1000 Jahre „Chemisches Echo“? 2050 Explosion der Erde? 2035 Himalaja-Eis weg durch Ruß?

Der technische Fortschritt hat nicht nur ganz gewaltig zur Vermehrung der Menschheit beigetragen, sondern er hat auch unvorstellbar vielen Menschen größeren Wohlstand, bessere Gesundheit, längeres und angenehmeres Leben und vor allen Dingen hervorragende Perspektiven für eine noch glücklichere Zukunft geliefert. Mit solchem Glück können Päpste, Pfaffen und Medien keine Geschäfte machen, deshalb müssen solch morbide Weltuntergangsmetaphern her und die dazu gehörigen Prediger, von denen Schellnhuber der teuerste Darsteller ist. Der „Sahara-Sommer“ hätte den CO2 Hitzetod glaubhaft machen können.

Bild rechts: (Bildquelle im Internet: http://tinyurl.com/oucosz9)

Es kam anders. Sommer, Sonne, Südwind sind den meisten Zeitgenossen lieber als Winter, Sauwetter und Nordwind. Und noch schlimmer kam es. Die Daten des Deutschen Wetterdienstes, veröffentlicht vom Umweltbundesamt, zeigen, dass es in Deutschland nun schon 30 Jahre lang keinen Temperaturanstieg mehr gab bei beschleunigtem CO2 Ausstoß!

1000 Jahre „Chemisches Echo“?

Der Hitzetod durch die CO2 Katastrophe ist medial ausgelutscht! Daher hat sich der Metaphern-Prediger Schellnhuber als neuer Aktivposten des argentinischen Papstes etwas Neues einfallen, das „Chemische Echo“:

(Zitat) «"In den Tiefen des Ozeans wird das chemische Echo der heute verursachten Kohlendioxid- Emissionen noch Tausende von Jahren nachhallen", sagt PIK-Direktor und Ko-Autor Hans Joachim Schellnhuber. "Wenn wir nicht rasch Emissionsreduktionen umsetzen, die der 2-Grad-Grenze entsprechen, dann wird es nicht möglich sein, die Ozeane der Welt so zu erhalten, wie wir sie heute kennen."» (Zitat Ende)

(Quelle: dpa Meldung im Hanauer Anzeiger vom 11. August 2015 als pdf Datei unten)

Was ist ein „Chemisches Echo“? Chemie an sich ist ja schon unheimlich genug, aber nun auch noch als „Chemisches Echo“? Das ist wie Tod und Teufel, Hölle und Vorhölle gleichzeitig. Chemie ist aber eher Leben als Tod. Chemie ist alle stoffliche Materie unseres Planeten Erde. Chemie ist die Wissenschaft zwischen der Physik und der Biologie. Chemie demonstriert wiederholgenau, wie „chemische Stoffe“ in andere chemische Stoffe umzuwandeln sind – fast immer ohne, dass es stinkt und knallt, also ohne „Echo“. Ein gut passendes und ganz geräuschloses Beispiel ist die Umwandlung des Luftbestandteils Kohlenstoffdioxidgas CO2 durch Fotosynthese in die vielen, vielen chemischen Bausteine der Pflanzen, die unsere Erde immer grüner machen, sogar die Sahara im Sommer! „Chemisches Echo“ gibt es nicht! Es wäre immer ein „Physikalisches Echo“! „Chemisches Echo“ ist pure metaphorische Dichtkunst für gehobene mediale Panikmache für geistig Anspruchvollere. Zum Glück habe ich die ARTE Sendung über das „Chemische Echo“ verpasst.

Aber mal ernsthaft, kennen wir unsere Ozeane heute wirklich gut? Was wir gut kennen, ist die Formel H2O und ihre Gesamtmasse, die rund 270 mal so groß ist wie die der Atmosphäre. Relativ gut wissen wir auch, dass die Ozeanoberflächen im Mittel global wärmer sind als die Landoberflächen. Dabei grenzen die Ozeane, nicht die Kontinente an die kältesten Stellen der Erde an, an das ewige Eis der Pole! Physikalisch kann ich das gut erklären mit der Eindringtiefe der wärmenden Sonnenenergie bis auf einige Hundert Meter Tiefe hinein. Und da kommt die Wärme nicht wieder so schnell heraus, was einen gewaltigen ozeanischen Treibhauseffekt von rund 18°C bewirkt. Hat der Metaphern-Prediger Schellnhuber je eine Erklärung dafür angeboten? Wer kennt eine?

