Wikipedia – Ersatz von Fakten durch grünen Katechismus

Von Werner Eisenkopf
Dieser Bericht soll den Start bilden für Information und Diskussion zur „faktischen Hausbibliothek vieler Deutscher“, nämlich WIKIPEDIA.
WIKIPEDIA ist inzwischen als „Informativer Meinungsmacher“ bedeutsamer als viele Zeitungen und auch Fernsehsender. Weitgehend unbekannt, ist aber bei den allermeisten Nutzern, daß WIKIPEDIA letztendlich von ganz wenigen entscheidenden Leuten „gemanagt“ wird. Diese haben damit faktisch die „Definitionshoheit“ für eine ungeheure Menge Informationen und Begriffe. Das wird dann auch massiv eingesetzt. Gerade auch bei Definitionen und Begriffen zu Themen von „Klima und Energie“ wie auch vielen angrenzenden Themen.


Erstfrage:

Sind Sie Nutzer von WIKIPEDIA? Glauben Sie alles was dort geschrieben steht, obwohl -formell- JEDER sich daran mit Einträgen beteiligen kann? Verstehen Sie das "System Wikipedia?"

Zweitfrage:

Kennen Sie den WIKIPEDIA-Eintrag "Klimaskeptizismus"? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaskeptizismus 

Dort steht z.B. "definiert" was und wer ein "Klimaleugner" sei und so weiter. Ursprünglich angefangen von einem WIKIPEDIA-User "Nils Simon" und seit Jahren wie sein Privatbuch sozusagen "verwaltet" von "Benutzer Hg6996" den Sie sicherlich gar nicht kennen, oder?

Tägliche Praxis:

Immer wieder versuchen unzählige unterschiedliche andere "Nutzer" die in "Klimaskeptizismus" stehenden Sätze und Erklärungen abzuändern, zu ergänzen oder teilweise zu löschen. Jedoch stellt kurz darauf, jener ominöse "Hg6996" alles wieder weitgehend auf den vorherigen Stand. Diese schon fast 500 Änderungsversuche, sind nachsehbar im "Diskussionsteil" dieses Begriffs:

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Klimaskeptizismus&offset=&limit=500&action=history

Egal, was also andere eintragen, unser "Hg6996" korrigiert alles wieder auf einen Stand, wie ER ihn für richtig hält. Dabei ist ER offenbar dazu niemanden Übergeordnetem irgendeine Rechenschaft schuldig. "Hg6996" ist wie ein kleiner Kaiser in seinem abgeschotteten Reich.

Wer ist "Hg6996"? 

https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Hg6996

Ein Name steht da nicht, nur daß dieser Account ihm vom Administrator des Rechenzentrums der Uni Gießen zugeteilt worden sei. Er habe (Stand heute) in 8 Jahren und 163 Tagen WIKIPEDIA-Einsatz immerhin schon 17627 "Bearbeitungen" hier getätigt, also etwa 6 je Tag. Geboren 1967 und aus Stephanskirchen und Leonberg stammend (??). Dipl Ing. (FH) in Biomedizintechnik. Vegetarier und irgendwo heute in Stuttgart lebend für irgendwelche Projekte (sprich: es steht nirgends konkret von WAS und von WEM er letztendlich beruflich lebt). 

Bei den "Artikeln" die unser "Hg6996" in WIKIPEDIA als "Gärtner" erstgeschaffen hat: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Hg6996/Artikel 

fällt unten auf:

"Folgen der globalen Erwärmung in der Antarktis" (und "Erweitert durch Nils Simon" – ja derselbe Nils Simon, der auch den Artikel "Klimaskeptizismus" gründete, den Hg6996 heute "verwaltet" – was für ein Zufall! Ping-Pong-Spielchen oder so…) 

https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung_in_der_Antarktis

Hierin kommen neben viel "wissenschaftlich klingenden Sätzen" auch solche DRAMATISCHEN Formulierungen vor:

"Im Jahr 2014 wurde in mehreren unabhängigen Publikationen festgestellt, dass der Westantarktische Eisschild die Grenze für einen irreversiblen Kollaps überschritten hat: In den kommenden 100 bis 300 Jahren wird eine Eisfläche von der Größe Frankreichs zerfallen, was einen Meeresspiegelanstieg von mindestens einem Meter Höhe zur Folge haben wird. Daneben ergaben Untersuchungen, dass auch der Ostantarktische Eisschild von Zerfall betroffen sein wird" 

Also "Meeresspiegelanstieg von mindestens EINEM METER HÖHE"!!

