Eine windige Stromversorgung – zum Energiepolitischen Manifest II

Alte defekte Windmühle, Bild: Thorben Wengert /pixelio.de

Hier Teil 3 über das Hochjubeln der Uralttechnik von den Windmühlen zur Stromversorgung, von denen sich schon unsere Vorfahren mit Freuden verabschiedet hatten
In diesen Tagen ist die überarbeitete Version des Energiepolitischen Manifestes (EPM) fertig geworden. Die Version 1 wurde bisher -allein in gedruckter Form -rund 10.000 mal an viele öffentliche wie private Entscheidungsträger verteilt. Auf Grund der sich nahezu überschlagenden politischen wie wirtschaftlichen Entwicklung war eine grundlegende Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung zwingend erforderlich. Diese Arbeit hat unser Autor Dr. Ing. Günter Keil mit großem Fleiß nun vorgelegt. Im Folgenden bringen wir Auszüge daraus . Das gesamte EPM II finden Sie im Anhang und können es als pdf herunterladen.


Von Günter Keil

Eine windige Stromversorgung

Das Ende der Windmühlen als Erzeugungsmaschinen von mechanischer Energie kam vor 125 Jahren. Lange genug hatten sich die Wasserbauexperten in Holland über die mangelhafte Leistung der für die Entwässerung der Polder verwendeten Windmühlen geärgert. Lange genug hatte sich auch der Hochsee-Schiffsverkehr auf den Windantrieb verlassen müssen, der keineswegs romantisch, sondern vielmehr langwierig, schwer berechenbar und gefährlich war. Ebenso hatten auch alle anderen Anwender der Windkraft die gleichen Probleme: Der Grund dafür war der gravierende Nachteil der Windkraft: Ihre wetterabhängige Unberechenbarkeit, ihre starken Leistungsschwankungen, ihre häufigen Stillstandzeiten und damit ihre grundsätzliche Nichteignung für jede Nutzung, die Dauerleistung und Zuverlässigkeit benötigt. Weder bei Flaute und Schwachwind noch bei Starkwind lieferten sie eine brauchbare Leistung ab und ihre  Unzuverlässigkeit störte jegliche davon abhängige Aktivität.

Dann kam James Watt, der die Dampfmaschine erfand. Von nun an gab es Maschinen, die die benötigte Leistung sofort, jederzeit  und in der benötigten Höhe lieferten. Das brachte das Aus für die Windkraft und leitete eine industrielle Revolution ein.

Es gehört zu den Treppenwitzen der Technikgeschichte, dass gegen Ende des 20. Jahrhunderts diese uralte und von schweren Nachteilen gekennzeichnete Methode der Energiegewinnung  ausgerechnet in den angeblich aufgeklärten Industrieländern auf der Nordhalbkugel mit einer massiven staatlichen Förderung als  Stromquelle wiederbelebt wurde.

Dies geschah durchaus in Kenntnis der Gründe, wegen derer eben diese  Technik nach 1880 in kürzester Zeit durch die weitaus überlegene Dampfmaschine  buchstäblich ausgerottet wurde. Nichts hat sich an diesen „inhärenten“ Nachteilen geändert; schließlich gibt es immer noch das gleiche Wetter wie 1880 und auch die Physik ist immer noch die gleiche. Man kennt das Wetter, aber die geradezu vernichtende Wirkung physikalischer Gesetze der Aerodynamik auf die Brauchbarkeit der Windkraft ist weithin unbekannt:

Die von einer Windkraftanlage (WKA) erzeugte Leistung hängt von der 3. Potenz der Windgeschwindigkeit ab. Es bedeutet, dass eine WKA, die bei einer Windstärke vmax ihre maximale Leistung Pmax erzeugt, bei der halben Windgeschwindigkeit vmax/2 nur noch ein Achtel von Pmax erzeugen kann; das sind klägliche 12,5 % ihrer Spitzenleistung. Dabei stellt die halbe Windgeschwindigkeit vmax/2 immer noch eine sehr kräftige Brise dar; die Windmühle dreht sich auch schön, nur leistet sie kaum noch etwas. Sinkt die Windgeschwindigkeit noch weiter ab, liefert die Mühle nahezu nichts mehr – obwohl sie sich auch dann noch dreht.

