Energiewende – Der vermeintliche Klimaschutz :Die Rechnung wird immer größer

Durch Dekarbonisierung zum Klimaschutz? Bild FotoHiero / pixelio.de

Von Klaus Peter Krause
Er ist ein politisches Verbrechen und wird weiterhin scheitern– Die Mär und die Bereitschaft, an sie zu glauben – Ein Aufruf gegen die Energiewende – Doch bejammert wird nur ihre Folge, nicht die eigentliche Ursache – Die mutwillige Stromverteuerung ist noch immer nicht schmerzhaft genug, um die Deutschen auf die Barrikaden zu treiben


Endlich, möchte man sagen. Endlich rafft sich eine angesehene Zeitung einmal auf, die Stromverbraucher wegen der ruinösen „Energiewende“ auf die Barrikaden zu rufen. Getan hat es die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) in ihrer Ausgabe vom 5. Juli. Der Leitartikel von Lena Schipper im Wirtschaftsteil war überschrieben mit „Stromkunden auf die Barrikaden!“ Bislang ist diese Zeitung mit solcher eigenen Kritik an der Energiewende nicht gerade aufgefallen und das Mutterblatt Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) mit solchen Redakteuren wie Andreas Mihm (ami.) und Joachim Müller-Jung (jom.) schon gar nicht. Aber werden die Stromverbraucher dem Aufruf folgen?

Die Proteste sind zu schwachbrüstig

Das Folgen scheitert schon daran, dass die allermeisten Deutschen die FAS nicht lesen, den Aufruf also nicht kennen können. Aber davon, was für ein Monster die Energiewende ist, haben sie ohnehin so gut wie keine Ahnung, wissen nicht, was sich hier wirklich abspielt. Die Autorin drückt dies so aus: „Niemand hat in dem Wust der Maßnahmen mehr den Überblick darüber, wo ihm zu welchem Zweck wie viel Geld aus der Tasche gezogen wird. Entsprechend schwachbrüstig sind die Proteste.“

Die mutwillige Stromverteuerung ist noch immer nicht schmerzhaft genug

Wer das nicht weiß, vermag auch schwerlich seinen Zorn zu artikulieren, es sei denn, er beschränkt sich darauf, den heftig steigenden Strompreis zu attackieren. Denn der ist durch die Energiewende das zwangsläufige Ergebnis. Aber selbst dies hat noch keine Massen auf die Straßen gelockt, auf die Barrikaden getrieben. Die mutwillige Stromverteuerung scheint für zu viele noch nicht schmerzhaft genug zu sein und noch nicht unbezahlbar.

Wie das Geschehen seit Jahren abläuft

Dabei läuft die Umsetzung der Energiewende, wie die Autorin schreibt, seit Jahren nach dem immer gleichen Muster ab: „Die Regierung formuliert eine Zielvorgabe und macht einen vage gehaltenen Vorschlag, wie diese erreicht werden könnte und wer für Kosten und Konsequenzen aufkommt. Die auserwählte Gruppe – ein Industriezweig, eine Gewerkschaft, gerne auch eine Landesregierung – legt lautstark Protest ein. Es gibt lange, ermüdende Debatten ohne Einigung, das Thema verschwindet in der Versenkung. In letzter Minute, wenn schon alle ziemlich sicher sind, dass das Vorhaben gescheitert ist, wird ein Alternativvorschlag präsentiert: Die Rechnung für die ursprünglich vorgesehenen Zahlmeister wird vernichtet. Zum Vorschein kommt eine neue, höhere Rechnung, adressiert an Stromkunden und Steuerzahler.“ Der ganze Beitrag hier.