Aber lesen Sie den Artikel lieber selbst. Bilden Sie sich selbst Ihr Urteil.

SO einer bestimmt also, was alle deutsche Bürger, als Begriffsdefinitionen auch zu "Klima" lesen dürfen oder nicht. 

Nach einem Abwarten von Feedbacks/Reaktionen aus Ihren Reihen, werde ich diesen Beitrag irgendwann später in 2016 mal fortsetzen.

Anmerkung der Redaktion:

Über vergleichbare Erfahrungen haben wir auch andere Leser berichtet. Sie finden deren Bericht hier

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24 Kommentar(e)

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1
Katrin Meinhardt

#23: Ulrich Wolff, eine sehr gute und äußerst wichtige Frage.

Frage 1: Was sind eigentlich Fakten?
Ein Fakt ist eine Tatsache.
Ein Faktum ist eine Tatsache, ein Geschehnis.
Eine Tatsache ist etwas Geschehenes, etwas Feststehendes, etwas, woran nicht zu zweifeln ist.
Eine Tatsache ist ein wirklicher Sachverhalt.
Tatsache! (umg.) wirklich!

Tatsache (Syn.): Tatsache, Gegebenheit, Entität, Tatbestand, Sachlage, Sachverhalt, Umstand, vollendete Tatsache, Fait accompli. Faktizität, Faktum, Fakt, Realität, Wirklichkeit, Sosein; Ereignis - gespeicherte Daten.

Frage 2: Ist der grüne Katechismus nicht auch Fakt?
Absolut korrekt.

Das Allerwichtigste (vor allem für nette Hanseaten)!
Ein Faktum muss und darf auch a-materialistisch sein. Das wollen sehr viele übersehen haben. Zu deren Schaden.

Mit sehr freundlichen Grüßen

Frage 3: Sind nicht überall nur wenige als Meinungsmacher in Zeitungen, Parteien, Spendensammlung und Warenangebot tätig?
Korrekt.

Frage 4: Kann man jemals diesen Informationen blind vertrauen?
Nein, niemals!! Immer prüfen, so präzise wie nur möglich und notwendig. Gilt auch für jede Doktorarbeit. Für jede Diplomarbeit. Für jede Studie.

Et cetera.

Die knallharte (!) Prüfung wird bereits im Originaltext verlangt. Ja, da sehen viele jetzt nicht mehr so jung aus. Bereits im Originaltext. Nix Glauben. Wie peinlich, für sehr viele. Die kleinen und extrem wichtigen Einzelheiten sind sehr oft fatal entscheidend. Nur ein Mensch aus Zweitausend wird dies noch wissen können. Fachbücher muss man vorher lesen. Kant tat das nicht. Arm(selig)er Kerl.

2

Was sind eigentlich Fakten? – Der Duden verweist zur Definition des Begriffes auf Synonyme: Daten, Gegebenheiten, Realität, Sachlage, Verhältnisse. Ist der grüne Katechismus nicht auch Fakt? – Sind nicht überall nur wenige als Meinungsmacher in Zeitungen, Parteien, Spendensammlung und Warenangebot tätig? – Kann man jemals diesen Informationen blind vertrauen? – Warum sollte das bei Wikipedia anders sein? – Ist nicht gegenwärtig die grundsätzlich nicht vorhersagbare Wetterstatistik, Klima genannt, perfekt geeignet, um von „Hinz und Kunz“ für einen ganzen Strauß handfester politischer und wirtschaftlicher Interessen von Kita bis Wikipedia genüsslich missbraucht zu werden? - Wessen „Fakten“ kommen wohl der Wahrheit (was auch das wieder ist) näher, die bei Wikipedia oder die der Bundesregierung? – Was ist dann aber das Ziel dieser Recherche? – Was auch als Ergebnis heraus kommt, auch danach muss wohl auch weiterhin Jedermann selbst darauf achten, dass er nicht über Gebühr über den Tisch gezogen wird! – Der ehrliche Marktschreier ruft weiterhin: „Immer hier heran, immer hier heran, hier wird genauso beschissen wie nebenan.“