Das ist der Grund dafür, dass selbst kleine Änderungen der Windstärke, wie sie ununterbrochen auftreten, geradezu riesige Schwankungen in der abgegebenen Leistung hervorrufen. Und genau so sehen dann auch die Leistungskurven von Windparks und auch die von allen WKA Deutschlands zusammen aus: Eine Abfolge von hohen Spitzen und tiefen Tälern – ohne die geringste Tendenz zu einer wenigstens entfernt gleichmäßigen Leistungsabgabe. Nicht einmal einen Mittelwert kann man sinnvoll berechnen.

Damit hier gleich der nächste Irrglaube ausgeräumt wird: Schaltet man viele Windräder zusammen, so gleichen sich Leistungsspitzen und –täler keinesfalls aus. Im Gegenteil: Die Spitzen werden immer höher. Und wenn über Europa wieder einmal ein nahezu windfreies Hochdruckgebiet liegt, dann stehen nicht nur in ganz Deutschland die WKA still. Dann gibt es immer wieder für zwei oder sogar drei Wochen überhaupt keinen Windstrom von den Tausenden in der Landschaft herumstehenden Anlagen.

Dieses für sämtliche WKA-Typen geltende Gesetz bedeutet das Todesurteil für Windräder, die man außerhalb von Freizeitparks und Freilichtmuseen zur Energieversorgung einsetzen will. Und keine technische Entwicklung konnte daran etwas ändern. Die Anlagen sind nur ins Riesenhafte vergrößert worden und entsprechend stieg ihre maximale Leistung. Bei Flaute stehen auch sie still.

Es bleiben noch zwei weitere von der Lobby gepflegte Legenden bloßzulegen:

– Auch in der Nordsee gelten die oben beschriebenen Gesetzmäßigkeiten. Die dortigen Windgeschwindigkeiten liegen gewiss über denen an Land; an ihren Schwankungen und den sich daraus ergebenden sehr viel stärkeren Schwankungen der elektrischen Leistung ändert das überhaupt nichts. Das Ergebnis sind riesige Netzstörungen, die den Netzbetreibern zunehmend große Probleme bereiten. Die bisherige Praxis, diese Stromspitzen in das benachbarte Ausland zu exportieren – teilweise sogar mit Zuzahlungen – stößt inzwischen auf den Widerstand der dortigen Netzbetreiber. Man installiert an den Grenzen der Nachbarländer bereits Sperranlagen, sog. Phasenschieber.

– Die zweite Legende verweist auf die Möglichkeit, nicht nutzbaren Überschuss-Strom zu speichern und später abzugeben. Was verschwiegen wird: Diese Speicher gibt es nicht; man müsste dafür viele Hunderte, evtl. sogar 2.000 neue Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland bauen. Man hat aber größte Schwierigkeiten, auch nur fünf davon zu errichten; die Bürgerinitiativen sind auf der Hut.

Weit über 100 Bürgerinitiativen kämpfen inzwischen gegen die Errichtung von immer neuen Windparks. Viele von ihnen heißen „Gegenwind“ und bei www.vernunftkraft.de sowie www.epaw.org (die europaweite Organisation der Anti-WKA-Bürgerinitiativen) kann man sich über ihre Aktivitäten informieren.

Dabei werden sowohl die Gefährdung und Vernichtung von Naturräumen, die Verschandelung von Landschaften, die Bedrohung von Greifvögeln, aber auch die Gesundheitsgefährdung für Menschen thematisiert.

Dazu und zu vielen weiteren Themen der sog. Energiewende steht Ihnen das Papier „Energiepolitisches Manifest 2“ im Anhang zur Verfügung.

Es bleibt die Frage, welche Leute es waren, die diesen gigantischen, hochproblematischen Windmühlenausbau allen Ernstes als Stromversorgung eines Industrielandes geplant haben. Welche Politiker dem zugestimmt haben, ist jedoch bekannt.

 

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15 Kommentar(e)

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1

@ G. Pesch #14:

Auch ich kann das allgegenwärtige Dummgetöse von den "xxx Haushalten" die vom Windpark yyy "versorgt" werden nicht mehr hören.
Sollen diese (Meeres-)Windparks in einem Industrieland wie D ernsthaft einen Beitrag zur Versorgung leisten, also bedarfsgerecht abrufbar Energie liefern und nicht nur dann wenn gerade mal eine Wetterfront durchzieht, wird entsprechende Speicherkapazität benötigt- schon halbiert sich die Zahl der "versorgten
Haushalte", denn jeder hypothetische Speicher muß aus der laufendenden Erzeugung nachgeladen werden. Und welches Speicherkonzept auch immer zum Zuge kommt, die Kosten dafür werden die übrigen Kosten des Windparks in den Schatten stellen. Viel Spaß auch bei der Methan/Methanolsynthese wenn sie im diskontinuierlichen Prozess (Windanfall) laufen soll!

