Zweieinhalb Jahre später: Klage gegen Umweltbundesamt wegen fragwürdiger Klimabroschüre kommt jetzt endlich zur Verhandlung

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Zweieinhalb Jahre später: Klage gegen Umweltbundesamt wegen fragwürdiger Klimabroschüre kommt jetzt endlich zur Verhandlung

– Kategorien: AllgemeinNews/TermineTermin
29. September 2015 | 07:30

Mitte Mai 2013 hatte das Umweltbundesamt (UBA) eine layout-technisch professionell durchgestylte Broschüre mit dem Titel “Und sie erwärmt sich doch” herausgegeben, in der die Behörde mit Journalisten und Wissenschaftlern abrechnet, die einen menschengemachten katastrophalen Klimawandel für nicht erwiesen halten (siehe unseren logartikel “Dubiose Klimabroschüre des Umweltbundesamtes geht nach hinten los“). Das Echo auf die wissenschaftlich unausgewogene UBA-Broschüre fiel für das UBA unerwartet bitter aus: Fach- und Medienwelt waren entsetzt. Auch die Kalte-Sonne-Autoren Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning wurden attackiert. Vahrenholt suchte den Dialog mit der Behörde (siehe unseren Blogartikel “Fritz Vahrenholt mit einem offenen Brief an UBA-Präsident Flasbarth“). Antwort: Keine.

Ebenfalls betroffen waren die Journalisten Michael Miersch und Dirk Maxeiner, die das UBA daraufhin verklagten, da man ihnen vorwarf, falsch zu berichten. Nach zweieinhalb Jahren kommt es nun endlich zum mündlichen Verhandlungstermin. Michael Miersch schreibt hierzu auf seiner Facbookseite (viaScienceSkepticalBlog):

Liebe Kollegen und Freunde,

zweieinhalb Jahre nachdem Dirk Maxeiner und ich das Umweltbundesamt (UBA) verklagt haben, findet nur endlich der mündliche Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht in Halle statt.

Mittwoch 18. November um 13:15 Uhr
Erste Kammer des Verwaltungsgerichts Halle
Sitzungssaal 1.063
Thüringer Straße 16
06122 Halle

Es geht in dem Verfahren darum, ob eine Bundesbehörde das Recht besitzt, Journalisten zu bezichtigen, sie würden falsch berichten.

Zur Erinnerung: 2013 brachte das UBA eine Broschüre mit dem Titel „Und sie erwärmt sich doch“ heraus. Darin wurde erklärt, dass es bedauerlicherweise Wissenschaftler und Journalisten gibt, die Unwahrheiten über den Klimawandel verbreiten. Neben einigen anderen wurden Dirk Maxeiner und ich (damals Ressortleiter „Wissen“ beim FOCUS) genannt.

Dies führte zu einer Welle der Berichterstattung. Zu meiner Freude vertraten die meisten Medien (unabhängig von ihrer Position in der Klimadebatte) die Auffassung, es stehe einer Behörde nicht zu, Journalisten zu denunzieren.

Der Deutsche Journalistenverband beschwerte sich beim obersten Dienstherren des UBA, dem damaligen Umweltminister Altmaier. Im Bundestag kritisierten mehrere Abgeordnete das Umweltministerium für die beleidigende Broschüre. Martin Schneider, Vorsitzender der Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) erklärte: „Es ist nicht Aufgabe einer staatlichen Institution festzulegen, welche Meinungen geäußert werden dürfen und welche nicht. Journalisten dürfen und müssen unterschiedliche Positionen vertreten, und sie dürfen und müssen immer wieder auch etablierte Wissenschaftler in Frage stellen.“ Im Übrigen könne es nicht Aufgabe einer Behörde sein, bestimmte wissenschaftliche Positionen quasi amtlich als wahr zu beurkunden.

Hier eine kleine Auswahl aus dem damaligen Medienecho:

http://www.zeit.de/…/klimastreit-erderwaermung-umweltbundes…

http://www.djv.de/…/de…/article/amt-brandmarkt-kritiker.html

http://www.sueddeutsche.de/…/umweltbundesamt-warnt-vor-jour…

http://www.spiegel.de/…/fleischhauer-kolumne-kennen-sie-auc…

http://www.fr-online.de/…/debatte-um-klimawandel-umweltamt-…

http://www.welt.de/…/article116398120/Staatspropaganda.html…

Nun kommt es also endlich zur Verhandlung. Bitte merken Sie/merkt euch den Termin vor und kommen Sie/kommt dorthin, um zuzuhören und zu berichten. Die Frage, ob eine Bundesbehörde Journalisten in gute und schlechte einteilen darf, geht alle an.

Sollte das UBA mit seiner Position durchkommen, brauchen Maxeiner und ich dringend Unterstützung, weil dann hohe Prozesskosten auf uns zukommen.

Zum Inhalt des Vorwurfs der „falschen“ Berichterstattung über Klimafragen möchte ich anmerken: Ich habe niemals eine Prognose über die Klimaentwicklung abgegeben und vertrete auch keinen wissenschaftlichen Standpunkt. Gleiches gilt für Dirk Maxeiner. Auch habe ich nie in Zweifel gezogen, dass das Klima sich wandelt (das tut es, seit die Welt existiert). Meine „Schandtat“, die vom UBA angeprangert wird, bestand darin, dass ich in Artikeln Wissenschaftler zu Wort kommen ließ, die Zweifel an den Prognosen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) und des PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) äußern.

Dabei ging es um die Fragen: Wie gut sind Computermodelle, die eine massive Erderwärmung für die Zukunft voraussagen? Wie stark wirkt das Kohlendioxid auf das Klima, im Verhältnis zu anderen Faktoren? Und: Wäre ein wärmeres Klima nur katastrophal für Mensch und Natur, oder hätte es auch Vorteile?

Zu allen drei Fragen gibt es wissenschaftliche Debatten, die es wert sind, publizistisch begleitet zu werden.

Dies sollte auch künftig möglich sein, ohne von einer Bundesbehörde als „Leugner“ abgestempelt zu werden.

Eine zusätzliche Brisanz erhält dieser Streit dadurch, dass der Hauptautor der Broschüre „Und sie erwärmt sich doch“, der UBA-Fachbereichsleiter Harry Lehmann, dem „Verein der Freunde und Förderer des Potsdam-Instituts“ angehört. Laut Satzung soll der Verein das Potsdam-Institut „vor allem durch Beschaffung von Mitteln“ unterstützen.

Bitte helfen Sie/helft mit, gegen solche amtlichen Übergriffe vorzugehen, und verbreiten Sie/verbreitet diesen Text.

Danke
Michael Miersch




Leserbrief an die FAZ: „Abgasskandal: Kraftfahrtbundesamt stellt VW Ultimatum“

Leserbrief an die FAZ: „Abgasskandal: Kraftfahrtbundesamt stellt VW Ultimatum“

Es sollte endlich, die physikalische Gesetzmäßigkeit der CO2Abhängigkeit vom Kraftstoffverbrauch zur Kenntnis genommen werden. Diese ist ebenso nur eine Frage der Umrechnung, wie die zuvor erfolgte Umstellung der Leistungsangabe in PS auf die von den SI-Einheiten abgeleitete Einheit kW. Auch die Diskussion um eine CO2 basierte Kfz-Steuer ist neuen Wein in alten Schläuchen zu verkaufen, da die bisherige Kraftstoffsteuer auf den im Zuge der Verbrennung gebildeten COAnteil einfach umgerechnet werden kann. Hierdurch würde das Kraftfahrtbundesamt (KBA) verhindern, dass überhaupt Manipulationssoftware zum Nachweis der dann überflüssigen Abgasverordnung nützlich wäre.

Mit den EU-Auflagen aus dem Jahr 2012, demnach ab 2020 nur noch ein CO2 Ausstoß von 95 g/km als Durchschnittswert zulassungsfähig sein wird, hat sich die EU voll der auf dem Gebiet des sogenannten „Klimaschutzes mittels anthropogener CO2-Reduzierung“ üblichen Vernebelungstaktik zu eigen gemacht.

Tatsache ist, dass zwischen Kraftstoffverbrauch und dem CO2-Ausstoß ein fester physikalischer Zusammenhang besteht:

Es ist daher sehr erstaunlich, wie wenig die physikalische Gesetzmäßigkeit der CO2 Abhängigkeit vom Kraftstoffverbrauch zur Kenntnis genommen wird. Diese ist ebenso nur eine Frage der Umrechnung, wie das folgende Beispiel verdeutlicht.

Für Benzol etwa gilt: 

1kg Benzol + 3,07kg Sauerstoff ⇒ 0,69 kg Wasser + 3,38 kg CO2 + 12 kWh Thermische Energie

Es ist an der Zeit, dem Bürger die physikalische Wahrheit zu sagen, dass nämlich zwischen dem CO2 Ausstoß und dem Treibstoffverbrauch, der ja bereits mit hoher Steuerlast von rd. 40 % beaufschlagt ist, ein naturgesetzlicher Zusammenhang besteht: Beim Diesel beträgt der ausgestoßene CO2-Anteil 2,65 kg je Liter, beim Benzin sind es 2,37 kg je Liter.

Nimmt man für eine sicher zulässige und praxisnahe Mittelwertbildung 2,5 kg CO2/l an, so ergibt sich der zulässige Treibstoffverbrauch in l/100 km, wenn man den Zahlenwert des CO2 Ausstoßes in g/km durch 25 dividiert. Umgekehrt erhält man die CO2 Emission in g/km, wenn man den Kraftstoffverbrauch in l/100 km mit 25 multipliziert. Der CO2-Grenzwert 95 g/km ist z.B. identisch mit der Forderung nach 3,8 l/100 km als Verbrauchsgrenzwert. Ein Auto, welches bis zur nächsten Tankfüllung im Winter über 7 l/100 km verbraucht, hat rund 175 g/km CO2 emittiert, ganz gleich was in Werbebroschüren verkündet wird.

Jedermann würde sich unter der Formulierung der Obergrenze: “ 3,8 l/100 km “ etwas Reales vorstellen können. 

Man fürchtet sich jedoch vor dieser Wahrheit, weil dann jeder realistisch denkende Autofahrer sofort erkennt, dass dies für ein familiengerechtes Auto noch lange eine schöne Utopie sein wird und die erlebte Praxis eine ganz andere ist. Es lebe der Etikettenschwindel, beim CO2 ebenso wie beim Ökostrom. Außerdem ist der reale CO2 Ausstoß ebenso wie der Kraftstoffverbrauch – wie jeder Autofahrer weiß – weniger von der Prospektangabe der Autohersteller als von der Fahrzeuggröße, der Fahrweise und den Witterungsverhältnissen abhängig.

Fazit:

Für die Umrechnung vom Kraftstoffverbrauch in l/100 km auf CO2 Emission in g/km gilt
mit guter Näherung: CO2 Emission in g/km = Kraftstoffverbrauch in l/100km mal 25.

oder:         Kraftstoffverbrauch in l/100km = CO2 Emission in g/km dividiert durch 25.
Ob die Dienstwagen der politischen Führungsriege ab 2020 nur noch unter 4 l/100 km Kraftstoff verbrauchen, darf wohl bezweifelt werden, es sei denn, unsere Politiker folgen dem Vorbild von Papst Franziskus, der im Weißen Haus zu Obama mit einem Fiat 500 vorgefahren ist.

Helmut Alt

Leserbrief von Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt zum Artikel „Abgasskandal: Kraftfahrtbundesamt stellt VW Ultimatum“ vom 27.09.2015

erschienen zuerst bei ScienceSceptical

Bild oben rechts: Das Volkswagen-Werk in Wolfsburg User:High Contrast (Own work (taken by me)) [CC BY 2.0 de ] via Wikimedia Commons




Save the date: Am 11. und 12. Dezember Haus der Technik Essen: 9. Internationale Klima- und Energiekonferenz

9. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-9)

  

11.-12. Dezember 2015, Haus der Technik, Essen

Freitag, 11. Dezember

9.00 Uhr     Registrierung der Teilnehmer

10.30 Uhr   Einführung: EIKE 2007 – 2015 – was haben wir erreicht, was bleibt noch zu tun?

Dr. Holger Thuß

Präsident, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

Die Panikindustrie: Methoden und Einfluss eines selbstbezogenen Netzwerks

James Taylor Vice President, The Heartland Institute

11.00 Uhr   Erderwärmung: Was wurde gemessen und wie wurde ausgewertet?

Prof. Dr. Friedrich-Karl Ewert Fachbeirat, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

11.45 Uhr   Extremwetter-Ereignisse : Was finden die Wetterdienste? Was schreibt der Klimarat IPCC?

Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls Ehemaliger Leiter der Wetterämter Essen und Leipzig

12.30 Uhr   Mittagspause – Gemeinsames Mittagessen

14.00 Uhr   Panel: Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima –

       Neuste Erkenntnisse und deren Bedeutung für das Verständnis des Klimawandels

Dr. Willie Soon Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

Prof. Dr. Henrik Svensmark Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space Centre

16.00 Uhr – 16.30 Uhr Pause

16.30 Uhr   Vom Aussterben bedroht? – Die tatsächlichen Gefahren für Eisbären  

Dr. Susan Crockford Evolutionary biologist and expert on polar bear evolution,
adjunct professor at the University of Victoria, British Columbia, Canada

17.45 Uhr   Rising CO2 Levels – The Threat of Ocean Acidification 

Prof. Dr. Tom Segalstad Associate Professor of Resource and Environmental Geology, University of Oslo

20.00 Uhr   Abendveranstaltung Gemeinsames Abendessen mit Tischrede

                 Wie funktioniert ein Klimaclub?

                 Prof. Dr. Charles-Beat Blankart

                 Humboldt Universität zu Berlin

Samstag, 12. Dezember

9.00 Uhr     Wald- und Gletscherentwicklung in den Alpen in den letzten 10.000 Jahren

Prof. em. Dr. Gernot Patzelt Universität Innsbruck

10.00 Uhr   Klimawissenschaft in EIKE: Multiperiodisches Klima, CO2 Zyklus

                 Prof. Dr. Horst Lüdecke Pressesprecher, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

10.45 – 11.15 Uhr  Pause

11.15 Uhr   Wie die Wissenschaft im Namen des Klimaschutzes geopfert wird

                 Christopher Monckton, 3rd Viscount Monckton of Brenchley   Chief policy advisor to the Science and Public Policy Institute

12.00 Uhr   Mittagspause – Gemeinsames Mittagessen

13.15 Uhr   Fracking und dessen Auswirkungen auf die Umwelt Isaac Orr The Heartland Institute, Chicago

14.00 Uhr   Die Energieintensiven Industrien und die Energiewende

Prof. Dr.-Ing. Dieter Ameling Ehem. Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und ehem. Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh

14.45 – 15.15 Uhr Pause

15.15 Uhr Aufwand vs. Ertrag – Die Kosten und Nutzen der Energiewende

Michael Limburg Vizepräsident, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

16.00 – 16.30 Uhr Pause

16.30 Uhr   Die Wahrheit über „erfolgreiche“ Klimaschutzprojekte – Eine Bestandsaufnahme James Taylor Senior fellow, The Heartland Institute

17.15 Uhr   Schlusswort

                 Wolfgang Müller Generalsekretär, Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE)

17.30 Uhr   Ende der Veranstaltung

Alle Vorträge und Diskussionen werden simultan in Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch gedolmetscht                                                                                          

Veranstaltungsort

Haus der Technik, Hollestraße 1, 45127 Essen, genau gegenüber dem Hauptbahnhof

Mittagessen und Kaffeepausen sind im Tagungspreis enthalten.

Anmeldung

Formlos oder (wird Mitte Oktober freigeschaltet) mit dem Formular auf der EIKE Website, mit vollem Namen, Anschrift und Institution an EIKE e.V.:

Email: info@eike-klima-energie.eu

Fax: 03641 – 3279 8589    

Brief: EIKE Registrierung, Postfach 110111, 07722 Jena

Zahlung an: EIKE e.V., Volksbank Saaletal Rudolstadt, Konto Nr.: 42 42 92 01, BLZ: 830 944 54

IBAN: DE34 8309 4454 0042 4292 01      BIC: GENODEF1RUJ   oder via PayPal auf der EIKE Website

Spenden an das Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) sind steuerbegünstigt.

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Klimaforscher Mojib Latif erzielt Volltreffer durch Klimawahrsagereien

Am 23. September 2015 meldete die Allgemeine Zeitung Mainz, dass der Kieler Klimaforscher Mojib Latif in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis von der in Osnabrück ansässigen Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erhalten habe. Er teile sich diesen Preis in Höhe von 490 000 Euro mit dem schwedischen Nachhaltigkeitsexperten Johann Rockström. Latif erhält also nur 245 000 Euro!

