, es wird eine weitere Sau durch Dorf getrieben, alle Medien laufen dem nach. Und meine Fachkenntnis zum Thema Hg habe ich seit ca. 1987, damals war ich wohl der einzige, der klebende Hg-Relais in Deutschland untersuchen konnte, die waren eingesetzt in Unterflurverstärkern der Post, auch in Sicherheitsschaltkreisen in KKW’s. Für meine Arbeit konnte ich profitieren von meinem Freund Dr. J. W., der bei Siemens das langeunabhängige Hg-Relais entwickelt hatte, was dann aber nie gebaut worden war. Ich werde das Thema Hg nicht weiter aufwärmen, werde mich begnügen mit Beobachtung.

18
Stefan Heimers

Die 7 Tonnen Quecksilber pro Jahr entsprechen etwa dem Gehalt von 9 Milliarden Sparlampen. Und die werden nur bei unsachgemässer Entsorgung oder Bruch zum Problem. Korrekt entsorgt wird gar kein Quecksilber aus den Lampen freigegeben.

19
Jürgen Hartung

@Dr. Ulrich Steiner#13
"Wie passt das zusammen?"
Die Frage ist gut:
2006 sollen deutsche Kohlekraftwerke 2,18 t Hg emittiert haben (http://tinyurl.com/hr7s2um).
Heute angeblich 7 t.
Nach Lehrbuchmeinung (Bliefert) sollen 40000 t Hg durch natürliche und 11000 t durch anthropogene Quellen pro Jahr in die Atmosphäre freigesetzt werden.
Sie geben ein Literaturzitat mit 2320t/5207t
pro jahr an.
Wenn man sich nicht mal darüber einig ist erübrigt sich doch jede Diskussion
meint JH

20
Fred F. Mueller

@ # 12 Werner Müller

Lieber Hr. Müller,

schlecht recherchiert, wie üblich in Ihrem Eifer. Quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren werden uns - auch unter der Bezeichnung Neonröhren – noch auf Jahrzehnte begleiten und belasten. Allein schon wegen der Lebensdauer des aktuell bereits vorhandenen Bestandes. Sie haben keine Vorstellung vom Beharrungsvermögen von Verbrauchern.

Und was Cadmiumtellurid-Dünnschicht-Solarzellen angeht: Damit wurden in Deutschland schätzungsweise 100.000 bis 150.000 Dächer versehen. Auch grosse Freilandanlagen wurden damit realisiert, beispielsweise von Fa. JUWI. Die Fa. First Solar ist in Deutschland laut aktueller Info auf ihrer Homepage immer noch vertreten, und zwar in Mainz.

Darf man sich bei Ihnen wegen der Entsorgung dann melden, so in ca. 15 Jahren, wenn First Solar die vollmundigen Recyclingversprechungen wegen Pleite nicht einhalten kann?

Mfg

21
Peter Schmitz

Liebe CO2 – Freunde,
Ist da nicht irgend etwas mit den hochgelobten Pellets?
Sehe ich das falsch? Sind sie frei von Schadstoffen?

Hat jemals jemand eine Analyse über den Schadstoffausstoß von Pelletsheizungen gemacht?
Mit freundlichen Grüßen
Peter
P.S. In Österreich wird sogar beim Fußball für die Umweltverschmutzer Pellets geworben. Es gibt einen Verein mit dem Namen SV Pellets WAC.

22
Andreas Hoemann

# 11

Das ist doch genau das, was ich immer wieder in Kommentaren hier auf Eike sage. Alle Elemente sind überall vorhanden, lediglich die Konzentration ist extrem unterschiedlich. Man kann in Pflanzen, Tieren, Pilzen, Boden und gelöst in Wasser jedes Element finden, wenn man nur genau genug sucht. Deshalb werden wir auf der Erde auch nie eine Rohstoffkrise wegen des plötzlichen Fehlens eines Elements haben. Begrenzend ist immer der Faktor Energie. Mit einem entsprechenden Energieeinsatz (und damit der Kosten) kann ich alle Elemente des Periodensystems gewinnen und aus diesen dann die gewünschten Verbindungen erstellen.

23
Dr. Ulrich Steiner

"#11: R. Kuth sagt:
Wo kommt das Hg. in der Kohle denn wohl her? Versteinertes "verkohltes" Holz! Äquivalent müsste dann beim Verfeuern von nachhaltigem frischem Holz also gleichfalls immer Hg. austreten."

