Windparks sogar noch teurer und sinnloser als gedacht

James Delingpole
Die Kosten für Windenergie sind signifikant höher als deren Befürworter vorgeben. Das zeigt eine neue US-Studie, die als .pdf hier eingesehen werden kann.
Ein sogar noch größerer Flop als man sich nur vorstellen kann…


Falls man dieser Graphik der US Energy Information Administration (EIA) glaubt, wäre Onshore-Wind eine der billigsten Energieformen – wettbewerbsfähiger als Kernkraft, Kohle- oder Wasserkraft – und noch mehr als Solar.

Aber wenn man die wirklichen Kosten der Windenergie mit einbezieht, ist diese rund 48% teurer als die offiziellen Schätzungen der Industrie. Dies zeigen neuere Forschungen an der Utah State University.

„In dieser Studie beziehen wir uns auf die ,wahren Kosten‘ von Wind, wie sie Verbraucher und die Gesellschaft als Ganzes zahlen, sowohl um den winderzeugten Strom zu kaufen als auch um die Industrie der Windenergie durch Steuern und Schulden der Regierung zu subventionieren“, sagte Ryan Yonk, Ph.D., einer der Autoren des Berichtes und Mitbegründer von Strata Policy. „Nach der Betrachtung all dieser Kostenfaktoren und einer sorgfältigen Begutachtung der bestehenden Kostenschätzungen konnten wir viel besser verstehen, wie viel höher die Kosten für die Amerikaner sind“.

Der begutachtete Bericht betrachtete die folgenden Faktoren:

Die Production Tax Credit (PTC) der US-Bundesregierung, eine unabdingbare Subvention für Windkrafterzeuger, hat den Energiemarkt durch die künstliche Verringerung der Kosten teurer Technologien und Umleitung von Steuergeldern zur Windindustrie verzerrt.

Die US-Staaten haben Renewable Portfolio Standards (RPS) eingeführt, welche Unternehmen verpflichten, Strom aus erneuerbaren Quellen zu verbrauchen, was die Stromkosten für Verbraucher weiter in die Höhe treibt.

Weil Windressourcen oftmals weit entfernt von bestehenden Überlandleitungen liegen, ist die Erweiterung des Netzes teuer, und die Kosten werden an die Steuerzahler und Verbraucher durchgereicht.

Konventionelle Generatoren müssen am Laufen gehalten werden als Backup zur Deckung der Nachfrage, wenn der Wind dies nicht vermag, was die Stromkosten der Verbraucher in die Höhe treibt.

„Innovation ist etwas Wunderbares, und erneuerbare Energie ist da keine Ausnahme. Die Windenergie hat seit den neunziger Jahren ein gewaltiges Wachstum durchlaufen, aber dies war zum allergrößten Teil eine Folge großzügiger Subventionen der Regierung“, stellte Yonk fest.

Unter den Faktoren, die Befürworter von Windenergie geflissentlich verschweigen, sind – wie der Bericht zeigt – die „Gelegenheits-Kosten“ der massiven Subventionen, die zur Verfügung zu stellen die Steuerzahler gezwungen werden, um Erzeuger zu überreden, sich in dieser anderenfalls grotesk ineffizienten und großenteils sinnlosen Form der Energieerzeugung zu engagieren.

In den USA führt dies zu Kosten von 5 Milliarden Dollar pro Jahr an Production Tax Credits (PTC). Dieses Geld könnte man auch für Bildung, Gesundheit, Verteidigung ausgeben – oder man hätte es auch in den Taschen der Steuerzahler belassen können, um es nach eigenem Belieben auszugeben.

Stattdessen wurde es verschwendet für kapitalhungrige Spießgesellen-Kapitalisten, um die Landschaft mit Fledermäuse und Vögel zerschreddernden Öko-Kruzifixen zuzupflastern, um Energie zu erzeugen, die so flatterhaft ist, dass sie oftmals nicht zur Verfügung steht, wenn sie am meisten gebraucht wird (an sehr heißen oder kalten Tagen, wenn die Nachfrage wegen Air Condition bzw. Heizung hoch ist) und nur zu viel verfügbar sind bei anderen Gelegenheiten, wenn eine Windstrom-Flutwelle bedeutet, dass die Windkraft-Erzeuger tatsächlich den Unternehmen Geld zahlen müssen, damit diese ihre unerwünschte Energie abnehmen. Dieser Effekt, bekannt als „negative Preise“, ist für die Windkraft-Erzeuger sehr lukrativ, weil sie ihre Subventionen nur bekommen, wenn sie Energie erzeugen (egal ob diese gerade gebraucht wird oder nicht). Aber es ist eindeutig nicht lukrativ für die Menschen, die letztendlich alles bezahlen müssen: also die Steuerzahler.

