Erdkabel: Die Lösung der Trassenblockade ?

Erdkabel, Bild SIEMENS

Von Günter Keil
Die Verbreitung von Angst gehört seit Jahren zum Erfolgsprinzip der Grünen, die mit dem Waldsterben, das es nie gab, groß wurden. Mobilfunk-Strahlen, Gentechnik, Radioaktivität, Pestizide, Rinderwahnsinn, Klimawandel – die Liste ist noch unvollständig. Diese Angstpolitik ist leider außerordentlich erfolgreich und im Ausland sogar sprichwörtlich geworden: Mit dem Begriff „German Angst“ wird inzwischen eine ganze Bevölkerung verspottet, die anscheinend vor zahllosen Dingen Angst hat – speziell vor technischen Neuerungen. Das waren einmal die Leute, die der Welt unter der stolzen Bezeichnung „Made in Germany“ moderne Technik verkauften.


Auch die Energiewende beruhte ausschließlich auf einer doppelten Angst, die zur offiziellen politischen Begründung gehörte: Der Angst vor dem angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel und der Angst vor einem Atomunfall entsprechend der Reaktorkatastrophe von Fukushima – also letzten Endes der Angst vor einem Erdbeben der Stärke 9 und einem Tsunami in Deutschland.

Die Energiewende hat allerdings Nebenwirkungen, die man nicht bedacht hat, obwohl sie logisch sind: Weil der enorme Ausbau von Wind- und Solarstrom die deutsche CO2-Bilanz keineswegs verbessert, sondern diese Emissionen Jahr sogar für Jahr wegen der Abschaltung der Kernkraftwerke steigen, was die großspurigen Versprechungen der Klima-Kanzlerin widerlegt, muss man nun die letzte Grundlast-Stromerzeugung – die „schmutzigen“ Kohlekraftwerke – bekämpfen. Die sind zwar eigentlich unverzichtbar, erzeugen aber das böse Kohlendioxid. Das wiederum führt zu Entlassungen im Kraftwerks- und Tagebaubereich und erhöht die Blackoutgefahr. Windkraftanlagen – eine der „Säulen“ der Energiewende – verschandeln die Landschaft, erzeugen gesundheitsschädlichen Lärm und zudem Infraschall, dessen Gefahren anscheinend sehr unterschätzt worden sind. Sie töten Greifvögel und Fledermäuse. Was sie leider nicht erzeugen, ist brauchbare elektrische Energie, stattdessen wetterabhängigen „Zappelstrom“, der vor allem die Übertragungsnetze belastet. Der großflächige hochsubventionierte Maisanbau führt zu einer Verdrängung des traditionellen Ackerbaus, außerdem zu einer Gefährdung des Grundwassers. Die Artenvielfalt leidet.

Die Schadensbilanz der Energiewende wird immer länger.

Und schließlich der Netzausbau mit neuen Höchstspannungstrassen quer durch das Land. Die durch jahrelange Strahlenangst-Propaganda erfolgreich sensibilisierten Bürger wussten schon lange, dass Hochspannungsleitungen elektromagnetische Strahlung aussenden. Nach dem Netzausbauplan sollten nun  neue Freileitungen durch ihre Gemeinden gebaut werden – die Riesenmasten in Sichtweite. Es kam wie es kommen musste: Bundesweit regte sich Widerstand entlang der geplanten Trassen, zahllose Bürgerinitiativen mit dem Motto „Keine 380 kV bei uns“ bildeten sich. Zur Strahlenfurcht kam noch die Wut über die Täuschungsversuche mit dem angeblich durch die neuen Leitungen fließenden klimafreundlichen Windstrom aus Norddeutschland, der sich als Strom aus den Braunkohlerevieren herausstellte. Das brachte den bayerischen Bürgerinitiativen, die gegen den Trassenbau kämpfen, großen Zulauf und veranlasste die bayerische Staatsregierung zu einer spektakulären Kehrtwendung bezüglich der Leitungsführung und sogar zu der Infragestellung der Notwendigkeit  dieser Pläne. 

Viele Bürgerinitiativen forderten nun eine unterirdische Trassenführung in ihrer Gemeinde: Durch Erdkabel. Die lokale Politik und inzwischen auch die Landespolitik – in technischen Dingen ahnungslos wie meistens – unterstützte diese Forderungen in der Hoffnung auf eine Beruhigung der Bürger. Das Gejammer der Netzbetreiber half nichts.

Was die wütenden Bürger nicht interessiert und was die Politik nicht weiß, ist die Tatsache, dass man sich damit auf eine Scheinlösung geeinigt hat, die es noch gar nicht gibt.

In einem Expertengespräch im Herbst 2013 der Fachzeitschrift Energiewirtschaftliche Tagesfragen gab der Fachmann des Netzbetreibers Tennet TSO GmbH Martin Fuchs Auskunft über den Stand der Entwicklung.

Zitat:

„Für uns geht es beim Thema Freileitung oder Kabel nicht um die Kostenfragen. Sicherlich sind Kabel – abhängig vom Hintergrund – in der Regel vier- bis siebenmal teurer als Freileitungen, im Einzelfall auch darüber. Viel wichtiger ist für uns aber, dass wir technisch relativ am Anfang stehen; die längsten Höchstspannungs-Kabelstrecken auf der Welt sind 20 km lang, und das zeigt eigentlich schon die Grenzen. Wir selbst errichten z.Zt. in den Niederlanden eine 20 km Teststrecke und haben auch in Deutschland Projekte vorgesehen, um neuralgische Punkte umschiffen zu können. Aber die elektrotechnische Reife und Integrationsmöglichkeit dieser Kabel ist noch nicht gegeben. Letztlich sprechen doch die Zahlen für sich, wenn man die Zahlen für Kabel-Pilotstrecken mit dem Bedarf von mehreren tausend Kilometern vergleicht. Wir stellen übrigens auch fest, dass es dort, wo wir über Kabel reden – und wir haben einige Abschnitte in Vorbereitung – auch Akzeptanzprobleme gibt, denn insbesondere die Bauern sind oft skeptisch gegenüber einer Kabellösung wegen der Folgen für den Boden- und Wasserhaushalt. Höchstspannungskabel haben zudem einen höheren Flächenbedarf.“

Ergänzend RA Dr. Herbert Posser:

„Eine kurze Bestätigung aus meiner planungsrechtlichen Erfahrung: Es ist in der Tat ein weit verbreiteter Irrtum, dass Erdverkabelung einen geringeren Umwelteingriff darstellt als Freileitungen. Es gibt…erhebliche Eingriffe in die Natur, so dass es im Einzelfall durchaus sein kann, dass die Kabellösung unter Umweltverträglichkeits-Gesichtspunkten die schlechtere Variante ist.“ 

Beide Stellungnahmen sind bemerkenswert; niemand geht aber auf die Furcht vor der elektromagnetischen Strahlung ein, die von Starkstromleitungen ausgeht – sei es eine Freileitung oder ein Erdkabel, handle es sich um Wechsel- oder Gleichstrom. Der Stand der wissenschaftlichen Diskussion darüber wird unten dargestellt.

Die Erwähnung der Akzeptanzprobleme bei den Bauern zeigt, dass sich diese gut informiert haben: Erdkabel benötigen breite, immer freizuhaltende Schneisen. Sie müssen überall zugänglich bleiben. Und sie führen zur Bodenaustrocknung.

Die Situation änderte sich vollkommen zur Jahresmitte 2015. Anfang Juli tagte in Berlin eine Art von Trassen-Krisenrat, bestehend aus den widerspenstigen Bayern (Seehofer und Aigner), dem Energieminister Gabriel und der Kanzlerin. Unter dem Eindruck der starken Bürgerinitiativen gegen den Trassenbau in Ostbayern hatte MP Seehofer sein Veto gegen die sog. „Monstertrassen“ eingelegt und alle Beschwichtigungsversuche abgelehnt. Der ÜNB Amprion war zur Untätigkeit verurteilt. 

Was nun Anfang Juli 2015 in der nächtlichen Berliner Krisensitzung ablief, war im Grunde die Herbeiführung einer durch zahlreiche Unsinnigkeiten, Fehleinschätzungen, Symbolpolitik und Medienangst gekennzeichneten typischen Politikerentscheidung, durch die ein nichtexistierendes Problem mit untauglichen aber wie stets sehr teuren Mitteln scheinbar gelöst wurde: „Von nun an haben Erdkabel Vorrang vor Freileitungen“, verkündete Gabriel als Ergebnis.

Die Bayern ließen sich darauf ein, weil sie aus den Reihen der Anti-Trassen-Bürgerinitiativen stets genau diese Forderung gehört hatten und daher annahmen, dass sie sich nun damit zufrieden geben würden. Diese Einschätzung war zutreffend – zumindest vorerst.

Der genaue Verlauf der Leitungen wurde nun abermals geändert; anscheinend soll jetzt die  „Südost“-Leitung bei Landshut enden, während die „Südlink“-Trasse von Brunsbüttel nach Großgartach in Baden-Württemberg verlaufen soll.

Werden die Bürgerinitiativen von nun an ihren Widerstand aufgeben ?

Ein spezielles Problem haben die Trassengegner behalten, obwohl sie vermutlich  meinen, es nun los zu sein. Es geht um die gesundheitlichen Auswirkungen von niederfrequenter elektromagnetischer Strahlung, die von Hochspannungsleitungen ausgeht – und um die erhoffte Entlastung, die Erdkabel an Stelle von Freileitungen bringen würden. Es geht also um zwei selbst für Fachleute schwer  durchschaubare Phänomene, die hier zusammen wirken: Die physikalische Strahlungseinwirkung auf die Bewohner eines Hauses in der Nähe einer Freileitung bzw. eines Erdkabels und die eventuellen gesundheitlichen Auswirkungen.

