Atomkraft – Nie wieder?

von Dr. Hermann Hinsch
Mit diesem Titel, aber ohne Fragezeichen, brachte das „Handelsblatt“ einen Artikel, der voll auf der Linie des Ökoglaubens liegt.
„Zu riskant, zu teuer: Die Geschichte der Kernenergie in Deutschland ist ein einziges Fiasko“ – so war es zu lesen.


Der Artikel befasst sich ausschließlich mit Deutschland, versucht aber darzulegen, dass sich Kernenergie gar nicht lohnen kann. Für meine Bekannten im Elsass lohnt sich Kernenergie doch: Sie zahlen weniger als 15 Cent für die Kilowattstunde, ich dagegen 30,67 Cent, dazu die Grundgebühren. Auch ist kaum anzunehmen, dass man in den folgenden Ländern nicht rechnen kann:

            China              24 Kernkraftwerke im Bau

            Russland          9  Kernkraftwerke im Bau

            Indien             6  Kernkraftwerke im Bau

1 bis 5 Neubauten gibt es jeweils in den Arabischen Emiraten, Argentinien, Brasilien, Finnland, Frankreich, Iran, Korea, Pakistan, Slowakei, Taiwan, Ukraine, USA, Weißrussland, und, man staune, auch 2 in Japan. Das Unglück von Fukushima hat bei diesen nicht zu einem Baustopp geführt. 

Der Artikel im „Handelsblatt“ strotzt vor Zahlen, die ich nicht überprüfen kann. Vielleicht sind einige sogar richtig, so hätte die Unternehmensberatung Arthur D. Little im Auftrag des „Handelsblatts“ herausgefunden, dass die KKW’s bisher einen Umsatz von 175 Milliarden Euro machten. Der erzeugte Strom entspräche dem gesamten Verbrauch Deutschlands von 11 Jahren. Mit dieser Unternehmensberatung wurde eine offensichtlich seriöse Institution zitiert. Sonst stützt sich der Artikel auf Greenpeace, den BUND, das „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“. Diese lieferten ihre Milchmädchenrechnungen, nach denen die „wahren“ Erzeugungskosten von Kernenergiestrom bis zu 37 Cent pro KWh betrügen. Und das würde noch nicht einmal die künftigen Kosten für den Rückbau der Reaktoren und die Lagerung des Atommülls beinhalten.

Besonders die Endlagerung ginge ins Geld. „Selbst die Kosten für das Auswahlverfahren, die 2013 noch mit zwei Milliarden Euro beziffert worden waren, werden schon wieder infrage gestellt“, so wird das Bundesumweltministerium zitiert. Das heißt, nur die Auswahl eines Standortes, ehe mit den Arbeiten begonnen wird, kostet so viel. Wer steckt das Geld ein? Gutachter, Psychologen, Politologen, auch Bürgerinitiativen. Das habe ich anderswo gehört: Diese müssten finanziell so ausgestattet werden, dass sie auf gleichem Niveau mit Staat und Wirtschaft verhandeln können.

Die ganze Sache ähnelt dem Pyramidenbau im alten Ägypten, mit dem Unterschied, dass hier keine Sehenswürdigkeiten entstehen. Das damalige Problem war, die Leiche des Pharao so unterzubringen, dass sich seine Seele im Jenseits gut fühlt und von dort Segen ins Diesseits bringt. Für dies nur in der Einbildung bestehende Problem wurde die Arbeitskraft des ganzen Volkes eingesetzt.

Die heutige Einbildung wurde einmal von Frau Kotting-Uhl (Kunsthistorikerin), atompolitische Sprecherin der Grünen, gut ausgedrückt: „Er (der Atommüll) ist da und stellt für die heutige und zukünftige Gesellschaften eine existenzielle Bedrohung dar.“ Was ist eine existenzielle Bedrohung? Der Straßenverkehr mit weltweit einer Million Toten jährlich ist es nicht. Nach Frau Kotting-Uhl müsste es dann unwahrscheinlich sein, dass es in 100 Jahren noch Franzosen gibt. 

Tatsächlich beträgt die Aktivität der gesamten bisher erzeugten Abfallmenge nur um 1 Promille der natürlichen Aktivität der Erdkruste. Bleibt ein Endlager intakt, stört es niemanden. Löst es sich auf, stellt die Aktivität nur einen kleinen Teil der natürlichen dar.

Ganz Einbildung wie bei den Ägyptern ist das Endlagerproblem nicht. Man muss mit dem Abfall schon sorgfältig umgehen. Ginge man aber von dem wirklichen Risiko aus, würde die Endlagerung nur einen Bruchteil kosten. Gorleben wäre völlig ausreichend.

Im Artikel wird auf die Haftungsfrage hingewiesen. „Die Schäden der Reaktorkatastrophe (von Fukushima) werden auf hohe dreistellige Milliardenbeträge taxiert, Tendenz noch immer steigend. Ein ähnliches Ereignis dürfte bei uns im ungünstigsten Fall noch größere Schäden hervorrufen, denn die Region um Fukushima ist dünn besiedelt.“ Dünn besiedelt ist Japan nirgends. Unklar ist, ob nicht Tsunami-Schäden mitgerechnet wurden. Durch den Reaktorunfall entstanden nur zwei Arten von Kosten, für Umsiedlungen und für Reinigungsarbeiten.

Auch in Japan wird das Strahlenrisiko überbewertet, was die Sache teuer macht. Vieles wäre überflüssig, würde man die Bewertung von WHO (Weltgesundheitsorganisation) und UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) zugrunde legen. UNSCEAR fasst die Erkenntnisse von über 70 Wissenschaftlern aus vielen Ländern so zusammen: „No discernible increased incidence of radiation-related health effects are expected among exposed members of the public or their descendents.“ (Ein erkennbares vermehrtes Auftreten von strahlenbedingten Wirkungen auf die Gesundheit wird weder bei den Mitgliedern der Bevölkerung noch bei ihren Nachkommen erwartet)

Das Geld wird ausgegeben, um Grenzwerte einzuhalten, die unter dem liegen, was in vielen Gegenden der Welt von Natur aus vorkommt, und wo man auch keine zusätzlichen Krankheiten findet. Nach „Handelsblatt“ könnten die Kosten dafür noch auf 8,5 Billionen Euro steigen! 

Natürlich kommen auch die Schauergeschichten von Tschernobyl, mindestens 120.000 Tote. Das sind berechnete Tote, nach einer Hypothese, die mit dem Fortschritt der Molekularbiologie immer stärker in Zweifel gezogen wird (LNT, Linear No Threshold, dazu einige Übertreibungen). 

Tatsächlich liegt die Zahl der wirklichen Todesopfer unter 60. 

„Die Gefahren der Kernenergie wurden offensichtlich – ein für alle Mal.“ Ja, aber nur in der Einbildung der Strahlenhysteriker und der Gläubigen der Öko-Religion. Diese Einbildung bewirkt, dass man nicht damit rechnen kann, vor 2030 überhaupt einen Standort für ein Endlager zu finden. Aber auch nach 2030 wird es wohl nichts. Es geht offensichtlich nur darum, an möglichst vielen Stellen möglichst lange Angst und Schrecken zu verbreiten. 

Wie kann das enden? Mit der heutigen Ideologie gibt es keine Lösung. Aber Ideologien sind nicht so haltbar. Bei den Ägyptern hat sich die Ideologie geändert, und Pyramiden waren nicht mehr nötig. Hexenwahn, Kolonialismus, Sozialismus, Nationalsozialismus, Waldsterben – alles ist aus der Mode gekommen, und meist lag das Verfallsdatum viel näher als die Leute glaubten. 

Auch unser Strahlenwahn wird einmal sein Ende finden. Dann wird man alles, was das „Handelsblatt“ hier geschrieben hat, ganz anders bewerten. Nicht die Kerntechnik ist so kostspielig, sondern der Strahlenaberglaube und die Ökoreligion.

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56 Kommentare

  1. Es gibt bei westlichen Reaktoren inzwischen 15 000 Reaktorbetriebsjahre, ohne daß ein Mensch einen gesundheitlichen Schaden durch das spezielle Risiko der Strahlung erlitten hätte. Und das betrifft im wesentlichen Leichtwasserreaktoren. Ich meine, das ist genug der Sicherheit.

