Interessanter Trend – Klimasensivität wird immer geringer!

Entwicklung des KS Wertes in der Literatur

von Dr. Dietrich.E.Koelle
Entscheidend bei der IPCC-Hypothese vom angeblichen Temperatur-Anstieg durch die CO2-Emissionen ist die angenommene „Klimasensibilität“ (KS), d.h. der angenommenen globalen Temperaturanstieg bei Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre.


Die rechts stehende Grafik zeigt die Ergebnisse der Veröffentlichungen über die so genannte “Klimasensibilität”,  Es zeigt nicht nur, dass zahlreiche Analysen in den letzten Jahren durchgeführt wurden, die der IPCC-Bericht standhaft ignoriert. Man hält dort an der ursprünglichen Behauptung aus dem Jahr 1995 von 3°C (+/- 1,5°) eisern fest, ohne Beachtung der neueren Untersuchungen.

Führt man eine lineare Extrapolation durch, wie es die Klimamodell-Experten gerne machen, dann würde der Trend dazu führen, dass bis zum Jahr 2020 die Sensibilität auf etwa 1° C absinkt. Damit würde sie sich natürlich nicht mehr zur Erzeugung von Klimaängsten eignen, sehr bedauerlich.

Anmerkung der Redaktion

1. Harde (1) hat die KS schon auf 0,6 K geschätzt und ausführlich begründet (hier) Eschenbach (hier) schätzt sie gar auf 0,3 K. 

2. In der Summary fro Policymakers des 5. Sachstandsberichts des IPCC von 2013 äussert sich das IPCC zur Unsicherheit in der  Klimasensitivitiät….auf Seite 14 in der Fussnote 16 der SPM, WGI 2013, siehe Anlage:

(1) H. Harde: Advanced Two-Layer Climate Model for the Assessement of Globa Warming by CO2, Open Journal of Atmospheric and Climate Change 2374-3808 (2013), Das pdf ist frei herunterladbar), ferner (hier).

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13 Kommentar(e)

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1
Johannes S. Herbst

Zur Zeit findet man auf den Blog von JoNova http://tinyurl.com/ok4czed
(leider nur englisch)
eine aufsehenerregende Serie darüber wie der IPCC die Klimasensivität falsch berechnet.

Der Mathematiker Dr Evans stellt ein realitätsnahes Modell vor, das nicht nur die Treibhausgase berücksichtigt, sondern auch Direktstrahlung von der Erdoberfläche, Wasserdampf und Wolkenbedeckung. Wenn durch CO2 der Wärmeabtransport gebremst wird, dann fließt durch die anderen Kanäle mehr Energie ab, wodurch auch die Klimasensiviät von mehr CO2 immer geringer wird. Evans schätzt ihn auf 0.4 ein.

Es lohnt sich, den Link anzuschauen, denn es gibt einige aussagekräftige Diagramme dort.

2

zu #7 und #8,

was bei der Formulierung von dem sehr geehrten Herrn Stehlig physikalisch falsch ist, das findet sich entsprechend auch bei zahlreichen AGW-Erkklärungen,
ist der Begriff "Wärmestau" in Zusammenhang mit Wärmestrahlung.

Die Strahlungsintensität eines Körpers (Körperoberfläche) richtet sich ausschließlich nach dessen Temperatur und seiner Emessivität.
Was mit der Strahlung danach passiert, beeinflusst die Quelle NICHT,
es sei denn, die Strahlung wird durch Spiegel zur Quelle zurückgeführt.

Der Begriff "Wärmestrahlung" ist zudem nur eine Frequenzeingrenzung (Infrarot) und bedeutet nicht, dass diese Strahlung "warm" ist, denn Wärme ist an Masse gebunden.
Deshalb kann sich auch Strahlung nicht "stauen",
im Gegensatz zu einem materiellen Gegenstand, dessen Wärmeleitung durch Isolation eingeschränkt wird.
Der beste Isolator ist bekanntlich das Vakuum selbst 🙂
Astronauten im "kalten" Weltall frieren also nicht, sie schwitzen und müssen in ihrem Raumanzug künstlich gekühlt werden, was übrigens mal wieder NICHT durch Strahlung erfolgt, sondern durch Flüssigkeitsverdunstung.

mfG

3
Martin Landvoigt

Im Bild wurde auf ECS und TCR kurz angesprochen. Wer sich hier sachkundig machen will, stößt wahrscheinlich auf jene dubiose Quelle: http://tinyurl.com/pexgyd4

Allein die Idee, den ECS quantifizieren zu wollen, erinnert eher an Vodoo-Zauber, Kaffeesatzlesen etc. als an seriöse Wissenschaften. Ein hypothetisches Equilibrium wird man bei einer sich stets verändernden Welt nie erreichen können. Darum entzieht es sich auch einer Falsifizierbarkeit.

