Das IPCC hat KEINERLEI Glaubwürdigkeit

Allan MacRae
Im Jahre 2002 hat das PEGG, die Zeitschrift der Association of Professional Engineers and Geoscientists of Alberta (APEGA) eine Diskussion über das inzwischen ausgelaufene Kyoto-Protokoll moderiert zwischen Dr. Matthew Bramley und MattMcCullough vom Pembia Institute einerseits – beide unterstützten Kyoto und verließen sich auf die Haltung des IPCC – sowie der Astrophysikerin Dr. Sallie Baliunas von Harvard, dem Paläoklimatologen Dr. Tim Patterson und Allan MacRae andererseits, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Feststellungen und Widerlegungen dieses Protokoll zurückwiesen (link).
Now, after 13 years, it is instructive to look back at the two positions and determine how they have fared.

Jetzt, 13 Jahre später, ist es sehr aufschlussreich, auf die beiden Standpunkte zurückzublicken und festzustellen, wie sich beide gemacht haben.

Die Genauigkeit aller Prognosen, die jemand ausgegeben hat, ist vielleicht die einzige objektive Maßzahl bzgl. der Kompetenz des Prognostikers. Das IPCC hat einen sehr negativen prognostischen Wert, weil ALLE seine Prognosen nicht eingetroffen sind. Folglich hat das IPCC KEINERLEI Glaubwürdigkeit mehr, tatsächlich hat es eine NEGATIVE Glaubwürdigkeit. Probabilistisch könnte man auf der Grundlage dieses negativen Wertes sagen, dass man viel richtiger liegen würde, falls man das Gegenteil der Angst erzeugenden Prognosen des IPCC annimmt.

[Das habe ich mir bei der „Süddeutschen“ auch angewöhnt: Bei allen Berichten zu Klima und Energie drehe ich einfach das Vorzeichen um! Schade, dass es nicht immer so einfach ist. Anm. d. Übers.]

Sämtliche ängstigenden IPCC-Projektionen einer katastrophalen, vom Menschen verursachten globalen Erwärmung, wilderes Wetter und Klimaänderungen haben sich bisher nicht materialisiert, trotz einer signifikanten Zunahme des atmosphärischen CO2-Gehaltes, dem vermeintlichen Treiber dieses falsch prophezeiten „verrückten Wetters“. Den besten Satellitendaten zufolge sind die in der unteren Troposphäre (LT) gemessenen Temperaturen seit etwa 18 Jahren nicht mehr gestiegen. Hurrikan-Häufigkeit und -Intensität liegen auf einem rekordniedrigen Niveau. Das Klima war bemerkenswert stabil trotz der substantiellen CO2-Zunahme.

Die IPCC-Speichellecker reagierten mit einer Verfälschung der an der Oberfläche gemessenen Temperaturwerte (ST), um die globale Erwärmung überzubetonen: siehe hier.

Im Jahre 2008 berechnete ich die „Erwärmungs-Bias-Rate“ (von 1979 bis Ende 2007) mit:

HadCRUT3ST-Anomalien minus UAH LT-Anomalien dividiert durch die Zeit. Ergebnis: 0,2°C/2,8 Jahrzehnte oder 0,07°C pro Dekade. Dies war der offensichtlich, durch den Bias erzeugte Erwärmungstrend im Vergleich ST zu LT.

Im Jahre 2015 betrug diese Erwärmungs-Bias-Rate (von 1979 bis Mitte 2015) etwa 0,14°C pro Dekade.

DAS IST DIE DOPPELTE ERWÄRMUNGS-BIAS-RATE INNERHALB VON NUR 6 JAHREN – EINE UNGLAUBLICHE ZUNAHME!

[Hervorhebung im Original]

Es ist extrem unwahrscheinlich, dass die Gesamtdifferenz (seit 1979) bei den ST minus LT-Temperaturanomalien derartig stark innerhalb von nur 6 Jahren divergiert. Es ist viel wahrscheinlicher, dass die ST-Daten falsifiziert worden sind, um die globale Erwärmung überzubetonen.