  2. @ 54

    , Hier habe ich den Dual Fluid Reaktor gefunden:
    http://tinyurl.com/n2wbzoz

    Als Laie sage ich: Dieser Reaktor sollte in Deutschland eingesetzt werden, flächendeckend.“

    Bis dieser Reaktor irgendwo auf der Welt eingesetzt werden kann, werden noch Jahrzehnte vergehen. Und wenn, dann ganz sicher nicht in Deutschland, wo die Nutzung von Kernspaltenergie zur Energiegewinnung inzwischen tatsächlich mit einem religiösen Tabu belegt werden konnte.
    BTW:
    hier in diesem Lande gelingt es inzwischen nicht mal mehr, n 20 Jahren einen einsatzfähigen Armee-Transporthubschrauber zu bauen 🙂

  3. Danke an alle Kommentatoren, die sich die Mühe gemacht haben, auf meinen Beitrag zu antworten.

    Über den Daumen gepeilt, ist mein Eindruck, dass Kernenergie, wenn sie richtig betrieben wird, sicher ist.

    Die Deutschland-Abschaffer, das rot-grüne Gesindel und ausländische Mächte, die Deutschland am liebsten von der Landkarte tilgen würden, haben dazu nicht nur die EU und die NATO, sondern auch die Kernkraftgegner und die Klima-Ideologen in Stellung gebracht.

    Hier habe ich den Dual Fluid Reaktor gefunden:
    http://tinyurl.com/n2wbzoz

    Als Laie sage ich: Dieser Reaktor sollte in Deutschland eingesetzt werden, flächendeckend.

    Dafür muss aber Merkel weg und die SPD und die Grünen und die LINKEN.

  4. #46: H.R. Vogt sagt:
    > Der 3SAT- Moderator heißt Gert Scobel:

    Entschuldigung.
    Da habe ich den guten Gert Scobel mit dem bekannten IT-Blogger Robert Scoble verwechselt.

  5. @ 50
    Auch TV- Moderator Gerd Scrobel muß, wenn er seinen sicherlich gut bezahlten Job noch einige Jahre lang behalten möchte, darauf achten, dass er sich nicht mit den Mächtigen in diesem Lande anlegt und statt dessen noch einigermaßen auf Linie bleibt.
    Wenn man das weiß, macht es manchmal auch etwas Spaß, mit zu verfolgen, wie sich Leute seines Intelligenz- und Bildungsniveaus in solchen Sendungen aus der Affäre ziehen, ohne allzu sehr an Selbstachtung zu verlieren.
    Die für morgen angekündigte Sendung zur weiteren Festigung aller erfolgreich indoktrinierten, glaubensstarken, naturwissenschaftlich aber leider zunehmend unterbelichteten Deutschen, für die die Nutzung von Kernenergie zu einem quasi religiösen Tabu ( gut vergleichbar mit dem in heiligen Büchern verbotenen Verzehr von Schweinefleisch ) werde ich mir deshalb nicht entgehen lassen.

  6. #50: Falsch, verehrter Herr Gerhard Braun!

    Ein unterirdischer Satz, jede echte Aufklärung verspottend! Ein Skandal. Zitat:

    „Das kommt davon wenn man Philosophie und Theologie studiert und Naturwissenschaften abwählt und sich dann fachfremd Märchen erzählen laßt.“

    a. Der Kerl hat in St. Georgen, bei Frankfurt am Main studieren dürfen. Raten Sie mal, was dort gelehrt wird, Sie unaufgeklärtes Etwas?

    b. Sie sind nur aufgeklärt, weil der lügende Kant Ihnen ein Aufkleber gegen hat und Sie es genommen haben. Selber schuldig.

    c. Nur weil Sie sich einen Aufkleber besorgt haben, sind Sie noch lange nicht aufgeklärt. Können Sie mir folgen? Rein mathematisch logisch?

    d. In Deutschland lehrt praktisch jeder Theologe, Gott ist ein Märchen. Also, was sollen diese ständigen und albernen Kantschen Kinderversuche? Das ist doch alles Kokolores. Fast alle Lehrstühle in Deutschland sind UNTERWADNERT, in den Händen perverser Kantianer.

    e. Und Philosophie. Nicht einmal das beherrschen Sie. Schnappen Sie sich doch mal die Rangordnung, der wissenschaftlichen Disziplinen. Auch hierzulande hat die Frankfurter Schule, diese verfluchten Neu-Marxisten, vieles kaputt gemacht, IM NAMEN DER WISSENSCHAFT!!

    Aber, Denken gabe es schon vor der Naturphilosophie, Sie unaufgeklärtes Etwas.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    Ich sehe, im Namen der vermeintlichen Aufklärung, wird betrogen und gelogen, ohne Zahl und das nimmt kein Ende. Wie Kant, Immanuel Kant, der Liebhaber des Todtenkopfs.

    Wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich haben Sie, wie die anderen (sehr vielen) Amateure hier, keinen blassen Schimmer vom Mittelalter, titulieren sich jedoch als diesbezüglichen Experten, heimlich und verstohlen? Ich frage.

  7. @ 46
    Herr Scobel hat sich in gleichnamiger Sendung von Schellnhuber erzählen lassen–die Erde hat Fieber- ohne eine kritische Zwischenfrage wie Z.B. was denn die Erde für eine Normaltemperatur hat-zu stellen.
    Die zweite Sendung fand vor Jahren auf der Zugspitze statt. Graßl und ein Vertreter der Munich RE waren anwesend.Nicht eine Frage zu den Aussagen,nur bewunderndes Staunen.Fragevorschlag meinerseits an Graßl:
    Ihr beiden seid euch so einig,Ihr steht bestimmt auf der gleichen Gehaltsliste.
    Das kommt davon wenn man Philosophie und Theologie studiert und Naturwissenschaften abwählt und sich dann fachfremd Märchen erzählen laßt.

  8. #42: Hallo Herr Urbahn: das psychologische Problem der „Grünen Diktatoren“ für den Normalbürger ist die Vermischung von sinnvollen Grundgedanken (Umweltschutz) mit denen dann kompletter Unsinn (Klimarettung) transportiert wird.
    Deshalb ist das motto:
    Umweltschutz ja, Klimarettung nein, sicher notwendig.
    Wir erleben es ja, dass Regierung, Umweltminister und auch öffentliche Behörden bis zu den hoch verschuldeten Kommunen sich an „Luft“ (CO2-Steuer etc.) bereichern wollen, aber den sicher notwendigen realen Umweltschutz eher vernachlässigen, der ihre ureigene Aufgabe ist.
    Angefangen mit unzureichenden kommunalen Kläranlagen und damit mangelndem Grundwasserschutz ein Langzeitrisiko.
    Wir haben sicher keinen Mangel an Wasser, aber wir dürfen gerade auch als Menschen das Wasser nicht verschmutzen.
    Hier verliert Deutschland, früher Pionier mit Robert Koch u.a. zunehmend an Qualität und man verpulvert statt dessen Geld für selbst gebaute Luftschlösser.

    mfG

  9. #44: Peter Georgiev sagt:

    „Daraus ergibt sich auch, wer kassiert und wer (aufgrund seiner Dummheit) bezahlt.“

    Lieber Herr Georgiev

    die Frage ist seit dem 11. November 1918 beantwortet…

    MfG

  10. #46: H.R. Vogt

    Scobel? Von 3Sat? Der ist grauenhaft, und frißt sogar Kreide. Der kann überhaupt nicht richtig denken. Und mir ist nicht bekannt, er wäre gegen die Energiewende, oder für das CO2. Mit die dümmsten und einseitigsten Sendungen hat der auf sein Gewissen. Ein Laberhans, der nix wissen tut.

    MfG

    Der hat an einer der schlimmsten und verdorbensten katholischen Institutionen „lernen“ dürfen. Die sind so etwas von angepasst, Schleimer, widerliche, ohne Ende. Die landen alle in der Hölle, das scheint (fast) sicher. Die glauben der KlimaWISSENSCHAFT ALLES. Da laufen zu viele Auffen herum. Die Bananen gibt es jedoch woanders.

  11. Am Donnerstag bringt 3SAT eine eher ungewöhnliche Sendung betitelt:

    „Tabu Kernforschung“.

    Anschliessend gibt es eine Diskussion mit Robert Scobel (einem allerdings Hardcore-Öko-Linken ÖR-Moderator)


    Der Atomausstieg ist beschlossen.

    Kernenergietechnik und Reaktorforschung sind Tabuthemen der Wissenschaft. Der Mangel an Atomphysikern und Strahlungsexperten ist aber ein Risiko. Der Rückbau der Kernkraftwerke wird Jahrzehnte dauern, die Verwahrung des Atommülls Jahrtausende.

    Dafür braucht es geeignete Fachleute. Können wir nach dem Ausstieg aus der kommerziellen Atomenergienutzung die Nuklearforschung in Deutschland dem Zerfall überlassen?

