Fette Eisbären: Population der Svalbard Eisbären ist in den letzten 11 Jahren um 42% gestiegen.

Susan J. Crockford (*)
Die Ergebnisse der Barentssee Populationsuntersuchung von diesem Herbst wurden vom Norwegischen Polarinstitut freigegeben und sie sind phänomenal: Trotz einiger Jahre mit schlechten Eisbedingungen, gibt es um Svalbard jetzt mehr Bären (~ 975) als noch im Jahr 2004 (~ 685) (ein Anstieg von 42%) und die Bären waren in gutem Zustand.


Denkwürdig ist, dass in einem Bericht vom September, direkt nach der Zählung, der Biologe Jon Aars berichtete, sie sind in "ausgezeichneter" Verfassung, einige von ihnen "so fett wie Schweine." Ich glaube, "gut" ist das gleiche wie "hervorragend".

Im russischen Teil der Barentssee wurden Bären in diesem Jahr nicht gezählt, weil die Russen es nicht erlauben würden; die bisherige Gesamtzahl von 2004, war 2650 (Bereich ~ 1.900 bis 3.600) für die gesamte Region.

 

In der Karte (mit freundlicher Genehmigung der IUCN Polar Bear Specialist Group) ist der Svalbard-Archipel auf der linken Seite (norwegisches Hoheitsgebiet) und den Inselgruppen von Franz Josef Land und  Novaya Zemlya auf der rechten Seite (russisches Territorium).

Merkwürdig ist, dass die Kommentare des leitenden Forschers Jon Aars gegenüber einer norwegischen Zeitung (in Englisch), die dieses gestern verbreitet hat ("Eisbären kommen zurück"), viel positiver waren als die in der Pressemitteilung (wahrscheinlich liegt das daran, was westliche Medien sehen wollen).

Hier, was Aars in der Pressemitteilung erklärte (pdf hier):

Ein Anstieg der Population kam nicht als große Überraschung¸ da die Populationszahlen zuvor niedrig gewesen waren, aufgrund der Tatsache, dass diese Bären bis vor 40 Jahren gejagt wurden, ergänzte Dr. Aars."

 [Außer dass Eisbären Spezialisten gesagt haben, das die Population fast sicher nur wegen der Meereisbedingungen zurückgegangen waren, doch trotz der schlechten Bedingungen in den letzten Jahren, machen sich die Bären besser als je zuvor]

Aber hier ist das, was lokale Reporter (NTB: Nachrichten in Englisch aus Norwegen) am 23. Dezember 2015 veröffentlicht haben, die ihn für ein Interview kontaktierten:

"Forscher vom Norsk Polarinstitutt in Tromsø haben ihre erste Zählung von Arten seit 2004 in Bezug auf die Eisbärenpopulation auf Spitzbergen und im norwegischen Teil der Barentssee durchgeführt. "Die Population hat zugenommen", so Projektleiter Jon Aars des Polarinstituts gegenüber NTB. "Die norwegische Eisbärenpopulation wird nun auf rund 975 Bären gerechnet, im Vergleich zu 685 vor 11 Jahren."

Aars betonte, dass es eine gewisse Toleranz in den Zahlen gibt, aber er glaubt, dass die Forscher die notwendige Grundlage haben zu behaupten, dass es eine Zunahme der Gesamtzahl gibt.

Er sagte auch, die Eisbären die gesichtet und gezählt wurden waren in "guter Form." Er sagte das Eis "kam früh im Herbst 2014 und dauerte eine lange Zeit." Das bedeutet eine Menge für die Bären, stellte er fest.

Die Eisverhältnisse in der Barents waren in den meisten Jahren seit 2000 schwach gewesen und Forscher waren sehr besorgt über den Zustand der Eisbär Population. "Es ist positiv zu sehen, dass die Eisbären mit diesen Bedingungen gut zurechtkamen, die für einige Jahre noch schlimmer hätten kommen können", sagte Aars NTB. 

