Unfair: Die Sonne will nachts nicht scheinen – zum Energiepolitischen Manifest II (hier Version 2)

Ob der Mondschein ausreicht? Bild Petra Dirscherl/ pixelio.de

In diesen Tagen ist die überarbeitete Version des Energiepolitischen Manifestes (EPM) fertig geworden. Die Version 1 wurde bisher -allein in gedruckter Form -rund 10.000 mal an viele öffentliche wie private Entscheidungsträger verteilt. Auf Grund der sich nahezu überschlagenden politischen wie wirtschaftlichen Entwicklung war eine grundlegende Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung zwingend erforderlich. Diese Arbeit hat unser Autor Dr. Ing. Günter Keil mit großem Fleiß nun vorgelegt. Im Folgenden bringen wir Auszüge daraus (hier Teil 2 über die weiterhin mickrige Einspeisung von mehr als 1,4 Mio PV Anlagen). Das gesamte EPM II finden Sie im Anhang und können es als pdf herunterladen.

Von Günter Keil 

Unfair: Die Sonne will nachts nicht scheinen

Die Sonne meint es ja grundsätzlich gut mit der Energiewende, denn sie schickt bekanntlich keine Rechnung. Diese schicken andere, zum Beispiel die Chinesen für die Photovoltaik (PV)– Paneele, die sie jetzt konkurrenzlos billig herstellen können, seit ihnen Deutschland mit großzügigen KfW-Krediten auf Kosten der Steuerzahler die gesamte Produktionstechnologie beigebracht hat. Für den Klimaschutz. Woraufhin dann leider die deutsche PV-Industrie, die eine Zukunftsbranche werden sollte, pleiteging.

Dennoch verhält sich die Sonne auch sehr unfair, denn sie scheint nachts nicht – zumindest nicht auf der Seite der Erde, auf der wir uns befinden. Genauer betrachtet, besteht das Problem also darin, dass sich die Erde dreht. Das hat die Regierung noch nicht im Griff. Aber das macht nichts, denn sie hat schließlich die Photovoltaik zu einer der Säulen der Energiewende ernannt.

Unfair ist es auch, dass die Sonne im Winter so gut wie gar nichts an PV-Strom erzeugen möchte. Weniger Tageslichtstunden, flacher und ungünstiger Einfallswinkel und dazu noch grauer Himmel, Nieselregen, Schnee und ähnliche Energiestopper verurteilen den Solarstrom in dieser Jahreszeit zu einem vernachlässigbaren Nischendasein. Auch das hat die Regierung noch nicht im Griff; aber sie konnte das auch nicht voraussehen.

Sie fördert entschlossen weiterhin die chinesische PV-Industrie und ihre deutschen PV-Monteure auf den Dächern mit gigantischen Subventionen, die sie den Stromkunden direkt per Stromrechnung abnimmt.

Zu den Zahlen: Im Juli 2015 betrug die installierte Leistung aller PV-Anlagen bereits enorme 39.000 MW. Die aus den oben beschriebenen Gründen kläglichen Jahres-Volllaststunden sorgten aber dafür, dass nur relativ wenig Strom für die immensen Kosten erzeugt wurde. Und das absolut nicht bedarfsgerecht, weil wetterabhängig.  Im Jahre 2014 hatte die PV gerade einen Anteil von 5,8 % an der Stromerzeugung, aber bekam dafür 53 % der EEG-Umlage – gut 10 Milliarden Euro – von den Stromkunden.

Die Erfinder und Erfinderinnen der Energiewende haben allerdings auch bei diesem Thema die Kollateralschäden und Nebenwirkungen nicht bedacht: Die Sonne, die ja grundsätzlich schuld ist, scheint nämlich nicht nur nachts nicht; sie wartet mit ihrer vollen Einstrahlung auch noch bis in den späten Vormittag, um sie dann gegen Ende des Nachmittags wieder herunter zu regeln.                           Die Folge: Bei wolkenarmem Himmel (die Wolken sind ja auch noch so ein Problem) und um die Mittagstunden liefert die geballte PV-Installation in Deutschland kurzzeitig eine riesige Strommenge in das Netz – und weil diese Stromeinspeisung gesetzlich (per Erneuerbare Energien-Gesetz PAGE   * MERGEFORMAT1EEG) Vorrang hat, darf kein Netzbetreiber diese Erzeuger abschalten. Weitere Folge: Der Preis an der Strombörse bricht dann regelmäßig ein. Damit wird den bisherigen Spitzenlast-Kraftwerken – das sind Gaskraftwerke – ihre wichtigste Verdienstmöglichkeit genommen. Sie gehen jetzt reihenweise in die Pleite und werden stillgelegt.

