Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2

von Helmut Kuntz
Vorab: nirgendwo, außer in Computersimulationen

Nachspann zum Teil 1
Im Teil 1 dieser kleinen Artikelreihe Die Malediven [8] wurde der überall beschworene „Klimawandel-Untergang“ der Inselgruppe der Malediven analysiert und wirklich keinerlei Beleg dafür gefunden, dass diese wegen eines steigenden Meeresspiegels untergehen würden.
Stattdessen wurde festgestellt, dass der frühere Präsident der Malediven, Herr Mohammed Nasheed, den angeblich bevorstehenden Untergang als eine mit Betrug bezeichenbaren Medienkampagne publizierte, was ihm der damalige Leiter der Sealevel-Untersuchungskommission von der Universität Stockholm in einem offenen Brief [9] auch vorwarf.


Das stört aber niemanden. Selbst aktuell, wo dieser offensichtliche Betrug allgemein bekannt ist, werden die falschen Angaben immer neu publiziert:

Auf der Bundesregierungs-Homepage findet man unter „Malediven“ einen Eintrag vom 5. März 2015 (Hervorhebung durch den Autor):

Jeder Zentimeter zählt

Niue, Teile der Solomonen und Papua-Neuguineas sind stark gefährdet. Das steigende Wasser des Ozeans droht, sie zu überfluten. Das gilt auch für Atolle wie die Malediven (269.000 Einwohner), die Marshall-Inseln (58.000 Einwohner) und Tuvalu (9.000 Einwohner).

Die Anfrage des Autors an die Bundesregierung zu den Beleg-Daten wurde (bisher) nicht beantwortet. 

Weiter gibt es dazu einen Klima-Propagandafilm. Dieser wurde in der Heimatstadt des Autors von einer „Weltrettungs-Agenda-Gruppe“, zu denen neben anderen die Stadt (als Unterstützer), der BUND, das Evangelische Bildungswerk und als Sponsoren Biofirmen gehören, Anfang November mit der folgenden Vorankündigung (Quelle: Programmvorschau Evangelisches Bildungswerk) gezeigt 

The Island President

Als Mohamed Nasheed Präsident der Malediven wird, bringt er nach über 30 Jahren die Demokratie in sein Land.

Doch er wird mit einer noch größeren Herausforderung konfrontiert: dem Klimawandel. Die Malediven sind eines der tiefst liegenden Länder der Erde. Bereits ein geringer Anstieg des Meeresspiegels würde die Inselgruppe unbewohnbar machen. Jon Shenk begleitet den Präsidenten in seinem ersten Jahr im Amt und auf den Klimagipfel 2009 in Kopenhagen. Dort legt Nasheed ungewöhnlich ehrlich seine Strategien offen, nutzt die Außenseiterrolle der Malediven und die Macht der Medien. Ein Präsident, der um das Überleben seines Landes und Volkes kämpft und dabei zur führenden Stimme für den Kampf gegen den Klimawandel wird.

Dokumentarfilm, USA 2011, 101 min, Regie: Jon Shenk, OmU

Im Anschluss stehen ausgewählte Gesprächspartner/-Innen zur Verfügung, um das filmische Thema zu diskutieren und zu vertiefen.

Diskussionspartner

Herr xxx, Teilnehmer an Klimakonferenzen Zur Verfügung (Anmerkung: Vorstandsmitglied des örtlichen BUND, Jurist)

Der Autor fragte beim BUND-Ortsverein mit Hinweis auf seine Rechercheergebnisse nach neuen Fakten über die Malediven nach. Die Antwort kam: 

Zuerst: Der Fachmann schreibt keine Emails (Anm.: weshalb die Anfrage nicht beantwortet wird). 

Zur Diskussion: „…..Im Übrigen sollte ich Sie darauf hinweisen, dass angefragt war, über Ablauf und mögliche Erwartungen an Klimakonferenzen zu sprechen. Sein Auftrag war nicht, den Film zu erläutern oder zu kommentieren“.

(Anm.: Hat der BUND-Fachmann als Diskussionsführer die Einladung zum Film nicht gekannt?)

Nun sind die Malediven nur ein kleiner Teil der Welt. Nach den Verlautbarungen (unserer Bundesregierung) und einhelliger Überzeugung aller Klimaschutz-NGOs droht aber vor allem auch den Pazifikinseln der Untergang. Ein Anlass, sich die Daten dazu anzusehen.

Wie steht es um den Meeresspiegel

Zuerst die immer hilfreiche Sicht darauf (Wiederholung von Teil1), wo sich der globale Meeresspiegel seit der letzten Eiszeit aktuell befindet.

 

Bild 1 Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit

Quelle: Wikipedia. Urheber: Robert A. Rohde / Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder eine spätere Version

Fazit

Die wenigen Millimeter pa, um die aktuell „gerungen“ und mit statistischen „Belegen“ gekämpft wird, sind verschwindendes  Rauschen  gegenüber den gewaltigen  Veränderungen der Vergangenheit.

Betreffs der allseits beschworenen Inselproblematik fragt man sich, wie die Koralleninseln solche Vergangenheiten überlebt haben, wenn sie heute angeblich an wenigen Millimetern Höhenunterschied scheitern. Und die wirklich leidtragenden Menschen waren die nach der letzten Eiszeit, denen ganze Kontinent-Teile (und nicht wie heute vielleicht wenige Meter Küstenlinie) verloren gingen.

Die aktuellen Meerespiegeldaten

Es ist einfach, Meerespegel rund um die Welt zu finden. Bei der NOAA [4] sind sie hinterlegt. Beginnen wir mit deren globalen Analyse.

Laut allen Klima-Alarminfos steigt der Meeresspiegel um 3mm / Jahr. Unabhängig davon, ob er dies überhaupt schlimm ist und vor allem, wie lange er so steigen wird, sehen wir einmal nach, was die landgestützen Pegel-Messstationen dazu sagen.