    Kann der Ausstieg aus der Atomkraft gelingen, ohne dabei die Nuklearforschung zu verteufeln? Ist es bloß konsequent oder ein gravierender Fehler, dass Deutschland die Kernforschung zerfallen lässt

    Do, 29. Okt · 20:15-21:00 · 3sat

    Ich erwarte von dieser Sendung zwar den im ÖR üblichen Tenor. Aber immerhin ist es bemerkenswert, daß im ÖR überhaupt einmal eine solche zumindestens von der Themenbeschreibung her halbwegs neutrale und wissenschaftliche Sendung läuft.

  12. Es ist nicht die Frage OB die Welt, incl. Europa und Deutschland mit Atomenergie versorgt wird, sondern nur, wo die AKW in Zukunft stehen werden. Daraus ergibt sich auch, wer kassiert und wer (aufgrund seiner Dummheit) bezahlt.

  13. #40: Hahahahahah, Herr U. Langer, nehmen wir Sie mal beim Wort.

    Wo landen Sie dann, wenn Sie IMMER prüfen und DEN Verstand benutzen?

    Wo können Sie da NUR REIN LOGISCH landen? Irre. Diese Verrückten. Hahahahah. Niemals bei Kant.

    Zitat: „Da hilft wohl nur Kant, nach dem Aufklärung bedeutet, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. […]“

    Sie reissen die sehr bedenklich und falsche Aussage aus dem wissenschaftlichen Zusammenhang. Was soll ein Mensch denn sonst benutzen? Seine Füße? Seinen Hals? Seine Milz? Was für gnadelnose Betrüger. Das war eine hinterhältiger Angriff, der Anhänger der Affen-Bewegung. Die Affen mögen keine Priester. Soviele Lügen, wegen einigen falschen Priestern?

    Wenn Sie Verstand hätten und dieses AUCH benutzen würden, dann müssten Sie zähneknirschend feststellen, geprüft, zur Prüfung, wird bereits im Originaltext AUFGEFORDERT, Sie Amateur.

    Und vor den (falschen und verlogenen) Priestern, wir auch im Originalext gewarnt.

    Kant ist eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes, weil er die Exzellenz wegwarf und sich dem Suboptimalen an den Hals werfen wollte.

    Mit sehr freundlichen und lachenden und siegreichen Grüßen

    a. Prüfen Sie nach, wenn Sie keine Flasche sind, sein wollen.

    b. Und wer warnt die Leute jetzt vor der Wurst? Und dies mit Hintergedanken? Wer bläst Angriffe auf den Fleischkonsum der Deutschen? Die Schüler der Affen und der Kantschen Nachfolge, die Pseudo-Wissenschaft. Kant war ein Priester der Freimaurerloge zum Todtenkopf und der Phoenix zu Königsberg, ein Geheimbündler, ein falscher Spieler. Ein dreister Betrüger.

    Benutzen Sie mal Ihren Verstand, welche Bedeutung wird denn der Phoenix zugesprochen, je nach Denkschule?

    Sie müssen schon sehr früh aufstehen. Kant hat versagt, wie der KRITISCHE RATIONALISMUS, welchen es VOR Kant schon gegeben hat, EINDEUTIG UND UNWIDERLEGBAR bewiesen haben muss. Sollten Sie wirklich über den Verstand verfügen, auf den Sie gerade ansprechen, dann werden Sie zähneknirschend eingestehen müssen: Frau Meinhardt, Sie liegen richtig, absolut!

    Kritischer Rationalismus, verehrter U. Langer. Niemals Kant. Er war ein Rassist.

  14. Sehr geehrter Herr Langer,
    Sie haben Recht, wenn Sie Kant zitieren, denn nur Selberdenken befreit aus der wie Kant schreibt selbstverschuldeten Unmündigkeit.
    Ein gutes Beisüiel sind die Plastiktüten. Dieser Platikmüll (hier sind dies kaum größe Stücke, sondern viele kleine Fetzen) findet sich im wesentlichen in den Tiefwasserbereichen deer Ozean, d.h. wo die Ozeane wenig leben enthalten. Dieser Müll wird sehr schnell von Bakterien besiedelt, die diesen dann als Kohlenstoffquelle nutzen. Die Folge esbildet sich eine Art lebensoase mit in der Wasserwüste. Deshalb kommt dann gelegentlich vor, daß dort auch ein Delphin verender, der dort auf der Jagd nach Fischen ist.
    MfG

  15. Zu #28 von F.Hall
    Auch der Macher von Nukeklaus ist kein Atomphysiker sondern “nur“ ein politisch engagierter und zudem sehr sachkundiger Ingenieur der Energie-Verfahrenstechnik.
    Beiträge von ihm waren auch hier bei EIKE schon zu lesen. Als besonders lesenswert erscheint mir noch immer:
    http://tinyurl.com/q3zz55u

    Wenn Sie sich die Mühe machen, Dr. Klaus-Dieter Humpich mal etwas zu googeln, dann werden Ihnen sicherlich mehre Lichter aufgehen:
    Viel Feind viel Ehr!
    Auch Klaus Dieter Humpich ist übrigens wie jeder, der sich mal beruflich mit Kernenergie beschäftigt hat ( bei mir waren es 12 Jahre ) nicht der Meinung, dass Kernkraftwerke ungefährlich sind. Aber wenn man weiß, wo die Gefahren stecken, dann kann man sie auch auf fast Null reduzieren .
    Das religiöse Verbot (Tabu) Schweinefleisch zu essen, ist heute jedenfalls nur noch albern, denn heute wissen wir doch wohl, warum der Verzehr von Schweinefleisch gefährlich sein kann.

  16. Sehr geehrte(r) F. Hull,

    ich glaube, dass viele der bisherigen Antworten auf Ihre Frage, wem Sie glauben sollen, Ihnen nicht so recht weiter helfen können, denn Sie wissen ja nun immer noch nicht, wem Sie glauben sollen.

    Da hilft wohl nur Kant, nach dem Aufklärung bedeutet, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Tun Sie´s einfach!
    D.h., wenn Sie wissen wollen, ob jemand ordentliche Argumente vorbringt oder Unfug redet, überprüfen Sie die Argumente. Nehmen Sie sich eben nur solche Argumente vor, die Sie mit Ihrem Wissen/Können leicht überprüfen können. Wenn z.B. dieser Dr. Strohm erzählt, dass der Regenwald immer schneller abgeholzt wird, googeln Sie doch mal, wie viel Regenwald z.B. in Brasilien (größtes Regenwaldgebiet der Erde) in den letzten Jahren abgeholzt wurden. Sie werden schnell feststellen, dass dort die Fläche der Abholzung pro Jahr in diesem Jahrhundert drastisch abgenommen hat und können sofort schlussfolgern, dass dieser Herr Dr. in diesem Punkt Unsinn erzählt hat. (An dieser Stelle müssten Sie eigentlich nach der Abholzung in Brasilien googeln!)
    Nach einigen Überprüfungen mehr können Sie sich ein Urteil über den Herrn und sein Video bilden, ohne jemals eine Vorlesung Physik besucht zu haben!

    Auch Nachdenken kann häufig helfen.
    Ist es wirklich möglich, dass die Plastetüte, in die ich bei ALDI gerade meine Weintrauben verstaue, in einigen Tagen die Weltmeere verschmutzt?
    Kann es sein, dass eine Plastetüte, die ich für 10 Cent kaufen kann, bei Ihrer Herstellung mehr Ressourcen/Energie/Arbeit verbraucht als die ÖKO-Papiertüte für 60 Cent?

    Eine weitere Möglichkeit, ohne tiefere Fachkenntnis zu überprüfen, ob jemand ordentlich argumentiert oder nicht, besteht darin, „zwischen den Zeilen“ zu lesen.
    Seien Sie z.B. immer dann vorsichtig, wenn Menschen mit anderer Meinung diffamiert werden, wenn versucht wird, gegen diese Menschen zu argumentieren und nicht gegen ihre Argumente.
    Und seien Sie besonders skeptisch, wenn die Katastrophe vor der Haustür steht und Sie Ihren Lebensstil unbedingt sofort drastisch ändern müssen, um diese Katastrophe zu verhindern.

    Viel Spaß und herzlich Willkommen bei den Skeptikern.

    MfG

  17. #22: F. Hall sagt:

    am Sonntag, 25.10.2015, 19:50

    Ich schaue gerade einen Vortrag von Dr. Holger Strohm, in welchem er viele Punkte aufzählt, weshalb Atomkraft für immer verboten gehört.

    ————————-

    Ich habe in das Video rein gesehen. Aber ich bin bereits bei der Ankündigung hängen geblieben. Ein Universalgenie, das für drei Nobelpreise nominiert wurde, und von dem ich vorher noch nichts hörte? Der Wikipedia-Artikel über ihne zeichnet kein besonders vertrauenserweckendes Bild. Aber vielleicht hat er dennoch schlagkräftige Argumente?

