Wahr oder Unwahr – Analyse eines Katastrophenpredigers

Der Gegenkommentar zum Handelsblatt
von Andreas Demmig (EIKE)
Der Klimazirkus in Paris wirft seine Schatten voraus, selbst sich als seriös gebende Zeitungen können sich aus der vorbereitenden Propaganda nicht ganz ausklinken.
Ich sammle schon länger Ausschnitte oder Kopien der Beiträge, hier ein Beispiel für das Handelsblatt vom 7.August 2015, in dem auf der zweitbesten Seite, der letzten, ein absoluter Fanatiker der Katastrophenvertreter zu Wort bzw. zu Wörtern kommt. Der Inhalt hat mich dann zu einem Leserbrief an den HB animiert. Eins ist klar, ohne die Beschäftigung mit Eike wäre es mir als „Normalmensch“ nicht möglich, Wahr- und Unwahrheit zu erkennen, bzw. misstrauisch zu werden.

Zur Ehrenrettung des HB merke ich gerne an, dass sich die Anzahl der Beiträge zu Klima und Energie bzgl. Alarmismus und Realität etwa die Waage halten. Die Redakteure /innen haben eben auch ihre Zielgruppen, inzwischen weiß ich, wer was-und-wie schreibt. Hier mal ein Versuch, wie ich Ihnen, unseren Lesern Kommentar – siehe pdf im Anhang – und Gegenkommentar nahebringen kann. Quellenangaben für die Gegendarstellungen im Anhang.

Handelsblatt vom 7.August, 2015, Seite 64 

 

Hinweis: Alle Ausschnitts-Kopien in diesem Beitrag stammen von der Druckausgabe des HB, dessen Abonnent ich bin. Auf alle im Text von Lester Brown aufgeführte Behauptungen einzugehen, würde den Umfang eines Leserbriefes sprechen. Müßig zu erwähnen, dass ich keine Reaktion bekommen habe.

Ich denke, es ist nicht überraschend, dass Lester Brown nun auch den „katastrophalen Klimawandel“ beklagt, obwohl die Realität keinerlei Anzeichen dazu erkennen lässt und als Gegenmittel die „erneuerbaren Energien“ beschwört. Ist beides so falsch wie seine fast 40 Jahre apokalyptischen Voraussagen über die globale Lebensmittelknappheit und den Zusammenbruchs der Landwirtschaft? Was erstaunlich für mich ist, dass respektable Zeitschriften wie das Handelsblatt so einem wie ihm auch noch die beste Druckseite opfert. Sein Earth-Policy-Institut ist vergleichbar mit dem Club-of-Rome, Vorhersage von Katastrophen und Angstmache sind ihre Geschäftsmodelle.

In USA ist die Energiewende mit gerade mal 4% Anteil der Erneuerbaren bei weitem kein Erfolgskonzept. Der einsame Beschluss von Präsident Obama deren Anteil auf 28% bis 2030 zu steigern, bedeutet, dass noch fast 7-mal so viele Wind- und Photovoltaikanlagen gebaut werden müssten. In einem hat Lester Brown Recht, es stehen knallharte Kapitalinteressen dahinter – und keinerlei „menschenfreundliches Handeln“.

 Amerikanische Großanleger wie z.B. Elon Musk und seine Tesla und Solarcity Unternehmen haben bereits 4,9 Mrd.$ an Steuerzahler finanzierten Subventionen [1]eingesteckt und sogar die langfristige Profitabilität hat die Almosen noch nicht beendet. [2]

 Elon Musk hält zahlreiche persönliche Kontakte zu Amtsstuben der Legislative, um mehr solcher Systeme zu fördern und stimmt seine Bemühungen ab mit denen von Eric Schmidt, Nat Simons, Tom Steyer, Al Gore und den Mitgliedern des Clean Tech Syndicate [3]: elf geheimnisvolle Familien mit einem Gesamtvermögen von über 60 Milliarden US-Dollar, die durch Steuerzahler und Verbraucher noch reicher werden wollen.

Sie gehen davon aus, dass gefälschte Klima Katastrophen ihnen weiterhin Milliarden von Klima-Geld-Subventionen aus Washington und den Landeshauptstädten bringt, zusammen mit mehr Ausnahmen bei vom Aussterben bedrohten Arten [4] und den Umweltschutzgesetzen [5] [6] und Verordnungen, die bei fossilen Brennstoff Projekten mit aller Macht angewendet werden.

Googles Wissenschaftler [7] haben eingestanden, dass die bestehenden und kurzfristigen verfügbaren erneuerbaren Energietechnologien einfach nicht wie beworben funktionieren und ihre politischen oder Klima Versprechungen nicht erfüllen können. Die Technologien sind "all hat, no cattle“ [Phrase, „Windei“ erscheint mir treffend]. Für das erwähnte Vorzeigeprojekt in Kalifornien wollen Google und NRG [Großer Energieversorger, EE] jetzt einen 539-Millionen$ Zuschuss des Bundes [8], um das 1,6 Milliarden US-Dollar Darlehen der Steuerzahler abzulösen, für die Vogel-Röstanlage [8] , genannt Ivanpah Concentrated Solar Power, weil es nicht funktioniert und viel Erdgas braucht, um seinen Wasserspeicher heiß zu halten. Die staatlichen Standards für erneuerbare Energien werden nicht erfüllt.

Auch andere Obama Energie "Investitionen" sind in roter Tinte ertrunken, die Steuerzahler bleiben zurück, um die Rechnung zu bezahlen: Solyndra, Abound Solar, Solar Trust, Ener1, Beacon Power, et cetera, et cetera, et cetera.