Nimmt man die NOAA-Stationsliste mit aktuell 233 Pegelmessstationen und trägt die Änderungswerte grafisch auf, zeigt sich das Bild 2 und mit den folgenden Daten:

·       Der Mittelwert des weltweiten Pegeltrends liegt bei 1,17 mm / Jahr (einfachstes Auswerteverfahren)

Anm.: Prof. N. A.  Mörner von der Universität Stockholm hat die NOAA Daten ebenfalls (wesentlich genauer) ausgewertet und kommt auf 1,67 mm / Jahr Änderung[11] , also eine recht unwesentliche Abweichung

·       Trendwerte über 3 mm / Jahr zeigen 35 Stationen (15 %)

·       Trendwerte unter 3 mm / Jahr zeigen 198 Stationen (85 %) 

Nun bilden die Stationen keinen wissenschaftlichen globalen Mittelwert ab (wie Bild 3 zeigt). Sie liegen aber in der Regel dort, wo Menschen wohnen. Und damit weisen sie die Wahrnehmung der Küstenbewohner eher besser ab als globale, oder Satelliten- Werte. Zudem geben die Daten eine gute Orientierung, wie man die überall publizierten 3 mm / Jahr Pegelanstieg betrachten muss und dass es bei dieser Stationsverteilung nicht möglich sein kann, einen globalen Meerespegel vor Einführung der Satellitenmessung in der erforderlichen Genauigkeit zu bestimmen!

 

Bild 2 Aus der NOAA-Pegel-Messstationsliste abgeleitete Pegeltrends bezogen auf die Stations-Anzahl

Anzahl Messstationen: 233; Mittelwert 1,17 (grün); publizierter globaler Anstieg 3 mm / Jahr (rot) X-Achse: Messstations-Nr. nach absteigendem Pegeltrend sortiert

Im folgenden Bild 3 sieht man die NOAA Pegeltrends weltweit dargestellt. Erkennbar ist, dass die hellgrünen Pfeile (Trend 0 … 3 mm / Jahr) deutlich und vor allem in den gefährdetsten Gebieten (pazifischer Raum, Pakistan / Indien) überwiegen. Im Nordmeer, wo laut dem Klima-Propagandafilm „ThuleTuvalu“

Programmankündigung zum Film

Film ThuleTuvalu: Thule in Grönland und Tuvalu im Pazifik verbindet eigentlich nichts. Nur wenn der Meeresspiegel weiter steigt, werden die Inuit ebenfalls bald untergehen

die Inuit ebenfalls untergehen sollen, überwiegen sogar die blauen Pfeile mit negativer Pegeländerung (-3 … 0 mm / Jahr).  Danach sinkt der Pegel eher, als dass er steigt.

Umweltministerin Frau Hendricks, beim Klimaalarm bekanntermaßen vollkommen und konsequent faktenresistent ficht das nicht an. Sie begrüßte diesen Propagandafilm:

[16] Statement von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zum Film:
„Der Film Thule Tuvalu veranschaulicht in sehr berührender Art und Weise die Konsequenzen der Erderwärmung, die wir Bewohner vom „Festland“ oft nicht genug vor Augen haben. Es ist höchste Zeit, dass alle Menschen über die ökologischen Auswirkungen des Klimawandels aufgeklärt werden: den Verlust von Lebensräumen, das Artensterben und klimabedingte Auswanderung – um nur einige Beispiele zu nennen. Es muss im Interesse der internationalen Gemeinschaft liegen, Ökosysteme wie Thule und Tuvalu streng zu schützen. Ich bedanke mich bei den Machern für diese bewegende Geschichte.“

Für Leser, welche es nicht wussten. Auf kaltesonne ist zum Film eine kleine Kritik hinterlegt "Klimaalarm im Programmkino Faktencheck TuleTuvalu".

Bild 3 [7] Weltweite Pegeltrends nach NOAA (Bodenstationen)

Eine Studie[13] hat aus den Pegeldaten die verlässlichen gefiltert und daraus eine Historie ermittelt. Das Ergebnis lautet: 

[13] Summary and Conclusions: Based on a selection of nine long, high quality tide gauge records, the mean rate of sea level rise over the period 1904–2003 was found to be 1.74 ± 0.16 mm/yr

Im folgenden Bild 3.1 aus dieser Studie sind die historischen Änderungsdaten der Pegelverläufe dargestellt. Die Feststellung dazu lautet:

[13] Summary and Conclusions: Finally, in extending the work of HW04 to cover the whole century, it is found that the high decadal rates of change in global mean sea level observed during the last 20 years of the record were not particularly unusual in the longer term context

„Übersetzt“: Pegeländerungen wie sie aktuell stattfinden sind vollkommen normal. Die vom IPCC behauptete Notwendigkeit eines anthropogenen Einflusses ist nicht haltbar. Beleg: Daten in Bild 3.1 (und 3.2)

                 

Bild 3.1 [13] Comparison of the decadal rates of sea level change for each of the nine records.

All rates are corrected for glacial isostatic adjustment and inverse barometer effects.

Bild 3.2 [14] Globaler Pegelanstieg seit 1880

Fazit

Der globale Meerespegel-Anstieg zeigt keinerlei alarmistischen Tendenzen. Eher zeigen die Boden-Pegelstationen, dass die Satellitendaten zu hohe Pegel-Änderungswerte liefern.

Anm. des Autors: Die bisherige Satelliten Messzeit ist für eine wirkliche Trendaussage noch viel zu kurz und die Daten der Pegel-Messtationen dazu in der Vergangenheit viel zu ungenau und lückenhaft.

Woher kommen dann die 3 mm / Jahr (anstelle der 1,7 mm / Jahr) Pegelanstieg?

Sie stammen ausschließlich von den Satellitenmessungen, die etwa seit 1980 begonnen wurden. Die Satelliten sollen auf einmal in der Lage sein, auf mm genau an den Küsten zwischen Land, Wellen und Gischt, sowie  Tidenpegeln mit seinen enormen Langzeitzyklen  unterscheiden und messen zu können und gravitations-bedingte Meeresniveau-Änderungen von bis zu 150 m auf den mm auszumitteln. Das glaubt niemand, außer Klimaalarmisten und das IPCC mit den damit (vorteils-) verbundenen Politkasten. Und so ist es denn auch, denn den Satellitenmessuungen wurden die rd. 2 mm zusätzlichem Anstieg "hineinkalibriert", mit der abenteuerlichen Begründung: "Aber wir brauchen doch einen Anstieg" so berichtet es jedenfalls N.A. Mörner der dabei war. (Details z.B hier Interview with Dr. Nils-Axel Mörner.June 22, 2007 EIR Economics 33)

Auch Herr Puls hat diese Thematik in einem umfangreichen (für jeden zu empfehlenden) EIKE Artikel publiziert:

 Säkularer und aktueller Meeres-Anstieg: Pegel (1.6 mm/Jahr) oder SAT-Altimeter (3.2 mm/Jahr) – WAS ist richtig ?

