RWE – und seine Kommunen – am Abgrund

RWE will vorweg gehen! Aber wohin?

von Willy Marth
Der altehrwürdige, renommierte Energiekonzern RWE mit Sitz in Essen (NRW), steht vor dem finanziellen Abgrund. Abzulesen ist dies an seinem Aktienkurs. Vor der sogenannten Energiewende lag er noch bei 55, jetzt ist er auf 10 Euro pro Aktie abgestürzt. In den vergangenen viereinhalb Jahren hat der Konzern drei Viertel seines Börsenwerts verloren; vom Aktienhöchststand im Jahr 2008 ist gerade noch ein Zehntel übrig geblieben. An manchen schlimmen Tagen, wie dem 15. September 2015, büßte die Firma sogar eine Milliarde ihres Wertes ein. Das Unternehmen ist damit nicht mehr die langfristig sichere Geldanlage, die vormals als „Witwen- und Waisen-Rentenpapier“ empfohlen werden konnte. Einige meiner Freunde bei RWE wollten dies nicht wahrhaben. Sie kauften noch 2014 Aktien zum Kurs von 30 nach – und verloren inzwischen zwei Drittel ihres Investments.


Zu allem Überfluss plagen RWE auch noch riesige Schulden, so um die 35 Milliarden Euro. Sie resultieren zumeist aus Fehlentscheidungen früherer Firmenchefs. Der vormalige Hausjurist und überraschenderweise zum Vorstandsvorsitzenden hochgelobte Dietmar Kuhnt kaufte allerhand marode englische und amerikanische Wasserfirmen auf, was den vorher kerngesunden zum ersten Mal in hohe Schulden trieb. Sein Nach-Nachfolger Jürgen Großmann, ein Zwei-Meter-Manager mit Ruhr-Stallgeruch und einer Statur wie eine deutsche Eiche, investierte zur Unzeit Milliarden in eine Vielzahl von fossilen Kraftwerken. Der jetzige RWE-Chef, Peter Terium (52), geborener Holländer und gelernter Wirtschaftsprüfer, Vegetarier sowie Billardspieler, räumte auf. Er legte die meisten Kraftwerke seines Vorgängers still, darunter das nagelneue Gaskraftwerk "Claus C" und scheute sich auch nicht, das markante Bürohochhaus in Essen (Spitzname "Wattikan") an einen US-Immobilienfonds zu verscherbeln und wieder zurück zu leasen. Mittlerweile ist er bei einem Dutzend kleiner Wasserkraftwerke angelangt, deren Verkauf bis zum Ende d. J. geplant ist, weil sich ihr Betrieb für RWE angeblich nicht mehr lohnt.

Geldsorgen der Kommunen

Die von der Bundesregierung nach Fukushima angeordnete Stilllegung der Kernkraftwerke hat RWE ins Mark getroffen. Zwei große Atomkraftwerke (Biblis A, Biblis B ) wurden sofort abgeschaltet, drei weitere (Emsland, sowie Gundremmingen B und C) sollen, zeitlich abgestuft, bis zum Jahr 2022 folgen. Diese Kernkraftwerke waren, neben den Kohlekraftwerken, die eigentlichen  Gewinnbringer des Konzerns. Kein Wunder, dass ihre Stilllegung in der Bilanz riesige finanzielle Lücken gerissen hat. Immerhin stellte ein Untersuchungsausschuss des Landes Hessen inzwischen fest, dass zumindest die Abschaltung der Kraftwerke Biblis A und B illegal war, weil der Betreiber dazu – wie im Atomgesetz verlangt – vorher nicht angehört worden war. Ministerpräsident Volker Bouffier schiebt die Verantwortung für diese Maßnahme der Bundesregierung zu. Demnächst wird die Bundeskanzlerin dem Ausschuss Rede und Antwort stehen müssen.