Die Deutsche Stiftung Umwelt ist im Jahre 1990 gegründet worden. Ihr Startkapital stammte aus dem Erlös beim Verkauf der bundeseigenen Salzgitter AG. Das Stiftungskapital betrug 1.288.070.400 Euro. Es ist heute auf 2,11 Milliarden Euro angestiegen.

Vor Professor Dr. Mojib Latif waren schon etliche Klimaexperten lukrativ für ihre Verdienste in Sachen Klimaschutz ausgezeichnet worden. Im Jahre 2007 hatte Prof. Dr. Joachim Schellnhuber vom PIK, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, den Umweltpreis erhalten und im Jahre 1998 waren es gleich drei Professoren vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI) in Hamburg. Es waren die Professoren Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann, Dr. Hartmut Graßl und Dr. Lennart Bengtsson. Dazu gehörte auch Dr. Latif.

Die prognostische Leistungen von Professor Dr. Mojib Latif 

Es war am 1. April des Jahres 2000, als in SPIEGEL Online Mojib Latif verkündete: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.“ Latif war damals Pressesprecher des Max-Plank-Institutes für Meteorologie und ob seiner Medienpräsenz sehr bekannt. Aber Dr. Mojib Latif ließ es nicht bei dieser pessimistischen Aussicht. Die Lage sei nicht hoffnungslos. 

Abb. 1: Entwicklung der mittleren Wintertemperaturen in Deutschland seit dem Jahr 2000. Deutlich zu erkennen: der negative Trend, der in klarem Gegensatz zu den Äußerungen von M. Latif steht. Datenquelle DWD, Grafik J. Kowatsch

Latif: „Computermodell des MPI zeigen, dass das Klima noch auf einem akzeptablen Niveau zu stabilisieren ist.“ Bedingung sei jedoch, dass die CO2-Emissionen stark reduziert werden müssten. Stattdessen haben sie global um 60 Prozent zugenommen. Obgleich genau das Gegenteil eingetreten ist, haben die Winter immer noch nicht ihren Charakter geändert. Am Tag des astronomischen Herbstbeginns am 23. September 2015 meldete die Presseagentur dpa aus Stuttgart: „Erste Alpenpässe gesperrt“ und zwar in der Schweiz, Frankreich, Italien. Hier wurde das Stilfser Joch gesperrt.

Seit dem Jahre 2000 muss sich Mojib Latif fragen lassen, was es mit seiner Prophezeiung, die nicht einmal das Kriterium Wahrsagerei erfüllt, auf sich habe und warum die Winter immer noch so sind, wie sie immer waren. Mal wärmer, mal kälter, aber immer noch mit hinreichend Schnee in den Mittelgebirgen wie den Alpen, so dass der Wintersport samt Skifahren nicht eingestellt werden musste.

Nach 15 Jahren fragte die Mitteldeutsche Zeitung bei dem Klimaforscher Mojib Latif nach und schrieb am 4. April 2015 „Klimaforscher Latif sieht Zeitnot und Hoffnungssignale“. Er ging gar nicht erst auf seine Versuche der  Spökenkiekerei ein und reagierte wie folgt: „In meiner Kindheit war Winter der Regelfall, heute ist er die Ausnahme! Die Jahreszeiten werden nicht verschwinden, aber besonders zwischen Frühling, Herbst und Winter werde es eine Angleichung geben. Wir werden mehr Einheitsbrei bekommen.“ Also Einheitswetter? Und wo bleibt der Sommer, die Jahreszeit mit den höchsten Temperaturen und dem niedrigsten CO2-Gehalt der Luft?

Wie soll man diesen Schwachsinn interpretieren? Ist das die Sprache der Klimaforschung, die sich gerne als exakte Naturwissenschaft ausgibt? Die Klimaforschung ist bestenfalls eine historische Wissenschaft, die Ort für Ort das vergangene Wetter der letzten 30 Jahre statistisch bearbeitet und dann Klimakarten konstruiert, die in naturräumlicher Verteilung das „mittlere Wettergeschehen“ beschreiben. Doch das „mittlere Wettergeschehen“, auch Klima genannt, ist kein Naturvorgang oder „Ding“ wie das Wetter, sondern ein abstraktes Konstrukt, ein „Ding an sich“. Aber dieses hat nach Immanuel Kant keine eigene Realität, auch wenn wir inzwischen glauben, es würde sich verändern, sich wandeln.

Was sich von Tag zu Tag, von Monat zu Monat, von Jahreszeit zu Jahreszeit, von Jahr zu Jahr von Urzeiten her bis in alle Zukunft wandelt, das ist das Wetter. Und dessen Wandel unterliegt wiederum dem Wandel der Gestirne wie der Sonne und den Vorgängen auf der Sonne.

In staatlich finanzierten Instituten wie in Osnabrück (DBU), Hamburg (MPI) oder Potsdam (PIK), ausgestattet  mit gut dotierten Professorenposten und versehen mit reichlich Forschungsgeldern und Reisekosten, wird nur zum Schein unabhängige Forschung betrieben. Hier soll der Nachweis erbracht werden, dass der Mensch das Klima macht. Hier holt sich die Politik ihre Argumente. Wer das besonders gut macht, der erhält eine sehr stattliche staatliche Geldprämie.

Oppenheim, 28. Sept. 2015          Dipl.-Meteorologe Dr. phil. Wolfgang Thüne




Google: keinerlei öffentliches Interesse an COP 21 in Paris

Bild rechts: Mit Anmerkungen versehene Datenabfragen, die das Interesse in Vergangenheit und (vorhergesagt) Zukunft an klimabezogenen Suchanfragen zeigt.

Forbes schreibt:

Die Graphik zeigt das relative Suchinteresse im Web nach den beiden Termini. Sie zeigt, dass das Interesse an der globalen Erwärmung Mitte 2010 und Mitte 2013 substantiell gesunken ist und auf gleichem Niveau liegt wie die Suche mit dem Begriff Klimawandel. Dies spiegelt eine über zehnfache Abnahme des Interesses in der Öffentlichkeit. Suchen nach Klimawandel nahmen von 2006 bis 2010 zu, aber während der letzten drei Jahre lag das stabil auf dem Niveau von Anfang 2005. Einfach gesagt, die Öffentlichkeit sucht einfach nichts mehr zu diesem Thema, was zeigt, dass sie entweder nicht interessiert ist oder das Gefühl hat, sie wüsste bereits, was sie wissen will über sich ändernde Klimabedingungen. Google News Searches zeigen einen nahezu identischen Abwärtstrend, was zeigt, dass die Öffentlichkeit auch nicht mehr nach den letzten Breaking Climate News sucht. Alles zusammen zeugt von dem schwindenden Interesse an dem Thema.

Andererseits – selbst wenn das öffentliche Interesse schwindet, ist dies bei den Medien sicher nicht der Fall.

Read more: http://www.forbes.com/sites/kalevleetaru/2015/09/26/what-data-tells-us-about-public-interest-in-climate-change-and-its-global-news-coverage/

Ich habe die Original-Graphik von Forbes bzgl. der Suchbegriffe modifiziert, um die Graphik oben rechts zu erzeugen (siehe den Originalartikel bei Forbes). Die Modifikationen fügten die Begriffe „COP21“, „COP 21“ und „Paris Climate Conference“ hinzu. Außerdem wollte ich die Suchvorhersage von Google für die nächsten paar Monate darin haben. Um die ,big data web page‘ von Google zu sehen, klicke man hier.

Forbes berichtet, dass es einige wenige Ausnahmen zu diesem allgemein vollständig fehlenden Interesse gibt. Kleine verarmte Inselstaaten und einige Länder der Dritten Welt, die mit dubiosen Prophezeiungen einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe sowie mit leeren Versprechungen von Klima-Zahlungen bombardiert worden sind, zeigen starkes Interesse an Klimathemen. Ich denke, dass das Interesse nach der Paris-Konferenz rasch verschwinden wird, wenn jeder merkt, dass alles ein riesiger Luftballon-Hype war.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/09/26/google-forecasts-no-interest-in-paris-cop21/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Greenpeace eNERGIE und IWES Fraunhofer fordern die vollständige Dekarbonisierung

Wohl nicht viele haben die aktuelle GREENPEACE eNERGIE Studie: „Warum Windgas die Energiewende sicher macht und Kosten senkt“, gelesen. In dieser Studie fordert Greenpeace* unverblümt: 

·       die vollständige Dekarbonisierung Deutschlands bis zum Jahr 2050

·       den Energieausbau auf 100 % Erneuerbare

·       100% Elektromobilität 

Um dies zu forcieren, wird zuerst die Klimakeule geschwungen und dann erklärt, dass dies auch völlig problemlos möglich ist. Zitate:

[1] …bis 2050 will die Bundesregierung einen Anteil von 80 Prozent erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung erreicht haben. Dies mag aus heutiger Sicht ehrgeizig klingen. Es ist dennoch nicht ausreichend. Tatsächlich notwendig für wirksamen Klimaschutz ist ein Stromsystem mit 100 Prozent erneuerbaren Energien. 

….Im Kampf gegen den Klimawandel hat sich die Bundesregierung zu eigenen energiepolitischen Zielen bekannt: Demnach sollen die deutschen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 sinken und bis zum Jahr 2050 um 80-95 Prozent (Bundesregierung 2013).

Dies reicht – bezogen auf den deutschen Anteil an den CO 2-Emissionen – jedoch nicht aus, um die gefährlichen Folgen des Klimawandels zu vermeiden (wie in Kapitel 4 ausführlicher begründet). Notwendig und möglich ist eine Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050. Und auch für die Sektoren Verkehr und Industrie müssen die Ziele deutlich ehrgeiziger und konsequenter umgesetzt werden als bisher. 

Greenpeace hat dabei Partner. Das Fraunhofer IWES fordert und unterstützt mit ihrer Studie „GESCHÄFTSMODELL ENERGIEWENDE Eine Antwort auf das „Die-Kosten-der-Energiewende“-Argument“ ebenfalls diese Ziele. Zitat:

[2] Das Energiewende-Projekt und die Klimafrage

Ein erfolgreiches deutsches Energiewende-Projekt wird den Verlauf zukünftiger Klimakonferenzen verändern. Anstelle des wiederholten Scheiterns… tritt der Nachweis einer einer CO2-freien Energieversorgung… Diese Setzung wird eine normative Kraft entfalten, die den Kampf gegen den Klimawandel Aufwind verliehen wird.

Um das 2 ºC-Ziel zu erreichen, deutet sich nach den weltweit zu langsam greifenden Klimaschutzmaßnahmen an, dass langfristig national deutlich höhere Anstrengungen unternommen werden müssen.

Hierfür erscheint es eher geboten, das Maximalziel des Energiekonzepts von -95% CO2-Emission umzusetzen.

Beide Institutionen machen sich keine Mühe, den Sinn der Dekarbonisierung näher zu begründen. Stattdessen wird auf das 2 Grad-Ziel verwiesen, welches ansonsten angeblich nicht erreichbar wäre. Ob die Dekarbonisierung dazu überhaupt eine Spur beitragen kann, wird wohl bewusst nicht geprüft, obwohl zur Abschätzung der einfache Dreisatz ausreicht.

Die Klimawirkung der Dekarbonisierung Deutschlands 

Man muss immer wieder daran erinnern, welche extremst kleine (genauer: gar keine) Klima-Schutzwirkung Deutschland mit seiner wohl nicht mehr stoppbaren Dekarbonisierung erreicht.

Es sind und bleiben selbst bei sofortiger, vollständiger Umsetzung und gerechnet mit dem viel zu hohen IPCC-Forcing weniger als 0,001 °C pa, siehe: "Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt" [7]          

Deutschlands diesjährige Erhöhung der Maximaltemperatur um 0,1 °C gegenüber dem Stand vor 32 Jahren lässt sich damit  ab dem Jahr 2050 in weiteren 100 Jahren „zurückdrehen“.

Und für diesen absoluten Nichts-Nutzen wird die weltbeste und sicherste Energie-Infrastruktur, welche zudem mit marktfähigen Preisen lieferte von der Politik, ideell unterstützt durch sogenannte Fachinstitute und die Medien konsequent zerschlagen. Kein Wunder, dass diese einfachst durchzuführende Abschätzung vom Autor bisher in wirklich keiner! alarmistischen Publizierung, oder Antwort auf Nachfragen gefunden wurde[12] [13].

Ein beispielhaftes Medium ist seit Jahren die Süddeutsche Zeitung, welche sich in der Wochenend-Ausgabe vom 26./26.09.2015 wieder Seiten-lang über den Klima-Weltuntergang, Klimaflüchtlinge und notwendige "Rettungsmaßnahmen" ausließ (EIKE-Info:  Klimaflüchtlinge; Inselflüchtlinge). Selbst die UN wird wegen ihres Klimaengagements gelobt, obwohl diese (wie in der gleichen Ausgabe erwähnt) überall, wo es wirklich etwas zu tun gäbe kläglich versagt. Eine passende Grafik darf da natürlich nicht fehlen.

Bild1: Siehe Bild oben rechts- Quelle SZ Online 25. September 2015 (Ergänzungen durch den Autor)

Dass die mittlere Temperaturerhöhung im Wesentlichen durch die Verringerung der Kältewerte erfolgt, während die Maximaltemperaturen eher stagnieren – also ein nichtlineares Forcing vorliegt -, bleibt unerwähnt, obwohl dies gegen die CO2-Theorie spricht. Auch dass der CO2- und Temperaturverlauf in Langfristreihen überhaupt nicht korreliert, fehlt. Wichtig ist der SZ jedoch die Info, dass Obama in den Klimaretter-Himmel aufsteigen will (und deshalb Fracking und Atomkraft forciert – was die SZ ihren Lesern ebenfalls vorenthält).

Im folgenden Bild sieht man deutlich, dass CO2 und Temperaturverlauf über weite Jahrzehnte keinerlei Korrelation aufweisen und oft sogar gegenläufig sind. Auch das sonderbare Verhalten der Maximaltemperatur-Deckelung über zwei Jahrhunderte ist erkennbar. Wie lässt sich das mit CO2-Forcing erklären?

 

Bild 2: Jahresmitteltemperatur Frankfurt a.M. Flughafen 1785 – 2014 (nach Christian-D. Schönwiese, dmg-ev.de Heft 02 2015 ISSN 0177-8501). Mit Ergänzungen und Zufügung des CO2-Verlaufs durch den Autor. 

Trotzdem sind unsere Regierungen geradezu gierig darauf, die Fordeungen umzusetzen. Beispielhaft die Umweltministerin von Rheinland Pfalz, Frau Lemke (Bündnis 90/Die Grünen, BWL-Studium) – um nicht immer nur die bayerische CSU zu erwähnen welche gerade dabei ist, aufgrund ihrer „Grün-Mutation“ ebenfalls auf diesen Zug aufzuspringen[9] -.

[8] Rheinland Pfalz Umweltministerium Pressemeldungen Lemke-Gemeinsam-fuer-den-Klimaschutz

Dem Klimaschutzgesetz zufolge sollen die Treibhausgasemissionen im Land – bezogen auf das Basisjahr 1990 – bis 2020 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 100 Prozent, mindestens jedoch um 90 Prozent, reduziert werden.

[14] Zusatzdaten

·       100 % Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bis 2030

·       Verfünffachung der Stromerzeugung aus Windenergie bis 2020

·       2% der Landesfläche für Windenergienutzung

            

Um die Realisierung von 100% Ökoenergieanteil nicht nur bis 2050, sondern schon zum Jahr 2030 „sicherzustellen“, hat das Ministerium die „Verteilnetzstudie Rheinland Pfalz 2030 Endbericht 2014“ mit 453 Seiten Umfang von den folgenden Fachfirmen erstellen lassen: 

·       Energynautics GmbH (solution for an sustainable development),

·       Öko-Institut e.v.,

·       Bird & Bird LLP (Anwaltskanzlei) 

Wie zu erwarten ist, kann nach dieser Studie das Ziel problemlos umgesetzt werden. Vorbeugend wurde darin auch gleich geklärt, dass sich der Bürger gegen die dazu erforderlichen Zwangsmaßnahmen und Kosten nicht wehren kann (deshalb die mitarbeitende Anwaltskanzlei).

Nachträgliches Vorwort

Meinen Artikel kann man fast als Weiterführung der EIKE Publizierung: „Probleme mit der Windstromerzeugung und der Stromspeicherung .." [5] betrachten. Nach der ausführlichen Darstellung endet diese mit dem folgenden Fazit:

[11] Wenn sich Deutschland weiter an einem am Weltuntergang orientierten Ökologismus beteiligt, verabschiedet es sich mit einer nicht bezahlbaren und nicht gesicherten Stromerzeugung als Industrienation und kehrt zurück zum Agrarstaat. Eine Abwanderung der Industrie aus Deutschland hat schon längst begonnen.

Mein Artikel zeigt ergänzend, wie sich Deutschland im 2. Akt des Dramas “Willst du in die Geschichte eingehen, zerstöre ein Land – das ist viel einfacher als eines aufzubauen“ vollkommen unbeirrt und mit wachsender Begeisterung am „Weltuntergang orientierten Ökologismus“ beteiligt.