Pembina hat in seiner Widerlegung im Jahre 2002 aus dem AR3 des IPCC Folgendes zitiert:

„Im Lichte neuer Beweise und unter Berücksichtigung der verbleibenden Unsicherheiten ist der größte Teil der beobachteten Erwärmung während der letzten 50 Jahre wahrscheinlich der Zunahme der Treibhausgas-Konzentrationen geschuldet… Es wird projiziert, dass die global gemittelte Temperatur (beim Szenario Business-as-Usual) um 1,4 bis 5,8°C im Zeitraum 1990 bis 2100 steigen wird“.

In Wirklichkeit zeigen die einzigen Qualitäts-Daten – nämlich die von Satelliten – ÜBERHAUPT KEINE Erwärmung während der letzten 18 Jahre.

Weiter stellte Pembina fest:

„Das IPCC findet jedoch gute Übereinstimmung zwischen Modellsimulationen und beobachteten Temperaturen während der letzten 140 Jahre einschließlich der Erwärmung bis 1940, falls in die Simulationen solare Variation und vulkanische Aktivität zusammen mit den Emissionen von Treibhausgasen und Partikeln eingeht“.

In Wirklichkeit haben die vom IPCC herangezogenen Modelle die Größenordnung der zukünftigen globalen Erwärmung erheblich überschätzt. Diese Modelle waren total korrumpiert durch fabrizierte Aerosol-Daten, die verwendet worden waren, um eine unglaubwürdig hohe Klimasensitivität gegenüber CO2 zu belegen. Die fabrizierten Aerosol-Daten wurden verwendet, um die Modelle dazu zu bringen, die globale Abkühlung von etwa 1940 bis 1975 in der ,Nachhersage‘ zu zeigen. Diese falschen Aerosol-Daten wurden buchstäblich nach „Pi mal Daumen“ erzeugt, und ihnen widersprechen die tatsächlichen Daten. Siehe dazu den Beitrag von Dr. Douglas V. Hoyt hier.

Das IPCC und seine Kriecher haben ein falsches Szenario einer katastrophalen, vom Menschen verursachten globalen Erwärmung und wilderem Wetter fabriziert, das KEINERLEI Glaubwürdigkeit hat und dem Daten aus zwei Jahrzehnten widersprechen. Es gibt Beweise für die Verfälschung der Klimamodell-Inputdaten und der Temperaturdaten, um Behauptungen einer globalen Erwärmung zu übertreiben.

Zum Vergleich wollen wir einmal die acht Vorhersagen überprüfen, die wir in unserer Widerlegung aus dem Jahr 2002 gemacht hatten (meine Kommentare kursiv):

Das Kyoto-Protokoll weist viele fatale Falschheiten auf, von denen jede Einzelne ausreicht, um das Protokoll zu kassieren.

Die Klimawissenschaft stützt nicht die Theorie einer katastrophalen, vom Menschen verursachten globalen Erwärmung – die vermeintliche Erwärmungskrise existiert nicht. KEINE globale Erwärmung seit etwa 18 Jahren.

Kyoto konzentriert sich primär auf die Reduktion von CO2, ein relativ harmloses Gas. Es enthält nichts zur Kontrolle echter Luftverschmutzung wie NOx, SO2 und Partikel sowie ernste Verschmutzer von Wasser und Boden. Man denke an die Verschmutzung in China und der ehemaligen Sowjetunion.

Kyoto verschwendet enorme Ressourcen, die dringend benötigt werden, um heute bestehende reale umweltliche und soziale Probleme zu lösen. Beispiel: Das für Kyoto innerhalb eines Jahres ausgegebene Geld würde allen Menschen in den Entwicklungsländern dauerhaft Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen verschaffen. Seit Beginn der Hysterie um die globale Erwärmung sind etwa 50 Millionen Kinder unter fünf Jahren an verschmutztem Wasser gestorben.

Kyoto wird hunderttausende Arbeitsplätze vernichten und die kanadische Wirtschaft schädigen – die USA, Kanadas größter Handelspartner, werden Kyoto nicht ratifizieren, und Entwicklungsländer sind davon ausgenommen Kanada hat Kyoto übernommen, aber dann haben die meisten Provinzen es klugerweise ignoriert – wobei die Provinz Ontario derzeit die Ausnahme bildet. Dort hat man Kyoto in blindem Gehorsam übernommen.