Und wir kennen die Ursache für den pH-Wert der Ozeanoberflächen und den Neutralpunkt des pH-Wertes, also pH = 7,0, der Säuren (<pH 7) und Basen (>pH 7) trennt[1]. Die Ozeanoberflächen (!) – wie es drinnen aussieht, geht noch niemand was an – haben im Mittel einen pH-Wert von 8,3. Der Ozean ist also oben zunächst einmal eine „Kleine Base“ und keine „Kleine Säure“, so eine Art „leicht alkalisches Seifenwasser“. Die „Seifen“ der Ozeane bestehen aus den seifigen Alkalimetallen Natrium und Kalium, auch aus der Erdalkalimetall Calcium (Ca).

Die Gebirge aus „Kalkstein“, chemisch Calciumcarbonat oder (CaCO3), sind die wichtigsten Lieferanten der Seifen im Ozean. Die „Kalkalpen“ der Erde wurden einst von Lebewesen aus der sauren Uratmosphäre der Erde gebildet, die fast nur aus CO2 bestand. Gleichzeitig haben sie dabei nach und nach auch das CO2 der Atmosphäre in Sauerstoff (O2) umgewandelt. In der jüngeren Erdgeschichte werden die alkalischen Gebirge vom Regen ständig in die Ozeane gespült. Das würde die Ozeane eigentlich immer alkalischer machen. Auch das passiert nicht. Im Ozean gibt es Leben und viele Lebewesen im Ozean machen aus dem eingespülten wasserlöslichen Calcium-Hydrogencarbonat (Ca(HCO3)2) wieder Schalen aus Kalk, der wiederum gebirgsbildend zu Boden sinkt und die „Überalkalisierung“ auf pH = 8,3 begrenzt. Dabei sind Kieselalgen, die gar keinen Kalk bilden, noch wichtiger. Sie bauen nicht nur schwergewichtige Kieselschalen auf, sondern auch unglaublich viel CO2-bindende Biomasse. Ihr Absterben und rasches Absinken leistet das Meiste um „den CO2 Gehalt des oberflächennahen Meerwassers, welches dann neues CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen kann“, zu reduzieren.

(Quelle: http://tinyurl.com/omdt9e2)[2]

2050 Explosion der Erde?

Die schlimmste Schellnhuber’sche Metapher ging am 13. November 2008 über den TV Sender PHOENIX in die Internet-Welt hinaus mit der Projektion des Szenarios: „dann würde 2050 die Erde explodieren“. Von dieser Hitze-Explosion im Sinne ein Super-CO2-Atombombe sind wir nun Gott-sei-Dank durch den Heiligen „Hiatus“ erst einmal gerettet worden dank seiner Erwärmungspause seit nunmehr 29 Jahren bei zunehmendem CO2 Ausstoß.

http://goo.gl/C804V

2035 Himalaja-Eis weg durch Ruß?

Schellnhuber war – ganz ohne Metapher – auffällig geworden mit einer ganz realistischen Erklärung, als es 2008 darum ging plausibel zu machen, warum laut IPCC Bericht das Himalaja Eis bereits 2035 abgeschmolzen sein wird. Dass CO2 nicht so extrem wirksam sein kann, wusste er wohl schon. Deshalb hat Schellnhuber die CO2  Karte nicht ausgespielt, sondern die höherwertige Ruß Karte hinausposaunt. Ruß bringt Eis und Schnee in der Sonne in der Tat viel rascher zum Schmelzen aufgrund seiner hohen Absorptivität für Wärmestrahlung als das CO2 Gas, welches mehr Wärme nach oben transportiert als es an Wärmestrahlung absorbiert. Hier ist Schellnhuber im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zu hören:

http://tinyurl.com/o7haqo5

Kurz darauf hat sich die Ruß Karte, die Schellnhuber ausgespielt hat, aber doch als Flop erwiesen. Nicht der chinesisch-indische Gemeinschaftsruß war medial durchschlagend, sondern der einfache, aus Indien stammende Zahlendreher. WWF Indien meinte 2350 und nicht 2035.

Fazit

Das Dumme an all diesen „Krummen Sachen“ der Klimafolgenforschung ist, dass Klimaforscher, egal was sie uns verkünden, immer die „Heiligen Kühe“ der Medien bleiben,  für sie das gute alte Sprichwort nicht zu gelten scheint:

„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“

Dr. rer. nat. Gerhard Stehlik, Hanau

(www.Gerhard-Stehlik.de, gerhard.stehlik@gmx.de)


[1] Von diesem Neutralpunkt sind die Ozeane um mehr als einen Faktor 10 entfernt. Die pH-Skala (von ca. 0 bis ca. 14) ist keine einfache lineare Größenskala, sondern eine logarithmische. Zwischen pH 7 und pH 8 spannt sich ein 10-fach unterschiedlicher Gehalt auf von „Säuren“ zu „Basen“ („Alkalien“).

[2] http://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/wie-viel-kohlendioxid-gelangt-jaehrlich-in-die-atmosphaere-und-welcher-anteil-davon-wird-in-land-un/ (Professor Dieter Wolf-Gladrow, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung)