Eiszuwachs in Grönland: Alle Rekorde gebrochen!

Bild rechts: Greenland Ice Sheet Surface Mass Budget: DMI. Legende:

Oben: Der tägliche Gesamtbeitrag zur Massenbilanz an der Oberfläche des gesamten Eisschildes (blaue Linie in Gt pro Tag). Unten: die akkumulierte Massenbilanz an der Oberfläche vom 1. September bis jetzt (blaue Linie in Gt) und während der Saison 2011-2012 (rot), als es zu einer sehr starken sommerlichen Eisschmelze gekommen war. Zum Vergleich wird die Mittelkurve der Jahre von 1990 bis 2013 gezeigt (dunkelgrau). Der gleiche Kalendertag in jedem der 24 Jahre (im Zeitraum 1990 bis 2013) wird seinen eigenen Wert haben. Diese Unterschiede von Jahr zu Jahr werden illustriert durch das hellgraue Band. Allerdings wurden für jeden Tag der jeweils höchste bzw. tiefste Einzelwert der 24 Jahre weggelassen.

Inzwischen stimmt die New York Times ein gewaltiges Klagelied mit der Behauptung an, dass Grönland abschmilzt (Quelle):

500 Milliarden Tonnen Schnee fallen jedes Jahr auf Grönland. Alles davon muss ins Meer zurückkehren, entweder durch Schmelzen oder durch das Kalben von Gletschern. Anderenfalls würde sich das Eis bis zur Obergrenze der Atmosphäre stapeln. Antiwissenschaftliche Elemente bei der NYT machen Bilder von diesem essentiellen Prozess und ordnen ihn dem „Klimawandel“ zu.

Die Schreiberlinge der NYT verstehen nicht einmal das grundlegendste Prinzip von Wissenschaft und wissenschaftlichem Prozess und verspüren auch keine Lust, darüber zu schreiben.

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Der gleiche Link bei GWPF zeigt noch die Kurzfassung eines weiteren Artikels zu diesem Thema. Offenbar war auch schon im vorigen Winter eine besonders starke Eiszunahme zu verzeichnen, die in diesem Jahr obigem Beitrag zufolge nochmals übertroffen worden ist:

Eiszuwachs in Grönland: In diesem Winter stärker als normal

Der grönländische Eisschild scheint in diesem Winter (2014/15) schneller zu wachsen als während der letzten Jahre. Dies geht aus den neuesten Daten des Danish Meteorological Institute DMI hervor:

Diese gesteigerte Rate Eisakkumulation folgt einem virtuellen Stillstand des Massenverlustes des riesigen Eisschildes im vorigen Jahr, von welchem die NOAA berichtet hatte.

Das Eis akkumuliert gegenwärtig mit einer höheren Rate als im Mittel des Zeitraumes von 1990 bis 2011, und seit Ende November ist die Zunahme mit der höchsten Rate der letzten vier Jahre erfolgt. Die Eisakkumulation erstreckt sich auf ein Gebiet, das signifikant größer ist als im Mittel der Jahre 1990 bis 2011, wobei sich im Südosten besonders hohe Raten zeigen.

Im vorigen Monat berichtete die NOAA von Satellitendaten, die zeigten, dass sich die Rate des Eisverlustes des grönländischen Eisschildes im Jahre 2014 signifikant verlangsamt hat. Die jährlich von der NOAA im Dezember veröffentlichte Arctic Report Card bestätigt, dass der Eisverlust von Juni 2013 bis Juni 2014 „vernachlässigbar“ war, machte er doch insgesamt lediglich 6 Milliarden Tonnen aus.

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Link (beide Beiträge): http://www.thegwpf.com/greenland-blowing-away-all-records-for-ice-gain/

Beide Beiträge übersetzt von Chris Frey EIKE

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Anmerkungen zu diesen beiden Beiträgen

von Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

Als mir mein Freund Chris, unser Übersetzer, diese Beiträge gezeigt hat, bin ich – bildlich gesprochen – fast vom Stuhl aufgefahren, und zwar aus folgenden Gründen:

Mitte Oktober d. J. habe ich in einem Beitrag für das EIKE hier über eine Kaltwasserinsel im zentralen Atlantik geschrieben und dass diese einen rekord-kalten Sommer in West- und Nordwesteuropa gebracht hatte. Möglicherweise (d. h. ohne dass ich das irgendwie belegen kann) ist dieses kalte Wasser jetzt auch für die besonders starke Eiszunahme verantwortlich, die in obigen Beiträgen beschrieben wird.

Diese Kaltwasserinsel war im Sommer deutlicher ausgeprägt als bei Redaktionsschluss jenes Beitrages, und man konnte vermuten, dass sie sich bald auflösen wird. Inzwischen zeigt sich jedoch, dass das genaue Gegenteil der Fall ist: Von Mitte Oktober bis jetzt hat sich diese blau getönte Kaltwasserinsel deutlich verstärkt und ausgeweitet – mitten im Bereich des Golfstromes. Das zeigt der Vergleich der beiden Bilder:

Bild links: 12.10.2015 (siehe Link zum Beitrag). Bild rechts: 31. 10.2015

Zur Interpretation und der abgeleiteten Bedeutung für den kommenden Winter bei uns schaue man jenen Beitrag. Je größer diese Kaltwasserinsel noch wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der polare Jet-Stream dadurch zumindest zeitweise umgelenkt und südlich an uns vorbei zum Mittelmeer zielt.

Hans-Dieter Schmidt

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/kaltwasserinsel-im-oestlichen-nordatlantik-schnee-bei-uns-bis-500-m-hinab-bedeutet-das-einen-kalten-winter/