Kyoto wird in Wirklichkeit die globale Umwelt schädigen – es wird energieintensive Industrien dazu bringen, sich in die von Kyoto ausgenommenen Entwicklungsländer zu verlagern, die nicht einmal die schlimmsten Formen von Verschmutzung kontrollieren Man denke an die Luft in China.

Das CO2-Zertifikate-Handelssystem von Kyoto bestraft die energieeffizientesten Länder und belohnt die Verschwenderischsten. Infolge der seltsamen Vorschriften von Kyoto wird Kanada der ehemaligen Sowjetunion Milliarden Dollar pro Jahr für CO2-Zertifikate zahlen.

Wir haben unserer Regierung klargemacht, wie beschämend eine solche Zahlung wäre, worauf sie nicht gezahlt hat. Andere Regierungen haben das aber sehr wohl getan, um sie zur Unterschrift zu Kyoto zu locken.

Kyoto wird ineffektiv sein – selbst unter der Annahme, dass die Pro-Kyoto-Wissenschaft korrekt ist. Kyoto wird die projizierte Erwärmung nur unbedeutend verringern, und es wird bis zu 40 Verträge brauchen, um die vermeintliche globale Erwärmung zu stoppen. FALLS jemand den völlig falschen Klimamodellen glaubt, würde man möglicherweise zu dem Ergebnis kommen, dass wir den Verbrauch fossiler Treibstoffe einschränken müssen.

Die ultimative Agenda der Kyoto-Befürworter wird die Eliminierung fossiler Treibstoffe sein, aber dies würde zu einer katastrophalen Verknappung der Weltenergieversorgung führen – die von Kyoto vorgegebenen verschwenderischen, ineffizienten Energie-Lösungen können fossile Treibstoffe einfach nicht ersetzen. Diejenigen Regierungen, die Schemata „grüner Energie“ wie Wind und Solar übernommen haben, müssen erkennen, dass diese Schemata keineswegs grün sind und nur sehr wenig brauchbare Energie erzeugen. Die Energiekosten dieser Länder explodierten, und jene Regierungen befinden sich im Rückzug, kürzen ihre Subventionen für grüne Energie und versuchen, ihr Gesicht zu wahren.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich alle unsere Prognosen als korrekt erwiesen haben auf jenen Gebieten, wo man das jetzt ausgelaufene Kyoto-Protokoll in vollem Umfang übernommen hatte. Im Gegensatz dazu ist keine einzige der ängstigenden IPCC-Projektionen eingetroffen.

Was also passiert als Nächstes? Werden wir eine katastrophale globale Erwärmung erleben? Nein! Unser Planet wird sich abkühlen. (Auszüge).

Ich (wir) sagten den Beginn einer globalen Abkühlung etwa im Zeitraum 2020 bis 2030 voraus, und zwar in einem im Calgary Herald im Jahre 2002 veröffentlichten Artikel. Diese Prognose gewinnt an Glaubwürdigkeit, ist doch die Sonnenaktivität (im gegenwärtigen Zyklus 24) eingebrochen … Es ist immer noch sehr früh im Spiel der Prognosen, aber der Sonnenzyklus 25 verspricht ebenfalls sehr schwach zu sein. Daher werden wir wahrscheinlich zwei sehr schwache Sonnenzyklen hintereinander erleben … FALLS die Sonne wirklich die Temperaturen steuert, was ich vermute, dann haben erfolgreiche Regierungen in UK und auf dem europäischen Festland den perfekten Sturm gebraut. Sie haben ihre Energiesysteme verkrüppelt mittels einer exzessiven Abhängigkeit von ineffektiven, mit dem Netz verbundenen Windenergie-Programmen. Ich vermute, dass die globale Abkühlung WIRKLICH im kommenden Jahrzehnt oder noch eher beginnen wird, und in Europa (und der ganzen Welt) wird es kälter werden, vielleicht viel kälter. Ich vermute, dass die Anzahl von Kältetoten im Winter mit fortschreitender Abkühlung zunehmen wird.