2

Der Irrsinn geht munter weiter....
Global Tech I versorgt 445.000 Haushalte
Nordsee Windpark Global Tech I geht in Betrieb

Größer, höher, leistungsstärker. Immer neue Rekorde prägen die Windenergie-Branche. Nun wurde einer der größten deutschen Windparks eröffnet.....

Was schreiben die Irren aus der FAZ:
Nahezu grundlastfähig
Global Tech I sei mit bis zu 4500 Volllaststunden „nahezu grundlastfähig“....

Die Einspeisekurve ist genau so eine Zick-Zack Kurve wie bei allen anderen WKA auch. Grundlastfähig ist da gar nichts!! Wie blöde sind eigentlich Journalisten??

3

#12: Nur so viel: Eine (damals sehr schwere) Unfallverletzung aus meiner Jugend macht nun Ärger, daher setze ich mich meiner Familie und meinen Mitarbeitern zuliebe keinen unnötigen Risiken aus.

4

@ F. Endres #9

"In Wirklichkeit fliege ich aus medizinischen Gründen nicht mehr."

Mir ist keine Krankheit bei einem voll Ärbeitsfähigen bekannt, die eine Fluguntauglichkeit bedingen kann, denn der minimale Kabinendruck beträgt in etwa 770 hPa also der Sauerstoffpartialdruck 3/4 des normalen. Man muß schon schwer lungenkrank (oder herzkrank) sein, um das nicht abzukönnen.

5

@ #9 F. Endres

"Also, mein lieber Herr Heinzow, wenn ich nicht ein vorbildlicher "Klimaschützer" bin, wer dann, hm?"
Vorbild als Schützer des Klimas sind Sie erst, wenn Sie mindestens einen Windpark betreiben, der soviel Stromäquivalent produziert, daß Ihr gesamter CO2-Ausstoß rechnerisch auf Null reduziert wird. Im Harz gibt es noch viele freie Gipfel mit excellenten Windbedingungen. Und viele Täler, die man zu Speicherbecken umbauen und fluten kann.

6

#7 Werter Herr Müller,
man kann es kaum glauben, daß Sie hier Autarkiebestrebungen das Wort. Das letzte Mal haben wir und auch andere Länder dies nach der Weltwirtschaftskrise versucht. die Folge. Weltkrieg 2. Sind sie jetzt auf Weltkrieg 3 scharf? Sie müssen ja nicht nur bei den Energieträgern auf Importe verzichten sondern auch bei nahezu allen anderen Materialien wie z.B. Bauxit. Wenn Sie sich Deutschlands Leistungsbilanz ansehen, dann haben wir bis auf einige Jahre nach der Wiedervereinigung riesige überschüsse in der Leistungsbilanz gehabt. Dies ist immer den gesamten Volk zu Gute gekommen. leider seit der Einführung des EURO nicht mehr. Wenn wir anderen Ländern nichts abkaufen, wie sollten sie dann unsere Waren bezahlen? Schon einmal darüber nach gedacht?

7

#7: So funktioniert internationaler Handel aber nicht. Deutschland wird kaum auf Energieimporte verzichten können, außer als Agrarstaat. Und als nächstes müssten dann ALLE Nahrungsmittel in Deutschland ausschließlich für den inländischen Verbrauch hergestellt werden, natürlich auch alle Medikamente und medizinischen Geräte. Die FAZ schrieb am 27.11.2012: "Der Import von Lebensmitteln nach Deutschland verdoppelte sich in den vergangenen 20 Jahren nahezu. Dass der Export schneller steigt, liegt weniger am Produktivitätswachstum der Landwirtschaft, sondern an der international erfolgreichen Lebensmittelwirtschaft: Sie macht aus kolumbianischen Kaffeebohnen Dalmayr-Kaffee oder aus Sojabohnen als Futtermittel für Schweine einen Schwarzwälder Schinken." (http://tinyurl.com/cfral8w). Über die Glyphosat-Problematik in Soja, aber auch auf deutschen Feldern in der konventionellen Landwirtschaft, findet man reichlich Informationen im Internet. Man darf dann auch kein Auto mehr importieren. Bitte alle nur noch in Deutschland hergestellte Elektroautos kaufen (aber bitte ausschließlich mit deutschen Rohstoffen und deutschem "Energiewende"-Strom), keine Batterien, kein Neodym für die Magnete in WKA, keine chinesischen Solarmodule, keine Elektronik mehr, kurz, einfach gar nichts mehr. Und wir sollten dann auch keinerlei Reisen mehr antreten, sondern unsere ganze Kraft auf die einheimische Wertschöpfung konzentrieren und eben an Nord- und Ostsee - und natürlich in den Harz - fahren, und nicht ins Ausland. Internationale Flughäfen brauchen wir dann natürlich auch nicht mehr. Man kann diese "Szenarien" bis zum Exzess weiterspinnen, so funktioniert die Weltwirtschaft eben nicht.