    Es ist vielleicht nicht sinnvoll, den ganzen Vortrag zu besprechen. Darum wäre es ein Vorschlag, nur ein Argument zu betrachten, dass Sie für stichhaltig halten.

  18. Zu Herrn Niemann,
    ich sehe auch, daß man die heutige Politik am besten versteht, wenn man annimmt, sie will Schaden anrichten. Ich hatte das Glück, in einer weitgehend ideologiefreien Zeit zur Schule zu gehen. Von der Naziideologie hatte man die Nase voll und die Ideologie der DDR war als abschreckendes Beispiel sehr von Nutzen.
    Was der Mensch ist, wurde nicht definiert, sondern war Gegenstand der Forschung. In meinem Schul-Biologiebuch von 1952 steht die Aussage eines amerikanischen Biologen: „In diesem Licht gesehen ist es eine erschütternde Tatsache, zu hören, daß gegenwärtig das untüchtigste Viertel unserer Bevölkerung ungefähr die Hälfte der nächsten Generation erzeugen wird.“
    Zu Energie wurde gesagt: Daß sie günstig zur Verfügung steht, sei die Grundlage unserer Zivilisation.
    Was war also zu tun? Durch entsprechende Sozialgesetze die Reproduktionsfreudigkeit von Flops zu fördern und Flops einwandern zu lassen, und den Energiesektor niederzumachen.

  19. #32: Verehrter und sehr geehrter Herr Martin Landvoigt, Kernkraft ist gefährlich, keine Frage. Gefährlicher, am gefährlichsten ist sie dann, muss diese sein, wenn der Nachbar sie hat, und wir nicht dürfen.

    Der 68er-Gott ist sehr viel, weitaus gefährlicher. Ein Monster der De-Industrialisierung und des Pauperismus und natürlich der Dekadenz.

    Heute hat die glorreiche 1,000000000000-Noten-Wissenschaft* herausgefunden, bzw. bekannt gegen, (der Witz des Jahrhunderts?), dass die „Wurst & Co.“ genauso gefährlich sein sollen, wie ausgiebiges Rauchen? Der Terror geht unvermindert weiter. Was werden die Affen im Zoo wieder herzlich zu lachen haben. Affe müsste man sein.

    Interessant ist, mal wieder, die Details solcher Untersuchungen. Da machen Menschen Studien, die eigentlich gar nicht wissen, wie man Studien zu erstellen hat? Die Versuchsobjekte, die Schlußfolgerungen, das kann alles ziemlich haarig werden. Der menschliche Körper, dies entgeht sehr vielen 1,0000000-Noten*-Medizinern, ist derart hochkomplex, ein Doktor reicht da niemals aus. Nicht mal 7 Milliarden Doktoren. Und unser Gehirn ist immer noch die dem Menschen bis heute bekannteste komplexeste Struktur im uns bis heute völlig unbekannten Universum. Was sind diese Astrophysiker doch für Träumer?

    Ich mache daher den Vorschlag, dass mir alle Atombomben überlassen und übertragen werden. Bei mir liegt alles absolut sicher.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    *) An meinen verehrten Hausheiligen. Sie sind hier nicht gemeint, nicht betroffen. Sie mogeln nur an einer gewissen Stelle. 😉 & :)) Humor ist wenn man trotzdem lachen will.

  20. #28:Hallo Herr F.Hall, ich bin ganz überzeugter Kriegsgegner, was sich absolut nicht auf die Atombombe beschränkt.
    Aber wenn es um die „friedliche“ Nutzung der Kernenergie geht, ist das doch die Angst vor der möglichen gesundheitsschädigenden Wirkung der nicht sichtbaren „radioaktiven“ Strahlung und hier würde ich lieber einem (strahlenfachkundigen) Arzt vertrauen, als einem Atomphysiker.
    Denn solche Strahlen werden in Krankenhäusern viel viel häufiger am Mensch angewendet, als in allen Kernkraftwerken zusammen. Der Umgang damit ist übrigens streng reglementiert und wird auch staatlich kontrolliert, viel stärker als die ebenfalls unsichtbare Krankheitskeime, die sich auch zunehmender Popularität erfreuen.
    Ich besitze eine solche gültige gesetzlich vorgeschriebene „Fachkunde Strahlenschutz“.
    Hierzu benötigt man Kenntnisse über Dosiswerte.

    Die Wirkung solcher Strahlung am Menschen kann man messen,
    das macht man täglich.
    Und siehe da, sie sind überaus nützlich, auch für den gesunden Mensch.
    Sie können Ihre Kinder beruhigen.
    Menschen, die in so einem Kernkraftwerk arbeiten, haben sogar eine höhere Lebenserwartung.
    Es ist WIRKLICH so.

    mfG

  21. @ # 28 F. Hall

    Lieber Hr. Hall,

    jede Technik ist gefährlich. Wasserkraft hat bereits mindestens 70.000 Menschenleben gefordert, Windenergie auch schon vermutlich Hunderte, der Verkehr allein in Deutschland schon mehr als eine halbe Million. Gehen Sie doch einfach mal hier ins Archiv mit dem Suchbegriff „Was ist gefährlicher“, da finden Sie einen entsprechenden Artikel mit vielen Fakten.

    Die Frage kann daher nur sein, was ist man als Gesellschaft bereit an Risiko zu tragen, um einen entsprechend attraktiven Vorteil zu erlangen. Gemessen an so gut wie jeder anderen Grosstechnologie des Menschen ist die Kernkraft eine der mit weitem Abstand sichersten.

    Mfg

  22. #31: Martin Landvoigt sagt:

    zu #28: F.Hall sagt:

    „…In Stufe Zwei kommt dann der Faktencheck. Stimmen die präsentierten Argument überhaupt? Wurde wesentliches weggelassen? Was sagt die Gegenseite dazu?
    …“

    Lieber Herr Landvoigt,
    Ihrer Argumentation und Zusammenstellung kann ich diesmal nur zustimmen.

    Für Herrn Hall:
    Wie bewerten Sie die Meldungen im Fernsehen zu den jeweiligen „Gedenktagen für Fukushima“, in denen von 18000 Toten aufgrund des Kraftwerksunfalles die Rede ist?

    Warum, glauben Sie, lügt die Ökofaschistenpropagandamaschinerie wie gedruckt?

    MfG

  23. Sehr geehrter Herr Hall #28

    „Kann ich meinen Kindern und Bekannten und Freunden mit gutem Gewissen erzählen, dass Kernkraft nicht gefährlich ist?“

    Man sollte keine Schnellschüsse machen und sich zu erst in das Problem vertiefen, ehe man ein gutes Gewissen in der Sache bekommt. Neben nukeKlaus kann ich als ebenfalls gute allgemeinverständliche Einführung in Fragen zu radioaktiver Strahlung und Umgang mit „Atommüll“ Ihnen noch das Buch von Klaus-Dieter Humpich „Atommüll, Der Versuch einer Neubetrachtung“ bei Books on Demand GmbH, ISBN 978-3-8423-5108-0, empfehlen. Herr Dr. Humpich ist wirklich ein Fachmann und wird dafür genau wie Herr Dr. Hinsch von gewissen Seiten als „Lobbyist“ betituliert. Meines Erachtens ist das in heutiger Zeit schon fast ein Ehrentitel.

    „Selbstverständlich ist niemand in der Lage, sich autodidaktisch Wissen über die Atomkraft anzueignen, richtig?“

    Man kann sich durchaus Wissen über das faszinierende Gebiet der Atomkraft aneignen, auch wenn man kein Atomphysiker (eher sollte man sagen: Kerntechniker) ist. Das bin ich auch nicht, aber auch als interessierter „Fachmann in einem benachbarten Gebiet“ hat man sich damit auseinandergesetzt und kann durchaus einiges beurteilen. Fangen Sie einfach an!

    MfG

    G.Wedekind

  24. #28: F.Hall

    Ein Nachtrag zu ihrer Frage:

    Kann ich meinen Kindern und Bekannten und Freunden mit gutem Gewissen erzählen, dass Kernkraft nicht gefährlich ist ?
    ———————
    Natürlich ist die Kernkraft gefährlich. In Bomben kann sie verheerende vernichtungskraft entfalten. Auch bei ziviler Nutzung ist durch Unachtsamkeit und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen ein beträchtlicher Schaden möglich. Aber viele Technologien erweisen sich als gefährlicher als reale Risikoanalysen von seriös und sorgfältig betriebenen KKWs. Und zwar wesentlich gefährlicher.

    Durch geeignete Verfahren kann man die Risiken so weit reduzieren, dass man sowohl den Schadenseintritt sehr unwahrscheinlich macht, als auch die Schadenshöhe bei einem Störfall minimiert. Dies führt dazu, dass viele Menschen zu recht von der Kernkraft als eine der potentiell sichersten Energieerzeuger insgesamt ansehen.