3

Sehr geehrter Herr Eisenkopf,
Diskussionen kann man sich dort sparen! Ich wollte den Wahrheitsgehalt über den schlechten Ruf dieser Autoren selbst mal überprüfen und ging letztes Jahr sehr forsch auf der Diskussionsseite des Artikels »Kontroverse um die globale Erwärmung« an die Sache.
http://tinyurl.com/gtncfy5

Forsch deshalb, weil die Versionsgeschichte des Artikels bereits Bände sprach, wie dort »Kontrovers« definiert wird. Wer eine andere Meinung als diese Clique vertritt, ist entweder ein Kreationist, bezahlter Lobbyist, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker oder einfach nur doof! Die treten bei Diskussionen gerne im Rudel auf, klopfen sich gegenseitig auf die Schulter und versuchen jegliche andere Meinung im Keim zuerdrücken. Ein Fallbeispiel ist der Artikel »Liste klimaskeptischer Organisationen und Personen« (indem auch EIKE verewigt war), der als Löschkandidat diskutiert wurde,
http://tinyurl.com/hgk9bp3

Sofort die Rudelbildung der üblichen Verdächtigen, hg6996, Berossos, Skra31 und JBo. Hier fehlen nur noch die User »Hob« und »man«. Letztendlich musste diese Prangerliste richtigerweise gelöscht werden. Aber da diese Mitmenschen anscheinend mit pluralistischen Entscheidungen Probleme haben, wurde der Artikel gesichert und sofort wieder in Angriff genommen. Beim folgenden Link ab Eintrag »Zeile 98« lesen.
http://tinyurl.com/hwwd7kc

Also, ganz sicher lupenreine Aktivisten, teils mit einem pubertären Personenkult, der sich in den Artikeln der Untergangspropheten wie Schellnhuber, Rahmstorf, Mann, Schneider usw. widerspiegelt.

»Ich bin ein großer Fan von Stephen Schneider,...« »hg6996«
http://tinyurl.com/jyd7asn

»...hauptsächlich dem »Hockeystick«. Es ist die berühmteste Grafik der Wissenschaftsgeschichte, analog der »archetypischen« Formel E = mc2 von Einstein.« »Berossos«
http://tinyurl.com/jk47yjv

Zudem sind dies zum Teil Anhänger der Gaia-Hypothese, der Überbevölkerungsthese, der »Mensch ist ein Sünder« -These. Aber eine Aussage, ob diese Aktivisten jetzt bezahlt oder aus privaten Antrieb bei Wiki Meinungsmache betreiben, ist spekulativ. Dennoch, Meinungsmacher wie das PIK sollen ausgerechnet Wikipedia nicht bearbeiten, ziemlich unglaubwürdig. Beim folgenden Link kann man die Aktivitäten von hg6996 gut nachvollziehen. Da er anders als seine Mitstreiter diese Daten öffentlich macht, scheint er kein Problem damit zu haben.
http://tinyurl.com/zgycqo4

Aber anderseits ist Wiki-DE keine Ausnahme, auch Wiki-EN (obwohl dort auch Deutsche wie »Stephan Schulz« rumgeistern) ist völlig in der Hand der Untergangsaktivisten. Die Frage ist, warum dürfen sich solche Autoren praktisch unbehelligt in den Artikeln austoben. Selten wird dort (wie beim Löschantrag) mal von außen eingegriffen. Die Antwort ist sehr leicht:

»A synergy of climate experts, world leaders, nobel peace laureates, and shapers of opinion – helping create the political will to address climate change.«

Jimmy Wales bei der »Climate Change Task Force«.
http://tinyurl.com/j45z7zu

Als selbst definierter Klimaaktivist und Meinungsmacher verlässt er natürlich den Boden der Neuralität. Und man muss auch nicht wirklich erwarten, dass Wales alarmistische Artikel bei Wikipedia ablehnt. Also nicht diesen Aktivisten mehr Ehre zukommen lassen, als diese verdienen. Der Fisch stink immer vom Kopf her. Ich persönlich kenne auch keinen Mitmenschen mehr, der wirklich glaubt, bei aktuellen politischen Themen wie z.B. bei der Klimawandelthematik, ausgerechnet bei Wikipedia neutrale Informationen zum Thema finden zukönnen. Hier hat Wales mit dafür gesorgt, dass dieser Zug abgefahren ist. Ansonsten, bei unpolitischen Themen ist Wikipedia weiter eine hervorragende Quelle für Erstinformationen. Viele Autoren arbeiten seriöse und mit viel Leidenschaft. Man sollte diese Menschen nicht mit Aktivisten über einen Kamm scheren.

