Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif bekommt den Deutschen Umweltpreis und ein Preisgeld in Höhe von 245.000€.

von Michael Krüger
Geomar-Direktor Peter Herzig über Mojib Latif: „Mojib Latif hat sich in den letzten Jahrzehnten in beeindruckender Weise für den Schutz des Klimas eingesetzt“. „Er ist das deutsche Gesicht des Klimaschutzes und hat sich als exzellenter Wissenschaftler auch international einen Namen gemacht.“ Seine Aussagen seien immer faktenbasiert. „Seine Botschaften werden gehört, von der Vorstandsetage bis hin zum Normalbürger.“
Bundespräsident Joachim Gauck wird die Auszeichnung am 8. November bei einer Festveranstaltung in Essen überreichen.

Zur Erinnerung, einige faktenbasierte Aussagen vom Mojib Latif zu 20 kalten Wintern.

Zitate von Mojib Latif:

1990

“Ein Szenario würde z.B. bedeuten, dass Mitte des nächsten Jahrhunderts, falls wir unsere Politik nicht drastisch ändern, unser Verhalten nicht drastisch ändern, dass tatsächlich bis zur Mitte des nächsten Jahrhunderts die Globaltemperatur um 3 bis 4 Grad ansteigen kann.”

1997

“Die Nordatlantische Oszillation hat sich in den letzten Jahren umgestellt und wir sind jetzt in einer Phase relativ schwacher Nordatlantischer Oszillation und wir erwarten, ähnlich wie in den sechziger Jahren, relativ kalte Winter in der Zukunft.”

2000

“Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”

2008

Latif zu seiner Aussage von 1997:

“In der Wissenschaft, oder in der Klimaforschung, da arbeitet man ja auch immer so ein bisschen mit Ungenauigkeiten, also wie gesagt, mal abwarten …”

2009

“Wir haben einen bestimmten Hang, in bestimmten Fachzeitschriften, die sehr populär sind, dass nur Dinge veröffentlicht werden, die spektakulär sind. Und das verleitet Wissenschaft jeder Richtung, nicht nur in der Klimaforschung, dazu ihre Resultate so spektakulär wie möglich zu beschreiben. Weil dieses letztendlich auch in der Forschungsförderung honoriert wird.”

“Wir befinden uns im Moment in einer Atempause, dass heißt, wir verharren bei der Temperatur auf hohem Niveau.” … “Wir müssen offensiv in der Öffentlichkeit vertreten, dass es eben Schwankungen gibt, dass wir nicht erwarten können, dass wir Jahr für Jahr immer neue Temperaturrekorde erreichen, denn sonst werden wir irgendwann ein Problem bekommen. Wenn wir beispielsweise einen kalten Winter bekämen, dann müssen wir uns rechtfertigen.”

“Wir beobachten in den letzten Jahren, dass sich die Temperaturen im Bereich des äquatorialen Ostpazifik und im Bereich des südlichen Ozeans abkühlen und das wirkt eben der langfristigen globalen Erwärmung entgegen.” … “Ich selbst als Klimaforscher muss mir vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, dass wir die Rolle der natürlichen Schwankungen vielleicht nicht deutlich genug gemacht haben, denn wir können einfach nicht erwarten, dass es Jahr für Jahr immer wärmer wird, weil diese natürlichen Schwankungen den langfristigen Erwärmungstrend halt maskieren können.”

2013

Der neue IPCC-Bericht zeige, dass der Klimawandel nicht vorbei sei, sondern unvermindert fortschreite, sagte der Professor vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Freitag beim Abschluss des 8. Extremwetterkongresses in Hamburg.

2015

Der Klimaforscher Mojib Latif vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung rechnet damit, dass sich die Erderwärmung in den kommenden Jahren beschleunigen wird. „Spätestens nach 2020 werden die Temperaturen wieder stark ansteigen“, sagte Latif dem Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘. „Dann wird es noch schneller wärmer werden auf dem Planeten, als wir es selbst in den Achtziger- und Neunzigerjahren erlebt haben.“

TV-Höhepunkte

2008 wird Mojib Latif in der Sendung DAS! zum „Sarotti-Mohr“ (Video ab 4:30 min).

Zuvor trat er in selbiger Sendung schon als Astronaut auf.

 

 Der Beitrag wurde von ScienceSceptical übernommen

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18 Kommentare

  1. @ #11 M. Ollien

    „Reicht das um Juristisch gegen Herrn Latif vorzugehen?“

    Was werfen Sie ihm denn vor? Daß er seine Voraussagen auf physikalisch/mathematische Modelle stützt? Das seine Voraussagen nicht eingtroffen sind? Jedermann weiß doch, daß der tägliche Wetterbericht (Wettervorhersage für den Tag, die Woche) nie zu 100% zutrifft bzw. zutreffen kann. Wie soll da jemand das gemittelte Wetter in 1, 2, 5, 10, 25 oder 100 Jahren voraussagen können?