Was auch immer der Ursprung der Kohle: in der von mir oben zitierten Arbeit liest man: Gloable Emissionen durch:

Biomass burning 675 t/a
Stationary combustion: 810 t/a

Die "gute" Verbrennung ist also in etwa so böse wie die "böse" Verbrennung.

24
Dr. Ulrich Steiner

In der Tat ein bedenkliches Zeichen für die Qualität einer Studie, wenn der Quecksilbergehalt einer "Energiesparleuchte" ausgerechnet in der Zusammenfassung um das 1000fache überschätzt wird. Ist aber im Einklang mit anderen grünen Äußerungen, wie z.B. Al Gores Behauptung, dass die Erde im Inneren mehrere Millionen Grad Celsius heiss sei - auch hier nur schlappe 3 Größenordungen daneben 😉

Ich hatte kürzlich ebenfalls versucht, den Hg Gehalt der Lampen in DE zu schätzen, aber weder Verbrauchs- noch Produktionszahlen gefunden. Hilfsweise habe ich angenommen, dass jeder Einwohner 2 Lampen pro Jahr ersetzt. Bei einem Hg Gehalt von 3mg (Bereich 2-5mg) ergibt das ca 0.5t/a ( 81 Mio * 2Stck/a * 3mg). Die dann weitgehend feinverteilt über Hausmüllverbrennung direkt an die Bürger zurückgegeben werden.

Sofern die Lampe nicht vorher zerbrochen ist, wofür das RP-Energie-Lexikon als "optimales Vorgehen" u.a. vorschlägt aus der Apotheke etwas Schwefelpulver zu kaufen, um das Hg chemisch zu binden. Aha. http://tinyurl.com/qh43uwe

Gemäß der Studie kämen in DE neben den 7t aus Kraftwerken weitere 3t aus ungenannten Quellen hinzu, also 10t gesamt. Das erscheint als unplausibel in den Relationen und zu wenig in der Menge. In der Arbeit "Global mercury emissions to the atmosphere from anthropogenic and natural sources" (Atmos. Chem. Phys., 10, 5951–5964, 2010) wird für Europe eine anthropogene Emission von 145.2t/a genannt.

Weltweit seien es 2320t/a anthopogen, und zusätzlich aus natürlichen Quellen 5207t/a. Natürliche Emissionen also das 2.2 fache des anthropogenen, während in DE der Faktor 0.4 sei. Wie passt das zusammen?

Die natürlichen Quellen seien zu 52% die Ozeane, gefolgt mit 13% vom Verbrennen von Biomasse, gefolgt von Wüsten u.ä. (10%) und Tundra u.ä. (9%). Allein die Ozeane tragen also mehr zu den Emissionen bei, als sämtliche anthropogenen Quellen zusammen!

Wenn 85% der Emissionen durch Kraftwerke durch Filtertechnik vermieden werden kann, dann sollte man das tun. Aber besser noch: alle alten Kraftwerke abreißen, und durch neue ersetzen. Wegen des höheren Wirkungsgrades kann man dann mind. ein 1 von 4 Kraftwerken einsparen, hat bessere Abluftqualität, und spart den Einsatz von Primärenergie in größerem Umfang, als durch „Erneuerbare“ erzielbar!

25
Werner Müller

„kein Wort zu den zig Millionen „Energiesparlampen“ deren Quecksilber jedes Jahr in die Umwelt gelangt“

Die „Energiesparlampen“ sind ja bereits ins Visier genommen und ein Auslaufmodel, genauso wie die Kohleverstromung in D.
Möchte man Energiesparen ist LED angesagt.

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#6 „Cadmium-Tellurid- Dünnschicht –Solarzellen“

Wer schraubt sich den Dünnschicht-Solarzellen auf Dach?
Kein vernünftiger Mensch macht so was, den ich kenne.

Gruß

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Wo kommt das Hg. in der Kohle denn wohl her? Versteinertes "verkohltes" Holz! Äquivalent müsste dann beim Verfeuern von nachhaltigem frischem Holz also gleichfalls immer Hg. austreten.

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Rainer Hoffmann

...und dabei ist die Lösung des Quecksilber-Problems so einfach:

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Sehr geehrter Herr Limburg

Danke für den Beitrag.

