Fremdkörper im Wald

WKA bei Simmersfeld, Bild Google Earth

von Wolfgang Prabel
Noch im Landtagswahlkampf hatten die thüringischen Grünen ein heimeliges Plakat aufgehängt: „Jeder Baum ist ein Zuhause“. Da war der deutsche Wald noch heilig. Die Zeiten ändern sich und die Grünen sitzen derweil in der Landesregierung.. „Bäume“, sagte der grüne Fraktionsvorsitzende Dirk Adams kürzlich, „werden für alles Mögliche gefällt. Warum dann nicht bei Tautenhain für einen Windpark?“


Bäume werden tatsächlich für alles mögliche gefällt, im Wald jedoch eigentlich nur zur Holzernte, verbunden mit einer Wiederaufforstung. Bauvorhaben sind im Außenbereich in der Regel nicht zulässig, jedenfalls nicht für private Investitionen. Man muß das Umwelt- und Naturschutzrecht schon ganz schön verdrehen, bis Eingriffe im Wald zulässig sind.

Für eine Windkraftanlage werden auch nicht nur drei Bäume umgelegt. Es braucht eine Zufahrt, ein Fundament und ziemlich viel Platz um den Kran für die Errichtung und eine Bühne zu Wartungszwecken aufzustellen. Im unterirdischen Bauraum hat es auch noch Kabel. Im grün-rot regierten Musterländle Baden-Württemberg gibt es bei Simmersfeld im Nordschwarzwald eine Ansammlung von Anlagen im Wald.  Per Luftbild kann der Laie sich ein Bild von der Umweltzerstörung machen. Für eine WKA fallen um die 100 Bäume.

Der eigentliche Höhepunkt der Verwüstung tritt jedoch erst ein, wenn ein 150 bis 200 m hoher Spargel eines schönen Tages nach spätestens 30 Jahren Nutzungsdauer gesprengt werden muß und mit etwa 1.000 bis 3000 Tonnen Gewicht in den Wald kracht. Alleine eine Nabe wiegt bis 350 Tonnen. Es ist ein mittleres Erdbeben, was da herbeigebombt wird.

Die unschuldige Fledermaus ist das Tier, welches sich gut instrumentalisieren läßt. Immer wenn ein Großprojekt verhindert werden soll, wird die Hufeisennase aufgefunden. Die thüringische Umweltministerin Anja Siegesmund verleiht Auszeichnungen für den Fledermausschutz.

Früher wurden auch für die Tötung von Lebewesen Orden verliehen. Warum dekoriert die Ministerin die WKA-Besitzer nicht mit Eisernen Kreuzen für die Fledermausvertilgung mittels sich drehenden Rotorblättern? Nur ein außerhalb von Windparks fliegendes Tier ist eben eine gute Fledermaus. Das böse Flattertier umschwirrt den Grobian oder wie die WKA immer heißt und gefährdet so indirekt das Klima. So die aufgepimpte Zwecklogik der Grünen.

Ein evangelischer Pfarrer beklagte sich bei einem Kollegen über die Fledermaus-Plage in seiner Kirche – er habe alles versucht, um sie zu vertreiben, ohne Erfolg. Darauf der Kollege: “Ich habe meine getauft und konfirmiert – danach kommt keine wieder”  Nun, konfirmieren darf Frau Siegesmund nicht, sie kann nur mit Windmühlenflügeln wild um sich schlagen.

Zuerst erschienen in Prabels Blog hier

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4 Kommentare

  1. Der gute Herr Lesch gestern.
    (Leschs Kosmos 23.35 – 0.05)
    Es ging um eingewanderte oder verschleppte unangenehme Tiere. Da war der Pinienprozessionsspinner, der zwar nicht aufgrund des bösen Klimawandels hier ist, aber wohl klar davon profitieren wird, wenn es immer wärmer wird. Eine weitere schlechte Konsequenz des Klimawandels, die natürlich sofort gebracht wird.
    Dann kam die Königskrabbe, ein Vielfraß von der Sowjetunion damals in der Barent See angesiedelt, ist mittlerweile zu den Lofoten vorgedrungen. Diese Art frisst alles blank. Sie braucht aber kaltes Wasser. Hier kommt natürlich nichts in der Richtung, dass eine Erwärmung diese Art sogar zurückdrängen würde. Positive Konsequenzen darf es beim Klimawandel nicht geben, ausdrücklich streng verboten.
    Diese Bemerkung mit dem Pinienprozessionsspinner kam in der Reportage, nicht vom Herrn Lesch. Bei der Königskrabbe kam weder in der Reportage noch von Herrn Lesch die streng verbotene Konsequenz.

  2. Ich hatte am Wochenende das „Vergnügen“ mal wieder über den Hunsrück zu fahren. Nicht nur dort sieht man das Ergebnis der Energiewende. Es ist einfach nur noch grausig. Dabei sind die Anlagen dort durch den (noch) steten Wind nicht einmal die höchsten der Republik, die sollen z.B. in „meinem“ eher windarmen Landkreis kommen. WKAs soweit und wohin das Auge blickt, gekrönt noch durch Solarzellenparks und massig mit PV zugedeckte Haus- und Gewerbedächer, das verursacht nicht nur Beklemmung und Augenschmerzen angesichts der Landschafts- und Lebensumweltverschandelung und eines dabei offenbar problemlosen Stellen von WKA auch in Wäldern, sondern regelrechten Zorn auf diesen Staat und einem politischen System, das das ermöglicht, ja geradezu fordert und fördert.
    Ich lebe in einer kranken, lebensmüden, dekadenten Gesellschaft, wo das Abnormale, das Abartige, das Sonderbare und einseitig Hofierte das Normale sein soll und wo am Ende die bewusst und absichtlich in Kauf genommenen Verstöße und Missachtung ökonomischer Gesetzmäßigkeiten das damit verbundene Desaster auch noch mir mit aufgebrummt werden.

  3. Um im Hambacher Forst ketten sich die Umweltaktivisten an jeden Baum um den Braunkohletagebau zu stoppen! Es gibt also im grünen Universum gute Bäume (die dem Tagebau im Wege stehen) und böse Bäume (die der Windstromindustrie im Wege stehen). Die Bösen müssen natürlich weg. Deutschland wird grün, Deutschland ist ein Irrenhaus!

  4. Schon Franz Müntefering fand es ungerecht an Wahlkampfaussagen gemessen zu werden, und für die „gute Sache“ müssen eben schon mal Opfer gebracht werden. Und welche Sache könnte besser als die Rettung der Welt sein, kleiner machen es Politiker ja nicht.

    Was ist dazu schon zu sagen? Man sollte eben stets das Gegenteil dessen annehmen was ein Politiker so von sich gibt. Häufig liegt man damit nämlich nah an dem was dann tatsächlich stattfindet.

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