Sucht man in den Veröffentlichungen der zuständigen Stellen – speziell des Bundesamtes für Strahlenschutz BfS – nach belastbaren und klaren Informationen, bleibt man ziemlich ratlos.

Im BfS-Jahresbericht 2013 findet sich folgendes:

1. Nach der novellierten 26. Bundesimmissionsschutzverordnung 26.Bim.schV „müssen bei neuen Gleichstrom- oder Niederfrequenzanlagen (das sind die 50-Hertz Wechselstrom-Leitungen) die elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder nach dem Stand der Technik minimiert werden.“ Details sind in einer künftigen Verwaltungsvorschrift zu regeln.

2. „Neue Trassen sollen „möglichst nicht durch Wohngebiete geführt werden“.

3. „Mit zunehmendem Abstand wird der Beitrag einer Hochspannungsleitung zur Belastung (der Menschen) durch elektrische und magnetische Felder immer geringer. Die Gesamtbelastung wird dann zunehmend durch die Nutzung elektrischer Energie im Haushalt bestimmt. Bei Wechselstromfreileitungen wird dies in einem Abstand von 100 bis 400 Metern der Fall sein.“

4. „Zudem können Leitungen in die Erde verlegt werden, oder mit Gleichstrom betrieben werden. Welche Variante sich am besten eignet, hängt unter anderem von den Gegebenheiten vor Ort ab. Auch wirtschaftliche Erwägungen spielen dabei eine Rolle.“

Anmerkung: Kein Wort zu den tatsächlichen Unterschieden bei den Belastungen durch Frei- bzw. Erdleitungen.

5. 50-Hertz-Anlagen der Stromversorgung – also Wechselstromanlagen – dürfen einen Grenzwert der magnetischen Flussdichte von 100 Mikrotesla nicht überschreiten.   Anm.: Ein Teil der neuen Trassen soll in Gleichstromtechnik realisiert werden, die bei konstanter Stromstärke nur Magnetfelder aussenden, während Stromschwankungen auch elektromagnetische Abstrahlungen verursachen.

6. „Ansprechpartner für Messungen können Hochschulinstitute, der TÜV, die Kommunen oder Landesumweltämter sein. Auch die örtlichen Stromversorgungsunternehmen verfügen in der Regel über entsprechende Messtechnik. Im Einzelfall prüft die Bundesnetzagentur, ob Messungen angezeigt sind und führt sie in begründeten Einzelfällen auch durch. Die Messungen sind teilweise kostenpflichtig.“

Anmerkung: Dies ist ein starkes Stück. Denn echte Messungen der Strahlungsintensität von Stromleitungen – ob Freileitung oder Erdkabel – kann man erst durchführen, wenn diese Leitungen bereits errichtet und in Betrieb sind. Dass dann bei problematischen Messergebnissen die gesamte Installation wieder abgerissen wird, glaubt wohl niemand.

7. Zu den gesundheitlichen Risiken sagt das BfS: „Offene Fragen bestehen zu einem möglichen Zusammenhang von niederfrequenten Magnetfeldern und Leukämien im Kindesalter sowie neurodegenerative Erkrankungen.“ Im Übrigen spricht das BfS zum Thema der gesundheitlichen Gefahren von „keinen eindeutigen negativen Effekten“, – „aber vereinzelten Hinweisen“. 

Eigenartig ist, dass das BfS in seinem jüngsten Bericht keine Aussagen zu den Risiken von Freileitungen im Vergleich zu Erdkabeln macht. Die einzige Erwähnung der Erdkabel ist oben in Ziff.4 zitiert – sie ist ohne eine brauchbare Bewertung oder gar Empfehlung. 

Auffällig ist die Vagheit und Ungenauigkeit aller Aussagen, die den Eindruck erwecken, als ob es in den vergangenen 20 – 30 Jahren keinerlei handfeste und gesicherte Erkenntnisse zu diesem wahrlich sehr alten Thema gegeben hätte. Das betrifft ganz besonders die Auswirkungen von Wechselstrom-Erdkabeln, die ebenfalls – genau wie Freileitungen – seit Beginn der Elektrifizierung zum millionenfach angewendeten Stand der Technik in städtischen Gebieten gehören. Das sind allerdings Mittel- und Niederspannungsleitungen, keine Höchstspannungsleitungen, wie sie jetzt quer durch das Land neu gebaut werden sollen.

Vollkommen anders geht man in unserem Nachbarland Schweiz mit diesem Problem um. Die Eidgenossen haben – im Gegensatz zu Deutschland – neben den „wissenschaftlich begründeten noch sogenannte Vorsorgegrenzwerte. Damit soll das Risiko für gesundheitliche Auswirkungen, die man heute noch nicht oder nicht genügend kennt, frühzeitig vermindert werden“, wie Jürg Baumann, der „Sektionsleiter Nichtionisierende Strahlung“ vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu) erläuterte (Lit.1).

Für das Magnetfeld von voll ausgelasteten Hochspannungsleitungen setzt die Schweiz einen Maximalwert von   1 Mikrotesla – also ein Hundertstel des deutschen Grenzwertes .

Nur „wenn dies im Einzelfall technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht tragbar ist, gibt es Erleichterungen“. Vergleichbar niedrige Vorsorgegrenzwerte haben die nordischen Länder Europas.

Merkwürdig ist, dass sowohl die Schweiz als auch Deutschland ihre um den Faktor 100 unterschiedlichen Grenzwerte mit „Erkenntnissen der UN-Gesundheitsorganisation“ begründen.

Auch Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats bei der Umweltorganisation BUND und Leiter des Instituts für Geowissenschaften der Universität Halle-Wittenberg, fordert einen Grenzwert, der noch unter 1 Mikrotesla liegt, was „etwa 600 m Abstand von Höchstspannungsleitungen zur Wohnbebauung“ bedeutete.

Seither ist diese Forderung fester Bestandteil bei den Anti-Freileitungs-Bürgerinitiativen.

Nach der deutlichen Befürwortung von Erdkabeln durch den BfS-Präsidenten Ende 2010 erwartete man im 2013er Bericht endlich Fakten und Empfehlungen in Form von Zahlen.  Merkwürdigerweise sind aber wiederum in diesem wichtigsten offiziellen Dokument zum Themenbereich Strahlungen  keine derartigen Informationen zu finden – nur der unklare und belanglose, weil unbegründete Satz, der oben in Ziff.4 zitiert wird. 

Würden die in der Schweiz geltenden Vorsorgegrenzwerte auch in Deutschland gelten, dann wäre es sowohl mit dem Bau von Freileitungen als auch von Erdkabeln, die näher als 500 Meter von einer Wohnbebauung entfernt verlaufen sollen, vorbei. 

Wenn man keine eindeutigen Aussagen zu einer technischen Frage bekommt, gelten dennoch die Gesetze der Physik. Eine unter Spannung stehende und stromdurchflossene Leitung – ob in der Luft hängend oder in einem Kabelschacht – erzeugt elektrische und magnetische Felder. Die elektrischen Felder können sich in der Luft ungestört ausbreiten; im Erdreich hingegen werden sie stark gedämpft. Stromfluss in der Leitung führt zu Magnetfeldern, die eine weitaus größere Reichweite haben als elektrische Felder – und die durch ein die Leitung umgebendes Erdreich so gut wie überhaupt nicht abgeschirmt werden. Wechselstrom sowie schnell schwankender Gleichstrom senden elektromagnetische Felder aus, die von Erdreich kaum gedämpft werden.

Und diese elektromagnetischen Wechselfelder bilden eben jene  „Strahlung“, von der in den Strahlenschutzberichten die Rede ist und deren Wirkung auf die Gesundheit viele fürchten.

Es ist daher davon auszugehen, dass Erdkabel die gleiche Strahlungswirkung wie Freileitungskabel haben – wenn die Art des Stroms, die Stromstärke und der Abstand zum Empfänger der Strahlung gleich sind.  Alle 380-kV-Trassen, die sich in der Netzplanung befinden, transportieren 50-Hertz-Drehstrom, also Wechselstrom. Sie sind daher für die Anrainer problematischer als die Gleichstromleitungen.

Sobald sich diese Erkenntnis durchsetzt, kann man davon ausgehen, dass sich der Widerstand der Bürgerinitiativen künftig auf alle neuen Wechselstromleitungen konzentriert – ob Freileitungen oder Kabel – und damit auf den ungleich größeren Teil des Energiewende-Netzausbaus als der für die Nord-Süd-HGÜ-Leitungen vorgesehene, der nur im Moment mehr Schlagzeilen macht: Die Verteilnetze.

Die Verteilnetze – die kommende riesenhafte Baustelle

Zusätzlich zum offiziell geplanten Ausbau des Höchstspannungsnetzes wird ebenfalls der Ausbau des ungleich größeren Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Niederspannungsnetzes  (Verteilnetze ) beginnen müssen, an das nahezu alle EEG-Stromeinspeiser angeschlossen sind – und weiterhin angeschlossen werden – und das dafür nicht ausgelegt ist (Lit.2).

Dieser von den Stromverbrauchern zwangsweise subventionierte gewaltige Ausbau von Windrädern, Photovoltaikanlagen und Biogas-Stromerzeugern bereitet schon heute den Betreibern der Verteilnetze, an denen sie hängen, große Schwierigkeiten. Mit der 2014 erfolgenden Novellierung des EEG wird dieser Ausbau praktisch ebenso rasch weitergehen, wie schon bisher. In diesem Rahmen könnte sich die bereits bestehende „erneuerbare“ Leistung innerhalb von 10 Jahren nochmals verdoppeln. Wie das die Verteilnetze bewältigen sollen, weiß niemand. 