[Hervorhebung durch WUWT]

Also noch einmal, ungeachtet der jüngsten Rückgänge in Sommer-Meereseis, bestehen die Eisbär-Spezialisten in ihrem Gutachten darauf, dass dieses den Eisbären zum Verhängnis ist, aber den Bären geht es gut. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, was das bedeutet.

Der Beweis ist jetzt sehr stark, dass die jüngsten Rückgänge in der Meereseisbedeckung im Sommer / Herbst wenig bis gar keine negativen Auswirkungen auf die Eisbärenpopulationen haben: Die wirkliche Bedrohung für Eisbären ist dickes Eis im Frühjahr (Crockford 2015).

Referenzen

Crockford, S.J. 2015. “The Arctic Fallacy: sea ice stability and the polar bear.” GWPF Briefing 16. The Global Warming Policy Foundation, London. Pdf hier.

["Der Arktis Irrtum:. Meereis Stabilität und der Eisbär"]

Erschienen auf WUWT am 23.Dezember 2015

Gast Essay von Dr. Susan J. Crockford von polarbearscience.com

Übersetzt durch Andreas Demmig

More scientific evidence that polar bears are doing just fine – a <strike>30</strike> 42% increase in population with some of them “as fat as pigs.”

* Anmerkung der Redaktion:

Frau Prof. Crockford war für die 9. IKEK als Referentin vorgesehen, und hatte dann kurzfristig ohne nähere Angaben abgesagt. Wir vermuten, dass sie aufgrund ihrer veröffentlichten Ergebnisse Schwierigkeiten mit ihrem (öffentlichen) Arbeitgeber vermeiden wollte.

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5 Kommentare

  1. Der einzige Grund, wie die Population gegenwärtig rückgängig verlaufen kann, ist eine Überpopulation. Diese Situation entsteht immer, wenn ein Überangebot entsteht, beziehungsweise die Lebensbedingungen sehr gut sind. Sobald das Angebot abnimmt, kann es zu einer Reduzierung der Population, Mangelerscheinungen, oder zu einer Mutation der Tiere kommen. Aber da sich der Bestand der Eisbären eher von der damaligen Massenjagd erholt, erscheinen diese Probleme surreal. Und sind wir doch mal ehrlich: innerhalb eines Zeitfensters von wenigen Jahrzehnten sind wir nicht in der Lage die Anpassungsfähigkeit der Eisbären zu bestimmen. Haben wir überhaupt schon mal in den letzten Jahrhunderten erlebt, wie Eisbären mit einer Veränderung ihres Lebensraumes umgehen? Was wir dagegen in Echtzeit untersuchen können, wie ein Massensterben eintritt, wenn man zum Beispiel über 65 Prozent des brasilianischen Waldes abholzt und verbrennt. Interessanterweise kümmert dies jedoch niemanden. „Wir brauchen eindeutig mehr weniger bekannte Tiere, und viel mehr von stark unterernährten Menschen aus Entwicklungsländern, im Zoo.“ Findet sich das Opfer nicht im Zoo, gibt es nun mal keine Opfer! Oder haben sie schon einmal erlebt, dass sich jemand für einen mehrere tausend Quadratkilometer großen Urwald interessiert, wenn sich keiner im Zoo befindet?

    Gedanklich tut ein natürliches Sterben einigen weh, praktisch gibt es diese Situation eines zu geringen Angebots aber auch in manchen Ländern Afrikas und anderorts. Dort sind die Menschen noch erheblich abgemagerter, als wenige Eisbären. Aus eigener Erfahrung, kann ich berichten, dass es nur wenige Wochen bis Monate braucht, bis man 12 Kg an Gewicht verloren hat. Dies passiert neben medizinischen Gründen, auch, wenn das Angebot zu niedrig ist. In Afrika ist es aber etwas anders als wie beim Eisbär. In diesen Ländern hat man – für europäische Verhältnisse – überdurchschnittlich Kinder, um einen Verlust zu kompensieren, und weil es, neben weiteren Gründen, um den Erhalt einer gesicherten Versorgung im höheren Alter geht. Durch die bessere medizinische Versorgung überleben nun aber erheblich mehr Kinder und Jugendlich, wodurch bei der Beibehaltung des alten Systems eine Überpopulation entsteht und folglich mehr mit einem Hungerleiden leben müssen. Hinzu kommen aber immer wieder auch Dürren, Kriege und vieles mehr. Man kann mit Recht behaupten, dass diese Menschen es gegenwärtig erheblich schwerer haben als Eisbären; und Tiere aus den tropischen Urwäldern noch schlechter als die verarmten Länder. Aber dies ist im Grunde auch egal, denn irgendwo muss schließlich auch Zuckerrohr und günstiges Palmöl für Bioethanol, Süßigkeiten, Kosmetika, Duschgels, und vielem mehr, angebaut werden.