  25. Sehr geehrter Herr Hall,
    Sie müssen nicht Atomphysik studiert haben (übrigens Atomphysik wäre auch der falsche Fachbereich. Atomphysik beschäft sich nämlich mit der Atomhülle. Sie meinen wohl Kernphysik.) Dies ist zwar hilfreich, aber was die eigentliche Grundlage bildet, ist die Kerntechnik und andere Ingenieurfächer.
    In Münster gab es einen theoretischen Kernphysiker, der mit folgender Aussage glänzte: Bei dem SNR würden in einem Störfall, der Brutmantel abgeworfen. Er hatte sich also noch nicht einmal die Reaktorkonstruktion des SNR angesehen. Die Reaktorentwicklung begann in Deutschland erst wieder ab 1955. Der erste eigenständig entwickelte Reaktor wurde von Siemens für das KFK entwickelt und führte dann später zu den KKW Atucha 2 in Argentinien. Siemens hat dann später von Westingshouse das DWR-Konzept übernommen aber sehr stark weiterentwickelt. AEG von GE den SWR. AEG war damals schon die schwächere E-Firma und hatte nicht so viel Geld in die weitere Entwicklung stecken zu können.

    Die Entwicklung der Anlagen und deren Errichtung wurde von den TÜVs und dem IRS/GRS als Gutachter der Genehmigungsbehörden begleitet. Ich kann und will hier nicht die ganze Geschichte der Kerntechnik darstellen. Aber die Tatsache, daß die deutschen Kernkraftwerke jahrzehnelang weltweit die mit Abstand führenden Anlagen sowohl in der Zeitverfügbarkeit als auch in der Arbeitsverfügbarkeit waren, spricht für sich . Trotz später massiver Behinderung durch rote bzw. rot/grüne Landesregierungen. Es hat in den ganzen Jahrzehnten nicht einen Störfall gegeben, in dem ein Arbeiter oder eine Person außerhalb der Anlage durch Strahlung erkrankt ist.
    MfG

  26. #28: F.Hall sagt:

    Ich habe Abitur, in Physik eine 3 und danach habe ich mich nicht mehr für Physik interessiert, davor auch nicht.
    ———————–
    Sehr geehrter Herr Hall

    Ein Mindestmaß an fachlichem Interesse ist wohl kaum verzichtbar. Wenn dieses vorhanden ist, kann man allerdings zu einem durchaus qualifiziertem Urteil kommen. Formale Studienabschlüsse und akadiemische Grade sind kein Garant für seriöses Fachwissen. Zu sehr kennen wir jene, die sich mit eben diesen Titeln schmücken, aber kaum eine überzeugende Argumentation ihres Anliegens auf die beine stellen können. Ich denke, dass hier das Argument die Grundlage ist und auch sein muss. Und das ist nicht zuerst nach Lager und Ideologie zu bewerten, sondern durch die Frage ob dieses zutrifft und was sie aussagt.

    Oft kann sogar ein Nicht-Sachkundiger allein durch die Sprachanalyse erstunliches zur Bewertung heraus finden. Dabei ist natürlich nicht der Grad an Polemik, geschliffener Rhetorik oder plumpen Angriffen, auch nicht die Methoden, einen seriösen Eindruck zu schinden entscheidend, sondern die Extraktion der Argumente.

    Machen sie sich ruhig einmal die Mühe, und betrachten sie das prädsentierte Argument, entkleidet von jeder rhetorischen Einbindung. Allzu oft fallen bereits Unstimmigkeiten in der Logik an sich auf.

    In Stufe Zwei kommt dann der Faktencheck. Stimmen die präsentierten Argument überhaupt? Wurde wesentliches weggelassen? Was sagt die Gegenseite dazu?

    In der dritten Stufe ist die Bewertung zu prüfen. Denn zuweilen werden von jedweder Seite korrekte Argumente vorgetragen. Allerdings werden oft genug bedutungslose Nebensächlichkeiten zu riesigen Problemen aufgeblasen. Im Besonderen bei der Bewertung von Gefahrenpotential wird oft eine monströse Verzerrung prktiziert. Reale und bedeutende Gefahren werden ausgeblendet und eng auf theoretische Gefahren dramatisiert. Das ist um so einfacher, da wohl alles, begonnen mit dem Aufstehen aus dem Bett, oder die benutzung einer Treppe mit einem Risiko behaftet ist. Lächerlich? Schön wärs. Aber wenn ein Tsunami in Japan hier zum Abschalten deutscher KKWs führt, für die ständig pinieble Risikostudien erstellt werden, dann hört für mich der Spaß auf.

    Derartige Argumentationstechniken können zum Teil auch ohne einschlägige Fachkenntnis beurteilt werden. Das allerdings sollte niemanden hindern, sich bessere Fachkenntnis anzueigenen. Aber für den Einstieg bereits hilfreich.

    Ein abschließender Tipp: Betrachten sie Standard-Meinungen und angeblich Selbstverständliches mit besonderer Skepsis. Unreflektierte Irrtümer sind die Hauptquelle, die uns von der Realitätserkenntnis abhalten.

  27. @ # 22 ,F.Hall
    Die Kernkraft ist sicher eine sehr gefährliche Energie,wenn sie außer Kontrolle gerät ,wie die beiden Atombombenabwürfe gezeigt haben.
    Deshalb wurde die friedliche Nutzung der Kernkraft überall mit hohem technischen Aufwand und sehr strengen Auflagen gesichert.
    Wenn wir in die Praxis sehen und z.B. mit dem Straßenverkehr vergleichen,dann ist die Kernkraftnutzung um Zehnerpotenzen ungefährlicher als der Betrieb von KKWs.Im Straßenverkehr sind allein in Deutschland in den letzten 50 Jahren ca 500.000 Menschen zu Tode gekommen.Eine ganze Großstadt.Von den Millionen Verletzten und Krüppeln reden wir gar nicht.Durch die Kerntechnologie ist in Deutschland niemand zu Schaden gekommen.Übrigens erfolgen mehrere tausend tödliche Unfälle pro Jahr im Haushalt
    Dieser Dr.Strohm ist entweder eine verblendeter oder bezahlter Scharlatan.Wer die oben gezeigten Verhältnisse nicht richtig einordnen kann,dem ist nicht mehr zu helfen.
    Daß in Deutschland Kerntechnik verboten ist ,hat ganz andere Gründe.Dazu gibt es die US-Doktrin,daß außer USrael niemand Kernwaffen besitzen dürfe.Wer KKWs und Kernforschung betreibt kann relativ leicht auch Kernwaffen bauen.Deshalb mußten in Deutschland die Kernforschungsinstitute schon vor über zwanzig Jahren geschlossen werden und nun auch die KKWs.Die Grünen waren nur das Vehikel das der Bevölkerung schonend beizubringen.Wir sind eben kein souveräner Staat.

  28. Herr Vogt,
    danke für Ihre Antwort, vor allem den link zu nukeKlaus.

    Ich habe Abitur, in Physik eine 3 und danach habe ich mich nicht mehr für Physik interessiert, davor auch nicht.

    Die anderen Herren sagen nichts, außer, dass Dr. Strohm nichts weiss über Kernkraft und Lügen verbreitet.
    Der „Beweis“ dieser Diffamierungen ist die Tatsache, dass Holger Strohm nur Fertigungstechnik studiert hat und nicht Atomphysik.
    Selbstverständlich ist niemand in der Lage, sich autodidaktisch Wissen über die Atomkraft anzueignen, richtig ?
    Nur studierte Atom-Wissenschaftler wissen etwas über Atomkraft.

    Deshalb meine Frage an Hr. Wilms, Dr. Paul an Sie, Herr Vogt: Sind Sie promovierter Atomphysiker ?
    Falls nicht: Inwiefern denken Sie, die Atomkraft kompetent verteidigen zu können ?

    Zurück zu Herrn Vogt:
    Kann ich meinen Kindern und Bekannten und Freunden mit gutem Gewissen erzählen, dass Kernkraft nicht gefährlich ist ?

  29. #22: Sehr geehrter Herr F. Hall, wenn Sie er mit Ihrem Anliegen ernst meinen sollten,

    nähern Sie sich dem Problem von allen Seiten. Lesen Sie sich hier durch, im EIKE-Archiv. Sie müssen kein Fachmann werden, was ein relativer Begriff nur sein kann, um sich ein angemessenes und sicheres Urteil zu bilden. Eignen Sie sich Wissen an, systematisch.

    Recherchieren Sie zu Tchernobyl. Beachten Sie die natürlich vorhandene und verbreitete Radioaktivität. Informieren Sie sich zu Nagasaki und Hiroshima. Et cetera.

    Nebenbei bemerkt, leider und bitter, in Japan war es viel gefährlicher, sich als Christ zu erkennen zu geben, als jegliche Radioaktivität. Es gab eine sehr, sehr lange Zeit, über 200 Jahre lang, in der die Entdeckung mit dem Tode bestraft wurde. Und merkwürdigerweise fielen die Atombomben gerade dort, wo es viele Christen zu geben schien. Ja, die japanische Christenverfolgung, kurz vor und nach der Abschottung, ist und war viel schlimmer, als die heutige, durch die verfluchten muslimischen Dämonen. Es hat jetzt nichts direkt mit Radioaktivität zu tun, aber es gehört dazu. Und es muss auch nicht jeden interessieren. Jedoch ein historisches und nicht zu leugnendes Faktum.

    Betrachten Sie das „Problem“ aus allen Perspektiven. Fragen Sie sich, was die Folgen sind. Ein Land ohne Spitzentechnologie ist zum Abstieg verdammt. Und viele Gegner spielen nicht mit offenen Karten. Die Hochschule für Intriganten lässt (böse und hinterhältig) grüßen.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    Hier, im EIKE-Archiv finden Sie sehr viel gutes Material. Und die Grundlage der und jeder Wissenschaft, ist und kann nur die Aussage sein. Keine Angst, eine Aussage kennt nur den wahren oder falschen Zustand. Perversitäten sind ausdrücklich nicht erlaubt und ausgeschlossen. Wenn Sie einen Hohepriester begegnen sollten, dann schicken Sie den in die Hölle.

    Nur eine wahre Aussage hat und besitzt Autorität. Alles andere ist Schall und Rauch. Viel Erfolg!

  30. Sehr geehrter Herr Hall,
    ich finde es gut, daß Sie immerhin zweifeln und nicht einfach die veröffentlichte Meinung übernehmen. Ich finde, man sollte auch gar nicht zu allem eine Meinung haben. Zu Atom und Strahlung habe ich selbst gar keine Meinung, sondern Kenntnisse, erworben in über 50 Jahren, die ich nicht in 5 Minuten wiedergeben kann. Meinen Kindern und Enkelkindern sage ich oft, „Weiß ich auch nicht“, was dazu führt, daß sie Vertrauen zu mir haben. Wenn jeder auf seinem Gebiet dem heutigen Aberglauben widerspricht, ist das schon sehr nützlich.

  31. @#22
    Dr. der Philosophie Holger Strohm, das sagt alles. Ein ausgewiesener Experte für Verdummung von Normalbürgern. Der will nur seinen Film
    verkaufen. Von KE hat der keine Ahnung. Al Gore lässt grüssen.

  32. #22: F. Hall kaum zu glauben, dass ihre Frage ernst gemeint ist. Dieser Verschörungstheoretiker ist ebensowenig Naturwissenschaftler wie Sie.
    Er hat wohl auch noch nie was von Otto Hahn gehört oder der Fa. Siemens wenn er sagt, dass alle deutschen Atomreaktoren aus USA stammen.
    Nun bauen die Amerikaner den historischen Bombenbauern Denkmäler und die Deutschen schämen sich ihrer erfolgreichen friedlichen Forschung und Technik,
    jedenfalls auf dem Gebiet der Kernforschung.

    mfG

  33. Lieber Herr Hall,
    obwohl Sie nicht verraten, welchen Bildungshintergrund Sie nun wirklich schon haben: Dieser deutsche Sachbuchautor Dr. phil. Holger Strohm, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, unter anderem auch vor den Gefahren der Atomenergienutzung zu warnen, ist wohl eher nicht die richtige Adresse, wenn Sie sich etwas objektiver und frei von Verschwörungstheorien über die naturwissenschaftlichen und ökonomischen Zusammenhänge der Kernenergienutzung, Atomkernspaltung und eines fernen Tages sicherlich auch der Atomkernfusion, informieren möchten.
    http://tinyurl.com/oxabxgc
    Aber da ich hier etwas weiter oben auch etwas über Hinkley-Point- C schrieb, möchte ich Sie bei dieser Gelegenheit auf einen diesbezüglichen Artikel aus der Tastatur von “Nuke Klaus“ verweisen
    http://tinyurl.com/o4j89er

  34. Ich schaue gerade einen Vortrag von Dr. Holger Strohm, in welchem er viele Punkte aufzählt, weshalb Atomkraft für immer verboten gehört.

    Ich bin kein Wissenschaftler und verstehe nichts von Physik oder Atomphysik.

    Ich lese Artikel auf EIKE und komme zum Ergebnis, dass Atomkraft ungefährlich ist und die Nutzung der Atomkraft vernünftig und wunderbar.

    Wem soll ich nun glauben ?
    Wissen geht nicht als Laie, da kann man nur glauben und hoffen, dass man den richtigen Experten glaubt.

    Meine Frage ist 100%ig ernst gemeint und nicht als Verunglimpfung von EIKE. Ich möchte die Wahrheit über Atomkraft erfahren und sie ohne schlechtes Gewissen meinen Kindern erzählen.

    Ist Dr. Strohm falsch informiert ?
    Zitiert er die falschen Wissenschaftler, die falschen Studien ?
    Liegt er völlig daneben ?

  35. Zu # 20 von R. Engler:
    „Vor allem in China:

    Zitiere aus dem angehängten Link http://tinyurl.com/o9ya9vl :

    “Laut Medienberichten werden die China General Nuclear Corporation (CGNC) und die China National Nuclear Corporation (CNNC) wahrscheinlich wegen eines privaten Finanzierungsdefizits beim Kernkraftwerk Hinkley Point C in Großbritannien einsteigen, das von der britischen Regierung mit einer Garantie von zwei Milliarden Pfund unterstützt wird“
    Der Deal soll nächste Woche während des Staatsbesuchs von Präsident Xi Jinping abgeschlossen werden.“

    Bei dem für Hinkley Point C vorgesehen Kernkraftwerk handelt es sich um Arevas ursprünglich unter Mitwirkung von Siemens – KWU und Siempelkamp entwickelten, berühmt- berüchtigten EPR -1600 mit “Core- Catcher“ (frei übersetzt mit “ Geldvernichter“ )
    http://tinyurl.com/pnucwjs

    Hoffentlich werden einige unbestechliche Chinesen ( die es ja auch noch geben soll) noch rechtzeitig erkennen, was es mit diesem Ding aus der französischen KKW-Generation III + so auf sich hat.:-)
    Denn, wenn in China nun tatsächlich schnellstens schmutzige Stein-Kohlekraftwerke durch saubere Kernkraftwerke ersetzt werden müssen, weil mangels Rauchgasreinigung in vielen Landesteilen die Atemluft unerträglich verschmutzt ist, dann wäre es ganz sicher sehr viel besser, sich mit Toshiba- Westinghouse zusammenzutun, um sowohl in GB als auch im eigenen Land statt dieses EPR -1600 – Pleitereaktors einige kleinere Kernkraftwerke mit dem Small Modular Reactor (SMR)zu bauen!

    Für alle, die Englisch lesen können, dazu eine aktuelle Nachricht :
    http://tinyurl.com/ovoejts

  36. Atomkraft – nie wieder?

    Vor allem in China:

    Die Entwicklung der Kernenergie in China wird in den nächsten fünf Jahren an Dynamik gewinnen, da das Land sich darauf vorbereitet, hunderte Milliarden Yuan in den Bau von Kernkraftwerken zu investieren.

    Mehr als 100 neue Atomkraftwerke (AKW) sollen bis 2020 in Betrieb genommen und die landesweite Kapazität so auf 58 Millionen Kilowatt verdreifacht werden, berichtete die China Times unter Berufung auf einen Entwurf für den 13. Fünf-Jahres-Plan (2016-20).

    Laut dem Dokument werde die Regierung in dieser Zeit über 500 Milliarden Yuan (70 Mrd. Euro) investieren, um jährlich sechs bis acht neue Atomkraftwerke zu bauen

    http://tinyurl.com/o9ya9vl

  37. In den 1970-er und 1980-er Jahren waren die Gegner der Kernkraftwerke ausschließlich aus dem ganz linken Bereich, es waren die Gegner unseres Landes. Ich nenne diese Leute gern „Die Ka-puttmacher“ – Robert Jungk hatte geworben für „Macht kaputt…“. Das waren Kommunisten und es gab im Westen damals viele kommunistische Tarnorganisationen (Wer erinnert sich heute noch an den Weltfriedensrat?). Diese Organisationen arbeiteten nach dem Prinzip der 3 t’s: tar-nen, täuschen, tricksen. Stichworte sind: „Bündnispolitik“, „Einflußagenten“, „Minimalkonsens“, „unbewusste Multiplikatoren“. Schon Lenin machte das und nannte die unbewussten Multiplikato-ren dann „nützliche Idioten“. Später wurde eine von Herbert Gruhl neue gegründete Partei von diesen Leuten ganz im Stillen übernommen (siehe 3 t’s). Heute ist deren Programm auch von unserer Regierung übernommen worden.