Dabei wird all dies offen zugegeben, wenn der serienmäßige Windkraft-„Investor“ Warren Buffet sagt: „Wir bekommen Steuervorteile, wenn wir viele Windparks errichten. Das ist der einzige Grund, diese zu errichten. Sie machen keinerlei Sinn ohne diese Steuervorteile“.

Aber auch dieser Bericht könnte die wirklichen Kosten von Windenergie noch unterschätzen. Berücksichtigt ist nämlich nicht der Schaden für die Gesundheit der Menschen, die das Pech haben, in der Nähe von Windturbinen zu wohnen. Dies wird zum ersten Mal offiziell eingeräumt in diesem Bericht, der für die Regierung von Australien erstellt worden ist.

Auch wird die Verschandelung der Landschaft nicht berücksichtigt – die einem Bericht von Christopher Booker zufolge weit größer ist als das von den Grünen erzeugte schwarze Untier des Fracking.

Als Prof. David MacKay im vorigen Jahr als leitender wissenschaftlicher Berater des US-Energie- und Klimawandel-Ministeriums zurücktrat, ließ er noch einen Bericht erstellen, in der die umweltlichen Auswirkungen einer Fracking-Bohrstelle mit denen von Windparks verglichen werden. Im Verlauf von 25 Jahren, berechnete er, würde eine einzige Fracking-Bohrstelle, die fünf Acres [ca. 2 Hektar] Land verbraucht und mit einem Bohrturm mit einer Höhe von 85 Fuß [ca. 25 Meter], (der nur weniger als ein Jahr lang gebraucht werden würde) genauso viel Energie erzeugen wie 87 riesige Windturbinen, die 5,6 Quadratmeilen [ca. 5 km²] Land verbrauchen und noch in einer Entfernung von 20 Meilen [ca. 32 km] zu sehen wären. Und doch, für die grünen Kindergärtler ist Ersteres ein Gräuel, obwohl es Energie erzeugen kann, soviel wie gebraucht wird und ohne einen einzigen Penny an Subventionen, während Letzteres, das nur sehr unzuverlässig Energie erzeugen kann im Gegenzug zu Millionen Pfund an Subventionen, sie zu Jubelstürmen hinreißt.

Außerdem wird mit keinem Wort die epische Zerstörung der Vogelfauna dieser vermeintlich ach so umweltfreundlichen Apparate erwähnt. Der Ökologe Clive Hambler von der Oxford University schreibt:

Forschungen der Umweltgruppe SEO/Birdlife zufolge werden jedes Jahr in Spanien allein zwischen 6 und 18 Millionen Vögel und Fledermäuse durch Windparks getötet. Dabei werden grob geschätzt doppelt so viele Fledermäuse wie Vögel getötet. Dies bedeutet statistisch etwa 110 bis 130 tote Vögel pro Jahr und Windturbine sowie 200 bis 670 Fledermäuse pro Jahr. Und diese Zahlen könnten noch geschönt sein, falls man sie mit Statistiken vergleicht, die im Dezember 2002 von der California Energy Commission veröffentlicht worden sind: ,In einer Übersicht der Auswirkungen von Windturbinen auf Vögel von Benner et al. (1993) lag die Todesrate pro Turbine und Jahr bei Vögeln bis zu 309 in Deutschland und 895 in Schweden‘.

Weil man Windparks bevorzugt in freiem Gelände oder auf Hügeln errichtet, wo die Thermik gut ist, töten sie eine unverhältnismäßig große Zahl von Greifvögeln. In Australien ist der Keilschwanzadler durch Windparks vom globalen Aussterben bedroht. In Nordamerika töten Windparks zehntausende Greifvögel einschließlich Steinadler sowie das Wappentier der USA, den Weißkopfadler. In Spanien sind der Schmutzgeier und der Gänsegeier bedroht – von denen 400 allein in einem Jahr in Navarra allein getötet wurden. Norwegische Windparks töten über zehn Seeadler pro Jahr, und die Population von Smøla wurde massiv betroffen, nachdem man Windparks gegen die heftigen Proteste von Ornithologen errichtet hatte.