Ist das nur die Meinung des Autors?

Nein. Die Publizierungen solch kritischer Expertisen sind Legende. Nur passen diese nicht in den geforderten Klimaalarm und werden deshalb einfach ignoriert.

Beipiele:

·       Der Meeresspiegel steigt – seit 15000 Jahren

·       Meeresspiegel in den letzten 10 Jahren lediglich um 1,1 mm ansteigend

·       Meeresspiegelanstieg stetig nachlassend

·       Meeresspiegelforschung aktuell

·       Problems and reliability of the satellite altimeter based Global Mean Sea Level computation

Die Pegel-Anstiegswerte der Region Indien / Pakistan

Die Süddeutsche Zeitung – bei Klimahysterie immer an vorderster Stelle – meldete kürzlich „Klimawandel Steigender Meeresspiegel gefährdet 500 Millionen Menschen“. Im Artikel selbst hieß es:

[1] Eine überflutete Straße in Kalkutta – die Stadt in Indien zählt du den am stärksten vom Meeresspiegelanstieg bedrohten Regionen weltweit.

Derzeit steigt der Meeresspiegel mit einer Geschwindigkeit von mehr als drei Millimetern pro Jahr.

Die Forscher legen bei ihren Karten einen Meeresspiegelanstieg von 7,4 beziehungsweise 4,5 Metern zugrunde. Je nach Schadstoffausstoß werden diese Höhen demnach in den kommenden 200 bis 2000 Jahren erreicht.

Der wiki Bildungsserver steht dem nicht nach:

[5] Schon heute steigt der Meeresspiegel an den Küsten der asiatischen Deltas mit 4,6 mm pro Jahr stärker als an anderen Deltaküsten

Sehen wir uns dieses besonders vom Pegelanstieg betroffene Gebiet an.

Der Autor hat alle in Indien und Pakistan liegenden Pegelstationen (12 Stück) selektiert und dazu die   Änderungswerte grafisch aufgezeichnet (Bild 4). Das Ergebnis verblüfft (wenn man sich die SZ-Schlagzeile dazu ansieht). Der Mittelwert der Pegeltrends liegt nur leicht höher als das globale Listenmittel, die Verteilung ist praktisch gleich. Von der gemeldeten besonderen Bedrohung ist keine Spur zu sehen.

Region Indien und Pakistan – Pegeltrends

·       Der Mittelwert des Pegeltrends liegt bei 1,6 mm / Jahr

·       Trendwerte über 3 mm / Jahr zeigen 2 Stationen (17 %)

·       Trendwerte unter 3 mm / Jahr zeigen 10 Stationen (83 %)

 

Bild 4 Pegeltrends der Messstationen von Pakistan und Indien bezogen auf die Stations-Anzahl

Anzahl Messstationen: 12; Mittelwert: 1,6 mm / Jahr (grün); publizierter globaler Anstieg: 3 mm / Jahr (rot)

X-Achse: Messstations-Nr. nach absteigendem Pegeltrend sortiert

Betrachten wir davon die Pegelstation mit dem höchsten Anstieg von 4,67 mm / Jahr. Aufgrund des Änderungswertes müsste es die Station sein, deren Pegeländerung im wiki Bildungsserver zur  Alarmmeldung über Pakistan gelistet ist.

Der Pegelverlauf dieser Station ist im folgenden Bild 5 zu sehen.

Seit 1970 hat sich der Pegel praktisch nicht verändert und der Datensatz zeigt offensichtliche Mängel. Trotzdem wird eine mit ziemlicher Sicherheit falsche Regressionsgerade mit Konfidenzintervall gerechnet und dadurch ein überproportionaler Pegelanstieg ausgewiesen. Man darf dazu anmerken, dass dies beileibe kein Einzelfall ist.

 

Bild 5 [4] Pegelverlauf von Station 500-131 Diamond Harbour, Indien mit Zufügungen (rot) durch den Autor

Nun soll vorwiegend auch Pakistan betroffen sein.

Die einzige unter Pakistan gelistete Pegelstation sehen wir im folgenden Bild 6. Der dafür ausgewiesene Pegelanstieg beträgt 1,12 mm / Jahr. Das ist wesentlich weniger, als die angeblichen 3 mm / Jahr und vor allem die bei wiki gelisteten 4,6 mm / Jahr. Und trotzdem fallen wieder starke Ungereimtheiten im Pegelverlauf auf. Zumindest der Autor bezweifelt stark, dass dieser Pegelverlauf zur Auswertung taugt. Man erkennt aber wieder über-deutlich, wie schematisch Werte ohne jegliche Rücksicht auf die Datenqualität abgeleitet werden. 

 

Bild 6 [4] Pegelverlauf von Station 490-021 Karachi, Pakistan mit Zufügungen (rot) durch den Autor

Fazit der Pegelverläufe von Indien und Pakistan

·       Der auf dem wiki Bildungsserver für Pakistan angegebene Klimaalarm durch einen Pegelanstieg von
4,6 mm / Jahr ist eine Falschangabe!!

Für Pakistan ist eine Pegeländerung von lediglich 1,12 mm / Jahr gelistet. Der Wert 4,6 mm / Jahr stammt von einer Station in Indien.

·       Der Wert von 4,67 mm / Jahr der Station 500-131 (Indien) ist ganz sicher falsch, da sich der Pegel dieser Station seit 1970 nicht mehr erhöht hat.

·       Der von der Süddeutschen Zeitung gemeldete Klimawandel-bedingte hohe Anstieg des Meerespegels um Indien ist nicht feststellbar. Der Mittelwert für Indien und Pakistan beträgt lediglich unspektakuläre 1,6 mm / Jahr.

·       Die Qualität der Pegeldaten gerade in diesem angeblich so stark vom Klimawandel betroffenen Gebiet ist katastrophal.