    Als Beleg zitiere ich hier zwei passende Sätze aus der Mitteilung aus dem Innenministerium „Innere Sicherheit“ Nr. 1 vom März 1985, Seite 10:
    „Aktive Maßnahmen gegen die Kernenergiewirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland.
    Mitte der 1970-er Jahre plante nach vorliegenden Erkenntnissen die Hauptverwaltung Aufklärung des MfS der DDR langfristig wirkende Maßnahmen gegen die deutsche Kernenergiewirtschaft mit dem Ziel einer nachhaltigen Störung der wirtschaftlichen Entwicklung und einer Schädigung der Wirtschaftskraft der Bundesrepublik Deutschland. Durch die Beeinflussung und Unterstützung von Pressekampagnen gegen die angeblich von der wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie ausgehenden Gefahren sollte eine breite Mobilisierung der Bevölkerung gegen Kernkraftgroßanlagen erreicht werden.“

    Als weiteren Beleg ein Ausspruch von Joschka Fischer: „Deutschland ist ein Problem, weil die Deut-schen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“ Zitiert nach dem Beitrag von A.S. bei EIKE vom Dienstag, 25.08.2015, 12:36

  38. @ #17 H.R. Vogt

    „Und bitte nicht verwenden in Plutonium- Spalt – Bomben oder schlimmer noch als Zünder für Kernfusions- Bomben!“

    Jeder segensreiche Stoff läßt sich mißbrauchen:

    Ammoniumnitrat + Aluminiumpulver ergibt einen excellenten Sprengstoff (Bombenbau)

    Nitroglycerin + Kieselgur …

    Ammoniumnitrat ist ein hervorragender Dünger.

    Dynamit ein hervorragender Sprengstoff in der Tiefbauindustrie.

    Aber eben auch zum Bombenbau verwendbar. Und Schwarzpulver kann man zu Sylvester ganz legal kaufen …

  39. # “Manche Leute auch mit Dr. vorm Namen wissen doch recht häufig ganz viel von ganz wenig …“

    Auch deshalb noch einen kleine Ergänzung zu # 15
    Jeder in Betrieb befindliche Kernreaktor ist unvermeidlich eine starke NEUTRONENQUELLE.
    Die von der Quelle emittierten “abgestrahlten“ Neutronen haben die Fähigkeit, sich an andere Atomkerne, auf die sie zufällig treffen, anzulagern und sie damit so zu verändern, dass entweder andere, zunächst instabile, CHEMISCHE ELEMENTE oder aber mehr oder weniger langlebige bzw. stabile ISOTOPE desselben Elementes entstehen, auf das sie getroffen und von dem sie eingefangen worden sind.
    http://tinyurl.com/nv6shs4
    http://tinyurl.com/q7yd5sp
    So emittiert z.B. das KOBALT- 60 – ISOTOP bei seinem Zerfall besonders harte ( = Energie-reiche) Gammastrahlen.
    http://tinyurl.com/p4uursp

    Beim Bau von kerntechnischen Anlagen, einschließlich der von Endlagern für radioaktive Abfallstoffe ( heute “Müll“, morgen vielleicht “Wertstoff“ ) geht es im Prinzip also immer nur darum, die im Kern von Kernspaltreaktoren durch Neutronenstrahlung entstandenen Kern-Spaltungsprodukte solange festzuhalten, bis die am Ende jeder Zerfallsreihe stehenden stabilen Blei- Isotope entstanden sind:
    Blei-206 aus Uran- 235; Blei-207 aus Uran- 238.
    Zitat T.Heinzow:
    “Plutonium ist ein schwacher langlebiger Alpha-Strahler, aber hochgiftig. Am besten beseitigt man ihn über eine Kernspaltung.“

    Und bitte nicht verwenden in Plutonium- Spalt – Bomben oder schlimmer noch als Zünder für Kernfusions- Bomben! 🙂

  40. Ich musste heute etwas lachen. Unsere (ist das wirkliche „unsere“ … meine nicht mehr) aktuelle Regierung erlaubt jetzt wieder mehr Kernkraft. Nur soll die bloß teuer rumliegen und keine Energie liefern. Haben die Grünen da schon protestiert, dass jemand darüber stolpert drauf fällt? Bisher noch nichts gehört. Es sind ja nur amerikanische Atombomben, die hier zugelassen sind. Greenpeace würde sich auch sofort darüber aufregen, wenn in der Nähe eines Kernkraftwerks eine Atombombe explodiert. Die würden aber nicht gegen die Bombe protestieren. Greenpeace würde – vergleichbar mit der Interpretation zu Fukushima – gegen das Kernkraft demonstrieren auf das die Bombe gefallen ist.

    Ein bisschen Ironie muss sein.

  41. @ everybody ( auch an Dr. Hermann Hinsch )
    Mal was Grundsätzliches:
    Gammastrahlung ist nicht gleich Gammastrahlung! Es gibt harte und weiche; und die weiche kann so weich sein, dass man sie auch harte Röntgenstrahlung nennen könnte!
    Zum besseren Verständnis bitte aufmerksam= vieleicht mehrmals; lesen :
    http://tinyurl.com/o5gojop

  42. @ #3 F. Boerger

    „schwach- und mittelradioaktiver Abfall, sondern auch langlebige Isotope“

    Nun besteht aber gerade der schwachradioaktive „Müll“ aus langlebigen Radionukliden. Die richtig „heißen“ Radionuklide haben nur kurze Halbwertszeiten. Plutonium ist ein schwacher langlebiger Alpha-Strahler, aber hochgiftig. Am besten beseitigt man ihn über eine Kernspaltung.

    Manche Leute auch mit Dr. vorm Namen wissen doch recht häufig ganz viel von ganz wenig …

  43. #10: R. Engler sagt:
    „Warum man diesen Sachverhalt zu einer Katastrophe aufbläst weiß vermutlich nur Mutter Gaia, die Göttin des Ökoschwachsinns.“

    Hallo Herr Engler,

    vermutlich geht es darum, einen möglichst hohen Aufwand zu generieren, weil dieser in die „Wirtschaftsleistung“ einfließt,
    die Rückstellungen der Betreiber kann man damit auch „entsorgen“
    und zu guter Letzt kann damit die eine oder andere Tasche gefüllt werden…

    MfG

  44. @nr 4 ,Hr.Kass
    Auch ich habe mir diese Frage schon lange gestellt.Es gibt darauf nur eine plausible Antwort : Es muß auf jeden Fall sicher gestellt werden ,daß es unter keinen Umständen jemals wieder möglich wird ,diese wieder in Betrieb zu nehmen.Je höher die Kosten,desto besser.Wenn die Stromerzeuger pleite gehen,noch besser.
    Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit darin zu suchen ,daß der Morgenthauplan 2.0 verwirklicht wird.Wir können gerade eine weitere Stufe dieses Plans in dem Bevölkerungsaustausch erleben.Übrigens von der gleichen Person -die mit der Raute (Freimaurersymbol Zirkel und Winkeleisen,DDR Fahne (!!))- umgesetzt.

  45. #10: Verehrter Herr R. Engler, das ist Rache am Kapitalismus und illegale Bereicherung.

    Auf die Mutter Gaia können wir pfeifen, die dürfte gerade im Puff sein oder mit Cem Özdemir Hasch rauchen. Und die hat von nix Ahnung. Und kein Geld.

    Ohne Atomkraft ist Deutschland von der Spitzentechnologie ausgeschlossen. Das war das Ziel, der Intriganten. Und das aufgeklärte und schamlose Volk hat alles mit sich machen lassen. Auf dem Weg in den Pauperismus und in die Irrenanstalt.

    Wenn man dies seit über 20 Jahren wissen tut, und ohnmächtig zuschauen muß, wie ein Land den Bach heruntergehen will, dann […]

    MfG

  46. 25 Jahre nach Stillegung eines KKW ist die noch verbliebene Radioaktivität auf 4% des Anfangswertes gesunken. 50 Jahre nach Stillegung ist sie nicht mehr messbar. Die Lösung heißt also die Reaktorkuppel 25 Jahre stehen lassen und danach wie ein ganz normales Bauwerk abreissen oder sprengen.

    Warum man diesen Sachverhalt zu einer Katastrophe aufbläst weiß vermutlich nur Mutter Gaia, die Göttin des Ökoschwachsinns.