Das spektakulärste Beispiel ist das Gaskraftwerk Irsching 4, das 2011 in Betrieb ging, weltweit das modernste ist und mit seiner inzwischen legendären riesigen 578 MW Siemens-Gasturbine SDT5-8000H und seinem bisher unerreichten Wirkungsgrad von 60,75 % im Jahre 2014 noch keine einzige Sekunde Strom geliefert hat.  Es ist nach alter Rechnung hochrentabel und es wurde durch das EEG zum Dasein als modernste Kraftwerksruine verurteilt. Die beiden Blöcke Irsching 4 und 5 sollen nun mit Zustimmung der Bundesnetzagentur am 31.3.16 „vorläufig“ stillgelegt, also erst ein Jahr nach der Antragstellung durch E.ON und Partner, wie es das Gesetz will.

Wir erinnern uns: Die Gaskraftwerke sollten doch der umweltfreundliche Ersatz für die Kernkraft- und auch die Kohlekraftwerke werden. Bereits dieser Plan war reiner Blödsinn, weil Erdgas der mit Abstand teuerste Brennstoff für Kraftwerke ist, weshalb es nur für diese Spitzenlast und für die ertragreiche Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt wird. Nun werden die Gaskraftwerke durch die Energiewende ausgerottet.  Bitter ist das vor allem  für die Stadtwerke, die häufig Gaskraftwerke in Kraft-Wärme-Kopplung betreiben, also damit auch Fernwärme verkaufen. Sie verdienen mit  diesen Anlagen kein Geld mehr; die Stadtwerke Gera z.B. mussten  deshalb vom Land vor dem Bankrott gerettet werden.

Es ist nur logisch, dass inzwischen niemand mehr in den Neubau von Kraftwerken investiert; Stilllegungen sind das Thema.

Wer nun an den menschengemachten Klimawandel und an die maßgebliche  Wirkung des Spurengases CO2 glaubt und daher meint, dass mit der Photovoltaik in diesem Punkte eine Verbesserung erzielt werden kann, den müssten neuere Erkenntnisse über die Auswirkungen der PV-Produktion sehr irritieren. Die Fabriken sind alles andere als umweltfreundlich, denn sie emittieren eine Gruppe höchst problematischer Fluorverbindungen, insbesondere Hexafluorenäthan C2F6, Stickstofftrifluorid NF3 und Schwefelhexafluorid SF6. Wer sich für Treibhausgase interessiert: C2F6 ist 12.000-mal wirksamer als CO2 – bei 10.000 Jahren Verweilzeit in der Atmosphäre; NF3 kommt auf 17.000-mal und SF6 ist 23.000-mal wirksamer als CO2. Diese Gase sind laut NOAA (die US-Umweltbehörde für Ozeane und die Atmosphäre) bereits in der Atmosphäre messbar; der SF6-Anteil wächst exponentiell.

Damit ist diese Säule der Energiewende eine ineffiziente Stromerzeugungs-Technik, eine Netzstörung, ein Mittel zur Ruinierung der Kraftwerkswirtschaft, ein riesiger Geld-Aderlass für die Stromkunden – und dazu noch umweltschädlich. Aber ein gutes Geschäft für die Lobby.

Aber an allem ist irgendwie die Sonne schuld.

Die Natur selbst ist leider unfair.   

Dies ist ein kleines Stück aus der einzigartigen Geschichte der deutschen Energiewende.  Die ganze Story können Sie unten lesen.

Günter Keil,  23.8.2015

Sankt Augustin           

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15 Kommentare

  1. Korrektur eines Schreibfehlers:
    Solar 2014?Rd. 1,4 Millionen Anlagen, installiert rd. 39.000 MW, Produktion: 6% von 600 Milliarden kWh = 36 Milliarden kWh, Produktion nur bei Helligkeit, EEG-Umlage: 10 Milliarden Euro, EEG-Kosten: 28 Cent/kWh. Wer bezahlt in x-Jahren die Abriss- und Entsorgungskosten?“
    Hochgerechnet (mit dem einmaleins) auf den Gesamtbedarf von 600 Milliarden kWh
    sind das (leider nicht nur) 21,5 Millionen Anlagen mit einer Leistung von 650000 MW! – Denn – Strom lässt sich nicht speichern, sondern nur wandeln!
    Also frisch ans Werk mit „Power to Gas“ (Wirkungsgrad 90% ?) und „Gas to Power „ (Wirkungsgrad „Irsching“ = 60%), also insgesamt 54%! Man braucht also nur weitere 20 Millionen Anlagen mit einer installierten Leistung von 607000 MW. (Methode Energiewende!) Auch CO2 frei!!!!!!!!!!!

