Wird Paris COP21 mehr kosten als grüne Einzahlungen versprochen werden?

Eric Worrall
Christopher Booker, einer der prominentesten Klimaskeptiker in UK, hat ein brillantes Exposé geschrieben über den chaotischen Weg zur COP21-Konferenz in Paris. Eine der auffälligsten Phänomene, das aus Bookers Exposé hervorgeht ist, wie wenig Geld Länder versprochen haben, in den grünen „100 Milliarden-Dollar“-Fonds einzuzahlen.


Die Australian Financial Review schreibt:

Ende diesen Monats werden 40.000 Politiker, Funktionäre, grüne Aktivisten, Lobbyisten und Journalisten aus 195 Nationen außerhalb von Paris zusammenkommen – wobei der größte Flughafen Europas exklusiv Privatjets vorbehalten ist – zu einer Konferenz, von der sie hoffen, dass sie die Welt verändern wird.

Ihr erklärtes Ziel ist es, einen Vertrag zu schließen, der zu so massiven Einschnitten der Emission von Treibhausgasen führt, dass die Temperatur der Erde nicht um mehr als 2 Grad Celsius steigt, verglichen mit der Zeit der natürlichen Klimaerwärmung vor etwa zwei Jahrhunderten.

Das Haupthindernis auf dem Weg zu einem solchen Abkommen ist genau das Gleiche wie in Kyoto 1997 und bei jener Mammut-Konferenz in Kopenhagen im Jahre 2009 [die sich durch eine extreme Kältewelle von Osten her auszeichnete! Anm. d. Übers.], welche so grandios daran gescheitert war, Kyoto zu erneuern. Die große Mehrheit aller Länder hat immer behauptet, dass – falls anthropogenes CO2 wirklich ein Problem verursacht – die Schuld hieran bei den „entwickelten“ Ländern liegt, die durch das Verbrennen fossiler Treibstoffe zum Voranbringen ihrer Industriellen Revolution vor allen anderen reich geworden sind.

Es ist daher Sache der entwickelten Länder des Westens, die drastischsten Einschnitte vorzunehmen, damit die Immer-Noch-„Entwicklungsländer“ aufholen können. Sie sagen, dass sie bereit sind, einen Beitrag zu diesen Einschnitten bzgl. CO2-Emissionen zu leisten, aber nur, wenn sie zum Ausgleich 100 Milliarden Dollar aus dem „Green Climate Fund“ erhalten, der finanziert wird durch die reichen Länder, die ursächlich für das Problem verantwortlich sind.

Und was ist mit jenem Green Climate Fund, der planmäßig bis zum Jahr 2020 100 Milliarden Dollar jährlich verteilen soll, um den Entwicklungsländern zu helfen, sich „an den Klimawandel anzupassen“? Feste Zusagen gibt es bislang nur in einer Höhe von 700 Millionen Dollar, so dass 99,3 Milliarden Dollar immer noch fehlen.

Mehr: http://www.afr.com/comment/climatechange-treaty-will-be-flop-of-the-year-20151101-gkod0l#ixzz3qJ4qIZNu

700 Millionen Dollar sind natürlich viel Geld – aber man setze dies in Beziehung zu den Kosten der Großen Pariser Fete.

40.000 Politiker und deren Erfüllungsgehilfen, die eine Woche 11 Tage Nahrung und Obdach brauchen. Ich vermute mal, sie werden das Pariser Budget für die Unterbringung nicht sprengen, und ohne jeden Zweifel werden die Pariser Hoteliers ihre Preise erhöhen in Erwartung der erwarteten Überschwemmung mit Gästen. Schätzen wir also man 1000 Dollar pro Nacht für 7 Nächte.

Dies lässt unser Budget augenblicklich auf 40.000 Menschen X 11 Nächte X 1000 US-Dollar = 440 Millionen Dollar steigen.

