Grönland soll auf seine Industriealisierung verzichten, weil diese das Weltklima gefährdet – Unsere Ideologie fordert es. Die falschen Fakten liefern wir dazu*.

von Helmut Kuntz
Das „Wissensportal“ Planet-Schule informiert über eine geplante Industrialisierung in Grönland (1). Dazu kommentiert es, dass die Grönländer damit das Weltklima gefährden und diese Gefährdung die Grönländer nicht einmal stört.


Artikelauszüge

Bild rechts von hier 

Grönlands Gier – Reichtum durch Klimawandel

Textstellen:

Vom Fischer zum Aluminiumarbeiter

Der Klimawandel als Chance für den wirtschaftlichen Aufschwung? Erstmals gedeiht Gemüse auf der Insel. Die grönländische Regierung plant, Öl zu fördern und das reichlich vorhandene Schmelzwasser für die Energieproduktion zu nutzen. Hauptziel ist die Aluminiumproduktion, denn Aluminium ist ein begehrter Rohstoff für die Autoindustrie.

Industrialisierung verstärkt Klimawandel

Die Folgen der Industrialisierung für die Umwelt stören viele Grönländer nicht, weil sie Arbeit brauchen. Wenn die Regierung ihre Pläne umsetzt und Aluminium-Industrie ansiedelt, wird Grönland in den nächsten Jahren wohl zehnmal mehr CO2 ausstoßen als heute. Die Gletscher könnten dadurch noch schneller schmelzen und der Meeresspiegel weiter ansteigen.

Dazu werden Videos gezeigt, wobei das letzte im Schaubild einen Pfeil mit 7 m zeigt, was einen Anstieg des Meeresspiegels anzeigen soll.

Bild 1 Im Artikel sichtbares Video-Startbild

Wir schätzen ab, welchen Klimaeinfluss die geplante Industrialisierung verursachen kann.

Rechenbasis: Gerechnet wird mit dem IPCC.Forcingwert von 3 ° C und parallel mit dem realistischen von 1° C. Der IPCC-Wert ergibt eine Temperaturerhöhung von 0,001 ° C pa für 1 Gt CO2 Eintrag.

Berechnungen

·       Mögliche Temperaturerhöhung durch die geplante Industriealisierung.

o   2013 emittierte Grönland 10,71 t CO2 pro Einwohner (2). Bei 57.000 Einwohnern ergibt das
610.470 t pa insgesamt (0,000611 Gt).

o   Der durch die geplante Industrialisierung kommende, zusätzliche CO2-Ausstoß beträgt lt. Info des Wissensportals das 9-fache der aktuellen Emission.  Das sind dann  0,0055 Gt pa (zusätzlich).

o   Daraus berechnet sich eine maximale Klimaerhöhung durch die geplante Industrialisierung von: 0,001 x 0,0055 Gt = 0,000005 ° C pa.

·       Abschätzung des dadurch möglichen Anstiegs des Meeresspiegels.

o   Der Meeresspiegel stieg von 1870 bis 2009 um 250  mm an (3). Gleichzeitig betrug die globale Temperaturerhöhung 0,7 ° C. Das ergibt  357 mm / ° C oder 1,8 mm pa.

o   Nun steigt der Meeresspiegel verzögert. Deshalb nehmen wir die doppelten Werte an. Das sind dann 714 mm /  ° C  und 3,6 mm pa.  Anm.: Diese grobe Abschätzung  trifft den aktuellen „offiziellen“ Wert von 3,1 mm pa brauchbar und ist damit auf keinen Fall zu niedrig angesetzt.

o   Somit kann der Meeresspiegel um: 0,000005 ° C x 714 mm /  ° C  = 0,00356 mm pa steigen.

Zusammenfassung des Klimaeinflusses durch Grönland aufgrund der geplanten Industrialisierung.