Zu den Verteilnetzen werden das Hochspannungs-, das Mittelspannungs- und das Niederspannungsnetz gezählt – diese haben zusammen eine Länge von 98% der rund 1,8 Millionen km Stromleitungen in Deutschland.

Im Fachartikel „Die Energiewende findet im Verteilnetz statt“ (Lit.2) fordern die Autoren für diesen Ausbau der Verteilnetze, dass für einen auch in Zukunft sicheren und stabilen Systembetrieb auch die dezentralen Erzeugungsanlagen – die EEG-geförderten – ihren Beitrag dazu leisten müssen. Und zwar bereits jetzt und zudem nicht etwa im Sinne von abermals zu vergütenden Systemdienstleistungen, sondern als einen selbstverständlich zu leistenden Systembeitrag im Sinne des Verursacherprinzips. „Wer am System partizipiert, muss es auch stützen.“ 

Es muss festgestellt werden, dass die geplanten  Ausbaumaßnahmen des Höchstspannungsnetzes sowie die inzwischen ebenfalls als Konsequenz der Energiewende-Politik erkannten noch viel umfangreicheren Ausbau- und Anpassungsmaßnahmen in den weitaus größeren Verteilnetzen (Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Niederspannungsnetze)  völlig unnötig wären, wenn Deutschland eine normale, dem Stand der Technik entsprechende Energiepolitik betreiben würde, wie es in sämtlichen hochentwickelten Ländern eine Selbstverständlichkeit ist.

Wenn der dann tatsächlich riesenhafte Ausbau in den Verteilnetzen beginnt, – und das werden ausnahmslos Wechselstromleitungen sein –  wird die Zahl der Bürger, vor deren Haustür das stattfindet, entsprechend ins Riesenhafte anwachsen. Sie werden dann von den Bürgerinitiativen, die heute gegen die Höchstspannungstrassen kämpfen, einiges lernen können.

Dazu gehört eine schlechte Nachricht: Erdkabel bringen keine Verbesserung bei der Strahlungsbelastung.

Außerdem ist es ein Irrtum, dass Erdverkabelung einen geringeren Umwelteingriff darstellt als Freileitungen. Zwölf dicke Metallrohre auf einer Breite von 20 Metern werden benötigt, um als Zwischenstück die Transportfähigkeit einer 380 kV-Freileitung unterirdisch fortzuführen. Die breite Schneise ist immer freizuhalten.

Wollte man auch die Magnetfelder des Erdkabels abschirmen, müsste man eine mehrere Zentimeter dicke Weicheisen-Ummantelung außen am Kabel anbringen. Das wäre jedoch nicht nur teurer, sondern die Magnet-Wechselfelder würden in der Eisenabschirmung Wirbelströme erzeugen, die zu erhöhten Leitungsverlusten und einer entsprechend stärkeren Erwärmung des Erdkabels führen würden. Das wird niemals erfolgen. 

Die Forderung nach einer Verlegung der neuen Höchstspannungsleitungen unter die Erde kann daher nicht mit einer angeblichen Verringerung oder gar Vermeidung der magnetischen bzw. der elektromagnetischen Strahlenbelastung begründet werden. Aber die Politik hat nun – bis auf weiteres – den Vorrang für Erdkabel beschlossen.

Diese Entscheidung hat  Auswirkungen: 

Der von der Politik unter dem Einfluss des Widerstands der Anrainer zugestandene Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel wird die Energiewende nicht beschleunigen; im Gegenteil. Auf Grund der aufgezählten Schwierigkeiten wird viel Zeit bis zu einer Verwirklichung der entsprechenden Pläne verstreichen. Bis dahin wird es also in den fraglichen Teilstücken der neuen Trassen keinerlei Baumaßnahmen geben. Den Bürgerinitiativen wird es recht sein.

Wenn diese Verzögerungen zwei oder mehr weitere Jahre dauern, erfolgt Zug um Zug die Stilllegung der restlichen Kernkraftwerke und Süddeutschlands Stromversorgung wird prekär. Weder Wind-Zappelstrom noch Braunkohlestrom wird dann durch die nicht vorhandenen Nord-Süd-Leitungen zu den Haushalten und zur Industrie fließen.

Klimaschutz wird dann nicht mehr ein Thema der dortigen Politik sein.

(Lit.1):  Heinz Wraneschitz: „Gesucht: Vorsorgeprinzip bei Hochspannungsleitungen“,

            vdi-nachrichten , 3.8.2012, dort der Hinweis auf das Schweizer  Bafu:                 www.bafu.admin.ch/elektrosmog/01079/01080/01081/02271/index.html?lang=de                       

Dr.-Ing. Günter Keil, Sankt Augustin

12.7.2015

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34 Kommentare

  1. Nachdem die Diskussion über Frequenzen und Antennen immer noch hin und her geht, bringe ich zum Beitrag #27 ein paar Ergänzungen.

    Ob eine Frequenz eine Radio- oder Funkfrequenz ist, ist reine Definitionssache der Frequenzverwaltung und hat mit Elektrotechnik nichts zu tun.
    Wie verhalten sich elektromagnetische Wellen: Mathematisch unabhängig von der Frequenz immer gleich, nämlich nach den Maxwellschen Gleichungen. Aber: Abhängig von der Frequenz verändern sich die physikalischen Randbedingungen drastisch, was zu einem völlig unterschiedlichem Ausbreitungsverhalten in Abhängigkeit von der Frequenz führt.
    Warum nimmt man Längstwellen? Wie Personen, welche noch alte Radiotechnik und nicht nur mehr Mobiles kennen wissen: Je niedriger die Frequenz ist, umso mehr „schmiegt“ sich die Welle der Erdkrümmung an und durchdringt auch Gebäude und Hügel. Ganz niedrige Frequenzen können sogar etwas ins Wasser eindringen (deshalb die extrem niederfrequenten militärischen Sender für Boote und sogar U-Boote). Zudem lässt sich damit durch spezielle Antennenanordnung sogar Bodenausbreitung erzeugen (nur die halbe Antenne ragt aus dem Boden), bei der die Hälfte der Wellenfront im Erdboden verläuft.
    Deshalb hat der deutsche Zeitzeichensender auch nur 77.5 kHz, liegt also deutlich unterhalb der offiziellen Langwelle.
    Kurzwellen (ca. 80 – 15 m Wellenlänge) reflektieren dann an der Ionosphäre (Ionen = elektrische Eigenschaft) und können so den halben Erdball umspannen. Das allerdings im Wesentlichen nur auf der Nachtseite, wenn sich entsprechende elektrische Eigenschaften in der Stratosphäre bilden (Funkamateure kennen das, und wer früher mit dem Dampfradio Mittelwelle gehört hat auch, weil man auch damit nachts wesentlich höhere Reichweiten hatte).
    Werden die Frequenzen noch höher, bündelt sich der Strahl immer mehr und erhält Eigenschaften wie Lichtwellen. Er durchdringt dann zwar problemlos die oberen Luftschichten und kann ins Weltall (oder umgekehrt), dafür durchdringt er aber keine Erde und immer schwerer Gebäude und er beginnt zu reflektieren. Bei elektrisch leitenden Stoffen ist es mit dem Durchdringen ganz aus, da der Skineffekt ein Eindringen durch sofortigen Energiekurzschluss verhindert (das ist bei niedrigen Frequenzen auch so, aber die Eindringtiefen sind eben weit höher – für 50 Hz bei Kupfer ein paar cm, bei 1 MHz noch 66 um).
    Warum geht dann ein Handy trotzdem „überall“? Ganz einfach: Weil überall (fast in Sichtweite) ein Sender steht. (Ein Funkamateur kommt mit 100 W Sendeleistung und der der richtigen Kurzwellen-Frequenz und Nachtzeit von Deutschland bis nach Australien, ein Handy darf vom Sender nur wenige Kilometer entfernt sein).

    Antennen:
    Grundsätzlich haben Antennen immer das gleiche elektrische Prinzip: Man muss das magnetische Wechselfeld senden oder einfangen (das elektrische interessiert wegen der niedrigeren Energiedichte in der Regel nicht). Das magnetische Feld führt immer zu einer Spulenanordnung. Bei höheren Frequenzen sieht (der Laie) das aber nicht mehr, da dafür die Spule mechanisch zum Dipol wird (auch im SAT-LNB steckt innen eine Dipolanordnung). Bestes Beispiel: Die alten Ferritantennen für Mittelwelle (und den DCF Zeitzeichensender), immer bestehend aus einem Ferritstab und drum rum eine schön gewickelte Spule.
    Das berühmte Wellenlängen-Verhältnis: Man kann natürlich mit jedem Stab irgendwie Wellen senden / empfangen. Es ist ausschließlich eine Frage des Wirkungsgrades. Und die sinkt drastisch, wenn man sich nicht an die Regeln hält.

    Nahfeld
    Das Nachfeld ist ein Transformatorfeld. Es hat damit immer eine Rückwirkung auf die Sendespule. Es reicht ganz ganz grob eine bis ein paar Wellenlängen weit (hängt vom Lehrbuch ab, aber max. 10 Wellenlängen). Die Feldstärke nimmt mit der 3. Potenz der Entfernung ab.

    Fernfeld
    Die elektromagnetische Welle befindet sich mehr als 10 Wellenlängen vom Sender entfernt, hat sich vom Erzeuger gelöst und rast durch den Raum. Die Feldstärke nimmt nur noch linear mit dem Abstand ab!