Deutschland, mit der höchsten Umsetzung von erneuerbaren Energien als jedes andere Land, fand heraus, dass es die Kohle- und Erdgaskraftwerke braucht, um die Netzstabilität zu erhalten. Als Ergebnis der Politik, die „Erneuerbaren“ wie Sonne und Wind zu begünstigen, muss Deutschland seine fossil befeuerten Kraftwerke mit Zwang im unwirtschaftlichen Betrieb halten oder sie zu subventionieren, um eine planbare Energieversorgung zu erhalten.

Letztlich erhöhen wir tatsächlich die Kosten, denn wir müssen für redundante Netzteile zahlen – die, die kein Geld für Investitionen haben, müssen auch die Profite der Anleger von erneuerbaren Energien decken.

Das in USA bereits vier Bundesstaaten bereits mehr als die Hälfte ihres Strombedarfs aus Windenergie decken, gehört ins Reich der Mythen, ohne back-up Kraftwerke kann auch dort nicht ein einziger Haushalt seinen Strombedarf zuverlässig decken.

Für erneuerbare Energien, die genauso kostenlos zu finden sind wie alle Rohstoffe die uns die Erde so verschwenderisch anbietet, ist die geringe Energiedichte der Pferdefuß, dass die Industrieanlagen so überaus teuer und letztlich auch umweltzerstörend sind. Nischenanwendungen lassen sich finden, aber für eine zuverlässige und planbare Energieversorgung von modernen Industrien und Lebensstandards bleiben sie ohne Zwangssubventionen chancenlos.

Und dann der – temperaturneutrale – Klimawandel, den es schon immer gegeben hat.

Es sind nun mehr als 18 Jahre, das die globale Temperatur sogar gesunken ist und das bei gestiegenem CO2 Gehalt. Die Pflanzen freuen sich darüber, wie jeder Gärtner weis. Geschützt werden soll das Wetter gestern, den Klima ist nur die Bezeichnung für vergangene Wetterdaten. 

Dipl.-Ing. Andreas Demmig

Die angefügte PDF zeigt die Seite des Handelsblattes, zusammengefügt aus "kleineren" scans (Ich habe nur ein DIN A4 Scanner)

Quellen:

[1] http://powerrfuture.com/elon-musks-growing-empire-is-fueled-by-4-9-billion-in-government-subsidies/

[2] http://www.usnews.com/opinion/blogs/economic-intelligence/2013/12/30/teslas-profitability-hasnt-stopped-the-government-handouts

[3] http://fortune.com/2015/04/25/billionaires-versus-big-oil/

[4] https://www.masterresource.org/cuisinarts-of-the-air/wind-power-bats-double-standard/

[5] http://wattsupwiththat.com/2015/07/10/the-green-mirage-and-con-job/

[6] http://news.heartland.org/newspaper-article/2014/09/10/california-considering-environmental-law-waiver-lure-tesla

[7] http://powerrfuture.com/what-it-would-really-take-to-reverse-climate-change/

[8] http://www.foxnews.com/politics/2014/11/08/world-largest-solar-plant-applying-for-federal-grant-to-pay-off-its-federal/

[9] http://news.heartland.org/newspaper-article/2014/09/15/california-solar-towers-blamed-massive-bird-kills

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5 Kommentare

  1. Schön hier zu lesen, dass andere auch Höhler, Haisenko, Popp, Mr. Dax, usw. kennen und lesen. Die Liste wäre beliebig verlängerbar.
    Diese Leite liefen jene Mosaiksteine die man braucht um ein Weltbild heutzutage noch halbwegs logisch zusammenzusetzen.

    Wir zerschellen zwischen „Ausgebildeten“, nicht
    Gebildeten!
    Jeder weiß was das Wort „aus“ bedeutet.
    Die deutsche Sprache ist sehr präzise.
    Gute Nacht.

  2. #2: Vaclav Endrst

    Sehr geehrter Herr Endrst,
    danke für das Kompliment.

    Bzgl. Angie Raute sind Sie auf der richtigen Spur.
    „TINA“ habe ich erstmalig von Frau Prof. Höhler gehört, die Angela Merkel damit klassifizierte: „There is no alternative“.
    Als Ergebnis wird damit jedwede Diskussion abgewürgt.

  3. Sehr geehrter Herr Demmig,

    vielen Dank für Ihren erhellenden Mix aus Polemik, Rechtschreibfehlern und und einem im letzten Absatz angeführten Argument, das auch durch x-fache Wiederholung nichts von seiner wissenschaftlichen Unhaltbarkeit verliert.

    Freundliche Grüße,
    Valentin Ludwig

  4. Im Wirtschaftsteil der SZ vom 10.05.1999 war ein Artikel über >Wirtschaften in den USA< unter dem Titel "Wer deutsch denkt, verliert" mit dem Untertitel "In den USA scheitern 70% der dort engagierten deutschen Firmen". Grund ist u.a. eine vollkommen verschieden Einstellung zur Wahrheit. Wenn man im HB liest, daß Firmen wie Intel, Mikrosoft, Unilever, etc. zu 100% Ökostrom verwenden, dann dürfte dies gelogen sein, so wie die "Hälfte des Inhaltes normalerweise frei erfunden" ist (bei Stellenbewerbungen). Bekannt war auch der "cant", eine besondere Art der angelsächsischen Heuchelei, bei dem der Heuchler nicht einmal merkt, daß er heuchelt. Beispiel ist die Begründung des zweiten Irak-Krieges vor der UNO, auch der Artikel im HB ist cant bis zur letzten Zeile. Der Artikel in der SZ endet mit dem Satz: "Positives Denken ist angesagt, selbst wenn die Pleite droht." In dem HB-Artikel von Lester Brown kann man dies bestätigen.

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