Auch viele andere Vogelspezies sind gefährdet. In Nordamerika zum Beispiel würden geplante Windparks in den Großen Seen große Mengen Zugvögel töten. Im Atlantik sind Seevögel wie der Schwarzschnabelsturmtaucher bedroht. Offshore-Windparks sind genauso schlimm wie solche an Land, stellen sie doch eine zunehmende Bedrohung für See- und Zugvögel dar. Außerdem reduzieren sie die Größe von Habitaten für Wasservögel (wie z. B. Trauer- und Eiderenten).

In UK hat Schatzkanzler George Osborne das Problem mit Verspätung eingeräumt – welches die „grünste Regierung jemals“ des Premierministers geholfen hat zu erzeugen – und hat daher die Subventionen grüner Energie zurückgefahren.

Die Kosten der Subventionierung neuer Windparks geraten außer Kontrolle, wie Quellen der Regierung jüngst gewarnt haben.

Funktionäre räumen ein , dass die so genannten „Grüne-Energie-Programme“ bis zum Jahr 2020 die atemberaubende Summe von 9 Milliarden Pfund pro Jahr an Subventionen verschlingen werden – gezahlt von den Verbrauchern. Das sind 1,5 Milliarden Pfund mehr als die maximale Obergrenze, die die Koalition ursprünglich geplant hatte.

Die explodierenden Kosten werden bedeuten, dass jeder Haushalt in UK gezwungen ist, geschätzt etwa 170 Pfund pro Jahr bis zum Ende dieser Dekade zu zahlen, um ein Programm voranzubringen, das von der Koalition vorangetrieben wurde.

Aber angesichts der Schäden, die der britischen Landschaft bereits durch Windturbinen zugefügt worden sind, könnte es sehr leicht zu einem Fall werden, bei dem das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist – und man den Brunnen danach verschließt. Besonders wenn man sich vor Augen führt, dass dieser Mann bereits einen Nutzen von 100 Millionen Pfund aus diesem Schwindel gezogen hat und dass es keinerlei Möglichkeiten gibt, auch nur einen Penny des von ihm verschwendeten Geldes zurückzubekommen.

Link: http://stopthesethings.com/2015/07/16/wind-farms-even-more-expensive-and-pointless-than-you-thought/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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8 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Vaclav Endrst,

    Sie haben ja Recht mit der Aussage „Bitte versuchen sie es nicht weiter hier mit hochdummen, tendenziösen Beiträgen ein Einfluss zu nehmen.“
    Wenn man sich die intelligenten Beiträge z.B. in #3 „wird das PIK merken, daß man Biosprit nicht essen kann.“ Betrachtet.

    Auch in #1 „Warmer Boden, das letzte Wasser verdampft und gelangt in die Atmosphäre. So enstehen „menschengemachte“ Wolken.“ ist ein gutes Beispiel für die Fachkompetenz des Verfassers.

    Gruß

  2. #2 Herr Werner Müller
    Der Portal EIKE ist eigentlich für die Leute bestimmt die unsere Mainstream Fernsehen viehleicht nicht brauchen um sich zu informieren. Bitte versuchen sie es nicht weiter hier mit hochdummen, tendenziösen Beiträgen ein Einfluss zu nehmen. Als ich noch mein militär Dienst leistete habe ich für solchen Leuten, wie Sie, die folgende Charakteristik: Sieht die Welt aus der Höhe der militärischen Stiefel und von da aus kann man nicht allzu weit sehen, Nichtwahr?

  3. #3: armin_ulrich sagt: „daß man Biosprit nicht essen kann.“

    Das kann ich nicht bestätigen.
    Den Biosprit vom Pflanzenölmotor kann man „essen“, hab ich bereits selber bei einem Fuhrunternehmen getestet.

    Gruß

  4. @K.Sander
    “ Was macht das PIK dann? Warmer Boden, das letzte Wasser verdampft und gelangt in die Atmosphäre.“
    Indianische Profezeihung:
    „Erst wenn das letzte Wasser verdampft und der letzte Windmast umgeknickt ist, wird das PIK merken, daß man Biosprit nicht essen kann.

  5. … und in Deutschland kommen jetzt nochmal 11 Mrd. für die unterirdischen Stromtrassen hinzu.

    Noch etwas lustiges:
    Bauern befürchten, dass der Boden dadurch stärker austrocknet. Deutschland ist weltweit das Land mit dem weltweit (!!!) geringsten Wasseranteil (m3 pro Bewohner). Das hat das PIK in Potsdam vor zwei Jahren verkündet. Was macht das PIK dann? Warmer Boden, das letzte Wasser verdampft und gelangt in die Atmosphäre. So enstehen „menschengemachte“ Wolken.

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