Paris COP 21: Auf den Terror folgt Prostitution

COP 21 Teilnehmer als Prostituierte? Bild © fotolia, oneinchpunch

von Wolfgang Prabel
Es gibt viele faktische Gründe, warum aus der Pariser Klimakonferenz nichts vernünftiges werden wird. Neben der Irrelevanz von CO2 für das Klima wird auch das liebe Geld eine bremsende Rolle spielen.


Paris wurde von einer Terrorwelle erfaßt, die einem noch im Rückblick das Blut in den Adern gefrieren läßt. Ab Ende November wird die Franzosenhauptstadt nun – zurückhaltend ausgedrückt – zum Ort politischer Prostitution. Eine sogenannte Klimakonferenz ist eingeladen, wo Delegierte aus nicht so reichen Ländern schamlos mit Geld geködert werden sollen, um Zustimmung zu erzielen.

Es gibt viele faktische Gründe, warum aus der Pariser Klimakonferenz nichts vernünftiges werden wird. Neben der Irrelevanz von CO2 für das Klima wird auch das liebe Geld eine bremsende Rolle spielen. Die Klimahysteriker wollen die Zustimmung der Konferenzteilnehmer zu einem CO2-Reduktionspakt quasi einkaufen. Kernpunkt der Versprechungen der Klimafanatiker um Obama und Merkel an die Dritte Welt ist deshalb ein Klimafonds, der mit 100 Milliarden $ ausgestattet werden soll, und aus dem sich die Führer der Entwicklungsländer bedienen können. Es soll alles laufen wie bei der Vergabe einer Fußballweltmeisterschaft.

Und das obwohl das Problem der Kurruption und Vetternwirtschaft bekannt ist. Sicher ist es auch eine gute Frage wie viele Konferenzteilnehmer den Konsenz schon auf der Konferenz verweigern oder nationale Extrawürste braten. Zum Beispiel das "Privileg" weiter Kohle zu verfeuern. Viel entscheidender ist jedoch die Frage, ob dieser Fonds in der versprochenen Höhe von den Vereinigten Staaten, Deutschland und dem Rest der wohlhabenden Welt gespeist werden wird.

Am Willen von Barack Obama und Angela Merkel wird es nicht liegen. Sie sind bereit jeweils auch am Parlament vorbei die entsprechenden Geldsäcke zu öffnen. Der amerikanische Senat und das Abgeordnetenhaus können Obama jedoch jedes Jahr erneut ärgern, indem sie seinen Haushalt nicht durchwinken.  Die Republikaner haben in beiden Kammern die Mehrheit. Sie haben angekündigt, den Haushalt zu blockieren, wenn Obama den Klimafonds eigenmächtig auffüllt.

Angela Merkel wird 2016 in schweres haushaltspolitisches Wasser geraten, wenn nicht sogar in einen fiskalischen Sturm. Denn die Asylbewerber werden in der eingetroffenen Menge richtig Geld kosten. Experten rechnen mit bis zu 10 % des deutschen Steueraufkommens. Da werden die Spielräume eng. Meine Prognose: Mitte 2016 beginnen in Deutschland ernste Verteilungskämpfe zwischen Bund, Ländern, Kommunen, NGO´s, Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, der am Staatstropf hängenden zusammengekauften „Zivilgesellschaft“ und den steuerzahlenden Bürgern. Da wird manches auf der Strecke bleiben. Der Geldtransporter mit den Klimageldern wird bildlich gesprochen im deutschen Asylsumpf steckenbleiben.

Die afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Lebemänner sollten ihre Erwartungen von vorn herein im Zaume halten. Weil sich die Summe von 100 Milliarden $ nach viel anhört, in Wirklichkeit jedoch nicht annähernd zusammengebracht werden kann.

100 Milliarden $, das ist weltweit nur das vierfache von dem was das winzig kleine Deutschland 2014 für die Ökostromsubventionierung ausgegeben hat. Bis 2020 sollen die deutschen Subventionen auf 30 Milliarden € anwachsen, wie Daniel Wetzel am 14.11.2014 in der WELT schrieb. Und die ganze Welt soll dann also mit dem Betrag des dreifachen deutschen Subventionskuchens vor dem vermeintlichen finalen Hitzschlag gerettet werden. Auch beim dritten Versuch wird die Welt nicht am deutschen Wesen genesen. 