Scheinbar ist doch alles für einen guten Zweck

Der Autorin „drängt sich unweigerlich eine Frage auf: Warum gibt es eigentlich noch keine landesweiten Proteste von den Leuten, die das alles über ihre höhere Stromrechnung begleichen sollen? Warum ist die Mehrheit der Deutschen nicht ähnlich auf Zack wie RWE, Vattenfall und die IG BCE, wenn es darum geht, sich gegen absurde Belastungen zu wehren, deren Nutzen für die Umwelt minimal ist? Eine Erklärung ist sicherlich die moralische Alternativlosigkeit, mit der Energiewende-Maßnahmen unabhängig von Sinn oder Kosten präsentiert werden: Es ist alles für einen guten Zweck. Wer will schon gegen Klimaschutz sein?“

Bejammert wird die Folge, aber nicht die eigentliche Ursache

Ach, dieser Klimaschutz. Den allerdings macht die Autorin nicht zum Thema. Dabei müsste ihr Barrikadenruf ihm und nur ihm gelten. Denn er ist es, mit dem die Bundesregierung, alle Altparteien, nahezu alle Politiker und sämtliche Profiteure die Energiewende (genauer: die Stromerzeugungswende) begründen. Statt diese Ursache der Energiewende aufs Korn zu nehmen, kapriziert sie sich nur auf das Bejammern der Folge, nämlich der Stromverteuerung. Um die Ursache schleicht sie herum wie die Katze um den heißen Brei. Mit Klimaschutz ist auch immer nur der Schutz vor einer Erwärmung der Erde gemeint, nicht ein Schutz vor ihrerAbkühlung. Aber Klima lässt sich nicht schützen. Dem stehen die Naturkräfte und Naturgegebenheiten entgegen. Klima ist deren Werk. Klimawandel hat in der Erdgeschichte stets stattgefunden.

Die Mär und die Bereitschaft, an sie zu glauben

Daran ändern auch 36 Nobel-Preisträger nichts, wenn sie in einer Deklaration fordern, es seien „rasche Fortschritte bei der Senkung aktueller und zukünftiger Treibhausgasemissionen zu erzielen, um die wesentlichen Risiken des Klimawandels zu minimieren“ Zwar sei das Ausmaß des Klimawandels ungewiss, doch die Ergebnisse des Weltklimarates IPCC seien seriös und alarmierend genug, um schnell zu handeln (FAZ vom 4. Juli, Seite 1). Doch an dieser Seriosität mangelt es: Dass steigender CO2-Gehalt in der Erdatmospäre die Erde aufheize, ist – wie in Beiträgen auf dieser Web-Seite und woanders mehrfach belegt – eine Mär. Aber sie wird geglaubt – wie Menschen immer bereit sind, zu glauben, wenn es ihnen an Kenntnissen und Wissen fehlt, und Betrügern auf den Leim zu gehen. Der Physiker und emeritierte Professor Horst Joachim Lüdecke urteilte am 17. Juni so:„Je abartiger der Unsinn, umso größer ist seine politische Wirkung. Dieses Phänomen fehlgeleiteten menschlichen Verstandes ist Religionspropheten, Psychologen und Soziologen bestens bekannt.“ (Der ganze Beitrag mit der Überschrift „Neun Fragen zum Klimaschutz“ hier).

Der CO2-Einfluss auf das Klima bis heute wissenschaftlich nicht belegt

Lüdecke schrieb am 18. Juni auch dies: „Beträchtliche Klimaschwankungen sind stete Begleiter der Erdgeschichte. Seit Beginn der Industrialisierung bis 1998 ist es um weniger als 1 Grad Celsius wärmer geworden, und seit 1998 stagniert die Erdtemperatur. Ein Zusammenhang (Korrelation) mit angestiegenem CO2 ist nicht festzustellen. Kein Klimamodell hat die bisherige Stagnation vorhergesagt, stattdessen werden ständig neue Erwärmungen vorhergesagt. Ob menschengemachtes CO2 überhaupt einen Klimaeinfluss ausübt, konnte bis heute wissenschaftlich nicht belegt werden.“