    Im Ergebnis muss man ganz klar sagen, dass die Population der Eisbären auch zurück gehen kann, wenn das Angebot nicht variiert. So ist das eben mit dem Teil: am Ende hat zwar jeder etwas, aber nicht genügend. Und was passiert, wenn das Angebot dasselbe ist, aber den Ort um einige Kilometer versetzt hat – dann muss der Eisbär erstmal Suchen.

    Abgemagerte Eisbären werden besonders immer wieder in deutschen Medien heranzogen, um zu beweisen, dass das Chaos ausbricht. Wenn die Mutter dann auch noch Milch produziert, aber kein Junges da ist, ist die Propaganda perfekt. Aber wer behauptete, dass das Junge gesund war??? Wenn sie sich Fragen, was Hunde wie auch Eisbären mit Toten oder sehr kranken Kindern machen: sie werden getötet, wenn sie es noch nicht sind, und folglich verzehrt. Wenn nun keines der Jungen überlebensfähig war, oder wegen eines Unfalls verloren wurde, dann sollte es nachvollziehbar sein, dass die Mutter weiterhin in sich Milch trägt, aber niemanden mehr zu versorgen hat.

    (Diese beschriebene Szene wurde in der Sendung „Der Klima-Lügen-Check“ von Prof. Dr. Harald Lesch herangezogen, ohne die Hintergründe zu kennen. Das Video wurde jedoch mittlerweile gelöscht, da die Menge an Fakten in den Kommentaren womöglich etwas zu viel waren. Ich werde mich bemühen, beim nächsten mal zurückhalternder zu sein.)

    „Also noch einmal, ungeachtet der jüngsten Rückgänge in Sommer-Meereseis, bestehen die Eisbär-Spezialisten in ihrem Gutachten darauf, dass dieses den Eisbären zum Verhängnis ist, aber den Bären geht es gut. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, was das bedeutet.“

    Was es bedeutet? Wir wissen nichts darüber, wie sie sich anpassen werden und wie sie handeln werden, wenn bestimmte Nahrungsquellen versiegen. Soweit ich weiß, sind Eisbären weitestgehend Allesfresser (ähnlich eines Hundes) und sollten sich daher sehr gut anpassen können.

    „Wenn eines stirbt, dann ist es der Verstand des Menschen; und somit die Unfähigkeit, in der Welt der Eigenständigkeit, zu überleben. Aber die Eisbären werden weiterhin denken und kämpfen – folglich auch eher als ein Mensch überleben, der versuchte zu denken.“

    Waassss? Das habe ich nicht geschrieben! Wirklich!

  2. Ich denke das liegt am Klimawandel!

    Fragen Sie Herrn Latif und und Herrn Rahmstorf.

    Die Eisbären haben sich schon mal spontan vermehrt, weil bis Ende des Jahrhunderts die Temperaturzunahme auf 1,5°C begrenzt wird.

    Versprochen

  3. Das mit den durch Eismangel aussterbenden Eisbären habe ich schon von Anfang an als Quatsch angesehen. Als die Arktis vor rund 1000 Jahren zur MWP immer wieder eisfrei war, ist er doch auch nicht ausgestorben.

    Aber es ist immer schön, wenn man seine Meinung bestätigt findet.

    Chris Frey

  4. Möglicherweise würde den Eisbären schon helfen, wenn sie nicht ständig von Naturschützern von Heli aus gejagt und betäubt würden.

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