Das Timing ist schwierig abzuschätzen, aber inzwischen glaube ich, dass die globale Abkühlung bereits bis zum Jahr 2020 oder noch früher unübersehbar sein wird.

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Link: http://icecap.us/index.php/go/joes-blog vom 26. August 2015

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. Ich habe den Bericht im SPIEGEL vom 03.05.2010 wieder gefunden.

    Forscherskandal: Heißer Krieg ums Klima

    Natürlich sind vor allem die Skeptiker nicht wissenschaftlich und mit viel Geld ausgestattet.

    Erst im Teil 6 wird „zart“ auf die Probleme mit den Hockeystick eingegangen.

    „…Wenn sich herausstellte, dass alarmistische Klimastudien mangelhaft waren – [es folgt ein Link] es gab diverse Fälle -, wurden ähnliche Konsequenzen nie bekannt…“

  2. Marvin Müller (ich) schrieb im vorangegangenen Kommentar:

    „bei letzterem eine Differenz von 0.07°C, also eine Erwärmungs-Bias-Rate 0.027 °C pro Dekade. Der Bias ist wesentlich geringer und hat sich nicht verdoppelt, der ist geschrumpft“

    Da habe ich mich doch glatt verrechnet und eine knappe Dekade zuwenig genommen Mit den verlinkten Daten aus Woodfortrees ergibt sich folgendes:
    Differenz Hadcrut/UAH: (0.596698 – 0.0175468) – (0.524343-0.0164268) = 0.071
    Erwärmungs-Bias-Rate: ((0.596698 – 0.0175468) – (0.524343-0.0164268)) / (2015 – 1979) * 10 = 0.0197

    Der Bias ist also von 0.029 auf 0.0197 runtergegangen …

  3. Zitat aus dem Artikel:

    „Im Jahre 2008 berechnete ich die „Erwärmungs-Bias-Rate“ (von 1979 bis Ende 2007) mit:

    HadCRUT3ST-Anomalien minus UAH LT-Anomalien dividiert durch die Zeit. Ergebnis: 0,2°C/2,8 Jahrzehnte oder 0,07°C pro Dekade. Dies war der offensichtlich, durch den Bias erzeugte Erwärmungstrend im Vergleich ST zu LT.

    Im Jahre 2015 betrug diese Erwärmungs-Bias-Rate (von 1979 bis Mitte 2015) etwa 0,14°C pro Dekade.

    DAS IST DIE DOPPELTE ERWÄRMUNGS-BIAS-RATE INNERHALB VON NUR 6 JAHREN – EINE UNGLAUBLICHE ZUNAHME!

    [Hervorhebung im Original]“

    Eine um .14°C/Dekade höhere Erwärmung bei Hadcrut – das hat mich neugierig gemacht. Ich habe mir Woodfortrees genommen und mal Hadcrut3/UAH bis 2007 und Hadcrut4/UAH bis heute geplottet. Da habe ich bei gleichem Anfangspunkt bei ersterem in 2007 eine Differenz von 0.08°C, also eine Erwärmungs-Bias-Rate 0.029 °C pro Dekade und bei letzterem eine Differenz von 0.07°C, also eine Erwärmungs-Bias-Rate 0.027 °C pro Dekade. Der Bias ist wesentlich geringer und hat sich nicht verdoppelt, der ist geschrumpft

    Hat irgend jemand eine Erklärung, wie die Zahlen aus dem Artikel zustande gekommen sind?

    PS: Hadcrut4/UAH bis heute: http://goo.gl/gVoTl1
    Hadcrut3/UAH bis 2007: http://goo.gl/OISMA3

  4. Unsere Qualitätsmedien übertreffen sogar die IPCC-Botschaften ab und zu. Wie oft wird von schon weitaus häufigeren Extremwettern geredet, obwohl das IPCC sagt, es gäbe (noch) keinen Anstieg. In Sachen Meeresspiegel wird auch wild vorgeprescht für die gute Sache. Alles sehr äußerst gewissenhaft recherchiert, wie Herr Kleber immer eindringlich bemerkt.

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