Tabelle 1

Fazit

Zur Vermeidung dieser Klimaerhöhung soll Grönland nach Meinung des „Wissensportals“ auf seine Industrialisierung verzichten und arm bleiben.  Zudem ist der Text „die Gletscher könnten dadurch noch schneller schmelzen“ eine bewusste und sehr massive Irreführung. Und das  Videobild mit den suggerierten 7 m Meeresanstieg ist pure Demagogie, wie schon die einfache Worst-Case-Abschätzung zeigt.

Man kann diese Schülerinformation nur noch als grün-demagogische Verblendung bezeichnen. Was sich der Redakteur und die Betreiber der Webseite dabei wohl denken?

*Danke an „kaltesonne“ für den Hinweis auf diesen Artikel.

(1)

Planet-Schule.de: Grönlands Gier – Reichtum durch Klimawandel

http://www.planet-schule.de/wissenspool/klimawandel/inhalt/sendungen/groenlands-gier-reichtum-durch-klimawandel.html

(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission

(3)

WIKIPEDIA Klima und Hebungen bzw. Absenkungen des Meeresspiegels

Der gemessene Anstieg des mittleren Meeresspiegels zwischen 1870 und 2009 beträgt rund 25 cm.

http://de.wikipedia.org/wiki/Meeresspiegel

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12 Kommentare

  1. #1: Gerald Pesch
    Rein politisch-propagandistisch mag ja der Verweis auf die DDR stimmen. Aber:
    In der DDR-Schule waren alle naturwissenschaftlichen Fächer Pflicht. Insofern wäre es zu DDR-Zeiten schwer gewesen, dem in dieser Richtung gut gebildeten Volk irgendwas vorzugaukeln, was den Naturgesetzen, der Physik widerspricht.
    Und politische Thermodynamik ist auch keine Erfindung der DDR.

  2. ARD und ZDF wollen jetzt ganz konsequent gegen den Klimawandel vorgehen und jede halbe Stunde einen Spot senden mit dem Hinweis, eine Stunde Fernsehen am Tag reichen. Wenn das alle machen würden können wir 263,239976 Kohlekraftwerke abschalten und die Welt wäre gerettet! Ironie aus, leider.

  3. Sehr geehrter Herr Pesch,

    die von Ihnen herausgesuchte Beschreibung des Treibhauseffekts durch das WWF ist schon besonders unsinnig. So ist die Wirkung der ultravioletten Strahlung bei der Erwärmung der Erde marginal, diese ultraviolette Strahlung wird von der Erdoberfläche natürlich nicht reflektiert und werfen kann man Strahlung schon gar nicht, Infrarotstrahlung fällt auch nicht mittels Schwerkraft zur Erde zurück und die Erwärmung der Erde erfolgt nach einem völlig anderen physikalischen Prinzip als die Erwärmung eines Treibhauses.
    Man muss aber feststellen, dass die Damen und Herren vom WWF einfach nur Pech haben. Selber ahnungslos in Sachen Physik haben sie sich unglücklicher Weise in ihrer Dummheit die blödsinnigsten Passagen zusammengesucht. Aber all dieser Unsinn steht auch in Erklärungen, die man z.B. beim MPI Hamburg oder beim PIK oder in Schulbüchern findet. Dies ist m.E. nach ein besonders deutliches Zeichen, dass es sich bei der „menschgemachten Erwärmung“ nur um eine religiöse Sekte handelt. Wäre das Wissenschaft, müssten die Wissenschaftler (PIK / MPI Hamburg …) dafür sorgen, dass der Bevölkerung nicht nahezu ausschließlich völliger Unsinn beigebracht wird. Bei einer Sekte ist das egal. Da kann auch totaler Unsinn verbreitet werden wie hier beim WWF. Die Sektenjünger müssen ja nur glauben, sie müssen (und dürfen) ja nichts wissen!