Braunkohle gibt es übrigens reichlich, und hätte man konsequent auf Kraft-Wärmekopplung gesetzt, wäre für die Gebäudebeheizung weniger Erdgas erforderlich. Aber die thermischen Kraftwerke werden nun ja nach und nach abgeschaltet, so ist der politische Wille in Deutschland und wohl der Mehrheit der Deutschen. Bitteschön, am besten dem Vorschlag der NRW-Grünen folgen und die Kohle- und Kernkraftwerke unverzüglich abschalten.

By the way: Mit Elektrolysewasserstoff und (einheimischer) Kohle könnte man Kohlenwasserstoffe herstellen, denn es wird noch sehr lange dauern, bis es in der unteren Mittelklasse bezahlbare Fahrzeuge gibt, die Reichweiten um 500 km ermöglichen. Oder sollen die E-Fahrzeuge mit 100 km Reichweite künftig an Bahnhöfen stehen und alle Insassen mit der Bahn fahren? Das stelle ich mir auch bzgl. der Lade-Infrastruktur sehr interessant vor.

#8: Tut mir wirklich leid, aber das CO2 musste ich emittieren, um mich zu erholen. Zurück aus dem Urlaub spare ich jetzt noch viel mehr CO2, indem ich auf jede vermeidbare Dienstreise verzichte. Ich bleibe überwiegend im Harz, ich fahre nicht Bahn, ich fliege nicht mehr, und im Büro habe ich nur noch ein Laptop. Neue Autos kaufe ich selbstverständlich auch nicht mehr (viel zu viel CO2-Ausstoß bei der Produktion), und meine Senator-Card bei der Lufthansa habe ich auch gekündigt. Also, mein lieber Herr Heinzow, wenn ich nicht ein vorbildlicher "Klimaschützer" bin, wer dann, hm?

Noch eine kleine Anekdote: Ich kündigte dieses Jahr meine Mitgliedschaft in der American Chemical Society (ACS), in der ich lange Mitglied war. Die ACS bewirbt ihre Tagungen mit der CO2-Katastrophe und dem Übergang zum grünen Zeitalter. Ich schrieb als Begründung, dass mein Austritt aus der ACS deren CO2-footprint reduziert und ich durch Verzicht auf Flugreisen in die USA die Klimaziele von Obama und Merkel unterstütze. Die Antwort war interessant, die ACS fragte mich, ob man das Missverständnis klären und mich als Mitglied halten könne. Als ich fragte, ob die ACS sich nun von Obamas Plan distanziere und meine Begründung nicht ernst nehme, fragte man mich, ob die Mitgliedschaft sofort oder (regulär) zum Januar gekündigt werden soll (habe mich für Letzteres entschieden). Meine Ironie wurde wohl nur im Ansatz verstanden. In Wirklichkeit fliege ich aus medizinischen Gründen nicht mehr. Zumindest kann man dieser Anekdote entnehmen, dass die ACS demnach selber nicht an die "CO2-Katastrophe" glaubt.

8

@ #4 F. Endres = CO2-Verbrecher

"Heute im Auto von Stralsund über Hamburg und Hannover bis in den Harz ..."

Laut Auskunft von Burning-Barbara hatten Sie keine Ausnahmegenehmigung für die unnötige Emission von CO2 ... .

Und dann noch die Behauptung aufstellen, daß der beobachtete Betriebszustand der modernsten Stromerzeugung in Europa nicht dem volkswirtschaftlich nützlichsten entspricht, bedeutet weitere Jahre Haft wegen unerlaubter Verbreitung der Wahrheit.