4
Holger Burowski

#17:Gerhard Kramm
"Genau das ist das Problem. Deswegen kann ich nur empfehlen, zumindest die deutschen Wikipedia-Seiten zu meiden. Was darin enthalten ist, ist das Geschwafel von einfaeltigen Besserwissern fuer einfaeltige Besserwisser."

Sehr geehrter Herr Kramm,

wieviele Beiträge aus welchen Bereichen der deutschen Wikipedia haben Sie denn gelesen, um zu diesen vernichtenden Urteil zu kommen?

Wenn ich mein vielbändigen Brockhaus von Anfang der 1990er sehe, bin ich auch nicht unbedingt der Meinung, da springt mich die Wahrheit und nichts als die Wahrheit an. Ich zweifle da auch an manchen Artikel, würde aber deshalb die Brockhausredaktion nicht als Dummschwätzer bezeichnen.
Ich erwarte nicht, dass die Wikipedia ein Lehrbuch ist, dafür gibt es Wikibooks, sondern ein Nachschlagewerk, das nicht zwingend meine Meinung wiederspiegeln muss.

Erstaunlich ist übrigens, wenn man die Kritiker der Wikipedia, die alles besser wissen, als da drin steht, auffordert sich beim Provider ihrer Wahl eine Domain hosten zu lassen und mit dieser die Wiki-Software zu verknüpfen, die meisten Provider bieten die Wiki-Software an (nicht den Inhalt der Wkipedia!), und dann, da man ja alles besser weiß, eine eigene Wikipedia in der Öffentlichkeit auf die Beine zu stellen, die Luft ganz schnell aus den dicken Pustebäcken raus ist.

Wer so dick mit Kritik aufträgt, sollte schon das Kreuz haben, etwas Besseres auf die Beine zu stellen - oder lieber schweigen.

5
Ferdinand Peters

Sehr geehrter Herr Baumschlager,
zufällig habe ich Ihre Meinung hier im Blog gelesen und kann mich da nur anschließen.
Es gibt auch ein schönes aktuelles Beispiel, an dem wir es mal ausprobieren können.
Es ist selbstverständlich mit Arbeit verbunden.
In diesem Fall bedeutet Arbeit Zeitaufwand und Recherche.
Mit kleinen Schritten eine halbe Stunde/Woche.

http://tinyurl.com/jehbe7j

Es geht um den Begriff „Einspeisenetz“

Bei Interesse können wir uns kurzschliessen.

Mit herzlichem Glückauf

6
Martin Landvoigt

#18: Werner Baumschlager sagt:

"Was darin enthalten ist, ist das Geschwafel von einfaeltigen Besserwissern fuer einfaeltige Besserwisser."

Nein, das ist mir deutlich zu arrogant.
-------------
Sehr geehrter Herr Baumschlager

Nicht nur das! Es auf, dass zwar nicht alle, aber viele Beiträge in Wikipedia in hoher Qualität Wissen kompakt vermittelt. Wer zu Sachthemen recherchiert und sich auch durch Fachpublikationen in Englisch durcharbeitet wird feststellen, dass es unter Ausschluss von Wikipedia nicht nur ungleich schwerer ist, Wissen zu erwerben, bzw. auf klassische akademische Studiengänge angewiesen ist, die man natürlich nur begrenzt besuchen kann.

Auch ist die Lektüre von Fach- und Populärliteratur oftmals nicht besser als die in Wikipedia verfügbare. Eine Pauschalkritik erscheint darum nicht hilfreich, denn sie versperrt praktisch den Zugang zum Wissen.

Wie aber bei fast allen Quellen sind die Wikipedia-Artikel kritisch zu lesen. Das unterscheidet Wikipedia auch nicht grundsätzlich von allen anderen Quellen.

Nur ein Beispiel: Wenn sie bei der wissenschaftlichen Recherchen sich auf Dissertationen beziehen, die einen durchweg plausiblen und kompetenten Eindruck hinterlassen, ist es keineswegs überraschend, wenn sie auf Sekundärzitationen stoßen, die zum Teil gegensätzliches zur ursprünglichen Quelle behaupten.