  2. #32: Fred F.Mueller
    Ich lasse Ihren Beitrag #32 unkommentiert stehen. Darauf zu antworten wäre echt ein Herausforderung, die aber nichtsmit E-Technik zu tun hat, sondern mit der Sprache Deutsch – und das würde gegen die Forenregel verstoßen, das es nicht zum Thema des Beitrags gehört. Der werte, anonyme, Leser möge sich sein eigenes Urteil bilden; referenziert haben Sie mich ja mehr als genug.
    Vielleicht sollte die werten Bürgerbewegten und besorgten Bürger nach der Lektüre der Literaturstelle doch noch mal über die Gefahr stromdurchflossener Leiter nachdenken – sprich Strahlung und Felder nachdenken – beides ist übrigens nicht synonym zu verwenden.

  3. @ # 31Holger Burowski

    Lieber Hr. Burowski,

    hier eine Auswahl Ihrer diesbezüglichen Aussagen:

    # 17: „Sie, Dr. Keil oder auch irgendjemand anderes dürfen mir gern erklären, wie sich von einem stromdurchflossenen Leiter eine Welle oder ein Teilchen ablösen – das wäre dann nämlich Strahlung“

    # 25 (A): „Richtig, und zur Abstrahlung einer elektromagnetischen Welle dieser Frequenz sind spezielle Dipolantennen notwendig. Vorher passiert da nichts.

    # 25 (B): „Herr Mueller, es wäre sehr schön, wenn Sie endlich begreifen würden, dass sich um einen stromdurchflossenen Leiter ein magnetisches und ein elektrisches Feld aufbauen. Das hat nichts mit „senden“ zu tun. Senden ist es erst, wenn sich aus diesem Feld eine Welle ablöst“

    # 25 (C): „So? Ich war bisher der Meinung, Radiowellen beginnen mit dem Längstwellenbereich und der beginnt bei 3 kHz“

    # 31 „…unterhalb von 3 kHz würden keine elektromagnetischen Wellen erzeugt.“ „Das habe ich nirgendwo behauptet! In #25 habe ich von Radiowellen gesprochen. Radiowellen sind ein ganz bestimmter Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen“

    Herr Burowski, Sie verstricken sich immer weiter in Ihrem eigenen Gespinst von nur halb verstandenen Grundlagen und schlecht recherchierten Fakten.

    In # 17 haben Sie in Abrede gestellt, dass von einem stromdurchflossenen Leiter Strahlung ausgeht. Inzwischen haben Sie diesen Punkt stillschweigend fallen gelassen. Sie haben die Lächerlichkeit dieser Aussage offensichtlich erkannt.

    Zu # 25 (A): Jetzt geben Sie zu, dass auch bei 76 bzw. 82 Hz. elektromagnetische Strahlung GESENDET werden kann, behaupten aber, dass hierzu spezielle Dipolantennen notwendig seien. Dass dies nicht stimmt, belegt u.a. die nachstehende Veröffentlichung von Riadh W.Y. Habash.

    Zu # 25 (B): Falsch, siehe die unten aufgeführte Literaturstelle

    Zu # 25 (C): Falsch. Für die weltweite Normung ist die International Telecommunication Union (ITU) der UN zuständig. Und laut ITU ist “The radio spectrum is the part of the electromagnetic spectrum from 1 Hz to 3000 GHz (3 THz).

    Zu # 31: Siehe zu # 25 (C).

    Literatur:
    Electromagnetic Fields and Radiation: Human Bioeffects and Safety von Riadh W.Y. Habash
    ELF Electric and Magnetic Fields (0-3 kHz)
    Extremely low-frequency (ELF) Fields are defined as those having frequencies up to 3 kHz. At these frequencies, the wavelengths in air are very long (6000 km at 50 Hz and 5000 km at 60 Hz). Electric and magnetic Fields at this range act independently of one another and are measured independently. Since the 6000/5000 km wavelength of 50/60 kHz radiation is much larger than the relevant distances from the source of Field, the nonradiative, near-Field terms are considerably larger than the radiative terms. Practically, only 1 mW is radiated from a 10 km section of 60 Hz, 500-MW power line, which represents a small fraction of the transmitted power.

    Mfg

  4. #29:Fred F.Mueller
    „…unterhalb von 3 kHz würden keine elektromagnetischen Wellen erzeugt.“

    Das habe ich nirgendwo behauptet! In #25 habe ich von Radiowellen gesprochen. Radiowellen sind ein ganz bestimmter Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen.

  5. #27: Helmut Kuntz
    „Jeder stromdurchflossene Leiter erzeugt ein magnetisches und elektrisches Feld (ein nur unter Spannung stehender Leiter erzeugt nur ein elektrisches Feld).
    Bei Gleichstrom sind diese Felder konstant und nehmen als Nahfeld sehr schnell ab. Es besteht zudem immer eine Kopplung zum erzeugenden Leiter. “

    Genau das versuche ich Herrn Mueller zu erklären.

    ################################################
    „Grundsätzlich unterschiedet man bei Funkwellen deshalb zwischen Nahfeld und Fernfeld. “

    Und genau das ist für mich der entscheidente Punkt. Solange eine Kopplung an den Leiter besteht (Nahfeld), kann man noch nicht von Senden sprechen. Senden heißt für mich, die Welle ist unabhängig von der Quelle (Fernfeld) geworden und kann empfangen werden, ohne dass der Energieentzug des Feldes auf der Empfangsseite einen Einfluss auf den Stromfluss/Spannungswert auf der Sendeseite hat.

    ##############################################
    „Zudem herrscht für die Empfangsantenne das gleiche Prinzip: ist sie klein zur Wellenlänge, nimmt sie keine Energie auf (deshalb kann der menschliche Körper keine 50 Herz Wellen-Energie aufnehmen). “

    Und genau aus diesem Grund kann der Mensch eben keinen Schaden durch das bei der Energieübertragung entstehende Feld um den stromdurchflossenen Leiter nehmen.

  6. @ # 27 Helmut Kuntz

    Lieber Hr. Kuntz,

    schön, dass Sie hier Ihr Wissen beisteuern. Ich gehe davon aus, dass die Diskussion mit Ihnen deutlich sachlicher verlaufen wird als die mit Hr. Burowski, der damit angefangen hat, Hr. Dr. Keil als Ignoranten abzuqualifizieren, dem der Unterschied zwischen Feldern und Strahlung nicht bekannt sei, und zudem behauptete, unterhalb von 3 kHz würden keine elektromagnetischen Wellen erzeugt.

    Nach meiner Erfahrung wirkt so gut wie jeder Leiter als Antenne, und zwar sowohl bezüglich Senden als auch beim Empfang. Die gängigen Regeln für Antennenauslegung haben nur insofern Bedeutung, wenn man diesen Leiter explizit als Sende- oder Empfangsantenne auslegt. Dann wird nämlich alles dafür getan, maximale Signalleistung zu erzeugen, z.B. durch ?/4-Längen. Diese liegen bei 50 Hz und Lichtgeschwindigkeit bei 1.500 km (Wellenlänge 6.000 km/ 4).

    Gesendet und empfangen wird aber auch schon bei äußerst „unidealen“ Antennen und Antennenlängen. Nur ist das dann halt Störsignal und nicht Nutzsignal. Bei z.B. EMV-Verträglichkeitsuntersuchungen werden aber auch schon sehr kleine Feldstärken (bis unter 0,05 V/m) berücksichtigt.

    Jetzt würde mich interessieren, wie sich Ihre Aussage „Ist ein Leiter wesentlich kürzer als die Wellenlänge (sagen wir mal deutlich kleiner Lambda/4.), dann erzeugt die „Antenne“ nur ein Nahfeld wie beim Transformator“
    mit folgenden Informationen harmonisieren lässt:

    A) ZEVS ist ein Längstwellensender der russischen Marine in der Nähe von Murmansk zur Alarmierung tief getauchter U-Boote. ZEVS kann, da er auf einer extrem niedrigen Frequenz von 82 Hertz arbeitet, auch U-Boote in sehr großer Wassertiefe erreichen. Als Sendeantenne verwendet ZEVS einen Bodendipol, der etwa 106 Kilometer lang sein soll. (Wellenlänge bei 82 Hz ist 3658 km, ?/4 also 915 km) Infos aus Wikipedia.

    B) Project ELF (USA, U-Boot-Sender, Frequenz 76 Hz) Clam Lake facility, which served as the test site and was originally called the Wisconsin Test Facility (WTF) consisted of two 14-mile (24 km) transmission line antennas (called ground dipoles) (Wellenlänge bei 76 Hz ist 3947 km, ?/4 also 987 km). Infos aus Wikipedia

    C) Im Prinzip befinden wir uns bei 50 Hz immer im Nahfeld der 6000 km Wellenlänge. Dennoch heißt das nicht, dass keine Sendeleistung in Form von elektromagnetischer Strahlung abgegeben würde. Beides ist allerdings bei der gegebenen räumlichen Nähe messtechnisch schwer zu trennen, weshalb man vermutlich in der täglichen Praxis alles dem Nahfeld zuordnet, das aller Wahrscheinlichkeit nach sowieso den weitaus grösseren Anteil am Gesamteffekt hat. Das ist zwar aus der Sicht des Pragmatikers akzeptabel, aber nicht unbedingt physikalisch korrekt, siehe untenstehendes Literaturzitat.