Was die Vernunft gebietet

Lüdeckes Fazit lautet: „Die Klimaschutzbewegung widerspricht den naturwissenschaftlichen Fakten. Von wissenschaftlichem Konsens über eine angebliche Klimagefährlichkeit des anthropogenen CO2 kann keine Rede sein. Bevor nicht ein sachfundierter Nachweis über den Einfluss des anthropogenen CO2 auf Klimaparameter erbracht werden kann, gebietet alle Vernunft, die kostspieligen CO2-Vermeidungsmaßnahmen einzustellen. Die militanten Vertreter von Klimaschutzmaßnahmen streben eine planwirtschaftlich-totalitäre Politik an, wie beispielsweise eine ”große Transformation”. Seine politischen Bestrebungen, Agenden und Auswirkungen verweisen ”Klimaschutz” in die Reihe gefährlicher totalitärer Ideologien.“ Der gesamte Lüdecke-Beitrag hier.

Deutschlands Energiewende: unglaublich kostspielig und unwirksam

Der dänische Politikwissenschaftler und Statistiker Björn Lomborg schrieb in der FAZ vom 8. Mai 2015 (Seite 18) unter anderem: „Deutschland ist ein gutes Beispiel für eine gescheiterte Klimapolitik. Die Energiewende hat sich als unglaublich kostspielig und unwirksam erwiesen. … Dieses Jahr erreichen die Subventionen für erneuerbare Energien in Deutschland sagenhafte 21,8 Milliarden Euro oder 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Allein für Solaranlagen hat Deutschland insgesamt Förderzusagen von mehr als 100 Milliarden Euro gemacht. Das hat zum schwindelerregenden Anstieg der deutschen Strompreise geführt. Den Daten der OECD und der Internationalen Energieagentur zufolge sind die Strompreise für deutsche Haushalte zwischen 2000 und 2013 inflationsbereinigt um 80 Prozent gestiegen. … Makroökonomische Modelle weisen zudem darauf hin, dass der wirtschaftliche Verlust durch Erneuerbare wesentlich größer sein könnte als einfach nur deren Mehrkosten, da erhöhte Produktionskosten alle anderen Branchen schwächen und das Wachstum drosseln. Der Durchschnitt aller großen Modelle deutet darauf hin, dass die derzeitige Klimapolitik Deutschland bis 2020 jährlich 43 Milliarden Euro kostet.“

Der vermeintliche Klimaschutz ist ein politisches Verbrechen

Lomborg gehört nicht zu jenen, die einen Zusammenhang zwischen CO2–Zunahme und Erderwärmungsthese rundheraus ablehnen. Zumindest unterstellt er bei seinen Überlegungen zunächst, als gäbe es ihn. Damit gelingt es ihm, sich der Streiterei um diesen Zusammenhang zu entziehen. Er beschränkt sich also darauf, die Wirkungslosigkeit der CO2-Verringerung und damit der vermeintlichen Klimaschutzpolitik darzustellen und deren überaus teuren und sinnlosen Folgen auszumalen. Unabhängig also davon, ob es die CO2-verursachte Erwärmung gibt oder nicht: Die Menschen zu zwingen, für nachweislich Sinnloses Geld auszugeben, ist verantwortungslos. Oder um es noch deutlicher und zugespitzt zu formulieren: Es ist ein politisches Verbrechen. Als Beleg sei Lomborg nochmals zitiert:

Die spürbare Auswirkung auf das Klima ist gleich Null

„Für all diese Milliarden erreicht Deutschland sehr wenig Nutzen für das Klima. …. Sämtliche Anstrengungen, die Deutschland zur Förderung der erneuerbaren Energien unternimmt, werden geschätzt zu einer Senkung der Emissionen um jährlich 148 Megatonnen führen. Im Standard-Klimamodell führt die gesamte Förderung der nächsten 20 Jahre zu einer Reduktion um gerade einmal 0,001 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts oder einer Hinauszögerung des Temperaturanstiegs bis zum Jahr 2100 um weniger als 18 Tage. Es sollte kaum verwundern, dass eine derart teure Klimapolitik, die so wenig Auswirkung auf das Klima hat, für die restliche Welt kaum nachvollziehbar ist.“