Zusammenfassung

Von dem überall berichteten enormen Pegelanstieg in dieser Region ist nichts zu erkennen.

Im Gegenteil, die Pegeländerungen liegen weit unter den als Durchschnitt genannten 3 mm / Jahr.

Zudem zeigen neuere Studien, dass die Küstenlinie aufgrund von Fluss- Sedimentierungen stetig ansteigt. Die Meldung von der Klimawandel-bedingten Überflutung beruht  ausschließlich auf einer vom IPCC 2007 publizierten Computersimulation, siehe: 

Bangladesch und die Pazifikinseln wachsen trotz steigendem Meeresspiegel: Klimamodellierer benötigen dringend Nachhilfe in Geologie [10]

                 

Auszüge:

[10] Mitverantwortlich für diese fragwürdige Fokussierung ist die von einigen IPCC-nahen Wissenschaftlern heraufbeschworene Klimakatastrophe. Der IPCC prognostizierte 2007, dass Bangladesch bis 2050 etwa 17 Prozent seiner Landesfläche durch den Meeresspiegelanstieg einbüßen wird. 20 Millionen Bangladeschis würden dadurch zu Klima-Flüchtlingen werden und das Land 30 Prozent seiner Nahrungsproduktion verlieren. Wenn es nach James Hansen vom NASA Goddard Institute for Space Studies ginge, dann würde das gesamte Land bis zur Jahrhundertwende in den Fluten verschwinden. Rette sich wer kann.

Zum anderen könnte man ja einfach mal die Satellitendaten zurate ziehen und nachschauen, wie viel kostbares Land denn eigentlich jedes Jahr so in den Meeresfluten versinkt. Genau dies haben 2008 Wissenschaftler vom Center for Environment and Geographic Information Services (CEGIS) in der Hauptstadt Dhaka bereits getan. Hierzu werteten sie Satellitenbilder der letzten 32 Jahre aus. Zu ihrer Überraschung fanden sie, dass Bangladeschs Fläche in dieser Zeit im Durchschnitt um 20 Quadratkilometer pro Jahr angewachsen ist. Grund hierfür sind die enormen Schuttmassen des Himalaya, die von zahlreichen großen Flüssen wie etwa dem Ganges oder dem Brahmaputra quer durch das Land in Richtung des Indischen Ozeans transportiert werden (Abbildung 1). Auf diese Weise wälzen sich jedes Jahr mehr als eine Milliarde Tonnen Sediment durch das Land, wovon ein großer Teil an der Küste des Landes im Golf von Bengalen schließlich liegen bleibt.

Durch dieses Aufsedimentieren kann sich Bangladesch selbst bei leicht steigendem Meeresspiegel weiter in Richtung Ozean ausdehnen. Dieser Mechanismus ist in der geologischen Fachwelt bestens bekannt und läuft unter dem Begriff „Progradation“ bzw. „early Highstand Systems Tract“ (HST). Die Klimamodellierer des IPCC haben es offensichtlich versäumt, diesen Prozess in ihre Überlegungen mit einzubeziehen, was ärgerlich ist.

Durch diesen Mechanismus sind in den letzten fünf Jahrzehnten etwa 1000 Quadratkilometer Neuland entstanden. Der Leiter der CEGIS-Instituts, Maminul Haque Sarker, nimmt an, dass auch in den kommenden 50 Jahren weitere 1000 Quadratkilometer dazukommen. Der steigende Meeressiegel verlangsamt dabei den Landzuwachs. Würde es keinen Meeresspiegelanstieg geben, würde Bangladesch aber noch schneller wachsen.

Doch gibt es auch menschliche Einflüsse, die man lieber einem Klimawandel zuordnen möchte: „Palmöl-Plantagen bedrohen Zukunft der südostasiatischen Küstenzonen“.

Die Pegel-Anstiegswerte der Region Pazifik / Südseeinseln

Zwar soll es um Indien (lt. der SZ) den stärksten, Klimawandel-bedingten Pegeleinfluss geben, aber auch von der Südsee wird es ganz schlimm berichtet. So schlimm, dass sich die Grünen veranlasst sahen, als Oppositionspartei direkt bei den Inselbewohnern des pazifischen Carteret-Archipels (Lage im Bild 8 zu sehen) vorstellig zu werden und sich für die in Deutschland regierenden Parteien zu entschuldigen[3].

Wahlbrief von Bündnis 90/ Die Grünen „an die Bewohner der Carteret Inseln“ (Auszüge):

[3] Ihre Heimat ist ein Ort, von dem wir Deutschen träumen. Eine Südseeidylle mit weißen Palmenstränden, umgeben von türkisfarbenem Wasser, das funkelnde Unterwasserlandschaften birgt. Welche Wunder die Natur schaffen kann, das wussten Sie schon, als Sie Kinder waren.

Sie leben in diesem Paradies seit vielen Jahrhunderten. Doch nach der Landung der Europäer begann der Niedergang Ihres Landes. Hungersnöte, Übervölkerung und monokulturelle Landwirtschaft zwangen viele Ihrer Landsleute schon vor Jahren zur Flucht.

… Wir tragen die Verantwortung für diese Katastrophe. Nicht nur bei Ihnen, überall auf der Welt sind die Vorboten der Klimakatastrophe sichtbar: Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Unwetter werden schwerer, ganze Landstriche werden verwüstet. Am schlimmsten trifft es die Menschen in den Ländern, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Wie Sie.

Wir, der Norden, sind in der Pflicht, endlich zu handeln.

…. Ob Sie es glauben oder nicht: Während bei Ihnen der Meeresspiegel steigt, wollen eben diese beiden bei uns regierenden Parteien neue Kohlekraftwerke bauen – obwohl jeder weiß, dass nichts klimaschädlicher ist.

Nun wird bei uns ein neues Parlament gewählt. Wir Grüne versprechen Ihnen: Egal ob wir nach dieser Wahl regieren oder in der Opposition landen; wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür kämpfen, dass unser Land wieder Vorreiter beim Klimaschutz wird.

  

„Die Zeit“, nicht besser in der Publizierung von Klimahysterie als die SZ, meldete:

[2] Vor dem Untergang. In der Südsee zeigt der Treibhauseffekt schon massive Folgen. Hilft der Klimagipfel?