Die finanzielle Schieflage der RWE hat auch Auswirkungen auf die Kommunen in Nordrhein-Westfalen, denen der Konzern zu 24 Prozent gehört. Die Krise trifft sie sogar mehrfach: wegen verminderter Gewinne sinken die Gewerbesteuereinnahmen der betroffenen Städte, daneben müssen diese auch den Wertverlust ihrer Aktien und die Dividendenkürzungen verdauen. Die Reduktion der Dividende auf ca. 50 Cent pro Aktie wirft die Investitionsplanung der Städte Essen und Mülheim total über den Haufen. Fast noch schlimmer ist das Absinken des Börsenwerts für das RWE. Wie viele Kommunen in NRW hat die Stadt Essen bei Einführung der doppelten kaufmännischen Buchführung im Jahr 2007 den damaligen hohen Aktienkurs von 77 Euro als Eigenkapital in ihre Bücher genommen und damit einen satten Buchgewinn erzielt. Nach dem oben geschilderten Börsensturz musste allein die Stadt Essen ca. 800 Millionen auf ihre Beteiligung an RWE abschreiben. Das Eigenkapital der Stadt ist damit fast auf Null angelangt. Im Gegensatz zu Essen gibt es allerdings auch andere Städte in NRW, die nicht unter dieser Misere leiden. Die Landeshauptstadt Düsseldorf, beispielsweise, hat vor sieben Jahren ihre Anteile an RWE rechtzeitig verkauft und ist seitdem schuldenfrei!

Auch die Stadtwerke München haben große finanzielle Sorgen. Nachdem sie zuletzt noch 80 Millionen Euro Gewinn gemacht haben, wird dieses Jahr erstmals ein Minus vor dem Ergebnis nach Steuern stehen. Der Energiesektor hat seit Jahren den teuren, aber defizitären und unverzichtbaren U-Bahn-Ausbau mitfinanziert. Aus den Gewinnen der Stadtwerke konnte der Stadtkämmerer bisher zuverlässig ca. 100 Millionen Euro in den städtischen Haushalt einstellen. Das gilt zukünftig nicht mehr. Aber dieses Unglück kommt nicht allein. Die Stadt München ist auch mit 25 Prozent an dem Atomkraftwerk Isar II beteiligt und hat offensichtlich zu wenig Geld für dessen Abriss ab dem Jahr 2022 zurückgelegt. Etwa um 100 Millionen Euro muss diese Rücklage, angesichts der niedrigen Zinsen, aufgestockt werden. Dessen ungeachtet propagieren die Grünen dieser Stadt, dass München große Gewinne aus dem Betrieb von Windkraftanlagen zieht, an denen sie beteiligt ist. Verschwiegen wird, dass diese aus Subventionen herrühren, die vom Stromverbraucher bezahlt werden.

Zoff im Aufsichtsrat

Zu allem Überfluss hat bei RWE auch der seit 2009 agierende Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Schneider angekündigt, dass er diesen Posten bei der nächsten Hauptversammlung im Frühjahr 2016 aufgeben werde. Ein neuer Kontrollchef musste also her; Gehalt: um die 300.000 Euro pro Jahr, also pea-nuts bei Herren dieses Kalibers. Üblicherweise obliegt es dem abgehenden Chef seinen Nachfolger zu finden – natürlich im Einvernehmen mit den anderen Aufsichtsräten. Und da begannen die Probleme, denn das hohe Gremium war sich nicht einig. Die Kommunen halten, aus historischen Gründen, zwar nur etwa ein Viertel des Aktienkapital, haben aber – wiederum aus historischen Gründen – volle 4 der insgesamt 10 Aufsichtsräte. Sie mussten in den Findungsprozess eingebunden werden. Und der war nicht einfach, denn die Kommunen und die Kapitalseite (6 Sitze) verfolgen verschiedenartige Geschäftsmodelle. Die Kommunen wollen, etwas platt gesagt, aus dem weltweit agierenden Energiekonzern RWE wieder einen regionalen Versorger machen, ein großes "Stadt- und Landwerk", wie einer der ihren sagte. Sie betrachten den Konzern fast als Eigentum der Stadt- und Landkreise und halten es für das Wichtigste, dass es genug Dividende für die klammen Kommunen gibt – selbst wenn das Unternehmen wenig abwirft und jeden Euro eigentlich für die Investitionen bräuchte. Die Kapitalseite betrachtet diese Vision als rückwärts gewandt und zieht da nicht mit. Der Kandidat der Kommunen war der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, derzeit Chef der Ruhrkohle AG und ein Strippenzieher allererster Güte. Er hätte, im Sinne der Kommunen, das RWE mehr oder minder verstaatlicht, wie seinerzeit seine Abbruchfirma RAG. Nun, Müller ist aus dem Rennen, denn Schneider hat seinen Nachfolger gefunden. Es ist der ehemalige Chef des Software-Konzerns SAP, namens Werner Brandt. Zwei weitere Mitglieder wollen den RWE-Aufsichtsrat ebenfalls verlassen, unter ihnen der Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. (Will er etwa die Diesel-Software in Sindelfingen überprüfen?). Da vom kommenden Jahr an bei der Besetzung des RWE-Aufsichtsrats die Frauenquote zu berücksichtigen ist, werden zwei sachkundige Damen gesucht. Also: "Ladies to the front!"