Die Klimapolitik basiert auf Wunschdenken und wird weiter scheitern

Anders zwar als Lüdecke schreibt Lomborg: „Die Erderwärmung ist Realität, und sie ist ein Problem.“ Aber gleichwohl kommt er mit seinen Erkenntnissen zu diesem realistischen Ergebnis: „Die derzeitige Klimapolitik scheitert seit zwanzig Jahren, und sie wird wahrscheinlich auch weiter scheitern. Wir würden gerne glauben, dass erneuerbare Energien kurz vor dem weltweiten Siegeszug stehen, aber selbst in 25 Jahren werden Solar- und Windenergie nur eine marginale Rolle spielen. Wir würden gerne glauben, dass erneuerbare Energien kurz davor sind, wettbewerbsfähig zu werden. Tatsächlich wird die Rechnung immer größer. 2012 hat die Welt 110 Milliarden Euro für die Förderung erneuerbarer Energien ausgegeben. 2040 werden wir fast das Doppelte bezahlen. Die aktuelle Klimapolitik basiert auf reinem Wunschdenken.“

Lomborgs gesamter FAZ-Beitrag hier.

 Übernommen von KP Krauses Blog

http://kpkrause.de/2015/07/09/der-vermeintliche-klimaschutz/

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12 Kommentar(e)

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1
Ulrich Walter

immer wenn man denkt: dümmer gehts nicht mehr, kommt ne hohle Diele daher...

2

Zitat FAS:

Niemand hat in dem Wust der Maßnahmen mehr den Überblick darüber, wo ihm zu welchem Zweck wie viel Geld aus der Tasche gezogen wird. Entsprechend schwachbrüstig sind die Proteste.
Welche dieser Erklärungen das Zögern der Stromkunden auch erklärt, sie sollten sich davon freimachen. Und endlich auf die Barrikaden gehen gegen die Politik, die sie zu Finanziers ihrer Geldgeschenke an Energieindustrie und Landesfürsten degradiert hat. Zitat Ende.

Ob da gegen die Energiewende generell aufgerufen wird, oder nur gegen die, ohne Zweifel stattfindenden monetären Machenschaften, zum Nachteil der Verbraucher, kann man dem Artikel nicht klar entnehmen..
Der Chef vom Fraunhofer Institut – wahrlich kein Gegner der Energiewende – spricht im folgenden Video von einer größten Schweinerei des Energiesystem
Siehe hier: ttp://tinyurl.com/q3qkj3t
Übrigens die cleveren Stromkunden, die eventuell zu Protesten bereit wären, wählen den bequemeren Weg, und wechseln zu den Anbietern, bei denen sie ihre Mehrkosten kompensieren können.
Mit anderen Worten zu denen, die die durch die EE ausgelösten niedrigen Börsenpreise, sprich Beschaffungskosten, an ihre Kunden weitergeben.
MfG

3

zu #3: Katrin Meinhardt sagt:
"Der Klimaschutz ist ein politisches Werkzeug der wissenschaftlichen Eliten."

Es sind nicht nur die wissenschaftlichen Eliten. Es sind auch die Erben der Eliten, siehe z.B. Mercator-Stiftung, die das PIK beachtlich mitfinanziert. Dazu kommen dann noch Eliten anderer Konzerne, auf die jemand in einem anderen Beitrag hingewiesen hatte.

4

#7: Als ich erfuhr, dass einige "Wohlfahrtsverbände" das PIK in Potsdam untersützen, versiegte meine Bereitschaft, zu spenden, schlagartig.

Wie wurde der Petersdom doch noch mal gleich finanziert?

5
Katrin Meinhardt

#7: O. Müller, Gauck, ist auch voll auf Linie und ist kein Katholik.

Und von welcher Linie kann hier nur die Rede sein?