    MfG

  4. Wie der WWF die Physik vergewaltigt:
    Sonnenstrahlen treffen als ultraviolette Strahlung (UV) auf die Erdoberfläche und erwärmen diese. Ein Teil dieser Energie wird in Form von langwelliger infraroter Strahlung reflektiert, also wieder Richtung Weltraum zurückgeworfen. Von dieser reflektierten infraroten Strahlung wiederum wird ein Teil in der Atmosphäre von Gasen wie Wasserdampf, Ozon, Kohlendioxid (CO2) und anderen quasi zurückgehalten. Diese langwellige infrarote Sonnenstrahlung fällt zur Erde zurück und erwärmt sie wie ein Treibhaus. Dieser natürliche Treibhauseffekt ist damit so etwas wie eine gigantische, erdumspannende Temperaturregelung, die Leben unter den herrschenden Bedingungen ermöglicht.
    Besonders folgende Passage ist an Irrsinn kaum zu überbieten: Von dieser reflektierten infraroten Strahlung wiederum wird ein Teil in der Atmosphäre von Gasen wie Wasserdampf, Ozon, Kohlendioxid (CO2) und anderen quasi zurückgehalten. Diese langwellige infrarote Sonnenstrahlung fällt zur Erde zurück und erwärmt sie wie ein Treibhaus.
    Aha, die IR-Strahlung „fällt zur Erde zurück“ und „erwärmt sie wie ein Treibhaus“. Das ist so plausibel wie die Auferstehung des Fleisches, Sektenpropaganda eben. Schon vor 100 Jahren bewies Wood in einem Experiment dass das oben genannte nur Bullshit ist. Und heute, 100 Jahre später verbreiten die Medien, Politiker und Schulen genau diesen Unsinn munter weiter. Zum totlachen wenn es nicht so traurig wäre…

  5. #6: Sebastian Lüning sagt:
    am Donnerstag, 23.07.2015, 08:19
    Ich hatte mit „Planet Schule“ zum Golfstrom korrespondiert. Immerhin hat die Redaktion geantwortet, wenn auch die Gedankengänge schlecht nachvolziehbar sind:
    http://tinyurl.com/oh72oup
    #################################################,
    Und auf Ihrem letzten Schreiben hin haben Sie nie eine Antwort erhalten? In Sachen Klimaideologie haben wir längst DDR Verhältnisse. Die „öffentlich-rechtlichen“ sehen sich als Vorkämpfer der „großen Transformation“. Vom journalistischen Prinzip der objektiven Berichterstattung sind die genau so weit entfernt wie seiner Zeit das „Neue Deutschland“. Gut das es das Internet gibt!!

  6. Es ist natürlich für die Emirate Global Aluminium vorteilhafter mit dem neuen Hassyan Kohlekraftwerk ihre Schmelzanlagen zu betreiben, als zu sehen wie die Wettbewerber auf Grönland mit preiswerter Wasserkraft ihre Preise unterbieten.
    Die lachen sich doch tot, wenn sie die „Climate Warrior“ gegen Grönland in Stellung bringen.
    Dafür heucheln sie sogar mit einigen Solarkraftwerken – Greenwashing perfekt.
    Und wer fällt mal wieder darauf rein?

  7. Wie schaut es eigentlich mit Island aus. Ich habe gehört, dass dort der Winter etwas länger gedauert hat….und Island mit seinen Vulkanen und Thermalquellen ist jetzt auch nicht unbedingt ein Musterland von CO2 Vermeidung….vielleicht sollte man den Isländern vorschreiben ihre Vulkane mit einer CO2-Rauchgasreiningung bzw. CO2-Abscheidern auszustatten….;)
    Übrigends hat Island auch eine Metallverarbeitende Industrie.

  8. In Grönland leben fast lächerliche 56.000 Einwohner. Die Fläche entspricht in etwa, zweimal Ägypten plus viermal die Schweiz.

    Solange die Grönländer nicht auf die (Wissenschafts-)Deppen vom WDR & Co. hören wollen (!) gibt es kein Problem.

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    P.S.: Und das habe ich alles mit Microsoft Excel berechnet? Dies werde ich meinem Hausheiligen niemals verraten wollen. 🙂

  9. Wer steckt hinter dem „Wissensportal“? WDR und SWR, die grünverseuchten öffentlich-rechtlichen! In dem Bereich hat das DDR System die BRD übernommen. Und alle machen mit, bei der grossen Transformation…

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