9
Werner Müller

Hallo Herr Pesch,

ich sehe nicht das Ende Öl und Gas.
Die Steinzeit ging ja auch nicht zu Ende wegen Mangel an Steinen.
Die Pferdekutschen sind ja auch nicht von den Straßen verschwinden weil die Pferde ausgestoben sind.
Es gibt eben nur dann Veränderungen wenn es was einfacheres, besseres, günstiger geht.

Die Energiewende hat im D hauptsächlich den Hintergrund, dass es in Deutschland keine nennenswerten, kostengünstige und ausreichende Fossile Energieträger gibt.

Deutschland ist zu ca. 80% von ausländischen Energieträgern abgängig, ohne den Import von Energie stehen die Räder in D still.
Zu Zeit werden in Deutschland so um die 100 Milliarden jedes Jahr vor Energielieferungen aus dem Ausland auf den Tisch gelegt, das muss ja erst einmal in der Handelsbilanz erwirtschaftet werden.

Als einen weiteren Lösungsansatz hat man sich da eben das EEG ausgedacht.
Die Argumente mit CO2 sind doch bei dem kleinen Deutschland im Vergleich zu Weltbevölkerung nur eine Randerscheinung.
Auch wenn Deutschland 0 kg CO2 ausstößt wird das weltweit keine nennenswerten Auswirkungen haben beim CO2 in der Luft.

Gruß
Werner

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Danke Herr Dr. Ing. Keil,

für die schöne Überleitung zur „Industriellen Revolution“, mit den steuerbaren Antriebsmotoren und dem so gewonnen Zustand einer Zuverlässigkeit.
Die Dimension der Dummheit, mit der die aktuellen „Wind-Mühlen-Politiker“ gewaltige Investitions-Summen in die Irre leiten und auch noch mit Kartell-Privilegien protegiert haben, verbindet destruktive Dreiste mit Halunken per Lobby-Politik.
Wenn man dann noch die gewaltige Kapitalvernichtung der im kommunalen Volksvermögen entstandenen bisherigen konventionell und steuerbaren Stromwirtschaft bedauert, wo eine Parteiübergreifende-Lobby dieses Volksvermögen vernichtet, um als „Klima-Retter“ an steil steigenden Strompreisen staatlich garantierte Renditen, wie Klima-Lösegeld einzufordern, dann erscheint mir die aktuelle Energie-Politik wie die einer „Klima-Mafia“, die sich abhängiger Politiker bedient.
Eine mit Think-Tanks (agora) und Kampagnen-NGO`S als Werbe-Agenturen agierende, inclusive staatlicher Aufläufer wie PIK&Co, die als medienwirksame Trommler aufschlagen, um eine Vernichtung von vorhandener, funktionierender Stromversorgung für notwendig zu erklären, obwohl es nur darum geht, neuen, privaten Klima-Profiteure ein Geschäftsmodell unter der „Klima-Tarnung“ zu justieren.
Ich traue den politisch Verantwortlichen zu, die Dimension dieser Sabotage ähnlichen Politik, aus opportunistischen Grundeinstellungen und Motiven zur Parteifinanzierung, bzw. der Listenplatz-Rangordnung zu, diese Parteispenden nicht nur gut zu finden.
Ohne dieser „Schmierung“ würde es doch sehr schnell an der Realität scheitern, mit wechselndem Wind oder Mittagsstrom, falls das Wetter es hergibt, bevorzugte Profit-Verträge politisch zu organisieren, die sich in der Realität als bescheuerter „Bluff“ erweisen.

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Und während sich überall die Gewissheit durchsetzt, daß WKA krank machen, ließt man auf Wikipedia zum Nocebo-Effekt folgende haarsträubende Zeilen, die wohl direkt einem Lobbyisten zu verdanken sind:

"Windkraftanlagen und Infraschall

Im Bereich von Windkraftanlagen wird Infraschall als Auslöser verschiedener Krankheiten vermutet, jedoch ohne tatsächlich möglichen Nachweis hierfür. Doppelblindstudien ergaben, dass gleichartige Symptome sowohl bei tatsächlicher Beschallung als auch durch bloße Einbildung ohne tatsächliche Infraschallexposition ausgelöst werden konnten, wenn die Testteilnehmer durch zuvor erfolgte Beeinflussung Symptome erwarteten. Personen, die keine negativen Einflüsse durch Infraschall erwarteten, bilden dagegen bei dem Experiment keine Symptome aus.[41][42]"