Bevor Journalisten (und auch Grüne) solche Meldungen bringen, sollten sie sich bitte zuvor über die Größenordnungen Klarheit verschaffen. Das geht problemlos in ein paar Minuten im Internet:

In der "Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) Anhang 2" steht bezüglich Quecksilber zur "Anwendung der Maßnahmenwerte" (ich interpretiere das so, daß ab da Untersuchungen eingeleitet werden sollen) in mg/kg Trockenmasse:

Kinderspielflächen 10
Wohngebiete 20
Park- u. Freizeitanlagen 50
Industrie- und Gewerbegrundstücke 80

Demnach dürften auf einem 100 x 100 m Spielplatz (bis 50 cm Tiefe) 100 kg Quecksilber vorhanden sein, falls ich richtig geschätzt habe.

Über tatsächlich vorhandene Konzentrationen hat bereits Andreas Hoemann # etwas gesagt.

Weiter:
In einem Beitrag von Vattenfall ("Quecksilber auf dem Rückzug") steht:

Was kaum jemand weiß – der größte Quecksilberemittent ist unser Globus selbst. Bei Vulkanausbrüchen über und unter dem Meeresspiegel werden jedes Jahr mehrere tausend Tonnen aus der Erdkruste freigesetzt. Während sich Quecksilbereinträge in der Atmosphäre durch Luftströmungen weiträumig verteilen und sich zu unbedenklichen Konzentrationen verdünnen, reichert sich Quecksilber in Gewässern im Körpergewebe von Fischen an. Vor allen Dingen große Raubfische wie Hai, Thun- und Schwertfisch gelten als potenziell schwermetallbelastet und werden von Gesundheitsorganisationen nur sehr beschränkt zum Verzehr empfohlen.

und es werden folgende Zahlen angegeben:

Gesamtemmission: 7500 t/Jahr

davon natürlich 70%

davon anthropogen 30 %
Verbrennung 8%
Goldgewinnung 13%
Quecksilberverarbeitende Industrie 9%

Also mal wieder das übliche Getöse: Eigentlich beschämend und ein Armutszeugnis für die Medien.

MfG

G.Wedekind

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Martin Schmidt

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß nicht nur Greenpeace für das Glülampenverbot gestritten hat, sondern auch etablierte Glülampenhersteller, die mit Energiesparlampen deutlich höhere Gewinne erzielen. Siehe dazu auch den Film "The Bulb Fiction".

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Rainer Hoffmann

Auch am 16.06.2015 in ZDF "FRONTAL21" wurde bereits über die angebliche Quecksilber-Gefahr in Kohlekraftwerken berichtet. Aber auch in diesem Bericht kein Hinweis zu der Quecksilberbelastung in Energiesparlampen:

Der 8-Minuten-Beitrag von ZDF "FRONTAL21" vom 16.06.2015, hier: http://tinyurl.com/zab6hsb

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Gefährliche Kohle!

Dann doch lieber etwas Gift aufs Dach schrauben :
Cadmium-Tellurid- Dünnschicht –Solarzellen made in USA by First Solar. http://tinyurl.com/htl895c

(First Solar heute an der Wallstreet ganz oben bei 72$.)

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Holger Narrog

Die globalen Quecksilberemissionen betragen ca. 7000to, 2/3 entstammen der Natur. Die zivilisatorischen Emissionen werden durch den Goldabbau und asiatische Kohlekraftwerke dominiert.

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Gernot Grünspecht

Das muss aber frustrierend sein für die Vertreter der bald verschwindenden Kohlekraftwerke... Keiner hört zu, wenn die Vorteile gepredigt werden. Statt dessen wendet sich die Welt neuen Energieformen zu. Nach der Revolution zu Auto, Flugzeug, Smartphone und Computer kommt nun die Revolution zu erneuerbaren Energien, wobei jeder selbst Stromproduzent wird. Klar dass die Vertreter von Kutschen, Fahrrädern, Rechenschiebern und Wählscheibentelefonen sich erbittert dagegen sträuben.

Ich wünsche viel Erfolg - vielleicht klappt es ja einmal in der Geschichte, dass neue Technologien sich nicht durchsetzen. Ich halte das allerdings für ausgesprochen unwahrscheinlich...

Aber probieren sie es ruhig weiter. Solange hier darüber schwadroniert wird, bleibt die übrige Gesellschaft davon unbehelligt...