    D) Hr. Burowski behauptete, für Längstwellen seien spezielle Dipolantennen notwendig. Es gibt jedoch Berichte, wonach Flugzeuge Kommunikation per Längstwellensendung mithilfe nachgeschleppter Drahtantennen von wenigen km Länge abgewickelt haben. Wie sehen Sie das?

    Literaturhinweis

    Electromagnetic Fields and Radiation: Human Bioeffects and Safety von Riadh W.Y. Habash

    ELF Electric and Magnetic Fields (0-3 kHz)
    Extremely low-frequency (ELF) ?elds are de?ned as those having frequencies up to 3 kHz. At these frequencies, the wavelengths in air are very long (6000 km at 50 Hz and 5000 km at 60 Hz). Electric and magnetic ?elds at this range act independently of one another and are measured independently. Since the 6000/5000 km wavelength of 50/60 kHz radiation is much larger than the relevant distances from the source of ?eld, the nonradiative, near-?eld terms are considerably larger than the radiative terms. Practically, only 1 mW is radiated from a 10 km section of 60 Hz, 500-MW power line, which represents a small fraction of the transmitted power.

    Mfg

  7. @ #27 H. Kuntz
    „Mit einem Öko, der dieses Flugblatt gelesen hat, braucht man nicht mehr zu diskutieren.“

    Mit denen kann man ebensowenig diskutieren wie mit Priestern oder dem Papst.

  8. Eine herrliche Diskussionsrunde um das Thema Elektromagnetische Strahlung.

    Meines Wissens ist es vereinfacht so:
    Jeder stromdurchflossene Leiter erzeugt ein magnetisches und elektrisches Feld (ein nur unter Spannung stehender Leiter erzeugt nur ein elektrisches Feld).
    Bei Gleichstrom sind diese Felder konstant und nehmen als Nahfeld sehr schnell ab. Es besteht zudem immer eine Kopplung zum erzeugenden Leiter. Dabei ist zu beachten, dass die Energie im magnetischen Feld steckt, weshalb es praktisch ausschließlich Elektromotoren nach dem magnetischen Prinzip gibt. Nur EEG-Ökojünger wollen Elektronenergie in elektrischen Feldern speichern (können).

    Bei Wechselstrom ist theoretisch jeder Leiter auch eine Antenne. Allerdings ist die Antennenwirkung abhängig vom Verhältnis Leitungslänge zur Wellenlänge.
    Grundsätzlich unterschiedet man bei Funkwellen deshalb zwischen Nahfeld und Fernfeld.
    Ist ein Leiter wesentlich kürzer als die Wellenlänge (sagen wir mal deutlich kleiner Lambda/4.), dann erzeugt die „Antenne“ nur ein Nahfeld wie beim Transformator. Dessen Feldstärke nimmt sehr schnell ab. Erst wenn sich das Fernfeld ausbildet, löst sich die elektromagnetische Welle von der Antenne (es gibt dann keine verbleibende Kopplung mehr zur Antenne) und strahlt in den Raum. Die Energieabnahme des Fernfeldes ist dadurch wesentlich niedriger.
    Um mit 50 Hz Wechselstrom eine Fernfeld-Welle zu erzeugen, benötigt man deshalb Leitungslängen von zig 1.000 den Kilometern. Da der Strom aber nicht allzu hoch ist (im Verhältnis zur Leitungslänge) ist die Fernfeldenergie nicht berauschend. Zudem herrscht für die Empfangsantenne das gleiche Prinzip: ist sie klein zur Wellenlänge, nimmt sie keine Energie auf (deshalb kann der menschliche Körper keine 50 Herz Wellen-Energie aufnehmen). Um das zu begreifen, braucht man nur die Sendeantennen-Längen von Längstwellensendern anzusehen. Bsp. Sender Grimeton: 17,2 kHz, 12St. 2,2 km lange Antennen.
    Die Wellen, die auf langen Freileitungen wirklich stören, sind fremd eingespeiste Strom- Impulswellen (z.B. Blitz), welche aufgrund der Leitungslängen an den Enden reflektieren und als Rücklaufende Welle durch Additionen mit der zulaufenden Spannungsüberhöhungen ausbilden. Das sind aber keine Funkwellen. Der dabei fließende Strom kann natürlich elektromagnetisch verheerend sein. Allerdings nach dem Trafoprinzip, also Nahfeldwirkung.
    Die in Blogkommentaren angemerkten Brummeinstreuungen sind grundsätzlich immer Nahfeldeffekte. Deren Energieübertragung ist vom Kopplungswiderstand abhängig. Da dieser in der Regel durch Luft gebildet wird, ist er sehr hoch und die Energieübertragung deshalb verschwindend niedrig.

    In der Akustik macht man sich das auch zunutze. Im Bierzelt versucht man durch geeignete Lautsprecher-Anordnungen (Line-Arrays) die Schallwelle ebenfalls als Fernfeld-Welle in den Raum zu strahlen und so die schnelle Lautstärke-Verringerung der Nahwelle zu umgehen.

    Also eigentlich keine Probleme. Die seit fast 100 Jahren in jedem Haushalt vorhandene, problemlose Elektroverkabelung belegt es.
    Nun hat aber das elektrische Feld trotz seiner geringe(ren) Energie bei entsprechend hohen Spannungen (V/m) die Eigenschaft, Elektronen bewegen zu können. Die knistern dann (trocknes Haar) und schlagen für den Menschen schädliche (bis tödliche) Stoffe aus den Leitungen und umgebendem Eisenmaterial (z.B. Dächern), wie ich in einer Publikation von Trassengegnern lesen konnte – von einem Professor verfasst . Und damit kann man jeden Ökojünger überzeugen, dass eine Freileitung genau so schlimm ist wie Atom- und Röntgenstrahlung. Mit einem Öko, der dieses Flugblatt gelesen hat, braucht man nicht mehr zu diskutieren.

  9. @ # 25 Holger Burowski

    Lieber Hr. Burowski,

    Sie haben eine sehr interessante Taktik, schnell ein paar neue Behauptungen aufzustellen, sobald man Sie festgenagelt hat. Wen wollen Sie damit eigentlich beeindrucken? Das hier ist nicht die Bild-Zeitung oder der Spiegel, wo Sie Nichtfachleute hinters Licht führen können. Hier im Forum lesen zahlreiche Ingenieure und Naturwissenschaftler mit, die sehr wohl erkennen, dass Sie hier Unwissen mit billigen Taschenspielertricks verstecken wollen.

    Ich greife nur einen Ihrer Punkte heraus: „So? Ich war bisher der Meinung, Radiowellen beginnen mit dem Längstwellenbereich und der beginnt bei 3 kHz“.

    Herr Burowski, Sie hätten nur bei Wiki nachschauen brauchen, aber eben weiter als bis zum ersten Eintrag, der Ihnen untergekommen ist. Dann hätten Sie beispielsweise im Zusammenhang mit Radiowellen zum Stichwort „Extremely Low Frequency“ folgende Erläuterungen finden können:

    „Extremely low frequency (ELF) is the ITU designation for electromagnetic radiation (radio waves)“

    oder im deutschen Wikipedia: „Der Niederfrequenzbereich bezeichnet elektromagnetische Felder oder WELLEN mit extrem niedrigen Frequenzen von < 3 kHz und Wellenlängen von >100 km. Gemäß IEEE wird dieser Bereich weiter unterteilt in Extremely Low Frequency (kurz ELF, (3 – 30 Hz)), Super Low Frequency (SLF) (30 – 300 Hz) und Ultra Low Frequency (ULF) (0,3 – 3 kHz) (siehe Frequenzband)“

    Und im Bereich Super Low Frequency senden auch die 50-Hz-Leitungen des Stromnetzes. Und senden heißt eben nichts anderes als das Aussenden elektromagnetischer Strahlung. Offensichtlich haben Sie noch nie ein Oszilloskop benutzt, sonst wüssten Sie, welch eine hervorragende Empfangsantenne der menschliche Körper für diese 50-Hz-Wellen darstellt. Und Sie haben keine Erfahrung mit Messtechnik, sonst wüssten Sie, was man früher alles für Klimmzüge machen musste, um die eingestreuten 50-Hz-Störungen aus den Signalen von externen Sensoren rauszufiltern. Aus meiner Sicht haben Sie von der Theorie der Elektrotechnik wenig bis keine Ahnung und die Praxis ist Ihnen erst recht völlig fremd.

    Mfg

  10. #25:Fred F.Mueller
    „Wissen Sie wirklich nicht, dass sich Elektronen auch in Leitern bewegen?“

    … und nicht das Sie jetzt auf die Idee kommen, die würden sich mit Lichtgeschwindigkeit durch die Leiter bewegen. Mit Lichtgeschwindigkeit bewegt sich das Feld und in dem steckt übrigens die Energie.

    ################################################
    „Und auch wenn Stromleitungen nicht primär auf die Abgabe von Sendeleitung hin ausgelegt werden: Senden tun sie.“

    Sie haben den Unterschied zwischen Feld und Strahlung einfach noch nicht verstanden.

    ############################################
    „Es gibt sogenannte Längstwellensender mit Frequenzen von z.B. 76 oder 82 Hz, das ist recht nahe an den 50 Hz der Stromnetzes. Die Dinger wurden für die Kommunikation mit U-Booten eingerichtet,…“

    Richtig, und zur Abstrahlung einer elektromagnetischen Welle dieser Frequenz sind spezielle Dipolantennen notwendig. Vorher passiert da nichts.

    ###########################################
    „… und sie senden elektromagnetische Strahlung in Form von Radiowellen aus.“

    So? Ich war bisher der Meinung, Radiowellen beginnen mit dem Längstwellenbereich und der beginnt bei 3 kHz.