So sehen die alleine auf Elektroenergie basierenden Systeme im Jahr 2050 aus

Nach der Greenpeace Studie

[1] Dafür müssen wir vor allem die Wind und Solarenergie zügig auszubauen. Aber wenn die Energiewende erfolgreich sein soll, benötigen wir darüber hinaus auch eine Speicherwende. Denn Wind- und Solarenergie stehen wetterbedingt nicht kontinuierlich zur Verfügung. …. Das funktioniert vor allem in Form von Windgas, also per Elektrolyse erzeugtem Wasserstoff, der in einem weiteren Schritt zu Methan gewandelt werden kann. Damit lässt sich der deutsche Energiebedarf bei Windflauten oder in Phasen mit wenig Sonnenlicht aus diesen erneuerbaren Speichern volkswirtschaftlich günstig decken, auch über längere Zeiträume, wie die neue Studie zeigt. 

 

Bild 3[1]  Trend-Szenarien Leistung (GW); Bruttostromerzeugung (TWh); Vollaststunden (VLS) lt. Greenpeace

Nach Fraunhofer IWES

 

Bild 4[2]  Trend-Szenario Vollversorgung lt. Fraunhofer IWES

 Auch in Rheinland Pfalz ist die Energiesubstitution kein Problem, wie eine Tabelle aus dem Strategiefoliensatz zeigt.

 

Bild 5 [14] 100% Öko-Energieszenario bis 2030 für Rheinland Pfalz

Was ist für diesen Energiesystem-Umbau erforderlich

Zusammengefasst die Daten für Deutschland zum Jahr 2050 (jeweils Jahresmittelwerte).

Greenpeace:              Installierte Leistung 312 GW              Erzeugte Energie 606 TWh 

Fraunhofer IWES*:      Installierte Leistung 420 GW Erzeugte Energie 1000 TWh  

*IWES bezieht ein größeres Verbraucherumfeld mit ein und kommt dadurch auf höhere Werte.

In der EIKE Publizierung: „Probleme mit der Windstromerzeugung und der Stromspeicherung .." [11] werden bei voller Dekarbonisierung erforderliche 483  GW pa berechnet. Demnach dürfte der Bedarf – welcher sehr stark von der verfügbaren Speicherleistung abhängt – irgendwo zwischen 320  … 483 GW liegen.

An dieser Stelle bietet es sich an, die Bewertungen eines solchen Energieumbaus zu zitieren:

Im gerade verlinkten EIKE Artikel[11]  steht:

„Wenn sich Deutschland weiter an einem am Weltuntergang orientierten Ökologismus beteiligt, verabschiedet es sich mit einer nicht bezahlbaren und nicht gesicherten Stromerzeugung als Industrienation und kehrt zurück zum Agrarstaat. Eine Abwanderung der Industrie aus Deutschland hat schon längst begonnen.  

Greenpeace:

Die gute Nachricht, welche uns die nun vorliegende Studie gibt: 100 Prozent Erneuerbare im Strombereich sind nicht nur unerlässlich, sondern zudem auch noch erheblich günstiger als die Kombination 80 Prozent erneuerbarer / 20 Prozent fossiler Energieanteil – und dies bei voller Versorgungssicherheit für den Industriestandort Deutschland.

Fraunhofer IWES:

Dabei wird verkannt, dass die Energiewende ein risikoarmes Investitionsvorhaben mit positiver Gewinnerwartung darstellt.

Zwei euphorische Bewertungen gegen eine niederschmetternde. So unterschiedlich kann sogar in der vermeintlich eindeutigen Technik mit dem für alle geltenden Ohmschen Gesetz eine Lösung ausfallen. Nachdem inzwischen auch in der Klima- und Energie-Wissenschaft Abstimmungsergebnisse über die Wahrheit entscheiden, ist diese aber hiermit geklärt.

Umbau-Szenarien 

Allen Szenarien ist gemeinsam, dass die erforderliche Elektro-Energiemenge praktisch vollständig aus Windenergie und Solar erzeugt wird, alle anderen Erzeugungsarten bleiben Nischen. Nachdem alle Studien / Lösungsszenarien das Verwenden fossiler Stoffe zur Grundlastversorgung verbieten, hat das Speicherproblem erste Priorität.

In der Greenpeace-Studie ist dies am deutlichsten ausgewiesen und ausgearbeitet,  weshalb sich die folgenden Ausführungen darauf beziehen.

Zusatzbedingungen des CO2-freien Versorgungsausbaus sind:

[1] Eine weitere wichtige Randbedingung ist, dass innerhalb Deutschlands der notwendige Netzausbau laut aktuellem Netzentwicklungsplan vollständig umgesetzt ist.

Unter diesen Annahmen fallen bis zum Jahr 2050 den Berechnungen der Studie zufolge Stromüberschüsse von knapp 154 TWh mit Leistungsspitzen bis zu 134 GW an. Das entspricht rund 20 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung im Jahr 2012.

Keine andere Technologie als Windgas ist in der Lage, die exponentiell zunehmenden Überschussmengen in dem anfallenden Umfang kostengünstig zu speichern. Der dort errechnete Bedarf von 134 GW installierter Leistung an Windgas-Anlagen ist als oberer Grenzwert zu verstehen, um im vorgegebenen Rahmen die Überschüsse vollständig aufzunehmen.

·       Es wird also einmal festgestellt, dass der Netzausbau zwingend umgesetzt werden muss. Die Protest-Bürgermeister und Landräte, welche meinen aus lokalen (Wahl-) Gesichtspunkten  darüber bestimmen zu können, werden mit dieser Aussage deutlich in die Schranken gewiesen. 

·       Weiter wird festgestellt, dass es ausser Power to Gas keine realisierbare Speichermöglichkeit für die notwendigen Energiemengen gibt. Das ist allerdings nicht neu und wurde vom Autor schon in der EIKE-Publizierung „Elektro-Energiespeicherung" [5] gelistet. 

Dazu der Hinweis, dass in der EIKE Publizierung „Probleme mit der Windstromerzeugung …“ diese Speicherform „verworfen“ wird, Begründung: 

[11] Natürlich scheidet der Bau von Pumpspeicherwerken in Deutschland aus. Da andere Stromspeicher wegen ihres niedrigen Wirkungsgrades und damit ihren hohen Kosten (z.B. „Power-to-Gas“) ausscheiden, wird im Folgenden zur Beschreibung des Ausmaßes der zu speichernden Strommenge der Goldisthalspeicher „quasi als Maßeinheit“ verwandt.

Sicher ist da ein großes Korn Wahrheit enthalten. Aber bei der Aussage wurde nicht bedacht, dass in Deutschland inzwischen der „Nordkorea-Führungszustand“ herrscht. Je unsinniger etwas ist, umso freudiger wird es bejubelt und geglaubt, selbst wenn die Folgen drastisch erkennbar sind. Aktuell wird der VW-Führung aufgrund der Abgasmanipulation in USA vorgeworfen, dass man im Konzern wieder einführen müsse, auch eine kritische Meinung äußern zu dürfen, um solche Probleme zu vermeiden. Man stelle sich jetzt einmal vor, im grün geführten Wirtschaftsministerium von Rheinland Pfalz wäre das erlaubt – und dann gar beim Bund im Ministerium der extrem Klimaalarm-gläubigen Frau Hendricks.

Power to Gas – was bedeutet das?

Von Greenpeace wird die erforderliche Elektrolyseleistung zum Umbau unseres Strom-Versorgungssystems mit  134 GW ausgewiesen[1]), bei vollständigem Ausbau für Deutschland allerdings bis zu 268 GW.

Man sollte annehmen, dass eine solch systemrelevante  und in riesigen Dimensionen erforderliche Technik gängig und ausgereift ist. Die etwas sarkastische Info dazu in [11] ist ein Anhaltspunkt, dass es nicht ganz so sein könnte.

Niedersachsen hat es in einer umfassenden Stromspeicher-Studie analysieren lassen:

Niedersachsen-Studie 2014. Der typische Leistungsbereich liegt bei der derzeit einzig kommerziell betriebenen Anlage von Audi bei 6 MW (Anm.: Einspeisebeginn 2013). Es wird davon ausgegangen, dass in Zukunft Speicher mit bis zu 300 MW Leistung realisierbar sind.           

Seit Mitte 2015 ist eine zweite Pilotanlage im Energiepark Mainz[4] mit den teuren PEM-Zellen in Betrieb. Diese Anlage hat eine Leistung von 6 MW, kostete 17 Millionen Euro (Invest und Betriebskosten für den Pilotierzeitraum von 4 Jahren) und ist die „größte „grüne“ Wasserstoffanlage der Welt“. Die Pilotierung ist auf 4 Jahre ausgelegt und soll dann anhand einer Dissertation bewertet werden. In der aktuellen Publizierung „DEUTSCHLAND aktuell“, Ausgabe  4/15 der Bundesregierung heißt es darüber euphorisch:

DIE GRÖSSTE STROMKONSERVE DER WELT

Die erzeugte Jahresmenge reicht aus, um 50 Busse im öffentlichen Nahverkehr zu betreiben.          

Zusätzlich wir in der Bundesbroschüre suggeriert, es wäre auch eine Rückverstromung enthalten, was bei dieser Pilotanlage aber nicht der Fall ist.

Diese zwei Jahre später in Betrieb gegangene weltgrößte „grüne“ Anlage ist also unwesentlich größer als die von Audi und kann gerade einmal 50 Busse versorgen. Und auch das nur, weil diese direkt den Wasserstoff nutzen. Ansonsten erfährt man nicht viel darüber. Auf eine Anfrage des Autors an die betreibenden Stadtwerke kam als Info zurück, bitte den Werbeprospekt der Fa. Siemens als Informationsquelle nutzen (viel mehr hätte man selbst auch nicht).

Um damit alle über den Bedarf erzeugte Öko-Energie in Gas umsetzen, benötigt man: 

[1] 134 GW Leistungsspitzen (ab 2050) / 6 MW (aktuell größte Anlagengröße) = 22.330 solcher Anlagen

Investitionskosten[16]:

Man hofft, bei PEM-Zellen einmal von aktuell 2 – 6.000 EUR / kW auf 1000 EUR zu kommen.

Sofern diese erhoffte Reduzierung klappt, ergeben sich 134.000.000 kW x 1000 EUR = 134 Milliarden EUR, wobei dafür noch nichts gewandelt ist. Für die Rückverstromung benötigt man dann zusätzliche Gaskraftwerke mit ihren Investitionskosten. Leider haben die Besten (Irsching) gerade eimal 60 % Wirkungsgrad, so dass bei der Rückverstromung die  wirklichen Kostenverluste mit dem Durchsatz anfallen.

Man beachte, dass sich die erforderliche Leistung für das Greenpeace-Maximalziel auf bis zu 268  GW erhöht, sich demnach alles verdoppeln würde.

Diese Anlagen müssen dann entweder an Gaskavernen oder volumensfähigen Gasleitungen liegen. Sonst fahren Kolonnen von Gastanklastern (natürlich gasbetrieben CO2-neutral) das Gas an geeignete Einspeisepunkte zur Rückverstromung oder Weiterberarbeitung.

Ausgelastet sind diese Umsetzer natürlich nur zu absoluten Spitzenzeiten. Das Problem des mangels Auslastung ausschließlich hohe Verluste erwirtschaftenden Gas-Kraftwerks Irsching lässt grüßen.

Anschaulich ist dies im folgenden Bild dargestellt. Alle Leistung über dem braunen Load-Bereich muss in Gas gewandelt werden. Die invest-relevanten Maximalwerte sind hoch, die umsatzrelevanten Mittelwerte sehr gering.

 

Bild 6 [18] Für das Jahr 2030 hochgerechnete Ganglinien der kumulierten Wind- und Solareinspeisung. Hinweis: Im Jahr 2050 dürften die Differenzen noch deutlich höher liegen.

Zurück zum Entwicklungsstand.

In einer von der Deutschen Energie Agentur herausgegebenen Info: „Eckpunkte einer Roadmap Power to Gas“ ist dazu gelistet, dass man bis zum Jahr 2020 hofft, die erforderliche Nutzungskapazitiät belegen zu können::

[16] Schaffung der systemtechnischen Voraussetzungen zur großtechnischen Nutzung von Power to Gas 2012 – 2020

Wenn die Not so groß ist, wird geforscht was die Budgets hergeben, wie eine innovative und von der EU geförderte Pilotierung auf der Nordseeinsel Borkum zeigt. Dort werden Speichersysteme unter anderem mit gebrauchten Akkus ! getestet. Sicher steckt darin etwas innovativ Positives. Jedoch weist wirklich jede Studie aus, dass Akkus für längere Speicherzeiten die exorbitant teuerste Speichertechnologie sind und deshalb in vielen Kostengrafiken, (wenn parallel auch andere Speichertechnologien dargestellt sind) bei linearem Maßstab hinter dem Blattrand verschwinden. Zumindest das wird durch kaum noch brauchbare und damit billigere Akkus „zurückgestutz“. Warum diese gebrauchten Akkus dann allerdings intelligent werden, entzieht sich mancher Logik, aber vielleicht bekommen Akkus neuerdings eine Altersweisheit (böse Zungen behaupten, da seien Intelligenz-Transformationsprozesse im Gange).

[10] Intelligente Energiespeicherung auf der Nordseeinsel Borkum

Insgesamt 13 Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, KMU und Stadtverwaltungen aus sieben europäischen Ländern demonstrieren intelligente Energiespeichertechnologien und effiziente Energiemanagementsysteme in einem realen Netz auf Borkum.

Das Projekt wird innovative lokale Speichertechnologien, wie zum Beispiel gebrauchte Batterien von Elektrofahrzeugen und hybride Heimtechnologien im Stromnetz der Insel installieren und demonstrieren.

Power to Gas – Kosten

Vorspann

Laut IWES Fraunhofer wird der Systemumbau ein Erfolgsmodell und auch Greenpeace ist sich sicher, dass es wenig kostet.

Allerdings stellt Fraunhofer auch fest:

[2] Im Stromsektor erwirtschaftet der EEG-Ausbau kaum Kosteneinsparungen, da überwiegend Kohle und Kernkraft ersetzt werden. 

Und Greenpeace merkt auch an, dass der Ökostrom nicht im Ansatz konkurrenzfähig ist, so lange konventionell erzeugter Strom ohne masssivste Zwangsverteuerung weiter angeboten werden darf. Zitat:

Um Windgas-Anlagen bereits heute wirtschaftlich betreiben zu können, wären fiktiv konstant negative Strompreise notwendig. Das ist zumindest heute nicht gegeben. 

Trotzdem soll der Zukunftsstrom billiger werden – indem der „dreckige“ Strom einfach verboten wird und damit kein billigerer mehr (auf dem deutschen Markt) existiert. Wo er notgedrungen noch übergangsweise vorkommt, wird er mit CO2-Zertifikatekosten von (Greenpeace-Forderung) 100 EUR / t belegt.

Zudem soll es die Masse bringen. Gefordert ist die Ausweitung auf den Verkehr (100 % E-Autos und Ausbau von Autobahnen für Oberleitungs-LKW), Heizungen (Öl verbieten), Dämmungswahn und Verbot (bzw. Kostenerhöhung) von Energieverbrauch zu ungünstigen Einspeisezeiten.

Um sich schön zu rechnen, geht die die Greenpeace Studie so weit, Überschussstrom mit 0 Bezugskosten anzusetzen. Begründung: sonst müsste er ja abgeregelt oder (ins Ausland) verschenkt werden. Dass er vom Endkunden trotzdem bezahlt werden muss, bleibt unerwähnt.

Fraunhofer IWES argumentiert ebenfalls so, als würden Ökostrom-Lieferanten nichts für ihren Strom verlangen. In der Studie findet sich keine Stromkostenberechnung. 

Die Realisierungsstudie von Rheinland Pfalz macht sich gar nicht erst die Mühe Stromkosten zu erwähnen. Wohl weil es die (von der grünen Umwelt-Ministerin verlangte) Euphorie stark gestört hätte. Allerdings steht in dieser Studie auch, dass das Abregeln (Überflussstrom bezahlen, aber nicht einspeisen lassen) die billigste Lösung ist.

Power to Gas – Technologie

In der EIKE-Publizierung „Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3“ [5] sind die Kosten aller relevanten Speichertechnologien im Detail ausgeführt. Anbei der gekürzte Auszug zu Power to Gas.

Technologien

Zur Gas-Speicherung mit Rückverstromung verwendet man die folgenden Hauptverfahren:

·       Strom > Wasserstoff > Strom (P2H2). Der Wasserstoff wird in Kavernen gespeichert.

·       Strom > Wasserstoff > Methanisierung > Strom (P2G). Das Methan kann im öffentlichen Gasnetz gespeichert werden. 

Wirkungsgrade (Anm.: Die Quellenangaben beziehen sich auf [5])

·       In Hartmann et al. 2012[24] ist der Wirkungsgrad der Gesamtkette einer Wasserstoffverstromung (P2H2) mit aktuell 42 %, Zukunft 45 % angegeben.

·       Niedersachsen-Studie 2014[1]. Der Wirkungsgrad mit Methanisierung (P2P) ist mit aktuell  21,3 %, in der Zukunft 36 %  angegeben.

·       In [6] ist der Wirkungsgrad für Powert to Heat mit 50 % und Powert to Gas aktuell mit 25% – 35% angegeben

Speicherkosten[5]

Speicherkosten für Verfahren ohne Methanisierung

Stand Zukunft

·       Stromeinspeisungskosten von 19 … 20  €ct/kWh mit Strombezugskosten von 4,8  €ct/kWh

abhängig von Tagesausgleich- oder Saisonal-Betrieb

Wasserstoff mit Methanisierung, Speicherkosten

Stand Zukunft

·       Stromeinspeisungskosten von 28 … 29 €ct/kWh mit Strombezugskosten von 4,8  €ct/kWh abhängig von Tagesausgleich- oder Saisonal-Betrieb

  

Fazit Speicherkosten mittels Gas-Elektrolyse 

Alleine aufgrund der grottenschlechten aber physikalisch beding wenig beeinflussbaren Wirkungsgrade kann das Speicherverfahren nur ein Verlustgeschäft bleiben. Die Kosten der elektrischen Energie verteuern sich durch die Zwischenspeicherung um das 4 – 6fache. Werden noch die niedrigen Auslastfaktoren berücksichtigt, kommen zusätzliche Fixkosten dazu. Und nicht eingerechnet ist, dass die gewaltigen Prozessverluste von 80 … 60 % durch eine äquivalente Erhöhung der Einspeiseleistung kompnesiert werden müssen.

Wie Greenpeace daraus einen Erfolg ableitet, ist dem Autor weiterhin ein Rätsel.

Investitionskosten für Deutschland

Fraunhofer IWES listet für den Umbau der deutschen Infrastruktur zur vollständigen Dekarbonisierung Kosten von 1.500 Milliarden EUR ([2] Seite 16). Dazu schreibt es:

[2] Die überaus positive Botschaft ist aber zunächst, dass die Energiewende nicht nur bezahlbar ist, sondern, dass sie vielmehr eine große globale Geschäftsschance ist, und ein Wirtschaftsprogramm für Europa in den aktuellen Zeiten der Eurokrise. Gerade auch für die wirtschaftlich angeschlagenen südeuropäischen Staaten bietet sie große Entwicklungsmöglichkeiten.

Es würde nicht wundern, wenn Deutschland den Umbau auch von den wirtschaftlich angeschlagenen südeuropäischen Staaten einmal fordert. Im Ausgeben von Geld, dass sie nicht haben besteht in diesen Ländern ja genügend Übung. Spanien hat eine kleine Öko-Energiewahn-Periode schon hinter sich. Und seit Griechenland weiß man, wer im Zweifelsfall rettend einspringt.

Die Summe erklärt sofort, warum seitens Industrie, Handwerk und Banken volle Zustimmung vorliegt und niemals Protest kommen wird. Motto: Danach sind zwar meine Mitarbeiter pleite, aber ich kann die Kosten dafür aus der Portokasse bezahlen. Warum die Gewerkschaften daran keinen Anstoß nehmen, sollte man im Blog diskutieren.

Ob die Medien und Politik jedoch damit die Interessen der (informierten) Bevölkerung vertreten, kann man getrost in Abrede stellen. Schön passt dazu die Info „Umweltpreisverleihung an Mojib-Latif“ durch den Oberapostel J. Gauck. 

Gibt es ein alternatives Denken in etablierten Parteien? Leider nein.

Update vom 29.9.15

Positionspapier des CSU-Arbeitskreises Energiewende

Inzwischen ist das Positionspapier der CSU im Netz hinterlegt[19]. Beim Lesen meint man, es wäre von einem grünen Strategiepapier abgeschrieben. Der Verdacht ist aber, dass es eine „Urquelle“ gibt, von der inzwischen alle abschreiben –  denn die Sätze und Argumente ähneln sich unabhängig ob Greenpeace, Grün, oder sonst ein NGO, bis hin zur Bundesregierung und Industrieverband schreiben frappierend.

Ansonsten hat sich im CSU-Positionspapier zum Stand der Analyse „warum gehen in Bayern die Lichter noch nicht aus“ nicht viel geändert. Es wird weiterhin nach der Illusion verfahren, mit etwas Forschung alles lösen zu können, denn wenn man nur genügend Geld hineinpumpt, fällt „denen“ bestimmt etwas ein (wenn 1 Vertriebsmann von dem Produkt 0 Stück verkauft, verkaufen eben 100 im Vertrieb 100 x so viel). Zudem gehört die Energiewende in Bürgerhand (war das nicht das „Erfolgsmodell“ in den ehemaligen Ostblockstaaten?) und bleibt sie dann immer noch zu teuer, wird die Armut eben sozialisiert. Zitat: 

Es wird vorgeschlagen, die Bürgerinnen und Bürger die Einrichtung genossenschaftlicher Energiebetriebe am Umbau des Energiesystems einzubinden, um dadurch die erforderliche Akzeptanz der Bevölkerung für die Umsetzung der Maßnahmen zu erzielen. Die noch bestehenden Lücken innerhalb des Energiesystems müssen durch die Entwicklung innovativer Energie-und Umwelttechnologien  geschlossen und durch die  Bereitstellung von Regeltechniken sowie geeigneter Geschäftsmodelle ergänzt werden. Weiterhin wird die Einführung finanzieller Anreizprogramme in Form von Förderprogrammen bzw. der Einrichtung eines Energiewendefonds gefordert, mit dem die Umsetzung der Energiewende sozial verträglich gestaltet und die Akzeptanz in der Gesellschaft erhöht wird.

Begründet wird die Wende mit den üblichen Argumenten, wobei hier ein Verweis auf den sehr umstrittenen „Stern-Report“ auffällt. Zitat:

In der vom ehemaligen Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, in 2006 ausgearbeiteten Risikoanalyse „The Economics of Climate Change“ wurde nachgewiesen, dass die aus dem  Klimawandel resultierenden Anpassungsstrategien etwa 25-mal teurer sind als die Vermeidungsstrategien und deshalb eine weitere zögerliche Umsetzung der Energiewende volkswirtschaftlich unverantwortbar ist.

Wer etwas Hintergrund erfahren möchte, sollte eine Kritik zu diesem Report  auf „Achgut“ nachlesen: unbequem ist stets genehm. Zitat aus dem Achgut-Artikel: 

Der Stern-Report lässt ganze Landstriche verdörren, Küsten werden überflutet, Millionenheere von Klimaflüchtlingen sind obdachlos, zahllose Tierarten sterben aus, die sich ausbreitende Malaria kostet Millionen neue Opfer. Jeder einzelne dieser Punkte ist Gegenstand heftiger Debatten, doch Nicholas Stern nimmt die Spekulationen als Tatsache.

Und das 2 Grad Ziel darf auch bei der CSU ebenfalls nicht fehlen. Und der Papst, der in der recht langen Kirchengeschichte bei jeder „Einmischung“ in physikalische Vorgänge falsch lag,  darf sie begründen: 

Trotz unterschiedlicher nationaler Interessen besteht inzwischen internationale Übereinstimmung, den weiteren Klimawandel durch eine signifikante Reduktion der globalen CO2 Emission auf einen Temperaturanstieg von nicht mehr als +2°C zu begrenzen und damit die derzeit kaum abschätzbaren Folgewirkungen zu vermeiden. 

Die Bedeutung der Energiewende wurde schließlich im Juli 2015 durch die päpstliche Enzyklika „Laudato Si“ verdeutlicht“.

Zu den technischen Ausführungen lässt sich nur sagen, dass alle bekannten Lösungsszenarien wie eine Mikado-Ansammlungen von Strohhalmen gelistet werden: 

·       Elektroautos als Speicher „Leitmarkt für Elektromobilität gestalten

·       Akkus werden so billig, dass sie als Groß-Speichertechnologie geeignet werden

·       Geothermie wird als wichtige Grundlastquelle gelistet, obwohl sie wegen          Geringfügigkeit in Grafiken oft  nicht mehr vorkommt

·       Biomasse-Anbau bleibt richtungsweisend, sofern man nur die Fruchtfolgen ändert

·       Smart Grid (mit intelligenten Regeltechnologien) gilt als Lösung der Verteilprobleme

·       „Hocheffiziente Wärmespeicher“

·       Hubspeicher

·       Power to Gas

Und zu den Kosten

…..die sich aber mittelfristig wieder auszahlen, weil Wasser, Wind und Sonne keine Brennstoffkosten  verursachen.

Diesen Satz in einem aktuellen Strategiepapier einer größeren Partei als Kostenargument zu finden, verblüfft den Autor sehr. Vielleicht will er  aber nur mitteilen, dass die bisher (bezahlbaren) Brennstoffkosten „schädliche“ Kosten waren und die deutlich höheren Ökoenergie-Einspeisekosten „gute“ Kosten, die sich (an entsprechend vermögende Beteiligungsbürger) dank gesetzlicher Regelungen von selbst auszahlen.

Wie das aussehen kann – Beispiel:

Der federführende Autor des CSU-Leitpapiers, Prof. Dr. Wolfgang Seiler ist auch Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ (Bad Tölz). Diese Bürgerstiftung im bisher nicht durch sonderliche Umsetzung von Ökoenergie-Gewinnung bekannten Landkreis hat so gute Ideen, dass zu einer Sitzung gleich der Präsident von General Electric Deutschland anreiste. Kein Wunder, das Vorhaben „SmartEnergy Region Oberland“ wird gemeinsam von Interessensvertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik erstellt – was man wörtlich nehmen kann. 

*Im Artikel ist mit „Greenpeace“ durchgängig „GREENPEACE eNERGIE“ gemeint.

Quellen

[1]

GREENPEACE eNERGIE Studie Kurzfassung: Warum Windgas die Energiewende sicher macht und Kosten senkt

[2]

FRAUNHOFER IWES, Jan. 2014 Publikation:  GESCHÄFTSMODELL ENERGIEWENDE Eine Antwort auf das „Die-Kosten-der-Energiewende“-Argument

[3]

EIKE 23.09.2015: Das Versagen der westlichen Eliten „Klimagerechtigkeit“, „Energiewende“ – wie man eine Zivilisation vor die Wand fährt

[4]

Fa. Siemens 24.03.2015, Foliensatz: Chances and perspectives for H2 energy storage systems with PEM electrolysers

[5]

EIKE 18.06.2015: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)

[6]

Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Verteilnetzstudie Rheinland Pfalz 2030 Endbericht 2014

[7]

EIKE 11.05.2015: Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt – Einige Rechenspiele (nicht nur) für regnerische Nachmittage

[8]

Rheinland Pfalz Wirtschaftsministerium 15.09.2015: Klimaschutzkonzept

http://www.mwkel.rlp.de/Aktuelles/Presse/Pressemeldungen/Lemke-Gemeinsam-fuer-den-Klimaschutz/

[9]

BR.de Nachrichten 23.09.3025: Milliardenbetrag gefordert. CSU-Arbeitskreis fordert Energiewendefonds Positionsschrift "Energiewende ganzheitlich anpacken: Produktion – Verteilung – Speicherung – Nutzung".

[10]

Transforming Cities 11. September 2015: Intelligente Energiespeicherung auf der Nordseeinsel Borkum

Intelligente Energiespeicherung auf der Nordseeinsel Borkum

[11]

EIKE 15.09.2015: Probleme mit der Windstromerzeugung und der Stromspeicherung im eingeläuteten Zeitalter der „Dekarbonisierung“

[12]

EIKE 16.09.2015: Nachgefragt: CO2 Minderungsprogramm der bayerischen Landesregierung – ohne den geringsten Klimanutzen, aber mit extremen Kosten  

[13]

EIKE 05.09.2015: Nachgefragt: CO2 Vermeidung als gesellschaftliche Aufgabe – Aber bitte nicht nach dem Sinn fragen

[14]

Foliensatz: Die Energiewende in Rheinland-Pfalz  Ziele und Wege der rot-grünen Landesregierung

[15]

DW: Energiewende: Ist Power-to-Gas die Lösung?

http://www.dw.com/de/energiewende-ist-power-to-gas-die-l%C3%B6sung/a-18677372

[16]

dena Deutsche Energie Agentur. Strategieplattform Power to Gas

[17]

Uni Stuttgart, zefs Hartmann et al 2012, Studie: Stromspeicherpotenziale für Deutschland

[18]

ScienceScepticalBlog 19. Dezember 2014: Ein Fazit zu den „Erneuerbaren Energien“ – Produktion 2014 und ein Blick in die Zukunft

http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/windkraft/ein-fazit-zu-den-erneuerbaren-energien-produktion-2014-und-ein-blick-in-die-zukunft/0013226/

[19]

CSU AK Energiewende. Positionspapier München 31.08.2015: Energiewende ganzheitlich anpacken.




Etwa 66% aller globalen Temperaturdaten bestehen aus geschätzten Werten

Die Adjustierungen sind irgendwie kontrovers, weil sie vermutlich Roh- und genaue Daten heranziehen. Dann werden sie durch ein oder mehrere mathematische Modelle laufen gelassen und erzeugen eine Schätzung, wo die Temperatur unter bestimmten gegebenen Bedingungen hätte liegen sollen. Beispiel: Der Messzeitpunkt (time of observation TOB) nimmt einen Rohdatenpunkt um – sagen wir – 7 Uhr morgens und erzeugt eine Schätzung, wo die Temperatur um Mitternacht gelegen haben könnte. Der Skill eines solchen Modells ist auf monatlicher Basis fast unmöglich zu bestimmen, aber es ist unwahrscheinlich, dass man dabei permanent ein Ergebnis erhält, das bis auf ein Hundertstel Grad genau in der Aufzeichnung gespeichert ist.

Nehmen wir einen einfachen Beispielfall. Die Station in Berlin-Tempelhof begann mit Temperaturmessungen im Januar 1701 und misst dort bis heute [im 2. Weltkrieg wurde um diese Station ein großer Flughafen gebaut, der zunächst als Militärbasis, dann als einziger Verkehrsflughafen im Westteil Berlins genutzt wurde, bis man in Tegel den neuen Flughafen in Betrieb nahm! Anm. d. Übers.] Bis Dezember 1705 war es in der GHCN-Aufzeichnung die einzige Station, an der Temperatur gemessen worden ist. Von den 60 theoretisch möglichen Monaten jenes Zeitraumes gab es aus 48 Monaten (nach den Qualitäts-Kontrollchecks) eine nicht veränderte mittlere Roh-Temperatur, und während der übrigen 12 Monate liegt keine Messung vor. Jeder einzelne dieser 48 Monate wurde durch das Adjustierungs-Modell nach unten geschätzt, und zwar um genau 1,14°C. Im Januar 1706 kam eine zweite Station zum Netzwerk hinzu – De Bilt in den Niederlanden. Während der folgenden 37 Jahre gab es eine valide Temperatur in jedem Monat, und während der meisten Monate war es die einzige GHCN-Station, von der eine Temperaturmessung vorlag. Die Temperatur für jeden dieser Einzelmonate wurde um genau 0,03°C nach unten geschätzt.

Ist es möglich, dass die Modelle gut genug sind, die „korrekte“ Temperatur an diesen beiden Stationen im Verlauf von über vierzig Jahren mittels nur zweier Konstanten zu ermitteln? Zwar ist alles möglich, aber es ist äußerst unwahrscheinlich.

Wie viele Rohdaten sind verfügbar?

Die folgende Graphik zeigt die in den GHCN-Aufzeichnungen verfügbare Datenmenge für jeden Monat vom Januar 1700 bis zur Gegenwart. Auf der Y-Achse ist die Anzahl der Messstationen aufgetragen, so dass jeder Punkt der Kurve die Anzahl der Messungen im gegebenen Monat repräsentiert. Die grüne Kurve repräsentiert die Anzahl von reinen, unveränderten Messungen, und die violette Kurve repräsentiert die Anzahl der geschätzten Messungen. Die Differenz zwischen grüner und violetter Kurve repräsentiert die Anzahl der Roh-Messungen, die nicht von den Adjustierungsmodellen verändert worden sind. Das bedeutet, dass die Differenz zwischen geschätztem und Rohwert Null ist. Die blaue Kurve unten repräsentiert die Messungen, bei denen ein unkorrigierter Rohwert durch die Adjustierungs-Modelle ausgesondert und durch einen ungültigen Wert ersetzt worden ist (repräsentiert durch -9999). Die Anzahl der ausgesonderten Rohdaten (blaue Kurve) ist in der grünen Kurve der Gesamtzahl nicht enthalten.