Die (Des-)Information unserer Bundesregierung dazu kam schon in der Einleitung.

Sehen wir uns auch diese ganz fürchterlich vom Pegelanstieg betroffene Region an.

Der Autor hat wieder alle in der betroffenen Region Polynesien, Micronesien und Papua Neuguinea (ohne Australien) liegenden 14 Pegelstationen selektiert und dazu die   Änderungswerte grafisch aufgezeichnet (Bild 7). Das Ergebnis verblüfft auch für diese Region. Der Mittelwert der Pegeltrends liegt mit 2,17 mm weit unter den 3 mm / Jahr. Von der gemeldeten besonderen Bedrohung ist wenig zu sehen (Anm.: Für Australien, von dem wesentliche Teile in vergleichbaren Regionen liegen und dessen Datenqualität besser ist, liegt der Mittelwert aller gelisteten acht Stationen bei 1,61 mm / Jahr).

Region Polynesien, Micronesien und Papua Neuguinea – Pegeltrends

·       Der Mittelwert des Pegeltrends liegt bei 2,17 mm / Jahr

·       Trendwerte über 3 mm / Jahr zeigen 4 Stationen (28 %)

·       Trendwerte unter 3 mm / Jahr zeigen 10 Stationen (72 %)

 

Bild 7 Pegeltrends der Messstationen der Region Polynesien,Micronesien, Papua Neuguinea (ohne Australien) bezogen auf die Stations-Anzahl

Anzahl Messstationen: 14; Mittelwert: 2,17 mm / Jahr (grün); publizierter globaler Anstieg: 3 mm / Jahr (rot)

X-Achse: Messstations-Nr. nach absteigendem Pegeltrend sortiert

 

Fazit

Von einem alarmistischen Anstieg ist auch in dieser Region global weit und breit nichts zu sehen.

Fidschi, Solomon-Inselgruppe, Tuvalu

Von der Übersicht des Pazifik-Raumes nun zu den häufig konkret im Zusammenhang mit Klimawandel-Untergang genannten Inseln.

 

Bild 8 Lage von 742-012, Fidschi;  732-012 Tuvalu; 734-004 Solomon Inseln

betrachten wir die Pegelstation von Fidschi mit dem höchsten Anstieg, hier von 6,3 mm / Jahr, zu sehen im folgenden Bild 9.

Obwohl verdächtig lange horizontale Verläufe erkennbar sind, zeigt es auf jeden Fall einen deutlichen Pegelanstieg. Ob eine Rückschau bis 1900 so einfach linear zulässig erscheint, mag der Leser beurteilen.

 

Bild 9 [4] Pegelverlauf von Station 742-012 Suva A, Fiji

Tuvalu ist die Station  Nr. 3 in der Pegeltrendgrafik und mit 3,74 mm / Jahr ausgewiesen. Den Verlauf zeigt Bild 10.

 

Bild 10 [4] Pegelverlauf von Station 732-012 Tuvalu mit Zufügungen (rot) durch den Autor

Obwohl sich der Maximalpegel von Tuvalu seit ca. 1985 belegbar nicht erhöht hat, schlägt GERMANWATCH ungerührt die extreme Klimakeule. In einer Publizierung für Schulen „Germanwatch Klimaexpedition: Klimawandel und Tuvalu – Arbeitsblätter“ mit dem Titel „Land unter! Die Gefahren des Meeresspiegelanstiegs für den kleinen Inselstaat Tuvalu“ welche ein Klima-Rollenspiel beinhaltet steht:

Namhafte Wissenschaftler halten es daher für möglich, dass noch in diesem Jahrhundert der Meeresspiegel um bis zu 1,4 Meter ansteigt.

Erfordern würde dies seit 2008 (ungefähres Ausgabedatum) einen Anstieg von 15,2 mm / Jahr. Das ist mehr als unwahrscheinlich. Man erkennt, dass  für GERMANWATCH als NGO zur Indoktrinierung von Kindern kein Datenbetrug zu schäbig ist. 

Honiara, Solomon Inseln ist die Station  Nr. 5 in der Pegeltrendgrafik und mit 2.8 mm / Jahr ausgewiesen. Den Verlauf zeigt Bild 11.

Exemplarisch stellt sich hier die Frage, mit welcher Begründung bei einem solchen Verlauf eine Ausgleichsgerade über 100 Jahre gezogen wird.  Für den nicht klimahysterischen Betrachter zeigt der Verlauf, dass es absolut unglaubhaft ist, eine lineare Fortschreibung der kurzen Messtrends in die Vergangenheit vorzunehmen, wie es jedoch rücksichtslos (wahrscheinlich schematisch durch Computer) in allen NOAA-Pegelverläufen gemacht wird.

Die Angabe der Bundesregierung über die Experten, welche die Pegel von 1901 bis 2010 kennen (sollen) [6] kann man als eine sichere Unwahrheit abhaken. Aber beim Klimawandel sind eben alle früher üblichen wissenschaftlichen Anforderungskriterien außer Kraft gesetzt. Was ein Computer ausspuckt, ist bis zur letzten Nachkommastelle für moderne Klimawissenschaftler gültig (sofern das Ausgespuckte der politisch richtigen Meinung entspricht).

Bild 11 [4] Pegelverlauf der Station 734-004 Honiara Solomon-Inseln

Und nun eine spezielle Sichtung zur Informationswahrheit unserer Bundesregierung.

  

"Steigender Meeresspiegel bedroht kleine Inseln"

[6] Wenige Zentimeter machen den Unterschied: Der Klimawandel gefährdet die Existenz von Inseln wie Kiribiati.

……. Hiernach wird dieser bis 2100 um 26 bis 82 Zentimeter steigen. Hingegen war er in der Zeit von 1901 und 2010 im Schnitt nur um 0,19 Meter gestiegen, so die Experten.

….."Für die dort lebenden Menschen wäre ein Versagen der Weltgemeinschaft beim Klimaschutz eine Katastrophe", so Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das folgende Bild 12 zeigt den bei der NOAA hinterlegten Pegelverlauf von Kiribati. Wenn es einen Beleg für bewusste Desinformation zur Durchsetzung politischer Ziele gibt, dann ist es dieser.