Übernommen vom Willy Marth´s Rentnerblog hier

Weiterführende links: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energie-stuehleruecken-bei-rwe-1.2673122

Über den Autor:

Dr. Willy Marth, geboren 1933 im Fichtelgebirge, promovierte in Physik an der Technischen Hochschule in München und erhielt anschliessend ein Diplom in Betriebswirtschaft der Universität München. Als Projektleiter wirkte er bei den beiden natriumgekühlten Kernkraftwerken KNK I und II, sowie bei der Entwicklung des Schnellen Brüter SNR 300 in Kalkar. Beim europäischen Brüter EFR war er als Executive Director zuständig für die gesamte Forschung an 12 Forschungszentren in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Im Jahr 1994 wurde er als Finanzchef für verschiedene Stilllegungsprojekte berufen. Dabei handelte es sich um vier Reaktoren und Kernkraftwerke sowie um die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, wo er für ein Jahresbudget von 300 Millionen Euro verantwortlich war.

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18 Kommentare

  1. #12: Peter Schmitz – Das kann ich konkretisieren.
    Ich habe der DB geschrieben:

    >Sehr geehrte Damen und Herren,
    auf Grund meines Abonnements bekam ich jetzt die neue, grüne BahnCard zugesandt. Das Begleitschreiben dazu hat mich allerdings nicht erfreut, sondern verärgert. Dort heißt es, ich hätte mich „für klimafreundliche Mobilität entschieden“. Das ist nicht wahr! Wie kommen Sie eigentlich zu dieser völlig unzutreffenden Unterstellung? Ich entscheide mich grundsätzlich für kostengünstige Reisemöglichkeiten unabhängig von Tages- und Jahreszeiten. (Über den populistischen Begriff „klimafreundlich“ möchte ich mich hier mit Rücksicht auf die Schöpfer dieses Unwortes besser nicht auslassen.)
    Ihre Behauptung, ich würde „jetzt in allen Fernverkehrszügen in Deutschland automatisch mit 100% Ökostrom fahren“, ist für mich nicht nachvollziehbar. Da müssten Sie mir schon plausibel nachweisen, dass für die ICE 3 mit jeweils 8 MW Leistung auch in windstillen Nächten, besonders im Winter, noch ausreichend Strom aus Wasserkraft und Biomasse zur Verfügung steht. Pumpspeicherkraftwerke, die in Deutschland nicht gerade häufig und deren Reservoirs meistens nur halb gefüllt sind, sind im Ernstfall nach wenigen Stunden leer.
    Warum geben Sie nicht zu, dass Sie nach wie vor auf Grundlaststrom aus konventionellen Kraftwerken angewiesen sind, aber mit dem Geld aller Reisenden instabilen, unwirtschaftlichen und teuren Strom kaufen, der, wenn er witterungsbedingt im Überfluss produziert wird, sogar auf unsere Kosten ins Ausland abgeschoben wird? Wer oder was bewegt die Bahn zu solchem betriebswirtschaftlich nicht zu verantwortenden Geschäft?
    Aber das soll mich ja nicht kümmern. Denn Sie schreiben: Die „Zusatzkosten übernehmen wir für Sie“. Soll ich nun glauben, die Deutsche Bahn wäre ein Wohltätigkeitsverein geworden? Gewiss nicht, denn die nächsten Preiserhöhungen sind gewiss zum Jahresende wieder fällig. Alle Bahnkunden bezahlen dann die mir geschenkten Zusatzkosten! Und wenn die das nicht komplett tun, weil die neuen ineffizienten Energien subventioniert werden, dann bezahlen es eben alle Steuerzahler. Oder wie soll das sonst funktionieren?
    fragt mit höflichen Grüßen
    Siegfried Zülsdorf < Und bekam tatsächlich eine Antwort: >Ihre Nachricht vom: 5. Oktober 2014
    Unser Zeichen: 1-14750186735
    Sehr geehrter Herr Zülsdorf,
    vielen Dank für Ihre E-Mail.
    Sie haben uns zur klimafreundlichen Mobilität mit BahnCard geschrieben. Die Meinung unserer Kunden ist uns wichtig und so geben Sie uns die Möglichkeit, Ihnen die Hintergründe zu erläutern.
    Unseren Strombedarf decken wir bereits zu 24 Prozent aus erneuerbaren Energien. Zu 46 Prozent wird die elektrische Energie der Bahn noch aus Stein- und Braunkohle gewonnen. Die übrigen 30 Prozent verteilen sich auf verschiedene Quellen.
    Der überwiegende Teil der erneuerbaren Energien stammt aus Wasserkraft, der Rest ist Windkraft.
    Wir kalkulieren die Menge an Strom, den wir für unsere Reisenden mit BahnCard, Streckenzeitkarten sowie für unsere Firmenkunden und Reisende mit ‚Umwelt-Plus‘ in innerdeutschen Fernverkehrszügen benötigen. Diese Strommenge wird zusätzlich eingekauft, besteht zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und wird in unser Stromnetz eingespeist. Dort ersetzt sie den herkömmlichen Strommix.
    Die Kosten für den für diese Fahrgäste zusätzlich eingekauften Ökostrom trägt die Deutsche Bahn.
    Wir freuen uns über Ihr Interesse an den Angeboten der Deutschen Bahn und hoffen, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag
    Maren Reinsch
    Leiterin Kundendialog <