Um die ganze Fragwürdigkeit des Klimafonds aufzudecken benötigt es nur die Grundrechenarten plus und minus und ein Verständnis von Größenordnungen. Man erkennt schnell, daß es sich um Symbolpolitik handeln muß.  Da weben ein paar Fanatiker an des Kaisers neuen Kleidern, auf den Webstühlen der „Klimaretter“ befinden sich allenfalls Spinnennetze. Die Führer der Welt werden auf der Pariser Konferenz vor diesen leeren Webstühlen stehen und die schönen Stoffe bewundern, die sie nicht sehen können. 

Nur über die Speisung des Fonds, den es ja schon ein Jahr gibt, wird international hinter vorgehaltener Hand abgelästert. Die Schweiz hat beispielsweise Jahresbeiträge von 30 Millionen SFR angeboten. Ja, sie haben richtig gelesen: Nicht 30 Milliarden, sondern 30 Millionen. Und auch nur für drei Jahre. Wenn alle Länder diesen gedämpften Eifer entwickeln, muß Angela Merkel zum lieben Gott beten, daß weltweit jährlich wenigstens 10 Milliarden zusammenkommen.

Die Delegationen aus der Dritten Welt sollten sich realistische Vorstellungen von den finanziellen Möglichkeiten machen, bevor sie in Paris anreisen und sich vor durchgedrehten Fanatikern für ein paar Silberlinge prostituieren

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6 Kommentar(e)

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Die 100 Milliarden sind nicht einmalig - die Verpflichtung gilt PRO JAHR!

P.S.: @Katrin Meinhardt, es gibt noch weitere URL-Verkürzer außer TinyURL:
https://bitly.com/
https://goo.gl/
und "noch ein paar weitere": http://longurl.org/services

2

Die sogenannten „Klima-Aktivisten“ haben das gleiche Problem wie die „Klima-Politiker“ sie sind auf dem „Klima-Tripp“.
Sie gehen auf dem „Klima-Strich“ anschaffen, und das nicht erst in Paris, sondern professionell als dominante Fachfrauen und scheinheilige Klima-Zuhälter

3

Man stelle sich vor , die Firma , kurz UNO genannt, hätte 4000000 $ Schulden, die unaufhaltsam um 3% jährlich stiegen. Bei 6000000 wäre Pleite angesagt!
Bei der eilig einberufenen Vorstandssitzung der UNO Corp.in Paris, meldet sich die Ressortleiterin der Tochterfirma BRD GmbH&CoKG,Frau Dr.Phil. Hendricks, und erklärt voller Stolz, durch Stillegung der defizitären Braunkohleverstromung eine Vorreiterrolle beim Schuldenabbau übernehmen zu wollen.
Mit 0,06$ oder in Worten, sechs Cent wäre sie dabei!
Natürlich nicht sofort, schließlich sei die Energierzeugung ja nur zu ~10% an dem 0,00005% Schuldenanstiegsanteil der BRD GmbH&CoKG schuld, aber man wolle eben tatkräftig vorangehen!
Wie würde man so etwas in der Realität nennen?
Satire? Witz? Irrsinn?
Weit gefehlt! In der Realität nennt man das "Klimaschutz" und verkauft es teuer als Umweltschutz!