  2. #Rainer Jäger,
    „Kernkraft 2010, vor Merkels Energiewende?17 Anlagen, installiert brutto 21.500 MW, Produktion 140 Milliarden kWh = rd. 23% der Gesamtstromerzeugung in DE, Preis incl. Unternehmensgewinn und allen Investitions- und Entsorgungskosten: ca. 4 Cent/kWh entsprechend 5,6 Milliarden Euro für 140 Milliarden kWh. CO2-frei, preiswert, zuverlässig, sicher, rund um die Uhr, ohne „Reservekraftwerksverordnung“.
    Hochgerechnet (mit dem einmaleins) auf den Gesamtbedarf von 600 Milliarden kWh sind das 73 Anlagen mit 92 000 MW. (Methode Frankreich!)
    „Solar 2014?Rd. 1,4 Millionen Anlagen, installiert rd. 39.000 MW, Produktion: 6% von 600 Milliarden kWh = 36 Milliarden kWh, Produktion nur bei Helligkeit, EEG-Umlage: 10 Milliarden Euro, EEG-Kosten: 28 Cent/kWh. Wer bezahlt in x-Jahren die Abriss- und Entsorgungskosten?“
    Hochgerechnet (mit dem einmaleins) auf den Gesamtbedarf von 600 Milliarden kWh
    sind das (leider nicht nur) 21,5 Millionen Anlagen mit einer Leistung von 650 Milliarden MW! – Denn – Strom lässt sich nicht speichern, sondern nur wandeln!
    Also frisch ans Werk mit „Power to Gas“ (Wirkungsgrad 90% ?) und „Gas to Power „ (Wirkungsgrad „Irsching“ = 60%), also insgesamt 54%! Man braucht also nur weitere 20 Millionen Anlagen mit einer installierten Leistung von 607 Milliarden MW. (Methode Energiewende!) Auch CO2 frei!!!!!!!!!!!

  3. #11 H.R.Vogt

    Lieber Herr Vogt,

    wenn das „eine der reichsten Länder der Welt“ (mit über 2 Billionen Euro Schulden) solche Projekte der Ökostromumwandlung verwirklicht, wird das höchstwahrscheinlich zu noch höheren Strompreisen führen. Wenn ich mir diese Preise dann nicht mehr erlauben kann und um Kostenbeteiligung nachsuche, wird dieses eine der reichsten Länder höchstwahrscheinlich eine Beteiligung an den Kosten meiner Stromrechnung wohl ablehnen. Wenn ich dann nicht bezahle, wird mir dann garantiert der Strom abgeklemmt.

    Soviel zu reichen Ländern.

  4. @#11: H.R. Vogt

    Da gebe ich Ihnen Recht. Wir schmeissen Geld hinein und hoffen das etwas gescheites heraus kommt.

    Aber Physik kann man nicht überlisten.

    Das „Power To Gas“ ist so ein Beispiel. Da wird z.B. davon geredet das man Hydrogen produziert was nicht gerade schnell ist um eine grosse Menge zu Produzieren. Dann wird da noch von CO2 im Conversion Reactor dazugemixed. Wo das CO2 herkommt habe ich noch nicht gesehen. In der Luft ist nur ca. 400ppm und um das herauszuholen muss man noch etwas ganz Dummes machen. Wieviel Energie da verbraucht wird um Energie zu speichern?

    Wahrscheinlich so nach dem Motto von einem Ingineur in den 80er Jahren der nach dem Studium uns alten Hasen gesagt hat das man direkt mit Solarzellen ein Auto antreiben kann. Wir wissen in der Zwischenzeit wie diese Fahrzeuge aussehen. Ein Mann in einer kleinen Kiste.

    Genau so Dumm wie Solar Impulse 2 das jetzt in Hawaii festliegt. Schon einmal darüber nachgedacht warum das Solar Impulse 2 am Tag bis auf 28000 feet hochsteigt?
    „Solar Impulse 2 takes advantage of gravity, gradually gliding down to an altitude of 5,000 feet at night.“
    http://tinyurl.com/njhg7r4
    Das Ding fliegt mit Sonnenenergie, Batterie und Gravitation um einen Mann zu transportieren. Das riesige Flugding hat so viele Solarzellen und kann nicht einmal genug für die Nacht speichern. Ein Witz.