  2. Wer Anteile an grundlastfähigen Kraftwerken und Energiequellen verkauft/aufgibt der spekuliert auch dass Narrengold (Pyrit) im Markt boomt!

    Das geht schon allein aus der Tatsache hervor dass Bürgermeister und Stadträte (äh, Politapparatschiks) „ihre überschüssige“ Liquidität in der Derivate-Blase im Ausland verzock(t)en und dann ihre „Investment“banken (wen denn wohl sonst um sich selbst wegzuducken) mit „anderen“ Steuergeldern retten liessen und lassen.

  3. Verantwortlich für die Abschaltung der Kernkraftwerke ist die Bundesregierung unter der Führung einen Füsikerin, die Marxismus-Leninismus studiert hat.
    Also: Die Klimadonna muss weg!

  4. @#12: Peter Schmitz
    „..Schade, dass der Physik hier Grenzen gesetzt sind…“

    Herr Schmitz, die Lösung nennt sich „Smart Grid“. Damit könnte gezielt den EEG-Jüngern bei Dunkelflaute der Strom abgestellt werden.

  5. EON, RWE und auch ENBW sind und waren mit Politikern der Grün-Sozialistischen Mafia besetzt. Die „ach so bösen“ Stromkonzerne waren in Deutschland schon fest in der Hand der Grün-Sozialistischen Politik. Das ist alles nur noch ein gehauchle und ein bewusstes politisches Zerlagen unserer Stromerzeugung. Und genaus wird der Rest der deutschen Wirtschaft und Industrie mit diesen Grün-Sozialistischen Gedankengut (Ideologie) unterwandert. Personen werden in Stellung gebracht, die diese Grün-Sozialistische Ideologie mittragen bzw. am Untergang der Deutschen Wirtschaft mitarbeiten wollen. Die Kanzlerin hat doch schon die Grün-Sozialistische Marschrichtung vorgegeben….Die CO2 freie Gesellschaft. Spätestens bei dieser Aussage der Kanzlerin hätten und müssten ALLE Alarmglocken in der Deutschen Wirtschaft erklingen müssen. Und man hätte ab diesen Zeitpunkt sich strikt von dieser Zerstörungswut dies Merkel distanzieren müssen. Aber so kommt es wie es immer in Deutschland gekommen ist. Die Wirtschaft ordnet sich dem politischen Zeitgeist unter auch wenn dieser Zeitgeist gegen die Marktwirtschaft und gegen die Demokratie gerichtet ist. Die deutschen Eliten haben nichts dazu gelernt….mant tappt der politischen Führung hinterher…wie schon immer.