·       Eine signifikante, gar alarmistische Pegelerhöhung ist nicht erkennbar

·       Der NOAA-Pegel weist von 1901 – 2010 eine Erhöhung von 6,4 cm (nicht 19 cm) auf

·       Selbst diese von der NOAA gelistete (geringe) Pegelerhöhung darf massiv bezweifelt werden

 

Bild 12[4] Pegelverlauf der Station 750-012 Kiribati, mit Ergänzungen durch den Autor (rote Linien und Text)

Sogar Studien weisen aus, dass Kiribati nicht daran denkt, unterzugehen

Für Kiribati zeigen sogar die (überhöhten) Pegel der Satellitenmessungen Klima-Entwarnung. Anbei Grafiken aus einem Bericht von kaltesonne: „Meeresspiegel in Kiribati in den letzten 20 Jahren ohne langfristigen Anstieg“ [17].

 

Bild 12.1 [17] Pegelverlauf Kiribati aus anderer Quelle

 

Bild12,2 [17] Pegelverlauf Kiribati auf Basis von Satellitenmessungen

Fazit

Von dem überall berichteten, enormen Pegelanstieg der sogar zur Umsiedlung von Inselbewohnern zwingen soll ist auch in dieser Region nichts zu erkennen, was Klimaalarmisten und unsere Bundesregierung aber nicht davon abhält, anderes zu behaupten.

Im Gegenteil, die Pegeländerungen liegen ebenfalls deutlich unter den als Durchschnitt genannten 3 mm / Jahr. Zudem befindet sich die Region historisch betrachtet eher in einer Pegel-ruhigen /-abnehmenden Zeitspanne, wie eine Studie ausweist „Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter“ [12].

 

Bild13[12]  Meeresspiegelentwicklung auf den Marschallinseln während der vergangenen 6000 Jahre. Quelle: Kench et al. 2014.

Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass praktisch alle Pazifik-Atolle Vulkankegel entlang der aktivsten Kontinental-Bruchkante der Welt sind. Die vertikalen Schwankungen der Plattentektonik an diesen Stellen durch die häufigen Erdbeben stellt  ein größeres Problem als die Meerespegel-Änderungen dar. Vor allem kommen diese extrem kurzzeitig. Bsp.: Japan (das auf der gleichen Plattentektonik liegt) soll durch das Fukushima-Erdbeben um fast 2 m versetzt worden sein. Andererseits wachsen die Koralleninseln mit Leichtigkeit bei den aktuellen geringen Pegeländerungen mit, wie sie es bei den um Dimensionen größeren Änderungen seit der letzten Eiszeit bewiesen haben.

Wo steigt der Meeresspiegel

Überspitzt gesagt steigt er ausschließlich in Klimasimulationen alarmistisch. Dort aber in beliebige Höhen. Notwendig ist dazu immer, dass Grönland und die Antarktis massiv schmelzen müssen. Das machen sie aktuell zwar nicht, aber auch das lässt sich in Simulationen beliebig lösen. Wie es bei GERMANWATCH so schön getextet ist: Ein „namhafter Wissenschaftler“ (der es simulieren kann) findet sich immer.

Beispiel: Die Antarktis könnte, möglicherweise, u.U., vielleicht völlig schmelzen. Aber erst in 10.000 Jahren!

Dazu ein Witz: Sohn fragt Pappi: Wie seid ihr früher ins Internet gekommen, als es noch keine Computer gab?

Den kann man weiterführen: Wie wusste man früher die Zukunft, als es noch keine Klimasimulationen gab?

Und abschließen: Seit wir Klimasimulationen haben, wissen wir nichts mehr über die Zukunft, denn jede Simulation erzeugt eine andere.

Warum gehen die Inseln trotzdem unter

Die Meinung des Autors ist eindeutig und alle Recherchen erhärten es (für ihn): Die Inseln gehen ausschließlich unter, weil es die Klimaideologie und Klimarettungs-NGOs fordern.

Interessiert ein Korallen-Atoll überhaupt der Meeresspiegel?

Die Atolle – und das sind alle laut den Meldungen  vom Untergang bedrohten Inseln einschließlich der Malediven – wachsen auch bei wesentlich schnelleren Anstiegen mit dem Meeresspiegel mit. Das haben sie schlagkräftig nach der letzten Eiszeit beweisen, und beweisen es heute noch

·       „Inseln wachsen trotz steigendem Meeresspiegel“.

·       SPIEGEL ONLINE Überraschendes Forschungsergebnis: Pazifikinseln werden trotz Meeresspiegel-Anstieg größer

Sofern man die Korallen wachsen lässt, passiert den Inseln demnach auch bei einem vielleicht steigenden Meeresspiegel nichts.

Doch da sind wir bei einem wesentlichen Punkt. Das Leben auf Korallenatollen ist im Gegensatz zu der Beschreibung im Entschuldigungs-Brief der Grünen an die Bewohner der Catered-Inseln  (ein Lehrbuchbeispiel an fundamentalistischer Verblendung und historisch so „fundiert“ wie die Karl-May Filme) ein täglicher Kampf ums Überleben. Das äußert sich in Bürgerkriegen, Putschen, hoffnungslosen Staatsverschuldungen und einer Unzufriedenheit vor allem der jungen Bevölkerung, weil es oft kein Handy und Internet gibt, Arbeit sowieso nicht und  das Versorgungsschiff unzuverlässig nur alle paar Wochen kommt. Dazu ist das tägliche Leben in der Regel durch christlich-fundamentalistisch geprägte Kirchensprengel massiv reguliert und eingeschränkt. Soziologische Probleme sind damit vorprogrammiert.

Um wenigstens übergangsweise  etwas Wohlstand zu erhalten, wird bedenkenlos die Umwelt massiv zerstört und ausgebeutet (wie es der
Teil 1 über die Malediven exemplarisch aufzeigt). Im Gegenzug versalzen (durch exzessive Entnahme) die Süßwasserquellen und leiden die schützenden Riffe (Baumaterial-Gewinnung, massive Dynamitfischerei, sowie Verschmutzung).

Dafür bekommt man kein Geld.