    Andererseits können die Globalen Zirkulationsmodelle (GCM = vulgär Klimamodelle) eine ganze Menge. Nur können Sie von Mojib Latif nicht erwarten, daß er die Defizite explizit herausstellt, denn dann gibt es kein Geld mehr für die Forschung und die ist bitter nötig, um sich auf die regelmäßig wiederkehrenden Dürren und Überflutungen durch Vorsorge wappnen zu können. Die Zusammenhänge im System Sonne, Ozean, Land und Atmosphäre ist zu komplex, um die mit statistischen Methoden aufdröseln zu können. Wenn über ein Jahrzehnt hinweg, wie in den 30er Jahren aufgrund von Dürre heutzutage die US-Ernten um 50% einbrechen würden und anderswo keine Kompensation möglich ist, weil es da zu naß oder ebenfalls zu trocken ist, dann hat die Weltbevölkerung ein riesiges Problem. Hunger ist derzeit kein Produktionsproblem, sondern ein Verteilungsproblem. Und da wäre es schon gut zu wissen, ob bzw. unter welchen Eingangsparametern sowas überhaupt möglich ist. Das kann man nur mit Modellen Erklären, nicht mit Statistik, denn die Messungen der Meteorologen in der Vergangenheit und auch jetzt sind schlichtweg zu ungenau. Wissen Sie wieviele Radiosondenstationen es global gibt, die alle 12 Stunden wie mit einem Nadelstich im Heuhaufen die Atmosphäre vermessen? Wieviele gibt es in den Wasserwüsten? Da wird das Wetter gemacht und nicht über Land.

    Und jetzt vergleichen Sie mal die Versprechungen und Prognosen der Politiker mit denen von Latif. Die sind es, die sinnlos das Geld verbraten. Mojib Latif liefert immerhin noch Forschungsergebnisse ab. Das Einzige, was man ihm vorwerfen kann ist die Tatsache, daß er sich außerhalb seines Fachgebietes betätigt und unsustantiiert behauptet, daß die sog. „EE“ das von ihm geglaubte – und wer glaubt nicht an seine Forschungsergebnisse im eigenen Fach – Klimaproblem lösen können. Das ist schlichtweg falsch, denn von Ökonomie (VWL, BWL und Ökonometrie) versteht er recht wenig. Selbst Ökonomen (Volkswirten) passiert es, daß sie die Lernkurve mit einer Fixkostendegression oder den Folgen anderer Effekte physikalischer Art, wie die Zunahme des Windes mit der Höhe, verwechseln. Darauf beruht übrigens der Glaube an die immer billiger werdenden Stromerzeugungsmaschinen mit dem Propagandanamen „Windkraftwerke“.

  2. In dem Deutschland in dem ich heute lebe wird Betrug grosartig belohnt.
    245000 Euro für Wissenschaftlichen Betrug.
    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
    Aber er hat wohl mit der Kanlerin zusammen hehere Ziele.
    Laut einem Artikel aus Politicali Inkorekt
    PI-news.net will die Kanzlerin UN General Sekretär werden, was ihr ganzes aggieren erklärt.
    Warscheinlich wird Herr Mojib Lativ dann dort einen Posten bekommen.
    Dieser xxxxxxxxxxxxxxxxx.

    Am 8.11. ist die Übereichung, nun dann hoffe ich mal auf Schnee am 8.11. in Essen.
    In Ohnmacht Thomas Lutz

  3. #11 Manfred Oellien

    Eigentlich normaler Weise schon. Aber davon soll sich jeder nach Sichtung des Videos selbst ein Bild machen. Es gibt auch noch zusätzlich einen grossen Widerspruch zwischen einer Behauptung der DBU und Behauptungen von Mojib Latif, den ich auch im Video thematisieren werden. Insofern ist noch zusätzlich kurios und dubios, warum und wieso ausgerechnet dieser Scharlatan Latif diesen Umweltpreis von der DBU bekommt. Denn Latif „widerspricht“ aktuell laufend einer „Klimawandel-Behauptung“ der DBU aus dem Jahr 2009.