  5. @ # 10
    Lieber Herr Uhlemann,
    Sie haben wohl noch immer nicht mitbekommen, dass wir alle miteinander noch immer in einem der reichsten Länder der heutigen Welt leben und dass wir es uns deshalb auch leisten können, alles was technisch machbar ist, ganz egal wie viele Euros es kosten könnte, auch zu verwirklichen.
    Beispiel: Die Power – To- Gas – Projekte zur Speicherung von zeitweise mithilfe von Windturbinen und / oder PV- Anlagen zu viel erzeugtem elektrischen Strom.

    Alles klar ? 🙂

  6. @#2: H.R. Vogt

    Gut, die Sonne scheint 24 Stunden lang aber halt immer wo anders. Moment, da gibt es noch die Wolken. Mmmmh, Doch nicht wirklich 24 Stunden. Gut, man kann natürlich die Erde an allen Ecken und Enden mit PV’s vollpflastern.

    Wenn man Ihren Beitrag genauer betrachtet dann sind Sie nur interessiert dass Deutschland rund um die Uhr PV Strom hat. Wenn der PV Strom halb um die Erde geht dann kann es nur der PV Strom sein der am Ursprungsort zuviel ist da nur der Überschuss nach Deutschland kommen kann.

    Dann sollte man auch bedenken daß die Menschen mit dem größten Stromvebrauch im Norden Leben und dadurch muß man südlicher viel mehr PV aufstellen. Also in der Wüste.
    Ach nee, das wurde probiert unter dem Namen Desertec.
    Aber in 2014 hatten 47 der 50 ursprünglichen Aktionäre das Konsortium verlassen und auf einer viel kleineren Flamme fortgesetzt wird. Das Dumme ist nur das Desertec auch nur am Tag Strom produziert. Ich kenne diese Pläne schon seit den 80er Jahren (MBB) und auch die Grafik http://tinyurl.com/opum6qc

    Zwar kann man mit einer guten Vernetzung der Überschuss an Strom in alle Ecken der Welt gebracht werden. Es wird aber nicht einfacher da der Überschuss an vielen Orten produziert werden kann und dann muss man Orte finden die nicht genug haben. Da aber jeder Ort seine eigene Energievesorgung haben will und wird gibt es dann irgenwann zu oft zu viel Strom.

    Beispiel: Dänemark hat im July dieses Jahr am Abend 116% Windstrom produziert der dann gegen 2 Uhr am Morgen auf 140% anstieg wegen geringerem Verbrauch. Da Deutschland und Norwegen den Überschuss abgenommen hat kam es zu keinem Problem. Dabei ist Dänemark noch nicht einmal fertig mit dem Windstrom ausbauen. Also wird wohl irgendwann in der Zukunft vielleicht 200% oder mehr produziert und kein Land braucht diesen Strom. Was dann.
    Im Moment ist der Windstrom in Dänemark (energinet) bei ca. 45% und Irland (eirgrid) hat im Moment ca. 35%.

  7. @ #7 H. Mayer

    „Wie nennt man das? Massenpsychose?“

    Nein, religiöse Wahnvorstellungen sind das. Gibt dafür auch einen ICD-Code.

    in HH gab es zwei Psychiatrien mit Zäunen drum rum (und Pförtnerhäuschen), die gezogen worden waren, um die Patienten vor den späteren sog. „Volksgesunden“ zu schützen. Wenn ich mir den religös verursachten psychotischen Windmühlenwahn nördlich der Elbe so anschaue, wäre ich dafür die Stromleitungen von Hamburg nach draußen zu kappen. Moorburg reicht, um HH mit Strom zu versorgen. Den Strom der Wahnsinnigen benötigt niemand.

  8. Ein kurzer Vergleich.

    Solar 2014
    Rd. 1,4 Millionen Anlagen, installiert rd. 39.000 MW, Produktion: 6% von 600 Milliarden kWh = 36 Milliarden kWh, Produktion nur bei Helligkeit, EEG-Umlage: 10 Milliarden Euro, EEG-Kosten: 28 Cent/kWh. Wer bezahlt in x-Jahren die Abriss- und Entsorgungskosten?

    Kernkraft 2010, vor Merkels Energiewende
    17 Anlagen, installiert brutto 21.500 MW, Produktion 140 Milliarden kWh = rd. 23% der Gesamtstromerzeugung in DE, Preis incl. Unternehmensgewinn und allen Investitions- und Entsorgungskosten: ca. 4 Cent/kWh entsprechend 5,6 Milliarden Euro für 140 Milliarden kWh. CO2-frei, preiswert, zuverlässig, sicher, rund um die Uhr, ohne „Reservekraftwerksverordnung“.