Doch seitdem westliche NGOs und inzwischen auch Regierungen – wie unsere

Bundesumweltministerium stärkt Zusammenarbeit mit Pazifikinseln zum Schutz vor Klimawandel“ – den dortigen korrupten und unfähigen Regierungen einreden, dass alleine der Westen mit seiner CO2-Emission an all ihren Problemen schuld und deshalb bedingungslos bereit sei, nun „Klimasühne“ in Form massiver Geldzahlungen zu leisten, wellt keine Welle, stürmt kein Sturm, versalzt keine Quelle, zieht niemand mehr um – ohne es als Klimawandel-bedingte Folge zu publizieren.

Vorgriff auf den Teil 3

Welche fordernde „Rettungsindustrie“ sich dazu etabliert hat und wie die Ansprüche von beiden Seiten medienwirksam (und von unserer Regierung unterstützt) angebracht werden, wird im Teil 3 berichtet.

Anmerkung des Autors:

Die vor einigen Jahren groß angekündigten, Klimawandel-bedingten Notumzüge wurden bisher nicht durchgeführt, begonnene Pilotprojekte teilweise rückabgewickelt. Von den als untergegangen gemeldeten Inseln (z.B. Catered-Atoll) gibt es alle noch.

Allerdings hat der Hype um die Pazifikinseln eine Heerschar an Politologen, Psychologen und Soziologen veranlasst, Untersuchungen und Promotionsarbeiten über die „Wahrnehmung der Klimawandel-Bedrohung“ seitens der Bewohner zu verfassen (wie es das Uba in Deutschland inzwischen im Rahmen des Klimamonitorings auch veranlasst).

Alleine damit dieser  umfangreiche, neue „Forschungsfundus“ nicht versiegt, werden die Inselbewohner noch über Jahre unter stetiger „Klimawandel-Bedrohung“ leiden (müssen).  Eine mögliche  Rettung der Inseln vor dem Klimatod wäre deshalb wohl auch das Austrocknen der Forschungsgelder.

Wird das Klimaargument eventuell für bewusste Vertreibung eingesetzt

In der Publizierung „Klimabedingte Migration: auch Klimapolitik verursacht Entwurzelung und Vertreibung“[15] wird ein wichtiger Aspekt der Klimapolitik angesprochen:

[15]…..Hinweis auf ein bisher wenig diskutiertes, sich aber immer deutlicher abzeichnendes Problem massiver Tragweite, nämlich ungewollte, unfreiwillige Migration bzw. Vertreibung als politisch gewollte ›Anpassung an den Klimawandel‹

Dem könnte man hinzufügen, dass auch sinnlose und teure, aufgezwungene  CO2-Minderungsmaßnahmen in diesen Ländern durch immer weiter steigende Lebenshaltungskosten zur Vertreibung führen. Im Teil 1 war ausgeführt, wie dies unter deutscher Anleitung auf den Malediven bereits praktiziert wird. Im kaltesonne-Artikel [17] ist es – diesmal als Klimarettungsmaßnahme – ebenfalls ausgeführt:

[17] Kiribati kauft Land für Klimaflüchtlinge
Anote Tong, der Präsident des Inselstaates Kiribati im Pazifik, hat auf den Fidschi-Inseln Land erworben. Dorthin sollen mehrere Tausend Kiribatier ziehen, wenn ihre Heimat wegen des Klimawandels im Meer untergeht. Doch der Plan sorgt für Verunsicherung und Streit.

Natürlich sind die aktuellen Bewohner der betroffenen Fidji-Insel alles andere als froh über die mögliche bevorstehende Invasion aus Kiribati. Auch auf Kiribati selber ist man entsetzt über den fragwürdigen Landkauf, wie dem guten Klimaretter-Artikel ebenfalls zu entnehmen ist:

Tongs Amtsvorgänger Teburoro Tito hat sämtliche wissenschaftlichen Abhandlungen über die Folgen des Klimawandels für die Atolle gelesen. Er hält den Landkauf für unsinnig. “Die Forscher sagen, unsere Korallenriffe sind gesund und können mit dem Meeresspiegelanstieg Schritt halten. Deshalb gibt es keine Notwendigkeit, Land auf den Fidschi-Inseln oder sonst irgendwo zu kaufen”, sagt Tito und fügt verärgert hinzu: “Wie können wir um ausländische Hilfe bitten, wenn wir unser Geld für so unsinnige Dinge ausgeben?” Auch Paul Kench, ein Geomorphologe an der University of Auckland, findet die Sorgen überzogen. “Wir wissen, dass die gesamte Riffstruktur um zehn bis 15 Millimeter im Jahr wachsen kann – schneller als der erwartete Meeresanstieg”, sagt der Atoll-Experte. “Solange das so ist und der Nachschub an Sand gesichert bleibt, brauchen wir keine Angst zu haben.”

Weiter geht es, wenn der 3. Teil fertig ist.

Fundstellen

[1]

SZ 9. November 2015: Klimawandel Steigender Meeresspiegel gefährdet 500 Millionen Menschen

http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-steigender-meeresspiegel-gefaehrdet-millionen-menschen-1.2728353

[2]

DIE ZEIT 30. November 2014: Vor dem Untergang In der Südsee zeigt der Treibhauseffekt schon massive Folgen. Hilft der Klimagipfel?

http://www.zeit.de/2014/49/klimawandel-treibhauseffekt-suedsee

[3]

Briefe zur Wahl: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an die Bewohnerinnen und Bewohner der Carteret-Inseln

http://www.gruene.de/partei/briefe/liebe-bewohnerinnen-und-bewohner-der-carteret-inseln.html

[4]

National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) Tides & Currents

[5]

Wiki Bildungsserver: Klimawandel Meeresspiegelanstieg in Asien

http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Meeresspiegelanstieg_in_Asien

[6]

Die Bundesregierung. Homepage-Publizierung: Steigender Meeresspiegel, Klimawandel bedroht kleine Inseln

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/03/2015-03-05-meerespiegel.html

[7]

NOAA Bilddarstellung der globalen Meerespegel-Trends

http://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/sltrends.html

[8]

EIKE 17.09.2015: Ist der reiche Westen (wirklich) an den Inselflüchtlingen schuld, weil er CO2 emittiert? Teil1 Die Malediven

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ist-der-reiche-westen-wirklich-an-den-inselfluechtlingen-schuld-weil-er-co2-emittiert-teil1-die-malediven/

[9]