Die Welt nach schwarzen und weißen Quellen zu unterteilen ist m.E. unpassend und verschlechtert die Bildungslage.

7
Werner Baumschlager

@ #17: Gerhard Kramm:

"Genau das ist das Problem."

Was ist genau das Problem? Mir scheint, Sie haben meinen Gedankengang gar nicht nachvollzogen. Oder halten Sie es im Ernst für ein Problem, dass Kreti und Pleti sich über Wikipedia informieren, anstatt nur die Wissenschaft?

"Was darin enthalten ist, ist das Geschwafel von einfaeltigen Besserwissern fuer einfaeltige Besserwisser."

Nein, das ist mir deutlich zu arrogant.

8
Gerhard Kramm

#16: Werner Baumschlager sagt:

"Nein, das reicht überhaupt nicht aus, weil nicht das wissenschaftliche Publikum ausschlaggebend ist, sondern Kreti und Pleti, die sich durch Wikipedia informieren."

Genau das ist das Problem. Deswegen kann ich nur empfehlen, zumindest die deutschen Wikipedia-Seiten zu meiden. Was darin enthalten ist, ist das Geschwafel von einfaeltigen Besserwissern fuer einfaeltige Besserwisser.

Daher teile ich die Auffassung der Herren Eisenkopf, Heinzow und Hoffmann.

9
Werner Baumschlager

@ #10 T.Heinzow

"Ziemlich fruchtlos, weil in dem Fall die Masse = politische Ideologie immer den Sieg davotragen wird."

Nein, das ist überhaupt nicht der Fall.

"Es reicht völlig aus immer wieder festzustellen, daß Wikipedia was für Dumme ist und grundsätzlich wissenschaftlich nicht zitierfähig ist."

Nein, das reicht überhaupt nicht aus, weil nicht das wissenschaftliche Publikum ausschlaggebend ist, sondern Kreti und Pleti, die sich durch Wikipedia informieren.

10
Werner Baumschlager

@ #9 Markus Münch

Hallo Herr Münch,

diese schwarze Liste kann ich so nicht bestätigen. Ja, sie können gesperrt werden, wenn sie es zu bunt treiben, aber da muss schon relativ viel passieren. Noch unwahrscheinlich ist es, dass sie sich zufällig mit einem spinnerten Admin verkrachen.

Der "ständigen Überarbeitung der anderen Fraktion" gilt es ja genau entgegenzutreten, indem eben auch "diese" Fraktion sich herablässt, sich dort einzubringen. Rechte entzogen werden ihnen deswegen sicher keine. Sie stellen sich das viel zu hierarchisch vor. Im Normalfall haben sie nicht einmal als unangemeldeter Benutzer ein Problem, eine Änderung einzubringen, wenn diese sachlich begründet ist.

11
Werner Baumschlager

@ #8 k_ochs

Die Tatsache, dass es bei Wikipedia Administratoren mit besonderen Rechten gibt, ist mir bekannt. Im Normalfall kollidieren Sie aber im Leben nicht mit sojemandem. Das sind vielleicht 300 Leute, davon sind vielleicht 10 Ungustl, die ihre Macht missbrauchen, deren Thema Sie dann zufällig treffen müssen.

Den Film hab ich mir angesehen und ich finde ihn sehr gut gemacht. Er zeigt aber m.E. ein Extrembeispiel, das fast gar nichts mit dem Alltag zu tun hat.

An Verschwörungstheorien glaube ich tendentiell nicht, auch nicht, dass solche zwielichtigen Autoren bezahlt werden. Viel naheliegender ist die Vermutung, dass es sich einfach um sehr spezielle Charaktere handelt, die im Leben und auf Wikipedia ihre persönliche Mission verfolgen ("Man on a Mission").

Werner

12

Bei 500 Änderungen sind 16 Änderungen von Hg6996.
Und der größte Teil davon waren Korrektur von Schreibweisen oder Beseitigung von Vandalismus (Sheldon Kuper statt Simon Kuper).