  6. Ich halte es für wesentlich, das es Think-Tanks gibt, wie u. A. http://tinyurl.com/p9k496w die hartnäckig und gezielt daran arbeiten, das die Betreiber der „Erneuer-Baren“ mittels der Privilegien, die sie durch Lobby-Politik und EEG-Vergütungen als Einnahmen erzielen, bei privaten „Hintermännern“ landen, die solche Organisationen für ihre Optionen gezielt positionierten.
    Es gibt den Aspekt der Großhandelskaufleute, die nicht nur Steuern zahlen, sondern genau deshalb Einfluss auf die Politik nehmen, damit ihr Umsatz steigt, wie z. B. mit „Flüchtlings-Zuwanderung“ oder politischen Verordnungen die ihre Branchen lukrativ machen, wie z. B. die Dämmstoff-Industrie.
    In den USA existiert die allgemeine Altersversorgung aus der privaten Einzahlung in Finanz-Fonds, die über enorme Summen verfügen und auf Rendite trächtige Strategien bauen und darum US-Behörden auf ihrer sicheren Seite nutzen.
    Das haben schon europäische Banken teuer bezahlen müssen, bringt nun auch US-Sport-Vermarkter in überlegene Positionen und zeigt was geht, bzw. wer vor dem Mann im weißen Haus zwar weiß gekleidet, seine päpstliche Vision vortragen darf aber in einem Spiel mitwirkt, was ihn und seine Schäfchen lediglich als „Spender“ benutzt.
    Für die Strategen, die an der Spitze der Finanz-Fonds ihre Stellung nur durch Erfolge rechtfertigen können, zählt es hohe Renditen zu erzielen.
    Gut eignen sich darum immer allgemeine Versorgungsstrukturen, quasi „monopolistisch“ zu beherrschen, weil man sich von dem Mann im weißen Haus die Unterstützung bestellt, mit der er dort hingelangen konnte und nun quasi zum Team gehört.
    Warum muss jeder an der Tankstelle für die Zumischung von „Bio“ extra zahlen? Welche „Oligarchen“ haben denn dass ausgeheckt?
    Angenommen, Finanz-Konzerne können u. A. damit Erfolge realisieren, das wie blöd, zusätzliche Stromleitungsnetze installiert werden, oder Milliarden in völlig bescheuerte Investitionen in Deutschland fließen, in dem die Kommunen in NRW quasi bankrottgehen oder die dortigen Industrien in den Konkurs gebracht werden – wo das „Geld weg ist, hat es ein Cleverer an sich gebracht“.
    Die ganze „Klima-Masche“ ist doch nur ein „Instrument“, eine geschickte Strategie, mit der sich US-Finanz-Fonds anschicken, zu filetieren, was immer sich für sie lohnt.

  7. # 4

    Liebe CO2 – Freunde,

    vor zwei Jahren bin ich nach langer Zeit einmal wieder eine längere Strecke mit der Bahn gefahren. Ich erinnere mich, dass ich beim Kauf der Fahrkarte gefragt wurde, ob ich mit umweltfreundlichem Strom fahren wollte, natürlich gegen Aufpreis. Prinzipiell kommt das für mich nicht in Frage.
    Dabei kam ich auf den Gedanken, dass es doch ideal wäre, wenn jeder den Strom zugewiesen bekäme, den er gerne haben möchte. Die Umweltbewegten den Spargelstrom oder von Krähenspiegeln, die Sparsamen und Umweltrealisten Atom- oder Kohlestrom, etc.

    Schade, dass der Physik hier Grenzen gesetzt sind. Ich bin mir sicher, bei Windstille am 15. November nach 17 Uhr werden sich viele überlegen, ob sie wohl die richtige Entscheidung getroffen haben. Spätestens um 22 Uhr dürfte wohl auch die teuerste Batterie ihren Geist aufgegeben haben – und dann ist es finster, evtl. Kerzenzeit!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter

  8. #8, #9
    Erst nachdem die Energieversorger 2011 gegen das Primat verloren hatten, wandelten sie sich gefolgsam zu gleichgeschalteten Unternehmen. Die aktuelle Werbung zeigt das Ergebnis der politischen Diktatur. Dasselbe hatte unsere Industriezeit schon zweimal erlebt. Zu Kaisers Zeiten und zu Hitlers Zeiten. Jetzt haben wir Merkels Zeit, die im diktatorischen Verhalten den Vorläufern gleicht.