    Herr Mueller, es wäre sehr schön, wenn Sie endlich begreifen würden, dass sich um einen stromdurchflossenen Leiter ein magnetisches und ein elektrisches Feld aufbauen. Das hat nichts mit „senden“ zu tun. Senden ist es erst, wenn sich aus diesem Feld eine Welle ablöst. Sehr schön, auch animiert, in der Wikipedia unter dem Begriff „Antennetechnik“ erläutert. Bei Wechselstrom ändert sich, entsprechend der Netzfrequenz, die Polarität der beiden Felder, es entsteht ein Wechselfeld. Bei Gleichstrom bleibt die Polarität immer gleich, es entsteht ein Gleichfeld. Einem Gleichfeld sind Sie übrigens permanent ausgesetzt – dem Erdmagnetfeld. Elektrische Felder werden durch Hauswände abgeschirmt, magnetische nicht. Nur soviel zur Aufklärung für Sie, die Bürgerbewegten und die besorgten Bürger.

  11. @ # 22 Holger Burowski

    Lieber Hr. Burowski,

    ach Gottchen, bei Ihnen ist ja wirklich Hopfen und Malz verloren. Da versteht ja ein Azubi im ersten Jahr mehr von E-Technik als Sie. Wissen Sie wirklich nicht, dass sich Elektronen auch in Leitern bewegen? Auch in Erdkabeln, ja sogar auch in Freileitungen? Und auch wenn Stromleitungen nicht primär auf die Abgabe von Sendeleitung hin ausgelegt werden: Senden tun sie.

    Und bevor Sie hier irgendetwas von „zu niedriger Frequenz“ brabbeln, ein weiterer Gratistipp für Sie: Es gibt sogenannte Längstwellensender mit Frequenzen von z.B. 76 oder 82 Hz, das ist recht nahe an den 50 Hz der Stromnetzes. Die Dinger wurden für die Kommunikation mit U-Booten eingerichtet, und sie senden elektromagnetische Strahlung in Form von Radiowellen aus. Das ist es doch, was Sie in Abrede stellten.

    Deshalb bitte, bitte: Hören Sie um Himmels willen auf, sich hier derart penetrant als technischer Ignorant zu outen, das tut einem ja innerlich weh.

    Mfg

  12. @ #17 H. Burowski

    „… wie sich von einem stromdurchflossenen Leiter eine Welle oder ein Teilchen ablösen – das wäre dann nämlich Strahlung.“

    Das ist der Beweis für die Überlegenheit der „DDR“-Hochschulausbildung. Ich frag mich nur, warum vor genau 26 Jahren die Menschen in Massen aus jenem Bildungsparadies ausbrachen.

  13. #19:W.Millauer
    „Die Erkenntnis ist gar nicht so neu. Sie werden es nicht glauben, bei jeder Sendeantenne löst sich Strahlung von einem stromdurchflossenen Leiter ab, das war auch vor 30 Jahren schon so.“

    Da haben Sie natürlich recht, nur bin ich bei den stromdurchflossenen Leitern von denen der Energieversorgung ausgegangen – zumindest geht es in dem Artikel nur um die Stromversorgung. Theoretisch kann sich von einer 50-Hz-Leitung eine Welle ablösen, praktisch ist das aber, wie Sie selbst schreiben, vernachlässigbar und bei Gleichstromübertragung nicht der Fall.

    #20: Fred F.Mueller
    „Kleiner Tipp: Gehen Sie zu Wikipedia, da werden Sie geholfen. Achten Sie insbesondere auf Stichworte wie „Bewegungen von Elektronen“.“

    Herr Müller, das Thema des Beitrags ist die Energieversorgung mit Erdkabeln, nicht Elektronenröhren. Dort treten natürlich aus einer beheizten und stromdurchflossenen Kathode Elektronen aus und bewegen sich zur Anode.

  14. @T.Heinzow #18
    Die meisten Grünen Menschen in Deutschland wissen gar nicht, welche Zerstörungs- Spreng- und Zersetzungskärfte die Natur in sich trägt.
    Wind, Eis, Wasser, Pflanzen (Wurzeln), Feuer (Vulkane und Blitz), Erdbeben….
    Aber solange man in Grün Deutschland immer noch meint, man müsse die Naturkräfte mehr schützen als den Mensch vor den Naturkräften, dann muss man wohl zu der Überzeugung kommen, dass der Grüne Mensch erst einmal die Erfahrung der Naturkräft am eigenen Leib erfahren muss, bevor er zur Einsicht kommt.
    In einer CO2 freien Welt und in einer Welt ohne Stromversorgung (100% Erneuerbare Energie) wird es nämlich keinen Schutz des Menschen vor diesen Naturkräften mehr geben. Weder Windmühlen noch Solarparks würden in so einer „Grünen-Welt“ funktionieren. Es würde keine Notstromaggregate geben und auch keine Autos. Das THW wäre komplett überflüssig. Weil die technischen Hilfen in einer CO2 freien Erneuerbaren Energie Ökowelt einfach nicht mehr vorhanden wären. Mit Holzschaufeln würde man dann einen Damm aufbauen müssen. Es würden keine Helikopter mehr zum Einsatz kommen und auch keine Flugzeuge….usw.usw.

  15. @ # 17 Holger Burowski

    Lieber Hr. Burowski,

    dass Sie offensichtlich vor 30 Jahren in Ihren Vorlesungen nicht aufgepasst haben, habe ich jetzt verstanden. Ich sehe mich aber nicht in der Pflicht, Ihnen hier Nachhilfe zu erteilen.

    Kleiner Tipp: Gehen Sie zu Wikipedia, da werden Sie geholfen. Achten Sie insbesondere auf Stichworte wie „Bewegungen von Elektronen“.

    Dieser Hinweis ist gratis, aber Sie können gerne EIKE eine kleine Spende zukommen lassen.

    Mfg

  16. # 17 Holger Burowski sagt:
    „Sie, Dr. Keil oder auch irgendjemand anderes dürfen mir gern erklären, wie sich von einem stromdurchflossenen Leiter eine Welle oder ein Teilchen ablösen – das wäre dann nämlich Strahlung. Ich bin offen für jede neue Erkenntnis, mein Studium liegt mittlerweile auch schon 30 Jahre zurück.“

    Die Erkenntnis ist gar nicht so neu. Sie werden es nicht glauben, bei jeder Sendeantenne löst sich Strahlung von einem stromdurchflossenen Leiter ab, das war auch vor 30 Jahren schon so. Nur, wenn das wirklich effizient von statten gehen soll, so muss diese Antenne in etwa in Resonanz mit der Frequenz sein also eine Länge von z. B. Lambda/4 oder ganzzahlige vielfache davon haben. Die Wellenlänge bei 50 Hz beträgt 6000 km. Bei Leitungslängen unter 1000 km spielt sich da noch recht wenig ab. Tatsache ist aber, dass dieser Effekt und die damit verbundenen Begleiterscheinungen (stehende Welle auf der Leitung mit Strom- u. Spannungsknoten und -Bäuchen sind für sich schon absolut unzulässig!) bei Wechselstromleitungen sich u. a. auch begrenzend auf die realisierbare Länge der Leitung auswirkt. Also Abstrahlung spielt bei 50 Hz und üblichen Leitungslängen praktisch keine Rolle. Reale Beeinträchtigungen durch Freileitungen gehen dagegen von den elektrischen und magnetischen Nahfeldern aus, ob dabei allerdings etwas „gefährlich“ ist, würde ich für mich selbst stark bezweifeln. Andere dürfen das aber durchaus auch anders sehen, ich möchte dann nur noch darauf hinweisen, dass das Problem bereits beginnt, wenn man auf dem Bahnsteig unter der Oberleitung steht.

  17. @ #16 Hofmann,M

    Man kann Wahnsinnige nur durch aus dem Verkehr ziehen unschädlich für die Gesellschaft machen. Hier ist der Wahnsinn aber leider höchstinfektiös, so daß man halt nur abwarten kann, bis die Versorgung der Wahnsinnigen zusammenbricht. Dann tritt ein Heilungsprozeß ein, der aber leider viele Invaliden hinterläßt, wie das NS- und das SED-Regime.

    So wie sich diese Wahnsinnigen unfähig zeigen von ihrem Tun abzulassen, so benehmen sie sich gegenüber jetzt auf 1 Million angeschwollene Menschenmassen, die ohne Perspektive ins immer kälter, feuchter und stürmischer werdende Deutschland wandern und noch einmal 5 Millionen nachholen wollen. Die U-Bahn-Tunnel und Brücken reichen nicht, um die sicher unterzubringen … .
    Beim Strom kann man den Kollaps durch Abschalten unsinniger Technik verhindern, bei Menschen nicht … . Was dieselbem Leute da mit den armen Menschen veranstalten ist ein „Verbrechen“ gegen die Menschlichkeit. wer von den Foristen ist bereit in HH jetzt in ein Zeltlager zu gehen und dort zu übernachten? Es sind 25 Knoten Mittelwind angesagt …

  18. #10 Fred F. Mueller
    „Eine Ausbildung in Elektrotechnik ist ohne intensive Beschäftigung mit Feldtheorie schlicht nicht denkbar.“

    … und, wie intensiv haben Sie sich damit in Ausbildung beschäftigt?