Natürlich müssen wir noch die Spesenkosten hinzuaddieren. Ich war in Paris, man bekommt ein gutes Essen in einem vernünftigen Restaurant für etwa 40 US-Dollar, aber wir wissen, dass diese Art von Konferenzen auf Fremdkosten sich wahrscheinlich nicht für die Budget-Option entscheiden. Viele Delegierte werden mit großen Ausgaben-Rechnungen aufwarten, von welchen ihre Gastländer Gewinn an Einfluss für ihre Agenda erwarten. Ich denke daher, dass es nicht unvernünftig ist zu schätzen, dass die Mahlzeiten im Mittel 500 US-Dollar pro Tag und Person kosten werden.

Kosten für Mahlzeiten: 40.000 X 11 Tage X 500 Dollar = 220 Millionen Dollar.

Dann gibt es da natürlich noch die Kosten für die Flüge. Dies ist etwas schwieriger zu schätzen, aber man kann davon ausgehen, dass die Fluggesellschaften eine Gelegenheit erkennen, einen schnellen Profit zu machen durch so einen großen Menschenstrom und dass viele der Delegierten in Privatjets aus entfernten Gegenden anreisen. Selbst wenn man über keinen eigenen Privatjet verfügt – falls man genug tut, um einen Sitz bei COP21 zu ergattern, scheint es unwahrscheinlich, dass sie in der Unterklasse reisen.

Können wir einen Mittel von 2000 Dollar pro Delegiertem annehmen, die nach Paris und danach wieder zurück fliegen?

Flugkosten: 40.000 X 2000 Dollar = 80 Millionen Dollar.

Und natürlich gibt es die Kosten für den Transport in Limousinen vor Ort. Die Chauffeure werden wie jeder andere auch zweifellos einen saftigen Aufschlag auf ihre Preise verlangen, den die gut ausstaffierten Konferenzteilnehmer widerspruchslos zahlen werden.

Sagen wir 800 Dollar pro Tag und Delegiertem.

Kosten der Limousinen: 40.000 X 11 X 800 Dollar = 352 Millionen Dollar

Und last but not least gibt es ja dann auch noch das – tja, nennen wir es mal Entertainment. Frankreich ist stolz auf sich selbst wegen seiner sozialen Freiheit, die soziale Akzeptanz freizügiger Aktivitäten, die in strengeren Ländern verpönt sind. Was in Paris passiert, sollte in Paris bleiben – aber die Kosten jedweder nächtlichen Ausflüge zu persönlichen Erkundungen werden unweigerlich den Weg aus den Taschen der Steuerzahler finden.

Nehmen wir mal an, dass nur 10% aller Delegierten sich entschließen, eine einzige Nacht am Partyleben teilzunehmen. Ich denke, dass man davon ausgehen kann, dass sie sich wahrscheinlich nicht für die Budget-Option entscheiden, also setzen wir konservative 1000 Dollar pro Nacht an.

40.000 X 11 X 1000 Dollar X 10% = 44 Millionen Dollar.

Es kommen noch weitere Kosten hinzu, z. B. die Mieten für die Einrichtungen, in denen die Konferenz stattfindet – aber ich bezweifle, dass das noch sehr viel ist im Vergleich zu den anderen Ausgaben, die ich vorgerechnet habe – sagen wir mal weitere 10 Millionen Dollar.

Gesamtkosten: 1146 Millionen Dollar

Es ist möglich, dass einige Versprechungen in letzter Minute die Einzahlungen in den grünen Fonds noch etwas erhöhen können. Andererseits habe ich vielleicht einige der Kosten unterschätzt – die Begeisterung all dieser wilden Verhandlungen über Nacht könnten die Delegierten dazu bringen, noch viel mehr Geld auszugeben als in meinen ziemlich konservativen Schätzungen angenommen.

Und natürlich können selbst feste Versprechungen von grünem Cash verkümmern, falls andere Parteien zögerlich sind bei der Erfüllung ihrer Versprechungen oder falls eine Änderung der regierungsamtlichen Antreiber die Budget-Optionen überdenkt.

Falls man meine Modellparameter akzeptiert, ist es wohl keine Übertreibung zu sagen, dass die Kosten der COP21-party – oops, -Konferenz die tatsächlich in irgendeinen grünen Fonds der UN fließenden Gelder weit übertreffen.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/11/01/will-paris-cop21-cost-more-to-host-than-it-raises-in-green-pledges/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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