Anzahl der monatlichen Roh- und geschätzten GHCN-Temperaturen von 1700 bis heute

Die zweite Graphik zeigt die selben Daten, aber der Startzeitpunkt liegt diesmal am 1. Januar 1880. Dies ist der Startzeitpunkt für die GISS-Analyse.

Anzahl der monatlichen Roh- und geschätzten GHCN-Temperaturen von 1880 bis heute

Wie viele der Daten sind modelliert?

Zur Erinnerung für diesen Beitrag: „Rohdaten“ sind Daten, die die Qualtitäts-Kontrolltests durchlaufen haben (nicht gekennzeichnet). Gekennzeichnete Daten werden von den Modellen ausgesondert und durch ungültige Werte ersetzt (-9999).

In der nächsten Graphik repräsentiert die violette Kurve die Prozentzahl der Messungen, die geschätzt sind (geschätzt dividiert durch roh x 100). Die blaue Kurve repräsentiert die Prozentzahl der ausgesonderten Messungen relativ zu den Roh-Messungen, die nicht ausgesondert worden sind (ausgesondert dividiert durch roh x 100). Vor dem Jahr 1935 wurden etwa 80% aller Rohdaten in eine Schätzung umgeändert, und von 1935 bis 1990 erfolgte eine stetige Abnahme auf etwa 40% der Daten, die in Schätzungen umgewandelt wurden. Im Jahre 1990 gab es eine aufwärts gerichtete Spitze von etwa 55%, gefolgt von einer stetigen Abnahme auf heute 30%.

Die blaue Kurve unten zeigt, dass etwa 7% bis 8% der Rohdaten von den Adjustierungs-Modellen ausgesondert worden sind mit Ausnahme einer Spitze von 20% in jüngerer Zeit. (Ja, die beiden Kurven zusammen sehen komischerweise wie die Silhouette von Homer Simpson aus, wenn er auf dem Rücken liegt und schnarcht).

Prozentzahl der GHCN-Rohdaten, die durch Schätzungen ersetzt oder ausgesondert wurden.

Die nächste Graphik zeigt die Prozentzahlen der Schätzungen von ländlichen und nicht-ländlichen Stationen. In den meisten Teilen der Aufzeichnung sind die Werte nicht-ländlicher Stationen häufiger geschätzt worden als die von ländlichen Stationen. Allerdings wurden während der letzten 18 Jahre beide Datenarten in etwa gleicher Weise geschätzt.

Prozentzahl von ländlichen und städtischen GHCN-Rohdaten, die durch eine Schätzung ersetzt wurden.

Die fünfte Graphik zeigt die mittlere Änderung der Rohdaten aufgrund der Ersetzung durch geschätzte Werte seitens der Modelle. Zwei Kurven finden sich in der Graphik. Die rote Kurve ist die mittlere Änderung, wenn man Messungen, bei denen der geschätzte Wert gleich dem Rohwert war, mit einschließt. Allerdings ist es möglich, dass die Adjustierungs-Modelle einen geschätzten Wert von Null erzeugen. Die blaue Kurve berücksichtigt diese Möglichkeit und repräsentiert alle Messungen, einschließlich jener ohne Unterschied zwischen den Rohwerten und den geschätzten Werten. Die Trendlinien für beide sind ebenfalls eingezeichnet, und es ist interessant zu sehen, dass die Neigung beider Kurven fast identisch ist.

Mittlere Änderung in Grad Celsius mal 100, wenn Schätzungen Rohdaten ersetzen

Was ist mit den ausgesonderten Daten?

Zur Erinnerung: die ersten beiden Graphiken zeigten die Anzahl der Rohmessungen, die von den Adjustierungs-Modellen entfernt worden waren (blaue Kurve in beiden Graphiken). Die geschätzten Daten wurden nicht gekennzeichnet, um anzuzeigen, warum die Rohdaten entfernt worden waren. Die violette Kurve in der folgenden Graphik zeigt die Anomalie der entfernten Daten in Grad Celsius mal 100 (Bezugszeitraum 1951 bis 1980). Es gibt einen leichten Aufwärtstrend von 1880 bis 1948, einen großen Sprung nach oben von 1949 bis 1950, gefolgt von einem moderaten Abwärtstrend von 1950 bis heute. Die blaue Kurve ist die Anzahl der von den Modellen ausgesonderten Messungen. Man sollte bei der Analyse dieser einzelnen Graphik vorsichtig sein, weil bei der Berechnung der Anomalie kein gridding [Zuordnung zu den Planquadraten in denen die Messstation liegt] vorgenommen worden ist, und vor 1892 wird nur eine Handvoll von Messungen durch die Daten repräsentiert.

Mittlere Anomalie in Grad Celsius mal 100 der ausgesonderten GHCN-Daten

Schlussfolgerung

Alles in allem enthalten alle Temperaturdaten von 1880 bis heute etwa 66% in den adjustierten GHCN-Temperaturdaten geschätzte Werte, erzeugt von Adjustierungs-Modellen, während 34% der Daten Rohwerte sind, abgeleitet aus direkten Messungen. Der ländliche Anteil enthält 60% geschätzte und 40% direkter Daten. Unter den nicht-ländlichen Daten sind etwa 68% geschätzt und 32% Rohdaten. Die Gesamtzahl der nicht-ländlichen Messungen übersteigt die ländlichen Messungen um einen Faktor 3.

Die Schätzungen der NOAA für die GHCN-Daten führen einen Erwärmungstrend ein von etwa einem Viertelgrad Celsius pro Jahrhundert. Jene Schätzungen werden mit einer etwas höheren Rate für nicht-ländliche Stationen erzeugt als für ländliche Stationen während der meisten Zeit der Aufzeichnung. Während der ersten 60 Jahre der Aufzeichnung wurden Messungen mit einer Rate von 75% geschätzt mit einem graduellen Rückgang bis 40% Anfang der neunziger Jahre, gefolgt von einer kurzen Spitze in der Rate vor dem weiteren Rückgang auf das heutige Niveau.

Etwa 7% der Rohdaten wurden ausgesondert. Falls man diese Daten bei der Endaufzeichnung berücksichtigt hätte, hätte sich wahrscheinlich von 1880 bis 1950 ein Erwärmungstrend ergeben, dem ein Abkühlungstrend von 1950 bis heute gefolgt wäre.

Epilog

Die Anzahl von Schätzungen und deren Auswirkungen ändern sich mit der Zeit. Grund hierfür ist das Hinzufügen neuerer Daten, die die Zeitreihe verlängern, die als Input für die Adjustierungs-Modelle genutzt werden. Die folgende Graphik zeigt die Prozentzahl der geschätzten Messungen (violette Kurven) und die Prozentzahl der ausgesonderten Messungen. Die dunklere Kurve wird erzeugt aus dem Datensatz bis zum 23. 9. 2015 (bis August 2015 sind die Daten komplett). Die helleren Kurven werden erzeugt aus dem Datensatz bis zum 27. 6. 2014 (Daten sind komplett bis Mai 2014). Eindeutig wurden im gegenwärtigen Datensatz weniger Messungen geschätzt als im Datensatz aus der Vergangenheit. Allerdings wurden im gegenwärtigen Datensatz mehr Messungen aus dem frühen Teil der Aufzeichnung ausgesondert als im gegenwärtigen Datensatz.

Prozent der GHCN-Rohdaten, die durch Schätzungen ersetzt oder ausgesondert wurden (August 2015 im Vergleich zu Mai 2014)

Eine Graphik, die die mittlere Änderung zu den Rohdaten zeigt, ist nicht abgebildet, weil eine Überlagerung praktisch ununterscheidbar ist. Allerdings ist die Neigung des geschätzten Datentrends erzeugt durch den gegenwärtigen Datensatz etwas größer als vom Datensatz der Vergangenheit (0,0204 bzw. 0,0195). Der Grund dafür, dass sich die Neigung von 0,0204 von der Neigung in der fünften Graphik oben (blaue Kurve) unterscheidet ist, dass das Vergleichsende der Mai 2014 ist, während die Graphik oben im August 2015 endet.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/09/24/summary-of-ghcn-adjustment-model-effects-on-temperature-data/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif bekommt den Deutschen Umweltpreis und ein Preisgeld in Höhe von 245.000€.

Zur Erinnerung, einige faktenbasierte Aussagen vom Mojib Latif zu 20 kalten Wintern.

Zitate von Mojib Latif:

1990

“Ein Szenario würde z.B. bedeuten, dass Mitte des nächsten Jahrhunderts, falls wir unsere Politik nicht drastisch ändern, unser Verhalten nicht drastisch ändern, dass tatsächlich bis zur Mitte des nächsten Jahrhunderts die Globaltemperatur um 3 bis 4 Grad ansteigen kann.”

1997

“Die Nordatlantische Oszillation hat sich in den letzten Jahren umgestellt und wir sind jetzt in einer Phase relativ schwacher Nordatlantischer Oszillation und wir erwarten, ähnlich wie in den sechziger Jahren, relativ kalte Winter in der Zukunft.”

2000

“Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”

2008

Latif zu seiner Aussage von 1997:

“In der Wissenschaft, oder in der Klimaforschung, da arbeitet man ja auch immer so ein bisschen mit Ungenauigkeiten, also wie gesagt, mal abwarten …”

2009

“Wir haben einen bestimmten Hang, in bestimmten Fachzeitschriften, die sehr populär sind, dass nur Dinge veröffentlicht werden, die spektakulär sind. Und das verleitet Wissenschaft jeder Richtung, nicht nur in der Klimaforschung, dazu ihre Resultate so spektakulär wie möglich zu beschreiben. Weil dieses letztendlich auch in der Forschungsförderung honoriert wird.”

“Wir befinden uns im Moment in einer Atempause, dass heißt, wir verharren bei der Temperatur auf hohem Niveau.” … “Wir müssen offensiv in der Öffentlichkeit vertreten, dass es eben Schwankungen gibt, dass wir nicht erwarten können, dass wir Jahr für Jahr immer neue Temperaturrekorde erreichen, denn sonst werden wir irgendwann ein Problem bekommen. Wenn wir beispielsweise einen kalten Winter bekämen, dann müssen wir uns rechtfertigen.”

“Wir beobachten in den letzten Jahren, dass sich die Temperaturen im Bereich des äquatorialen Ostpazifik und im Bereich des südlichen Ozeans abkühlen und das wirkt eben der langfristigen globalen Erwärmung entgegen.” … “Ich selbst als Klimaforscher muss mir vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, dass wir die Rolle der natürlichen Schwankungen vielleicht nicht deutlich genug gemacht haben, denn wir können einfach nicht erwarten, dass es Jahr für Jahr immer wärmer wird, weil diese natürlichen Schwankungen den langfristigen Erwärmungstrend halt maskieren können.”

2013

Der neue IPCC-Bericht zeige, dass der Klimawandel nicht vorbei sei, sondern unvermindert fortschreite, sagte der Professor vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Freitag beim Abschluss des 8. Extremwetterkongresses in Hamburg.

2015

Der Klimaforscher Mojib Latif vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung rechnet damit, dass sich die Erderwärmung in den kommenden Jahren beschleunigen wird. „Spätestens nach 2020 werden die Temperaturen wieder stark ansteigen“, sagte Latif dem Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘. „Dann wird es noch schneller wärmer werden auf dem Planeten, als wir es selbst in den Achtziger- und Neunzigerjahren erlebt haben.“

TV-Höhepunkte

2008 wird Mojib Latif in der Sendung DAS! zum „Sarotti-Mohr“ (Video ab 4:30 min).

Zuvor trat er in selbiger Sendung schon als Astronaut auf.

Der Beitrag wurde von ScienceSceptical übernommen




Dieselgate – NGOs treiben die Zerstörung der deutschen Automobilindustrie voran

Was ist geschehen? Auf der jüngsten IAA spotteten viele Experten hinter vorgehaltener Hand, wie man mit null Emissionen 100 Prozent Leistung liefern solle und forderten zu Recht statt »Downsizing« endlich ein »Rightsizing«. Sie fragen, wie weit die Politik die Grenzwerte noch verschärfen will. Denn die neuen Regeln sind mit vorhandener Technik praktisch nicht umzusetzen.

Gerade der Fall »Dieselgate« macht deutlich, wie wenig die Vorschriften und Prüfverfahren um Umweltfreundlichkeit taugen. Es reicht heute, die Floskeln »manipuliert« oder gar »Software auszuschalten« zu rufen bei Autos, die ohne elektronische Steuerung keinen Meter mehr fahren würden, um eine ganze Industrie in Verruf zu bringen. Und das ausgerechnet bei einem Konzernchef wie Winterkorn, der als integer und zuverlässiger Ingenieur gilt.

Damals, als sich Rudolf Diesel vor 120 Jahren mit Kältemaschinen befasste, also auch mit Kompression, war alles noch viel einfacher. Diesel kam die Idee, eine Maschine zu bauen, die den Kraftstoff besser ausnutzt als der bereits vorhandene Gasmotor des Nikolaus Otto. Diesels Maschine komprimierte Luft, erhitzt sie bis zu jenem Punkt an dem Öl, dass eingespritzt wird, zündet. Diesen, seinen, Dieselmotor bekam er patentiert.

Doch der Dieselmotor war neben dem Benzinmotor der raue, ungehobelte Geselle. Aufgrund seiner hohen Kraftentfaltung konnte er zwar gut schwere Lastwagen und Lokomotiven sowie Schiffe antreiben. Er drehte langsam, arbeitet mit hohem Luftüberschuss, die Verbrennung funktioniert jedoch einigermaßen gut, fast alle Kraftstoffpartikel können verbrannt werden. Zudem verbraucht er wenig Kraftstoff, ist also sparsam.

Kein Wunder, daß Motorenbauer den Diesel als Antrieb für besonders sparsame PKW-Motoren wollten. Mercedes-Motorenbauern gelang es zuerst, den Diesel einigermaßen zu zügeln und stellten 1936 den ersten Dieselmotor im Personenwagen vor.

In den Fünfziger und sechziger Jahren eroberte er sich auch im Personenwagen einen größeren Marktanteil; die Autokäufer freuten sich über günstigeren Kraftstoff und sparsamere Motoren. Zum Leidwesen ihrer Nachbarn, denn der frühmorgendliche Kaltstart eines Dieselmotors weckte zuverlässig sämtliche Schlafenden auf, klang so, als würde man einen Eimer mit Kieselsteinen über einem Blechdach ausschütten.

Mit verschiedenen Tricks versuchten die Konstrukteure, den Diesel zu zivilisierten. Einer dieser Tricks: die Vorkammer, eine kleine Aushöhlung im Brennraum, in der zuerst ein Teil der Verbrennung stattfand, bevor sie dann in den Zylinderraum kam und dort den Kolben nach unten treiben konnte. Damit war die massive, kräftige Explosion zu einem Zeitpunkt etwas verzögert und damit in ihrer Wucht gleichzeitig gedämpft.

Dann versuchten die Ingenieure, die einströmende Luft in eine gezielte Drehbewegung zu versetzen, um den Diesel russärmer, leiser und umweltfreundlicher zu machen.

Doch die Experimente erweisen sich als kompliziert. Bilder aus dem Inneren des Brennraumes zeigen turbulente Strömungen, Flammfronten, die sich chaotisch ausbreiten. Es ist eben anspruchsvoll, chemische Energie in einer Verbrennungsreaktion in mechanische umzuwandeln und die Prozesse gleichzeitig so beherrschen zu wollen, dass wenig Abgase dabei herauskommen. Das gelingt trotz jahrelanger Forschung bis heute noch nicht richtig. Niemand weiß genau, was in den entscheidenden Millisekunden der Explosion im Einzelnen geschieht.

Man kann die Ausbreitung der Flammenfronten im Brennraum bis heute nicht genau berechnen. Was in Bruchteilen von Sekunden bis zu 500 oder 1000 mal in der Sekunde passiert, ist auch kaum im Computer zu simulieren. Zu chaotisch ist das, was uns die Natur mit der Verbrennung liefert.

Wer in eine Kerze schaut, tut sich schon schwer mit einer genauen Beschreibung der chemischen Vorgänge. Noch schwieriger wird es bei einem flackernden und lodernden Holzfeuer. Ganz schwierig ist es mit einer Verbrennung im Zylinder eines Motors. Die findet zudem unter sehr verschiedenen Umständen statt.

Entsprechend heikel, den Ausstoß an Schadstoffen zu regeln. Schließlich läuft ein Verbrennungsmotor unter extrem unterschiedlichen Bedingungen: im Leerlauf, langsam, schnell, bei eisiger Kälte und großer Hitze. Entsprechend unterschiedlich sind die Verbrennungsvorgänge und mithin das Abgasverhalten.