13
Werner Eisenkopf

Hallo, ich bin der Autor des Artikels. Wer dazu Hinweise direkt an mich hat, der sende mir das bitte per Mail an

fswemedien@aol.com

Was ich konkret suche, sind Hinweise, daß es irgendwo schriftliche Anordnungen oder Verweise im SCHULBEREICH / HOCHSCHULBEREICH gibt, die als Quelle oder "weiterführende Literatur" auf WIKIPEDIA verweisen. Salopp gesagt also "Spart bei Schulbuchmaterial - Wikipedia reicht aus" usw.
MfG
Werner Eisenkopf

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Hat nichts mit dem Artikel zu tun, aber guckt mal hier:

"Winterdiesel"

http://tinyurl.com/glxz2nl
Die klirrende Winterkälte hat fast jeden vierten Streifenwagen der Berliner Polizei zeitweise lahmgelegt. 85 Autos konnten Montag früh nicht losfahren oder hatten Startschwierigkeiten, wie ein Polizeisprecher sagte. Ob es am Diesel oder eingefrorenen Filtern lag, sei noch nicht klar. Die Ursache werde noch untersucht. Überwiegend waren Fahrzeuge des Typs Opel Zafira betroffen.

Die insgesamt 344 Berliner Streifenwagen werden an polizeieigenen Tankstellen aufgetankt. Diese würden seit November mit Winter-Diesel beliefert.

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@ #7 W. Baumschlager

"Sich mit der Wikipedia auseinanderzusetzen finde ich sehr lobenswert."

Ziemlich fruchtlos, weil in dem Fall die Masse = politische Ideologie immer den Sieg davotragen wird. Es reicht völlig aus immer wieder festzustellen, daß Wikipedia was für Dumme ist und grundsätzlich wissenschaftlich nicht zitierfähig ist.

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Markus Münch

#7: Werner Baumschlager sagt: Meine Kritik geht allerdings an die Kritiker. Wieso lasst ihr euch das gefallen? Jeder kann sich bei Wikipedia anmelden und mittun. Das ganze System hat nur deswegen diese Schlagseite, weil ihr zu faul seid oder es unter eurer Würde findet, euch daran zu beteiligen.

Guten Tag Herr Werner Baumschlager,

nach meinem aktuellen Wissensstand liegt das Problem an einer „schwarzen Liste“. Wenn man sich auf dieser befindet, kann man sich bei dem jeweiligen Eintrag beziehungsweise Artikel nicht mehr beteiligen. Unter dem Reiter Diskussion wurde zumindest schon öfters darauf eingegangen.

Das nächste Problem ist die ständige Überarbeitung der anderen Fraktion. Somit gibt es bereits zwei Herausforderungen. Wenn sie hingegen als neutrale Person den Eintrag sachlich überarbeiten möchten, werden sie wahrscheinlich auch als parteiisch eingestuft und bekommen keine Rechte mehr.

Im Ergebnis wird die Sachlichkeit wohl weiterhin und in aller Ewigkeit auf der Strecke bleiben … und von den nachkommenden Vehikeln geplättet.

17

#7 Sehr geehrter Herr Baumschläger,

die Wikipedia hat schon lange eigene hierarchie entwickelt, die eine genaue Kontrolle und Zensur der von normalen Usern eingestellten Artikeln ermöglicht. Falls es Ihre Zeit zulässt, sehen Sie sich auf youtube diesen etwa zweistündigen Film an,
http://tinyurl.com/q42aj57
Er beschreibt anhand eines Falles, der allerdings nichts mit Klima oder Energie zu tun hat, die Werkzeuge und Methoden, der Wikipedia-administratoren.

Da die Mitarbeit bei Wikipedia ja unentgeltlich erfolgt, stellt sich hier nur eine Frage: Wer finanziert Wikipedia-Autoren, die 6 Tage in der Woche länger als 8 Stunden pro Tag Artikel verfassen bzw verändern.
Nun, ich denke, es wird der sein, dem die "Endfassung" eines Artikels zusagt bzw. nützt.

mfg

18
Werner Baumschlager

Sich mit der Wikipedia auseinanderzusetzen finde ich sehr lobenswert. Bitte um Fortsetzung.