U nited (Vereinte)
N ations (Nationen=
E ducational (Erziehung)
S cientific (Wisenschaftlich)
C ultural (Kulturell)
O organization (Organisation)

Was steht da, an vierter Stelle? Wir haben es hier einzig und allein mit einer WISSENSCHAFTLICHEN INDOKTRINIERUNG zu tun.

Schellnhuber ist auch auf Linie d(ies)er menschenverachtenden Ideologie. Und, wer (!!) personifiziert das Wesen der Menschenverachtung, par excellence?

Jeder gute Mathematiker kann Ihnen das mit absoluter Sicherheit beantworten.

P.S.: Gemäß den unerbitterlichen Matheregeln kann dies absolut nichts mit dem Katholizismus zu tun haben. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, fast 95 Prozent aller Theologen SIND AUF WISSENSCHAFTLICHER und MENSCHENVERACHTENDER LINIE? Es sollen gar mehr sein.

Wer im Kleinen nicht gerecht sein kann und will, der kann es unmöglich im Großen sein. Zum Teufel mit Schellnhuber.

6

Im Kurspatz, der Gästezeitschrift der Gemeinde Bad Birnbach, Ausgabe Juli 2015, schreibt der kath. Pfarrer, Herr Dr. Wolfram Schneider, zum Thema Nächstenliebe folgendes: .....Wenn wir weiter die Erde so ausbeuten, wenn wir durch unseren Lebensstil den Klimwandel weiter vorantreiben, dann machen wir uns schuldig an Menschen in der Ferne. Denn die Menschen in den heißen Zonen der Welt leiden heute schon mehr unter dem Klimwandel als wir. Denn die Menschen nach uns werden die Auswirkungen des Klimweandels zu büßen haben. Wen das gleichgültig lässt, dem fehlt die Liebe. Wen das erschreckt und wer zu handeln versucht, der beginnt auch den Fernsten zu lieben.
Den gesamten Arkikel kann man im Internet nachlesen.

Der Herr Dr. Schneider ist also voll auf Linie. Wer Niederbayern kennt weiß welches Gewicht die Worte des Herrn Hochwürden haben.

Übrigens, die Gemeinde Ortenburg, der Geburtsort des Herrn Schellnhuber, liegt gleich um's Eck.

7

“Makroökonomische Modelle weisen zudem darauf hin, dass der wirtschaftliche Verlust durch Erneuerbare wesentlich größer sein könnte als einfach nur deren Mehrkosten, da erhöhte Produktionskosten alle anderen Branchen schwächen und das Wachstum drosseln.“
################
Vielleicht beabsichtigen ökologistisch indoktrinierte und geltungsbedürftige ichbezogene Leute, die sich politisch betätigen, weil sie in ihrem Leben etwas bewirken oder gestalten wollen, sogar eine Reduzierung des wirtschaftlichen Wachstums?
Und zu sehen wie die Natur sich Industriebrachen zurückerobert und zu erleben wie ehemaligen Maschinenhäuser zu Musentempeln umgenutzt werden, das schafft doch auch erhebende und persönlich befriedigende Emotionen !
Die Tatsache dass damit auch der Zuwanderungsdruck und die von ihm verursachten unschönen deutschen Ausbrüche von Xenophobie abnehmen können, ist für manche sicherlich ein recht positiver Nebeneffekt.
Schade nur, dass das christliche motivierte Deutschland dann nicht mehr so viel zur Alimentierung anderer Volkswirtschaften beitragen kann.