Dennoch gelang es, den Dieselmotor erheblich zu verbessern. Heute werden alle unfreundlichen Stoffe zu immerhin rund 90 Prozent aus den Abgasen herausgefiltert. Was aber dem Diesel seit Anbeginn anhaftete, war der schlechte Geruch und der Ruß, der sich in dunklen Qualmwolken aus dem Auspuff bemerkbar machte. Das waren verbrannte Dieselpartikel. Die sollten weg. Die Motoreningenieure erhöhten also den Druck im Zylinder, damit der Kraftstoff bei einem höheren Sauerstoffanteil noch mehr und besser verbrannt werden kann...

Weiterlesen dieses interessanten Artikel bei Deutscher Arbeitgeberverband hier




Die Sonne fliegt immer mit!

Anmerkung: Dieser Artikel ist keinerlei wissenschaftliche Darstellung, sondern eine unterhaltende Geschichte zum  inzwischen alltäglich gewordenen Wahnsinn. 

In „meiner“ Lokalzeitung kam Mitte September wieder einer der typischen „Öko-Erneuerer-Artikel“. Diesmal hat sich ein Lokalredakteur,  welcher sonst schöne Bücher über Fränkische Geschichte und deren Kleinstädte schreibt an Technik versucht. Modern, wie man heute ist, fand er  einen Luftsportverein in der Fränkischen Schweiz. Luftsportvereine gibt es viele, aber dieser Luftsport-Verein „Friesener Warte“ ist etwas ganz Herausragendes, denn, Zitat:

Er „will sich …  zum weltweit ersten autarken, emissionsfreien Start- und Landeplatz aufschwingen“.

Zumindest ließ sich das der Redakteur so erzählen.

Einleitend beginnt der Artikel mit den Erfolgen des aktuellen Erdumrundungsversuches von „Solar-Impulse 2“. Dieser Versuch ist inzwischen zwar aus den Medien verschwunden, aber im Artikel wird er heiß aufgewärmt:

„Die Nachricht  vom Rekordflug ging im Sommer um die Welt: … Statt mit Treibstoff absolvierte der Schweitzer den Soloflug mit seinem Einsitzer mit der Kraft von mehr als 17000 Solarzellen. .. Beim Luftsportverein … hat man das Borschenbergsche Kunststück (Anm.: ist einer der Piloten des Solarfluges) mit besonderem Interesse verfolgt. Dank fachkundiger Mitglieder widmet sich der kleine Verein demonstrativ der Solartechnologie“. 

Für Leser, welche diesen epochalen Solarflug nicht so genau verfolgt haben,  informativ dazu ein paar Erfolgsdaten. 

Gemeint ist der  vollkommen missglückte Weltumrundungsversuch mit einem hochmodernen Solarflugzeug[2]. Dieses hat zwar einen Weltrekord mit dem längsten Solarflug aufgestellt (bei dem Aufwand wirklich keine Wunder), dabei aber mehr als drastisch die Grenzen dieser Technologie aufgezeigt:

[1] Doch die Reiseumstände sind nicht gerade modern. Das Flugzeug ist im Durchschnitt nur mit Tempo 60 unterwegs, eine echte Heizung fehlt. Die Piloten müssen extremen Temperaturen zwischen minus 20 und plus 40 Grad trotzen. Die Benutzung der Toilette – zu finden unter einem Deckel in der Sitzfläche – kommt einer logistischen Meisterleistung gleich: Es sind fünf Schichten Daunenkleidung abzulegen.

Dabei übertrifft das Solarflugzeug mit 72 Meter Spannweite die Flügelspannweite einer Boeing 747-8I (größtes Passagierflugzeug der Welt) von 68,7 m. Währen die Boeing dabei 362 komfortable Plätze alleine für die Passagiere bietet, findet sich im Solarflugzeug als Passagier einzig der Pilot, welcher sich in einer Minikabine mit 3,8 Kubikmetern auf der längsten Etappe ca. 5 Tage lang das Gefühl einer mittelalterlichen Folterzelle erfahren  darf. Froh darf er dabei sein, nicht als Legehuhn zu gelten, denn dann würden ihm Tierschützer den Aufenthalt darin verbieten. Zwischendurch auch mal schnell 4 Wochen Wartezeit wegen schlechtem Wetter – wer auf „Solar“ reist, nimmt das gern in Kauf. Die Segelklipper vor 100 Jahren waren auch nicht viel langsamer und mussten „schlechtes Wetter“ notfalls auch abwettern oder im Hafen abwarten.

Auch das mit dem solaren „Alleinflug“ ist nicht so wörtlich zu verstehen. Am Boden sind alleine in der Kommandozentrale 30 Personen erforderlich, das getrennt mitreisende Team kommt dann noch dazu  – dieses allerdings vorsichtshalber nicht mit solarer Technik reisend.

Letztlich mündete selbst dieses über viele Jahre geplante und mit enorm viel Geld ausgerüstete Unternehmen  in einem technischen Desaster. Denn die high-tech-Akkus versagten bereits nach recht kurzer Flugzeit den Dienst und müssen nun komplett ausgetauscht werden. Damit ist aber die Sommerzeit auf der Reiseroute vorüber und wen wunderts – im Winter kann man mit high tech –Solar mangels Sonnenstunden-Zeit  nicht ausreichend weit fliegen. Wobei Fliegen etwas beschönigend klingt. Das Flugzeug muss nach dem Start konsequent versuchen Höhe zu erreichen, denn nachts reichen selbst die ¼ des Flugzeuggewichts ausmachenden Akkus  nicht wirklich aus. Es segelt deshalb dann die gewonnene Höhe nach unten. Wenn die gewonnene Höhe mal nicht reichen sollte (weil die Wettervorhersage nicht stimmte, oder zu viel Gegenwind kam) –  eben Pech gehabt. Spurlos verschwindende Flugzeuge kennt man schon. Sind noch sehr, sehr  selten, aber  das ist ja nicht in Stein gemeiselt.

Trotzdem bleibt dies für nicht-Komfort geübte Segelflugfans unwidersprochen  ein spannendes Ereignis. Segler sind da nicht anderst. Auch die lieben „die teuerste Art, unbequem zu reisen“. Aber wirklich technisch Richtungsweisend ist es eben nach wie vor nicht.

Der weltweit erste autarke, emissionsfreie Start- und Landeplatz 

Manche Wünsche müssen leider Träume bleiben. Auch der Luftsport-Verein ist inzwischen von diesem Ziel abgerückt. Selbsterkenntnis ist nie falsch und kann ein Weg zur Läuterung sein. Zitat:

Denn in absehbarer Zeit geht es wohl nicht ganz ohne Aufstiegshilfen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten. Um abzuheben, reicht W-Power (noch) nicht aus.

Dabei wurde so viel Vorarbeit geleistet.

„Dabei hatte der Luftsportverein vor zwei Jahren  geradezu euphorisch seine neue, batteriegepufferte Photovoltaikanlage vorgestellt – als Meilenstein zur Verwirklichung des des ersten CO2-neutralen Flugplatzes.“

Warum das geschah, erklärt sich ganz einfach: Das Vereinsgelände liegt so abseits, dass kein Versorger eine Stromleitung dahin legen will, außer der Verein würde 100.000 EUR dafür bezahlen. Verständlicher Weise ging das nicht. Also hat der Verein 30.00 EUR in Sachmittel und zusätzlich ( nicht ausgewiesene ) Freiwilligenstunden in eine 14 kW Solaranlage mit 20 kWh Akkuspeicher investiert. Und dieses Invest muss man den Vereinsmitgliedern erklären.

Die Vorteile gegenüber der bisherigen 230 V Steckdose sind grandios: 

„Mit Solarenergie lassen sich nicht nur Kaffeemaschine und Kühlschrank, Alarmanlage und Pumpe … betreiben. Besucher mit E-Bikes können können vor Ort ihre Zweiräder aufladen“.

E-Bikes müssen unglaublich empfindlich auf öko-ideologisch falsch herum drehende Elektronen reagieren. Irgendwie scheint es eine deutsche Manie zu werden, E-Autos[4]  und E-Bikes mit möglichst teuer erzeugtem und noch teurer gespeichertem  Strom kostenlos aufzuladen. E-Bike und E-Auto-Besitzer scheinen die modernen E-Betelmönche zu werden, denen man gerne etwas fürs eigene Öko-Mobilitäts-Seelenheil gibt. Bestimmt fahren deshalb alle Vereinsmitglieder und Besucher ab jetzt nur noch mit E-Bikes vor.

Nun wird der Artikel konkreter. Es gibt zwei Vereinsmitglieder, welche sich besonderst für Solarenergie engagieren. Zufällig besitzt einer davon eine entsprechende Firma. Und rein zufällig wird ein Programm zur Entwicklung von Flugzeug-Elektroantrieben für Leichtflugzeuge mit Bundesmitteln gefördert. Wer wusste bisher schon, dass auch das ein Problem der Energiewende ist. Aber wenn schon mal Geld da ist, sollte man das dringende Problem der Leichtflugzeuge und ihren schä(n)dlichen Beitrag zum Klimawandel eben nicht vernachlässigen und auf jeden Fall konsequent lösen. 

Die Empfänger der Fördermittel-Zuweisung haben dazu schon ihre Visionen: 

„Nach ihren Vorstellungen können sich Segelflugzeuge eines Tages mit Hilfe eingefangener Sonnenenergie ohne fremdes Zutun in die Lüfte erheben und dort oben auch ohne Aufwind längere Zeit kreisen“.

Motorsegler können das schon lange. Noch dazu unabhängig vom Wetter, Sonnenlicht und Jahreszeit. Zuverlässig und bezahlbar gelten aber als Tugenden einer erdzerstörenden Vergangenheit, die überwunden werden muss. Also reduziert man es auf: ausschließlich bei schönstem Sonnenschein und nicht in den dunkleren Jahreszeiten – und baue dazu Solarmotoren ein. Ein Redakteur der das grandios findet, findet sich eben immer.

Fazit

Leider muss der Autor der Welt und den EIKE Lesern mitteilen, dass der bisher schmerzlich vermisste und heiß ersehnte:  weltweit erste autarke, emissionsfreie Start- und Landeplatz – noch etwas auf sich  warten lässt. Er wird es aber sofort verkünden,  wenn die erlösende Info in „seiner“ Lokalzeitung erscheint.

Zwischenzeitlich wünscht er dem Verein viel Glück, dass im Winter beim Werken im Vereinshangar Sonnenschein und Akkukapazität ausreichen. Aber zur Not gibt es ja recht billige 230 V-Motorgeneratoren, um solche Flauten problemlos zu überbrücken.

Quellen

[1]

Frankfurter Allgemeine 14.07.2015: Rekord-Solarflug Die Fliegerweihnacht fällt wohl aus

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/rekord-solarflug-batterien-von-solar-impulse-beschaedigt-13700795.html

[2]

EIKE 07.07.2015: Solarflugzeug Solar Impulse – Spirit of bullshit

http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/solarflugzeug-solar-impulse-spirit-of-bullshit/

[3]

WIKIPEDIA: Solar Impulse 2

https://de.wikipedia.org/wiki/Solar_Impulse

[4]

Aldi. Kostenlose Elektrotankstellen

https://www.aldi-sued.de/de/aldi-sued-a-bis-z/aldi-sued-a-bis-z/e/elektrotankstellen/




Die Weltttemperaturen folgen nicht dem CO2– Fakten beweisen: CO2-Emissionen sind bedeutungslos

Und auch das IPCC hat schon früh betont, dass Voraussa­gen zum Klima nicht möglich sind. Trotz dieser IPCC-Beurteilung basiert das offizielle Modell auf Klimasimulationsmodellen, Prof. John Christy, University of Alabama, hat die Voraus­sagen der wichtigsten Klima-Computer mitein­ander verglichen: Wie die Darstellung überzeugend demonst­riert, sind alle Ergebnisse anders. Danach wäre für das Jahr 2020 mit Erwärmungen zwischen 0,3 und 1,3° C  zu rech­nen. Welches Ergebnis gilt, wenn alle anders sind? Kei­nes!

 

Lang-, mittel- und kurzperiodische Klimaschwankungen sind wegen der Änderungen der Bahnparameter und der Solarzyklen eine irdische Normalität. Sie gelten unverändert. Die Tempe­raturmessungen zeigen, dass auch zwischen 1880 und 2010 durch Solarzyklen verursachte  Ab­kühlungs- und Erwärmungsphasen miteinander abgewechselt haben. Beweis: die Detail-Auswertung der Temperaturdaten von 1097 Stationen, die NASA-GISS 2010 im Netz angeboten hatte, ergibt  keine Erwärmung, ein Einfluss von CO2 ist nicht erkennbar: 

Physik-Lexikon 1959: „Der CO2–Einfluss auf das Klima ist bedeutungslos!“

Während das regierungsamtlich verordnete Modell vom anthropogen verur­sachten Klimawandel geglaubt wird, beweisen die Fakten das Gegenteil:

·      Vor dem Beginn der industrie-bedingten CO2-Emission betrug der CO2-Anteil ca. 0,03%, d.h. ca. 300 ppm, also 3 CO2-Moleküle in 10.000 Luft-Molekülen. Emissions-bedingt beträgt der CO2-Anteil gegenwärtig ca. 400 ppm, also 4 CO2-Moleküle in 10.000 Luft-Molekülen – ein zu­sätzliches CO2-Molekül bewirkt keine Temperaturänderung. Die Fakten bestätigen die Feststellung in Frankes Lexikon der Physik von 1959 : „CO2 ist als Klimagas bedeutungslos“  

·      Die Messungen zeigen,

·      dass es Warmzeiten vor ‚unseren’ CO2-Emissionen und Abkühlun­gen trotz dieser Emissionen gab, die sogar länger andauerten als die Warmphasen.

·      Die Ursache kommt vor der Wirkung: In allen Hochgebirgen begann die Gletscherschmelze mit der Rückerwärmung nach der Klei­nen Eiszeit um 1820, also 130 Jahre vor den industriellen CO2-Emissionen.

·      Die Temperaturganglinien zeigen schnellere und stärkere Änderungen in vorindustrieller Zeit , also vor ‚unseren’ CO2-Emissionen.

·      Kürzlich gefällte Bäume zeigen für die letzten Jahrzehnte engere Jahresringe als für die vorherge­henden, also kühleres Klima, 2)

·      In ca. 21% der Stationen registrierten die seit 1700 durchgeführten Messungen weiter eine Ab­kühlung. Folglich ist die Kleine Eiszeit regional noch nicht beendet, was bei CO2-Einfluss nicht möglich wäre.

·      In der geologischen Vergangenheit war der CO2-Gehalt der Atmosphäre vielfach grö­ßer als heute. Das hat der Biosphäre genutzt aber Eiszeiten nicht verhindert. Beispiel: Die Permo-Karbonische Eiszeit reichte trotz CO2 -Gehalts von 1400 ppm bis 38°N.

·      Der von den Menschen erzeugte Anteil am Naturkreislauf des CO2 ist mit ±5% minimal. Er ist kleiner als die Schwankungen der Gesamt-Menge infolge der zeitlich und örtlich wechselnden Entgasungen der Vulkane und Förderschlote am Meeresboden.  Die Wechsel sind eine irdi­sche Normalität.  Beispiel: allein der Ätna liefert z.Zt. jährlich ca. 13 Millionen Tonnen. Jede diesbezügliche Berechnung und Bilanzierung ist wegen der ständigen Veränderungen un­sinnig

·      Änderungen von einigen Zehntel Grad sind übliche Temperaturschwankungen aber noch kein Klimawandel

·      CO2 ist mittels Photosynthese der Grundbaustein der Nahrungsmittel – ohne CO2 kein Leben! Steigender CO2-Gehalt sollte begrüßt werden, denn er ergibt reichere Ernten, die für die wachsende Erdbevölkerung benötigt werden!

 

2) Das Wachstum der Bäume ist klimaabhängig – Warmphasen ergeben breite Jahresringe, Kaltphasen dagegen enge. Jüngst gefällte Bäume bestätigen mit engen Jahresringen die Messungen, die seit Mitte der 1990er Jahre eine Abkühlungsphase registriert haben . Ein Kurzbericht ist in Vorbereitung. 




„Der heutige Klimawandel. Eine kritische Analyse des Modells von der menschlich verursachten globalen Erwärmung“ – Eine Rezension

Klaus-Peter Dahm, Detlev Laves, Wolfgang Merbach:

„Der heutige Klimawandel. Eine kritische Analyse des Modells von der menschlich verursachten globalen Erwärmung“

(Verlag Dr. Köster, Berlin 2015. 162 Seiten. ISBN 978-3-89574-879-0)

Die Autoren, die Geowissenschaftler Dr. Klaus-Peter Dahm und Dr. Detlev Laves sowie der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Merbach, werteten dabei einerseits vor allem die Sachstandsberichte des IPCC und weitere Veröffentlichungen zum AGW-Modell aus. Andererseits prüften sie ein Großteil der Literatur der letzten Jahre, in der dieses Modell abgelehnt oder erhebliche Zweifel daran zum Ausdruck gebracht werden. Insgesamt 190 Quellen wurden ausgewertet.

Es wurden grundlegende Fragen der Klimawissenschaft beleuchtet und dabei Fragen aufgeworfen, die von der Klimapolitik, wie sie gegenwärtig – nicht nur in Deutschland – als „politisch unkorrekt“ oder gar „unerwünscht“ angesehen werden. Konkret: Sie suchen nach Beweisen dafür, dass Klimaveränderungen durch den Menschen, durch seine Kohlendioxid-Emissionen, ausgelöst werden – und fanden sie nicht!

In insgesamt 9 Kapiteln werden brisante Fragen aufgeworfen und mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und Sachlichkeit beantwortet, wie:

–       „Ist die heutige globale Erwärmung dramatisch und beispiellos?“ Antwort: Nein.

–       „Wie bedrohlich sind der Anstieg des Meeresspiegels und andere Klimaphänomene?“ (u. a. Eisschmelze, Extremwetter-Ereignisse, „Versauerung“ der Ozeane) Antwort: Es ergeben sich daraus  keine Bedrohungen für das Leben auf der Erde.

–       „Ist Kohlendioxid die Hauptursache des gegenwärtigen Klimawandels?“ (hier u. a. eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Treibhauseffekt) Antwort: Nein, Kohlendioxid hat überhaupt keinen nachweisbaren Einfluss auf die Klimaentwicklung.

–       „Treibt die Sonne unser Klima an?“ Antwort: Ja.

Die Autoren erklären das AGW-Modell als nicht verifizierbar und lehnen es ab. Dagegen favorisieren sie ein Sonnenmodell mit den Ozeanen als Kopplungselement. „Danach wird die globale Temperatur direkt von den oszillierenden Temperaturschwankungen  der Ozeane und indirekt von der Solarstrahlung beeinflusst.“ (S. 144)

Besonders wertvoll wird diese Schrift durch die ausführliche Darstellung der biologischen Bedeutung des Kohlendioxids. Aus ihr geht hervor, dass dieses Gas neben dem Wasser die für das Leben auf der Erde wichtigste Substanz ist, eben kein „Schadstoff“, zu dem es gegenwärtig von Politik und Medien erklärt wird – wider besseren Wissens, denn alle haben einst Unterricht in Biologie und Chemie genossen! Es wird festgehalten, dass ein Kohlendioxidgehalt der Luft von etwa 1000 ppm für die meisten Pflanzen optimal ist. Der gegenwärtige Gehalt von 400 ppm ist „viel zu niedrig, um eine optimale Entfaltung des Lebens (z. B. ein optimales Pflanzenwachstum und damit eine maximale Produktion von Nahrungsmitteln) zu erreichen. Ein Klimaschutz durch Verringerung des CO2 der Luft (Dekarbonisierung) ist nicht nur wirkungslos und extrem kostenintensiv, sondern auch lebensfeindlich.“ (S. 111)

Intensiv beschäftigen sich die Autoren mit der paläoklimatischen Entwicklung, wobei sie sich u. a. auf die seinerzeitigen Untersuchungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover, veröffentlicht in den „Klimafakten“ von  Berner und Streif, stützen. Sie vermitteln, dass es Klimaänderungen auf der Erde schon seit mindestens 2,3 Milliarden Jahren gibt. In dieser Zeit  herrschten Temperaturen, die zeitweise um 10 bis 20 Grad von den heutigen abwichen, und die sich  sehr deutlich schneller als heute – mit 0,85 Grad/Jahrhundert – änderten. Die CO2-Konzentrationen der Luft  waren in langen Zeiten deutlich höher als heute – trotzdem traten auch Kaltzeiten mit starken Vereisungen ein.

Das heute favorisierte AGW-Modell ist nicht in der Lage, Erklärungen  für die Klimaentwicklung dieser Zeit zu geben. Es versucht den gegenwärtigen Klimawandel zu beschreiben, der aber umfasst nur 0,0001 % der gesamten Klimageschichte! Auch der vor einigen Jahren unternommene Versuch des IPCC, mit Hilfe der (als wissenschaftliche Fälschungen entlarvten) „Hockeystick-Kurve“ den Betrachtungszeitraum etwas auszudehnen, scheiterte bekanntlich. Schon aufgrund derartiger Überlegungen wird deutlich, dass das AGW-Modell nicht geeignet ist, die bisherige Klimaentwicklung zu erklären, viel weniger, Prognosen zur künftigen Klimaentwicklung anzustellen.

Bemerkenswert sind die Ausführungen über die „Versauerung der Ozeane“, vor der das IPCC warnt. Der pH-Wert der Meere sank seit 1990 durchschnittlich von 8,12 auf 8,08 und ist damit deutlich im alkalischen Bereich. Von einer „Versauerung“ – ab pH = 7 – kann daher keine Rede sein, auch nicht 2100, wenn die IPCC-Prophezeiungen über die CO2-Emissionen eintreten sollten! Das kann schon deshalb nicht geschehen, weil vom IPCC die bekannte Abhängigkeit der CO2-Löslichkeit von der Temperatur völlig unberücksichtigt gelassen wird: Je wärmer das Meerwasser ist, desto weniger CO2 kann darin gelöst sein! Wussten das die IPCC-Autoren wirklich nicht? Trotz dieser Tatsache wird von Politikern und Journalisten unentwegt von einer künftigen „lebensfeindlichen Meeresversauerung“ gewarnt!

Es ist nicht Aufgabe dieser Rezension, auf weitere Schwerpunkte dieser verdienstvollen Arbeit einzugehen. Es sei aber nachdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dieser Studie einerseits um eine streng wissenschaftliche Arbeit handelt, die sich aber gleichzeitig dadurch auszeichnet, dass sie auch von Lesern verstanden werden kann, die über keine solchen wissenschaftlichen Spezialkenntnisse wie die Verfasser verfügen. Das Lesen und Verstehen wird durch viele zumeist farbige Grafiken (insgesamt 59) sowie durch regelmäßige Fazite am Endes eines jeden Abschnittes und Zusammenfassungen jeweils am Kapitelende wesentlich unterstützt. 

Nicht nur wegen ihrer klaren und leicht verständlichen Schreibweise, sondern vor allem wegen ihres herausragenden Inhaltes verdient die Broschüre eine weite Verbreitung. Sie gehört zu den wenigen Schriften in Deutschland, die mit wissenschaftlicher Konsequenz die herrschende Klimapolitik an den Pranger stellen. Sie entlarvt die Ignoranz von „Klimawissenschaftlern“ und führt die „Klimapolitik“ ad absurdum. Es ist daher besonders zu begrüßen, dass sie jetzt – kurz vor der Klimakonferenz von Paris – erschienen ist. Gerade im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Versuchen von Politikern, dieser schon heute als misslungen anzusehenden und völlig überflüssigen Konferenz im Vorfeld doch noch etwas Auftrieb zu verleihen, ist es notwendig, deren angeblich wissenschaftlichen Hintergründe bloßzulegen. Damit werden zugleich ihre verhängnisvollen wirtschaftspolitischen Zielstellungen sichtbar. Die vorliegende Schrift liefert umfangreiches Faktenmaterial dazu, in einer Gründlichkeit und zugleich Übersichtlichkeit wie bisher kaum verfügbar. 

Auch wenn die Klimakonferenz von Paris etwas anderes behaupten wird: Durch CO2-Reduzierung oder gar durch „Dekarbonisierung“ (á la G7-Gipfel von Elmau) wird das Klima absolut nicht beeinflusst! Der Menschheit werden jedoch wertvolle Ressourcen entzogen, die zur Lösung wirklicher Probleme dringend gebraucht werden. Ein Blick in die Weltpolitik zeigt außerdem überdeutlich, dass die Welt vor weitaus schwerwiegenderen Fragen als einem „Klimawandel“ steht! 

„Der heutige Klimawandel“ sollte daher zur Pflichtlektüre aller unserer Politiker werden. Und jeder Lehrer – nicht nur der für Naturwissenschaften, denn nahezu alle Pädagogen halten es für notwendig, ihre Schülern vor den „Gefahren des Klimawandels“ zu warnen – sollte die Schrift gründlich lesen und verinnerlichen. Schließlich sollte sich jeder Journalist, der über Klima- und Energiepolitik schreiben oder reden will, mit dem Inhalt des Buches auseinandersetzen – und sich erst danach an die Öffentlichkeit wenden!

Es wäre daher höchst wünschenswert, wenn der Erstauflage noch weitere folgen würden. Übersetzungen, nicht nur ins Englische, sind in Erwägung zu ziehen. Diese Arbeit verdient es!

Abschließend soll auf „eine persönliche Bemerkung“ aufmerksam gemacht werden, die die Verfasser ans Ende ihrer Schrift stellten: „Für die vorstehende Analyse haben wir weder von der Kohle- oder Ölindustrie noch von der Atomindustrie eine Zuwendung bekommen. Es ist tatsächlich so, dass wir diese Analyse aus freien Stücken gemacht und die Publikation selbst finanziert haben.“ – Dass Klaus-Peter Dahm, Detlef Laves und Wolfgang Merbach es für nötig hielten, eine solche „Offenbarung“ zu machen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Zustände im „Wissenschaftsstandort“ Deutschland im Allgemeinen und auf die Situation in der „Klimaforschung“ im Besonderen!

Das Buch kann z.B. hier bezogen werden 

Dr. Dietmar Ufer      

        

            




Wenn Nachrichten mit Wissenschaft kollidieren: Das ,Wärmste Jahr jemals‘ mitten im ,Stillstand‘ der globalen Erwärmung?

Story Nummer eins zufolge soll dieses Jahr das wärmste Jahr jemals werden. Und Nummer zwei zufolge ist der Grund dafür, dass es nicht warm ist, dass die „natürliche Variation“ die vom Menschen verursachte globale Erwärmung angehalten oder maskiert hat.

Was denn nun? Entweder ist es wärmer denn je – oder eben nicht. Falls ja, hat (wie es impliziert wird) die vom Menschen verursachte globale Erwärmung nicht angehalten. Falls nein, falls also die vom Menschen verursachte globale Erwärmung „zum Stillstand gekommen“ ist, dann wird es nicht wärmer.

Zwei Dinge müssen hier klar definiert werden: 1) warum diese divergenten Streitpunkte geglaubt werden und 2) warum sie nicht miteinander kompatibel und individuell falsch sind. Der erste Punkt ist einfach zu klären. Klimatologie ist zu einem Bereich der Politik geworden. Und in der Politik, besonders in unserer wilden Demokratie, werden Statements im Zusammenhang mit irgendeinem politischen Ziel normalerweise geglaubt oder zumindest unterstützt von jenen, die das Ziel teilen. Damit der Globale-Erwärmungs-Untergang stimmt, um das Ziel der Regierung zu erreichen (nämlich an Größe und Macht zuzulegen), ist es erforderlich, dass jedes Statement, das die globale Erwärmung stützt, wahrscheinlich von Erfüllungsgehilfen der Regierung laut hinaus posaunt wird – sogar wechselseitig inkompatible Statements.

Wissenschaftler – und darunter einige wirklich große Namen – deren Leben von Zuwendungen der Regierung abhängig ist und die Argumente bringen auf einer Linie mit den Wünschen der Regierung, nämlich dass der Globale-Erwärmungs-Untergang wahr ist, schrieben kürzlich einen Brief an den Präsidenten und den Generalstaatsanwalt mit der Aufforderung, unter dem RICO-Gesetz* Wissenschaftler wie mich (hier) als kriminell zu verfolgen, ebenso wie Organisationen, die mich unterstützen könnten. Welche Wissenschaftler und Organisationen? Jene, sagen sie, die „wissentlich die amerikanische Bevölkerung betrogen haben hinsichtlich der Risiken des Klimawandels, um amerikanischen Reaktion auf den Klimawandel zuvorzukommen (hier).

[*RICO = Raketeer Influenced and Corrupt Organizations, ein amerikanisches Gesetz gegen Erpressung und Korruption. Anm. d. Übers.]

Mit anderen Worten, von unabhängigen Wissenschaftlern und Organisationen [wie dem EIKE? Anm. d. Übers.] vorgebrachte Argumente, die die Linie der Regierung nicht stützen, können nicht Wissenschaft genannt werden, sondern sollten stattdessen klassifiziert werden als kriminelle Akte. Zufälligerweise ist herausgekommen, dass der Wissenschaftler, der die Bemühungen zur Verfolgung Unschuldiger anführt, „sich selbst und seiner Frau 1,5 Millionen Dollar hat zukommen lassen aus Klima-Zuwendungen für Teilzeit-Arbeit“. Folglich ist Klimatologie ein Zweig der Politik. Quod erat demonstrandum.

Ich bin kein Politiker und kann nicht beurteilen, was dabei herauskommen wird. Aber ich bin ein Wissenschaftler und kann gute Physik von schlechter Physik unterscheiden. Um zu verstehen, warum die oben genannten Behauptungen bzgl. der Atmosphäre falsch sind, ist es erforderlich, zumindest in groben Umrissen, einige komplizierte Statistik und Physik zu betreiben. Versuchen wir es.

Der Rest dieses Beitrags steht hier:

Read the rest of the story here: https://stream.org/climate-change-spin-hot-hottest-year-ever-inside-global-warming-pause/

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/09/23/when-messaging-collides-with-science-the-hottest-year-ever-inside-a-global-warming-pause/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimawahnsinn statt poltischer Vernunft!

Stattdessen machen sich Millionen meist muslimischer Migranten, Kämpfer und Flüchtlinge auf den Weg nach Europa – mit wenig Geld, Berufserfahrung oder dem Wunsch, sich zu assimilieren. Sie verlangen nach dem Eintritt in die EU, deren Energiesysteme, Ökonomien und Wohlfahrtssysteme bereits wackeln oder sich dem Kollaps nähern.

EU-Nationen haben ihre auf Kernkraft und Kohlenstoff basierenden Energiesysteme inzwischen so vollständig verkrüppelt, dass nicht subventionierte Strompreise in Deutschland und Dänemark schon fast zehnmal so hoch liegen wie in den US-Staaten, die sich immer noch auf Kohlestrom stützen. Der Industrieriese Siemens streicht 1600 Arbeitsplätze in seiner Abteilung Energie und Gas; Unternehmen stehen schwer unter Druck, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, und ein jährliches Wirtschaftswachstum von 0,5% wird als „robust“ verkauft.

Folglich sind Präsident Obama, Papst Franziskus, die Europäische Kommission, die UN und viele arme Länder besessen vom – Klimawandel! Das ist Wahnsinn mit Methode durch Anabolika. Die Behauptungen der Alarmisten sind absurd.

„Der Klimawandel stört schon jetzt unsere Landwirtschaft und unsere Ökosysteme, unsere Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln“, schimpfte Obama vor Kurzem. „Falls wir nichts tun, wird projiziert, dass die Temperaturen in Alaska bis zum Ende des Jahrhunderts um 6 bis 12 Grad steigen werden“.

Projiziert von wem? Wer heckt diese Schauermärchen aus? Der natürliche Klimawandel hat das Leben während der gesamten Menschheitsgeschichte gestört. Der Meeresspiegel ist um 400 Fuß [über 120 m] gestiegen, seit die letzten Kilometer dicken Gletscher in den Nordhälften der Kontinente Nordamerika, Asien und Europa abgeschmolzen sind. Wie haben die „gefährdeten“ Pazifikinseln das überstanden?

Einige Gletscher in Alaska haben sich schon seit Jahrzehnten zurückgezogen, aber der Hubbard-Gletscher wächst (hier), und der Rückzug des Eises in der Glacier Bay begann um das Jahr 1750. Das arktische Meereis hat seit 2012 um etwa 26% zugenommen, und zwar einem seit Jahrtausenden verfolgbaren Zyklus folgend. Das Meereis „war dick in den zwanziger Jahren, dünn in den dreißiger und vierziger Jahren, dann wieder dick in den sechziger und siebziger Jahren und wieder dünner während der letzten Jahrzehnte“, sagte der Ozeanograph Igor Polyakov im Jahre 2004.

„Nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter war das Bering-Meer eisfrei, manchmal mit einem Streifen eisfreien Wassers mit einer Breite von 200 Meilen [über 300 km] zwischen Küste und Eiskante“, berichtete der schwedische Polarforscher Oscar Nordkvist im Jahre 1822. „Wir sind erstaunt ob des totalen Fehlens von Eis in der Barrow-Straße“, schrieb Francis McClintock, Kapitän der Fox, im Jahre 1860. „Ich war zur gleichen Zeit schon einmal im Jahre 1854 hier – wo alles noch zugefroren war und Zweifel aufkamen, dem Eis noch entkommen zu können“. Wie können Autos und Kraftwerke all dies verursacht haben?

Mittlerweile ist die Eismasse Grönlands um etwa 200 Kubikkilometer gewachsen – gerade mal seit 2014. Die Wikinger haben in Grönland zwischen den Jahren 900 und 1300 Dörfer gegründet, Landwirtschaft und Viehzucht betrieben [man versuche das mal heute! Anm. d. Übers.], bevor sie von der Kleinen Eiszeit und im Gefolge von Packeis und Gletschern vertrieben worden sind. Das antarktische Meereis erreichte im Mai vorigen Jahres einen neuen Rekordwert, wie das National Snow and Ice Data Center der USA berichtet. Er lag um 12% über dem vieljährigen Mittel des Zeitraumes 1981 bis 2010 und überdeckte eine Fläche fast so groß wie Alaska und Texas zusammen!

Falls es sich wirklich um globale Erwärmung handelt – sollten dann Schmelzvorgänge nicht konstant und global ablaufen?

Papst Franzikus plant nichtsdestotrotz, sich mit Präsident Obama zu treffen, um den „gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel“ zu diskutieren und darüber, wie man eine „bevorzugte Behandlung der Armen“ sicherstellen kann mittels der Einrichtung „sauberer“ Energie-Ökonomien und dem Stopp der „Kohlenstoff-Verschmutzung“. Ihre Bedenken und Lösungen sind illusorisch.

[Dieses Treffen hat bekanntlich inzwischen stattgefunden – mit noch schlimmeren Ergebnissen, als Autor Driessen hier im Folgenden schon befürchtet hat. Anm. d. Übers.]

Sie verdammen fossile Treibstoffe und Kapitalismus – obwohl gerade dies beides vielen Menschen größeren Wohlstand und bessere Gesundheit gebracht hat, viel mehr als jedes anderes System in der Geschichte. Sie bevorzugen den Sozialismus, zentrale Regierungskontrolle, höhere Energiepreise, fundamentale ökonomische Transformationen und Wohlstands-Umverteilunssysteme, wie sie von den UN und Climate Crisis, Inc vorangetrieben werden. Indem sie den ärmsten Völkern der Welt Energie, Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum vorenthalten, wird diese Agenda diesen Ärmsten zu ewiger Armut, Krankheiten und geringer Lebenserwartung verurteilen. Durch das Vorschreiben der Verwendung von Biotreibstoffen, Windturbinen und Solarpaneelen wird Nahrung in Treibstoff verwandelt, wird Mangelernährung zunehmen, werden Wildnis-Habitate zu enorm ineffizienten Energieeinrichtungen und werden zahllose Millionen von Vögeln und Fledermäusen getötet.

Papst und Präsident ignorieren diese Auswirkungen. Sie bestehen unverdrossen darauf, dass der Klimawandel ein weitaus schlimmeres Problem ist und dass moderne Energie-, Haushalts- und Lebensstandards nicht „nachhaltig“ seien. Sie glauben, dass „Moral“, „Klima-Gerechtigkeit“ und „bevorzugte Behandlung“ bedeuten, die Menschen vor hypothetischen, übertriebenen und fabrizierten Klimakatastrophen zu bewahren, die in 25, 50 oder 100 Jahren von heute an auftreten sollen – indem Millionen Arbeitsplätze vernichtet werden und die Armen dieser Welt abgeschnitten von Energie und verarmt gehalten werden sollen, jetzt und in alle Ewigkeit.

Papst und Präsident schmähen das Pflanzen düngende Kohlendioxid (hier) als „Kohlenstoff-Verschmutzung“ und sagen, dass dieses Gas mit einem Anteil von 0,04% an der Erdatmosphäre an die Stelle der mächtigen natürlichen Kräfte getreten ist, die schon immer Klima- und Wetterfluktuationen angetrieben haben. Sie missachten Daten von Satelliten und Wetterballonen sowie Aufzeichnungen der East Anglia University, welche belegen, dass es seit mindestens Ende 1997, wenn nicht schon seit 1995, keine planetarische Erwärmung mehr gegeben hat.

Sie ignorieren beflissen die Tatsache, dass selbst die volle Umsetzung des betrügerischen und destruktiven Clean Power Planes der EPA im besten Falle einen Temperaturanstieg von lediglich 0,03°F sowie einen Anstieg des Meeresspiegels um lediglich 0,01 Inch verhindern könnte, beides bis zum Jahr 2100. Und diese „Vorteile“ gehen davon aus, dass allein CO2 der Schuldige des Klimawandels ist.

Wie andere Klimaalarmisten auch weigern sie sich zu erkennen, dass bereits etwa 2300 Kohlekraftwerke weltweit in Betrieb sind und dass fast 2200 weitere in Planung, im Bau oder gerade fertig gestellt sind. Fast 900 dieser Kraftwerke sind allein in China und Indien geplant. In kaum zehn Jahren. Der Energieverbrauch in Asien wird um 31% zunehmen, und zwei Drittel der Nachfrage werden durch Öl. Erdgas und Kohle gedeckt werden. Eine Schließung derselben in den USA würde also überhaupt nichts bewirken.

Die entwickelten Länder haben sich eine gewaltige Grube gegraben – und sind hinein gefallen. Ihre permanenten Hasstiraden über den „katastrophalen, vom Menschen verursachten Klimawandel“ treiben die Politik vor sich her, die Energie auf der Grundlage von Kohlenstoff, wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in einstmals reichen Nationen abwürgen sollen, während man den Entwicklungsländern vermittelt, sie sollen uns für Klimaschäden haftbar machen.

Im Anschluss an Obamas jüngster GLACIER-Konferenz in Anchorage haben es China, Indien und Russland (drei der am meisten CO2 emittierenden Nationen) abgelehnt, eine nicht bindende Erklärung zu unterzeichnen, mit der das Abschmelzen der Arktis und der Klimawandel bekämpft werden soll. Fast alle Entwicklungsländer sind gegen Übereinkünfte über bindende Emissionsziele oder sogar „obligatorische Überwachungs-Verfahren“ ihrer freiwilligen Bemühungen, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Inzwischen bestehen sie sogar auf Zahlungen in Höhe von 100 bis 400 Milliarden Dollar pro Jahr zur „Abschwächung des, Anpassung an und Ausgleichszahlungen für“ den Klimawandel, plus den kostenlosen Transfer von Energie-Technologien.

Dänemark verabschiedet sich von Plänen, bis zum Jahr 2050 alle Kohlekraftwerke abzuschalten und frei von fossilen Treibstoffen zu sein. UK beschneidet seine Subventionen für Windenergie und schreitet voran mit Plänen zum Fracking, um mehr Kraftwerke dadurch zu betreiben. Aber inzwischen rumpft Mr. Obama seine Nase vor dem Kongress und den amerikanischen Wählern und seinen Arbeitslosen – und führt sogar noch weitere Restriktionen hinsichtlich des Verbrauchs von Kohle und Erdgas ein sowie mehr Subventionen der Steuerzahler für Wind-, Solar- und Biotreibstoff-Programme, zusätzlich zu Vorschriften bzgl. Wasser, Ozon und Ähnlichem. Dies wird Billionen Dollar kosten, den Atmen und Familien mit mittlerem Einkommen schwere Kosten auferlegen und nur wenige oder gar keine Vorteile hinsichtlich Gesundheit oder Ökologie bringen.

Die von Präsident Obama, Papst Franziskus, den UN und Climate Crisis, Inc. vorangetriebene Agenda bedeutet, dass unsere bedrängten Massen gezwungen werden zu weiterem Mangel, weiter sinkendem Lebensstandard, noch weniger Arbeitsplätzen und Gelegenheiten. Aber natürlich wird all dies „fair und gleichmäßig“ auf alle verteilt – durch herrschende Eliten und deren Gefolgsleute, deren Schreibtisch-Jobs, sechsstelligen Gehälter und üppige Lebensstile geschützt werden durch die gleichen exekutiven Kräfte, die sie beschäftigen, um den Planeten vor Raubvögeln und Kobolden des Klimas zu schützen.

Es ist an der Zeit, dass der Kongress Gesetze erlässt, die Obamas Energie- und Klimadiktaten die finanzielle und gesetzliche Grundlage entzieht – und den Demokraten droht, die dagegen stimmen und sich für diesen destruktiven Griff der Exekutive aussprechen.

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Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow, author of Eco-Imperialism: Green power – Black death, and coauthor of Cracking Big Green: Saving the world from the Save-the-Earth money machine.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/09/21/climate-insanity-on-steroids/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Urkomische Behauptung: „wir wissen, wann die globale (hust, hust) Erwärmung zum ersten Mal in den Temperaturaufzeichnungen – ähm – in den Modellen hervortrat“.

Dann liest man da nämlich Folgendes:

Nichtsdestotrotz haben sich den Modellbeweisen zufolge sowohl Warm- als auch Kaltextreme in vielen Gebieten ausgebreitet.

Da muss ich mich fragen, ob diese Herrschaften eigentlich ihre eigenen Presseerklärungen lesen und eine Plausibilitätsprüfung durchführen. Angesichts des Umstands, dass UNSW die Quelle vom „Ship of Fools“-Fiasko von Dr. Chris Turney ist (hier), wohl eher nicht.

Forscher enthüllen, wann die globale Erwärmung zum ersten Mal offenbar wurde

Wann die globale Erwärmung eindeutig in den Temperaturaufzeichnungen hervortrat.

In dieser Abbildung werden die mittlere Zeit des anthropogenen Auftretens (TAE) sowie zonal gemittelte Signale und Rauschen für Klimamittel und -extreme gezeigt. In (a) und (b) sind TAE-Verteilungen gezeigt über 23 Modellsimulationen der mittleren Temperatur. (c) und (d) zeigen die höchste tägliche Maximum-Temperatur, (e) und (f) die niedrigste tägliche Minimum-Temperatur. (g) und (h) zeigen die Gesamt-Niederschlagssumme und (i) und (j) die maximale Tagesmenge des Niederschlags. Die Teilbilder (a), (c), (e), (g) und (i) stehen für die Monate Juni bis August, (b), (d), (f), (h) und (j) für die Monate Dezember bis Februar. Zonal gemittelte Werte von Signal (rot) und Rauschen (schwarz) sind gezeigt, wo das Signal gleich der mittleren Differenz der Variable zwischen 1989 und 2039 ist, und Rauschen ist die Standardabweichung der Variablen von 1860 bis 1910.

Die Anzeichen von Klimawandel sind rings um uns, aber jetzt haben Forscher zum ersten Mal gezeigt, wann und wo die ersten eindeutigen Signale globaler Erwärmung in den Temperaturaufzeichnungen aufgetaucht sind und wo jene Signale wahrscheinlich eindeutig ausgemacht werden können hinsichtlich extremer Regenfälle in naher Zukunft.

Die neuen, in den Environmental Research Letters veröffentlichten Forschungsergebnisse geben Einsicht in die globalen Auswirkungen, die schon jetzt zu fühlen sind, sogar schon in diesem frühen Stadium, und wo sich jene Auswirkungen wahrscheinlich während der kommenden Jahre verstärken werden.

„Wir untersuchten mittlere und extreme Temperaturen, weil diese immer als die Maßgabe projiziert wurden, die bzgl. der globalen Erwärmung am empfindlichsten reagiert“, sagte der Leitautor vom ARC-Centre of Excellence for Climate System Science, Dr Andrew King.

„Bemerkenswerterweise zeigt unsere Forschung, dass man schon seit den sechziger Jahren in den Tropen eindeutige Anzeichen globaler Erwärmung erkennt. In Teilen Australiens, Südostasiens und Afrikas war dies sogar schon in den Vierziger Jahren erkennbar“.

Der Grund dafür, dass die ersten Anzeichen hinsichtlich mittlerer Temperatur und extremer Regenfälle in den Tropen erkennbar sind, dass die Bandbreite der auftretenden Temperaturen dort viel geringer ist. Dies bedeutet, dass geringe Temperaturverschiebungen aufgrund der globalen Erwärmung dort leichter zu erkennen sind.

Das erste in den Tropen auftauchende Signal war die Änderung der mittleren Temperaturen. Spätere Extremtemperatur-Ereignisse zeigten ein Signal globaler Erwärmung.

Näher an den Polen war ein eindeutiges Signal globaler Erwärmung erst später erkennbar, aber im Zeitraum 1980 bis 2000 zeigten die Temperaturaufzeichnungen in den meisten Gebieten der Welt eindeutige Signale globaler Erwärmung.

Eine der wenigen Ausnahmen dieses eindeutigen Signals fand sich in großen Teilen des US-Festlandes, besonders an der Ostküste und in den zentralen US-Bundesstaaten. In diesen Gebieten müssen sich offensichtliche Erwärmungssignale den Modellen zufolge erst noch manifestieren, aber es ist zu erwarten, dass diese im nächsten Jahrzehnt auftreten.

Während Temperaturaufzeichnungen allgemein ausgeprägte Hinweise auf globale Erwärmung zeigen, ist hinsichtlich starker Regenfälle ein solcher Hinweis noch nicht erkennbar. Die Modelle zeigen eine allgemeine Zunahme extremer Regenfälle, aber das Signal globaler Erwärmung war nicht stark genug, um schon über die erwartete natürliche Variation hinauszugehen.

„Wir erwarten, dass die ersten Extremregen-Ereignisse mit einem klaren Signal globaler Erwärmung während des Winters in Russland, Kanada und Nordeuropa auftreten, und zwar während der nächsten 10 bis 30 Jahre“, sagte Mitautor Dr. Ed Hawkins vom National Centre for Atmospheric Science at the University of Reading, UK.

„Dies wird wahrscheinlich ausgeprägte Niederschlags-Ereignisse zusätzlich zu den bereits bestehenden Trends hin zu zunehmend nassen Wintern in diesen Regionen bringen“.

Wichtig: diese Ergebnisse korrespondieren eng mit Datensätzen von Beobachtungen, die vom IPCC in seinem jüngsten Bericht herangezogen werden (Chapter 10 – Detection and Attribution of Climate Change), welche zunehmende Temperaturen verursacht durch die globale Erwärmung zeigen.

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Hier folgt noch das Abstract. Jawohl, es stimmt, die Überschrift sagt es: Das gesamte Machwerk ist eine Simulation! Dies geht aus der Presseerklärung der Autoren nicht ganz so klar hervor, wenn sie darin schreiben:

…jetzt haben Forscher zum ersten Mal gezeigt, wann und wo die ersten eindeutigen Signale globaler Erwärmung in den Temperaturaufzeichnungen aufgetaucht sind…“

Oh weh, oh weh! Modellergebnisse sind doch keine tatsächlichen Temperaturaufzeichnungen!

The timing of anthropogenic emergence in simulated climate extremes
Andrew D King, Markus G Donat, Erich M Fischer, Ed Hawkins, Lisa V Alexander, David J Karoly,Andrea J Dittus, Sophie C Lewis, and Sarah E Perkins

Abstract
Die Bestimmung des Zeitpunktes, ab dem sich das Klima von seinem natürlichen Zustand durch anthropogene Einflüsse zu ändern beginnt, kann helfen, Anpassungs- und Abschwächungs-Strategien bzgl. des Klimawandels zu entwickeln. Frühere Studien haben die Zeit des Auftauchens von Klima-Mittelwerten untersucht. Allerdings wurde das Auftreten von Änderungen von Extremereignissen im globalen Maßstab, welche die stärksten gesellschaftlichen Auswirkungen haben, zuvor noch nie untersucht. Auf der Grundlage von aktuellen Klimamodellen zeigen wir, dass sich Temperaturextreme allgemein etwas später von ihrem quasi-natürlichen Klimazustand abzeichnen als saisonale Mittelwerte, und zwar infolge der größeren Variabilität der Extreme. Nichtsdestotrotz haben sich den Modellbeweisen zufolge sowohl Warm- als auch Kaltextreme bereits in vielen Gebieten ausgebreitet. Bemerkenswerterweise wird sogar projiziert, dass Niederschlags-Extreme trotz ihrer sehr großen Variabilität während der nächsten Jahrzehnte im nordhemisphärischen Winter mit einem Trend zu stärkerem Niederschlag hervortreten. Auf der Grundlage unserer Ergebnisse erwarten wir, dass lokale Temperatur- und Niederschlags-Extreme bereits jetzt signifikant von ihrem vorherigen quasi-natürlichen Zustand in vielen Gebieten abweichen oder dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird. Unsere Ergebnisse enthalten Implikationen für Klimaauswirkungen, und Studien bzgl. Erkennung und Zuordnung, die sich mit beobachteten Änderungen regionaler Klimaextreme befassen, werden vermutlich einen Fingerabdruck des anthropogenen Klimawandels zeigen.

Quelle: http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/10/9/094015/meta

Die Studie ist offen zugänglich, falls man sich mit deren Lektüre abquälen möchte: http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/10/9/094015/pdf

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/09/22/hilarious-claim-we-know-when-global-cough-cough-warming-first-appeared-in-the-temperature-record-er-models/

Übersetzt von Chris Frey EIKE