Auf dem Niveau von Jürgen "Flieges Essenz", die deutsche Wikipedia im Jahre des Herrn 2015.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Schober

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Heute im Auto von Stralsund über Hamburg und Hannover bis in den Harz drehten sich alle gesehenen Windräder gar nicht oder sehr gemächlich. Meiner Frau, Naturwissenschaftlerin, sagte ich dann, dass der Kaffee angesichts bewölkten Himmels wohl kalt bleiben muss, bis mir einfiel, dass wir in der Garage noch Holzkohle haben. Zum Glück haben schlaue Leute die Kohlekraftwerke hochgefahren, so dass wir unseren Kindern sogar ohne Kohlefeuer im Garten ein warmes Abendessen zubereiten konnten.

Vom Ozeaneum in Stralsund, das auf unserem Weg lag, habe ich einen gemischten Eindruck mitgenommen. Der Wasserkreislauf wurde sehr schön als die Ursache klimatischer Gegebenheiten dargestellt, wir waren begeistert, zumal auch der El Nino korrekt beschrieben wird, inkl. seiner Folgen und seines Abklingens. Aber es kam, wie es kommen musste: ca. in der Mitte des Rundweges begann die CO2-Inbdoktrination mit einem Film, in welchem Robert Atzorn zu Wort kam - ich habe den Unsinn nicht ertragen und musste rausgehen. Es folgte Lobhudelei auf die Windkraft, und am Ausgang vermutlich noch eine gesetzeskonforme Lüge: das Ozeaneum würde zu 100% "Ökostrom" beziehen. Ich habe keine WKA in der Nähe gesehen, auch keine PVA-Kollektoren, d.h. das Ozeaneum hängt am Netz und erhält den üblichen Strommix, der auch in MV kaum ohne die Netzstabilisierung durch thermische Kraftwerke möglich sein dürfte. Die Sprache verschlug es mir, als ich am Ausgang noch an den Damen von Greenpeace vorbei musste. Immerhin, die Damen waren zurückhaltend und setzten sich eher gegen Überfischung und Vermüllung der Ozeane ein. Wäre Greenpeace nicht derart widerlich (meine persönliche Meinung) klimaaktivistisch, würde ich diesen Aspekt sogar unterstützen. Schade, dass es in Deutschland wohl keine saubere wissenschaftlichn Darstellungen mehr gibt und die angebliche CO2-Klimakatastrophe alles dominiert. Wo das alles noch hinführt, weiß ich nicht, bereitet mir aber echte Sorgen im Hinblick auf die Zukunft meiner Kinder.

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Eine Begründung der "Energiewende" ist ja das kurz bevorstehende Ende von Öl und Gas...
Die Realität spielt auch da nicht mit:

Der italienische Energiekonzern Eni will im Mittelmeer vor Ägypten ein riesiges Erdgasfeld entdeckt haben. Die Mitteilung der Firma klingt spektakulär: "Es ist der größte Fund, der je in Ägypten und im Mittelmeer gemacht wurde." Ägyptens Gasversorgung sei für die nächsten Jahrzehnte gesichert.
....

Aber das wird die Zipfelmütze auch nicht wecken, die zahlt lieber weiter den EEG Zuschlag.Deutschland wird grün...

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Juergen Uhlemann

Guter Artikel.

Dazu habe ich gleich einmal nach Dänemark geschaut dass ja sehr auf Wind baut. Auf Energinet http://tinyurl.com/p3c2bym zeigt es gerade 41 MW und das bei möglichen ca. 4000 MW.
In Irland hat Eirgrid http://tinyurl.com/kslumk gerade 21 MW und das bei möglichen ca. 1800 MW,

In beiden Fällen gerade mal so 1%. Wo soll der Rest herkommen wenn alle voll auf Erneuerbare setzen?

Es wird der Zeitpunkt kommen wenn die Lichter ausgehen und das wohl eher in der Winterzeit.

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Lothar Steinbock

Im APL-Programmprozeß werde ich vorschlagen, die vielen nutzlos rumstehenden Pferde in den Pferdehotels einemal täglich eine Stunde in einem Göpel laufen zu lassen. Laut James Watt wird damit ein PSh bzw. 0.76 kWh erzeugt. Natürlich mit Einspeisezwang.