Die Klimafrage des Jahres

Donna Laframboise
Warum feiern wir nicht das Pariser Klimaabkommen? Wo sind die Jubelschreie und die Dankbarkeit – das Tanzen in den Straßen und das Feuerwerk?


Der Satiriker Rex Murphy hat in der Wochenendausgabe der Kanadischen Zeitung National Post eine Kolumne geschrieben. In der Schlagzeile stellt er die wichtigste Klimafrage des Jahres 2015:

Warum also feiern wir nicht die Rettung des Planeten?

Vor einer Woche haben die globalen Führer und UN-Funktionäre triumphal verkündet, dass die Klimakatastrophe abgewendet ist. Al Gore zufolge wird des 12. Dezember 2015 von unseren Enkelkindern als ein Wendepunkt der Geschichte gedacht.

Warum also tanzen wir nicht in den Straßen von New Delhi bis nach New York, von Auckland bis Berlin? Warum streuen wir nicht Blütenblätter von Rosen vor die Füße unserer Retter – diejenigen, die vor Stolz über ihre eigene Weisheit platzen?

Der ganze Artikel bei India.com steht hier.

Murphy sagt:

Es ist etwas Wunderbares, die Welt zu retten. Buchstäblich die ganze Welt zu retten. Es passiert sicherlich nicht jeden Tag. Angesichts dessen, dass wir gerade Zeuge eines seltenen, sogar einmaligen Ereignisses in Paris geworden sind, mutet es sehr seltsam an, wie wenig Jubel die Rettung unseres Planeten ausgelöst hat. Die Milliarden, die dem Untergang entkommen sind, scheinen unheimlich desinteressiert zu sein.

Pech, dass Murphy abschätzige Bemerkungen über den jüngsten Star Wars-Film gemacht hat. Jetzt sind schließlich Ferien, eine Zeit für uns alle, um zur Besinnung zu kommen. Aber sein größerer Punkt ist: Die Veröffentlichung eines Science-Fiction-Films hat erheblich spontanere und enthusiastischere öffentliche Feierstimmung ausgelöst als das Pariser Klimaabkommen.

Am Mittwoch sind Tausende in London zusammengekommen, um das Rote-Teppich-Ereignis um die Europäische Premiere des Films The Force Awakens zu erleben. Genauso hoch war der Enthusiasmus in Sydney. Am Freitag strömten kostümierte Fans zu den ersten Vorführungen in Tokio, während Tausende weitere kostümierte Fans in Los Angeles, San Diego, San Francisco und Seattle auftauchten, um einer Pseudo-Schlacht mit Lichtschwertern beizuwohnen.

Noch einmal Murphy:

Aber nach den Meldungen, dass unser geliebter grüner Planet vom Rand des Abgrundes zurückgeholt worden ist, dass die großen Städte der Welt vor Überflutung und Zerstörung bewahrt worden sind, ist das Fehlen jeglicher Feierlichkeiten und die lustlose, flache Routine-Reaktion der Weltbevölkerung ein Mysterium. Ich habe viel mehr Menschen sich über ein Schinkensandwich freuen sehen. Komisch, nicht?

Er zeigt, dass normale Leute entweder nicht glauben, dass es eine echte Klimagefahr gibt, oder dass sie daran zweifeln, dass das Pariser Abkommen das Problem gelöst hat. Alternativ und wahrscheinlicher ist ihm zufolge, dass die meisten Menschen genug zu tun haben mit den Problemen vor ihrer Haustür. Hier in Kanada, wo eine Ölindustrie, die Familien ernährt, Löhne zahlt und landesweite soziale Programme finanziert, infolge der abstürzenden Preise und der Gegnerschaft der Politik kollabiert. Menschen, die sich verzweifelt Sorgen über die nächsten sechs Monate machen, haben Schwierigkeiten, über eine Krise zu fabulieren, zu der es in 100 Jahren kommen soll.

Hochnäsige Politiker stellen sich vor, dass das Pariser Abkommen eine Rolle spielt. Wo also sind die organisierten Jubelfeiern und das Feuerwerk, um die monumentale Errungenschaft aus Paris zu feiern? Tief in ihrem Inneren scheinen sogar sie selbst zu glauben, dass alles albernes Geschwätz ist.

Grüne Lobbyisten und Regierungs-Bürokraten, deren Jobs von der Klimaangst abhängig sind; Akademiker, die zum Thema Klima forschen; und Umweltaktivisten, die sich als Journalisten ausgeben – alle glauben, dass das, was vor einigen Tagen in Paris passiert ist, schrecklich wichtig ist. Das sind die Seilschaften, die den Klima-Ball am Rollen halten. Das sind die persönlichen Interessen, die es uns anderen schwierig machen, uns mittelfristig von der Klima-Besessenheit zu befreien. Reichen Sie Schecks ein und geben Sie Ihre Selbstachtung auf.

Aber alle verfügbaren Beweise zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Öffentlichkeit abgeschaltet hat. Klimawandel sorgt nicht für Stimmengewinne. Es ist eine teure Ablenkung von wirklichen Problemen in der realen Welt.

Link: http://nofrakkingconsensus.com/2015/12/20/climate-question-of-the-year/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. @Admin, nein eben nicht
    alles was den Champagner ausmacht enthält organische Verbindungen.
    Organische Verbindungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie Kohlenstoff enthalten.
    Letztendlich bleiben nur anorganische Bestandteile(Mineralien) übrig.

  2. „decarbonisierter Champagner“, das beschreibt vortrefflich den Ökowahnsinn.

    letztendlich ist decarbonisierter Champagner nichts weiter als mineralhaltiges stilles Wasser(aka Gänsewein).

  3. @ #2 F. Endres

    „selbstverständlich decarbonisiert :-)“

    Nein, das ist doch gutes CO2, rein biologisch erzeugt. Bio-CO2 verursacht keinen Treibhauseffekt. Fragen Sie Herrn Schellnhuber. Der weiß das ganz genau.

  4. Och,bei den Grünen und ihren Gefolgsleuten werden bestimmt jeden Tag die Champagnerflaschen geöffnet, selbstverständlich decarbonisiert 🙂

  5. Was seit einigen Jahren als „Qualitätsjournalismus“ bezeichnet wird, wurde vom Journalisten Peter Scholl-Latour nur als „Massenverblödung“ abgetan. Ein besseres Wort würde mir auch nicht einfallen für eine solche realitätsfremde Berichterstattung.

    Viele Journalisten und Politiker in unseren Breiten glauben ihre eigene Fantasiewelt. Realität wäre ein böses Erwachen, also machen die weiter bis…. zum Endsieg (leider auch nur ein Traum)

    Wer glaubt denn noch diesen Klimaquatsch? Immer weniger Menschen klaren Verstandes. Was jetzt noch aktiv ist in der Gesellschaft als „Klimaschützer“ ist nix anderes als ein ökologischer Volkssturm…

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