4

Und nicht zu vergessen ist, dass man in Frankreich ist und die Franzosen als Gastgeber ihre CO2 freie Kernkraft präsentieren werden und damit ins Spiel bringen werden.
Und Deutschland wird mal wieder von Frankreich gezeigt bekommen, wer der wahre "Co2-Klima" Führer in Europa ist. Das gleiche Spiel haben die Franzosen nämlich schon beim Euro (Maastricher Vertragsbruch, ESM und jetzt Banken Union) abgezogen und auch bei der Asyl- und Terrorbekämpfung (die Sicherheit in Europa und für Europa zu gewähren) hat Frankreich die Führungsrolle übernommen.
Die Grün-Sozialistischen Merkel Regierung wird Schritt für Schritt zerlegt und die Deutschen Medien schreiben immer noch das Hohelied einer Macht Kanzlerin Merkel die eigentlich immer nur eine Scheinmacht hatte bzw. war. Ein Spielball der Weltpolitik eben. Ein Spielball dem man schmeichelt und in den Himmel lobt um ihn besser ausbeuten und kontrollieren zu können. Merkel als Marionette der wirklich Mächtigen in dieser Welt und dies auf Kosten der deutschen Volks- und Sozialgesellschaft.

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Katrin Meinhardt

Eben zum Weinen und zum Lachen. Auf hr-info. Die Ankündigung erfolgt so:

Hartmut Graßl, Deutschlands dienstältester Klimaforscher

Er ist Mahner, Aufklärer - und vor allem Optimist: Professor Hartmut Graßl. Er hat in den letzten 30 Jahren sehr genau beobachtet, wie langsam und schwierig der Weg zu Klimaschutzabkommen und verbindlichen Zielen ist. Dennoch blickt er jetzt optimistisch auf den Pariser Klimagipfel.

Auf dem Weltklimagipfel, der am Montag in Paris beginnt, ist die entscheidende Frage, ob sich die Staaten auf die Zwei-Grad Marke in Sachen Klimaerwärmung einigen können. Weshalb Graßl dem optimistisch entgegenblickt, erzählt er in "Das Interview".

DISCLAIMER: hr-info ist keine hochqualitativ unabhängige Informationsquelle. Die Akteure zeichnen sich durch ständige Propaganda, Unfairness, Benachteiligung, und oft bewußte Falschinformationen, und Abhängigkeiten aus. Indoktrination (pur), halt. Ich hätte die meisten sofort entlassen, seit langer Zeit. Leider habe ich in der Bude nicht das sagen.

Für die Kenner der Materie lohnt sich das Interview nicht. Es ist der Albtraum. Es bedarf immer zweier Betrüger. Einem Sprecher und einem, dem gierigen Zuhörer, der glauben will, was der Sprecher da erzählt. Es ist grausam. Diese Wohlstandselite will unbedingt (um seinen Reichtum) betrogen werden.

Das Interview enthält alle gängigen Vorurteile. Malediven. Wir müssen denen Geld zahlen, weil wir das alles verursacht haben müssen. 2-Grad-Ziel. Das Klima läßt sich sehr wohl zähmen. Das Klima gehorcht der Wissenschaft. Et cetera. Und so weiter.

Der Mann ist aufgeklärt worden. Der Radio-Moderator auch. Und der nimmt alles für bare Münze, der Moderator und wohl auch sehr viele Zuhörer.

Seit 30 Jahren darf der Kerl sich Professor nennen. Na, ich tät gerne wissen, wer dessen Doktorvater sein wollte. Irre, diese Elfenbeintürme.

Im Moment geht tinyurl nicht. Wer trotzdem will, Suchmaschine anwerfen: hr-info Hartmut Graßl Klimaforscher

Der Graßl spricht über das Klima, als ob es Legobausteine wären und alles so sicher wäre, und nicht der geringste Zweifel angebracht. Hochgefährlich der Mann. Das Publikum ist jedoch noch viel schlimmer. Es wäre so einfach, all diese Graßls zum Teufel zu schicken. Man zögert jedoch. Und das ist das eigentlich interessante daran.

6

Welch eine schöne Beschreibung,
ein Vergleich der mich an das Kontanzer Konzil erinnert:
Göttlicher Sündenpfuhl
Drei Päpste sind zu viel, aus diesem Grund fand 1414 das Konstanzer Konzil statt. Es dauerte vier Jahre, 70 000 Besucher und 800 Huren kamen in die 7000-Einwohner-Stadt, die Geschäfte florierten und der Reformator Jan Hus endete auf dem Scheiterhaufen. http://tinyurl.com/hubf9lu
PS: nicht erschrecken, das ist auf der SZ zu lesen.