8

#4: Man kann über das "Waldsterben" und über BSE streiten, übertrieben wurde in beiden Fällen. Die Einführung von Abgaskatalysatoren und industriellen Filtern war sicher sinnvoll, auch gegen die Einführung des Dieselpartikelfilters war nichts einzuwenden. Jetzt haben sich die grünen Verbände aber eben auf CO2 eingeschworen (es bleibt nach dem Abschaltbeschluss für die KKW ja auch nicht mehr viel übrig, die Chemie wird aktuell mit REACh zugrundegrichtet) - und keiner wagt es noch, die Stimme zu erheben, weil sie alle vor dem grünen Zeitgeist Angst haben. Im Jahre 2009 war ich übrigens nachweisbar noch "Feuer und Flamme" für "Erneuerbare Energien" und unterstützte eine CO2-Verminderungsstrategie. Dann gab es ein Ereignis in meinem Leben, das mich sehr nachdenklich machte und dazu brachte, mich sehr viel tiefer mit dem Themenkomplex auseinanderzusetzen. Es dauerte nicht allzu lange, bis mir, auch wegen meiner Einblicke in die Tiefe des "Systems", klar wurde, dass in Deutschland etwas abläuft, was man wohl nur mit Deutschen tun kann. Ich bezweifele, dass sich Deutschland aus dieser Falle noch einmal selber befreien kann.

9
Werner Geiselhart

Herr Endress,
ich lese Ihre Kommentare gerne, insbesondere da Sie vor nichts und niemandem kuschen, obwohl sie ja als Staatsbedienster nicht ungefährdet sind.
Auch mit #2 kann ich übereinstimmen bis auf das gern - nicht nur von Ihnen - benutzte Argument, auch Waldsterben, BSE und Co. seien Lügen gewesen.
Das würde ich so pauschal nicht sagen, es gab schon eindeutige Beweise/Hinweise auf die Schädlichkeit von Industrie- und Autoabgasen und ähnlichen Verschmutzern (Schwarzwald, Erzgebirge und Co.). Man kann nicht sagen, wie das Ganze ohne die entsprechenden Gegenmaßnahmen gelaufen wäre. Das selbe gilt für BSE und Co. Außerdem haben die Maßnahmen wie Katalysatoren und bleifreie Kraftstoffe sicher nicht geschadet, im Gegenteil.
Wichtig zu sagen wäre auch, dass die eingeleiteten Gegenmaßnahmen wissenschaftlich sinnvoll waren.
Das oben gesagte trifft natürlich auf das Thema "Klimawandel" ganz und gar nicht zu.
Es gibt keine feststellbaren Schäden und wird es vermutlich auch nicht geben, es handelt sich also um rein prophylaktische Maßnahmen gegen irgend welche Phantomfolgen, die von Hysterikern herbeigeredet werden.
Und die Kosten für diese Maßnahmen sind dermaßen gigantisch, dass sie über kurz oder lang die deutsche Wirtschaft in den Abgrund reissen werden.
Und wenn man schon an den menschengemachten Klimawandel und dessen schreckliche Folgen glaubt, hätte man, um glaubwürdig zu bleiben, einen starken Ausbau der Kernenergie fordern müssen.
Dass gerade das Gegenteil gefordert wird, nämlich den Abriss aller KKWs, hat mich nach anfänglicher Zustimmung zum Projekt Energiewende schnell dazu gebracht, mich mal näher mit dem Thema zu beschäftigen.
Als Naturwissenschaftler sind mir da viele Ungereimtheiten (siehe KKWs) aufgefallen, die mich sehr schnell davon überzeugten, dass da irgend etwas enorm falsch läuft und dass da irgendwelche Interessensgruppen und NGOs dabei sind, die Gesellschaft nach Ihrem Gusto zu transformieren.
Wie man heute, nach 15 Jahren, an den Ergebnissen sieht, spielt das eigentlich propagierte Ziel, den CO2 Ausstoß zu verringern, überhaupt keine Rolle mehr. Ziel ist vielmehr die Transformation der freien Marktwirtschaft in eine Planwirtschaft und die Lenkung der Gesellschaft und deren Menschen nach eigenem sozialistischen Plan. Als kleines Beispiel sehe ich hier die Einführung von Smartgrids ("intelligenten" Stromverbrauchsmessern), mit deren Hilfe man das Freizeit-/, Arbeits-/ und Konsumverhalten der Menschen beliebig steuern kann.
Ich habe auch keine große Hoffnung mehr, dass die Leute das rechtzeitig merken. Geschickte Indoktrination der Alt 68er und Consorten (über Medien, Schule usw.), hat dafür gesorgt, dass die meisten Menschen wie Opferlämmer zur Schlachtbank laufen und erst was merken werden, wenn die Messer über ihnen blitzen.