Mfg GG

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Andreas Hoemann

Im Ackerboden sind in Deutschland im Mittel etwa 0,02 mg/kg Quecksilber vorhanden. Bei einer Mächtigkeit des Ackerbodens von etwa 0,3 m ergibt sich daraus (bei einem Gewicht des Ackerbodens von 1,5 t/m³) eine Quecksilbermenge von etwa 9 t/km².
Bei der Fläche von Deutschland (etwa 357.000 km²) kann man sich selbst ausrechnen, welche geringe Menge die Emissionen der Kraftwerke für die Gesamtfläche und die Gesamtmenge (und das nur in den obersten 30 cm des Bodens) tatsächlich sind. Mit heutigen Methoden zwar vermutlich messbar aber unerheblich.

Ist den idi… Journalisten eigentlich klar, dass die USA das für die Atombomben benötigte Uran zumindest zum Teil aus der Asche von Kraftwerken gewonnen haben. Wenn die Grünen das erst mal rauskriegen und untersuchen lassen, gnade uns Gott. Dann sind nämlich die konventionellen Kraftwerke plötzlich strahlende Todesfallen und müssen aus Strahlenschutzgründen entsorgt werden.

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Eine kurze Anmerkung zu den Grenzweerten in den USA.
Diese neuen Grenzwerte in den USA wurden von der EPA nur erlassen, um die existierenden Kohlekraftwerke in den USA in Schwierigkeiten zu bringen. es gibt keinerllei neue Erkenntnisse, die belegen, daß mir den vorherigen Grenzwerten eine Gesundheitsgefährdung verbunden war. Dieses ganze Manöver ist Teil der Strategie von dem derzeitigen Präsidenten in seinem Wahn den "Treibhauseffekt" zu bekämpfen.
MfG

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Fred F. Mueller

Lieber Hr. Limburg,

schön, dass Sie dieses anschauliche Beispiel dafür, wie Greenpeace, die Grünen und die Medien unter einer Decke stecken, so zeitnah aufgegriffen haben.

Die Herrschaften haben in ihrem Eifer, die Kohle weiter ins Abseits zu schubsen, nur eine "Kleinigkeit" übersehen: Die Abluftkamine der ganzen kommunalen Müllverbrennungsanlagen und Heizkraftwerke. Diese befinden sich meist in unmittelbarer Nähe der Städte. Hier landen die ganzen nicht ordnungsgemäss entsorgten Quecksilberlampen, Batterien sowie zahllose alte Thermometer etc. Aus diesen Schornsteinen kommt aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Quecksilber als aus den Kraftwerken, vor allem aber passiert dies in Siedlungsnähe. Die logische Folgerung sollte daher sein, auf diese Anlagen die gleichen Kriterien anzuwenden wie auf Kohlekraftwerke. Das würde die Kommunen samt ihrer grünroten Mehrheiten ganz schön ins Schwitzen bringen. Sollen sie doch mal von ihrer eigenen "Medizin" etwas abbekommen.

Denn was machen die Grünlinken eigentlich? Sie versuchen, die TA Luft auszuhebeln. Mehr als 20 Jahre haben wir diese Vorschriften, an denen Fachleute aus allen betroffenen gesellschaftlichen Bereichen gearbeitet haben. Industrie, Gewerkschaften, Fachleute aus Berufsgenossenschaften und aus der Medizin haben hier zusammengesessen und dafür gesorgt, dass von diesen Anlagen keine unzulässige Gefährdung der Bevölkerung ausgeht. Jetzt kommen die Grünen daher und verbreiten Panik. Dabei stützen sie sich auf Vorschriften, die in den USA von einem Präsidenten und seiner Entourage mit der erklärten Absicht erlassen wurden, den Kohlekraftwerken den Garaus zu machen. Hier geht es nicht um Gesundheitsschutz, sondern um mutwillige Vernichtung eines Wirtschaftszweigs.

Ich bin dafür, diese Kampagne in Leserbriefen in alle Medien zu tragen. Möge jeder hier sein lokales Presseorgan anschreiben und als besorgter Bürger fragen, wann denn endlich an diesen kommunalen Dreckschleudern vernünftig gemessen und nachgeprüft wird, was da rauskommt und ob dies den neuen US-Vorschriften entspricht. Dabei sollte man explizit auf die Berichterstattung im Fernsehen etc. sowie auf die Urheber der Chose - die Grünen - verweisen. Und ein Kindergarten oder zumindest Spielplatz ist windabwärts sicherlich auch schnell auszumachen....

Mfg