Meine Kritik geht allerdings an die Kritiker. Wieso lasst ihr euch das gefallen? Jeder kann sich bei Wikipedia anmelden und mittun. Das ganze System hat nur deswegen diese Schlagseite, weil ihr zu faul seid oder es unter eurer Würde findet, euch daran zu beteiligen. Aus Erfahrung weiß ich, dass bei den einschlägigen Themen die immergleichen drei linken Aktivisten genügen, um bei jeder strittigen Frage ein Übergewicht zu haben. Paradebeispiel dafür ist die Sperre von EIKE-Seiten als Quelle, wo vor langer Zeit mal einer (eh besagter "hg....", wenn ich mich nicht irre) gemeint hat, EIKE sei furchtbar, und ein zweiter hat ihm zugestimmt, und das hat genügt.

Wenn sich nur zehn oder auch nur fünf Kritiker fänden, die da regelmässig reinschauen und sich einbringen, würde sich das alles sehr schnell drehen.

Werner

19
Rainer Hoffmann

Detaillierte Recherchen über den dubiosen WIKIPEDIA-User "HG6996" gibt es auch in diesem Video, hier:

http://tinyurl.com/gmcu2e5

20
Katrin Meinhardt

#2: Da fällt mir Francis Bacon auf und ein, welchen ich zuerst mit Francis Drake verwechselt habe, einem Pirat (??). Dann kriegte ich die Kurve.

WiiiIiiiiiiiiiIIiIiiIIiiiiiiiiIIIIIIIIIIIIIIIIsssssen IiiiiiIiiiiIIISSSSSssssssTttt MaaAAAAAAAAAAAAAAAAAACHTt. 😉

Für den eitlen Ludwig Feuerbach hatte das grausame Konsequenzen. Für Karl Marx auch. Die hatten (nämlich) kein Wissen, sondern billigsten Glauben. :)) Die taten nur so. Praktisch alle Schüler dieser beiden Deppen fallen auf die immer noch herein. In der Konsequenz bedeutet das, die Verspotten tatsächlich die eigene Aufklärung. Und was für einen Spott.

Mit sehr freundlichen Grüßen (an den verehrten Herrn Landvoigt)

Und Francis Bacon sah die Dinge wohl auch durch eine geschönte Brille. Hoffentlich war die nicht rosa. Die Wissenschaft ist (auch und vor allem) ein eitles Geschäft, bei dem es sehr viel Geld zu verdienen gibt. Richtig Kohle.

Der Atheismus postuliert: niemand muss mehr edel sein (wollen).

21
Pater Rolf Hermann Lingen

"Sind Sie Nutzer von WIKIPEDIA?" Zeitweilig war ich sogar ein Thema bei Lügipedia, sowohl bei dem Artikel "Rolf Hermann Lingen" als auch bei der (Bearbeitungs-, Lösch-, Wiedereintragungs-, Endgültig-Lösch-) Diskussion. Eine von den zahlreichen Artikel-Versionen ist momentan noch bei pluspedia zu finden. Lt. WP war ich "Tänzer bei den Chippendales" (lässt sich natürlich nicht leicht falsifizieren, ist aber auch gelogen) und bin kastriert (lässt sich falsifizieren). Im WP-"Sedisvakantismus"-Artikel wird momentan immerhin noch mein Name erwähnt.
WP ist - wie allgemein die Lügenpresse, die Politik, die Justiz etc. - ein Abbild unserer Gesellschaft. Unterm Strich setzt sich dort das durch, was die Mächtigen wollen. Das habe ich bei meinem Artikel gesehen: Als ich einige der zahlreichen Lügen und Verleumdungen korrigiert hatte, war kurze Zeit später alles wieder auf die Lügenkanonade zurückgesetzt. Gleichzeitig gilt aber auch: WP - und die gesamte Lügenpresse - kann das Denken nicht ersetzen. Trau, schau, wem. Und vielem Unrat in WP kann man bereits mit gesundem Menschenverstand auf die Schliche kommen. Das wichtigste bei WP bleiben die Fußnoten: Wer steckt hinter den Behauptungen des Wikipedia-Artikels, und wie werden diese Behauptungen begründet? Ist man bereit, WP kritisch zu rezipieren, kann man aus WP ggf. einen gewissen Nutzen ziehen.