  47. Sehr geehrter Herr Dr. Hinsch,
    wenn man allein schon 2 Milliarden € für die Standortsuche ausgeben will, wobei diese Summe im Laufe der Jahre sicher steigen wird, dann können die Rückstellungen der Betreiber nie und nimmer reichen. Wenn doch, dann werden schnell neue Kriterien gesucht, die die Kosten weiter nach oben treiben.
    MfG

  48. #4 Albert Kass
    Laut einen Taxifahrer, gewalttätigen Demonstrant, späte erste Grünen Umweltminister Hessens und noch späte erste Grünen Außenminister der BRD, also bestens qualifizierte Schwätzer hat doch sämtliche Teile eines KKW als verstrahlte Materie definiert. Also muss es grünwissenschaftlich stimmen und sein ebenso qualifizierte Mitkämpfer Jürgen Trittin soll diese verstrahlte Maße umweltfreundlich und vor allem nachhaltig aus der Welt zu schaffen. Es wird schon gelingen – koste es was es wolle. Entschuldigung, mein Magen grade rebelliert.

  49. #4 Sehr geehrter Herr Kaas,
    ja diese Frage kann und sollte man sich ernsthaft stellen. Sie können 60 bis 70 Jahre warten, dann Co60 soweit abgeklungen, daß es keine Rolle spielt beim Rückbau. Sie können natürlich vorher schon alles, was nicht kontamiert ist rückbauen.
    MfG

  50. #3: H. Boerger sagt:

    … in der Asse keineswegs nur schwach- und mittelradioaktiver Abfall, sondern auch langlebige Isotope abgelagert worden und daher etwaige Behautungen über die grundlegende Ungefaehrlichkeit der Asse fehlgingen
    —————-

    Dies zeigt eher die Verwirrung ihres Argumente. Die Angabe ’schwach- und mittelradioaktiv‘ kennzeichnet nicht die Lebensdauer der Isotope, sondern die aktive Strahlendosis pro Mengeneinheit (auch Konzentration derselben). Dies ist gerade bei langlebigen Isotopen sehr gering, weil diese eben auch nur in geringem Umfang zerfallen. Isotope mit kurzer Halbewertszeit strahlen dagegen um so stärker.

    Die Gefährdungsbeurteilung ist also von der Risikobewertung abhängig, wei stark die Stoffe überhaupt in die Nähe von Menschen gelangen können, bei welcher vermuteten Strahlungsintensität.

  51. H. Boerger#3

    „… dass in der Asse keineswegs nur schwach- und mittelradioaktiver Abfall, sondern auch langlebige Isotope abgelagert worden und daher etwaige Behautungen über die grundlegende Ungefaehrlichkeit der Asse fehlgingen (um es freundlich zu sagen – eher erinnerte das Wortan „gelogen“.) …“

    Sehr geehrter Herr Dr. Hinsch und Herr Boerger.

    Werden in dieser Bemerkung nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Ich bin zwar in dieser Hinsicht kein Fachmann, aber Langlebigkeit hat doch nichts mit Gefährlichkeit zu tun, eher umgekehrt!?! So ist z.B. Kalium 40 mit etwa 1.3 Milliarden Jahren Halbwertszeit eher als ungefährlich zu bezeichnen, kommt in Massen in unserem Körper vor und verursacht etwa 2/3 unserer Eigenstrahlung.

    MfG

    G.Wedekind

  52. Ernst gemeinte Frage: Warum muss man stillgelegte KKW abreissen?

    Nach Entfernung der Brennstäbe und des Kühlmittels sollte die verbleibende Radioaktivität kein Problem darstellen. Was soll da in die Umwelt entweichen? Wenn man sich dabei besser fühlt, kann man das Objekt auch noch rund um die Uhr bewachen lassen (Kosten ca. 1 Million €/a).

  53. Sehr geenrter Herr Dr. Hinsch, ich erinnere mich sehr gut z.B. an Ihre Darlegung der Situation in der Lagerstaette Asse. In einem Gespräch mit einem promov. Chemiker sowie einem prom. Physiko-Chemiker (seit Jahren im Umweltschutz tätig) teilte der Physikochemiker mit, dass in der Asse keineswegs nur schwach- und mittelradioaktiver Abfall, sondern auch langlebige Isotope abgelagert worden und daher etwaige Behautungen über die grundlegende Ungefaehrlichkeit der Asse fehlgingen (um es freundlich zu sagen – eher erinnerte das Wortan „gelogen“.). Außerdem deutete man im Fall des Moratorium von Frau Merkel daraufhin, dass sie doch prom. Physikerin sei – wohl um damit anzudeuten, sie verstünde etwas von der Materie (hier Kernenergie).
    Auch in anderen Fragen z.B. zum CO2 fand ich, dass beide wissenschaftlich sicher hervorragend Ausgebildete äußerst mangelhaft informiert waren – so wurde auf denEinwand, dass es nunmehr seit knapp 19 Jahren keinen nachgewiesenen Anstieg der Temperatur (global) gäbe, mir entgegen gehalten: Ja, auf der Suedhalbkugel nicht, aber eindeutig auf der Nordhalbkugel. Hinweise auf die letzten Verlautbarungen sogar des IPCC gingen fehl. Erneut musste ich feststellen, wie uninformiert solche in einschlägigen Berufen und Ausbildungen sind.
    Mir schwahnt nur Unheil.

  54. Offensichtlich haben die Kernenergieerzeuger nur Verluste gemacht, als sie den Atomstrom für 4ct/KWh abgegeben haben. Woher dann die enormen Gewinne kamen, kann ich jetzt nicht sagen.
    2009, als noch einigermaßen Vernunft und Rationalität bei CDU und FDP herrschten, gabs mal kurzzeitig (bis 2011) die Wende von der Wende. Die KKW-Betreiber mussten eine Abgabe/Rücklage auf den Strompreis zahlen, der für die Rückbaukosten bei Laufzeitende und die Entsorgung bestimmt war. Meines Wissens waren das 2ct/KWh, der Stromerzeugungspreis erhöhte sich dadurch auf 6ct. Bei den vorgesehenen Laufzeiten hätte dieser Betrag locker gereicht, die KKWs ohne Belastung der Allgemeinheit zurückzubauen.
    Da diese sinnvolle Regelung 2011 ad Absurdum geführt wurde, gibt es jetzt 2 Möglichkeiten: Entweder müssen die Energieerzeuger alle Kosten übernehmen und gehen dann endgültig Pleite oder die Allgemeinheit/der Staat muss dafür auskommen.
    Also ein weiteres Beispiel für die konfuse, wirtschafts- und standortfeindliche, unwissenschaftliche Politik, die seit 2011 praktiziert wird. Das einzige, was konsequent durchgeführt wird, ist die Vorbereitung des Staatsruins durch unsinnige Belastungen der Wirtschaft und der Bevölkerung, der durch die derzeitigen und zukünftigen Ereignisse noch beschleunigt wird.
    Man darf sich gar nicht vorstellen, wie es hätte sein können, wenn in diesem unserem Land speziell ab 1999 Fachleute anstatt NGOs regiert hätten.

  55. Es ist aus meiner Sicht absurd anzunehmen das die energetische Nutzung der Kernkräfte für immer eingestellt wird. Dazu sind die Vorteile einfach zu überzeugend:
    Die Energiedichte ist hervorragend, es gibt keine Ressourcenkonkurrenz, kein Lebewesen benötigt Uran und Konsorten, die Nutzung bleibt abgasfrei. Die erforderlichen Roh- und Abfallstoffmengen sind gering. Dies sind Vorraussetzungen für optimale Umweltverträglichkeit. Hochinteressant ist die internationale Forschungsaktivität die momentan eine Vielzahl von neuen Konzepten entwickelt. Auch ältere Konzepte werden nochmals aufgegriffen und weiterentwickelt. Insgesamt finden unterhalb der deutschen Wahrnehmungsschwelle -die deutschen Medien schreiben fast nichts mehr darüber- interessante und vielversprechende Entwicklungen statt. Vielleicht kaufen wir ja in 15 Jahren einen chinesischen HTR oder einen russischen Brüter, wäre spaßig.
    Der deutsche Ausstieg aus wichtigen Technikfeldern ist nicht nur dumm, sondern in Sinne der hierzulande so hysterisch vergötterten „Nachhaltigkeit“, kontraproduktiv.
    Nachteil der Kernkraftanlagen sind die relativ hohen Kapitalkosten, sodass Kohle / Gas und Öl befeuerte Anlagen derzeit bei Neubauten Kostenvorteile haben, vor allem dann wenn überzogene Sicherheitsvorkehrungen vorgeschrieben werden. Kleine modulare Reaktoren könnten hier punkten wegen optimierter Fertigungsmöglichkeiten in Fabriken.

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