    ###################################
    „Der von Ihnen als Ignorant bezüglich „Feldern und Strahlung“ eingestufte Hr. Günter Keil hat Elektrotechnik studiert und über Halbleitertechnik an der TU München promoviert. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut Technische Elektronik, TU München und bei der Fraunhofer Gesellschaft auf dem Gebiet Halbleiter-Strahlendetektoren und Mikrowellen. Danach wechselte er ins Bundesministerium für Forschung und Technologie mit Aufgabengebiet Programmentwicklung und Betreuung von Förderprojekten in der Energieforschung, Fertigungstechnik, Mikroelektronik, und Umwelttechnologie.“

    Die Vita von Dr. Günter Keil ist mir bekannt. Bie der Bewertung von Fakten in einem Beitrag interessiert mich weder der akademische Dienstgrad noch der berufliche Werdegang des Autors, sonder eben die Fakten.
    Sie, Dr. Keil oder auch irgendjemand anderes dürfen mir gern erklären, wie sich von einem stromdurchflossenen Leiter eine Welle oder ein Teilchen ablösen – das wäre dann nämlich Strahlung. Ich bin offen für jede neue Erkenntnis, mein Studium liegt mittlerweile auch schon 30 Jahre zurück.

    Das Problem von Bürgerbewegten, Bürgerinitiativlern oder besortgen Bürgern ist, dass in der Regel Halbwissen und Bauchgefühl zum Motor des Handelns wird. Insofern sollte man doch als wissenschaftlich-technisch tätiger Mensch daran interessiert sein, Aufklärung zu betreiben und nicht ein Lobgesang anstimmen, nur weil einem das Halbwissen und Bauchgefühl der Bürgerbewegten gerade in den ideologischen Kram passt.

    Auch die Frage Leitungsausbau sehe ich anders, als im Artikel dargestellt. Ich sehe aber wenig Sinn darin und habe auch nicht die Zeit, mich mit Leuten auseinander zusetzen, die zu diesen Fragen die Position der Fundamentalopposition einnehmen. Fundamentalopposition ist eine Glaubensfrage und gegen Glauben kommen keine technischen Fakten an – leider.

  19. @Kommentar #1 zu Admin. Bemerkung

    Man weis seit Jahren, welche Kraft die Natur gegenüber menschlichen Bauten entwickeln kann. Man weis, dass das Wurzelwerk von Pflanzen sich in jede kleinste Gebäude und Steinritze hineinranken kann und diese dann sprengen kann. Man weis, dass nicht nur das Wurzelwerk ein Gefahr darstellt, sondern auch Pilze können mit ihren unterirdischen Geweben auf ein im Boden befindliches Bauwerk einwirken. Und noch eines….evlt. schafft man mit diesen „Warmen und feuchten Klima“ in der Nähe von diese Kabelschächten den optimalen Wachstumsstandort für Pflanzewurzelen und Pilzgeweben.
    Und das Warten und Instandhalten von unterirdischen Konstrukten ist dann auch Zeit- und Arbeitsaufwendiger als die ohne hin schon Arbeits- und Zeitaufwendige Wartung von Strommasten und Freiland Stromleitungen.
    Alles im Allen erscheint mit die Verlegung von Stromtrassen unter die Erde mehr Nachteile als Vorteile mit sich zu bringen. Und aus diesen Grund schon gehört diesen unterirdischen Verlegen von Stromleitungen eine Absage erteilt. Wie eigentlich der ganzen Ennergiewende mit ihren massenhaften Neuen Stromleitungen und Stromerzeugern (Windmühlen und Solarparks) schon längst die wirtschaftliche und technsiche ROTE KARTE gezeigt bekommen werden müsste.
    Danke!

  20. Komment M.L. in #2

    Schauen Sie sich mal an, was momentan bei Solarworld (Aktie) abläuft. Klage in den USA gegen Solarworld…bin mal gespannt wie lange diese seit Jahren anhaltende Insolvenzverschleppung noch weitergeht bei Solarworld?
    Das alles ist nur noch krank und hat mit wirtschaftlicher Wertschöpfung zum Wohl einer Gesellschaft nichts mehr zu tun….Subvention und Zwangsabgabensystem pur und mark- und gesellschaftsfeindlich bis in Mark einer sozialen Marktgesellschaft.

  21. Die Aussage, dass die von Freileitung und Kabel ausgehenden elektromagnetischen Beeinträchtigungen die gleichen seien, kann man so nicht stehen lassen. Beim Kabel gilt ganz grundsätzlich, dass das E-Feld außerhalb des Kabels immer 0 ist, da der Kabelmantel (Stahlarmierung) immer geerdet sein muss. Außerhalb tritt nur das Magnetfeld in Erscheinung, mit hohen Feldstärken hauptsächlich zwischen Hin- u. Rückleiter bzw bei Drehstromleitungen zwischen den 3 Strängen, bei Gleichstromleitungen logischer Weise als Gleichfeld. Dieses konkurriert dabei mit dem magnetischen Erdfeld, das in unseren Breiten mit einer Flussdichte von rund 40 µT zu Buche schlägt. Soweit ich weiß hat davon noch niemand Schaden genommen. Dazu kommt noch, dass Wechselstromkabel über lange Strecken wegen der hohen kapazitiven Blindleistung ohnehin nicht möglich sind. Also wenn Kabel über große Entfernung, dann immer Gleichstrom (so z. b. Seekabel). Nachteil von Gleichstrom (HGÜ) ist die bisher noch nicht mögliche Vernetzung von Gleichstromsystemen.
    Das gravierendste Argument gegen Kabel neben den Kosten ist die lange Ausfallzeit bei einer Störung. Kabelreparaturen nehmen meist viele Tage oder sogar Wochen in Anspruch, je nachdem welche Schäden in der Umgebung einer solchen Kabelexplosion entstanden sind. Freileitungsreparaturen benötigen meist nur Stunden (solange nicht alle Masten umgefallen sind!). Demnach müssten HGÜ-Kabel immer voll redundant (d. h. doppelt) verlegt werden. Auch das scheint in der Politik weitgehend unbekannt zu sein.

  22. @Fred F. Mueller #2
    Dieser Absatz von Ihnen…“Grundlage vernünftiger Stromerzeugung war früher eine abgestimmte Bereitstellung von Erzeugung und Transport elektrischer Energie, wobei der Gesamtaufwand vom Kraftwerk bis zur Steckdose optimiert wurde. Ergo: Zuverlässige Einheiten und kurze Wege bis zu den Zentren des Verbrauchs.“

    …hat mich zur folgender Überlegung gebracht.
    Dieses optimierte Stromversorgungssystem, dass wir uns nach dem II Weltkrieg in Deutschland aufgebaut haben, ist aus den Mangel und der Armut des verlorenen Krieg heraus entstanden. Somit hat man aus dem Mangel ein System erschaffen, dass genau die Eigenschaften zu Tage brachte, die Sie in Ihren Absatz darstellen.
    Heut zu Tage leben wir jedoch in der Selbstverständlichkeit diese optimierten und zuverlässigen Stromversorgungsnetz und wissen gar nicht, was wir mit der Energiewende im Zusammenspiel des marktfeindlichen EEG da zerstören.

  23. Herr Haar
    Ihre Fragen sind absolut berechtigt. In den Süden gehen 3 HGÜs, zwei nach BaWü und eine nach Bayern. Das Gaskraftwerk Irsching wird dann notwendig, wenn die HGÜ nach By steht und das AKW Landshut abgeschaltet ist. Irsching dient dann als Ergänzungskraftwerk für den HGü- Zappelstrom. In BaWü ist definitiv eine HGÜ zuviel, wir haben einen Stromüberschuss und Sie schreiben richtig, dass bei Windflaute eben überall Flaute ist, zumindest an der Nordsee. Die richtige Lösung für BaWü wäre nur eine HGÜ und ein großes Gaskraftwerk als Ergänzung. Unser grüner Umweltminister Untersteller begreift das nicht, er glaubt, wenn eine HGÜ wegen Flaute fast nichts liefert, dann habe man die andere als Ersatz. Und wenn beide liefern, dann geht unser großer Überschuss von etwa 2,6 Gigawatt in fünf Jahren von BaWü nach Bayern, falls man den dort überhaupt braucht. Ansonsten werden die Leitungen heiß, der Strom wird verheizt oder als elektromatische Felder abgestrahlt oder ins Ausland zu negativen Preisen verschenkt.

  24. Von Günter Keil: „entsprechend der Reaktorkatastrophe von Fukushima“
    =============================

    Das Wort „Reaktorkatastrophe“, Herr Keil, impliziert Zerstörung, Tote und Verletzte, verursacht vom Reaktor. Das gab es nicht in Fukushima. Reaktor was außer Betrieb, das war alles. Keine Katastrophe, Herr Keil.

  25. @ # 6 Holger Burowski

    Lieber Hr. Burowski,

    ich an Ihrer Stelle hätte mich zuerst informiert, bevor ich hier den großen Zampano markiere. Das hätte es Ihnen erspart, sich dermaßen der Lächerlichkeit preiszugeben, wie Sie es hier tun.

    Soweit ich mich dunkel an meine technische Ausbildung (Herstellung von Faustkeilen aus Feuerstein oder so ähnlich) erinnern kann, gab es damals auch schon Leute in der Parallelklasse, die sich am Fluss mit den dortigen starken und schwachen Strömungen beschäftigten…

    Aber Spaß beiseite: Eine Ausbildung in Elektrotechnik ist ohne intensive Beschäftigung mit Feldtheorie schlicht nicht denkbar.
    Der von Ihnen als Ignorant bezüglich „Feldern und Strahlung“ eingestufte Hr. Günter Keil hat Elektrotechnik studiert und über Halbleitertechnik an der TU München promoviert. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut Technische Elektronik, TU München und bei der Fraunhofer Gesellschaft auf dem Gebiet Halbleiter-Strahlendetektoren und Mikrowellen. Danach wechselte er ins Bundesministerium für Forschung und Technologie mit Aufgabengebiet Programmentwicklung und Betreuung von Förderprojekten in der Energieforschung, Fertigungstechnik, Mikroelektronik, und Umwelttechnologie.