10
Katrin Meinhardt

Die Klimapolitik ist real und macht die einen reich und die anderen arm.

Die spürbaren Auswirkungen auf das Klima sind gleich Null, glücklicherweise.

Der Klimaschutz ist ein politisches Werkzeug der wissenschaftlichen Eliten.

Deutschlands Energiewende ist sehr kostspielig und so etwas kann sich nur ein reiches Land langfristig leisten. Das Geld wechselt lediglich von einer Tasche in eine andere. Es verschwindet ja nicht. Also, keine Zauberei, sondern alles läuft nach physikalischen Gesetzen ab.

Hier geht alles sehr vernünftig zu.

Der CO2-Einfluss auf das Klima ist bis heute wissenschaftlich nicht belegt? Nun, darüber streiten die Wissenschaftler im Namen der Vernunft. Die Prämissen, meine Damen und Herren, die Prämissen.

Psychologen und Soziologen haben die Vernunft neu erfunden und konstituiert. Tatsache.

Scheinbar ist doch alles für einen guten Zweck? Natürlich, wer braucht denn heute noch Proteste? Der heutige Mensch ist von der Wissenschaft ausgebildet und indoktriniert.

Wie das Geschehen seit Jahren abläut? Irgendwie muß es doch laufen. Solange es läuft ist doch gut.

Die mutwillige Stromverteuerung ist noch immer nicht schmerzhaft genug? Das Leid der Betroffenen wird in den Medien totgeschwiegen und die Politik ignoriert diese.

Die Proteste sind zu schwachbrüstig? Oh la la. Wer viel weiß hat eine höhere Verantwortung, als der, der wenig wissen kann. Das System erlaubt keine Proteste mehr.

Die Rechnung wird immer größer, aber sie kann noch bezahlt werden. Es ist noch sehr viel Geld da.

Im Namen der (heiligen?) Hauptsätze der Kalorik

11

Ein paar Ergänzungen von meiner Seite, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