22
Dr. Horst Brandenburg

Wikipedia ist so wunderbar schizophren, sie schießen sich in die eigenen Füße. Ich kann Ihren Artikel nur bestätigen. Aber vor kurzem suchte ich bei Wikip. Material für einen Klimavortrag und siehe da, ein kleiner Auszug aus der Erdgeschichte:
Kambrium Temp. +7 Grad gegen heute, CO2 4500 ppm
Devon +6 Grad CO2 2200 ppm
Karbon +/- o Grad CO2 800 ppm
Trias + 2,5 Grad CO2 1750 ppm
Kreide + 8,5 Grad CO2 1700 ppm

Man sieht also, der Schelnhubersche Kippunkt war den Dinos augesprochen sympathisch und in den nachfolgenden Eiszeiten wären die Potsdamer unter einer dicken Eisschicht begraben worden.

23
Martin Landvoigt

Zur Ehrenrettung von Wikipedia ist folgendes zu sagen: Auch wenn einige Artikel klar manipulative Meinungsmache sind, und damit genau wie oben genannt zu kritisieren sind, ist doch die überwältigende Mehrzahl der Artikel äußerst informativ und von hervorragender Qualität. Meist gut belegt ermöglichen sie einen wertvollen Einstieg in das Thema. Auch wenn Wikipedia in den wissenschaftlichen Zitation meist unerwünscht ist, so wird es dennoch häufig gelesen, ggf. um sich dann der zitierten Quellen zu bedienen.

Ein unkritisches Lesen von Wikipedia empfiehlt sich genau so wenig, wie das Lesen einer anderen Quelle. Dass vor allem in politisch aufgeladenen Themen keine Objektivität zu erwarten ist, sollte klar sein.

Demgegenüber finden sich in den wissenschaftlichen Artikeln meist kompakte, aber umfassende gut verständliche Darstellungen, die den positiven Ruf von Wikipedia begründen. Vieles, was man hier findet, übertrifft oft hinsichtlich der Qualität das Wissen vieler Experten, und die es gerne sein wollen.

Auch wenn Wikipedia als Quelle sicher keine ihr eigene Autorität beanspruchen kann, so ist es doch eine weitgehend wertvolle Quelle des Wissen ... vor allem, wenn man sie kritisch nutzt. Eine Pauschalkritik an Wikipedia schüttet das Kind mit dem Bade aus. Es sollten lediglich qualitativ minderwertige Artikel - die es leider auch gibt - an den Pranger gestellt werden.

Nahezu jede andere Quelle im Netz leidet mehr oder minder unter dem gleichen Grundproblem. Auch wenn man den Namen des Verfassers kennt, hilft das der Beurteilung wenig. Auch wissenschaftliche Journale, Institutspublikationen mit Peer-Review garantieren keine Bias-Freiheit und Fehlerlosigkeit. Die EIKE-Artikel sind auch von recht unterschiedlicher Qualität.

Wer aber meint, dass Wikipedia Lehrbuchwissen nicht ersetzen kann, hat sicher akademischen Segen, nicht aber eine praktikablen Beitrag geliefert. Denn zum Einen ist die Verfügbarkeit von aktuellen Lehrbüchern sehr aufwendig, zum Anderen in spezifischen Fachfragen oft dünn und schnell veraltet. In der Folge fallen bei Ablehnung von Wikipedia und anderer Quellen im WWW praktisch nur die Uninformiertheit heraus, da sich erforderliches Wissen selbst bei gutem Zugang zu Universitätsbibliotheken nur um Zehnerpotenzen langsamer beschaffen lässt.

24

Wikipedia kann weder ein Fachwissen noch ein Fachbuch ersetzen. Somit dient Wikipedia nur dazu sich oberflächlich zu informieren. Diese Information ist aber immer mit Wissen aus der Fachwelt abzugleich und Wikipdia sollte deshalb NIE als alleinige "Wissens-Informationsquelle" dienen. Erst mehrer alternative Informationen bringen ein der Realität entsprechendes Gesamtbild zu Tage.
Ich kann z.b. auch mit der Beschränkung des Klima nichts anfangen. Für mich ist das Klima auf der Erde nicht in 30 Jahre Abschnitte zu packen. Wer dies macht, der verliert die Zusammenhänge aus den Augen und versteht noch weniger vom Erdklima.
Wer ein Menschenleben zum Maßstab von Veränderung nimmt, der kann gar nichts verstehen.
30, 100, 1000 oder 10.000 Jahre sind überhaupt nichts....bei einer bis dato 4,5 Millarden alten Erd- Klimageschichte.