Aber auch die Abschätzung der TCR ist nur modellbasiert möglich. Und diese bleiben nicht nur umstritten, sondern kennzeichnen durch die große Bandbreite der Ergebnisse keinen Grund für ein Vertrauen in die Faktizität der Behauptungen. Da wirkt es skurril, wenn Wikipedia schreibt: 'Der wahrscheinlichste Wert für die TCS liegt bei ca. 2 Grad nach 70 Jahren'

Dazu wird eine Quelle von vielen zitiert.

Nur wenige Zeilen weite schribt sie dann:
'Der beste mittlere Schätzwert liege bei 3 °C'

Wie also ist denn wohl das Beste? Etwas anderes als das Wahrscheinlichste? Der Artikel verschweigt, dass der AR5 ausdrücklich keinen Besten oder wahrscheinlichsten Wert nennt. Dennoch wird bei vielen Projektionen zum 2-Grad-Ziel meist die 3-Grad-TCR unterstellt.

Allein die Bandbreite der Angaben der AGW-Quellen lässt schaudern: diese liegen um Faktoren auseinander und offenbaren damit: Selbst im ideologisch geprägten Lager gibt man damit indirekt zu, nichts belastbares zum Thema zu wissen - ein Zusammenhang kann also nicht hinreichend sicher quantifiziert werden. Womit sollten dann also die Alarmmeldungen begründet werden?

Es ist darum sogar nicht mal zwingend erforderlich, AGW-skeptische Studien heranzuziehen, um massive Zweifel zu begründen.

Dennoch bleibt es der wissenschaftlichen Neugier geschuldet, sich selbst ein seriöses Bild machen zu wollen, das weder von der einen, noch von der anderen Ideologie geprägt ist, sondern die Erkenntns der Realität sucht. Persönlich fand ich den Ansatz von Prof. Harde sehr überzeugend und als gute Näherung an die erkennbare Realität.

4
Martin Landvoigt

Ideologische Grabenkämpfe und sektiererische Mentalität einiger Kommentatoren begründen den schlechten Ruf von EIKE. Es ist kontraproduktiv, sich hier immer wieder Kleinkriege zu umstrittenen Ansichten zu liefern. Da gelten plötzlich jene, die von einer niedrigen Klimasensitivität ausgehen, als Häretiker, die der angeblich wahren Lehre nicht folgen.

Eine Mahnung zur Güte: Versuchen sie bitte eine verbale Abrüstung! Wer also der Meinung ist, dass das CO2 keine, negative oder nicht feststellbare Erwärmung bewirkt, kann meintetwegen diese Ansicht vertreten und seine Argumente darlegen. Nehmen sie aber zur Kenntnis, dass viele AGW-Skeptiker die der Ideologieprägung unverdächtig sind, aufgrund deutlich vorgetragener Argumente sehr wohl eine gundsätzlichen Einfluss des CO2 auf das Klima nicht bestreiten.

Es wäre politisch egal, ob man die CO2 Wirkung für nicht vohanden oder für unwesentlich hält. Wichtig ist, dass man damit begründet dem Klimawahn widersteht. Ein Kleinkrieg der Fraktionen schwächt aber gerade dieses Anliegen.

Hier in dem Artikel geht es um wissenschaftliche Arbeiten, die durchaus die Argumente vortragen. Tatsächlich ist der Angelpunkt der AGW Hypothese die Klimasensitivität. Es ist darum unabdingbar, hier anzusetzen und argumentativ dieses zu vertiefen! In diesem Sinn halte ich auch den Artikel für sehr wertvoll und lesesnwert.

5

@Dr. Gerhard Stehlik #8
Für so etwas braucht man keine Physik und Chemie studiert haben. Da langt der normale Verstand und die Vernunft.
Danke!

6
Dr. Gerhard Stehlik

7: Hofmann,M sagt:
am Montag, 19.10.2015, 14:03
"Auch ihre Hypothese ist falsch."

Danke, Sie haben mich endlich aufgeklärt. Wo haben Sie so gut Physik und Chemie studiert?

7

@Dr. Gerhard Stehlik #1
Auch ihre Hypothese ist falsch. CO2 in dieser geringen Menge kann nicht kühlend wirken. Wenn, dann müsste man schon deutlich über 25% CO2 in der Atmosphäre haben, damit eine dauerhaufte Kühlung/Eiszeit einbrechen sollte.
Und noch eines ist unlogisch an ihrer Behauptung, dass das CO2 mit seinen Anteil von unter 1% ein Kühlmittel sein soll....die Menschenheit dürfte somit kein Feuer mehr benutzen und die Vulkane müssten auch schweigen....das würde aber in einer Kaltzeit bedeuten, dass die Menschen den Erfrierungstod sterben müssten, weil ja mit dem Warmen Feuer auch immer mehr kühlendes CO2 ausgestossen würde....und das ist wohl nicht im Sinne des Schöpfers/ der Evolution....trotz wärme ist man erfroren...