  9. Es handelt sich um ein reine Logistikproblem! Die doofen Ingenieure sollten sich damit beschäftigen, wie Strom und Wärme gespeichert und transportiert werden können und nicht rumnöhlen.
    Die Sonne scheint immer irgendwo auf der Welt und am Äquator ist genug Wärme für die ganze Welt. Das sind nur die Strategien der Großkonzerne und altes Denken!!

    // Satire aus

    Leider habe ich solche Diskussionen schon erleben müssen! „Du magst ja recht haben, aber wir können trotzdem so nicht weiter machen!“
    Wie nennt man das? Massenpsychose?

  10. @ #4 G. Pesch

    Faustformel:

    Gesamtstromerzeugung mittels der sog. „EE“ (diejenigen, die diesen Begriff ohne Tütelchen und vorneweg ’sog.‘ benutzen, sind naturwissenschaftlich dumm geblieben): Vollaststundenzahl multipliziert mit installierter Leistung.

    Bei Windmühlen sind es ca. 1600 und bei Solarpanels um die 800, von 8760 möglichen.

    „Viel Geld für nichts also…..“ Ja, der Bürger wird gezwungen sein sauer erarbeitetes Geld für die Ideen von Leuten mit Wahnvorstellung zu verschwenden.

    Leute mit Wahnvorstellungen dürfen zwar nicht Flugkapitän werden, aber Abgeordnete, Minister, Bundespräsident/In oder Kanzler/In.

  11. Hallo Herr Keil,

    kleine Korrektur: Der PV-Anteil an der Stromerzeugung betrug lt. BDEW für 2014 nur knapp 6%, statt der 26% in Ihrem Artikel. Schlaffe 10 Milliarden Euro für fast Nichts – ein wahres Regierungsschnäppchen.

  12. Im Jahre 2014 hatte die PV gerade einen Anteil von 26,2 % an der Stromerzeugung, aber bekam dafür 53 % der EEG-Umlage – gut 10 Milliarden Euro – von den Stromkunden. …

    Ich denke die genannten 26,2 % beziehen sich auf die EEG Strommenge und nicht auf die Gesamtstrommenge. Da liegt PV eher bei 6 % – 7 %. Viel Geld für nichts also…..

  13. Hallo Herr Keil,

    „Im Jahre 2014 hatte die PV gerade einen Anteil von 26,2 % an der Stromerzeugung, aber bekam dafür 53 % der EEG-Umlage“

    Nach den Daten des BDEW von 12/2014 hatten alle „Erneuerbaren“ einen Anteil von 25.8% und der Anteil der PV lag bei 5.8% das sind 22.4% der „Erneuerbaren“ und absolut also nur 5.8%

    Bitte erleutern oder korregieren.

  14. @ Dr. Ing. Günter Keil
    Lieber Herr Keil,
    da die Erde fast eine Kugel ist, die sich alle 24 Stunden einmal um ihre Nord-Süd-Achse dreht, scheint doch immer irgendwo die Sonne!
    Und weil bekanntlich dem Injeniör nix zu schwör ist, müßte man doch nur noch ein paar HGÜ – Leitungen parallel zu den Breitengraden rund um diese abgeplattete Kugel verlegen und schon wäre das von Ihnen aufgezeigte Problem gelöst!
    Da ich derzeit noch immer ABB- Kleinaktionär bin, möchte ich Sie bitten, mit denen Kontakt aufzunehmen, denn ABB ist eine der auf diesem Gebiet führenden Firmen.
    Meine ABB- Aktien kaufte ich 2012 auf die Nachricht, dass ABB den weltweit ersten Leistungsschalter für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) entwickelt und damit ein 100 Jahre altes Problem der Elektrotechnik auf dem Weg hin einem effizienteren Stromnetz gelöst habe.
    In mehrjähriger Forschung habe ABB den weltweit ersten Leistungsschalter für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) entwickelt. Der Schalter für eine Spannung von 320.000 V kombiniere angeblich schnellste Mechanik mit Leistungselektronik. Er sollte in nur 5 ms – dreißigmal schneller als ein Wimpernschlag – Gleichstrom »unterbrechen« können, der der Leistung eines Großkraftwerks entspricht ……………..
    Hatte als junger Ingenieur selber mal mit Elektrolyse-Anlagen zu tun, in denen DC-Stromkreise ab und zu unterbrechen waren, und erinnere mich noch heute daran wie schwierig es war, die zwischen den Kontakten entstehenden Lichtbögen zu löschen noch bevor diese metallischen Flächen fest miteinander verschweißten.
    Leider ist aber wohl noch immer nicht möglich, solche zuverlässigen Gleichstrom-Schalter zu bauen, ohne die man nicht auskommt, wenn man HGÜ- Leitungen zu einem Netz verschalten möchte .

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