    Vielen Dank nochmals für Ihre erneute öffentliche Selbstentlarvung.

    Mfg

  26. Ein Hinweis zu den „niedrigeren“ Grenzwerten der Schweiz:
    In der Schweiz (1 Mikrotesla) wird die Gebäudedämpfung mit berücksichtigt, weil es dort um die Belastung der Innenräume geht – im Gegensatz zu den Werten in D (100 Mikrotesla) wo es sich um die direkte Umgebung der Leitungen handelt.
    Zusätzlich spielt m.W. auch noch die Art der Berechnung der Leitungsbelastung eine Rolle:
    In D wird immer die maximale Last der Leitung angesetzt – auch wenn die im Jahr vielleicht nur wenige Stunden auftritt. Andere Länder(auch CH?) verwenden jährliche Mittelwerte der Last.

  27. Bei der Diskussion über die Nord-Süd-Trassen habe ich bis jetzt noch keine Antwort auf die Frage gefunden, ob der Bau dieser Trassen überhaupt sinnvoll ist. Wie bereits bei Eike dargelegt, sind die meisten Wetterlagen so, dass sie in etwa über ganz Deutschland und über die Nachbarstaaten, was die Windverhältnisse angeht, sehr ähnlich sind. Wenn über Norddeutschland und über der Nordsee starke Windverhältnisse vorliegen, weht es in Bayern und Baden-Württemberg zumindestens mittelkräftig, so dass die „Südstaaten“ durch ihre eigenen Windkraftanlagen und fossilen Kraftwerke ihren Strom zu dieser Zeit erzeugen können, und es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Lieferung aus dem Norden abzublocken, wenn sie nicht der Ruin ihrer fossilen Kraftwerke in Kauf nehmen wollen (siehe die Stilllegung des Gaskraftwerkes Irsching).
    Bei Windflauten sind diese Stromtrassen sowieso Unsinn.
    Wir schaffen uns insgesamt gesehen ein weiteres Milliardengrab, das von den Verbrauchern ohne Gegenleistung zusätzlich bezahlt werden muß. Jede Fehlentscheidung führt somit zu Korrekturen, die sich ebenfalls wieder als Fehlentscheidung herausstellen. Der Gipfel des Hohns ist es, dass eine promovierte Physikerin diesen Wahnsinn weiter vorantreibt.
    Armes Deutschland!
    Mit freundlichem Gruß
    Dr. Hubert Haar

  28. Interessanter Beitrag, danke

    Ganz interessant zu diesem Thema und Erdkabeln ist der Vortrag von Volker Kamm, 50Herz-Pressesprecher: Ich meine, sein Fazit herauslesen zu können: „Laßt die Finger von Erdkabeln.“

    Googelt nach „Betriebserfahrung mit Höchstspannungs-Kabelanlagen VortragKamm“

    MfG

    G.Wedekind

  29. Wenn dem Autor der Unterschied zwischen Feldern und Strahlung nicht bekannt ist, empfehle ich als Literatur des Buches „System Felder Wellen“, bekannt auch als „Blaues Wunder“,(http://tinyurl.com/q8bsfje) vom genialen Prof. Dr. Fritzsche (http://tinyurl.com/nk63f9d) oder, werter Herr Keil, sie lassen die Finger von Beiträgen, bei denen man den Unterschied zwischen Feldern und Strahlung kennen muss.

    PS: Herr Fred F. Mueller – ich habe ihnen hiermit wieder ein wenig von mir und den Professoren, die mein Fachwissen geprägt haben, preis gegeben. Können Sie fachlich mithalten?

  30. Im Text steht: „Der genaue Verlauf der Leitungen wurde nun abermals geändert; anscheinend soll jetzt die „Südost“-Leitung bei Landshut enden, während die „Südlink“-Trasse von Brunsbüttel nach Großgartach in Baden-Württemberg verlaufen soll.“ Das ist richtig, was Sie schreiben. Es wurde so im Sept. durch die BNetzA bestätigt. Bayern hat damit nur noch eine HGÜ, die etwa 20 km vor Landshut endet und BaWü hat zwei und einen kräftigen Stromüberschuss. Deshalb wird von Großgartach/Kupferzell aus in einer 380 KV durch meinen Heimatort der Nord-Strom nach Gundremmingen in By weitergeführt. Bayern wird also von BaWü aus mit Strom versorgt. Als Ilse Aigner diese Idee Mitte Mai vorgetragen hat, gab es noch einen großen Aufschrei der grünen Landespolitiker, vor allem vom grünen Umweltminister Untersteller, nach dem Motto „nur über meine Leiche“ Bayern hat sich durchgesetzt und Untersteller lebt immer noch.
    Ein Dank dem Autor, der Artikel ist sehr gut recherchiert.

  31. Nach dem Lesen dieses Beitrags war ich zunächst beunruhigt: Die Erdkabel befinden sich noch im Versuchsstadium. Der Fertigstellungstermin der neuen Hochspannungsleitungen wird also sicher nach dem Abschalttermin des letzten KKWs in Deutschland liegen. Andererseits ist dies für die bayerischen Politiker offensichtlich kein Anlass zur Sorge. Offensichtlich gibt es eine Lösung, über die man aber nicht so gerne spricht: In den europäischen Nachbarländern (Schweiz, Slowakei, Tschechien, Ungarn) stehen insgesamt 10 GW Leistung von Kernkraftwerken bereit, für die keine neuen Leitungen benötigt werden.

  32. Im Artikel ist gleich zu Anfang ein kleiner Fehler

    „Auch die Energiewende beruhte ausschließlich auf einer doppelten Angst, die zur offiziellen politischen Begründung gehörte: Der Angst vor dem angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel und der Angst vor einem Atomunfall“

    Es waren/sind nicht 2 sondern 3 Angstmacher zur Begründung der Energiewende in die Öffentlichkeit getragen worden. Der dritte Angstmacher ist das baldige Ende der fossilen Energieträger. Man wollte ja sicher gehen, daß wenigstens eins der Argumente bei den unterschiedlichen Wissensständen der Bevölkerung glaubhaft ankommt.
    Zu den geplanten Leitungskapazitäten habe ich da auch noch ein paar Fragen.
    1. Reichen die geplanten Kapazitäten zum Abtransport der maximal möglichen Stromproduktion aus Wind und/oder PV?
    2. Wieviele Stunden im Jahr sind die Leitungen mit Null oder sehr geringer Leistung belastet?
    3. Sind die Bereitstellungs- und Erhaltungskosten dieses neuen Leitungssystems nicht höher als der Wert der durchgeleiteten Strommenge?
    4. Welche zusätzlichen Kosten sind zu erwarten, wenn das Netz insbesondere durch PV auf Wohnhäusern auch im unteren Spannungsbereich komplett aufgerüstet werden muß?

    Ist diese „Energiewende“ rundherum sinnlos verbratenes Geld? Nicht ganz! Zum einen ist es eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die beteiligten Unternehmen, zum anderen läuft bei diesen gigantischen Kosten nichts ohne Kredite. Die Banken werden sich freuen.

  33. Lieber Hr. Keil,

    besten Dank für diese fachlich wieder sehr fundierte Darstellung der Sackgasse, in die wir uns immer weiter hineinmanövrieren lassen.

    Grundlage vernünftiger Stromerzeugung war früher eine abgestimmte Bereitstellung von Erzeugung und Transport elektrischer Energie, wobei der Gesamtaufwand vom Kraftwerk bis zur Steckdose optimiert wurde. Ergo: Zuverlässige Einheiten und kurze Wege bis zu den Zentren des Verbrauchs.

    Das alles wurde und wird mutwillig zerschlagen. Mit der Stilllegung von immer mehr Kohle- und Kernkraftwerken wird sich auch das Leitungsproblem „von selbst“ erledigen. Wo kein ausreichendes Stromangebot ist, braucht man auch keine Leitungen. Ich sehe keine Chance mehr für Deutschland, die Kurve noch rechtzeitig zu kriegen. Ein grösserer Blackout wird kaum noch zu vermeiden sein. Danach wird man alle Schuldigen auszeichnen, die Warner in die Wüste schicken und dem Bürger dreifache Preise für Energie abverlangen.

    Dennoch werde ich weiter ebenso wie Sie gegen diesen Unsinn ankämpfen. Irgendwie weigere ich mich, einfach nur aufzugeben.

    Mfg

  34. Gute Artikel.
    Zwei Sachen sind mir aufgefallen…

    1. Die Stromversorgung wird nicht mehr aufrecht gehalten werden können, da die Kohlkraftwerke jetzt auch schneller aus dem Stromerzeugungspark politische heraus diktiert werden. Somit wird der Zusammenbruch unserer Stromversorgung schneller kommen, als uns allen lieb bzw. auch recht ist. 😉

    2. So wie ich das Verstanden habe, werden diese Erdkabel in einen einen Schacht (Sargophag) unter die Erde verlegt. Somit stellt sich für mich die Frage, wie will man der Erwärmung in diesen Sargophag zur Rande kommen. In der Luft kann ja die Wärme gut abgeleitet werden aber unter der Erde und dazu noch in einen Sargopharg = geschlossenen Schacht….Entlüftungsschächte werden hier fällig werden. Und wie schaut es dann mit Nagetieren aus, die sich evtl. über die Isolierungen hermachen…oder das Eindringen von Wasser im Zusammenspiel mit einer defekten Isolierung….

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