1. Ohne die CO2-Lüge wäre die "Energiewende" längst Geschichte, und Deutschland würde sich auf einen Energiemix mit aktueller Kohlekraftwerk-Technologie konzentrieren. Die "Dekarbonisierungspläne" der Bundesregierung sind lächerlich.
2. Wäre an der CO2-Geschichte auch nur ein Fünkchen Wahrheit, müsste die Menschheit sofort mit dem Bau von 10.000 Kernkraftwerken der 1 GW Klasse beginnen, mindestens in Generation III+ (das ist en gros das Argument von NAEB). Nutzt man auch die Abwärme für thermische Prozesse und Beheizung, müssten in Deutschland ca. 70 solcher KKW rund um die Uhr laufen. Damit wäre der "CO2-neutrale" Hausbestand mit vergleichsweise geringen Kosten denkbar - das ist in Deutschland in den kommenden 20 Jahren aber nicht zu erwarten, dazu wird bzgl. der Kernkraft zu viel gelogen.
3. Da die Akzeptanz der "Energiewende" sinkt, wird durch Dauer-Indoktrination das CO2-Märchen befeuert. So schlimm wie aktuell war es noch nie in Deutschland. Unsere Politiker scheinen den Widerstand zu spüren und machen mit der CO2-Lüge die Deutschen eben mundtot, und das auf allen Kanälen. Ich habe schon ein paar Lügen miterlebt ("Das Öl reicht nur noch 30 Jahre" (1970er Jahre), Waldsterben, BSE, Acrylamid, Schweinegrippe). Die heutigen Studierenden kommen immer besser indoktriniert an den Universitäten an, die sich wiederum wegen der nicht enden wollenden Besparung der Politik prostituieren. Einer meiner "lieben Kollegen", der mir vor 2 Jahren noch sagte, er könne die Grünen auch nicht so leiden, berät heute die Grünen - und profitiert prächtig davon. Ein Elektroauto hat er privat aber auch nicht gekauft, als seine alte Kiste den Geist aufgab.
4. Die Deutschen werden bzgl. der Strompreise noch eine ganze Weile nicht meckern, Proteste erwarte ich erst, wenn in 5 Jahren die von NAEB berechneten 45 Ct/kWh erreicht werden. Aber auch da bin ich mir nicht ganz sicher.
5. Den Deutschen ist gar nicht bewusst, welche Kosten auf sie erst mit der "Haus- und Heizwende" zukommen werden, die "Stromwende" ist ja nur der teure Anfang.
6. Das CO2-Märchen und das mediale und politische (virtuelle) Niederknüppeln des Widerstandes ist erst der Anfang der künftigen Öko-Diktatur. Man sieht auch hier, obwohl ich weder EIKE-Mitglied bin noch in allen Punkten mit EIKE übereinstimme, wie Andersdenkende diffamiert und als "Leugner" bezeichnet werden. In einem "Leugner-Forum" zu schreiben ist schon verpönt - so weit sind wir schon wieder in Deutschland.
7. Die CO2-Protagonisten verletzen die DFG-Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Wenn ein Politiker einen Wissenschaftler als "Leugner" bezeichnet, ist das sein gutes Recht, denn er will ja gewählt werden, und diese Leute sind sowieso meistens nur noch für die Politik zu gebrauchen. Bezeichnet ein Wissenschaftler einen anderen als Leugner, wie es die deutschen CO2-Protagonisten gerne und häufig tun, ist das wissenschaftliches Fehlverhalten. Die Wissenschaft lebt vom Disput. Zumindest muss man die Meinung des anderen respektieren, auch wenn man sie für falsch hält.

Gegen Energieforschung ist nichts einzuwenden (mache ich selber), denn wir haben (noch) so etwas wie die Freiheit von Kunst und Wissenschaft. So betrachte ich auch die Elektromobilität als Forschung. Ich kenne aber keinen einzigen Kollegen, der die "Energiewende" fordert, fördert und davon profitiert und sich PRIVAT ein Elektroauto gekauft hat. Ein australischer "Klimaschützer-Kollege" hat bei zwei Luftfahrtverbünden je eine "Golden Card" und jettet um die Welt - um das Klima zu retten. Ich halte es für grundlegend falsch, dass Forschung immer mehr mit "gesellschaftlicher Relevanz" begründet wird, denn so zieht immer mehr die Bevormundung in die Universitäten ein. Aber so wollen das ja die Rot-Grün-Linken. Solange die Deutschen nicht auf die Straße gehen, und das wird wegen der Obrigkeitsgläubigkeit der Deutschen und der Dauer-Indoktrination auch noch eine Weile nicht geschehen, wird sich hier nichts ändern.

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Ich bin jetzt mal gespannt, ob die AfD unter der Führung von Petry und CO. jetzt endlich mal das Thema "Energiepolitik-Energiewende" zur politischen Sache macht und in das Thema in die Öffentlichkeit trägt. Nur über die Partei und in folge dessen über die Medien kann ich die Öffentlichkeit wirksam und flächendeckend mit einen gesellschaftlichen Thema erreichen. Die volkswirtschaftliche Schaden und damit der Niedergang unserer Wohlstand durch diese marktfeindliche Energiewende = EEG muss endlich ein Ende finden. Und die AfD muss sich diesen Thema endlich verstärkt annehmen. EURO, Asyl, Gender ist das eine aber eine nicht mehr bezahlbare Stromversorgung (Energiewende/EEG) ist das viel wichtigere und unmittelbare für unsere Industrie-Wohlstandsgesellschaft in Deutschland. Danke!