  9. Auch von diesem renitenten Rentner Willy Marth:
    http://tinyurl.com/po6s2os
    Zitiere die folgenden Passagen, weil sie besonders gut zu dem passen, was unsere heißgeliebte Kanzlerin gerade mit der Flutung des Landes mit hoffnungsvollen Zuwanderern aus aller Welt anrichtet:
    „Aus juristischer Sicht war das Moratorium erstaunlich stümperhaft zusammengezimmert. Für eine Stilllegungsverfügung benötigt man als Voraussetzung nämlich eine akute Sicherheitsgefahr. Diese war in Deutschland jedoch nicht gegeben, da die Gefahrensituation der deutschen Atomkraftwerke sich von jener der japanischen in Fukushima total unterschied.( Es waren haarsträubende Planungs- und Betriebsfehler, welche den Gang der dortigen Ereignisse bestimmten.)
    Die deutsche Reaktorkommission hat dies später in ihren Bericht deutlich klargelegt. Im Grunde hätten die Betreiber der stillgelegten deutschen Kernkraftwerke lediglich eine Klage einreichen müssen, um ihre Anlagen sofort wieder anfahren zu können. Die Bundesregierung hätte dies nur verhindern können, wenn sie ihre Stilllegungsverfügung mit einem sogenannten Sofortvollzug ausgestattet hätte. Dazu fehlte ihr aber die technische Begründung. Wie später von der Presse aufgedeckt wurde, war dies Bundesumweltminister Röttgen und seinen Referenten durchaus bekannt, aber man ging dort (und in den Landesministerien) das Risiko der fehlenden Begründung wohl bewusst ein. Erst später, als der Mediensturm zu Fukushima abgeebbt war, beschlossen die Betreiber der abgeschalteten Atomkraftwerken vor Gericht zu ziehen und Schadensersatz einzuklagen.“

  10. Gestern noch die grenzdebile Werbung von E.on für ihren Solarstrom im Fernsehen gesehen. Mein Meinung dazu: wer sich so zur grünen Sau machen lässt verdient es nicht besser als geschlachtet zu werden. Wir schaffen das!

  11. #6
    So recht kann ich das Wirken von Sachverstand und Protest bei den großen Versorgern nicht erkennen.
    E.ON wirbt seit langem und immer noch mit großformatigen Anzeigen für die Energiewende. Auf der Homepage strotzt es nur so vor Nachhaltigkeit und neuen Energien: „E.ON steigert ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Verschlankung der konventionellen Erzeugung und wächst durch kostensparende, leistungsfähigere Erneuerbare Energien“. Vorstandsinfo: „E.ON wird sich nach dieser neuen Strategie in Zukunft auf Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen fokussieren“.
    Wenn im Vorstand von E.ON Einsicht erlaubt wäre, müsste man anderst publizieren. RWE ist da nicht viel anderst.

    #7 und #2
    Mich würde einmal interessieren, wo konkret in der Bibel irgend etwas Vernünftiges steht, das zum Thema eine Richtung weisen könnte. Vor allem nicht nur irgendwo ein halber kryptischer Satz zur (beliebigen) Interpretation für Theologen, sondern ein geschlossener Text, der mindestens über mehrere Zeilen konkretisiert.

  12. 2# Katrin Meinhardt.

    Sehr geehrte Frau Katrin Meinhardt, nun wissen wir endlich wo hin RWE gehen will, in den Konkurs.
    Die gehen schon mal voRWEg in den Abgrund.
    Ansonsten haben Sie viel wares geschrieben in ihren Kommentar , besonders treffend ist der Vergleich das eine Ideologie so wie Pferdegeschirr mit Scheuklappen sei ,sehr guter Vergleich.
    Die Politik verkommt und auch die Wirtschaft verkommt immer mehr, wird unmenschlicher und profitgeiler.
    Ok es war schon immer so nur wird es immer schlimmer und verrückter.
    Es könnte manchmal wirklich nicht schaden als Manager mit so viel Verantwortung über zigtausend Familien in die Bibel zu schauen um den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren, und das sag ausgerechnet ich als Atheist.

    Mfg

  13. Die Energieversorger haben sehr wohl versucht, ihren Sachverstand in die Debatte über die zukünftige Elektrizitätsversorgung einzubringen, und zwar in sachlicher Form.

