Sechs Klima-Schlagzeilen aus dem Jahr 2009, die uns etwas Wichtiges sagen auf dem Weg zur Klima-Konferenz in Paris

Larry Kummer, Betreiber der Fabius Maximus (FM)-Website, wo dieser Beitrag erstmals erschienen war.
Die gleichen alten Schauermärchen, jedoch in einem anderen Jahrzehnt.
Zusammenfassung: Dieser Beitrag soll Teil einer Serie bei FM sein, die die besten Propaganda-Schlagzeilen dokumentieren soll, die unsere Nachrichten füllen. Hier präsentiere ich sechs Schlagzeilen, die uns eine wichtige Story über uns und Klimawandel erzählen. Viel Spaß!


Wenn wir die Welt wieder klar erkennen, können wir die Reform von Amerika in Angriff nehmen.

Vor sechs Jahren begann ein neues Kapitel der inkompetentesten Campaigner jemals, nämlich die Vorbereitung auf die Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 (hier). Die folgenden Schnipsel zeigen den Tenor des massiven Bombardements von Stories, die den Menschen Angst machen und eine Lawine lostreten sollten hinsichtlich weit reichender politischer Maßnahmen, um die Welt zu retten. Diese Schlagzeilen warnten davor, dass die Welt kurz vor ihrem Untergang steht und dass die Zeit abläuft.

(1) „Dem Präsidenten ,bleiben noch vier Jahre, um die Welt zu retten’“, sagt Klimawissenschaftler James Hansen im Guardian am 17. Januar 2009 (hier).

(2) „Die globale Erwärmung hat einen ,kritischen Punkt‘ erreicht“, warnt Prinz Charles im Telegraph am 12. März 2009 (hier). Der Welt bleiben „weniger als 100 Monate“, um den Planeten zu retten.

(3) „Uns bleiben nur noch Stunden, ,um eine Klimakatastrophe abzuwenden“ (hier) sagt Elizabeth May (Abgeordnete im Parlament und Chefin der Grünen Partei) in The Star, Toronto am 24. März 2009. Dies wurde als Nachricht verkauft und nicht als ein Op Ed.

(4) „Nur 96 Monate, um die Welt zu retten“, sagt Prinz Charles in The Independent am 9. Juli 2009 (hier). „Falls die Welt diese Warnungen nicht beachtet, werden wir alle den ,Alptraum erleben, der inzwischen für uns alle am Horizont heraufdämmert‘.“

(5)„Fünf Jahre, um die Welt von dem Klimawandel zu erretten“, sagt der WWF der Australian Broadcasting Company am 18. Oktober 2009 (hier). Daraus folgende Auszüge:

„Karl Mallon, ein Wissenschaftler bei Climate Risk und einer der führenden Autoren des Berichtes sagt, dass das Jahr 2014 als dasjenige berechnet worden sei, ab dem nicht mehr genug Zeit bleibe, die Industrien auf eine Low-Carbon-Ökonomie umzurüsten. Der ,Punkt ohne Wiederkehr‘.

Falls wir bis nach 2014 warten, wie es unsere Modelle zeigen, dann wird es, einfach gesagt, für die Industrien unmöglich sein, das noch in einer Größenordnung zu erreichen während der Zeit, die uns noch bleibt“.

(6)„Gordon Brown sagte, dass den Unterhändlern 50 Tage bleiben, um die Welt vor der globalen Erwärmung zu retten und den ,ausweglosen Punkt‘ zu durchbrechen“ (hier). So zu hören in der BBC am 19. Oktober 2009. Brown war damals UK-Premierminister.

Das Ergebnis

Es war ein fantastischer Erfolg – für die Teilnehmer, von denen sich die Meisten an Ferien auf Staatskosten (= auf Kosten des Steuerzahlers) mit ihren Angehörigen im pittoresken Kopenhagen erfreuten. Hier steht der von ihnen produzierte Wortsalat. Drei Journalisten des Guardian bewerteten die Konferenz hinsichtlich deren Errungenschaften: Niedrige Soll-Vorgaben, fallen gelassene Ziele: Kopenhagen endet mit seinem Scheitern (hier).

[Anmerkung von Hans-Dieter Schmidt: Während der gesamten Zeit der Konferenz lag Mitteleuropa und auch Dänemark im Zustrom extrem kalter Festlandsluft von Osten her, nachdem es dort zuvor einen massiven Schneesturm gegeben hatte. Halt der „Al-Gore-Effekt“]

Typische Ergebnisse einer der inkompetentesten Kampagnen, die jemals losgetreten worden sind (hier)

Sprung nach heute

Sechs Jahre später sind wir immer noch im Stillstand – dem Zustand, dass sich die Erwärmung der Atmosphäre immer weiter verlangsamt (siehe Studien hinsichtlich der Gründe hier) – mit den meisten Erscheinungen von Extremwetter im normalen Bereich (hier und hier).

Ohne etwas aus den gescheiterten Taktiken gelernt zu haben, haben Klimaaktivisten jetzt mit einem Angst-Bombardement begonnen, um eine Lawine von in Panik geratenen Menschen zur Klimakonferenz nach Paris zu erzeugen (Paris! Keine globalen Klimakonferenzen in Chicago oder Birmingham, wo die Veranstaltungen viel billiger wären). Jede Woche erscheinen neue Studien, die im Brustton der Überzeugung prophezeien, dass der Klimawandel immer neue Schrecken hervorbringen wird (komisch, dass nicht eine einzige gute Sache erzeugt wird).

Und als Sahnehäubchen auf diese Nachrichten hören wir dies: „Seine Königliche Hoheit Prinz Charles warnt, dass uns nur noch 35 Jahre bleiben, um den Planeten vor einem katastrophalen Klimawandel zu retten“ (hier). So gesagt am 18. Juli 2015 in den Western Morning News. Nett von Prinz Charles, dass er uns eine Atempause von seinem ursprünglichen Ultimatum im Juni 2017 gönnt.

Schlussfolgerungen

Eine Parallele zu dieser Kampagne ist die Serie von sicheren Prophezeiungen seit 1984, dass Iran in ein paar Jahren über Kernwaffen verfügen werde (hier). Es zeigt sich ein gemeinsames Element von Meinungsbombardement der Linken und der Rechten: Aktivisten verstehen uns. Sie wissen, dass uns nur auf uns selbst bezogene Wahrheiten interessieren, dass wir kaum einmal durch Erfahrung lernen und dass es uns egal ist, wenn unsere Führer uns belügen.

Wenn wir uns ändern und diese Dinge eben nicht länger als wahr ansehen, dann werden wir angefangen haben, die Kontrolle über Amerika zurück zu gewinnen. Mehr hierzu siehe hier: Amerika reformieren: Schritte in Richtung einer neuen Politik.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Weitere Informationen: Alle Beiträge zu Information und Desinformation hier, über die Grundlagen zum Verständnis des Klimawandels hier. Meine Beiträge zum Thema Klimawandel gibt es hier.

Link: http://wattsupwiththat.com/2015/08/08/six-climate-headlines-from-2009-that-tell-us-something-important-about-the-run-up-to-the-2015-paris-climate-conference/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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2 Kommentar(e)

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1

War es nicht Adenauer, der sagte: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern."? und "Sie dürfen einem Politiker nicht alles glauben."
- Tue ich auch nicht!

2
Rainer Steppan

Die gläubige Masse interessiert das anscheinend Null.
Oder es wird passiv mitgeschwommen.
Von solchen krassen Widersprüche wird man von unseren in diesem Gebiet Lügenmedien nichts hören/lesen. Es wird im Gegenteil sogar noch volles Rohr nachgelegt.