  4. Als ich in den Nachrichten von der Verleihung des deutschen Umweltpreises an Mojib „Es gibt keinen Schnee mehr“ Latif hörte, dachte ich auch zuerst, ich wäre in eine Satiresendung geraten. Aber nein, es war den Nachrichtenmachern offensichtlich ernst. Nun muss man wissen, dass die „DBU“, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Nicht etwa die „Deutsche Barkeeper Union“!) eine Stiftung ist, die über 1 Milliarde Euro an Steuergeldern, also Volkseigentum, verwaltet. Wer sich dann die Arbeit macht, die Kuratoriumsmitglieder, die für diesen Vorgang verantwortlich sind, einzusehen, wird dort auf die üblichen Verdächtigen treffen. Es ist also nicht verwunderlich, dass Latif den Preis bekommt, es ist eher verwunderlich, dass er ihn erst jetzt bekommt. Es ist wie überall in diesem Staat, die Systemkonformen überhäufen die Systemkonformen mit Preisen. Wahrheit und wissenschaftliche Qualität müssen da zurückstehen.

  5. Klappern gehört zum Handwerk. Und letztendlich sagt er ja nichts, was falsch ist. Meteorologen haben während ihres Studiums gelernt, daß alle Wetterprognosen fehlerbehaftet sind und die Trefferwahrscheinlichkeit für 24 Stunden im Bereich von 85 bis 95% liegt. Der Dummy – morgen herrscht dasselbe Wetter wie heute – hat in etwa eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 65%. Die Quintessenz seiner Aussage besteht darin das in Worte zu kleiden, was die Globalen Zikulationsmodelle (vulgo: Klimamodelle), ein sehr grober Abklatsch der Realität, an Output liefern.

    Leider hat er sich wieder mal zu den Kosten des sog. Klimawandels bzw. seiner Vermeidungskosten – Voraussetzung er wäre vermeidbar = CO2- plus H2O-Verstärkerhypothese ist korrekt – geäußert.
    Und da liegt er falsch, denn ökonomische Kompetenz hat er nicht. Die Nutzung der sog. „EE“, die er propagiert, ist extrem teuer und Anpassung an den Klimawandel ist billiger. Die Menschheit und die Flora und Fauna haben diverse Klimawandel in der behaupteten zukünftigen Größenordnung mehrfach adaptieren können.

    Deshalb gilt das, was Richard Tol sagt: Anpassung ist billiger als die CO2-Emissionsvermeidung. Oder anders gesagt: Die CO2-Vermeidung kostet mehr Wohlstand als die Anpassung an geänderte Verhältnisse.

  6. Mojib Latif war es, der mit seinem unsinnigen Geschwätz mich seit Anfang der 80ger auf die Palme gebracht hat.
    Kurz nach dem Studium, dann solchen Unsinn in den öffentlichen Medien präsentiert zu bekommen…
    Das hat mein Vertrauen in Wissenschaft und in die demokratischen Institutionen tief erschüttert.
    Das allerdings wurde wiederum später von anderen noch locker getoppt.
    Insofern, gut das es ihn gibt, das solche Spinner Preise kriegen, sehe ich positiv.
    Keiner ist so schlecht dass er nicht noch als schlechtes Beispiel dienen kann.
    Nicht einmal Mojib Latif.

  7. Dieser Preis wird verliehen von der „Deutsche Bundesstiftung Umwelt“ DBU.
    Bis jetzt hatte ich von dieser Stiftung noch nichts gehört, – da wird man neugierig.
    Es ist die grösste Stiftung Europas und wurde 1989 vom Privatisierungserlös der Salzgitter AG Stahlwerke gegründet. Ausgestattet mit 1,3 Milliarden Euro, Stiftungsvermögen inzwischen 1,8 Milliarden.
    Unglaublich, da verkauft der Staat sein Tafelsilber und gibt das Geld dann für Firlefanz aus!

  8. Ich weiß nicht von wem der Spruch stammt: „Die Lüge braucht die Stütze des Staates, die Wahrheit steht von alleine1“ Trifft auch in diesem Fall zu.
    Deshalb wahrscheinlich die Preisübergabe durch den Gauck`ler – spricht für sich selber!

  9. Wenn zeitlich alles klappt, werden wir vom Klimamanifest.ch am 26.10.2015 das 7. Video unserer 3. Staffel veröffentlichen, was Mojib Latif unzweifelhaft als Schwindler, Lügner und Scharlatan (und auch wissenschaftlichen Betrüger) entlarven wird.

    Es ist wirklich unglaublich, mit welcher sich in Sicherheit wiegender Dreistigkeit dieser Scharlatan Latif in der Öffentlichkeit agiert und seinen sichselbstwidersprechenden Blödsinn seit Jahren verbreitet und keiner stellt diesen Scharlatan mal zur Rede und spricht ihn auf seine Widersprüche mal an.

    Aber wir werden das ab 26.10. durch unser Video tun.

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