    Die Energieversorger sind aber regelmäßig niedergemacht worden, von der SPD, von den Grünen, von den Staatsmedien des Funks und des Fernsehens, und von der Presse. Es ging immer gegen die „Energieriesen“. Das Volk glaubte den Unsinn irgendwann, wie es auch glaubte, die deutsche Hausfrau braue den besten Kaffee der Welt. Zum Schluss kamen noch die von Merkel grün gestrichenen CDU, CSU und FDP mit dem Jasager-Parlament dazu und bestanden darauf, sie seien das Primat, dem sich alle unterzuordnen hätten. Damit war die Sache endgültig entschieden und die Politik konnte ungehindert die Zerstörung der Energieversorger mit Subventionismus und Staatswirtschaft zu Lasten der marktwirtschaftlich orientierten Unternehmen vorantreiben. Die bundesdeutsche Parteiendiktatur ist wie jede Diktatur, stur, ideologisch und immer voll des Wissens, nur sie mache es richtig.

    Dass jetzt die nordrhein-westfälischen Kommunen als Anteilseigner unter dem Niedergang des RWE finanziell leiden müssen, haben die Schlauberger ihrer eigenen Energiepolitik zu verdanken. Recht so.

  14. Wenn ein Energieunternehmen RWE nicht erkennt, daß die Energiewende-Illusion Deutschlands Industrie den Bach hinunter rauschen lässt – wie soll dann erst Otto Normalbürger vor dem Totengräber „Energiewende“ gewarnt werden?

  15. Alle großen Stromversorger haben nicht ihren Sachverstand gegen die „Energiewende“ in die Waagschale geworfen. Sie haben sich den Politikerwünschen angepasst, statt auf die Unmöglichkeit der Vorhaben hinzuweisen. Auch der Autokonzern Audi wirbt damit, dass seine Autos kohlenstoffdioxidfrei mit der Bahn zum Kunden transportiert werden.

  16. Werter HerrGärtner,
    Sie irren hinsichtlich Mühlheim- Kärlich. Mühlheim- Kärlich war im kommerziellen Betrieb vom August 1987 bis September 1988.
    MfG
    H. Urbahn

  17. Zitat:
    „RWE will vorweg gehen! Aber wohin?“

    Sie sind Mensch, Physiker und Betriebswirt. Setzen Sie noch eines drauf. Ein weiteres Studium. Dann wissen Sie, wohin die Reise gehen muss.

    Danke für den sehr interessanten Artikel und den vielen Details.

    Die Frage wäre jetzt, wie sieht es nach 2020 plus aus?
    Schaffen die noch die Wende oder kommt der Sargnagel? Dahinsiechend?

    Es könnten riesige Gewinne winken oder Totalverlust.

    Der grüne Tod leistet vorzügliche Arbeit.

    „Wer mich [die Weisheit] aber verfehlt,
    tut sich selbst Gewalt an.
    Alle die mich hassen,
    lieben den Tod.“

    (Sprüche 8.35)

    Aus einem Buch, um den die (heutige moderne) Wissenschaft einen sehr, seeeeeehr, ausgiebigen weiten Bogen machen will.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    P.S.: Wenn ich mich in die Haut sehr vieler Möchtegern-Spargel-Analysten an der Börse, mit der höchsten und hochkonzentriertesten Dummendichte dieser wunderschönen Welt, versetz(t)e, für einen (oder längeren) Augenblick, dann beginne ich zu lächeln.

    Es ist gar nicht so erstaunlich, wie schlecht die Akteure arbeiten, bei RWE, wenn man weiß, welche Software in den Köpfen sich eingenistet haben will. Ideologien sind wie Pferdegeschirr und Scheuklappen. Man sieht nur noch das, was man sehen will.

    Nur ein einziges Buch auf dieser Welt lässt den Menschen alles sehen. Und um dieses machen von 1.000 Leuten 999 einen sehr, sehr, sehr, weiten Bogen, drumherum? Bald sind es 2.000. Hahahaha. Diese armseligen Kantianer, diese blinden Hühner. Was hat deren Heiliger sie doch alle verraten. Wie kann ein Blinder andere Blinde führen?

    Demnächst ist wohl die Lufthansa dran. Die Türken wollen angreifen. Volkswagen soll weg. Was für ein armseliges Management. An den Löhnen liegt es ncht. Und an der echten Wissenschaft auch nicht.

  18. Herr Barth, Mülheim-Kärlich ging ja nie in Betrieb, kann also nicht unter den Stilllegungen verbucht werden. Ansonsten stimme ich Ihnen zu.

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