8

'4 Liebe admin,
ich halte diese Größe auch nicht für real.
Interessant ist ja, daß, wenn ich mich recht erinnere, dieser von mir erwähnte Artikel nur mit dieser Hilfsgröße erscheinen durfte, ohne diese Abschätzung wäre der Artikel nicht erschienen.
Weiter war hier auf EIKE eine Diskussion mit Prof. Singer erschienen bei der sein Diskussionspartner sagte, daß diese Größe KS sehr sehr klein sei ohne dies aber zu quantifizieren.
MfG

9
Dr. Gerhard Stehlik

Tatsächliche Zeitverzögerungen zwischen Energiezufluss und Energieabfluss führen selbstverständlich zu einer höheren Temperatur. So eine tatsächliche Verzögerung kann man als Treibhauseffekt bezeichnen.
Nur muss man dann tatsächliche Energieflüsse messen. Leider ist es dabei so, dass die Messergebnisse erst verstanden werden müssen, bevor man mit ihnen etwas anfangen kann.
Der Energiezufluss von der Sonne ist leicht zu messen und einfach zu verstehen.
Die drei Energieabflüsse sind an sich auch leicht zu messen, aber hier müssen drei Energieflüsse gleichzeitig verstanden werden.
Dabei wird jeder dieser drei Energieflüsse von chemischen Stoffen ganz unterschiedlich beeinflusst.
Am bekanntesten Energiefluss, der Thermik, sind alle Gase beteiligt. Dabei wirkt jedes Gas nur geringfügig unterschiedlich.
An wichtigsten und unbekanntesten Energiefluss ist zwar nur Wasser beteiligt. Aber keine Energiefluss ist so komplex wie die Verdunstung und die Kondensation von Wasser!
Der dritte Energiefluss, elektromagnetisch und mit Lichtgeschwindigkeit wird so gut wie von niemand verstanden. Aber dessen Energieflusswirkung ist mit einem Infrarot-Thermometer jederzeit überall und unmittelbar als Boden-Luft-Temperaturdifferenz messbar.
Wirkliche Treibhauseffekte spielen sich nur in fester transparenter Materie wie Salzen ab (Death Valley, getrockneter ungarischer Salzsee nach Arrhenius 1906 mit 52°C), vor allem aber im flüssigem Wasser der Ozeane. Je fluider Materie ist, um so geringer ist logischerweise der Temperatureffekt. Bei Gasen kehrt sich das dann völlig um, weil Energie gebunden an Materie viel intensiver transportiert wird als durch Strahlung. Nur warme Gasmaterie, nicht aber Feststoffe und Flüssigkeiten, wird beliebig hoch in Richtung kaltes Weltall transportiert.

10

Hatte Prof. Lüdecke zusammen mit einem anderen Autor eine Arbeit veröffentlicht, auf die hier auch auf EIKE hingewiesen wurde, in dem eine obere Abschätzung von o,1 für KS angeführt war?
MfG

11
Leistenschneider/kowatsch

Klimasensivität wird immer geringer!
Wichtig ist stets die Äußerung, dass es sich bei der C02-Klimasensitivität um geschätzte Werte handelt. Es gibt nämlich keinen einzigen Versuch, der irgendetwas messen kann. Was man nicht messen kann, kann auch keine Wirkung haben. Somit ist der C02-Treibhauseffekt ein wirkungsloser Erwärmungs-Effekt. Auch der natürliche Treibhauseffekt, also die Behauptung, dass die Luft ohne C02 eine Durchschnittstemperatur von -18C haben würde, kann durch keinen Versuch bestätigt werden.

12

#2: Josef Kowatsch richtig, was man nicht messen kann, darf man nicht einfach behaupten!

Und selbst die "Modelle" sind UNPHYSIKALISCH!
Auch das "Advanced Two-Layer Climate Model",
englisch bürgt hier gewissermaßen für Primitivität.
Es gibt kein "Layer" aus dem CO2 auf die Erde strahlt, daran besteht kein ernsthafter Zweifel.
Die AGW-Vertreter sind ein unverschämter Lügenverein. Denn man kann ja leicht messen, dass die Strahlen, die da das Modell modelliert, NICHT existieren.

13
Dr. Gerhard Stehlik

Die Fußnote Nr. 16 auf der Seite 14 der von Koelle zitieren IPCC Berichts „Zusammenfassung für die politischen Entscheidungsträger“ lautet:

„Aufgrund fehlender Übereinstimmung der Werte aus den beurteilten Anhaltspunkten und Studien kann kein bester Schätzwert für die Gleichgewichts-Klimasensitivität angegeben werden.“

Extrapoliert man die von Koelle gezeigte Grafik auf 2030 landet man dort, wo ich (und einige andere) heute schon bin: CO2 kühlt nicht nur oben in der Atmosphäre, was niemand bestreitet und experimentell fest steht, sondern geringfügig auch an der Erdoberfläche. Gegen diese simple Wahrheit hilft nur allgemeines Todschweigen von Stehlik & Co! Das wird sich immer schneller ändern, weil sich jeder beim Discounter für 18 Euro ein Infrarot-Fernthermometer kaufen kann. Damit kann jeder selbst messen, wie sehr je nach Wetterlage die Atmosphäre ein Kühlhaus ist und kein Treibhaus.