Nils-Axel Mörner 20.10.2009: Open Letter to President Mohamed Nasheed of the Maldives

www.klimanotizen.de/2009.10.20_Maledives_Open_Letter_Moerner.doc.pdf

[10]

Kaltesonne 15. Juli 2012: Bangladesch und die Pazifikinseln wachsen trotz steigendem Meeresspiegel: Klimamodellierer benötigen dringend Nachhilfe in Geologie

http://www.kaltesonne.de/bangladesch-und-die-pazifikinseln-wachsen-trotz-steigendem-meeresspiegel-klimamodellierer-benotigen-dringend-nachhilfe-in-geologie/

[11] 

NILS-AXEL MÖRNER: (a) Sea Level Changes Past Records And Future Expectations, ENERGY &ENVIRONMENT, VOL. 24 No. 3 & 4 (2013) (b) Sea Level Changes; A short comment; (2013); Paleogeophysics & Geodynamics, Stockholm, The Global Climate Status Report (GCSR) © is a product of the Space and Science Research Corporation, (SSRC), P.O. Box 607841, Orlando, Florida

[12]

Kaltesonne 29. Juli 2015: Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter

http://diekaltesonne.de/28081/

[13]

GEOPHYSICAL RESEARCH LETTERS, VOL. 34, L01602, doi:10.1029/2006GL028492, 2007. S . J . H o l g a t e:

On the d ecadal rates of sea level change during the twentieth century

[14]

Delaware’s Sea Level Rise Initiative. DNERR Research Coordinator Delaware Coastal Programs, Environmental Scientist Robert Scarborough, Ph.D.: Climate Change & Sea Level Rise

[15]

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Carsten Felgentreff und Martin Geiger: IMIS-BEITRÄGE Heft 44/2013: Migration und Umwelt, Jeanette Schade
Klimabedingte Migration: auch Klimapolitik verursacht Entwurzelung und Vertreibung

[16]

Institut für Kino und Filmkultur. K I N O & C U R R I C U L U M: ThuleTuvalu

[17]

Kaltesonne 28. Juli 2015: Gute Nachrichten aus dem Pazifik: Meeresspiegel in Kiribati in den letzten 20 Jahren ohne langfristigen Anstieg

http://www.kaltesonne.de/gute-nachrichten-aus-dem-pazifik-meeresspiegel-in-kiribati-in-den-letzten-20-jahren-ohne-langfristigen-anstieg/

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3 Kommentare

  1. Warum wird bei einem Anstieg allein von, von „Oben“ kommenden Ursachen gesprochen; und nicht in Betracht gezogen, daß die im inneren der Erde vorhandenen riesigen Wassermengen, ebenso von Unten her den Meeresspiegel anheben können?! Ein am Meeresboden befindliches „Loch“ könnte für innerirdische Wasser eine Gelegenheit bedeuten nach oben zu steigen. Solch ein Loch oder eine Spalte, könnte bei einem Seebeben entstanden sein. Der Wasserspiegel steigt nicht nur, wenn von oben mit einem Schlauch Wasser in ein Becken gefüllt wird, sondern ebenso, wenn der Wasserabgebende Schlauch unten auf dem Boden liegt.
    Durch abregnen kann die gemessene Veränderung des Meeresspiegels nicht kommen, da kein neues entsteht, sondern irgendwo verdunstetes Wasser irgendwo anders wieder herunterkommt. Die Summe bleibt gleich.Wenn der Meeresspiegel steigt, dann dürfte das nicht global sein,sondern dem Anstieg hier liegt ein Absinken anderswo gegenüber.Regnet überhaupt die gleiche Menge ab, die vorher verdunstete?
    Also die Eis-und Gletscherschmelze ist die Ursache? Ich glaube nicht, daß die bisher festgestellte Abschmelze der Arktis, selbst so einen geringen Anstieg von durchschnittlich 1,6 mm verursachte, bei kleineren Flächen mag das angehen. Aber nicht bei der Gesamtfläche der Meere und Ozeane. Da wäre ein solcher Anstieg,allein aus Eisschmelzen, nicht nachweis- aber behauptbar!(Wer von uns kann das nachprüfen? Es muß geglaubt werden, wie im Grunde jede Aussage, es sei denn, sie ist von Vorne herein unlogisch )
    Das, auf Grönland liegende, Eis, war einmal Wasser, daß irgendwo entnommen wurde. Als Grönland eisfrei war, sollte da der Meeresspiegel nicht höher gewesen sein, als nach der Eisbildung auf der größten Insel der Welt?
    So nebenbei, wenn die 1,6mm als Standardänderung genommen würden, hätte der Meeresspiegel vor 1 Millionen Jahren, 1,6 km unter dem aktuellen gelegen, und vor 7 Millionen Jahren, könnte man am Boden des Marianengrabens spazieren gegangen sein-Simulations-Wirrsinn-
    Nicht der Meeresspiegelanstieg sollte unsere größte Sorge sein, sondern der Erhalt trinkbaren Wassers überall auf unserem Planeten.

  2. Meine Familie lebt mitlerweile in Asien auf einer kleinen, sehr flache Insel und betreibt dort ein homestay, meine Kinder gehen dort zur Schule. Eine derartige Problematik ist dort unter den einheimischen nicht bekannt und wird auch nicht diskutiert. Wir in Europa jedoch machen uns über untergehende Inseln Sorgen, auch kommen von Bekannten und Freunden hier und da Bemerkungen, ob wir denn keine Angst haben unterzugehen. Wir können darüber nur lachen ud den Kopf schütteln, zumal auch die Pegelstände, welche ich seit Jahren dort beobachte, keinerlei Grund zur Beunruhigung geben. Somit schmunzeln wir weiter bei durchschnittlich 30°C übers Jahr über dieses Klimatheater. Grüße aus Indonesien

  3. Schaut man sich die Vergangenheit an, so lässt sich daraus nur schließen, dass die Korallen mehr leisten können und in der Lage sind, mit einem schnelleren Meeresspiegelanstieg wettzueifern.

    Aber der springende Punkt ist, dass die Korallen vielfach am Wachsen gehindert werden. Durch Abbbau, Überschüttung, Verdreckung…
    Das ist das unmittelbare Wirken der Menschen dort, dass ihnen den Boden unter den Füßen nimmt.

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